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Ausarbeitungen zu Immanuel Kants "Kritik der reinen Vernunft"

Ausarbeitung 2018 98 Seiten

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kritik der reinen Vernunft

Einleitung
Die „reine“ Vernunft
Die kopernikanische Wende
Urteile
Allgemeine Aufgabe der reinen Vernunft
Transzendental - Philosophie
Idee und Einteilung einer besonderen Wissenschaft,
unter dem Namen einer Kritik der reinen Vernunft
Der Gesamtplan der Kritik der reinen Vernunft

Der Transzendentalen Elementarlehre

Erster Teil
Die Transzendentale Ästhetik
Von dem Raume
Von der Zeit

Der Transzendentalen Elementarlehre

Zweiter Teil
Die Transzendentale Logik
I.Von der Logik überhaupt
II. Von der Transzendentalen Logik

Der Transzendentalen Logik

Erste Abteilung
DIE TRANSZENDENTALE ANALYTIK
Der Transzendentalen Analytik
Erstes Buch
DIE ANALYTIK DER BEGRIFFE
TAFEL DER URTEILE
TAFEL DER KATEGORIEN
Exkurs: Die metaphysische Deduktion der Kategorien in 4 Schritten
Von der Deduktion der reinen Verstandesbegriffe
Erster Abschnitt
Von den Prinzipien einer transzendentalen Deduktion überhaupt
Übergang zur Transzendentalen Deduktion der Kategorien
Die Deduktion der reinen Verstandesbegriffe
Zweiter Abschnitt
Transzendentale Deduktion der Verstandesbegriffe
Von der Möglichkeit einer Verbindung überhaupt
Von der ursprünglich- synthetischen Einheit der Apperzeption
Der Grundsatz der synthetischen Einheit der Apperzeption
Was die objektive Einheit des Selbstbewußtseins sei
Die logische Form aller Urteile
Die Kategorie hat keinen andern Gebrauch zum Erkenntnisse der Dinge,
Von der Anwendung der Kategorien auf Gegenstände der Sinne überhaupt
Transzendentale Deduktion des allgemein möglichen Erfahrungsgebrauchs
Resultat dieser Deduktion der Verstandesbegriffe
Der Transzendentalen Analytik
Zweites Buch
Die Analytik der Grundsätze
Einleitung
Von der transzendentalen Urteilskraft überhaupt
Der transzendentalen Doktrin der Urteilskraft (oder Analytik der Grundsätze)
Erstes Hauptstück
Von dem Schematismus der reinen Verstandesbegriffe
Der transzendentalen Doktrin der Urteilskraft (oder Analytik der Grundsätze)
Zweites Hauptstück
System aller Grundsätze des reinen Verstandes
Das System der Grundsätze des reinen Verstandes
Von dem obersten Grundsatze aller analytischen Urteile
Von dem obersten Grundsatze aller synthetischen Urteile
Systematische Vorstellung aller synthetischen Grundsätze desselben
Widerlegung des Idealismus
Allgemeine Anmerkung zum System der Grundsätze
Der Transzendentalen Doktrin der Urteilskraft
Drittes Hauptstück
Phaenomena und Noumena
Anhang

Der Transzendentalen Logik

Zweite Abteilung
DIE TRANSZENDENTALE DIALEKTIK
I. Vom transzendentalen Schein
II. Von der reinen Vernunft als dem Sitze des transzendentalen Scheins
A. Von der Vernunft überhaupt
B. Vom logischen Gebrauche der Vernunft
C. Von dem reinen Gebrauche der Vernunft

DER TRANSZENDENTALEN DIALEKTIK

ERSTES BUCH
VON DEN BEGRIFFEN DER REINEN VERNUNFT
Von den Ideen überhaupt
Von den transzendentalen Ideen
System der transzendentalen Ideen

DER TRANSZENDENTALEN DIALEKTIK

ZWEITES BUCH
Von den dialektischen Schlüssen der reinen Vernunft
Von den Paralogismen der reinen Vernunft
Erster Paralogismus der Substantialität
Zweiter Paralogismus der Simplizität
Dritter Paralogismus der Personalität
Der vierte Paralogismus der Idealität
Transzendentaler Idealismus
Von den Antinomien der reinen Vernunft
Antithetik der reinen Vernunft
Von dem Interesse der Vernunft bei diesem ihrem Widerstreite
Von den transzendentalen Aufgaben der reinen Vernunft,
Skeptische Vorstellung der kosmologischen Fragen
Der transzendentale Idealism,
Kritische Entscheidung des kosmologischen Streits
Regulatives Prinzip der reinen Vernunft
Von dem empirischen Gebrauch des regulativen Prinzips
I. Auflösung der kosmologischen Idee von der Totalität der Zusammensetzung
II. Auflösung der kosmologischen Idee von der Totalität der Teilung
III. Auflösung der kosmologischen Ideen von der Totalität der Ableitung
Möglichkeit der Kausalität durch Freiheit,
Erläuterung der kosmologischen Idee einer Freiheit
IV. Auflösung der kosmologischen Idee von der Totalität der Abhängigkeit

Das Ideal der reinen Vernunft
Von dem Ideal überhaupt
Von dem Transzendentalen Ideal
Von der Unmöglichkeit eines ontologischen Beweises
vom Dasein Gottes
Von der Unmöglichkeit eines kosmologischen Beweises
vom Dasein Gottes
Von der Unmöglichkeit des physikotheologischen Beweises
vom Dasein Gottes
Anhang
zur transzendentalen Dialektik
Von dem regulativen Gebrauch der Ideen der reinen Vernunft
Von der Endabsicht der natürlichen Dialektik der menschlichen Vernunft

II.Transzendentale Methodenlehre
Die Disziplin der reinen Vernunft
Die Disziplin der reinen Vernunft im dogmatischen Gebrauche
Die Disziplin der reinen Vernunft in Ansehung ihres polemischen Gebrauchs
Von der Unmöglichkeit einer skeptischen Befriedigung
Die Disziplin der reinen Vernunft in Ansehung der Hypothesen
Die Disziplin der reinen Vernunft in Ansehung ihrer Beweise
Der Kanon der reinen Vernunft
Von dem letzten Zwecke des reinen Gebrauchs unserer Vernunft
Von dem Ideal des höchsten Guts
Vom Meinen, Wissen und Glauben
Die Architektonik der reinen Vernunft
Architektonik der Metaphysik der Natur
Die Geschichte der reinen Vernunft
Schlusswort

Literatur

Anhang
Das System der Kritik der reinen Vernunft

Tabellen

Tafeln

Einleitung

Dies ist keine „kritische“ Auseinandersetzung mit Kants „Kritik der reinen Vernunft“, sondern der Versuch einer übersichtlichen, zusammenfassenden und das Verständnis fördernden Darstellung dieses Mammutwerkes der Philosophie. Nun gibt es sicherlich keinen Mangel an Arbeiten über Kant, wozu also hier noch eins hinzufügen? Die Erstellung dieser Arbeit geschah zunächst aus persönlichem Interesse. Nach dem Studium der Philosophie und Erziehungswissenschaften ist einiges „liegen geblieben“, unter anderem auch Kants Vernunftkritik. Mit diesem Werk hatte ich mich bisher nur „fragmentarisch“ beschäftigt, je nach dem, mit welchem Themengebiet ich im Studium gerade beschäftigt war. Nun wollte ich es aber wissen und das Werk im Ganzen kennenlernen. Dabei gab es aber gleich zu Beginn eine Schwierigkeit, die man auch häufig bei anderen Philosophen antrifft: Kant zu „lesen“ ist nicht einfach! Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten: Kant kann man nicht „lesen“, Kant muss man „studieren“.

Mir war von Anfang an klar, dass ich für dieses Studium eine übersichtliche Zusammenfassung und verständliche Darstellung erstellen musste, damit mir die schwierige Materie nicht entgleitet und ich größtmöglichen (Erkenntnis-) Nutzen daraus ziehen kann. Mit welchen Argumenten kann ich es wagen, diese zunächst aus persönlichem Interesse entstandene Arbeit auch Anderen zur Lektüre zu empfehlen? Mit diesen Hinweisen will ich es versuchen:

Ein großer Teil des Kantstudiums besteht aus „Übersetzungsarbeiten“, d.h. wie bei einem lateinischen Text muss aus den teilweise sehr verschlungenen Bandwurmsätzen die Kernaussage herausgefiltert werden. Dieses habe ich versucht, ohne einerseits den Originaltext unverhältnismäßig zu verstümmeln, ohne aber auch andererseits der Weitschweifigkeit Kants zu folgen. Dennoch ist es Kant selbst, der hier die Hauptrolle spielt und auch umfassend zu Wort kommt.

Es gibt hervorragende Einführungsliteratur zur Kritik der reinen Vernunft. Dabei wurde hier die Sekundärliteratur bevorzugt, die nicht dem „philosophischen Brunnenprinzip“ folgt, nämlich „tief und dunkel“ zu sein. (vgl. Daniel, S. 9) Die hier verwendete Sekundärliteratur soll helfen - und tut dies auch - Kant besser zu verstehen. Ohne sie wäre ich mit meinem Studium nicht weit gekommen.

In dieser Arbeit gibt es einige Tabellen und Schemata. Teilweise sind sie selbst erstellt, teilweise ganz oder in Teilen aus der Sekundärliteratur übernommen. Sie helfen Thematiken übersichtlich und strukturiert darzustellen. Sie begleiten und erleichtern das Verständnis des kantischen Textes.

Diese Arbeit soll wissenschaftlichen Kriterien genügen, d.h. dass alles, was nicht von mir selbst stammt, den üblichen Zitierregeln folgt und ausgewiesen ist.

Die Kritik der reinen Vernunft ist auch strukturell ein kompliziertes Werk. Im Anhang findet sich ein Strukturplan, auf den man bei der Lektüre immer wieder mal zurückgreifen sollte, um sich darüber im Klaren zu sein, an welcher thematischen Stelle man sich gerade befindet.

Die vorliegende Ausarbeitung der Kritik der reinen Vernunft soll Einsichten und Verständnis der Erkenntnistheorie Kants fördern und vertiefen. Ob dies gelungen ist, möge der geneigte Leser selbst entscheiden.

Rainer Witzisk

Bad Staffelstein 2018

Immanuel Kant

Kritik der reinen Vernunft

Ausarbeitungen

Einleitung

Metaphysik

Physik : Natur = Natur „ist“ = ist „Seiend = Naturgesetze

Meta- Physik = „ nach“ der Natur = der Grund für das Seiende = der „Sinn“ in der Natur

= Gesetzmäßigkeiten

Frage der Metaphysik:

„Steckt nicht nur hinter dem Seienden, sondern auch hinter dem Sein, Denken und Erkennen des Seienden eine Gesetzmäßigkeit, ein innerer Zusammenhang?“ (Ludwig, S.15)

Der Kampfplatz der Metaphysik:

Frage: „Welcher Grund steckt hinter allem Seienden?“ (Ludwig S. 28)

Antworten:

Empirismus : „Allein die Erfahrung ist Quelle und Grenze allen Erkennens“

Rationalismus : „Der bekannte Satz von Descartes ‚Ich denke, also bin ich‘ (cogito, ergo zum) kann (.) nur vom Verstand aus nachvollzogen werden, die …Erfahrung muß hier passen.“ (Ludwig, S.16)

„Hier auf diesem Kampfplatz greift jetzt Kant ein, seine Waffe ist die ‚Kritik der reinen Vernunft‘“ (Ludwig, S.29)

Kritik

Kritik = Prüfung, Untersuchung

rein“ = Vernunft ohne Zuhilfenahme der Erfahrung

„…weil die Hauptfrage immer bleibt, was und wieviel kann der Verstand und Vernunft, frei von aller Erfahrung, erkennen und nicht, wie ist das Vermögen zu denken selbst möglich?“ (Ludwig, S. 30; KrV; AXVII)

„Kritik bezeichnet (…) die Aufgabe, zu klären, ob die gesichteten und geprüften Begriffe der reinen Vernunft Erkenntnisbedeutung besitzen, ob wir mit ihrer Hilfe überhaupt erkennen können; ob wir sie also zum Erkennen gebrauchen dürfen“ (Baumgartner, S.12)

Die „reine“ Vernunft

„Vernunfterkenntnis geschieht immer anhand von und mit Begriffen. Sind Begriffe aus der Erfahrung gewonnen, dann sind sie empirisch. Stammen die Begriffe aber aus dem Vernunftvermögen selbst, so heißen sie bei Kant rein. Wenn also eine Kritik des Vernunftvermögens sich auf das reine Vernunftvermögen bezieht, dann bezieht sie sich auf diejenigen Elemente unseres Wissens, die nicht aus der sinnlichen Erfahrung, sondern aus der Quelle der Vernunft selbst stammen. ‚Kritik der reinen Vernunft‘ heißt also Kritik all jener Begriffe, Prinzipien und der daraus gebildeten Urteile, die sich nicht der Quelle der Sinnlichkeit, sondern der Quelle der Vernunft verdanken.“ (Baumgartner, S.12)

„…so ging allen Naturforschern ein Licht auf. Sie begriffen, daß die Vernunft nur das einsieht, was sie selbst nach ihrem Entwurfe hervorbringt, daß sie … die Natur nötigen müsse auf ihre Fragen zu antworten, nicht aber sich von ihr gleichsam am Leitbande gängeln lassen müsse; (…) Die Vernunft muß mit ihren Prinzipien (…) und mit dem Experiment (…) an die Natur gehen, zwar um von ihr belehrt zu werden, aber nicht in der Qualität des Schülers, der sich alles vorsagen läßt, was der Lehrer will, sondern eines bestallten Richters, der die Zeugen nötigt auf die Fragen zu antworten, die er ihnen vorlegt. Und so hat sogar die Physik die so vorteilhafte Revolution der Denkart lediglich dem Einfalle zu verdanken, demjenigen, was die Vernunft selbst in die Natur hineinlegt, gemäß, dasjenige in ihr zu suchen, (nicht ihr anzudichten,) was sie von dieser lernen muß, und wovon sie für sich selbst nichts wissen würde. Hiedurch ist die Naturwissenschaft allererst in den sicheren Gang einer Wissenschaft gebracht worden, da sie so viele Jahrhunderte durch nichts weiter als ein bloßes Herumtappen gewesen war.“ (KrV; BXIII)

„Der Metaphysik, einer ganz isolierten spekulativen Vernunfterkenntnis, die sich gänzlich über Erfahrungsbelehrung erhebt, (…) wo also Vernunft ihr eigener Schüler sein soll, ist das Schicksal bisher noch so günstig nicht gewesen, daß sie den sicheren Gang einer Wissenschaft einzuschlagen vermocht hätte. (…) es ist also kein Zweifel, daß ihr die Verfahren bisher ein bloßes Herumtappen, und, was das Schlimmste ist, unter bloßen Begriffen gewesen sei.“ (KrV; BXIV - BXV)

Die kopernikanische Wende

„Bisher nahm man an, alle unsere Erkenntnis müsse sich nach den Gegenständen richten (…). Man versuche es daher einmal, ob wir nicht in den Aufgaben der Metaphysik damit besser fortkommen, daß wir annehmen, die Gegenstände müssen sich nach unserem Erkenntnis richten (…). Es ist hiemit eben so, als mit den ersten Gedanken des Copernicus bewandt, der, nachdem es mit der Erklärung der Himmelsbewegungen nicht gut fort wollte, wenn er annahm, das ganze Sternheer drehe sich um den Zuschauer, versuchte, ob es nicht besser gelingen möchte, wenn er den Zuschauer sie drehen, und dagegen die Sterne in Ruhe ließ.“ (KrV; BXVI)

„Was die Gegenstände betrifft … daß wir nämlich von den Dingen nur das a priori erkennen, was wir selbst in sie legen.“ (KrV; BXVIII)

„Dieser Versuch … verspricht der Metaphysik … den sicheren Gang einer Wissenschaft“ (KrV; BXVIII)

Das Objekt in zweierlei Bedeutung :

als Erscheinung: → nicht frei (es unterliegt den Natur- und Kausalgesetzen) → erkennbar (sinnlich) → erkennbar unfrei! → widerspruchsfrei erkennbar

als Ding an sich selbst: → frei (es unterliegt keinen Natur- und Kausalgesetzen) → denkbar (intellektuell) → als frei denkbar → widerspruchsfrei denkbar

„Das bedeutet aber, daß wir nur Erscheinungen und nicht ‚Dinge an sich‘ erkennen können. Der Begriff ‚Erscheinung‘ ist also dadurch definiert, daß für uns nur das apriori erkennbar ist, was wir kraft unserer Sinnlichkeit und unseres Denkvermögens immer schon in die Gegenstände hineingelegt haben, ehe wir sie als Gegenstände überhaupt erfassen.“ (Baumgartner, S.39)

Hypothese: Wir können das Ding an sich nicht erkennen (als Erscheinung; s.o.); nicht die Dinge bestimmen uns, sonder wir die Dinge.

„Nur durch ihre Annahme stimmt die Vernunft mit sich überein. Und: wird diese Unterscheidung nicht gemacht, so tritt mit dem notwendigen Gedanken des Unbedingten ein bleibender Widerspruch auf, der die Vernunft zerstören müßte.“ (Baumgartner, S.41)

Urteile

a priori: unabhängig von…, vor aller Erfahrung → Merkmale: Notwendigkeit und „strenge“ Allgemeinheit

a posteriori: abhängig von … nach aller Erfahrung → Merkmale: keine Notwendigkeit und (induktive) Allgemeinheit, die auf Erfahrung beruht

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1 Urteile: Analytisch - Synthetisch

Kant fragt nun:

Gibt es synthetische Urteile, welche dieselbe allgemeine und notwendige Geltung haben wie die analytischen Urteile? Oder noch knapper gefragt: Gibt es synthetische Urteile a priori? 1 (Ludwig, S. 48)

Kant sagt „ja“ und behauptet:

„In allen theoretischen Wissenschaften der Vernunft sind synthetische Urteile a priori als Prinzipien enthalten“ (KrV; B14), also in der

- Mathematik
- Geometrie
- Physik

Beispiel Geometrie: „Zwischen zwei Punkten ist die kürzeste Linie die Gerade. Das Wort „Gerade“ enthält nicht analytisch die Begriffe „Punkte“ oder „kurz“, deshalb ist auch dies ein synthetischer Satz a priori. (Ludwig, S.48)

Allgemeine Aufgabe der reinen Vernunft

„Die eigentliche Aufgabe der reinen Vernunft ist nun in der Frage enthalten:

Wie sind synthetische Urteile a priori möglich? “ (Kant; B19)

„In der Auflösung obiger Aufgabe ist zugleich die Möglichkeit des reinen Vernunftgebrauchs in Gründung und Ausführung aller Wissenschaften, die eine theoretische Erkenntnis a priori enthalten, mit Begriffen, d.i. die Beantwortung der Fragen:

Wie ist reine Mathematik möglich?

Wie ist reine Naturwissenschaft möglich? (…)

Wie ist Metaphysik als Naturanlage möglich? (…)

Wie ist Metaphysik als Wissenschaft möglich? “ (KrV; B19ff)

„Der Metaphysik als Wissenschaft, wie sie Kant im Auge hat, geht es nicht um die unzähligen Objekte unserer möglichen Erkenntnisse dieser Welt, sondern es geht ihr nur um sich selbst und die Aufgaben, die sie als Vernunftwissenschaft hat. Kant hat auch einen Namen für das neue System, dessen sich die Vernunft bedient: er nennt es Transzendental- Philosophie.[2] (Ludwig, S. 50)

„Die Kritik der Vernunft führt also zuletzt notwendig zur Wissenschaft.“ (…) Sie hat es „bloß mit sich selbst, mit Aufgaben, die ganz aus ihrem Schoße entspringen und ihr nicht durch die Natur der Dinge (…), sondern durch ihre eigene vorgelegt sind, zu tun (…)“. (KrV; B22f)

Die Aufgabe der „eigentlichen“ (kritischen, nicht dogmatischen) Metaphysik besteht darin, die Erkenntnisse a priori synthetisch zu erweitern. (vgl. KrV; B23)

Transzendental - Philosophie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab.2 Transzendent - Transzendental

„Auch bei Kants Begriff transzendental (…) wird eine Grenze überschritten, aber nicht nach vorne, in die Jenseitigkeit aller Erfahrung sonder rückwärts: Was liegt aller Erkenntnis zugrunde, was sind die Bedingungen der Möglichkeit aller Erkenntnis? 3 (…)

Er fragt nach den Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis, die nicht biologischer, psychologischer oder theologischer Art sind, sondern die apriorisch im Verstand des Menschen sind. In den vor aller Erfahrung liegenden Bedingungen der Erfahrung nämlich geht es nicht um die Erkenntnis von Gegenständen, sondern um die Erkenntnisart, die apriorisch möglich ist.“ (Ludwig, S.50f)

Idee und Einteilung einer besonderen Wissenschaft, unter dem Namen einer Kritik der reinen Vernunft

„Aus diesem allem ergibt sich nun die Idee einer besonderen Wissenschaft, die Kritik der reinen Vernunft heißen kann. Denn Vernunft ist das Vermögen, welches die Prinzipien der Erkenntnis a priori an die Hand gibt. Daher ist reine Vernunft diejenige, welche die Prinzipien, etwas schlechthin a priori zu erkennen, enthält. Ein Organon 4 der reinen Vernunft würde ein Inbegriff derjenigen Prinzipien sein, nach denen alle reine Erkenntnisse a priori können erworben und wirklich zu Stande gebracht werden. Eine ausführliche Anwendung eines solchen Organon würde ein System der reinen Vernunft verschaffen.“5

„Ich nenne alle Erkenntnis transzendental, die sich nicht sowohl mit Gegenständen, sondern mit unserer Erkenntnisart von Gegenständen, so fern diese a priori möglich sein soll, überhaupt beschäftigt. Ein System solcher Begriffe würde Transzendental- Philosophie heißen.“

„… daß hier nicht die Natur der Dinge, welche unerschöpflich ist, sondern der Verstand, der über die Dinge urteilt, und auch dieser wiederum nur in Ansehung seiner Erkenntnis a priori, den Gegenstand ausmacht …“

„Die Transzendental- Philosophie ist die Idee einer Wissenschaft , wozu die Kritik der reinen Vernunft den ganzen Plan architektonisch, d.i. aus Prinzipien, entwerfen soll (…). Sie ist das System aller Prinzipien der reinen Vernunft .6 (KrV; B 25ff)

Der Gesamtplan der Kritik der reinen Vernunft

7 8 I Transzendentale Elementarlehre

Erster Teil: Transzendentale Ästhetik: Theorie der sinnlichen Wahrnehmung

1. Abschnitt. Vom Raume
2. Abschnitt. Von der Zeit

Zweiter Teil: Transzendentale Logik: Theorie des Denkens

1. Abteilung

Transzendentale Analytik

in zwei Büchern und deren verschiedenen Hauptstücken und Abschnitten; Thema: Verstand

2. Abteilung

Transzendentale Dialektik

in zwei Büchern und deren verschiedenen Hauptstücken und Abschnitten; Thema: Vernunft

II Transzendentale Methodenlehre

Disziplin - Kanon - Architektonik – Geschichte

Der Transzendentalen Elementarlehre Erster Teil

Die Transzendentale Ästhetik

Wichtige Begriffe:

Sinnlichkeit ist die Fähigkeit , von Gegenständen „ affiziert " werden zu können: der Gegenstand wirkt auf meinen Sehsinn, Tastsinn, Hörsinn usw. ein.

Anschauungen werden gebildet durch das (sinnliche) Einwirken der Gegenstände auf uns. Ich sehe, fühle den Gegenstand

Begriffe werden gebildet in Anschauung des Gegenstandes, ich denke den Gegenstand: dies ist ein Stuhl, dies ist….

Empfindung oder empirische Anschauung ist die Wirkung der Gegenstände auf unsere Sinnlichkeit (Zusammenspiel von Begriff und Anschauung).

Erscheinung ist der Gegenstand dieser Anschauung (vgl. KrV; B 33f)

„Ich nenne alle Vorstellungen rein (im transzendentalen Verstande), in denen nichts, was zur Empfindung gehört, angetroffen wird. Demnach wird die reine Form sinnlicher Anschauungen überhaupt im Gemüte a priori angetroffen werden (…). Diese reine Form der Sinnlichkeit wird auch selber reine Anschauung heißen. So, wenn ich von der Vorstellung eines Körpers das, was der Verstand davon denkt, als Substanz, Kraft, Teilbarkeit etc. imgleichen, was davon zur Empfindung gehört, als Undurchdringlichkeit, Härte, Farbe etc. absondere, so bleibt mir aus dieser empirischen Anschauung noch etwas übrig, nämlich Ausdehnung u nd Gestalt. Diese gehören zur reinen Anschauung, die a priori, auch ohne einen wirklichen Gegenstand der Sinne oder Empfindung , als eine bloße Form der Sinnlichkeit im Gemüte stattfindet.9

Eine Wissenschaft von allen Prinzipien der Sinnlichkeit a priori nenne ich die transzendentale Ästhetik. Es muß also eine solche Wissenschaft geben, die den ersten Teil der transzendentalen Elementarlehre ausmacht, im Gegensatz derjenigen, welche die Prinzipien des reinen Denkens enthält, und transzendentale Logik genannt wird.

In der transzendentalen Ästhetik also werden wir zuerst die Sinnlichkeit isolieren, dadurch, daß wir alles absondern, was der Verstand durch seine Begriffe dabei denkt, damit nichts als empirische Anschauung übrig bleibe. Zweitens werden wir von dieser noch alles, was zur Empfindung gehört, abtrennen, damit nichts als reine Anschauung und die bloße Form der Erscheinungen übrig bleibe, welches das einzige ist, das die Sinnlichkeit a priori liefern kann. Bei dieser Untersuchung wird sich finden, daß es zwei reine Formen sinnlicher Anschauung, als Prinzipien der Erkenntnis a priori gebe, nämlich Raum und Zeit, mit deren Erwägung wir uns jetzt beschäftigen werden.“ (KrV; B 34ff)

Transzendentale Ästhetik

Von dem Raume

Metaphysische Erörterung des Begriffs

1) „Der Raum ist kein empirischer Begriff, der von äußeren Erfahrungen abgezogen worden.“
2) „Der Raum ist eine notwendige Vorstellung, a priori, die allen äußeren Anschauungen zum Grunde liegt.“
3) „Der Raum ist…eine reine Anschauung.
4) „Der Raum wird als eine unendlich gegebene Größe vorgestellt. (KrV; B 37ff)

Transzendentale Erörterung des Begriffs vom Raume

In der metaphysischen Erörterung ging es darum nachzuweisen, dass uns der Raum a priori gegeben ist (vgl. KrV, B38) Es gilt in der transzendentalen Erörterung nachzuweisen, dass der Raum als „apriorische Form unserer Sinnlichkeit selbst Prinzip und Ursprung von möglichen synthetischen Erkenntnissen apriori sein kann. (…) Kants Hinweis auf die Geometrie und auf apriorische Aussagen über Raumverhältnisse kann dies im Hinblick auf den Raum belegen: Die Anschauungsform Raum ist nicht nur apriori gegeben, sondern sie ist auch Prinzip für Erkenntnisse, die wir nicht empirisch, sondern selber apriori gewinnen.“ (Baumgartner, S. 60f)10

„Unsere Erörterungen lehren demnach die R e a l i t ä t (d.i. die objektive Gültigkeit) des Raumes in Ansehung alles dessen, was äußerlich als Gegenstand uns vorkommen kann, aber zugleich die I d e a l i t ä t des Raums in Ansehung der Dinge, wenn sie durch die Vernunft an sich selbst erwogen werden, d.i. ohne Rücksicht auf die Beschaffenheit unserer Sinnlichkeit zu nehmen. Wir behaupten also die e m p i r i s c h e R e a l i t ä t des Raumes (in Ansehung aller möglichen äußerer Erfahrung), ob zwar die t r a n s z e n d e n t a l e I d e a l i t ä t desselben, d.i. daß er Nichts sei, so bald wir die Bedingung der Möglichkeit aller Erfahrung weglassen, und ihn als etwas, was den Dingen an sich selbst zum Grunde liegt, anzunehmen.“ (KrV; B 44)

„Zusammengefaßt ergibt sich als Bedeutung der Raumtheorie Kants: durch den metaphysischen und transzendentalen Erörterungsgang wurde nachgewiesen, daß Raum erstens eine apriorische Anschauungsform ist; daß zweitens mit Hilfe des Raumes als apriorische Anschauung synthetische Urteile apriori über den Raum möglich sind, wodurch die reine Raumanschauung sich als Bedingung der Möglichkeit für die reine Geometrie zu erkennen gibt; und daß drittens die Anschauung des Raumes Geltung nur für Objekte möglicher Erfahrung besitzt.“ (Baumgartner, S. 61)

Von der Zeit

Metaphysische Erörterung des Begriffs der Zeit

Wir haben hier das gleiche Schema wie bei den Erörterungen des Raums:

„Die Zeit ist

1) kein empirischer Begriff, der irgend von einer Erfahrung abgezogen worden. (…)
2) Die Zeit ist eine notwendige Vorstellung, die allen Anschauungen zum Grunde liegt. (…)
3) Auf diese Notwendigkeit a priori gründet sich auch die Möglichkeit apodiktischer Grundsätze von den Verhältnissen der Zeit, oder Axiomen von der Zeit überhaupt. (…)
4) Die Zeit ist kein diskursiver, oder, wie man ihn nennt, allgemeiner Begriff, sondern eine reine Form der sinnlichen Anschauung. (…)
5) Die Unendlichkeit der Zeit bedeutet nichts weiter, als daß alle bestimmte Größe der Zeit nur durch Einschränkungen einer einigen zum Grunde liegenden Zeit möglich sei.“ (KrV; B 46f)

Transzendentale Erörterung des Begriffs der Zeit

Kant verweist hier noch einmal auf Nr. 3 der metaphysischen Erörterung, die eigentlich eine transzendentale sei:

Die Zeit „hat nur eine Dimension: verschiedene Zeiten sind nicht zugleich, sondern nach einander …“ (KrV; B 47)

In der transzendentalen Erörterung fügt Kant noch hinzu, „daß der Begriff der Veränderung und (…) der Bewegung (…) nur durch und in der Zeitvorstellung möglich ist. (…) Also erklärt unser Zeitbegriff die Möglichkeit so vieler synthetischer Erkenntnis a priori, als die allgemeine Bewegungslehre, die nicht wenig fruchtbar ist, darlegt.“ (KrV, B 49)

„Diese Grundsätze (siehe oben; R.W.) gelten als Regeln, unter denen überhaupt Erfahrungen möglich sind, und belehren uns vor derselben (also: vor aller Erfahrung ! R.W.) und nicht durch dieselbe.“11 (KrV; B47)

„Unsere Behauptungen lehren demnach e m p i r i s c h e R e a l i t ä t der Zeit, d.i. objektive Gültigkeit in Ansehung aller Gegenstände, die jemals unsern Sinnen gegeben werden mögen. Und da unsere Anschauung jederzeit sinnlich ist, so kann uns in der Erfahrung niemals ein Gegenstand gegeben werden, der nicht unter die Bedingung der Zeit gehörete. Dagegen bestreiten wir der Zeit allen Anspruch auf absolute Realität, da sie nämlich, auch ohne auf die Form unserer sinnlichen Anschauung Rücksicht zu nehmen, schlechthin den Dingen als Bedingung oder Eigenschaft anhinge. (…) Hierin besteht also die t r a n s z e n d e n t a l e I d e a l i t ä t der Zeit, nach welcher sie, wenn man von den subjektiven Bedingungen der sinnlichen Anschauung abstrahiert, gar nichts ist, und den Gegenständen an sich selbst (…) weder subsistierend noch inhärierend beigezählt werden kann.“ (KrV; B52)

Zeit und Raum

„Während der Raum nur für unsere äußere Anschauung Bedeutung hat , gilt die Zeit auch für unsere innere Selbstanschauung, für den ‚inneren Sinn‘, wie Kant sich ausdrückt. Liegt dieser innere Sinn allen äußeren Wahrnehmungen zugrunde, so gilt die Zeit, wenn auch nur indirekt, ebenfalls für die Vorstellungsweise des Raumes. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Zeit und Raum: die Zeit ist das fundamentalere Prinzip der Sinnlichkeit.“ (Baumgartner, S. 64; vgl. KrV, B50)

„Zeit und Raum sind demnach zwei Erkenntnisquellen, aus denen a priori verschiedene synthetische Erkenntnisse geschöpft werden können (…). Sie sind nämlich beide genommen reine Formen aller sinnlichen Anschauung, und machen dadurch synthetische Sätze a priori möglich. Aber diese Erkenntnisquellen a priori bestimmen sich eben dadurch … ihre Grenzen, … daß sie bloß auf Gegenstände gehen, so fern sie als Erscheinungen betrachtet werden, nicht aber Dinge an sich selbst darstellen.“ (KrV; B 55)

„Wer die absolute Realität von Raum und Zeit so auffaßte, daß sie für sich selbst als absolute Gegebenheiten existierten, der müßte zwei ewige und unendliche Undinge annehmen, die unabhängig von räumlichen und zeitlichen Gegenständen vorhanden wären. Wer absolute Realität von Raum und Zeit so verstünde, daß sie den wirklichen Dingen als Eigenschaften anhafteten, ihnen also inhärierten, der könnte die apodiktische Gewissheit der Mathematik nicht nur nicht begründen, er müßte sie sogar bestreiten. Nur die Lehre von der zugleich transzendentalen Idealität und empirischen Realität von Raum und Zeit kann beide Schwierigkeiten vermeiden.“ (Baumgartner, S.65)

„Was es für eine Bewandtnis mit den Gegenständen an sich (…) haben möge, bleibt uns gänzlich unbekannt. Wr kennen nichts, als unsere Art, sie wahrzunehmen, die uns eigentümlich ist, die auch nicht notwendig jedem Wesen, obzwar jedem Menschen, zukommen muß. Mit dieser haben wir es lediglich zu tun.“ (KrV; B 59)

Raum und Zeit sind die reinen Formen derselben (der Anschauung, der Wahrnehmung; R.W.), Empfindung überhaupt die Materie.“ (KrV; B 60)

Raum und Zeit „können wir allein a priori d.i. vor aller wirklichen Wahrnehmung erkennen, und sie heißet darum reine Anschauung.“ (KrV; B 60)

„Setzet demnach, Raum und Zeit seien an sich selbst objektiv und Bedingungen der Möglichkeit der Dinge an sich selbst.“ (KrV; B 64)12

Der Transzendentalen Elementarlehre

Zweiter Teil

Die Transzendentale Logik

I.Von der Logik überhaupt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 3 Sinnlichkeit - Verstand

„Unsere Erkenntnis entspringt aus zwei Grundquellen des Gemüts, deren die erste ist, die Vorstellungen zu empfangen (die Rezeptivität der Eindrücke), die zweite das Vermögen, durch diese Vorstellungen einen Gegenstand zu erkennen (Spontaneität der Begriffe); durch die erstere wird uns ein Gegenstand gegeben, durch die zweite wird dieser im Verhältnis auf jene Vorstellung (als bloße Bestimmung des Gemüts) gedacht. Anschauung und Begriffe machen also die Elemente aller unserer Erkenntnis aus, so daß weder Begriffe, ohne ihnen auf einige Art korrespondierender Anschauung, noch Anschauung ohne Begriffe, ein Erkenntnis abgeben können. (…) Wollen wir die Rezeptivität unseres Gemüts, Vorstellungen zu empfangen, so fern es auf irgend eine Weise affiziert wird, Sinnlichkeit nennen; so ist dagegen das Vermögen, Vorstellungen selbst hervorzubringen, oder die Spontaneität des Erkenntnisses, der Verstand. Unsere Natur bringt es so mit sich, daß die Anschauung niemals anders als sinnlich sein kann, d.i. nur die Art enthält, wie wir von Gegenständen affiziert werden. Dagegen ist das Vermögen, den Gegenstand sinnlicher Anschauung zu denken, der Verstand. Keine dieser Eigenschaften ist der anderen vorzuziehen. Ohne Sinnlichkeit würde uns kein Gegenstand gegeben, und ohne Verstand keiner gedacht werden. Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. (…) Beide Vermögen, oder Fähigkeiten, können auch ihre Funktionen nicht vertauschen. (…) Daher unterscheiden wir die Wissenschaft der Regeln der Sinnlichkeit überhaupt, d.i. Ästhetik, von der Wissenschaft der Verstandesregeln überhaupt, d.i. der Logik. “ (KrV; B 74ff)13

Elementarlehre des Verstandes:

1) „Als allgemeine Logik abstrahiert sie von allem Inhalt der Verstandeserkenntnis, und der Verschiedenheit ihrer Gegenstände, und hat mit nichts als der bloßen Form des Denkens zu tun.
2) Als reine Logik hat sie keine empirische Prinzipien, mithin schöpft sie nichts (…) aus der Psychologie (…). Sie ist eine demonstrierte Doktrin, und alles muß in ihr völlig a priori gewiß sein.“ (KrV; B 78)

Logik14

Allgemeine Logik

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 4 Architektur der Logik

II. Von der Transzendentalen Logik

Die transzendentale Logik hat es ausschließlich mit den Gesetzen des Verstandes und der Vernunft zu tun, und bezieht sich auf die Handlungen des reinen Denkens, „sofern sie auf Gegenstände a priori bezogen wird (…).“ (KrV; B 81)

„Demnach befasst sich die reine Logik nur mit der Form des Denkens, ohne Inhalt des Denkens und ohne empirische Prinzipien. Transzendentale Logik dagegen befaßt sich mit den Gesetzen des formalen Denkens, sofern sie a priori auf Gegenstände bezogen werden können.“ (Ludwig, S. 72 )

„Die transzendentale Logik untersucht insbesondere, wie es möglich ist, daß die Begriffe des Denkens nicht leer sind, sich vielmehr auf wirkliche Gegenstände beziehen. Sie befaßt sich also nicht mit der bunten Fülle konkreter Inhalte; deren Erforschung ist die Aufgabe der verschiedenen Einzelwissenschaften. Sie wirft die grundsätzlichere Frage auf, wodurch der Gegenstandsbezug menschlichen Denkens überhaupt möglich wird; sie untersucht den Ursprung, den Umfang und die Grenzen der Erfahrungserkenntnis.“ (Höffe, S.84)

III. Von der Einteilung der allgemeinen Logik in Analytik und Dialektik

„Der erste Teil, genannt Analytik, enthält die Analyse der Prinzipien der logischen Beurteilung von Erkenntnissen überhaupt, also beispielsweise die Prinzipien des Satzes der Identität oder des Satzes vom ausgeschlossenen Widerspruch. Beide Gesetze sind negative Kriterien der Wahrheit, und ihre Anwendung auf Erkenntnisse und vorliegende Urteilszusammenhänge ist ein ‚negativer Probierstein‘ der Wahrheit. (Baumgartner, S. 69f)15

Im zweiten Teil, genannt Dialektik, ist es Kants Ziel, in den Aussagen der bisherigen Metaphysik gedankliche Fehler zu entlarven. Er wird aufzeigen, dass diese Fehler zwar in der Natur der Vernunft liegen, im Ergebnis aber als Schein zu beurteilen sind.

Der Transzendentalen Logik

Erste Abteilung

DIE TRANSZENDENTALE ANALYTIK

„Diese Analytik ist die Zergliederung unseres gesamten Erkenntnisses a priori in die Elemente der reinen Verstandeserkenntnis. Es kommt hierbei auf folgende Stücke an.

1. Daß die Begriffe reine und nicht empirische Begriffe seien
2. Daß sie nicht zur Anschauung oder Sinnlichkeit, sondern zum Denken und Verstande gehören.
3. Daß sie Elementarbegriffe seien und von den abgeleiteten, oder daraus zusammengesetzten, wohl unterschieden werden.
4. Daß ihre Tafel vollständig sei, und sie das ganze Feld des reinen Verstandes gänzlich ausfüllen.“ (KrV; B 89)

„Es besteht aber dieser ganze Teil der transzendentalen Logik aus zwei Büchern, deren das eine die Begriffe, das andere die Grundsätze des reinen Verstandes enthält.“16 (KrV; B 90)

Der Transzendentalen Analytik

Erstes Buch

DIE ANALYTIK DER BEGRIFFE

„Ich verstehe unter der Analytik der Begriffe nicht die Analysis derselben, oder (…) Begriffe, die sich darbieten, ihrem Inhalte nach zu zergliedern und zur Deutlichkeit zu bringen, sondern die noch wenig versuchte Zergliederung des Verstandesvermögens selbst, um die Möglichkeit der Begriffe a priori dadurch zu erforschen, daß wir sie im Verstande allein, als ihrem Geburtsorte, aufsuchen und dessen reinen Gebrauch überhaupt analysieren. (…) Wir werden also die reinen Begriffe bis zu ihren ersten Keimen und Anlagen im menschlichen Verstande verfolgen, in denen sie vorbereitet liegen, bis sie endlich bei Gelegenheit der Erfahrung entwickelt und durch eben denselben Verstand, von den ihnen anhängenden empirischen Bedingungen befreiet, in ihrer Lauterkeit dargestellt werden.“ (KrV; B 90f)

„Ich verstehe unter der Analytik der Begriffe nicht die Analysis derselben, oder (…) Begriffe, die sich darbieten, ihrem Inhalte nach zu zergliedern und zur Deutlichkeit zu bringen, sondern die noch wenig versuchte Zergliederung des Verstandesvermögens selbst, um die Möglichkeit der Begriffe a priori dadurch zu erforschen, daß wir sie im Verstande allein, als ihrem Geburtsorte, aufsuchen und dessen reinen Gebrauch überhaupt analysieren. (…) Wir werden also die reinen Begriffe bis zu ihren ersten Keimen und Anlagen im menschlichen Verstande verfolgen, in denen sie vorbereitet liegen, bis sie endlich bei Gelegenheit der Erfahrung entwickelt und durch eben denselben Verstand, von den ihnen anhängenden empirischen Bedingungen befreiet, in ihrer Lauterkeit dargestellt werden.“ (KrV; B 90f)

Urteilen

„Es gibt aber, außer der Anschauung, keine andere Art zu erkennen, als durch Begriffe. Also ist die Erkenntnis eines jeden (…) eine Erkenntnis durch Begriffe, nicht intuitiv, sondern diskursiv. Alle Anschauungen als sinnlich, beruhen auf Affektionen, die Begriffe also auf Funktionen. Ich verstehe aber unter Funktion die Einheit der Handlung, verschiedene Vorstellungen unter einer gemeinschaftlichen zu ordnen. Begriffe gründen sich also auf der Spontaneität des Denkens, wie sinnliche Anschauungen auf der Rezeptivität der Eindrücke. Von diesen Begriffen kann nun der Verstand keinen anderen Gebrauch machen, als daß er dadurch urteilt. Da keine Vorstellung unmittelbar auf den Gegenstand geht, als bloß die Anschauung, so wird ein Begriff niemals auf einen Gegenstand unmittelbar, sondern auf irgend eine andre Vorstellung von demselben (…) bezogen. Das Urteil ist also die mittelbare Erkenntnis eines Gegenstandes, mithin der Vorstellung einer Vorstellung desselben. In jedem Urteil ist ein Begriff, der für viele gilt, und unter diesem Vielen auch eine gegebene Vorstellung begreift, welche letztere denn auf den Gegenstand unmittelbar bezogen wird. (…) Wir können aber alle Handlungen des Verstandes auf Urteile zurückführen, so daß der Verstand überhaupt als ein Vermögen zu urteilen vorgestellt werden kann.“17 (KrV; B 92ff)

„Mit der Aufzählung diverser Urteile allein ist es natürlich nicht getan. (…) Deshalb müssen Urteile geordnet werden; dies ist Aufgabe des Verstandes, der alle Urteile zu einer Einheit bündelt. (…) Diese Tätigkeit des Verstandes erfolgt durch die Denkformen, um die es gleich gehen wird. (…) Den jetzt zu findenden Denkformen kommt eine einheitsstiftende Funktion zu! Ohne diese Einheitsfunktion des Verstandes wäre alles Urteilen wirr und zusammenhangslos!“ (Ludwig, S.77)

Kleine Zusammenfassung

1. „Innerhalb der Sinnlichkeit ordnen Raum und Zeit alle Empfindungen. Dies fanden wir in der transzendentalen Ästhetik abgehandelt: Gegenstände werden uns gegeben.
2. Der V erstand formt jetzt die geordneten Empfindungen weiter und erhebt sie zu Begriffen, die auf Gegenstände bezogen werden können. Dies fanden wir in der t ranszendentalen Logik abgehandelt: Gegenstände werden gedacht.
3. Jetzt werden die Begriffe vom Verstand zu Urteilen verknüpft. Dies ist das Thema der transzendentalen Analytik als Unterabteilung der transzendentalen Logik . (…)

Die Ordnungsfaktoren, die Kant bei dieser verknüpfenden Tätigkeit finden wird, nennt er transzendentale Grundbegriffe oder (…) Kategorien.“ (Ludwig, S.77f)

„Wenn wir von allem Inhalte eines Urteils überhaupt abstrahieren, und nur auf die bloße Verstandesform darin Acht geben, so finden wir, daß die Funktion des Denkens in demselben unter vier Titel gebracht werden könne, deren jeder drei Momente unter sich enthält. Sie können füglich in folgender Tafel vorgestellt werden.“ (KrV; B 95)

TAFEL DER URTEILE

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quantität:

Quantität:

Allgemeine: alle S sind P

Besondere: einige S sind P

Einzelne: ein S ist P

Qualität:

Bejahende: S ist P

Verneinende: S ist nicht P

Unendliche: S ist Nicht- P

Relation:

Kategorische: S ist P

Hypothetische: wenn S P ist, dann ist Q R

Disjunktive: S ist entweder P oder Q oder R oder…

Modalität:

Problematische: es ist möglich, dass S P ist

Assertorische: es ist in der Tat so, dass S P ist

Apodiktische: es ist notwendigerweise so, dass S P ist

Begriffe: kategorisch (unbedingt), hypothetisch (bedingt), disjunktiv (ausschließend), assertorisch (behauptend), apodiktisch (notwendig);18

Von den reinen Verstandesbegriffen oder Kategorien

„Aus dieser Urteilstafel gewinnt Kant nun durch einen vermittelnden Gedanken die Kategorientafel, d.h. die Tafel jener Begriffe, die allgemeine Prinzipien für das Denken von Gegenständen sind.“ (Baumgartner, S.73f)

Analytik transzendendale:

„Zergliederung unserer gesamten Erkenntnis a priori in die Elemente d. reinen Verstandeserkenntnis. Sie ist eine Logik der Wahrheit und zerfällt in a) die Analytik der Begriffe d.i. Zergliederung des Verstandesvermögens selbst, um die Möglichkeit der Begriffe a priori dadurch zu erforschen (…), b) die Analytik der Grundsätze (.) d.i. Richtschnur für die Urteilskraft, um die Verstandesbegriffe auf Erscheinungen anzuwenden (…)“ (KrV, Sachregister S. 921)

Synthesis:

„Ich verstehe aber unter S y n t h e s i s in der allgemeinsten Bedeutung die Handlung, verschiedene Vorstellungen zu einander hinzuzutun, und ihre Mannigfaltigkeit in einer Erkenntnis zu begreifen. Eine solche Synthesis ist r e i n , wenn das Mannigfaltige nicht empirisch, sondern a priori gegeben ist. (…) Die r e i n e S y n t h e s i s , a l l g e m e i n v o r g e s t e l l t, gibt nun den reinen Verstandesbegriff (KrV; B103f)

„Die Tätigkeit des Verstandes ist Urteilen. Urteilen ist immer ein Stiften von Einheit. Der Verstand hat also in sich einen apriorischen Leitfaden der Einheitsstiftung. Dieser apriorische Leitfaden der Einheitsstiftung läßt sich nach den je verschiedenen Einheitsfunktionen in Begriffe fassen und als eine Tafel von Kategorien vorstellen, die genau der Tafel der Urteile entspricht. Weil diese Urteilsfunktionen apriorische Funktionen der Einheit sind, deswegen sind die aus ihnen ermittelten Begriffe der Einheit von Anschauungen apriorische Begriffe, die dem Verstand zugehören und nicht der Sinnlichkeit.“ (Baumgartner, S.75)

TAFEL DER KATEGORIEN

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„Dieses ist nun die Verzeichnung aller ursprünglich reinen Begriffe der Synthesis, die der Verstand a priori in sich enthält, und um deren willen er auch nur ein reiner Verstand ist; indem er durch sie allein etwas bei dem Mannigfaltigen der Anschauung verstehen, d.i. ein Objekt derselben denken kann.“ (KrV; B106)

„Die metaphysische Deduktion der reinen Verstandesbegriffe ist aber insofern geleistet: Die Kategorien, verstanden als Begriffe von Einheitsfunktionen, die sowohl dem Urteil wie den Anschauungen Einheit geben, haben einen Ursprung apriori in der Tätigkeit des Verstandes, die sich nicht anders als in diesen zwölf verschiedenen Typen von Urteilen vollziehen kann.“19 (Baumgartner, S.75)

Exkurs: Die metaphysische Deduktion der Kategorien in 4 Schritten

1. Die spezifische Aufgabe des Verstandes ist: Verknüpfung (Einheit, Synthesis) des zusammenhanglosen Mannigfaltigem durch Urteilen ☛ Urteilstafel - (vgl. Höffe, S. 89f)
2. „Die von aller Erfahrung unabhängige und doch auf mögliche Erfahrung bezogene Verknüpfung liegt (…) in den inhaltsfreien Urteilsformen. Da sich das Urteilen dem Verstand verdankt, ist die bloße Form des Urteilens, die von allen, auch den empirischen Inhalten absieht, eine Leistung des reinen Verstandes. Die gesuchten reinen Verstandesbegriffe, die Kategorien, entsprechen also genau den bloßen Urteilsformen.“ ☛ Kategorientafel (Höffe, S. 90)
3. „Die Urteilstafel entnimmt Kant (…) der formalen Logik, da sie unbeschadet aller Inhalte allein die Form der Urteile betrachtet.“ (ebd.)
4. Jeder Urteilsform wird eine entsprechende Kategorie zugeordnet. (vgl. Höffe, S. 92)

„Die metaphysische Deduktion legt die reinen Verstandesbegriffe [Kategorien R.W] frei, die transzendentale Deduktion zeigt, daß sie für jede Erkenntnis unentbehrlich sind.“20 (Höffe, S 94f)

Jetzt nun zur transzendentalen Deduktion der Begriffe:

Von der Deduktion der reinen Verstandesbegriffe

Erster Abschnitt

§13

Von den Prinzipien einer transzendentalen Deduktion überhaupt

Deduktion = Herleitung, Beweis; transzendentale Deduktion: „Erklärung der Art, wie sich Begriffe a priori auf Gegenstände beziehen können; ihre Notwendigkeit; Kants transzendentale Deduktion der reinen Verstandesbegriffe als Prinzipien der Möglichkeit der Erfahrung (…). (KrV, Sachregister S. 927)

In der Rechtslehre wird unterschieden zwischen dem, was Rechtens ist (quid juris) und dem, was Tatsache (quid facti) ist. Von Beiden wird ein Beweis gefordert. Der Beweis, der die Befugnis oder den Rechtsanspruch dartun soll, wird Deduktion genannt.(Vgl. KrV; B116)

„Ich nenne daher die Erklärung der Art, wie sich Begriffe a priori auf Gegenstände beziehen können, die transzendentale Deduktion derselben, und unterscheide sie von der empirischen Deduktion, welche die Art anzeigt, wie ein Begriff durch Erfahrung und Reflexion über dieselbe erworben worden, und daher nicht die Rechtmäßigkeit, sondern das Faktum betrifft, wodurch der Besitz entsprungen.“ (KrV; B117)

- Raum und Zeit sind „Formen der Sinnlichkeit“ (vgl. KrV; B118)
- Kategorien sind „Begriffe des Verstandes“ (vgl. ebda)
- Sie entspringen nicht der Erfahrung!
- „Wenn also eine Deduktion derselben nötig ist, so wird sie jederzeit transzendental sein müssen.“ (ebda)
- „ Raum und Zeit (sind) reine Anschauungen, welche die Bedingung der Möglichkeit der Gegenstände als Erscheinungen a priori enthalten, und die Synthesis in denselben hat objektive Gültigkeit.“21 (KrV; B 121f)

Das Problem:

„Die Kategorien des Verstandes stellen uns gar nicht die Bedingungen vor, unter denen Gegenstände in der Anschauung gegeben werden, mithin können uns allerdings Gegenstände erscheinen, ohne daß sie sich notwendig auf Funktionen des Verstandes beziehen müssen, und dieser also die Bedingungen derselben a priori enthielte. Daher zeigt sich eine Schwierigkeit, die wir im Felde der Sinnlichkeit [Raum und Zeit; R.W.] nicht antrafen, wie nämlich subjektive Bedingungen des Denkens sollten objektive Gültigkeit haben, d.i. Bedingungen der Möglichkeit der Erkenntnis der Gegenstände abgeben: denn ohne Funktionen des Verstandes können allerdings Erscheinungen in der Anschauung gegeben werden.“22 (KrV; B121f)

Am Beispiel von Ursache und Wirkung erläutert Kant, dass diese Begriffe nicht empirisch bewiesen werden können! Man kann zwar gewisse Regelmäßigkeiten und Gewohnheiten beobachten, „die genugsam Anlass geben, den Begriff der Ursache davon abzusondern“, aber eine „objektive Gültigkeit“ lässt sich daraus nicht ableiten. „Denn dieser Begriff erfordert durchaus, daß etwas A von der Art sei, daß ein anderes B daraus notwendig und nach einer schlechthin allgemeinen Regel folge.“ (KrV; B122ff)

„Nehmen wir dazu eines unserer Beispiele aus der Urteilstafel Kants zu Hilfe: ‚Die Butter auf dem Tisch schmilzt, weil die Sonnen scheint.‘ Unsere sinnliche Erfahrung nimmt die Sonne wahr, den Tisch und die Verflüssigung der Butter, nicht aber das ‚weil‘, also nicht das Kausalprinzip zwischen Sonne und Schmelzen. Das Kausalprinzip stammt aus dem Verstand und gilt doch notwendig und allgemein für alle Erfahrung ! (…) Der Verstand prägt wie ein Stempel die Kategorie der Kausalität in das Rohmaterial der sinnlichen Wahrnehmung hinein und findet diese in der Wahrnehmung wieder.“ (Ludwig, S.89)23

§14

Übergang zur Transzendentalen Deduktion der Kategorien

„Es sind aber zwei Bedingungen, unter denen allein die Erkenntnis des Gegenstandes möglich ist, erstlich Anschauung, dadurch derselbe, aber nur als Erscheinung gegeben wird: zweitens Begriff, dadurch ein Gegenstand gedacht wird, der dieser Anschauung entspricht.“ (KrV; B125)

„Die transz. Deduktion aller Begriffe a priori hat also ein Principium, worauf die ganze Nachforschung gerichtet werden muß, nämlich dieses: daß sie als Bedingungen a priori der Möglichkeit der Erfahrung erkannt werden müssen (…). Begriffe, die den objektiven Grund der Möglichkeit der Erfahrung abgeben, sind darum notwendig.“ (KrV; B126)

Kurze Auseinandersetzung mit Locke und Hume, die beide die reinen Verstandesbegriffe empirisch beweisen wollten und damit der „Schwärmerei“ (Locke) bzw. dem „Skeptizismus“ (Hume) verfielen.

Die Deduktion der reinen Verstandesbegriffe

Zweiter Abschnitt

(nach Ausgabe B)

Transzendentale Deduktion der Verstandesbegriffe

§15.

Von der Möglichkeit einer Verbindung überhaupt

Synthesis ist „ eine Verstandeshandlung “ und bedeutet, „ daß wir uns nichts, als im Objekt verbunden, vorstellen können, ohne es vorher selbst verbunden zu haben, und unter allen Vorstellungen die Verbindung die einzige ist, die nicht durch Objekte gegeben, sondern nur vom Subjekt selbst verrichtet werden kann, weil sie ein Actus seiner Selbsttätigkeit ist.“ (KrV; B130)

Analysis scheint das Gegenteil der Verbindung, nämlich seine Auflösung zu sein. Jedoch, „ wo der Verstand vorher nichts verbunden hat, da kann er auch nichts auflösen, weil es nur durch ihn als verbunden der Vorstellungskraft hat gegeben werden können.“ (ebd.)

„Was ist Erkenntnis? Es ist die Verbindung von Mannigfaltigem, seien es Anschauungen oder Begriffe. Diese Verbindung, von Kant Synthesis genannt, darf natürlich

- nicht aus den Sinnen und
- nicht aus dem Objekt stammen.“

Sie stammt aus „dem erkennenden Subjekt (.), und zwar aus dessen Verstand. Es ist dessen Spontaneität, die alle Synthesis zustande bringt.“ (Ludwig, S.89f)

§ 16

Von der ursprünglich- synthetischen Einheit der Apperzeption

„Nach Kant gibt es nun über der Synthesis, die eine Anschauung mit einem Begriff verbindet, noch eine höhere, eine ursprünglichere Synthesis. (…) Es ist die Möglichkeit des Denkens, die all meine Akte des Bewußtseins begleitet: es ist das immer vorgeschaltete ‚Ich Denke‘.“ (Ludwig, S. 90)

„Das: Ich denke , muß alle meine Vorstellungen begleiten können; denn sonst würde etwas in mir vorgestellt werden, was gar nicht gedacht werden könnte, welches eben so viel heißt, als die Vorstellung würde entweder unmöglich oder wenigstens für mich nichts sein. Diejenige Vorstellung, die vor allem Denken gegeben sein kann, heißt Anschauung. Also hat alles Mannigfaltige der Anschauung eine notwendige Beziehung auf das: I ch Denke , in demselben Subjekt, darin dieses Mannigfaltige angetroffen wird. Diese Vorstellung aber ist ein Actus der Spontaneität, d.i. sie kann nicht als zur Sinnlichkeit gehörig angesehen werden. Ich nenne sie die reine Apperzeption , um sie von der empirischen zu unterscheiden, oder auch die ursprüngliche Apperzeption , weil sie dasjenige Selbstbewußtsein ist, [welches; R.W.] (…) die Vorstellung Ich denke hervorbringt (…). Denn die mannigfaltigen Vorstellungen, die in einer gewissen Anschauung gegeben werden, würden nicht insgesamt meine Vorstellungen sein, wenn sie nicht insgesamt zu einem Selbstbewußtsein gehöreten (…). Also nur dadurch, daß ich ein Mannigfaltiges gegebener Vorstellungen in einem Bewußtsein verbinden kann, ist es möglich, daß ich mir die Identität des Bewußtseins in diesen Vorstellungen selbst vorstelle (…). Synthetische Einheit des Mannigfaltigen der Anschauungen, als a priori gegeben, ist also der Grund der Identität der Apperzeption selbst, die a priori allem meinem bestimmten Denken vorhergeht. Verbindung liegt aber nicht in den Gegenständen (…), sondern ist allein eine V errichtung des Verstandes, der selbst nichts weiter ist, als das Vermögen, a priori zu verbinden, und das Mannigfaltige gegebener Vorstellungen unter Einheit der Apperzeption zu bringen, welcher Grundsatz der oberste im ganzen menschlichen Erkenntnis ist.“ (KrV; B131ff)[24]

Wenn ich beispielsweise weiß, daß ein Körper schwer ist, nenn man dies das Bewußtsein von der Schwere des Körpers. Darüber hinaus weiß ich aber auch, daß ich dies weiß, d.h. ich weiß um dieses Bewußtsein; dieses Wissen um das Bewußtsein ist die höhere Form des Bewußtseins, das als ständiges ‚Ich denke‘ alles Denken begleitet, ja sogar begleiten muß.“ (Ludwig, S.93)

§ 17

Der Grundsatz der synthetischen Einhe it der Apperzeptionist das oberste Prinzip alles Verstandesgebrauchs

Verstand ist, allgemein zu reden, das Vermögen der Erkenntnisse . Diese bestehen in der bestimmten Beziehung gegebener Vorstellungen auf ein Objekt. Objekt aber ist das, in dessen Begriff das Mannigfaltige einer gegebenen Anschauung vereinigt ist. Nun erfordert aber alle Vereinigung der Vorstellungen Einheit des Bewußtseins in der Synthesis derselben. Folglich ist die Einheit des Bewußtseins dasjenige, was allein die Beziehung der Vorstellungen auf einen Gegenstand, mithin ihre objektive Gültigkeit, folglich, daß sie Erkenntnisse werden, ausmacht, und worauf folglich selbst die Möglichkeit des Verstandes beruht. (…)

Die synthetische Einheit des Bewußtseins ist also eine objektive Bedingung aller Erkenntnis (…) unter der jede Anschauung stehen muß, um für mich Objekt zu werden (…).

… alle meine Vorstellungen (müssen) in irgend einer gegebenen Anschauung unter der Bedingung stehen müssen, unter der ich sie allein als meine Vorstellungen zu dem identischen Selbst rechnen, und also, als in einer Apperzeption synthetisch verbunden, durch den allgemeinen Ausdruck Ich denke zusammenfassen kann.“ (KrV; B137f)

„Durch das ständige Eingeschalteten dieses ‚Ich denke‘ wird die Grundlage für die Möglichkeit von Objektivität geschaffen, so wie Kant sie versteht. (…)

Das notwendige subjektive ‚Ich denke‘ ist die objektive Bedingung für das Erkennen von Gegenständen/Objekten.

Denn das erkannte Objekt ist nichts anderes als das Produkt der einigenden Tätigkeit des ‚Ich denke‘, das sich der reinen Denkformen, der Kategorien, bedient, ja sogar ihnen noch vorgeschaltet ist. (…)

Somit haben Subjektivität und Objektivität dieselbe Wurzel: das transzendentale Selbstbewußtsein.“ (Ludwig, S.93ff)

§18

Was die objektive Einheit des Selbstbewußtseins sei

Die „reine Synthesis des Verstandes“ liegt „apriori der empirischen“ zugrunde. „Jene Einheit ist allein objektiv gültig; die empirische Einheit der Apperzeption (…) hat nur subjektive Gültigkeit.“ (vgl. KrV; B140)

§ 19

Die logische Form aller Urteile

besteht in der objektiven Einheit der Apperzeption der darin enthaltenen Begriffe

„Wenn ich aber die Beziehung gegebener Erkenntnisse in jedem Urteile genauer untersuche, (…) so finde ich, daß ein Urteil nichts andres sei, als die Art, gegebene Erkenntnisse zur objektiven Einheit der Apperzeption zu bringen.“ (KrV; B141)

§ 22

Die Kategorie hat keinen andern Gebrauch zum Erkenntnisse der Dinge,

als ihre Anwendung auf Gegenstände der Erfahrung

Folglich liefern uns die Kategorien vermittels der Anschauung auch keine Erkenntnis von Dingen, als nur durch ihre mögliche Anwendung auf empirische Anschauung, d.i. sie dienen nur zur Möglichkeit empirischer Erkenntnis . Diese aber heißt Erfahrung . Folglich haben die Kategorien keinen anderen Gebrauch zum Erkenntnisse der Dinge, als nur so fern diese als Gegenstände möglicher Erfahrung angenommen werden.“ (KrV; B147f)

Der Erkenntniswert der Mathematik:

„Da die Mathematik bloß die Form, nicht auch die Materie der Anschauung untersucht, gewinnen wir durch sie ‚Erkenntnisse a priori von Gegenständen … nur ihrer Form nach‘“.25 (KrV; B 147)

Ohne die Materie der empirischen Empfindung gibt es keine Erkenntnis der wirklichen Welt; die Mathematik für sich bedeutet bloß ein formales Wissen.“ (Höffe, S.105)

„Jedenfalls fällt auf, daß hier eine Grenze für die Kategorien gezogen wird; mehr als die Anwendung auf Gegenstände der Erfahrung können diese Kategorien nicht bringen, zum Ding an sich stoßen auch sie nicht vor.

Selbst der Hinweis auf die Mathematik sei kein Gegenargument, so Kant. Natürlich würden auch in der Mathematik Kategorien verwendet. Aber trotzdem seien mathematische Begriffe, obzwar sie apriorische Erkenntnisse sind, keine Erkenntnisse, die eine Anwendung auf empirische Anschauungen ermöglichen, d.h. zu einer möglichen Erfahrung werden können.“26 (Ludwig, S.96)

§23

Wie sieht es aber mit Objekten nicht- sinnlicher Anschauungen aus? Nach Kant kann man über sie nur negative Bestimmungen geben, da einem solchen Objekt „nichts zur sinnlichen Anschauung Gehöriges zukomme: also, daß es nicht ausgedehnt, oder im Raume sei daß die Dauer desselben keine Zeit sei, daß in ihm keine Veränderung (…) angetroffen werde, u.s.w. (…) Aber das Vornehmste ist hier, daß auf ein solches Etwas auch nicht einmal eine einzige Kategorie angewandt werden könnte: z.B. der Begriff einer Substanz (…).“ (KrV; B149)

§ 24

Von der Anwendung der Kategorien auf Gegenstände der Sinne überhaupt

„Die reinen Verstandesbegriffe beziehen sich durch den bloßen Verstand auf Gegenstände der [sinnlichen; R.W] Anschauung (…), sind aber eben darum bloße Gedankenformen , wodurch noch kein bestimmter Gegenstand erkannt wird.“ (KrV; B150)

Weil in uns aber eine gewisse Form der sinnlichen Anschauung a priori zum Grunde liegt, welche auf der Rezeptivität der Vorstellungsfähigkeit (Sinnlichkeit) beruht, so kann der Verstand, als Spontaneität, den inneren Sinn (…) bestimmen. “ (ebd.)

„Diese Synthesis des Mannigfaltigen der sinnlichen Anschauung (…) kann figürlich (synthesis speciosa) genannt werden, zum Unterschiede von derjenigen, welche (…) in der bloßen Kategorie gedacht würde, und Verstandesverbindung (synthesis intellectualis) heißt.“ (KrV; B 151)

Einbildungskraft ist das Vermögen, einen Gegenstand auch ohne dessen Gegenwart in der Anschauung vorzustellen. Da nun alle unsere Anschauung sinnlich ist, so gehört die Einbildungskraft (…) zu Sinnlichkeit. (…) So ist die Einbildungskraft so fern ein Vermögen, die Sinnlichkeit a priori zu bestimmen“ (KrV; B151)

„Ich, als Intelligenz und denkend Subjekt, erkenne mich selbst als gedachtes Objekt, sofern ich mir noch über das in der Anschauung gegeben bin, nur, gleich andern Phänomenen, nicht wie ich vor dem Verstande bin, sondern wie ich mir erscheine, [dies; R.W.] hat nicht mehr auch nicht weniger Schwierigkeit bei sich, als wie ich mir selbst überhaupt ein Objekt und zwar der Anschauung und innerer Wahrnehmung sein könne.“ (KrV; B155f)

Wie bei den äußeren Objekten, die wir nur dann erkennen, wenn wir von ihnen äußerlich (durch die Sinne) „affiziert“ werden, können wir „uns selbst nur so anschauen, wie wir innen von uns selbst affiziert werden, d.i. was die innere Anschauung betrifft, unser eigenes Subjekt nur als Erscheinung, nicht aber nach dem, was es an sich selbst ist, erkennen.“ (KrV; B156)

§25

„Das Bewußtsein seiner selbst ist also noch lange nicht ein Erkenntnis seiner selbst. (…) So wie zum Erkenntnisse eines von mir verschiedenen Objekts (…) ich doch noch einer Anschauung bedarf, (…) so bedarf ich auch zum Erkenntnisse meiner selbst (…) noch einer Anschauung des Mannigfaltigen in mir (…).“ (KrV; B158)

§26

Transzendentale Deduktion des allgemein möglichen Erfahrungsgebrauchs der reinen Verstandesbegriffe

„Jetzt soll die Möglichkeit, durch Kategorien die Gegenstände, (…) den Gesetzen ihrer Verbindung nach, a priori zu erkennen, (…) erklärt werden.“ (KrV; B159f)

Unter „ Synthesis der Apprehension versteht Kant „die Zusammensetzung des Mannigfaltigen in einer empirischen Anschauung“ wodurch erst „Wahrnehmung, d.i. empirisches Bewußtsein derselben, (als Erscheinung) möglich wird.“ (KrV; B160)

„Folglich steht alle Synthesis , wodurch selbst Wahrnehmung möglich wird, unter den Kategorien, und, da Erfahrung Erkenntnis durch verknüpfte Wahrnehmungen ist, so sind die Kategorien Bedingungen der Möglichkeit der Erfahrung, und gelten also a priori auch von allen Gegenständen der Erfahrung:“ (KrV; B162)

„Kategorien sind Begriffe, welche den Erscheinungen, mithin der Natur (…) Gesetze a priori vorschreiben, und nun fragt sich, (…) wie es zu begreifen sei, daß die Natur sich nach ihnen richten müsse (…). Hier ist die Auflösung dieses Rätsels.“ (KrV; B163)

„Allein Erscheinungen sind nur Vorstellungen von Dingen, die, nach dem, was sie an sich sein mögen, unerkannt sind. Als bloße Vorstellungen aber stehen sie unter gar keinem Gesetz der Verknüpfung, als demjenigen, welches das verknüpfende Vermögen vorschreibt. Nun ist das, was das Mannigfaltige der sinnlichen Anschauung verknüpft, Einbildungskraft, die vom Verstande der Einheit ihrer intellektuellen Synthesis, und von der Sinnlichkeit der Mannigfaltigkeit der Apprehension nach abhängt. Da nun von der Synthesis der Apprehension alle möglich Wahrnehmung, sie selbst aber, diese empirische Synthesis, von der transzendentalen, mithin den Kategorien abhängt, so müssen alle mögliche Wahrnehmungen (…) unter den Kategorien stehen, von welchem die Natur (…), als dem ursprünglichen Grunde ihrer notwendigen Gesetzmäßigkeit (…), abhängt. [Aber das reine Verstandesvermögen reicht nicht zu…(R.W.)] …durch bloße Kategorien den Erscheinungen a priori Gesetze vorzuschreiben. (…) Es muß Erfahrung dazu kommen, um die letztere[27] überhaupt kennen zu lernen; von Erfahrung aber überhaupt, und dem, was als ein Gegenstand derselben erkannt werden kann, geben allein jene Gesetze a priori die Belehrung.“ (KrV; B164f)

§27

Resultat dieser Deduktion der Verstandesbegriffe

„Wir k önnen uns keinen Gegenstand denken, ohne durch Kategorien; wir k önnen keinen gedachten Gegenstand erkennen, ohne durch Anschauungen, die jenen Begriffen entsprechen. Nun sind alle unsere Anschauungen sinnlich, und diese Erkenntnis, sofern der Gegenstand derselben gegeben ist, ist empirisch. Empirische Erkenntnis aber ist Erfahrung. Folglich ist uns keine Erkenntnis a priori möglich, als lediglich von Gegenständen möglicher Erfahrung.“ (KrV; B165f)

Nach Kant taucht nun die Frage auf, ob die Erfahrung die Kategorien (Begriffe) möglich macht, oder die Kategorien die Erfahrung. Da Kategorien a priori, also unabhängig von der Erfahrung sind, bleibt nur das Zweite übrig, „daß nämlich die Kategorien von Seiten des Verstandes die Gründe der Möglichkeit aller Erfahrung überhaupt enthalten.“ (KrV; B167)

Auch die Möglichkeit, dass die Kategorien uns angeboren („subjektive, uns mit unserer Existenz zugleich eingepflanzte Anlagen zum Denken …“) sind, wird von Kant verworfen: „Ich würde nicht sagen können: die Wirkung ist mit der Ursache im Objekt (d.i. notwendig) verbunden, sondern ich bin nur so eingerichtet, daß ich diese Vorstellung nicht anders als so verknüpft denken kann.“ (KrV; B168)

„Angeborene“ Kategorien würden laut Kant den Skeptikern Vorschub leisten, die darauf hinweisen würden, dass es sich bei der Erkenntnis dann nicht um objektive Gültigkeit, sondern lediglich um subjektive Notwendigkeit handelt. (vgl. KrV; B168)

Kurzer Begriff dieser Deduktion

Sie ist die Darstellung der reinen Verstandesbegriffe, (und mit ihnen aller theoretischen Erkenntnis a priori) als Prinzipien der M öglichkeit der Erfahrung, dieser aber, als Bestimmung der Erscheinungen in Raum und Zeit überhaupt, - endlich dieser aus dem Prinzip der ursprünglichen synthetischen Einheit der Apperzeption, als der Form des Verstandes in Beziehung auf Raum und Zeit, als ursprüngliche Form der Sinnlichkeit.“ (KrV; B168/169)

[...]


1 Fettdruck R.W.

2 Fettdruck R.W.

3 Fettdruck R.W.

4 Organon: gr. „Werkzeug“; (logische) Schrift zur Grundlegung der Erkenntnis

5 Fettdruck R.W.

6 Fettdruck R.W.

7 Angelehnt an:Ludwig; Kant für Anfänger (KfA); S. 55f

8 Siehe auch „Das System der Kritik der reinen Vernunft“ im Anhang

9 Fettdruck R.Wl

10 Fettdruck: R.W.

11 Fettdruck: R.W.

12 Fettdruck R.W.

13 Fettdruck R.W.

14 B77f

15 Fettdruck: R.W.

16 Fettdruck: R.W.

17 Fettdruck: R.W.

18 teilweise übernommen von: Baumgartner S. 73; Ludwig S. 79f

19 Fettdruck: R.W.

20 Fettdruck: R.W.

21 Fettdruck: R.W.

22 Fettdruck R.W.

23 Fettdruck R.W.

24 Fettdruck und Unterstreichungen: R.W.; Apperzeption bedeutet „Hinzuwahrnehmung“ (vgl. Ludwig, S. 90)

25 Fettdruck: R.W.

26 Fettdruck: R.W.

27 „Besondere Gesetze, weil sie empirisch bestimmte Erscheinungen betreffen…“ (B165 und vgl. die Fußnote dazu)

Details

Seiten
98
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668884717
ISBN (Buch)
9783668884724
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v455120
Note
Schlagworte
ausarbeitungen immanuel kants kritik vernunft

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Titel: Ausarbeitungen zu Immanuel Kants "Kritik der reinen Vernunft"