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Die Relevanz des erotischen Kapitals auf dem Arbeitsmarkt. Welche Rolle spielt die äußere Erscheinung für das Arbeitsleben?

Hausarbeit 2017 15 Seiten

Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erotisches Kapital auf dem Arbeitsmarkt
2.1 Kapitaltheorie nach Bourdieu
2.2 Erotisches Kapital
2.3 Schönheit
2.4 Auswirkungen erotischen Kapitals auf die Arbeitsmarktchancen
2.4.1 Bewerbungserfolg
2.4.2 Aufstiegschancen
2.4.3 Einkommen
2.4.4 Branchenunterschiede
2.4.5 Geschlechtsspezifische Unterschiede
2.5 Diskriminierung aufgrund von Attraktivität

3. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.“ Diese Redensart hat jeder schon einmal gehört, besonders dann, wenn ein Bewerbungsgespräch bevorsteht. Für den ersten Eindruck einer fremden Person braucht das menschliche Gehirn nur eine Zehntelsekunde. Und dieser Eindruck hält sich lange, wie die US-amerikanischen Psychologen Janine Willis und Alexander Todorov von der Princeton University herausfanden. Ihrer Studie zufolge ändert ein längeres Gespräch mit einer Person den ersten Eindruck nicht. Es festigt oder lockert lediglich das Urteil, das anfangs gefällt wurde (vgl. Willis& Todorov, 2006, S.597) Der erste Eindruck entscheidet als maßgeblich über Sympathie oder Antipathie. In beruflichen Kontext kann diese Zehntelsekunde auch Erfolg oder Misserfolg determinieren. Bei einem Vorstellungsgespräch beispielweise wird immer wieder betont, wie wichtig das Auftreten einer Person ist. Häufig geht es dabei nicht um Wissen oder Kompetenz, sondern schlichtweg um Äußerlichkeiten, wie der passenden Kleidungsfarbe oder dem idealen Nagellack. Eine weitere Determinante des beruflichen Erfolges kann das Aussehen sein. „Ich entspreche nicht dem genormten Schönheitsideal (große Nase, Mini Kinn, stottere leicht) und merke, dass mir dieser Makel auch bei der Berufswahl Probleme macht! Viele [.] Einladungen zu Vorstellungsgesprächen, aber nie eine Übernahme, ich denke, es liegt auf jedenfall [sic] mit an meiner ‚Hässlichkeit‘. [...] Ich lasse mich deshalb demnächst einer Schönheits-OP unterziehen“ (Lilly31, gutefrage.net). Diese Aussage aus einem Online-Forum kann an dieser Stelle exemplarisch gelten für die Benachteiligung unattraktiver Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Die britische Soziologin Catherine Hakim bezeichnet die Vorteile optisch schöner Menschen als „erotisches Kapital“, das sich auch in beruflicher Ebene bezahlt macht. Das erotische Kapital wird in der vorliegenden Arbeit als Erweiterung von Bourdieus Kapitalbegriff und als Kontrast zur Humankapitaltheorie verstanden. Diese Theorien werden im Verlauf des Textes genauer ausgeführt um letztendlich die Wirkungen des hinzugekommenen Feldes des erotischen Kapitals zu verstehen. Zunächst wird der Kapitalbegriff nach Bourdieu als Grundlage näher beleuchtet, worauf eine Definition des Begriffes „erotisches Kapital“ folgt. Dann wird darauf eingegangen, was Schönheit bedeutet, um letztendlich herauszufinden, inwiefern das erotische Kapital den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt erhöhen kann und von welchen Faktoren dies abhängt. Auch die Frage, ob bei der Berücksichtigung von Schönheit auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert wird, soll genauer betrachtet werden.

2. Erotisches Kapital auf dem Arbeitsmarkt

Wie bereits erwähnt, wird in der vorliegenden Arbeit immer wieder Bezug genommen auf die Theorie des erotischen Kapitals nach Hakim. Bevor diese Kapitalart jedoch genauer beschrieben wird, muss als Grundlage die Kapitaltheorie nach Bourdieu genauer erklärt werden.

2.1 Kapitaltheorie nach Bourdieu

Wie bereits erwähnt, wird in der vorliegenden Arbeit immer wieder Bezug genommen auf die Theorie des erotischen Kapitals nach Hakim. Bevor diese Kapitalart jedoch genauer beschrieben wird, muss als Grundlage die Kapitaltheorie nach Bourdieu genauer erklärt werden. Bourdieu zufolge besitzt jedes Individuum soziales, ökonomisches und kulturelles Kapital. Als soziales Kapital versteht Bourdieu das, was im Volksmund „Vitamin B“ genannt wird, also soziale Kontakte, die sich im Laufe des Lebens als nützlich erweisen können. Das ökonomische Kapital umfasst alle Besitztümer, wie Ware, Immobilien oder schlichtweg Geld. Kulturelles Kapital ist beispielweise die Verinnerlichung von Sitten oder ein hoher Bildungsgrad, der auf die Sozialisation durch das Elternhaus und die formale Schulbildung zurückzuführen ist. Zu dieser Kapitalart lässt sich die Humankapitaltheorie einordnen. Die Humankapitaltheorie geht von rational handelnden Individuen aus. Auf den Arbeitsmarkt bezogen heißt dies, dass Personen in Bildung investieren, die ihre berufliche Produktivität steigert, weil sie sich davon in Zukunft finanzielle Profite erwarten (vgl. Smith, 1974). Das kulturelle und das soziale Kapital lassen sich meist direkt in ökonomisches Kapital umwandeln. Wer gut gebildet ist oder die richtigen Beziehungen hat, wird davon wahrscheinlich auch finanziell profitieren (vgl. Bourdieu, 1983). Neben dem ökonomischen, dem sozialen und dem kulturellen Kapital spezifiziert Bourdieu eine vierte Kapitalart genauer, das „körperliche Kapital“. Dieses setzt sich Bourdieu zufolge auf Faktoren wie Stil, Gesundheit oder Talenten zusammen. Ein wesentlicher Bestandteil des körperlichen Kapitals ist die Schönheit. Der Körper spiegelt laut Bourdieu den Klassengeschmack wider (vgl. Bourdieu, 1982, S. 307). Körperbau, Gewicht, Gangart oder Kleidung geben Auskunft über den Habitus und dementsprechend auch über die Position im sozialen Raum. Der Körper ist gewissermaßen Schaustellungsobjekt des akkumulierten Kapitals und kann demzufolge auch dazu dienen, Anerkennung zu bekommen oder zum Erfolg führen (vgl. Gugutzer 2004, S. 67 f.), er ist also auch in andere Kapitalarten konvertierbar. Darüber hinaus merkt Bourdieu aber auch an, dass die Wichtigkeit des körperlichen Kapitals zwischen den Berufsfeldern unterschiedlich ist und von dem erwarteten Nutzen abhängt. Demzufolge wird mehr in körperliches Kapital investiert, wenn Schönheit sich positiv auf die Zugangschancen zu bestimmten Berufen auswirkt (vgl. Bourdieu 1982, S. 328).

Bourdieu zufolge ist Attraktivität also ein Faktor, der die Positionierung eines Individuums im sozialen Raum entscheiden mitbestimmen kann, auch wenn diese Kapitalart in seiner Theorie nur eine nebensächliche Rolle spielt.

2.2 Erotisches Kapital

Die britische Soziologin Catherine Hakim führt die von Bourdieu nebensächlich erwähnte Kapitalart näher aus. In ihrer Theorie spricht sie jedoch vom „erotischen Kapital“ und nicht vom „körperlichen Kapital“. Diese sind sich aber in ihrem Grundverständnis ähnlich, was im Folgenden Textabschnitt deutlich werden soll. Hakim zufolge ist erotisches Kapital „a mixture of physical and social attractiveness“ (Hakim, 2011, S.10). Es verbindet Schönheit, Sex-Appeal, Stilbewusstsein und Charme, wobei die Komponente der Sexualität einer der wesentlichen Bestandteile in Hakims Verständnis des erotischen Kapitals darstellt (vgl. ebd.). Sexualität wird in Bezug auf den Arbeitsmarkt häufig übersehen, da gemeinhin angenommen wird, Sexualität sei nur in privaten Beziehungen zu finden. In der modernen Gesellschaft spielt Sex jedoch grundsätzlich eine größere Rolle. Leute haben mehr Sex mit mehreren unterschiedlichen Partnern. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus (vgl. ebd.). Wenn von einer Bewerberin oder einem Bewerber sexuelle Anziehungskraft ausgeht, dann kann sich diese gegebenenfalls auch auf die Einstellungschancen auswirken, da die Chance auf ein sexuelles Verhältnis womöglich auch den Arbeitgeber bei der Entscheidung beeinflusst.

Hakim zufolge hat das erotische Kapital mehrere Facetten, wobei in allen Ausprägungen die natürliche Schönheit (1) eine wichtige Rolle spielt. (vgl. ebd., S.11). Im Unterschied zur Schönheit, die sich häufig auf das Gesicht beschränkt, ist sexuelle Attraktivität (2) als weiterer wesentlicher Bestandteil erotischen Kapitals auf den Körper, die Bewegungen und das Ver- halten fokussiert. Das dritte Element des erotischen Kapitals ist die soziale Komponente (3). „Grace, charm, social skills in interaction, the ability to make people like you, feel at ease and happy, want to know you and, where relevant, desire you“ (ebd., S.12). Der vierte Bestandteil nach Hakim ist Lebhaftigkeit (4), was eine Mischung aus körperlicher Fitness, Energie und Humor bezeichnet. Menschen, die Lebhaftigkeit ausstrahlen, besitzen häufig eine größere Anziehungskraft auf andere. Auch die Art der Selbstdarstellung (5) wirkt sich auf das erotische Kapital einer Person aus. Entscheidend dabei sind Faktoren wie Kleidung, Make-Up oder Schmuck, die häufig Auskunft über den sozialen Status geben. Hakim zufolge hat erotisches Kapital noch weitere Facetten, die sich jedoch nicht auf den Arbeitsmarkt beziehen lassen und deshalb nicht näher ausgeführt werden, weil sie für die vorliegende Arbeit irrelevant sind. Im Unterschied zu den anderen aufgelisteten Komponenten erotischen Kapitals ist Schönheit etwas, das sich nicht erlernen lässt. Wenn also Schönheit bessere Arbeitschancen mit sich bringt, würde dies auf eine Art Diskriminierung hinweisen. Der Faktor Schönheit soll im weiteren Verlauf dieser Arbeit als wichtigster Bestandteil des „erotischen Kapitals“ nach Hakim im Fokus stehen. Aus diesem Grund wird im nächsten Kapital genauer erläutert, was unter dem abstrakten Begriff Schönheit zu verstehen ist.

2.3 Schönheit

„Schönheit liegt im Auge des Betrachters“, heißt es im Volksmund immer wieder. Für wissenschaftliche Aussagen ist es jedoch unabdingbar, Schönheit zu objektivieren oder es zumindest zu versuchen. In dieser Arbeit wird in diesem Zusammenhang auf den sozialpsychologischen Begriff der „physischen Attraktivität“ zurückgegriffen. Dabei wird einerseits äußerliche Schönheit bei Menschen definiert und andererseits werden die daraus resultierenden interpersonellen Konsequenzen aufgezeigt. Im Bezug auf Schönheit gibt es verschiedene Ebenen, die zu differenzieren sind, wie zum Beispiel in Gesichts- und Figurmerkmale. Außerdem ist eine Unterscheidung zwischen Männern und Frauen notwendig. Frauen werden umso attraktiver eingestuft, je mehr sie den altersspezifischen Merkmalen entsprechen und je wahrscheinlicher ein Reproduktionserfolg von ihnen zu erwarten ist (vgl. Cyrus, 2009, S. 19f.). Das Gesicht gibt dabei in erster Linie Aufschluss über das Alter und die Gesundheit. Aus diesem Grund gilt ein jugendliches Gesicht meist als sehr attraktiv (vgl. ebd., S. 21). Kennzeichnend dafür sind Merkmale wie eine kleine Nase, große Augen und ein kleines Kinn, die zum sogenannten „Kindchenschema“ gezählt werden. Doch auch Reifemerkmale wie etwas exponierte Wangenknochen sind maßgeblich, um dem Schönheitsideal zu entsprechen (vgl. Bierhoff 2006, S.59). Glatte und ebenmäßige Haut korreliert laut verschiedener Studien positiv mit der wahrgenommenen Schönheit (vgl. Cyrus 2009, S.22), weshalb Pflegeprodukte und Make-Up bei der Beurteilung der Attraktivität eine entscheidende Rolle spielen (vgl. Böing 2009, S.282). Auch die Symmetrie der Gesichtshälften kann entscheidend für die wahrgenommene Schönheit entscheidend sein (vgl. Müller& Schuster 2002, S.206). Was die körperliche Attraktivität betrifft, so gilt bei Frauen das richtige Verhältnis von Hüfte zu Taille als besonders schön (vgl. Bierhoff 2006, S.60). Der Wert 0,7 wird dabei am attraktivsten eingestuft, der er den Eindruck von Gesundheit und Jugendlichkeit vermittelt (vgl. ebd.). Auch der Body-Mass-Index (BMI) dient zur Einschätzung körperlicher Schönheit. Bei einem BMI zwischen 19 und 20 gilt dabei als besonders schön, und liegt damit im unteren Normbereich, der von 19 bis 24 reicht. Gemessen am BMI ist Übergewicht bei Frauen einer der häufigsten Gründe für eine negative Bewertung des Körpers (vgl. Hakim 2011, S.287).

Auch bei Männern spielt die Fruchtbarkeit und die Eignung als Vater eine wichtige Rolle bei der Einstufung der Attraktivität (vgl. Cyrus 2009, S.31). Diese Merkmale werden am Gesicht, und am Körper des Mannes ersichtlich. Im Bezug auf das Gesicht gelten ähnlichen Regeln wie bei den Frauen. Auch hier trägt das „Kindchenschema“ zur steigenden Attraktivität bei. Ein großer Augenbereich und ein kleiner Nasenbereich gelten bei Männern als besonders attraktiv. Im Unterschied zu den Frauen verhelfen den Männern jedoch ein kantiges Kinn und markante Augenbrauen zu mehr Schönheit (vgl. Bierhoff 2006: 59). Auch bei den körperlichen Merkmalen gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede. Während bei Frauen die Körpergroße eine untergeordnete Rolle spielt, ist sie bei Männern elementar für die Einschätzung ihrer Attraktivität. Der Großteil der Frauen findet Männer mit mindestens 1,80 Meter am attraktivsten (vgl. Naumann 2006, S.91). Was die Proportionen anbelangt so wird bei Männern die „V-Form“, also breite Schultern und schmale Hüfte am attraktivsten eingestuft.

2.4 Auswirkungen erotischen Kapitals auf die Arbeitsmarktchancen

Beim Blick auf die Konsequenzen erotischen Kapitals auf die Arbeitsmarkterfolge muss zunächst überlegt werden, an welchen Indikatoren Arbeitsmarkterfolg messbar gemacht werden kann. Dabei kristallisieren sich Rücklaufquoten bei Bewerbungen, Aufstiegschancen und das Einkommen als passende Indikatoren heraus.

2.4.1 Bewerbungserfolg

Inwieweit erotisches Kapital mit dem wesentlichen Faktor den physischen Attraktivität Einfluss auf die Bewerbung hat, soll in diesem Kapital geklärt werden. Attraktive Menschen haben um zehn Prozent mehr positive Antworten auf Bewerbungen als weniger attraktive (vgl. Hakim 2011, S.231). Im Gegensatz dazu stellen Aghte, Spörrle und Maner 2011 einen negativen Einfluss von Schönheit auf den Erfolg von Bewerbungen fest. In ihrer Studie sollten sich Probanden in die Rolle eines Personalmanagers versetzen und anhand den ihnen vorgelegten erfundenen Bewerbungen entscheiden, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie diese Bewerber zu einem Gespräch einladen würden. Die Unterlagen beinhalteten Fotos der fiktiven Bewerber, die sich hinsichtlich ihrer Attraktivität stark unterschieden. Dabei kam heraus, dass die Probanden die sehr attraktiven Menschen des anderen Geschlechts und die weniger attraktiveren des eigenen Geschlechts vorziehen würden. Aghte et al. erklärten dies damit, dass attraktive Menschen des eigenen Geschlechts aufgrund von Konkurrenzdenken benachteiligt wurden (vgl. Aghte et al. 2011, S.1044 ff). Hierbei ist jedoch anzumerken, dass bei nachgestellten Bewerbungssituationen die Übertragbarkeit auf die Realität häufig in Frage gestellt werden muss, da durch die Experimentalsituation Verzerrungen entstehen können. Auch Podratz und Dipboye untersuchten 2002 diesen Zusammenhang. In ihrer Studie sollten Studenten Fotos von College-Absolventen auf einer Likert-Skala nach ihrer Attraktivität bewerten und ihnen dann passende Berufe zuordnen. Dabei wurde den sehr attraktiven Menschen mehr Kompetenz zugesprochen als den weniger attraktiven (vgl. Podratz/Dipboye 2002, S.7 ff.).

Aus den aufgeführten Studien lässt sich zusammenfassend ableiten, dass ein hohes erotisches Kapital einen positiven Effekt auf die Rücklaufquote bei Bewerbungen zu haben scheint.

2.4.2 Aufstiegschancen

Nachdem die Relevanz von erotischem Kapital auf die Bewerbung genauer betrachtet wurde, soll nun die physische Attraktivität im Bezug auf die Aufstiegschancen detaillierter untersucht werden.

Eine Langzeitstudie von Sonja Bischoff deutet darauf hin, dass die Attraktivität auch die berufliche Laufbahn beeinflusst. 32 Prozent der Befragten gaben an, dass die der Meinung seien, Schönheit spiele eine wesentliche Rolle in der Karriere. Die äußere Erscheinung ist somit wichtiger als Faktoren wie „Sprachkenntnisse“ und „persönliche Beziehungen“, die im Sinne Bourdieus dem kulturellen und dem sozialen Kapital entsprechen (vgl. Bischoff 2010, S.67 ff.). Eine Leserumfrage der Zeitschrift „Brigitte“ kam zu vergleichbaren Ergebnissen. Die rund 28.000 befragten Frauen gaben an,. dass die Schönheit eine elementare Rolle für den beruflichen Erfolg spiele (vgl. Brigitte 2002, S.6 ff.).

Anderen Studien zufolge bringt Attraktivität nicht nur Vorteile im Bezug auf die berufliche Karriere. Waltraud Posch zeigte 1999, dass besonders schöne Frauen häufig am „glass ceiling“ hängen bleiben, da sie, je höher ihre Position in der Hierarchie ist, als weniger fähig gelten, weiter aufzusteigen (vgl. Posch 1999, S.185).

Folglich kann resümiert werden, dass Schönheit eine deutliche Auswirkung auf die Aufstiegsmöglichkeiten haben kann, physische Attraktivität jedoch auch den beruflichen Erfolg ab einem bestimmten Niveau auszubremsen vermag.

[...]

Details

Seiten
15
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668924406
ISBN (Buch)
9783668924413
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v464107
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München – Soziologie
Note
2,0
Schlagworte
relevanz kapitals arbeitsmarkt welche rolle erscheinung arbeitsleben

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Titel: Die Relevanz des erotischen Kapitals auf dem Arbeitsmarkt. Welche Rolle spielt die äußere Erscheinung für das Arbeitsleben?