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Der Angriff, eine 100%ige Goebbels-Konzeption?!

Hausarbeit 2001 17 Seiten

Medien / Kommunikation - Journalismus, Publizistik

Leseprobe

Gliederung

Einführung

Vorüberlegungen zum Thema: ''Der Angriff'', eine ''100%ige'' Goebbels - Konzeption ?!

1. Joseph Goebbels - Ein Mann auf dem Weg nach oben

2. ''Der Angriff''- Eine Zeitung setzt sich durch

3. Die Leitartikel - Charakteristikum für Goebbels ''Propagandablatt''

4. Drei ausgewählte Themen der ''Angriff - Leitartikel''
4a. ''Die Juden''
4b. ''Die Reparationsverträge - ''Dawes und Young''
4c. ''Der Führer''

5. Geschickt eingesetzte publizistische Mittel zur ''Beeinflussung der Massen''

Resümee

6. ''Der Angriff'', eine ''100%ige'' Goebbels - Konzeption, oder nicht ?!

Anhang

7. Literaturverzeichnis

Einführung

Vorüberlegungen zum Thema - ''Der Angriff'', eine ''100%ige'' Goebbels - Konzeption'' ?!

Das Thema meiner Arbeit läßt vermuten, daß hier ein publizistisches Werk vorliegt, welches von einem einzigen Mann geplant und unter dessen Leitung umgesetzt wurde. Ich werde zunächst auf die Person Joseph Goebbels unter Berücksichtigung einiger biografischer Fakten eingehen. Des Weiteren ist zu klären, aus welchem Grund er sich der enormen Herausforderung stellte eine Zeitung herauszugeben, in einer Zeit, die durch akute Wohnungsnot, hohe Arbeitslosigkeit und geringem Einkommen trotz harter Arbeit, gekennzeichnet war.

Daraus ableitend werde ich darlegen, wie und warum es zur Gründung des Wochenblattes ''Der Angriff " kam. Außerdem möchte ich die Methoden, mit denen er sein Vorhaben durchzusetzen versuchte, untersuchen. Weiterhin werde ich die Aufgaben und Ziele der Zeitung unter Berücksichtigung publizistischer Techniken, Inhalte und Themen analysieren. Abschließend werde ich Schlußfolgerungen aus den von mir aufgestellten Thesen ziehen.

Zur Bearbeitung des Themas werde ich verschiedene Quellen heranziehen, um die von mir aufgestellten Thesen zu beweisen.

Eine der Quellen wird der ''Angriff'' selbst sein, aus dem ich auch zitieren werde.

1. Joseph Goebbels - Ein Mann auf dem Weg nach oben

Als Paul Joseph Goebbels am 14. März 1933 im Alter von 35 Jahren zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda ernannt wurde, konnte er bereits auf ein wechselvolles Leben

zurückblicken.[1] Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Altphilologie im Jahre 1921wurde er arbeitslos und versuchte sich mit seiner seit frühester Jugend existierenden ''Leidenschaft'', der Schriftstellerei, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. In dieser Zeit entstand unter anderem der Roman ''Michael'', den er den ''jüdischen'' Verlagen Ullstein und Mosse anbot, den diese jedoch ablehnten.[2] ''Tiefe Depressionen'' im Wechsel mit ''Heiterkeit und Aufgeschlossenheit'' des jungen Akademikers waren Ursachen seiner ''berufliche Erfolglosigkeit''.[3]

Erst durch seinen Freund Fritz Prang, der Mitglied der damals verbotenen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter Partei war, fand er 1924 eine Anstellung als Redakteur des Kampfblattes ''Völkische Freiheit''. Dieser erste Berührungspunkt mit der Politik war für ihn entscheidend in Bezug auf seine künftige politische und berufliche Laufbahn. Der ''Völkischen Freiheit'' sowie den ''Nationalsozialistischen Briefen'', in denen Goebbels seit 1925 als Schriftleiter tätig war, gab der sich selbst als ''guter Leitartikler'' bezeichnende junge Mann seine eigenwilligen Meinungsbeiträge.[4] Goebbels, der sich zunächst noch den norddeutschen National-sozialisten um Georg Strasser anschloß, ''trat später durch persönliche Einflußnahme Hitlers'' den ''stärkeren süddeutschen Kreisen'' um Hitler bei.[5]

Goebbels projizierte all ''seine Sehnsucht'' auf Hitler[6]. In der ''Völkischen Freiheit'' erhob er Hitler zum ''großen deutschen Apostel''.[7] Die erste Begegnung zwischen Goebbels und Hitler fand am 12. Juli 1925 auf einer Gauleitertagung in Weimar statt.[8]

Am 23.11.1925 schrieb Goebbels in sein Tagebuch ''Wie lieb ich ihn''.[9]

[...]


[1] Helmut Heiber, Das Tagebuch von Joseph Goebbels 1925/26,Stuttgart 1960, S.15.Heiber schreibt, er wäre derzeit ein ''reichlich haltloser, wendiger, mit Ellenbogengewalt aus seiner muffigen Kleinleuteatmosphäre nach oben drängender junger Mann'' gewesen.

[2] Heiber,Tagebuch 1925/26, S. 12.

[3] Ebd., S.12.

[4] Carin Kessemeier, Der Leitartikler Goebbels, Münster (Westf.) 1967, S. 17.

[5] Ebd., S 17.

[6] Ralf Georg Reuth, Joseph Goebbels Tagebücher Band 1: 1924-1929, München 1992, S.33.

[7] Reuth, Tagebücher Bd.1, S.33.

[8] Ebd., S.34.

[9] Heiber, Tagebuch 1925/26, S.43, 23.11.1925.

Details

Seiten
17
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638428095
ISBN (Buch)
9783656205234
Dateigröße
384 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v45394
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Note
gut
Schlagworte
Angriff Goebbels-Konzeption Einführung Kommunikationsgeschichte

Autor

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