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Richtig Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten

Vorlage, Beispiel 2017 4 Seiten

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Leseprobe

Zielsetzung

Zitieren

Das wissenschaftliche Arbeiten erfordert Genauigkeit, präzise Angaben und literarische Nachweise. Das Zitieren ist daher wesentlicher Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit und dient sowohl dem Verfasser einer Arbeit oder eines Referates als auch dem Leser oder Hörer als Möglichkeit zur Überprüfung der Korrektheit oder Vollständigkeit der inhaltlichen Auseinandersetzung mit einem Thema. Als Zitat bezeichnet man die direkte oder indirekte Übernahme fremden Gedankenguts aus einem anderen Werk. Da es das Ziel einer wissenschaftlichen Arbeit ist, mit Hilfe bereits vorhandener Literatur einen (neuen) Ansatz oder eine These darzustellen und möglicherweise zu hinterfragen, sind entsprechende Zitate erforderlich und erwünscht. Diese sind unbedingt immer sachgemäß zu belegen. Viele Studierende, die gerade mit dem Studium begonnen haben, denken möglicherweise, dass sie in einer wissenschaftlichen Arbeit zu völlig neuen Ergebnissen gelangen müssen. Dies ist im Studium jedoch nicht das primäre Ziel des wissenschaftlichen Arbeitens, sondern vielmehr die kritische Auseinandersetzung mit bereits vorhandener Literatur. Daher sind präzise Zitationen unbedingt notwendig, um überprüfbar zu sein. Um das zu gewährleisten, wird jedes Zitat mit einem eindeutigen, genauen und einheitlichen Literaturnachweis versehen, das heißt, innerhalb einer Arbeit darf die Zitationsweise nicht variieren. In der Philosophie sind zwar verschiedene Zitationsweisen anerkannt, jedoch sollte man immer in Rücksprache mit dem Dozierenden stehen, sofern dieser oder diese besondere Vorstellung hat.

Inhalte

Das direkte Zitat

Ein direktes Zitat ist die wortwörtliche Übernahme fremden Gedankenguts innerhalb des eigenen Textes. Als Verfasser ist man dazu aufgerufen, jede Übernahme fremden Gedankenguts ausreichend kenntlich zu machen, so auch beim direkten Zitat. Im Folgenden wird dargelegt, wie Sie eine solche direkte Zitierweise vornehmen können. Wie oben schon erwähnt, gibt es diverse Möglichkeiten zu zitieren. Welche in Ihrem Fall die richtige Zitierweise ist, bleibt mit dem Dozierenden abzuklären. Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung des formalen Umgangs mit Zitaten. Somit ist deren Inhalt zunächst zweitrangig und beliebig austauschbar.

a) „Neben der wörtlichen Übernahme fremden Gedankenguts in Form eines direkten Zitats können fremde Inhalte auch sinngemäß und zusammengefasst wiedergegeben werden. Auf ein entsprechendes indirektes Zitat wird mit dem Hinweis ‚Vergleiche‘ hingewiesen.“1

- Die Anführungszeichen MÜSSEN bei einem direkten Zitat immer zu Beginn und am Ende der wörtlichen Übernahme fremden Gedankenguts, z.B. übernommener Sätze und Formulierungen, eingesetzt werden. So macht der Verfasser deutlich, dass alles, was innerhalb der Anführungszeichen steht, kein eigenes Gedankengut ist. Die Fußnote am Ende ist der direkte Verweis auf die entsprechende Literaturangabe im Fußnotenapparat, derer das Zitat entnommen ist. Bei direkten Zitaten muss IMMER die genaue Seitenzahl angehängt werden.

b) „Neben der wörtliche Übernahme fremden Gedankenguts in Form eines direkten Zitats können fremde Inhalte auch sinngemäß und zusammengefasst wiedergegeben werden. Auf ein entsprechendes indirektes Zitat wird mit dem Hinweis ‚Vergleiche‘ hingewiesen“2, worauf ebenso xy verweist.3

- In diesem Fall wurde das direkte Zitat wie oben mit Anführungszeichen versehen, anders als in Beispiel a) endet der Satz nach dem direkten Zitat nicht mit einem Punkt, sondern es schließt sich ein Nebensatz mit einem weiteren Verfasser an, der wiederum durch eine Fußnote gekennzeichnet ist. Fußnoten müssen also nicht immer am Satzende stehen, sie können auch mitten im Satz Verwendung finden.

c) „Neben der wörtliche Übernahme fremden Gedankenguts in Form eines direkten Zitats können fremde Inhalte auch sinngemäß und zusammengefasst wiedergegeben werden. Auf ein [...] indirektes Zitat wird mit [...] ‚Vergleiche‘ hingewiesen.“

- Die eckigen Klammern mit drei Punkten zeigen eine Auslassung an. Der Leser wird also darauf hingewiesen, dass es sich nach wie vor um die direkte Übernahme fremden Gedankenguts handelt, der Verfasser jedoch beispielsweise aus grammatikalischen oder inhaltlichen Gründen Teile des direkten Zitates weggelassen hat.

Das indirekte Zitat

Es handelt sich bei einem indirekten Zitat um eine sinngemäße, in eigenen Worten zusammengefasste oder paraphrasierte Übernahme fremden Gedankenguts. Wenn Sie in Ihrem eigenen Text gezielt Bezug auf ausgewählte Phrasen oder Gedankengänge anderer nehmen, gilt dies als indirektes Zitat und muss kenntlich gemacht werden.

Balzert unterscheidet in seinem Werk zum wissenschaftlichen Arbeiten zwischen einem direkten Zitat und einem indirekten Zitat. Das direkte Zitat ist seiner Ansicht nach dadurch gekennzeichnet, dass der Verfasser Gedankengut eines anderen Autors wörtlich übernimmt, während ein indirektes Zitat lediglich durch einen Hinweis ‚Vergleiche‘, gekennzeichnet ist.4

- Das indirekte Zitat wird nach Beendigung mit einer Fußnote versehen (s.o.). Genauso wie bei dem direkten Zitat werden auch die Seitenzahlen des Originals mit dem Kürzel ,Vgl.‘ in der Fußnote angegeben, sodass der Leser nachprüfen kann, wie das indirekte Zitat entstanden ist. Anders als bei dem direkten Zitat gibt es beim indirekten Zitat KEINE Anführungszeichen. Dennoch muss durch den Einsatz von Fußnoten genau belegt werden, an welchen Stellen man als Verfasser Sekundärliteratur paraphrasiert hat. Die Fußnoten können am Ende der paraphrasierten Sinneinheit oder am Ende eines Satzes bzw. Absatzes stehen. Die Platzierung der Fußnoten sollte aber in jedem Fall so gewählt sein, dass die genaue Bezugnahme für den Leser unmissverständlich ist.

[...]


1 Balzert, 2008, S. 102.

2 Balzert, 2008, S. 102.

3 Vgl. xy.

4 Vgl. Balzert, 2008, S. 102.

Details

Seiten
4
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668927209
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v463053
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
3,0
Schlagworte
richtig zitieren arbeiten

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Titel: Richtig Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten