Lade Inhalt...

Zur Erweiterung des fremdsprachlichen Wortschatzes aufgrund ausgewählter Texte

Magisterarbeit 2005 77 Seiten

Didaktik - Deutsch - Deutsch als Fremdsprache

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

O. Einführung

1. Wortschatz als Bestandteil der Sprache
1. 1. Umfang des Wortschatzes
1. 2. Der menschliche Wortspeicher
1. 3. Einteilung der Lexik

2. Fremdsprachlicher Wortschatz als Lernproblem
2. 1. Zur Rolle der Wortschatzarbeit im Fremdsprachenunterricht
2. 2. Kriterien zur Auswahl des Wortschatzes
2. 3. Wortschatzerlernung und Aneignung der Sprachfähigkeiten
2. 4. Verschiedene Lerntypen und ihre Bedeutung für die Wortschatzarbeit
2. 5. Die Fehler beim Wortschatzlernen
2. 6. Wortschatzübungen und ihre Ziele
2. 7. Strategien zur Beherrschung lexikalischer Elemente und Probleme bei ihrer Aneignung – eine Umfrage
2. 7. 1. Zur Zielsetzung der Umfrage und Gruppe der Befragten
2. 7. 2. Analyse der Ergebnisse und Schlussfolgerungen

3. Methoden der Wortschatzerweiterung
3. 1. Verfahren der Bedeutungsvermittlung
3. 2. Hör- und Lesetexte und ihre Rolle im Fremdsprachenunterricht
3. 3. Das Erschlieβen aus dem Kontext
3. 4. Mnemotechniken als Unterstützung der Vokabelaneignung
3. 5. Die Rolle der Wörterbücher im Fremdsprachenunterricht
3. 6. Typologie der Übungen mit dem Wörterbuch
3. 7. Wortschatzlernen mit Hilfe von Sprachspielen
3. 8. Phraseologismen als Teil der Lexik
3. 9. Zur Anwendung der Wortfeldertechnik bei der Aneignung neuer Lexik

4. Ausgewählte Hör- und Lesetexte als idealer Ausgangspunkt für die Wortschatzerweiterung
4. 1. Zur Lernergruppe und Zielsetzung der Stunden
4. 2. Vorschläge für den Ablauf der Unterrichtseinheiten

5. Schlussbemerkungen

6. Literaturverzeichnis

0. Einführung

Die vorliegende Arbeit untersucht das Problem des Wortschatzlernens im Fremdsprachenunterricht, mit dem sich die ausländischen Lernenden während ihres Lernprozesses ständig auseinandersetzen. Der Ausgangspunkt war die Absicht, den Forschungsergebnissen nachzugehen, um zu überlegen, auf welche Art und Weise man erfolgreiche und dauerhafte Aneignung neuer lexikalischer Elemente erzielen kann. Man hat versucht, viele Aspekte der Wortschatzarbeit darzustellen, deren genaue Besprechung den Lernvorgang beschleunigen und erleichtern kann. Als ein weiteres Ziel der Arbeit hat man sich gestellt, theoretische, linguistische und methodischdidaktische Kenntnisse mit praktischen Unterrichtbeispielen und Übungen zu verknüpfen.

Die Lexik wird in der Fremdsprachendidaktik als eine der so genannten Teilfertigkeiten bezeichnet und ihr Erwerb steht oft im Vordergrund des fremdsprachlichen Lernprozesses, weil ohne eine minimale Beherrschung des Wortschatzes einer Sprache keine der Fertigkeiten herausgebildet, geübt und entwickelt werden kann.

In den Lehrwerken für den Deutschunterricht, die nach dem zweiten Weltkrieg herausgegeben wurden, legte man den gröβten Wert auf die Grammatikprogression, der die systematische Wortschatzarbeit untergeordnet war. Ein verstärktes Interesse an Fragen der Wortschatzarbeit lieβ sich in den 70er Jahren mit der Entwicklung des Zertifikats Deutsch als Fremdsprache und den Arbeiten des Europarates festzustellen. In diesen Werken wird darauf hingewiesen, dass der Grundwortschatz neu bestimmt sein sollte und die Themenbereiche, die für die praktische Sprachanwendung Erwachsener in alltäglichen Situationen von Belang sind, festgelegt werden sollten. Dabei wurde die groβe Rolle der Inhaltswörter beim Verstehen und bei der Kommunikation in der Fremdsprache betont.

Weitere Anstöβe zu einer intensiveren Beschäftigung mit Problemen der Wortschatzarbeit ergaben sich auch in den 80-er Jahren aus der weiteren Entwicklung der Textdidaktik, mit der auch die Erforschung des Verstehensprozesses verbunden ist, und aus den Thesen der Gedächtnisforschung und der Sprach- und Lernpsychologie[1]. Die Entstehung und Entwicklung des lernerorientierten, „interkulturellen“ Fremdsprachenunterrichts hatte auch einen groβen Einfluss darauf, dass die Bedeutung der Unterrichtsinhalte eine neue Dimension bekommen. In der gegenwärtigen Forschung betont man, dass die systematische Wortschatzarbeit als „Partner“ des Grammatikunterrichts gesehen werden soll und bei der Herausbildung und Entwicklung der vier Sprachfertigkeiten notwendig ist.

Wenn man die Rolle der Grammatik und der Lexik in der zwischenmenschlichen sprachlichen Kommunikation zu vergleichen versucht, kommt man zum Ergebnis, dass man schon aufgrund weniger Strukturen imstande ist, sich zu vielen Lebensbereichen zu äubern, wenn man nur über das entsprechende Vokabular verfügt. Mit der Fähigkeit, wohlgeformte Sätze zu bilden, läbt sich im Falle authentischer Kommunikation wenig anfangen. Hingegen sind breit angelegte Vokabelkenntnisse von äuberst großem Nutzen, deren Bedeutung und Problematik im zweiten Kapitel erläutert wird. Im weiteren Teil folgt eine Einführung in die Methoden der Wortschatzarbeit. Ausgangspunkt dafür war eine Umfrage und ihre Ergebnisse, aufgrund deren man darzulegen versucht, welche Schwierigkeiten die Lernenden bei der Aneignung neuer Lexik haben, auf welchen lexikalischen Stoff sich diese Probleme beziehen und welche individuellen Strategien am häufigsten verwendet werden.

Die Rolle der Lexik im Fremdsprachenunterricht gewann im Laufe der Zeit an Bedeutung, was zu Folge hatte, dass sich die traditionelle Wortschatzarbeit und die Methoden sienner Erweiterung stark verändert haben. Weil man im Fremdsprachenunterricht einerseits großen Wert auf den Wortschatzerwerb legen soll und andererseits diese Tätigkeit den Lernenden grobe Schwierigkeiten bereitet, werden in dieser Arbeit verschiedene Techniken berücksichtigt, die den Schülern erleichtern, sich immer wieder neuere lexikalische Einheiten anzueignen. Im Fremdsprachenlehrprozess vollzieht sich die Wortschatzerweiterung vor allem auf der Grundlage der Arbeit mit verschiedenen Texten, in denen man immer wieder auf Wörter stöbt, deren Bedeutung man nicht oder nur ungenau kennt. Deshalb müssen im Fremdsprachenunterricht verschiedene Methoden verwendet und auch den Lernenden beigebracht werden, die einerseits zum Fremdsprachenlernen motivieren und Interesse daran wecken und andererseits den Lernvorgang fördern und beschleunigen können. Diese Strategien werden im dritten Kapitel der vorliegenden Arbeit dargestellt.

Im letzten Abschnitt der folgenden Arbeit hat man versucht, praktisch darzustellen, wie sinnvolle und gezielte Wortschatzerweiterung im Fremdsprachenunterricht zustande gebracht werden kann. Es wurde ein Unterrichtsvorschlag präsentiert, in dem man mit Hilfe von Hör- und Lesetexten an der Lexik arbeitet, was auch mit der Entwicklung und Übung der vier Fertigkeiten in Verbindung steht.

1. Wortschatz als Bestandteil der Sprache

Sprache ist eine nur für Menschen mögliche Ausdrucksform, die sich sehr von anderen Kommunikationsmöglichkeiten deutlich unterscheidet, weil sie die Kreativität erlaubt und Fähigkeit zu begrifflicher Abstraktion erkennen lässt. Sie dient der zwischenmenschlichen Verständigung und ermöglicht die Informationen, Gedanken und Vorstellungen, die in unserem Gehirn entstehen, zum Ausdruck zu bringen. Mit Hilfe der Sprache sind wir imstande, nicht nur die Welt zu verstehen und zu erfassen oder die Informationen mitzuteilen, sondern auch die individuelle Identität zu entwickeln

Die Lexik ist ein untrennbarer Bestandteil jeder Sprache. Wortschatz ist Gesamtheit der Wörter einer Sprache, die sich nach verschiedenen Kriterien unterteilen lassen. In der Lexikologie wird der Wortschatz einer Sprache als Lexikon bezeichnet und darüber hinaus ist er „eine Komponente unserer Sprachfähigkeit“[2]. Die Elemente bzw. Einheiten der Lexik werden Lexem oder lexikalische Einheit genannt, die man auch mit „Wort“ identifizieren kann, obwohl man auch die Wortbestandteile oder ganze Phrasen als Lexeme ansehen kann. Der engere Lexem- Begriff wird jedoch nur im Bezug auf Wörter oder die Grundformen flektierbarer Wörter gebraucht.

1. 1 Umfang des Wortschatzes

Die Definitionen des Wortschatzes zeigen, dass die Lexik in jeder Sprache sehr umfangreich ist. Die genauen Zahlen der deutschen Gegenwartsprache sind deshalb nicht festzustellen und schwanken zwischen 300 000 und 500 000 Wörter für die Standartsprache[3]. Wenn man auch die Fachsprachen hinzunimmt, so dürfte der Umfang ein Mehrfaches betragen.

Weil sich die Sprache ständig entwickelt und die Menschen die Wörter aus anderen Kulturen übernehmen und neue Wortbedeutungen dank dem Fortschritt und der Entwicklung der Technik immer wieder entstehen, ändert sich die Zahl der Vokabeln und ihrer Verbindungsmöglichkeiten. Jährlich kommen etwa 4 000 neue Wörter hinzu. Allein schon die Fachsprache der Medizin enthält über eine halbe Million Wörter.

Wenn man diese Tatsachen berücksichtigt, muss man feststellen, dass niemand, sogar kein Muttersprachler in der Lage ist, die Gesamtheit der Wörter einer Sprache zu kennen oder zu erlernen. Durchschnittliche Sprecher verwenden davon nur einen kleinen Teil. Das ist nicht zuletzt von Ausbildung, Beruf und Interessen abhängig.

Nach einer Berechnung von Seashore und Eckerson kennt ein gebildeter, erwachsener Mensch wahrscheinlich über 150 000 Wörter und ist in der Lage, 90 Prozent davon aktiv zu gebrauchen[4]. Diese Einschätzung ist umstritten, weil die Definition von „Wort“ problematisch ist und weil sich Wortschatzkenntnisse nicht genau schätzen lassen. Seashore und Eckerson haben als erste die Methode des Messens des Wortschatzumfangs entwickelt. Sie verstanden das Wort als Eintrag in der Ausgabe von Funk und Wagnalls New Standart Dicktionary of the Englisch Language von 1937, in dem es etwa 450 000 Einträge gibt. Ohne alternative Bedeutungen blieben nur 370 000 und die Hälfte davon betrachteten sie als „Basiswörter“, während den Rest Ableitungen und Komposita bildeten. Die Forscher haben jedes dritte Wort von oben in der ersten Spalte jeder linken Seite des Wörterbuches ausgewählt und machten eine repräsentative Stichprobe bei den Studenten, die die Wörter jeder der vier Listen definieren und dazu Beispiele bilden sollten. Der durchschnittliche Student kannte 35 Prozent der „Basiswörter“ aus der Liste, 47 Prozent der Zusammensetzungen und Ableitungen und 1 Prozent der selten verwendeten „Basiswörter“. Im Vergleich zur Gesamtzahl der Wörter im Wörterbuch erwiesen sich 5800 gebräuchliche „Basiswörter’, 96000 Ableitungen und Komposita und 1700 der seltenen „Basiswörter“ als gekannt, was insgesamt über 150 000 Wörter gibt. Später haben viele Wissenschaftler auf viele Fehler in ihrem Vorgehen hingewiesen und festgestellt, dass die Schätzung von Eckerson und Seashore zu hoch war.

Man kann davon ausgehen, dass ein gebildeter Erwachsener mit Englisch als Muttersprache über wenigstens 50000 Wörter potenziell verfügt[5]. Nach Angaben von Bohn beträgt die Zahl des Verstehenswortschatzes etwa 100 000 Wörter und des Mitteilungswortschatzes nur etwa 12000 Vokabeln. Die individuelle Verfügbarkeit lexikalischer Elemente ist sehr differenziert und schwankt zwischen 2000 und 20000 Wörtern.

1. 2. Der menschliche Wortspeicher

Im Anschluss an die Feststellung, dass der Mensch über Zehntausende von Vokabeln verfügt, muss auch unterstrichen werden, dass die meisten Vokabeln in Sekundenbruchteilen abrufbar sind. Diese groβe Menge und die Effektivität des Abrufens zeugen von der Tatsache, dass Wörter im Gedächtnis gut organisiert und angeordnet sind, so dass die Sprecher ihren mentalen Wortspeicher in sehr kurzer Zeit durchsuchen können. Es lässt sich auch ein Phänomen feststellen, dass die Sprecher imstande sind, normalerweise sehr schnell zwischen echten und Phantasiewörtern zu unterscheiden. Wenn die Muttersprachler ein echtes Wort erkennen und das Phantasiewort zurückweisen sollen, brauchen sie weniger als eine Sekunde um ihren Speicher gründlich durchzusuchen[6]. Im Gegensatz zu der Festlegung der Geschwindigkeit beim Erkennen von Wörtern, ist es nicht leicht die Dauer des Erzeugungsprozesses festzustellen. Man kann zum Schluss kommen, dass die enorm große Anzahl der Vokabeln, über die der Mensch verfügt und die Schnelligkeit, mit der sie abgerufen werden können, die Existenz eines gut strukturierten und perfekt organisierten mentalen Lexikons beweisen[7].

Dieses System mit sehr großer Speicherkapazität erlaubt aber nicht immer, dass die Menschen alle Wörter sofort aufspüren. Es ist schwierig festzustellen, worin die Ursachen dieser Schwierigkeiten liegen. Die Speicherung und der Zugriff sind miteinander verbunden, aber diese Probleme sind nicht identisch und ein idealer Speicher ermöglicht nicht immer einen schnellen und genauen Zugriff.

Die Anordnung der Wörter in unserem mentalen Lexikon ist mit der Struktur im Wörterbuch nicht zu vergleichen. Im Gedächtnis werden sie nicht nach dem Alphabet organisiert, weil auch andere Aspekte der Lautform des Wortes wie beispielsweise der Auslaut, die Akzentmuster bei der Anordnung der Vokabeln eine bedeutende Rolle spielen. Der menschliche Wortspeicher ist unbegrenzt, jeden Tag kommen neue Wörter und Bedeutungen hinzu, wobei die Wörterbücher in ihrem Umfang beschränkt sind. In ihrer einfachen Anordnung ist ihr Inhalt nicht nur begrenzt, sondern auch nicht zeitgemäß. Sie geben relativ nicht viele und sicherlich nicht alle Informationen zu jeder lexikalischen Einheit an. Diese Erwägungen sollten aber keine Kritik an diesen Lernhilfen üben, sondern nur die Unterschiede zwischen dem mentalen Lexikon und den Wörterbüchern verdeutlichen. Auf die großen Vorteile dieser Hilfsmittel wird man im dritten Kapitel der vorliegenden Arbeit näher eingehen.

1. 3. Einteilung der Lexik

Jede Sprache ist ein System von Zeichen, die miteinander aufgrund verschiedener Regeln in Verbindung stehen. Wie schon erwähnt wurde, ist der Wortschatz ein Bestandteil der Sprache, die aus verschiedenen Elementen besteht. Aus dieser Definition kann man schlieben, dass der Wortschatz ein Teilsystem ist, das durch eine Struktur gekennzeichnet ist und dass es auch gegliedert ist. Wenn man den Wortschatz genauer untersucht, so wird deutlich, dass man unter diesem Begriff nicht nur einzelne Vokabeln, sondern auch Wortgruppen, Idiome und Sätze zu verstehen hat.

Die erste Gliederung nach linguistischen Gesichtspunkten unterscheidet zwischen der offenen Klasse der Inhaltswörter und der geschlossenen Klasse der Strukturwörter[8]. Die offene Klasse der Inhaltswörter bilden Substantive, Verben und Adjektive, die sich im Laufe der Zeit und dank dem Fortschritt entwickeln können, weil es immer neuere Kommunikationsbedürfnisse gibt, was zur Entstehung von neuen Bedeutungen, Wörtern und Strukturen führt. Zur geschlossenen Gruppe der Strukturwörter oder anders ausgedrückt: Funktionswörter gehören Pronomina, Artikel, Konjunktionen und Präpositionen und weitere, deren Zahl eingeschränkt ist, weil sie sich nicht in Entwicklung befinden und deshalb keine neuen Elemente entstehen.

Wenn man die Lexik nach dem Umfang klassifiziert, wird sie in Einzelwörter und Wortgruppen eingeteilt. Ein weiterer Aspekt ist die Wortbildung, in der zwischen dem Grundwortschatz und den Ableitungen und Zusammensetzungen unterschieden wird. Nach den paradigmatischen Beziehungen werden bedeutungsähnliche Wörter, Synonyme, Wörter, die Gegensätze bezeichnen, Antonyme, und unter- oder nebengeordnete Vokabeln, Hyponyme, genannt[9].

Eine weitere Einteilung unterscheidet zwischen dem primären (Grund-) und sekundären Wortschatz, den man auch als abgeleiteten bezeichnet. Der sekundäre Wortschatz entsteht mit Hilfe des Grundwortschatzes aufgrund der Wortbildungsregeln. Unter dem Aspekt der Herkunft muss man Fremdwörter, Internationalismen und Lehnwörter erwähnen. Grammatisch gesehen gibt es auch Vokabeln, bei denen man etymologisch eine gemeinsame Wurzel nachweisen kann. Sie werden als Wortfamilien bezeichnet. Eine weitere Gruppe bilden die Wortfelder: sinnähnliche Vokabeln der gleichen Wortklasse (paradigmatische oder syntagmatische Wortfelder), die zu einem Sachgebiet gehören und „Netzwerke“ von Wörtern bilden. Nach stilistischen Varianten gibt es auch Wörter gleicher und unterschiedlicher Stilebene. Nach dem Kriterium der sozialen Varianten werden bestimmte lexikalische Elemente der Hochsprache, oder Umgangssprache oder den Gruppensprachen zugeordnet.

Wenn man den Fremdsprachenunterricht in Betracht zieht, unterscheidet man zwischen dem aktiven, passiven und potenziellen Wortschatz. Zum aktiven Teil gehören alle Vokabeln, die der Lernende schon gelernt hat und die er imstande ist, anzuwenden. Sie werden auch als produktiver oder Mitteilungswortschatz genannt, weil sie schon produktiv gebraucht werden können. Das sind vor allem alle Funktionswörter, die eine strukturierte Mitteilung in Form von Sätzen und Texten ermöglichen, und eine unbestimmte Anzahl von Inhaltswörtern. Ihre Zahl in der Grundstufe beträgt etwa 2000 Wörter. Im Gegensatz dazu umfasst der passive Wortschatz alle Wörter, die dem Lernenden auch schon beigebracht wurden und über die er verfügt, um die Hör- und Lesetexte selbstständig zu erschließen. Der Lernende versteht die Bedeutung dieser lexikalischen Einheiten, ist aber nicht imstande, sie selbständig beim Sprechen oder Schreiben zu gebrauchen. Deshalb wird passiver Wortschatz auch als rezeptiver bezeichnet. Man muss dabei bemerken, dass er immer umfangreicher ist als der aktive Wortschatz.

Beachtenswert ist die Tatsache, dass zwischen diesen zwei Arten keine starre Grenze besteht. Die Übergänge sind fliebend. Wenn der Lernende ein fremdsprachliches Wort rezeptiv beherrscht hat, d.h. imstande ist, es in einem Hör- oder Lesetext zu erkennen und zu verstehen, so tastet er sich an den produktiven Gebrauch zuerst in der Art heran, dass er es parallel zu einem gehörten oder gelesenen Text verwendet. Das bedeutet aber noch nicht, dass die Vokabel von ihm produktiv eingesetzt werden kann. Das geschieht durch weitere Begegnungen mit dem bestimmten Wort, durch die man mehrere Bedeutungsnuancen und Verwendungsmuster dieses Elements kennen lernt und dessen Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Wörtern entdeckt. Der produktive Wortschatz kommt aus dem rezeptiven, weil im menschlichen Gehirn zuerst die rezeptive Matrize herausgebildet wird, die dann mit der Zeit dank der mehreren Wiederholungen und Übungen in die reproduktive und produktive Matrize umgewandelt werden kann.

Der potenzielle Wortschatz umfasst alle abgeleiteten und zusammengesetzten Wörter, die der Lernende noch nicht gelernt hat und die für ihn völlig neu sind. In diesem Fall ist der Schüler aber in der Lage, die Bedeutung der Wörter ohne Erklärung aufgrund ihrer Bildung zu erschlieben, weil ihm die Bedeutung einzelner Bestandteile bekannt ist und er entsprechende Wortbildungsregeln kennt. Der potentielle Wortschatz spielt im Fremdsprachenunterricht eine sehr große Rolle, weil auch von ihm in einem hohen Grade das Hör- und Leseverständnis abhängen kann. Deshalb soll man gröbere Aufmerksamkeit auf das Üben dieser Wortschatzart lenken.[10]

2. Fremdsprachlicher Wortschatz als Lernproblem

Als Wortschatz bezeichnet man die Gesamtheit der Wörter einer Sprache. Kein Mensch ist aber imstande, alle Vokabel einer Sprache zu beherrschen und sie anzuwenden. Es lässt sich sogar feststellen, dass auch ein Muttersprachler von dieser Wortmenge nur einen geringen Teil aktiv beherrscht.

Der Lehrer soll sich immer zwei Fragen stellen, welche Wendungen die Schüler während einer Unterrichtseinheit, in einem Schuljahr und insgesamt im ganzen Schulgang lernen sollen. Sogar der erfahrene Lehrer wird im Fremdsprachenunterricht mit bestimmten "Phänomenen" konfrontiert, d. h. mit Schwierigkeiten der Lernenden, die trotz aller Mühe und guten Willens bei bestimmten Sprachhandlungen stets erneut vorkommen. Zu diesen Probleme bereitenden Aktivitäten, mit denen sowohl die Lernenden als auch die Lehrenden ständig zurecht zu kommen versuchen, gehört zweifellos das Erschlieben der Bedeutung unbekannter lexikalischer Einheiten aus dem sprachlichen Kontext. Im Fremdsprachenunterricht ist es deshalb oft der Fall, dass der Lernende bei unbekannten Wörtern gerade Analogien zur Muttersprache zu Rate zieht oder Wortbildunsgregularitäten anwendet. Deshalb besteht eine der Aufgaben des Lehrers darin, dem Schüler bewusst zu machen, dass sich zwei Sprachen immer bedeutend voneinander unterscheiden und dass man diese Tatsache berücksichtigen soll. Der Lernende soll sich im Laufe des Lernprozesses abgewöhnen, dass er immer von der Muttersprache ausgeht, und muss versuchen, seine Meinungen und Ideen bereits im Bewusstsein in der Zielsprache zu formulieren.

Vokabellernen ist oft für die Lernenden ein mühsamer und zeitaufwändiger Prozess. Der Wortschatz bereitet den Schülern sowohl grobe Schwierigkeiten als auch grobe Angst. Die Zahl der Wörter jeder Sprache ist viel gröber als die Zahl der grammatischen Regeln. Deshalb darf der Lernende nicht vergessen, dass das Wörterlernen ein lebenslanger Vorgang ist. Man hört nie auf, sich neue Vokabeln anzueignen und diese Tatsache betrifft sowohl die Fremdsprache, als auch die Muttersprache. Das Problem liegt aber nicht nur in der fehlenden Motivation, sondern auch im fehlenden Wissen über die richtigen und die effektivsten Lernmethoden und Übungsformen. Schon lange geht man von der Tendenz der Vokabelhefte ab, in denen die Wörter isoliert und mit einer Übersetzung auswendig gelernt werden. Bei dieser Lernstrategie konzentriert man sich vor allem auf die Rechtschreibung, Aussprache und die muttersprachliche Entsprechung, ist aber häufig nicht imstande, sich zu der richtigen Zeit an das bestimmte Wort zu erinnern oder vergisst es sehr schnell. Man muss noch betonen, dass das Abfragen von Wortäquivalenten dieser Art im Fremdsprachenunterricht vor allem die Demotivation der Schüler zur Folge hat oder nur zum Scheinerfolg und zur Scheinbefriedigung führt.

Wie schon erwähnt wurde, muss sich jeder Lehrende darüber im Klaren sein, wie viele Wörter die Schüler in einzelnen Stunden und im ganzen Schulgang beherrschen sollen. Der Lehrer soll sich auch überlegen, wie man eine feste Erlernung und Aneignung des Wortschatzes erreichen kann. Einige Wörter werden hinzugelernt, einige geraten in Vergessenheit und bleiben nun im menschlichen Unbewusstsein. Deshalb ist die Aufgabe des schulischen Fremdsprachenunterrichts, den Schülern und Schülerinnen generell Hilfen und Techniken für das lebenslange selbständige Weiterlernen der Fremdsprache zu bieten.

2. 1. Zur Rolle der Wortschatzarbeit im Fremdsprachenunterricht

Im Fremdsprachenunterricht sollen die Schüler kommunikative Kompetenz beherrschen, d.h. die Fähigkeit, sich in verschiedenen Sprachsituationen mit Hilfe gemeinsamer sprachlicher und aubersprachlicher Mittel angemessen verständlich zu machen. Der Wortschatz steht heutzutage im Vordergrund, weil er den Menschen die Möglichkeit gibt, sich miteinander zu verständigen. Deshalb ist die Wortschatzarbeit im Fremdsprachenunterricht von grober Bedeutung.

Die sprachliche Kommunikation beruht darauf, dass die Menschen ihre Gedanken, Absichten, Ideen und Meinungen verbal zum Ausdruck bringen können. Das Problem bei der Kommunikation in der Fremdsprache aber liegt nicht nur in der richtigen Anwendung der grammatischen Regel, weil man sich auch mit Erfolg verständigen kann, wenn man grammatische Fehler begeht. Das gröbte Hindernis bei der fremdsprachlichen Kommunikation ist das Fehlen von Wortschatz, das den Menschen stört, seine Gedanken zum Ausdruck zu bringen.

Um die Notwendigkeit der Wortschatzarbeit im Fremdsprachenunterricht besser verstehen zu können, muss man sich darüber im Klaren sein, dass jeder Lernende alle vier Fertigkeiten üben und entwickeln soll. Man muss aber feststellen, dass dieser Prozess ohne Arbeit an den lexikalischen und grammatischen Fertigkeiten überhaupt nicht stattfinden kann. Es lässt sich feststellen, dass der Erwerb von Wörtern und Ausdrücken in einer Sprache die fundamentale und notwendige Voraussetzung für fremdsprachliches Verstehen und fremdsprachliche Kommunikation ist.

Ohne eine minimale Beherrschung und Verfügbarkeit des Wortschatzes einer Sprache ist die Verständigung mit den Zielsprachlern kaum möglich. Die authentische Kommunikation verlangt von dem Menschen, dass er die Sprache in verschiedenen Situationen verwendet, d.h. er gebraucht sie in vielen Kontexten, wobei breit angelegte Vokabelkenntnisse von großem Nutzen sind. Daraus lässt sich schlieben, dass sie für die gelungene zwischenmenschliche Kommunikation zunächst noch wichtiger als grammatische Kenntnisse sind, obwohl diese auch eine großbe Rolle spielen und das Verständnis stören können.

2. 2. Kriterien zur Auswahl des Wortschatzes

Wie schon angedeutet wurde, ist der Wortschatz sehr umfangreich. Im Fremdsprachenunterricht muss man schon aus zeitlichen Gründen einen Teilbereich einer Sprache beibringen, der ausreicht, sich mit den anderen Menschen zu verständigen. Das kommt mit Hilfe des so genannten Grundwortschatzes zustande. Das ist der Teil der Lexik, dessen Gebrauchswert nach den wenigen Strukturwörtern am höchsten ist. Der Gebrauchswert wird nicht nur an der Worthäufigkeit, sondern auch an Unersetzbarkeit durch Synonyme und im Fremdsprachenunterricht an der Erlernbarkeit gemessen.

Es bereitet vielen Lehrenden grobe Schwierigkeiten, den Grund- oder Lernwortschatz festzulegen. Um diese Aufgabe zu erleichtern, sind beispielsweise für den DaF mehr als 30 verschiedene Lernwortschatzlisten erarbeitet worden. Die Kriterien, nach denen man sich bei der Auswahl gerichtet hat, sind sehr kontrovers diskutiert worden[11] und berücksichtigen lernpsychologische, pragmatische und statistische Faktoren.

Die sprachlich- pragmatischen Bedürfnisse der Schüler berücksichtigt das Kriterium der Brauchbarkeit. Nach diesem Gesichtspunkt muss sich der Lehrer Fragen stellen, wozu die Schüler die Fremdsprache lernen und welchen Themen, Kommunikationsabsichten, Situationen, Fertigkeiten er die meiste Zeit des Unterrichts widmen soll.

Im Zusammenhang mit der Tatsache, dass der Unterricht lernerorientiert sein muss, ist man zur Überzeugung gekommen, dass nicht nur die Häufigkeit des Vorkommens ein entscheidendes Kriterium bei der Festlegung des Wortschatzminimums ist, sondern dass man auch die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Lernergruppe berücksichtigen muss. Das bedeutet, dass bei der Auswahl der zu vermittelnden Lexik auch ihre Lernbarkeit von Bedeutung ist, d.h. die Anstrengung, die nötig ist, bis der Lerner das Wort beherrscht. Die Schwierigkeit kann an der Gestalt der Vokabel liegen, oder an der Tatsache, dass sie mehrere Bedeutungen hat.

Es bedeutet aber absolut nicht, dass ein häufig gebrauchtes Wort aus der Liste der zu vermittelnden Lexik herausgenommen wird, weil es schwer zu lernen ist. Man soll alle Kriterien in Betracht ziehen, d.h. sowohl die Notwendigkeit des Wortes für den Sprachgebrauch, die Häufigkeit des Vorkommens sowie die Lernbarkeit.

Das nächste Kriterium bei der Festlegung des Grundwortschatzes ist die Verstehbarkeit, wobei die Kontaktbereiche der Lernenden in Hinsicht auf die Zielsprache und – kultur von großer Bedeutung sind.

Zusammenfassend muss man bemerken, dass die Kriterien der Lernbarkeit, Verstehbarkeit und Brauchbarkeit miteinander nicht im Einklang stehen. Bei Erwachsenen auf der Oberstufe, die stark zum Lernen motiviert sind, steht die Brauchbarkeit im Vordergrund und die Lernbarkeit spielt eine kleinere Rolle. Aus diesem Grund erweist sich die Auswahl der Lexik, die sich die Schüler aneignen sollen als eine sehr schwierige Aufgabe, die von dem Lehrer mit Berücksichtigung aller Kriterien verantwortungsbewusst gelöst werden muss.

2. 3. Wortschatzerlernung und Aneignung der Sprachfähigkeiten

Wortschatzlernen bereitet den Schülern viele Schwierigkeiten, weil sie sich nicht nur die Bedeutung einer lexikalischen Einheit, sondern auch ihr Lautbild und morphologische Struktur aneignen müssen. Auf dem folgenden Schema von Löschmann werden die Komponente (=K.) des Wortes deutlich gemacht[12].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

An dem Schema kann man ohne Probleme erkennen, dass es kein Lernen ohne Wortschatzarbeit gibt, unabhängig davon welche Lernstoffe geübt werden oder welche Fertigkeit entwickelt wird. Ohne Wortmaterial würden sie keinen Sinn haben. Man muss aber darauf hinweisen, dass die effektive Wortschatzarbeit während der Übung aller Sprachfertigkeiten verläuft. Sie stehen voneinander in Abhängigkeit, weil ohne eine Komponente die Entwicklung der anderen erschwert oder unmöglich ist.

In einigen Schulprogrammen legt man Gewicht vor allem auf das Lehren der einzelnen Wörter oder einfachen Ausdrücke. Die Aneignung neuer Vokabel in der Isolation steht im Widerspruch zu natürlichen Sprachereignisprozessen und ist deshalb keine motivierende und effektive Methode. Man muss noch betonen, dass die Wortschatzkenntnis noch nicht garantiert, dass die Schüler die Lexik in den Kommunikationssituationen anwenden können. Im Zusammenhang mit der Tatsache, dass die Wörter in Kontexten eingeführt und geübt werden sollen, müssen während des Fremdsprachenlernprozesses rezeptive und produktive Fertigkeiten der Schüler herausgebildet, geübt und aktiviert werden. Zu dem rezeptiven Bereich gehören das Hören und Lesen, die vor allem auf das Verstehen eingestellt sind. Die Bestandteile des produktiven Bereiches sind das Schreiben und Sprechen, wo der Lernende die Sprache schon aktiv gebraucht. Es kommt also nicht nur zur Aktivierung und Anordnung des Wissensbestandes, sondern auch zur Äuβerung der Gedanken in der sprachlichen Form. Im Frühfremdsprachenlernen legt man Wert vor allem auf das Hören und Sprechen, weil die Kinder alle Vokabel identifizieren, indem sie Laute hören. Deshalb werden die Lieder, Reime und Gedichte zu häufig eingesetzten Hilfsmitteln, in denen der Wortschatz zu verschiedenen Themen enthalten ist. Vom Hören geht der Lernende zum Sprechen, was am Anfang nur auf der Reproduktion basiert, weil Kinder ganze Spracheinheiten übernehmen, die sie in bestimmten Situationen gebrauchen. Die produktive Tätigkeit beginnt, wenn die Kinder einfache Sätze bilden.

Viele Fremdsprachendidaktiker betonen die Tatsache, dass die Schüler im Fremdsprachenunterricht nicht zu früh mit dem Lesen oder Schreiben anfangen sollen. Diese Fertigkeiten sollen erst dann eingesetzt werden, nachdem das Kind schon imstande gewesen ist, in der Muttersprache zu lesen. Die Feststellung liegt wahrscheinlich in der Ansicht begründet, dass die Gefahr der Interferenz des Schriftbildes in der Mutter- und Fremdsprache droht, wenn man mit dem Lesen und Schreiben im Grundschulfremdsprachenunterricht vor dem Abschluss des muttersprachlichen Leselernvorgangs beginnt.

[...]


[1] vgl. Parreren Van C. F. ( 1990): Wider das vergessen. In: Fremdsprache Deutsch. Zeitschrift für die Praxis des Deutschunterrichts. Klett Edition Deutsch, München. S. 13

[2] Schwarze Ch./ Wunderlich D. ( 1985): Handbuch der Lexikologie. Athenäum, Königstein. S. 8

[3] vgl. Heyd G. (1990): Deutsch lehren. Verlag Moritz Diesterweg, S. 91

[4] vgl. Aitchison J. (1997): Wörter im Kopf. Max Niemeyer Verlag, Tübingen, S. 6

[5] Aitchison J. (1997): Wörter im Kopf. Max Niemeyer Verlag, Tübingen, S. 8

[6] Aitchison, J. (1997): Wörter im Kopf. Max Niemeyer Verlag, Tübingen, S.11

[7] vgl. Aitchison, J. (1997): Wörter im Kopf. Max Niemeyer Verlag, Tübingen, S. 12

[8] Heyd G. (1990): Deutsch lehren. Verlag Moritz Diesterweg, S. 91

[9] vgl. Bohn R. (2000) : Probleme der Wortschatzarbeit. Fernstudieneinheit 22. Langenscheidt, Goethe-Institut München, S. 21

[10] Heyd G.(1990): Deutsch lehren. Verlag Moritz Diesterweg , S. 91

[11] vgl. Bohn R. (1996): Arbeit an lexikalischen Kenntnissen. In: Henrici G., Riemer C. : Einführung in die Didaktik des Unterrichts Deutsch als Fremdsprache mit Videobeispielen. Schneider Verlag Hohengehren GmbH., Baltmansweiler, S.170

[12] Bohn R. (2000): Probleme der Wortschatzarbeit. Fernstudieneinheit 22.Langenscheidt, Goethe- Institut München. S. 27

Details

Seiten
77
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638427708
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v45353
Institution / Hochschule
Uniwersitet Gdański
Note
sehr gut
Schlagworte
Erweiterung Wortschatzes Texte

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Zur Erweiterung des fremdsprachlichen Wortschatzes aufgrund ausgewählter Texte