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Name-dropping bei Cicero. Zitate und Exempla zur Veranschaulichung von magnitudo animi (Off. 1, 61 – 92)

Hausarbeit (Hauptseminar) 2015 28 Seiten

Klassische Philologie - Latinistik - Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Autor und Werk

3 Magnitudo animi
3.1 Die griechischen Begriffe
3.2 ... und ihre lateinische Definition bei Cicero (61 – 73)
3.3 Bedeutung für den Adressatenkreis – de officiis als Handlungsanweisung
3.3.1 An wen richtet sich De officiis?
3.3.2 Gliederung und Folgerungen für den Staatsmann (74 – 92): non nobis solum nati sumus

4 Zitate und exempla
4.1 Zitate zur Veranschaulichung von magnitudo animi
4.2 Griechische und römische exempla
4.3 Ciceros Selbstdarstellung
4.4 Bewertung: exempla als uneingeschränkte Vorbilder?

5 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Wo viel Freiheit, ist viel Irrtum; doch sicher ist der schmale Weg der Pflicht1.

De officiis, über der pflichtmäße Handeln, ist als Ciceros letztes größeres Werk vor seinem Tod sein politisches Vermächtnis genannt worden. Auf der Grundlage von Panaetius’ περὶ τοῦ καθήκοντος wird in drei Büchern das honestum, das utile und der Widerstreit dieser beiden dargelegt. Die zu betrachtende Stelle (off. 1,61-92) fällt in das erste Buch, genauer gesagt in die Behandlung der vier Kardinaltugenden. Cicero stellt in diesem Abschnitt dar, wie sich die Tugend magnitudo animi präsentiert und welche Implikationen sich aus ihr für einen Staatsmann ergeben. Die Stelle gilt als Handlungsanweisung für seinen Sohn Tullius und die römische Jugend und bietet als solche eine Reihe von dos und don’ts, die mit Beispielen berühmter Männer untermauert sind. Verfasst in einer Zeit politischer Unruhe, zeigt Cicero den schmalen Weg der Pflicht auf, von dem er hofft, dass die Nachfolger ihn beschreiten.

Um die Verbindung von Beschreibung der Tugend und Handlungsanweisung zu erkennen, soll im ersten Teil der vorliegenden Arbeit – nach einer kurzen Einführung zu Autor und Werk – untersucht werden, wie Cicero magnitudo animi definiert (bzw. umschreibt) und wie sein Argumentationsgang in Hinblick auf die praecepta gestaltet ist. Da die Nachfolgegeneration der römischen Staatsmänner als Adressatenkreis identifiziert worden ist, soll analysiert werden, inwiefern speziell hierauf argumentiert wird.

Aus der ausgiebigen Illustration seiner Argumente mit Zitaten und exempla ergibt sich der zweite Teil. Callicratides, Q. Maximus und Pompeius sind nur einige der Namen, die Cicero als Beispiele in seiner Darstellung der magnitudo animi von Panaitios übernimmt oder selbst aufzählt, während andere, die z.B. Aristoteles in diesem Zusammenhang anführt, keine Erwähnung finden. Selbstverständlich kann es sich bei einem Autor wie Cicero nicht um bloßes „name-dropping“ handeln. Aus diesem Grund muss untersucht werden, wer als exemplum angeführt wird, wie das entsprechende Beispiel in die Stelle passt und was der Leser daraus (an Einsichten) gewinnen kann. Hierbei wird unterschieden zwischen griechischen und römischen exempla, wobei Cicero sich selbst als Vorbild für seinen Sohn zwei Paragraphen widmet. Ein weiterer interessanter Punkt ist die ausgiebige Verwendung von Zitaten, die seiner Argumentation Anschaulichkeit verleihen. Namen berühmter Philosophen und Dichter verleihen Autorität, markante Vergleiche runden die Schrift ab.

2 Autor und Werk

In der heutigen Zeit ist Cicero der wohl bekannteste Mann der Antike. Der homo novus aus Arpinum blickte am Ende seines Lebens auf eine lange und ereignisreiche Karriere zurück. Ob als Anwalt, Politiker oder Redner, Ciceros Leben war geprägt von zahllosen Erfolgen und Niederlagen. Und so wundert es nicht, dass über ihn schon immer viel geschrieben worden ist2.

In den Zeiten politischer Untätigkeit wandte er sich der Philosophie zu, an der er immer ein stark ausgeprägtes Interesse hatte. So verfasste er in den Jahren 55 bis 51 v. Chr., als sein politischer Einfluss eingeschränkt war, die Werke De oratore, De re publica und De legibus. In der zweiten philosophischen Schaffensphase (45 bis 44 v. Chr.) schrieb er unter anderem Brutus, De finibus bonorum et malorum, Tusculanae disputationes, De natura deorum, De divinatione, Laelius de amicitia und schließlich De officiis, seine letzte philosophische Abhandlung. Klingner charakterisiert De officiis als „eine Lehre vom richtigen menschengemäßen Verhalten, die sich von den Grundbegriffen bis in die Einzelheiten der Lebensführung erstreckt3 “. Doch wieso scheint so eine Lehre vom richtigen Verhalten für Cicero gerade zu diesem Zeitpunkt so dringend notwendig? Gärtner erklärt das Werk in Hinblick auf politische Motive, wenn er schreibt: „Cicero praktiziert in De Officiis in seiner Orientierung an griechischer Philosophie eine Möglichkeit zur Korrektur des damals verkommenen Umgangs mit den römischen Bräuchen und Institutionen“. Die darin vorgelegte stoische Lehre ist ein „Stützprogramm“ zu den römischen Sitten und Bräuchen4 und sie gibt Ciceros Sicht auf seine Zeit wieder. Prägend in diesen Jahren war für den Staatsmann – und dementsprechend für das Werk – Caesars Diktatur (nach dem Sieg bei Pharsalia, 48 v. Chr.), in der Cicero sich größtenteils aus der Politik zurückziehen musste. Dieser Umstand gilt für ihn zweifellos als „verkommener Umgang mit römischen Sitten“. Nach Caesars Ermordung war die Lage in Rom angespannt, weil Caesars treuer Anhänger M. Antonius gegen die Caesarmörder hetzte und Gewalt androhte. Cicero kehrte – erstmals wieder zur Tat gerufen – in dieser Situation nach Rom zurück, um die oppositionelle Rolle als Retter der Republik zu besetzen und seine Rückkehr in die Politik zu vollziehen5.

Der hierdurch hervorgerufene Abbruch seiner Reise nach Athen, wo sich sein Sohn Marcus zu einem Studienaufenthalt befand, fungiert im Werk als Schreibanlass6. De officiis soll dem Sohn demnach als Ersatz für die persönliche Belehrung über die Grundsätze seines Vaters dienen. Es ist daher ein Handbuch und der Gattung Lehrschrift zugeordnet. Dabei sticht De officiis formal unter Ciceros längeren philosophischen Traktaten heraus. Diese sind durchweg in Dialogform abgefasst. Alle Werke „haben griechische Vorbilder, aber die dem Sohn gewidmete Lehrschrift hat als großes Vorbild noch dazu Cato; so ist diese Form eigentlich die am meisten römische, die Cicero für eine philosophische Schrift gewählt hat“7. In den anderen, dialogischen, Werken werden verschiedene Standpunkte diskutiert. Hier ist nur der eine entscheidend – Marcus lernte bei seinen Studien schließlich selber andere Theorien und Sichtweisen kennen8. Für seine Intention (Belehrung des Sohnes) wäre der Dialog also ungeeignet. Die Lehrschrift übermittelt den verbindlichen Charakter eines Handbuchs, einer Handlungsanweisung.

Den Stoff dafür entdeckte Cicero bei Panaetius. Warum er gerade diesen griechischen Philosophen wählte, sagt Cicero nicht. Dyck hält als Gründe die Person Panaetius sowie seinen spezifischen Ansatz für wahrscheinlich – vor allem Panaetius’ „down-to-earth approach“, also orientiert an gemeinen Menschen, nicht am stoischen Weisen, könnte für Cicero ausschlaggebend gewesen sein9. Die Schrift περὶ τοῦ καθήκοντος, die für uns verloren ist, legt in drei Büchern καλόν und συμφέρον10 dar – Ciceros honestum und utile. Zur Behandlung des Konflikts der beiden kommt Panaetius hingegen, anders als Cicero, nie. Weitere Einflüsse umfassen Poseidonius und Cl. Quadrigarius11.

Nach (und z.T. neben) De officiis erscheinen die Philippicae, Ciceros fulminante Reden gegen Antonius. In ihnen versucht er ein letztes Mal, sein Ideal der Republik entgegen der neuen Strömungen zu rehabilitieren. Doch am 7. Dezember 43 v. Chr. wird er im Zuge der von den Triumvirn angeordneten Proskriptionen ermordet. So folgt er in seinem aufopferungsvollen Kampf um seine res publica dem eigenen Rat: dum ea [= iustitia und honestas ] conservet, quamvis graviter offendat mortemque oppetat potius, quam deserat illa, quae dixi (off. 1,86).

3 Magnitudo animi

Intellegendum autem est, cum proposita sint genera quattuor, e quibus honestas officiumque manaret, splendissimum videri, quod animo magno elatoque humanas res despiciente factum sit (off. 1, 6112 ).

Mit diesen Worten leitet Cicero in die Abhandlung der dritten Tugend, der magnitudo animi, ein. Er reiht sie in den Kontext der vier Kardinaltugenden, die das honestum ausmachen, und bezeichnet die unter ihr ausgeführten Taten als splendissimum. Der splendor dieser Taten ist in Reden (bildhaft: rhetorum campus) und Statuen (statuas), wie nur wenig später gesagt wird, leicht zu erkennen13. Zu klären ist also zunächst, worin magnitudo animi besteht und wie sie sich äußert (Kapitel 3.2). Hierbei ist zuvor der Übersetzungsprozess aus dem Griechischen ins Lateinische zu betrachten (Kapitel 3.1).

Auf Grundlage des zeitgeschichtlichen Kontexts und Adressaten bietet sich die „den philosophischen Tugenden entsprechende Haltung als Gegenmittel gegen den Mißbrauch (sic) der [römischen] Institutionen“14 dar – wie er vor allem am Beispiel Caesar (zumindest nach Meinung Ciceros) evident ist. In welcher Weise sich in diesem Zusammenhang die magnitudo animi explizit als Gegenmittel erweist, wird weiter unten zu zeigen sein, wenn die Implikationen dieser Tugend für die jungen Staatsmänner als Adressatenkreis (Marcus iunior inbegriffen) im Gedankengang untersucht werden (Kapitel 3.3).

3.1 Die griechischen Begriffe...

Aus welchen Konzepten sich μεγαλοψυχία nach Panaetius zusammensetzt, ist – so Dyck – an der Struktur der vorliegenden Stelle erkennbar15. Der Begriff wird über die ἀνδρεία (Tapferkeit) eingeleitet und durch die Charakteristika des aristotelischen μεγαλόψυχος (Verachtung äußerer Dinge) erweitert. Μεγαλοψυχία wurde bei Aristoteles aus der traditionellen Ethik der griechischen Nobilität übernommen und in sein Schema eingepflegt. Für ihn ist μεγαλοψυχία der κόσμος aller Tugenden; das bedeutet, die Seelengröße ist für alle Tugenden notwendig. Die ältere Stoa hingegen sieht sie lediglich als der ἀνδρεία untergeordnet16. Für Panaetius tritt die μεγαλοψυχία hervor und ersetzt ἀνδρεία als Kardinaltugend. Dies resultiert in erster Linie aus der „revision of the third virtue to emphasize the mental constituents over physical courage“17, wie sie aus der Relativierung der Tapferkeit in 74-82a und der damit einhergehenden Betonung von geistigen Komponenten zu schließen ist (bei Cicero heißt es h onestum autem id, quod exquirimus, totum est positum in animi cura et cogitatione, 79).

Dass Cicero in der Übersetzung griechischer philosophischer Begriffe Grundlagenarbeit betrieben hat, darüber ist sich die Forschung einig. Douglas schreibt: „as a redactor of the original Greek sources Cicero was competent, though not infallible, and [...] this competence was no small achievement, for it involved the virtual creation of a philosophical Latin“18. Wie Douglas feststellt, verwendet Cicero in seinen philosophischen Werken für die Übertragung verschiedene Strategien. Eine Möglichkeit ist es, das griechische Wort zu übernehmen und lateinische Erläuterungen anzufügen. Ein anderes häufig genutztes Verfahren besteht darin, ein neues lateinisches Wort zu erfinden. Manchmal kann jedoch auch ein einziges lateinisches Äquivalent gefunden werden oder aber die Übersetzung geschieht mithilfe einer Reihe lateinischer „near-synonyms“19. Cicero übernimmt das Konzept der μεγαλοψυχία wie es bei Panaetius zu finden ist. Seine Bearbeitung lässt sich (neben den interpretationes Romanae und römischen exempla) am letzten Kapitel (92) aufzeigen. Die Definition weicht hier von der vorherigen Definition ab, was auf eine Ergänzung Ciceros hindeutet20

3.2 und ihre lateinische Definition bei Cicero (61 – 73)

Cicero nähert sich dem Begriff magnitudo animi durch die Nebeneinanderstellung verschiedener klärender Ausdrücke. Dyck sieht den Grund dafür, dass magnus animus allein nicht ausreichend klar ist, in der fehlenden Geläufigkeit des Konzepts für Römer21. In den Reihungen und Verbindungen mit animus lässt sich eine Vielzahl an bedeutungsgleichen bzw. bedeutungsähnlichen Worten erkennen, die in Tabelle 1 nach Sinnrichtung oder Wortfamilie zusammengefasst wurden. Diese sollen nun analysiert und erläutert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Begriffe zur Definition von magnitudo animi.

Magnitudo animi tritt erst auf, nachdem magnus animus zweimal in Reihung mit weiteren Aspekten aufgeführt wurde. In diesen beiden zeigt sich sofort die „Doppelgestaltigkeit“22 des Begriffs. Die dritte Tugend wird zuerst mit der Reihung animo magno elatoque humanas res despiciente (61) charakterisiert. Dies entspricht Aristoteles’ Auffassung vom μεγαλόψυχος bezogen auf die Verachtung äußerer Dinge. Die zweite Reihung bezieht sich auf das Ausführen großer Taten (magno animo et fortiter excellenterque gesta sunt), das durch eine Reihe militärisch bedeutender Orte und Männer illustriert ist. Diese beiden Bestandteile werden in 66 und 67 nochmals ausgiebig erläutert.

Zu klären sind zunächst die Implikationen von elatus und despiciente im ersten Bestandteil. Das OLD definiert elatus „of a person, his character feelings, etc.“ als „sublime“ und „exalted“23. In der obigen Tabelle wurde es daher als „erhaben“ übersetzt. Wie auch im deutschen Sprachgebrauch ist dies eine Übertragung aus dem bildlichen Bereich. Aus der Grundbedeutung „raised above the surroundings“ ergibt sich dann für despicere das Herabschauen von einer erhöhten (geistigen) Position24, das mit Geringschätzung und Verachtung umschrieben werden kann. Ausführlicher erläutert bedeutet das, dass nicht ausschließlich honestum decorumque sit aut admirari aut optare aut expetere, sondern auch ausdrücklich nullique neque homini neque perturbationi animi nec fortunae succumbere (66). Aus dem Herabblicken wird dann im weiteren Verlauf constantia gefolgert, denn äußere Dinge gering zu schätzen (parva ducere) und zu verachten (contemnere), sowie die Widrigkeiten des Lebens zu ertragen (ferre), darin zeigt sich ein robustus animus und magna constantia (67). Durch die Verbindung fortis vero animi et constantis wird dieser Aspekt auch später wieder aufgegriffen (80).

Im zweiten Teil (magno animo et fortiter excellenterque gesta sunt) ergibt sich durch fortiter der Bezug zur ἀνδρεία25. Taten, die mit magno animo ausgeführt werden, sind zugleich auch von Tapferkeit gekennzeichnet. Erneut ist mit excellenter ein Wort mit übertragender Bedeutung mit Bezug auf Höhe verwendet worden – excellens bedeutet „high, lofty“ sowie „pre-eminent, outstanding“26. Auch diese Qualität wird (wie zuvor die despicientia) in 66f. genauer ausgeführt. Wie bereits die Einleitung durch die Nennnung hochberühmter Orte und Männer zeigt, ist das Ausführen großer Taten für splendor omnis und amplitudo (und Cicero fügt auch noch utilitatem hinzu) ursächlich (67).

Die Definition in 62 und 63 erfolgt, indem Cicero die magnitudo animi in die Nähe der iustitia rückt. Die animi elatio (analog zur obigen Stelle ist diese Erhebung der Seele mit magnitudo 27 gleichzusetzen) ist in vitio, wenn sie losgelöst von der iustitia zum Einsatz kommt (62). Diese Tugenden sind demzufolge untereinander verbunden28. Dass magnitudo animi und fortitudo für die dritte Tugend synonym gebraucht werden (oder zumindest extrem nah aneinander liegen), zeigt die Variation der Begriffe im selben Kontext, wie am Beispiel dieser Stelle ersichtlich wird: Itaque probe definitur a Stoicis fortitudo, cum eam virtutem esse dicunt propugnantem pro aequitate (62) und Fortes igitur et magnanimi sunt habendi non qui faciunt, sed qui propulsant iniuriam (65) besagen inhaltlich genau dasselbe, im zweiten Satz lediglich negativ ausgedrückt29. So kommen auf der einen Seite die verschiedenen Teilaspekte der magnitudo animi zum Audruck, auf der anderen Seite zeigt sich Cicero sprachlich abwechslungsreich30.

[...]


1 Friedrich Schiller, Wallensteins Tod.

2 Zur Darstellung von Leben und Schaffen, vgl. u.a. RE VII A,1 Sp. 827-1091 Tullius 29 (allein zu Cicero als Politiker), Stroh 2008.

3 Klingner 1956, S.119.

4 Gärtner 2003, S.250.

5 Für die wiedergegebene Schilderung der Ereignisse siehe Dyck 1996, S.8-10 und S.30f.

6 Vgl. off. 3, 121.

7 Gärtner 1974, S.68 (Betonung durch mich). Cicero nennt Cato in off. 1,37.

8 Mit Dyck (1996, S.37) kann festgestellt werden, dass (zumindest im ersten Buch, in dem sich die vorliegende Textstelle befindet) schulübergreifende Debatten selten sind. Zu nennen ist lediglich 1,89, wo der peripatetische Blick auf Zorn evaluiert wird. Zu Ciceros Vorliebe für den Dialog vgl. Gigon 1969, S.158.

9 Dyck 1996, S.18. Dyck hebt Panaetius’ Argument über Staatsmänner und Generäle, das in off. 1,74-78 referiert wird, als Grund für Ciceros Interesse am Werk besonders hervor.

10 Zur vermuteten Einteilung der Bücher bei Panaetius siehe Dyck 1979. Dyck ordnet die bei Gellius zitierte Stelle aus dem zweiten Buch von περὶ τοῦ καθήκοντος in die μεγαλοψυχία/ magnitudo animi ein und schließt hierdurch darauf, dass die erste und zweite Tugend in Buch 1, die dritte und vierte in Buch 2 und das utile in Buch 3 enthalten sind.

11 Dyck stellt die vermutlichen Quellen neben Panaetius in „Notes on Composition, Text and Sources of Cicero’s De Officiis“ (1984) dar.

12 Im Folgenden wird bei Stellen innerhalb von off.1,61-92 lediglich der Paragraph, nicht das Buch angeführt.

13 Vgl. Dyck 1996, S.186.

14 Gärtner 2003, S.254.

15 Dyck 1996, S. 183-185. Im Folgenden werden Dycks Erkenntnisse über die Herkunft und Geschichte dieser Konzepte wiedergegeben.

16 Vgl. dazu ebenfalls Pohlenz 1934, S.41. Mit Vorsicht zu genießen sind Pohlenz’ Interpretationen der in De officiis zu findenden Konzepte in Hinblick auf die geschichtlichen Gegebenheiten zu seiner Zeit. Nicht nur Dyck widerspricht seinen Deutungen hinsichtlich Führertum im nationalsozialistischen Sinne.

17 Dyck 1996, S.17.

18 Douglas 1962, S.48.

19 Douglas 1962, S.49.

20 Dyck 1996, S.184.

21 Dyck 1996, S.185.

22 Lefèvre 2001, S.42.

23 OLD S. 597 elatus 2. Als Beleg wird eben diese Stelle (off. 1,61) angeführt.

24 OLD S. 527 despicio 1: „To look down on“. 2: „To despise, disdain, look down on“.

25 Vgl. Dyck 1996, S.184 sowie Lefèvre 2001, S.42.

26 OLD S.633 excellens 1 und 2.

27 Vgl. hierzu OLD S.1064 magnitudo 7-9.

28 Vgl. Dyck 1996, S.191: Die Verbundenheit der Tugenden wird schon in 1,15 angesprochen. Sie sind zwar verknüpft (inter se colligata), doch ergeben sich jeweils eigene Verpflichtungen (certa officiorum genera).

29 Dass man iustitia und aequitas wenigstens im Sinne des pars pro toto als gleichbedeutend ansehen kann, deutet servare aequitatem, quae est iustitae maxime propria (64) an. Dyck 1996, S. 192 unterstützt diese Ansicht mit Hinweis auf off. 1,30.

30 Dyck 1996, S.192.

Details

Seiten
28
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668935082
ISBN (Buch)
9783668935099
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v468199
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1.0
Schlagworte
name-dropping cicero zitate exempla veranschaulichung

Autor

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