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Historische Befangenheit und kritische Neu(er-)findung. Die historische Semantik des Postmaterialismus und das 21. Jahrhundert

Hausarbeit 2017 26 Seiten

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einführung und Problemdarstellung

II. Historische Semantik und Postmaterialismus

III. Strukturwandel, Popkultur und Individualisierung

IV. Das Kind einer toten Schönheit

V. Schlussbetrachtung und Ausblick

VI. Anhang
-Abbildung 1: Titelblatt des Spiegels Nr. 37/1980
-Abbildung 2: Titelblatt des Spiegels Nr. 16/1978
-Abbildung 3: Titelblatt des Spiegels Nr. 13/1980
-Abbildung 4: Titelblatt des Spiegels Nr. 35 /1979
-Abbildung 5: Titelblatt des Spiegels Nr. 4/1978
-Abbildung 6: Zuzüge von Aussiedlerinnen und Aussiedlern
-Abbildung 7: Auszug aus dem Leitartikel der Ausgabe des Spiegels Nr. 16/1978
-Abbildung 8: Beschäftigte Arbeitnehmer in Westdeutschlands Industrie in Millionen (1977)
-Abbildung 9: Entwicklung der Anteile reiner Materialisten, reiner Postmaterialisten und deren Mischtypen in Deutschland zwischen 1980 und 2014

VII. Quellen und Literaturverzeichnis
A. Quellenverzeichnis
B. Literaturverzeichnis

VIII. Abbildungsverzeichnis

I. Einführung und Problemdarstellung

Folgt man der rezenten historischen Forschung, so haben die westlichen Gesellscha7en in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Transi<on von industriellen zu pos<ndustriellen, von modernen zu postmodernen und eben auch von materiellen zu postmateriellen Gesellscha7en erfahren. In dieser kulturellen und strukturellen Phase des Wandels entstanden und definiert, dient der Postmaterialismus -Begriff seit jeher der Poli<kwissenscha7 und seinen Nachbardisziplinen als Erklärungsmuster und Anhaltspunkt für neue, weltweit au7retende gesellscha7liche Phänomene in Gesellscha7, Poli<k, Kultur und Wirtscha7.

„Dieses Neues [gemeint ist der Postmaterialismus] ist [jedoch] nicht kausal aus dem Materialismus ableitbar.“1 Was Roland Benedikter dem Postmaterialismus im siebten Band der von ihm herausgegebenen Reihe Postmaterialismus abspricht, nämlich die Kausalität zum Materialismus, wird jedoch vom Begriff selbst anders ausgelegt. Die Bezeichnung Post materialismus suggeriert eine vom Materialismus ausgehende Abhängigkeit dieses Phänomens und weist somit kein eigenständiges Erscheinungsbild auf. Von einer sprachwissenscha7lichen Sichtweise aus gesehen bildet das lateinische Präfix post (dt. nach, hinten) einen direkten Bezug zum folgenden Nomen, in diesem Fall zum Subjekt Materialismus. Falls man sich die Bedeutung und die einhergehenden Konsequenzen dieser Vorsilbe auf den ersten Blick nicht erschließen kann, so sollte es jedoch spätestens infolge eines zweiten Blickes passieren. Durch das Präfix Post- wird dem Begriff Postmaterialismus nämlich eine bes<mmte Seman<k aufgedrängt. So wird aus dem Postmaterialismus in erster Linie das, was nach dem Materialismus kommt. Es ist wohl nicht gewagt zu sagen, dass diese Defini<on des heute so zentral gewordenen Begriffes mit schlicht und ergreifend unzulänglich ist. Und doch wird eben jener auch noch in der neueren Forschung - über 40 Jahre nach seiner Entwicklung - o7mals kri<klos und der Komplexität des dahinter steckenden Konzeptes verschuldet, unbegründet übernommen und angeführt. Es mangelt nicht an Publika<onen, welche Kri<k an der von Ronald Inglehart aufgestellten Theorie des genera<onellen Wertewandels ausüben.2 Jedoch zeigen die wenigsten dieser Kri<kpunkte eine substan<elle Auseinandersetzung mit der Begrifflichkeit der Theorie auf und das obwohl die neuere Forschung immer mehr zu der Erkenntnis kommt, dass dieses Konzept des Wertewandels nach Inglehart nicht mehr deckungsgleich mit den rezenten gesellscha7lichen Entwicklungen ist und somit eine Revidierung verlangt.3

Angelehnt an den geschichtswissenscha7lichen Ansatz der historischen Seman<k von Begriffen soll untersucht werden, inwieweit der Postmaterialismus -Begriff von seinem historischen Entstehungskontext bedingt wurde und in diesem nach wie vor zu verorten ist. So wird in der Arbeit davon ausgegangen, nach dem Muster diskursgeschichtlicher Methodenarbeit, dass Begriffe Träger und Transmieer von Ideen des umgebenden zeitgenössischen Kontextes sind und nur bedingt losgelöst von diesem betrachtet werden können. Ausgehend von Ronald F. Ingleharts Theorie der „Silent Revolu<on” soll dargelegt werden, wie der Postmaterialismus-Begriff der 1970er Jahre definiert wurde und wie sich jener an die poli<sche und kulturelle Landscha7 dieser Umbruchphase anschmiegt. Diese Arbeit zielt in keiner Weise darauf ab eine norma<ve Abhandlung über den Postmaterialismus zu erarbeiten, diesen zu messen oder seine Existenz zu be- oder widerlegen. Im Fokus der Kri<k steht ebenfalls nicht Ronald Inglehart und seine in den 1970er Jahren entwickelte Theorie des genera<onellen Wertewandels. Vielmehr soll anhand des Postmaterialismus -Begriffes eine Reflexion stasinden, die sich der konzeptuellen Ebene dieses Terminus widmet. In einer zweiten Arbeitsphase soll mithilfe der aktuellen Postmaterialismus-Kontroverse verdeutlicht werden wo die Schwächen dieser ersten Defini<on liegen, welche alterna<ve Defini<onen und Konzepte für diesen Begriff in Betracht gezogen werden können und inwieweit der Ansatz des Postmaterialismus, so wie er im 20. Jahrhundert formuliert wurde, überholt ist. In einem drieen und abschließenden Arbeitsschrie wird dann versucht, neue Tendenzen der Forschung und aktuelle Kontroversen um den Postmaterialismus -Begriff anzureißen, um somit dessen zeitgeschichtliche Relevanz hervorzuheben.

II. Historische Semantik und Postmaterialismus

In der Einführung wurde darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei dieser Arbeit vornehmlich um eine Begriffsstudie handeln soll. Dies bedeutet im genaueren, dass sich die vorliegende Studie grundsätzlich um einen Begriff herum zusammensetzen wird, deren Dreh- und Angelpunkt dieser bildet. Arbeiten dieser Art und Weise bilden in den Sozial- und Geisteswissenscha7en eher die Ausnahme, da die zugrunde liegende Methodik noch jung, ihr Bekanntheitsgrad in vielen Bereichen der Wissenscha7 noch klein ist und das Vorhaben meist sehr gewagt sein kann. Die genannte Methode, die historische Seman<k, geht davon aus, dass Begriffe in bes<mmten Kontexten bes<mmte Bedeutungen verinnerlichen und im Verlauf der Zeit einen Bedeutungswandel erleben können.4

Rheinhart Koselleck versteht den Begriff als Hyponym5 „[…] zu Wort, der Begriff ist dann nichts anderes als ein Wort besonderer historischer Bedeutung.”6 Weiter wird angeführt, dass die Besonderheit von Begriffen, im Gegensatz zu Worten, in ihrer Mehrdeu<gkeit liegt. Begriffe sind hinsichtlich dessen relevant und können für wissenscha7 liche Arbeiten zweckdienlich sein, da „im Begriff […] Bedeutung und Bedeutetes insofern zusammen[fallen], als die Mannigfal<gkeit geschichtlicher Wirklichkeit in die Mehrdeu<gkeit eines Wortes so eingeht, dass sie nur in dem einen Wort ihren Sinn erhält […]”7. Summa sumarum vereint ein Begriff demnach „[…] die Vielfalt geschichtlicher Erfahrung und eine Summe von theore<schen und prak<schen Sachbezügen in einem Zusammenhang, der als solcher nur durch den Begriff gegeben ist und wirklich erfahrbar wird.”8

Es wäre hinsichtlich dieser Anführungen also angebracht, einen solchen Begriff wie eben auch den des Postmaterialismus nicht losgelöst von seinem Entstehungskontext zu betrachten. Besonders wenn man davon ausgehen kann, dass konzeptuelle Schwerpunkte und historisch bedingte Umstände mit in den Begriff einfließen. Es wird im Verlauf der Arbeit dann zu klären sein, ob man auch den Postmaterialismus -Begriff als einen solchen historischen Grundbegriff bezeichnen kann. Seine zeitgenössische Relevanz kann man dem Postmaterialismus, angesichts der großen Zahl an Publika<on, jedenfalls nicht absprechen. Es bietet sich also förmlich an diesen durch den Blickwinkel der Methode der historischen Seman<k zu betrachten und ihn somit als historisch vorbelastet anzuerkennen. Denn die Begriffsgeschichte beschränkt sich nicht nur auf die Iden<fizierung von den sogenannten geschichtlichen Grundbegriffen, sondern macht auch darauf aufmerksam, dass

zum Konzept der geschichtlichen Grundbegriffe [nicht nur] das Bewusstsein der Gewordenheit, sondern auch der Vergänglichkeit von Grundbegriffen, die sich ankündigt, wenn ein Wort nicht mehr fähig ist, die anfallende Erfahrungen hinreichend zu bündeln und mit den anstehenden Erwartungen auf einen gemeinsamen Begriff zu bringen.9

Und genau hier grei7 das wesentliche Anliegen der Arbeit wieder. Denn eben dieses Problem hat die Forschung für den Postmaterialismus und sein innewohnendes Konzept festmachen können. Die ursprünglich von Inglehart aufgestellte Theorie ist in vielen Punkten nicht mehr an die aktuellen empirischen Daten heranzuführen. Nun da die Differenz zwischen Theorie und Empirie droht immer größer zu werden, muss diese Begrifflichkeit 'neu erfunden' werden. Führt man sich nun die gegenwär<gen begrifflichen Probleme vor Augen, die den Postmaterialismus immer stärker in den Fokus der Kri<k rücken, dann liegt es nahe, dass der Begriff nicht mehr deckungsgleich mit den aktuellen Entwicklungen ist, dieser also in seiner gegenwär<gen Defini<on nicht mehr ausreichend sein kann.10 Die neuere Forschung spricht sogar von einer Koexistenz einer Vielzahl von interpretatorischen Teil-Ansätzen, die ein wesentliches Merkmal der Komplexität des gegenwär<gen Postmaterialismus -Begriffes sind.11 Ein neuer Begriff müsse demnach versuchen, alle Teilaspekte dieses komplexen Vorganges in sich aufzunehmen.

Interessanterweise führt Roland Benedikter an, dass der Postmaterialismus -Begriff viel älter ist und somit „postmaterielles” Gedankengut schon viel früher, nämlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts, aufgekommen sei, weitaus früher als es sogar im Rahmen dieser Arbeit angenommen wurde.12 Nach dieser ersten postmaterialis<schen Strömung wurde der Begriff im Zuge des Aufschwungs des Faschismus und Sozialismus entwertet und geriet in Vergessenheit. Es sollte dann die globale Konstella<on der 1970er Jahre sein, welche ein erneutes Au|ommen des Postmaterialismus -Begriffes herbeirief, welche sich dahingehend bis in die Gegenwart zu einem „[…] etablierten Strom in der westlichen Kultur”13 entwickelte. Vor dem Hintergrund dieser Anführungen soll nun im weiteren Verlauf der Arbeit der Postmaterialismus -Begriff in seinem eigentlichen Enstehungskontext verortet werden, um so gegebenenfalls darzulegen ob der Begriff eine historische Seman<k aufzeigt und welche mögliche Konsequenzen dies auf dessen Benutzung hat. Der erkenntnistheore<sche Mehrwert würde dahingehend darin bestehen, dass wenn der Postmaterialismus -Begriff tatsächlich eine historisch gewachsene En<tät darstelle, er somit eine einmalige Perspek<ve auf die genuinen Zustände der 1970er Jahre ermöglichen würde. Ist dies der Fall, wäre eine Jus<erung des Begriffes an den gegenwär<gen Kontext unabdinglich.

III. Strukturwandel, Popkultur und Individualisierung

Wenn wir uns mit dem Begriff des Postmaterialismus auseinandersetzen und dessen Entstehungskontext verstehen wollen, so müssen wir uns die Verfassung der sogenannten westlichen Industriegesellscha7en ansehen, in denen dieser Wertewandel staegefunden haben soll. Was Roland Benedikter paradox nennt, ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil der Vorarbeit die geleistet werden muss, um den Begriff historisch und geographisch einordnen zu können.14 Dahingehend wird dieses Kapitel versuchen, die Ausgangssitua<on dieses gesellscha7lichen Wertewandels nachzuzeichnen, um so ein möglichst komprimiertes Verständnis über die westlichen Gesellscha7en in den 1970er Jahren anzueignen. Es wird angenommen, dass dieser historischer Hintergrund die konzeptuelle Ebene des von Ingleharts entwickelten Postmaterialismus -Begriffes entscheidend beeinflusst hat.

In seiner 1977 erschienenen Monographie „The Silent Revolu<on”15 geht Ronald Inglehart davon aus, dass es in westlichen Gesellscha7en einen Wandel von „[…] an overwhelming emphasis on material well-being and physical security toward greater emphasis on the quality of life”16 gekommen ist. Man erlebe, so Inglehart, eine Zeit gezeichnet durch „[…] a decline in the importance of issues that reflect the sa<sfac<on system of industrial society; ideology, ethnicity, life-style, and son on may assume greater importance.“17 Das wesentliche Charakteris<kum dieser neuen Akzentuierung ist, Ingleharts Auffassung folgend, die prinzipielle Ablehnung des Materialis<schen. Diesen Wandel vermutet Inglehart jedoch nicht für die ganze Welt. Er begrenzt ihn auf vornehmlich westliche Industriegesellscha7en indem er davon ausgeht, dass Schwellen- und Drieweltländern diese Entwicklungen noch bevorstehen.18 Steigende Bildung, Globalisierung und das Au|ommen neuer Massenmedien wie das Fernsehen, der Ans<eg von Auslandsreisen und die Entstehung neuer Berufsgruppen und ganzen Wirtscha7szweigen bilden, so Inglehart, das Fundament dieses Wandels.19 Tatsächlich, die durch die Stahl- und Weltwirtscha7skrise ausgelöste Strukturkrise der 1970er Jahre brachte eine regelrechte Umwälzung der Zustände in Wirtscha7 und Arbeitsmarkt, Weltbild und Kultur mit sich. Es kam zu einer fortschreitenden Auflösung tradi<oneller Gesellscha7sbilder, Auffassungen von einem guten Leben und eine grundsätzliche Neuausrichtung von Wirtscha7s- und Sozialmodellen in ganz Europa.20 Die Einführung des sogenannten Thatcherism im Vereinigten Königreich oder auch die Wirtscha7spoli<k der USA unter Ronald Reagan, auch Reaganomics genannt, zeugen von den Strukturproblemen dieses Jahrzehnts der Überforderung. Die Antwort der Poli<k auf den Strukturwandel sind indes nicht nur Zeugen des sich anbahnenden Umbruchs gewesen, vielmehr noch ermöglichen sie Einblicke in die Erwartungen und den allgemeinen Zukun7spessimismus der Zeitgenossen.

Die 1970er Jahre sind in kultureller Hinsicht eine Zeit geprägt von den Nachwirkungen der 1968er-Bewegungen und der zunehmenden Individualisierung der Gesellscha7. Die En~esselung des Individuums mitunter durch den Konsum von Drogen und der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit mieels auffallender und unkonven<oneller Kleidung sind nur einige der kulturellen Begleiterscheinungen des Wertewandels diese Jahrzehnts, mit welchen sich die Gesellscha7 konfron<ert sah.21 Durch die in den 1950er Jahren von der Bundesregierung gestartete Anwerbung von ausländischen Gastarbeitern, um dem in der BRD anwachsenden Arbeitskrä7emangel entgegenzuwirken, führte zur langwierigen Ansiedlung bis dato nicht vorhandener Bevölkerungsgruppen aus Ost- und Südosteuropa, als auch der Türkei. Bis zum Anwerbestopp im Jahr 1973 erreichte die Zahl der beschä7igten Ausländer eine Höchstzahl von über 4 Millionen Menschen.22 Darüber hinaus bewirkte dies die Zunahme einer Vielzahl von neuen kulturellen Einflüssen innerhalb der Bevölkerung der BRD.23 Ulrich Herbert verortet innerhalb dieser Zeit der Krise und des Strukturwandels ebenfalls die Entstehung eines „alterna<ven Milieus”24, welches er als „[…] fluide, ohne feste Konturen, an<hierarchisch, durch Beliebigkeit und krea<ve Unprofessionalität gekennzeichnet.”25 Im Gegensatz zu Inglehart führt Herbert dies aber nicht nur auf die wirtscha7liche Lage dieser Gesellscha7en zurück.

In poli<scher und wirtscha7licher Hinsicht präsen<ert sich das Jahrzehnt der 1970er durchaus von einer anderen Seite. Ulrich Herbert folgend, „[…] dauerte es nicht einmal ein Jahr, bis die fortschriesgewisse Euphorie des Jahres 1972 sich in Zweifel und Krisenempfinden verwandelt haee.”26 Diese Euphorie wurde abgelöst durch die immer stärker au7retende strukturelle Ermüdung der klassischen Industrie und dem einhergehenden Niedergang der Industriegesellscha7. Vor allem aber stellten die 1970er eine Herausforderung für die Poli<k dar, da diese „[…] mit kurzfris<gem Krisenmanagement auf Entwicklungen reagieren [musste], die sie nicht erwartet haee und auf die es im Erfahrungsschatz der vergangenen achtzig Jahre keine Antworten gab.”27 Der noch im Rausch des Wirtscha7sbooms gefeierte technologische Fortschrie wurde auf einmal Sinnbild für den Zukun7spessimismus und die Angst vor einer Konkurrenz der Technologie auf dem Arbeitsmarkt:

[...]


1 Zi<ert nach Benedikter, Roland: Das Dämmern des postmaterialis<schen Weltbildes. Konturen eines neuen Denkens in Kultur, Wirtscha7, Wissenscha7 und Gesellscha7. Versuch einer Zusammenfassung - mieen im Fluss, in: Ders. (Hrsg.): Perspek<ven postmaterialis<schen Denkens (Postmaterialismus, Bd. 7), S. 22. Im folgenden zi<ert als Benedikter: Das Dämmern des postmaterialis<schen Weltbildes.

2 Vgl. dazu Bürklin, Wilhelm P. / Klein, Markus / Ruß, Achim: Postmaterieller oder anthropozentrischer Wertewandel? – Eine Erwiderung auf Ronald Inglehart und Hans-Dieter Klingemann, Poli<sche Vierteljahresschri7 3 (1996) , S. 517–536.

3 Vgl. Wilensky, Harold L.: Pos<ndustrialism and Postmaterialism? A Cri<cal View of the „New Economy“, the „Informa<on Age“, the High Tech Society“, and all That, Berlin 2003 (Discussion Papers / Wissenscha7szentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt Arbeit, Sozialstruktur und Sozialstaat, Abteilung Ungleichheit und soziale Integra<on 2003-201), S. 1. Im folgenden zi<ert als Wilensky: Pos<ndustrialism and Postmaterialism.

4 Zwischen 1972 & 1997 wurde dahingehend unter der Leitung von Oeo Brunner, Werner Conze und Rheinhart Koselleck ein begriffgeschichtliches Handwörterbuch zusammengetragen. Geschichtliche Grundbegriffe: Historisches Lexikon zur poli?sch-sozialen Sprache in Deutschland vereint in acht Bänden ein Repertorium zentraler poli<sch-sozialer Begriffe in- und außerhalb ihres Entstehungskontextes.

5 Im Duden wird Hyponym wie folgt definiert: „untergeordneter Begriff, Unterbegriff (z.   B. Vogel, Hund gegenüber Tier)”; Vgl. „Hyponym” auf Duden online. URL: hep://www.duden.de/rechtschreibung/Hyponym (Abrufdatum: 04.09.2017).

6 Zi<ert nach Müller, Ernst / Schmieder, Falko: Begriffsgeschichte und historische Seman<k. Ein kri<sches Kompendium (suhrkamp taschenbuch wissenscha7 2117), Berlin 2016, S. 297. Im folgenden als Müller / Schmieder: Begriffsgeschichte und historische Seman<k.

7 Zi<ert nach Ibid., S. 297.

8 Zi<ert nach Ibid., S. 297.

9 Zi<ert nach Müller / Schmieder: Begriffsgeschichte und historische Seman<k, S. 299.

10 Vgl. Benedikter, Roland: Zur Aktualität der Debaee um den „Postmaterialismus”-Begriff, FJSB 3 (2012), S. 9. Im folgenden zi<ert als Benedikter: „Postmaterialismus”-Begriff.

11 Vgl. Ibid., S. 9f.

12 Vgl. Benedikter: „Postmaterialismus“-Begriff., S. 9.

13 Zi<ert nach Ibid., S. 9.

14 Vgl. Ibid., S. 9.

15 Inglehart, Ronald: The Silent Revolu<on. Changing Values and Poli<cal Styles Among Western Publics, New Jersey 1977.

16 Zi<ert nach Inglehart, Ronald: The Silent Revolu<on. Changing Values and Poli<cal Styles Among Western Publics, New Jersey 1977, S. 3. Im folgenden Zi<ert als Inglehart: The Silent Revolu<on.

17 Zi<ert nach Inglehart: The Silent Revolu<on, S. 13.

18 Vgl. Inglehart: The Silent Revolu<on, S. 6-7.

19 Vgl. Ibid., S. 7-8.

20 Vgl. Lutz, Raphael: Arbeitsbiografien und Strukturwandel „nach dem Boom”. Lebensläufe und Berufserfahrungen bri<scher, französischer und westdeutscher Industriearbeiter und -arbeiterinnen von 1970 bis 2000, Geschichte und Gesellscha7 43 (2017), S. 33-34.

21 Vgl. dazu im Anhang die Abbildungen 4 und 5.

22 Vgl. Seifert, Wolgang: Geschichte der Zuwanderung nach Deutschland nach 1950, in: Deutsche Verhätlnisse. Eine Sozialkunde (2012), S. 1, URL: hep://www.bpb.de/poli<k/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine- sozialkunde/138012/geschichte-der-zuwanderung-nach-deutschland-nach-1950?p=0 [abgerufen am 06/09/2017], sowie Herbert, Ulrich: Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert,München 2014, S. 889f. Als auch im Anhang Abbildung 6.

23 Vgl. zu einem allgemeinen Überblick über die Einflüsse des Strukturwandels auf die Gesellscha7 Herbert, Ulrich: Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert, München 2014, S. 903-912. Im folgenden zi<ert als Herbert: Geschichte Deutschlands.

24 Zi<ert nach Herbert: Geschichte Deutschlands, S. 922.

25 Zi<ert nach Ibid., S. 922.

26 Zi<ert nach Herbert: Ibid., S. 887.

27 Zi<ert nach Ibid., S. 887.

Details

Seiten
26
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668910652
ISBN (Buch)
9783668910669
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v463205
Institution / Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg – Seminar für Wissenschaftliche Politik
Note
1,0
Schlagworte
Politik politische Ideengeschichte Postmaterialismus Geschichte Begriffsgeschichte

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Titel: Historische Befangenheit und kritische Neu(er-)findung. Die historische Semantik des Postmaterialismus und das 21. Jahrhundert