Lade Inhalt...

Cannabis in der Medizin. Aktuelle Rechtslage und Erstattungsfähigkeit

Hausarbeit 2018 26 Seiten

Pflegewissenschaft, Ernährung, Sport, Gesundheit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II Abkürzungsverzeichnis

III Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Teil
2.1 Die Pflanze Cannabis
2.2 Medizinisches Cannabis
2.2.1 Geschichte der medizinischen Verwendung von Cannabis
2.2.2 Aktuelle Anwendungsgebiete
2.2.3 Verfügbare Arzneimittel mit Cannabinoiden

3 Rechtliche Situation in Deutschland
3.1 Geschichtlicher Hintergrund des Cannabisverbotes
3.2 Status Quo (Cannabisgesetz)
3.2.1 Betäubungsmittelgesetz
3.2.2 Sozialgesetzbuch V

4 Erstattungsfähigkeit
4.1 Vor der Gesetzesänderung
4.2 Status Quo
4.2.1 Kennzahlen ein Jahr nach in Kraft treten
4.2.2 Kennzahlen der Techniker Krankenkasse

5 Fazit

IV Literaturverzeichnis

II Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

III Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Anteil der genehmigten Anträge für medizinisches Cannabis bei den größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland von März bis Dezember 2017

Abb. 2: Gründe für die Ablehnung der Anträge auf Erstattung einer Cannabistherapie in Prozent

Abb. 3: Cannabisverordnungen nach Bundesländern je 100.000 Einwohner

1 Einleitung

„Bundestag erlaubt Kiffen auf Rezept“1, so lautet die Überschrift der Bild am 19.01.2017. Es geht hierbei nicht um den Freizeitkonsum der Droge Cannabis, sondern vielmehr um eine bedeutende Weiterentwicklung in der Medizin. Der Bundestag hatte einstimmig entschieden und beschloss somit das „Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“, welches im Volksmund „Cannabisgesetz“ genannt wird. Von nun an war es Ärzten erlaubt, Cannabis schwerkranken Menschen als Arzneimittel zu verschreiben.2 Mit diesem Gesetz ist ein großer Schritt in der Medizin getan worden, welcher neue Versorgungsmöglichkeiten für schwerkranke Patienten bietet. Frank Tempel, Drogenexperte der Linken, meinte nach Beschluss des Gesetzes, dass dieses „wenig Spielraum zum Meckern“3 ließe. Etwa ein Jahr später steht Deutschland jedoch vor einem kleinen Dilemma. Die Apotheken schlagen sich mit Versorgungsengpässen rum, viele Ärzte wollen Cannabis auf Grund der nicht vorhandenen Fachinformationen und dem zu hohen bürokratischen Aufwand nicht verschreiben. Die Kostenträger können weiterhin nicht einschätzen, wie hoch sich die Kosten für die Erstattungen von cannabisbasierten Arzneimitteln in den nächsten Jahren belaufen werden.4 Da medizinisches Cannabis ein so komplexes und großes Thema ist, können in dieser Arbeit nicht alle Aspekte angesprochen werden. Die Arbeit beschäftigt sich mit der allgemeinen Erklärung des medizinischen Cannabis, der veränderten aktuellen rechtlichen Situation und der jetzt möglichen Erstattungsfähigkeit der cannabisbasierten Arzneimittel.

Dazu wird zu Anfang der Arbeit die Pflanze Cannabis im Allgemeinen beschrieben, um anschließend auf die medizinische Verwendung dieser eingehen zu können. Es wird ein Einblick in die Geschichte der Verwendung von Cannabis in der Medizin gegeben, die möglichen Anwendungsgebiete werden erläutert und schließlich die verfügbaren Arzneimittel, welche auf Cannabis basieren, aufgezeigt. Im darauf Folgenden Kapitel beschäftigt sich die Arbeit mit der rechtlichen Situation in Deutschland. Es wird vorab erklärt, wie es zu einem Cannabisverbot in Deutschland kam. Im nächsten Abschnitt wird das neue Gesetz erläutert und ein Einblick zu den einzelnen Änderungen der Gesetzestexte gegeben. Anschließend wird die Erstattungsfähigkeit des medizinischen Cannabis vor und nach der Gesetzesänderung dargestellt. Da diese Arbeit ca. ein Jahr nach in Kraft treten des Cannabisgesetzes geschrieben wird, werden erste Kennzahlen am Ende genannt.

Lediglich aus Gründen der Vereinfachung wurde in dieser Arbeit die männliche Form gewählt. Die weibliche Form ist der männlichen Form gleichgestellt.

2 Theoretischer Teil

Dieses Kapitel dient zur allgemeinen Erklärung und Erläuterung der Pflanze Cannabis und ihrer Funktion in der Medizin. Es werden außerdem der geschichtliche Hintergrund, die aktuelle Verwendung der Pflanze sowie derzeit vorhandene Arzneimittel aufgelistet, welche Cannabinoide enthalten oder auf Cannabis basieren.

2.1 Die Pflanze Cannabis

Hanf, welcher den wissenschaftlichen Namen Cannabis sativa Linné (Cannabis sativa L.) trägt, gehört der Familie der Cannabaceae an.5 Umgangssprachlich wird diese Familie auch als Familie der Hanfgewächse bezeichnet.6 Eine weitere Gattung der Hanfgewächse, welche in Deutschland ebenfalls sehr bekannt ist, ist der Hopfen, lateinisch Humulus.7 Es wird angenommen, dass Cannabis sativa L., auch „echter Hanf“ genannt, der einzige Typus dieser Gattung ist und somit monotypisch ist.8 Auch The Plant List, eine international verbindliche und gültige Liste, die sich auf Artennamen bezieht, benennt Cannabis sativa L. als „akzeptiert“.9 Alle weiteren Arten werden nur als Synonyme dieser bezeichnet. Es werden jedoch häufig insgesamt drei Typen unterschieden. Neben der schon zuvor erwähnten Art zusätzlich noch Cannabis ruderalis und Cannabis indica.10 Cannabis sativa L. ist im Gegensatz zu Cannabis indica größer und unterscheidet sich zudem durch die Form ihrer Blätter, des Stammes, der Sexualorgane und auch der Zeit, bis die Pflanze reif ist und wie lange sie blüht. Vergleicht man dagegen Cannabis ruderalis mit den beiden zuvor genannten Arten unterscheiden diese sich allein durch ihre Herkunft stark. Cannabis ruderalis stammt ursprünglich aus kälteren Regionen, wie zum Beispiel Russland. Es handelt sich hierbei um eine wildwachsende Art, die im Gegensatz zu den anderen beiden Arten nicht auf starke Beleuchtung in der Wachstumsphase angewiesen ist. Durch diese Eigenschaft ist es außerdem möglich, dass sie die Bildung von Blüten eigenständig induzieren kann.11 Die Taxonomie der einzelnen Cannabis Arten ist jedoch sehr kompliziert, da sie auf Grund ihrer unterschiedlichen Eigenschaften sehr häufig von Züchtern gekreuzt werden, damit optimale Bedingungen erreicht werden können.12 Cannabis ist außerdem diözisch, das bedeutet, dass männliche und weibliche Blüten an unterschiedlichen Pflanzen produziert werden.13

Es wurden bisher mehr als 400 verschiedene Inhaltsstoffe in der Cannabispflanze entdeckt.14 Jeder Stoff hat eine eigene Eigenschaft und ist somit z.B. für den Geruch, den Geschmack, die Farbe oder die berauschende Wirkung zuständig.15 Terpene sind beispielsweise für den Geruch und den Geschmack verantwortlich. Eine der größten Inhaltsstoffgruppen bildet die der Cannabinoide. Es werden bisher zwischen 6616 und 8517 verschieden Cannabinoide unterschieden. Für die Gewinnung von Cannabinoiden werden ausschließlich die weiblichen Blüten verwendet, da die Konzentration von Cannabinoiden in diesen höher ist.18 Zwei Cannabinoide sollen besonders hervorgehoben werden. Zum einen das Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und zum anderen das Cannabidiol (CBD).19 THC löst im menschlichen Körper eine berauschende Wirkung aus, wohingegen CBD eine beruhigende Wirkung mit sich bringt.20

2.2 Medizinisches Cannabis

Das medizinische Cannabis ist eine Mischung aus den zuvor genannten Arten. Man nennt diese Pflanzen Hybride. Es kommt beim medizinischen Cannabis nicht auf die taxonomische Zuordnung, sondern auf die genaue chemische Zusammensetzung jeder einzelnen Sorte bzw. Pflanze an. Die chemische Zusammensetzung wird anhand des Fingerabdrucks der Pflanze bestimmt, bei dem der Anteil der Cannabinoide und Terpene bestimmt wird.21 Bei der medizinischen Verwendung von Cannabis ist es sehr wichtig, bestimmte Gehalte an THC und CBD zu haben, damit die Blüten bei entsprechenden Indikationen eingesetzt werden können. Nicht zu unterschätzen sind die betriebswirtschaftlichen Aspekte, die bei dem Anbau, der Aufzucht bis hin zur Ernte der Pflanze eine große Rolle spielen.22 Im Allgemeinen ist die genaue Zusammensetzung der Pflanze für den medizinischen Gebrauch am wichtigsten, da sich der Arzt und auch der Patient auf die Angaben der Cannabinoidgehalte verlassen, damit ein optimales Therapieziel erreicht werden kann.23

2.2.1 Geschichte der medizinischen Verwendung von Cannabis

Der chinesische Urkaiser Shén-nung erwähnte Cannabis bereits 2700 v. Chr. in seinem Buch „Shennong ben cao jing“, eines der ältesten Arzneibücher der Menschheit.24 In diesem schrieb er, dass Cannabis ein Appetitanreger ist und zudem eine tonisierende und jung erhaltende Wirkung mit sich bringt. In 30 verschiedenen Zitaten des altorientalischen Kulturvolkes, der Sumerer, von 1800 v. Chr. wird beschrieben, dass Cannabis gegen Leiden wie Kummer, Epilepsie, Nervenschmerzen und auch gegen Läuse verabreicht wurde.25 Die Heilpflanze verbreitete sich über mehrere Jahre hinweg von West- und Südasien nach Europa und schließlich im 16. Jahrhundert nach Amerika. Die medizinischen Möglichkeiten der Pflanze waren zwar bekannt, sie wurde jedoch größtenteils zur Herstellung von Textilien verwendet.26

Nachdem Cannabis jedoch keine größere Anerkennung für sich gewinnen konnte, wurde die Pflanze Mitte des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt. William O’Shaughnessy, irischer Arzt, führte Cannabis wieder in der westlichen Medizin ein.27 Zusammen mit Aubert- Roche sammelte er Erfahrungen in Asien und Afrika über die therapeutische Wirksamkeit von Cannabis. Im Jahr 1851 wurde Cannabis in einer Reihe von amerikanischen Arzneibüchern als Heilmittel für Krankheiten wie Rheuma, Regelschmerzen, Nervenschmerzen, Depressionen und Anfallsleiden empfohlen.28

Nachdem Cannabis auch Deutschland erreicht hatte und eine erste Doktorarbeit über die medizinische Anwendbarkeit verfasst worden ist, breitete sich die Verwendung der Pflanze im medizinischen Bereich aus. Aber auch die Verwendbarkeit als Droge wurde schnell bekannt und verbreitete sich, sodass 1872 der indische Hanf unter die Apothekenpflicht gestellt wurde.29 Gegen Ende des 19. Jahrhunderts stellte Merck (Darmstadt) bereits verschiedene Cannabisprodukte her und war führender pharmazeutischer Hersteller von Präparaten auf Cannabinoid Basis.30

Im 20. Jahrhundert wurden viele Schmerzmittel wie z.B. Asperin erfunden und vermarktet. Medizinisches Cannabis verlor damit seinen Wert als Arzneimittel. Zudem wurde Cannabis vermehrt als Droge missbraucht, sodass der medizinische Einsatz allein aus diesem Grund immer weiter in den Hintergrund trat. Der Missbrauch als Droge führte dazu, dass 1925 Cannabis bei der zweiten Opiumkonferenz (mehr dazu in Kapitel 3.1) als Genussmittel verboten wurde. Die medizinische Verwendung von Cannabis war somit zwar weiterhin erlaubt, wurde jedoch nicht mehr häufig angewendet. Eine Reform des Opiumgesetzes, im Jahr 1972, schloss endgültig den Einsatz in der Medizin aus.31

Ab 1983 war es jedoch erlaubt, Nabinol32 und Dronabinol33 zu verschreiben. Diese beiden Substanzen befinden sich in Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) und können somit mit einem speziellen Betäubungsmittelrezept verschrieben werde. Es bestand zudem die Möglichkeit einer Ausnahmegenehmigung für die Nutzung Cannabis zu therapeutischen Zwecken zu erlangen, welche beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beantragt werden musste.34

2.2.2 Aktuelle Anwendungsgebiete

Cannabis hat in der Medizin ein großes Potenzial. Es werden eine Vielzahl von möglichen Einsatzgebieten genannt. Jedoch ist nur die Minderheit der möglichen Anwendungsgebiete klinisch belegt.35

Die meisten Studien, mit der höchsten Gesamtzahl an Patienten, wurden zu chronisch neuropathische Schmerzen durchgeführt. Dabei nahmen insgesamt 2046 Patienten teil, die sich auf 35 Studien verteilten. Zu den Indikationen Übelkeit und Erbrechen bei Krebs- Chemotherapien wurden 33 Studien durchgeführt bei denen 1581 Patienten teilnahmen. Diese Studien wurden bereits in den 1970er und 1980er Jahren durchgeführt und bewiesen, dass THC Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie-Patienten stark lindern konnte und somit zumindest genauso wirksam war wie die Vergleichstherapie. Die Krankheit Multiple Sklerose (MS) weist ebenfalls eine große Anzahl von klinischen Studien auf. Insgesamt sind 21 Studien mit einer Gesamtzahl von 3137 Patienten durchgeführt worden. Auf Grund der Vielfältigkeit der Begleiterkrankungen, die MS mit sich bringt, wurden vier verschiedene Indikationen in den klinischen Studien untersucht. 14 Studien mit insgesamt 1740 Patienten sind zu Spastiken bei MS durchgeführt worden. Tremor und Blasendysfunktion bei MS weisen jeweils zwei Studien auf. Cannabisbasierte Arzneimittel wurden auch beim Fortschreiten der Erkrankung, Entzündungen und der kognitiven Leistungsfähigkeit bei MS in insgesamt drei Studien untersucht.36

Es gibt eine weitere Reihe an Studien, die die Wirkung von Cannabis bei verschiedensten Krankheiten untersucht haben. Es wurden jedoch nur einzelne Studien mit meist geringen Patientenzahlen veröffentlicht. Darunter zählen z.B. die Indikationen Angst und posttraumatische Belastungsstörungen, intestinale Dysfunktion und Reizdarm, Morbus Parkinson, Morbus Chron und das Tourett-Syndrom. Die zuvor aufgezählten Studien fanden im Zeitraum von 1975 bis 2015 statt. Insgesamt sind rund 140 Studien, bei denen Cannabis als Medikament getestet wurde, bekannt.37 Die dazu durchgeführten Studien belegen die Wirksamkeit von Cannabis als Arzneimittel. Es müssen zukünftig noch validere Studien durchgeführt werden, damit wissenschaftliche Sicherheit und Wirksamkeit bewiesen werden können.38

[...]


1 Bild [2017], o. S.

2 Vgl. Deutscher Bundestag [2017a], S. 36.

3 Süddeutsche Zeitung [2017], o. S.

4 Vgl. Riedewald [2018], o. S.

5 Vgl. Cremer-Schaeffer [2017], S. 17.

6 Vgl. Grothenhermen/ Häußermann [2017], S. 8.

7 Vgl. Grothenhermen/ Reckendrees [2017], S. 13

8 Vgl. Grothenhermen/ Häußermann [2017], S. 8.

9 Vgl. The Plant List [o. J.], o. S.

10 Vgl. Grothenhermen/ Häußermann [2017], S. 8.

11 Vgl. Häußermann/ Grotenhermen/ Milz [2018], S. 12.

12 Vgl. ebd.

13 Vgl. Backes [2016], S. 25.

14 Vgl. Cremer-Schaeffer [2017], S. 17.

15 Vgl. Grotenhermen/ Häußermann [2017], S. 9.

16 Vgl. Grotenhermen/ Reckendrees [2017], S. 13.

17 Vgl. Cremer-Schaeffer [2017], S. 18.

18 Vgl. Grotenhermen/ Häußermann [2017], S. 9.

19 Vgl. Grotenhermen/ Reckendrees [2017], S. 13.

20 Vgl. Cremer-Schaeffer [2017], S. 18.

21 Vgl. Grotenhermen/ Häußermann [2017], S. 9.

22 Vgl. Häußermann/ Grotenhermen/ Milz [2018], S. 13.

23 Vgl. Grotenhermen/ Häußermann [2017], S. 20.

24 Vgl. Russo [2014], S. 23.

25 Vgl. Russo [2014], S. 23.

26 Vgl. Häußermann/ Grotenhermen/ Milz [2018], S. 1.

27 Vgl. Beckes [2016], S. 19.

28 Vgl. Häußermann/ Grotenhermen/ Milz [2018], S. 2.

29 Vgl. ebd.

30 Vgl. Grotenhermen/ Häußermann [2017], S. 2.

31 Vgl. Cremer-Schaeffer [2017], S. 26.

32 Synthetischer THC- Abkömmling.

33 Internationaler Freiname für THC.

34 Vgl. Grotenhermen/ Reckendrees [2017], S. 23.

35 Vgl. International Association for Cannabinoid Medicines [o. J.], o. S.

36 Vgl. Grotenhermen/ Häußermann [2017], S.19.

37 Vgl. ebd.

38 Vgl. Cremer-Schaeffer [2017], S. 76.

Details

Seiten
26
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668930452
ISBN (Buch)
9783668930469
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v464247
Note
1,7
Schlagworte
cannabis medizin aktuelle rechtslage erstattungsfähigkeit

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Cannabis in der Medizin. Aktuelle Rechtslage und Erstattungsfähigkeit