Lade Inhalt...

Das Kapitel "Alle Tiere sind gleich“ aus Peter Singers "Befreiung der Tiere“. Eine kritische Analyse

Essay 2014 10 Seiten

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Bearbeitung des 1. Kapitels „Alle Tiere sind gleich“

Zusammenfassung

Kritik

Schlusswort

Literaturverzeichnis

Eigenständigkeitserklärung

Einleitung

Das erste Kapitel aus Peter Singers Werk „Befreiung der Tiere“ lautet „Alle Tiere sind gleich“ und wird in diesem Essay folgendermaßen behandelt: Zunächst werden die wichtigsten Thesen vorgestellt und somit wird ein Überblick über die Grundgedanken von Singer geliefert, anschließend werden Kritikpunkte an seiner Argumentation dargestellt und im Schlusswort wird noch einmal das Wichtigste zusammengefasst.

Bearbeitung des 1. Kapitels „Alle Tiere sind gleich“

Zusammenfassung

Das Kapitel „Alle Tiere sind gleich“ aus Peter Singers Werk „Befreiung der Tiere“ beginnt damit, dass die Überlegung Tiere hätten Rechte einst eine parodistische Schrift von Thomas Taylor auf Mary Wollstonecrafts „Vidication of the Rights of woman“ war. Taylor wollte die Begründung von Wollstonecraft widerlegen, indem er zeigt, dass man ihre Argumente genauso gut auf Tiere beziehen kann und diese hätten natürlich auch keine Rechte (Vgl. Singer 1982: S.20). Anschließend geht Singer auf die Gleichstellung der Frau ein, er erläutert, dass diese dem Mann sehr ähnlich ist und deshalb ähnliche Rechte erforderlich sind. Er nennt als Beispiel, dass sowohl Mann als auch Frau die Idee des Stimmrechts kennen, ein Tier dagegen tut dies aber nicht. Es unterscheidet sich also vom Menschen und soll folglich nicht dieselben Rechte haben. Dieses Argument entkräftet Singer mit der Erklärung, dass es für einen Mann unmöglich ist abtreiben zu können, weshalb es auch kein Recht von ihm sein kann. Dasselbe gilt für das Stimmrecht vom Hund: Es ist absurd, denn er kann nicht wählen (Vgl. Singer 1982: S.21).

Um zu zeigen, warum es unsinnig ist für die Gleichberechtigung von Farbigen und Frauen zu sein, aber gegen die Gleichberechtigung von Tieren, erklärt Singer nun, was gegen Rassismus und Sexismus spricht: Das Argument, dass alle Menschen unabhängig von Rasse und Geschlecht gleich sind, stimmt praktisch so nicht, denn es gibt sowohl optische Unterschiede, als auch Unterschiede in den Fähigkeiten der Menschen. Für Singer ist Gleichheit also keine Grundlage für Gleichberechtigung. Ein weiterer Punkt ist, dass es nicht bewiesen ist inwieweit bestimmte Fähigkeiten von Rasse und Geschlecht abhängig sind. Dies spielt allerdings auch überhaupt keine Rolle, denn Fähigkeiten sollten irrelevant für Gleichberechtigung sein (Vgl. Singer 1982: S.23/24). Singer ist nämlich der Meinung, dass unabhängig davon wer der andere ist und welche Interessen er besitzt, man diese berücksichtigen muss. Dieses Prinzip gilt auch für Tiere, da Speziezismus abgelehnt werden soll (Vgl. Singer 1982: S.25). Hierbei handelt es sich um „(...) ein Vorurteil oder eine Befangenheit gegenüber den Interessen von Mitgliedern der eigenen Spezies gerichtet gegen die Interessen der Mitglieder anderer Spezies.“ (Singer 1982: S.25). Daher soll man das Prinzip der Gleichheit folglich auch auf die Spezies der Tiere ausdehnen (Vgl. Singer 1982: S.25). Anschließend führt Singer ein Zitat von Jeremy Bentham ein: „Die Frage ist nicht: können sie verständig denken? Oder können sie sprechen? Sondern: können sie leiden?“ (Singer 1982: S.27). Die Fähigkeit Leid und Freude empfinden zu können ist also die Bedingung dafür, dass ein Lebewesen Interessen hat und diese berücksichtigt werden müssen. Leid ist somit das Kriterium für Gleichberechtigung (Vgl. Singer 1982: S.28). Man könnte jedoch die Interessen von Tieren vernachlässigen, wenn man davon ausgeht sie spüren kein Leid (Vgl. Singer 1982: S.28). Singer geht nun darauf ein, dass das Gegenteil der Fall ist, jedoch reicht es hier zusammenfassend zu sagen, dass es keinen wissenschaftlichen oder philosophischen Grund gibt, weshalb Tiere nicht leiden können sollten (Vgl. Singer 1982: S.29/34). Dies dürfte für den Leser nachvollziehbar sein.

Der nächste Abschnitt handelt von Tierversuchen. Will man diese rechtfertigen indem man sagt, dass Tiere, anders als Menschen, erst unmittelbar in der Situation leiden, wäre es auch legitim Säuglinge und geistig behinderte Menschen dafür zu verwenden, da diesen im Vorfeld auch nicht bewusst ist was auf sie zukommt (Vgl. Singer 1982: S. 35). Die geistigen Fähigkeiten eines gesunden erwachsenen Menschen sind zwar denen von Tieren überlegen, jedoch muss ein Tier deshalb auch mehr leiden, weil es bestimmte Situationen nicht versteht, während man sie dem Menschen erklären kann (Vgl. Singer 1982: S.36).

Danach kommt Singer auf die Tötung von Tieren zu sprechen. Die meisten Menschen sind zwar bereit Tiere zu töten, Menschen jedoch nicht. Sie handeln also nach der „Heiligkeit des menschlichen Lebens“ (Singer 1982: S.37) und sind somit Speziezisten (Vgl. Singer 1982: S.37). Als Beispiel nennt Singer hier, dass man ein geistig behindertes Kind nur deshalb nicht töten würde, weil es zur Spezies Mensch gehört, Tiere dagegen schon, obwohl es Arten gibt, die dem Kind geistig deutlich überlegen sind (Vgl. Singer 1982: S.38). Man könnte folgern, dass gewisse Tierarten ein Recht auf Leben haben, während geistig Zurückgebliebene dies nicht haben. Durch die Erklärung wird zwar Speziezismus vermieden, jedoch ist sie trotzdem nicht befriedigend. Im Folgenden wird der Einfluss der geistigen Fähigkeiten auf Schmerzen und Töten vorgestellt: Als Beispiel hat man einen gesunden Menschen und einen geistig behinderten vor sich.

[...]

Details

Seiten
10
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668879294
ISBN (Buch)
9783668879300
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v456092
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,7
Schlagworte
kapitel alle tiere peter singers befreiung eine analyse

Teilen

Zurück

Titel: Das Kapitel "Alle Tiere sind gleich“ aus Peter Singers "Befreiung der Tiere“. Eine kritische Analyse