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Der Begriff Corporate Governance anhand der Deutschen Bank AG

Hausarbeit 2017 13 Seiten

BWL - Personal und Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis III

1 Einführung

2 Theoretische Grundlagen zur Corporate Governance
2.1 Begriff und Bedeutung der Corporate Governance
2.2 Ziele der Corporate Governance

3 Corporate Governance im Bankensektor: Fall Deutsche Bank AG
3.1 IST-Analyse
3.1.1 Unternehmensprofil der Deutschen Bank AG
3.1.2 Corporate Governance in der Deutschen Bank AG
3.2 Konkurrenz-Analyse
3.3 SOLL-Analyse
3.3.1 Eigene Stellungnahme
3.3.2 Auswirkungen von Corporate Governance auf den Unternehmenserfolg

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Corporate Governance-Fundamentals der Deutschen Bank AG 5

1 Einführung

„Wenn Corporate Governance gut umgesetzt ist, wird dem Thema nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Wenn sie jedoch dramatisch versagt, gerät sie unter Beschuss.“1

Anlässlich einiger prominenter Unternehmenskrisen und der Aufdeckung von Missständen im Management börsennotierter Unternehmen rückte das Thema Corporate Governance Ende der 90er Jahre zunehmend in den Blickpunkt von Wissenschaft, Öffentlichkeit und Kapitalmarktgebern, aber auch von Gesetzgeber und staatlicher Aufsicht. Bei der Frage nach dem unternehmerischen Erfolg von Unternehmen, taucht seitdem immer wieder das Argument auf, dass eine „schlechte“ Corporate Governance-Struktur einem Unternehmen langfristig schaden wird.2

Ziel dieser Ausarbeitung ist es daher, die Notwendigkeit einer „guten“ Corporate Governance-Struktur herauszufiltern und deutlich zu machen, welchen essentiellen Nutzen diese für ein Unternehmen bietet. Um diese Frage beantworten zu können, wird die Deutsche Bank AG im Hinblick auf ihr ethisches Handeln näher untersucht. Für die Bearbeitung des Themas wurde Literatur über die Corporate Governance recherchiert, die die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht.

2 Theoretische Grundlagen zur Corporate Governance

Die nachfolgenden Unterkapitel geben einen ersten Überblick über die theoretischen Grundlagen zu dem Thema Corporate Governance. Dazu werden vorerst die allgemeine Definition und die Ziele der Corporate Governance erläutert.

2.1 Begriff und Bedeutung der Corporate Governance

Der Terminus Corporate Governance ist allgemein schwer zu fassen, da er eine Vielzahl von ausgeprägten ökonomischen Phänomenen umfasst. Dennoch haben sich verschiedene Personen und Institutionen im Zeitverlauf unterschiedliche Definitionen ausgedacht. Vereinfacht kann zwischen einer engen und einer weiten Definition von Corporate Governance unterschieden werden.3

Die enge Definition wählt beispielsweise Colin Mayer: „Corporate Governance is concerned with ways of bringing the interests and objectives of investors and managers into line and ensuring that firms run for the benefit of investors.”4 Dabei betont er insbesondere die starke Wechselwirkung zwischen den Interessen und Zielen der Investoren und denen der Manager.

Rosen erweitert diese Definition, indem er sagt, dass Corporate Governance als „verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und –kontrolle“ verstanden werden kann.5

Der Begriff der Corporate Governance umfasst also zweierlei: Zum einen die (gesellschafts-) rechtliche Organisation der Entscheidungen im Unternehmen, insbesondere die Zuständigkeiten und Aufgabenverteilung der obersten Leitungsorgane, zum anderen im kapitalmarktrechtlichen Sinn die Sicherung der Interessen der Anteilseigner (shareholder) und anderen Investoren, der Lieferanten und Arbeitnehmer (stakeholder).6

2.2 Ziele der Corporate Governance

Schon zu Beginn der 90er-Jahre wurde der Themenkomplex der Corporate Governance vornehmlich in den USA diskutiert. Dabei ging es hauptsächlich um die Thematik des Führens, Leitens und der Kontrolle von Unternehmen, und zwar auf der einen Seite durch die Führungsorgane und auf der anderen Seite durch die Share- und Stakeholder.7

Als oberstes Ziel der Corporate Governance ist die Intensivierung der Kontrolle der Unternehmensleitung durch Stärkung des Aufsichtsrates zu nennen. Nur ein unabhängiger, starker und ausreichend informierter Aufsichtsrat ist in der Lage, die Geschäftsführung der Gesellschaft wirksam zu überwachen.8 Ein weiteres essentielles Ziel liegt in der Verbesserung der Aktionärsrechte. Hierdurch soll unter anderem eine Förderung von Investitionen und die Stärkung von Deutschland erreicht werden.9

3 Corporate Governance im Bankensektor: Fall Deutsche Bank AG

Aufbauend auf dem vorherigen Kapitel der theoretischen Grundlagen, wird, im Hinblick auf ihr ethisches Handeln, in diesem Kapitel die Deutsche Bank AG als Branchenprimus diskutiert.

3.1 IST-Analyse

3.1.1 Unternehmensprofil der Deutschen Bank AG

Die Deutsche Bank AG, die 1870 gegründet wurde, ist der größte Bankenkonzern in Deutschland und zählt weltweit zu den führenden Finanzdienstleistern. Primäres Ziel der Deutschen Bank AG ist es, der weltweit führende Anbieter von Finanzlösungen zu werden. Als Universalbank ist die Deutsche Bank AG unter anderem in den Bereichen Privat- & Geschäftskunden, Asset & Wealth Management, Corporate Banking & Securities, Global Transaction Banking und Non-Core Operations tätig. Sie unterhält rund 2800 Niederlassungen in über 60 Ländern. Chairman und CEO ist seit 2016 John Cryan.10

3.1.2 Corporate Governance in der Deutschen Bank AG

Wann immer eine Diskussion über das Thema Corporate Governance geführt wird, gibt es ein Unternehmen, dessen Aktivitäten mit hoher Wahrscheinlichkeit als Beispiel herangezogen wird: die Deutsche Bank AG. Fast keine andere Bank hat es seit der Finanzkrise im Jahr 2008 geschafft, so viele Ärgernisse bei den Konsumenten zu erzeugen. Die Geschäftspolitik der Deutschen Bank AG, insbesondere durch das skandalöse Verhalten vom Topmanagement, wurde dabei immer wieder als unmoralisch und unethisch bezeichnet. Allerdings sind es nicht alleine die Skandale, die das Image der Deutschen Bank AG in Mitleidenschaft gezogen haben. Vielmehr ist es die Tatsache, dass das Institut über Jahre hinweg immer wieder Negativ-Schlagzeilen in der Medienwelt produziert hat – von der „Peanuts“-Aussage Josef Ackermanns bis hin zum Verdacht der Steuerhinterziehung.11

Um diesem schlechten Ruf entgegenzuwirken, fing die Deutsche Bank AG nun in einem ersten Schritt damit an wichtige Schlüsselpositionen in Sachen Recht und Unternehmensführung neu zu besetzen und ihre bestehenden Corporate Governance-Strukturen durch den Ausruf eines Kulturwandels zu überarbeiten.12

Dieser Kulturwandel beinhaltet insbesondere eine Überarbeitung der bestehenden Corporate Governance-Strategie und die Einführung wichtiger Maßnahmen zur Sicherung eines nachhaltigen Bankgeschäftes. Die neuen Corporate Governance-Strukturen basieren dabei auf vier wichtigen Säulen: Gute Beziehungen zu den Aktionären, eine effektive Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat, ein leistungsorientiertes Vergütungssystem für Führungskräfte und Mitarbeiter, sowie eine transparente und frühzeitige Rechnungslegung. Die wesentlichen Grundlagen hierfür bilden vor allem das deutsche Aktiengesetz und der Deutsche Corporate Governance-Kodex, der internationale und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung enthält.13

[...]


1 Johnson 2016

2 vgl. Welge und Eulerich 2014, S. 1

3 vgl. Hommelhoff et al. 2009, S. 4–6

4 Balling et al. 1998

5 vgl. Rosen 2001, S. 283–287

6 vgl. ausführtlich Wieland 2007

7 vgl. Köke 2002, 1ff.

8 vgl. Mallin 2016, S. 252–255

9 Bundesministerium der Finanzen 2009, vgl.

10 vgl. ausführlich Deutsche Bank AG 2016

11 vgl. Reidel 2013

12 vgl. Reuters-Redaktion 2016

13 vgl. Deutsche Bank AG 2017

Details

Seiten
13
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668867833
ISBN (Buch)
9783668867840
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v455675
Institution / Hochschule
International School Of Management, Standort Frankfurt
Note
1,0
Schlagworte
begriff corporate governance deutschen bank

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