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Was ist Wissenschaft? Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten in der Sozialforschung

Hausarbeit 2018 15 Seiten

Soziologie - Wissen und Information

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung – Die Einführung zum gewählten Thema

2. Was ist Wissenschaft?
2.1. Begriffsdefinition
2.1.1. Wissenschaftsbegriff nach Wilhelm von Ockham
2.1.2. Wissenschaftsbegriff nach Karl Popper
2.2. Verschiedene Denkschulen der Wissenschaft
2.2.1. Evolutionäre Erkenntnistheorie nach Karl Popper
2.2.2. Rationalismus nach Karl Popper
2.2.3. Falsifikationismus oder Konventionalismus nach Karl Popper
2.2.4. Wissenschaftslehre nach Max Weber
2.2.5. Soziologie und empirische Forschung nach Theodor W. Adorno

3. Fazit der Arbeit

III. Literaturverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.Einleitung – Die Einführung zum gewählten Thema

Durch empirische Forschungen entstanden diverse Wissenschaften, die in verschiedene Kategorien eingeteilt sind, z.B. der Natur (Physik, Chemie etc.), Soziales (Psychologie, Philosophie etc.). Sie beruhen auf akademischen Disziplinen und jede wissenschaftliche Arbeit oder Hintergrund hat eine gewählte Methode zur Auswahl, die entschieden wird. Die Methodenwahl ist von großer Bedeutung in den Sozialwissenschaften, in den Naturwissenschaften wird viel mit Naturgesetzen und Naturgewalten gearbeitet, sie sind nicht immer planbar. Was bedeutet eigentlich Wissenschaft? „Wissenschaft ist die Erweiterung des Wissens durch Forschung, seine Weitergabe durch Lehre, der gesellschaftliche, historische und institutionelle Rahmen, in dem dies organisiert betrieben wird, sowie die Gesamtheit des so erworbenen Wissens. Forschung ist die methodische Suche nach neuen Erkenntnissen sowie ihre systematische Dokumentation und Veröffentlichung in Form von wissenschaftlichen Forschens, die Vermittlung eines Überblicks über das Wissen eines Forschungsfeldes und den aktuellen Stand der Forschung“ (Bundesverband für Bildung Wissenschaft um Forschung e.V., 2012, PDF-Datei).

Was bedeutet empirische Forschung im Zusammenhang mit Sozialforschung? Die Uni Marburg hat es wie folgt erklärt: „Empirische Sozialforschung ist systematische Erfassung und Deutung sozialer Tatbestände“ (Staff.Uni-Marburg, o.J.). Was bedeutet empirisch? „Empirisch bedeutet erfahrungsgemäß. Wir nehmen unsere Umwelt durch Sinnesorgane wahr. Soziologie ist im wesentlichen Erfahrungswissenschaft“ (Staff.Uni-Marburg, o.J.). Das Wort Empirie entstammt nicht der deutschen Sprache, sondern wird von der Uni Marburg wie folgt definiert: „ Empirie (griech.), die Erfahrung; empirisch verfahren die Wissenschaften, die sich auf die Erfahrung, besonders auf die Beobachtung, Messung, Experiment, gründen“ (Staff.Uni-Marburg, o.J.). Was bedeutet empirische Sozialforschung? Die Uni Marburg erklärt es wie folgt: „Zu den empirischen wahrnehmbaren sozialen Tatbeständen gehören: beobachtbares menschliches Verhalten, von Menschen geschaffene Gegenstände sowie durch Sprache vermittelte Meinungen, Informationen über Erfahrungen, Einstellungen, Werturteile, Absichten u.a.m. Empirische Sozialforschung ist die systematische Erfassung und Deutung sozialer Erscheinungen. Empirisch bedeutet, dass theoretisch formulierte Annahmen an spezifischen Wirklichkeiten überprüft werden. Systematisch weist darauf hin, dass dies nach Regeln vor sich gehen muss. Theoretische Annahmen und die Beschaffenheit der zu untersuchenden sozialen Realität sowie die zur Verfügung stehenden Mittel bedingt den Forschungsablauf. Unter Methoden der empirischen Sozialforschung versteht man die geregelte und nachvollziehbare Anwendung von Erfassungsinstrumenten wie Befragung, Beobachtung, Inhaltsanalyse “ (Staff.Uni-Marburg, o.J.). Aufgrund dessen habe ich mich für das Thema „Was ist Wissenschaft“ entschieden. Durch meinen Beruf als Erzieherin interessiere ich mich sehr für Psychologie, die ein Teilaspekt der Sozialwissenschaft ist. Dazu lese ich Fachliteratur im Bereich der Psychologie und Pädagogik. Durch den Wissenserwerb der Fachliteratur und meiner Ausbildung zur Staatlich Anerkannten Erzieherin, kann ich die oben genannten Erfassungsinstrumente, wie z.B. die Befragung, Beobachtung etc., anwenden. Mir persönlich ist diese berufliche Anforderung zu gering ausgeprägt und beschloss, ein Studium im Bereich der Sozialarbeit aufzunehmen. Durch die jetzigen höheren Anforderungen im und nach dem Studium, habe ich das Thema „Was ist Wissenschaft“ in meiner Hausarbeit gewählt, um mehr fundiertes Wissen im wissenschaftlichen Bereich der Sozialforschung zu erwerben. Deshalb werde ich in meiner Arbeit die verschiedenen Denkschulen nach Popper, Weber und Adorno näher beleuchten, darauf eingehen, deren wichtigste Meilensteine in der Wissenschaft herausarbeiten und durch wissenschaftlich fundierte Literatur belegen und erläutern. Zunächst gebe ich einen kurzen Einblick in die Fachterminologie der Soziologie und auch zum Teil der Philosophie. Die häufig auftretenden Fachwörter, wie z.B.: Empirie, empirisch, Wissenschaft etc., werden dadurch in der Einleitung erklärt und später in meiner Arbeit wiederkehren.

Im Hauptteil meiner Arbeit definiere ich zu Beginn „Was ist Wissenschaft“ nach Wilhelm von Ockham und nach Karl Popper. Wilhelm von Ockham ist nur kurz mit seiner Definition zum Thema Wissenschaftsbegriff in meiner Arbeit vorhanden, Karl Popper umfasst den größeren Teil der Arbeit. Warum? Wilhelm von Ockham war eher ein Forscher im Bereich der Naturwissenschaften, Karl Popper war ein Forscher, der stärker in den Sozialwissenschaften sich befand. Wie oben schon beschrieben, im weiteren Verlauf des Hauptteils meiner Arbeit beleuchte ich verschiedene Denkschulen in der Wissenschaft näher, dabei wird ein kurzer Einblick zu Adorno, Popper und Weber erfolgen. Zum Schluss meiner wissenschaftlichen Arbeit wird ein Fazit mit Ausblick zu den gestellten Fragen folgen.

Der Schwerpunkt meiner wissenschaftlichen Arbeit liegt im Bereich der Sozialwissenschaft, das begründet die Auswahl der drei hervorgehobenen Wissenschaftler, Karl Popper, Max Weber und Theodor Adorno. Zunächst möchte ich einen kurzen Einblick in die Biografien der drei Wissenschaftler geben, sie untermalen meine Arbeit mit fundierten Theorien im Bereich der Sozialwissenschaft. Karl Popper war ein Philosoph aus dem österreichisch-britischen Gebiet der Sozialphilosophie, er lebte von 1902 bis 1994. Geboren wurde er in der Stadt Wien und verstarb in London. Max Weber war Soziologe und Nationalökonom in Deutschland, als Ikone bekannt im Bereich der Soziologie, Kultur-und Sozialwissenschaften. Er lebte von 1864 bis 1920, geboren wurde er in Erfurt und verstarb in München. Theodor Adorno war ein Philosoph und Soziologe in Deutschland, geboren wurde er 1903 in Frankfurt am Main und verstarb im Jahr 1969 in Brig in der Schweiz. Alle drei Wissenschaftler kamen aus dem Bereich der Philosophie und Sozialwissenschaft, sie lieferten fundierte Forschungsarbeit im Bereich der erkenntnisleitenden Wissenschaftstheorie.

Was ist Wissenschaft?

1.1. Begriffsdefinition

1.1.1. Wissenschaftsbegriff nach Wilhelm von Ockham

Es gibt viele Begriffserklärungen zur Definition des Begriffs Wissenschaft. Die Definition nach Wilhelm Ockham lässt sich folgender Maßen beschreiben: „Ockhams Wissenschaftsbegriff, den er in dem klar gegliederten Prolog zu seinem Physikkommentar (Text 24) entwickelt, zieht die Konsequenzen aus seiner Deutung menschlichen Erkennens und dessen Bezug zur kontingenten Wirklichkeit“ ( Von Ockham, 2017, S. 180). Daraus erschließt sich, dass Wissenschaft durch die Wahrnehmung des Menschen aufgenommen werden muss und zugleich erkannt werden muss, bevor er Bezug auf die Wirklichkeit nimmt.

„Die Frage „Was ist Wissen?“ erweist sich als mehrdeutig. Ockham unterscheidet einen ontologischen sowie einen semantischen Aspekt“ (Von Ockham, 2017, S.180). Hierbei beschreibt Ockham zwei Aspekte der Bedeutung von Wissen, ontologisch – ein Begriff aus der Philosophie stammend-und semantisch, sprich die Sprachwissenschaft. Die Frage „Was ist Wissen?“ wird laut Ockham durch Philosophie und Sprachwissenschaft begründet.

1.1.2. Wissenschaftsbegriff nach Karl Popper

Karl Popper war ein Philosoph und definiert den Begriff Wissenschaft wie folgt: „Die Fragen, die die Vorsokratiker zu beantworten suchten, waren in erster Linie kosmologische Fragen der Erkenntnistheorie. Und nach meiner Überzeugung muß die Philosophie zu diesen beiden Themen zurückkehren: zur Kosmologie und zu einer einfachen Erkenntnistheorie. Es gibt zumindest ein philosophisches Problem, an dem alle denkenden Menschen interessiert sind: die Welt zu verstehen, in der wir leben, und damit auch uns selbst (da wir ja ein Teil dieser Welt sind) und unser Wissen von der Welt“ (Popper, 1997, S. 4). Karl Popper erklärt hierbei, dass wir Menschen ein Teil dieser Welt sind, in ihr leben und sie - und uns selbst - verstehen möchten. Damit wir unser Wissen in der Welt teilen und anwenden können.

1.2. Verschiedene Denkschulen der Wissenschaft

1.2.1. Evolutionäre Erkenntnistheorie nach Karl Popper

Wie schon in Punkt 2.1.2 beschrieben, war Karl Popper ein Philosoph und kam im Jahr 1973 zu der evolutionären Erkenntnistheorie. Sie lässt wie folgt zitieren: „Lassen Sie mich jetzt zum Fortschritt in der Wissenschaft kommen. Ich werde ihn von einem biologischen oder evolutionären Standpunkt aus betrachten“ (Popper, 1997, S. 60). Popper betrachtete den Fortschritt in der Wissenschaft: „Vom biologischen oder evolutionären Standpunkt aus kann man die Wissenschaft, oder den Fortschritt in der Wissenschaft, als ein Mittel betrachten, das die Menschen als Spezies zu ihrer Anpassung an die Umgebung benützen…“ (Popper, 1997, S. 60). Hiermit beschrieb er den Fortschritt, dass sich Menschen an ihre Umgebung anpassen und versuchen, neue Wege zu finden, um sich ihrer Umgebung anzupassen und ein Teil in dieser Umwelt zu werden.

Doch diese Eroberung der Umgebung führte zu einem Problem, das lässt sich wie folgt beschreiben: „Wir können zwischen drei Ebenen der Anpassung unterscheiden: die genetische Anpassung; das adaptive Verhaltenslernen; und die wissenschaftliche Entdeckung, die ein Spezialfall des adaptiven Verhaltenslernens ist“ (Popper, 1997, S. 60). Die verschiedenen Anpassungsformen, um als Mensch seine Umgebung zu erobern, war damals ein Hauptproblem. Schwierig war, nach plötzlichem Fortschritt herauszufinden, wie gewisse Verhaltensmuster sich nach welcher Theorie begründen ließen.

1.2.2. Rationalismus nach Karl Popper

„Der von Popper und seinem Schüler Hans Albert etablierte Kritische Rationalismus repräsentiert eine wissenschaftstheoretische Schule, welche die Idee objektiver Erkenntnis zum Ziel erkenntnistheoretischer Begründungsversuche macht. Hierfür bietet der Kritische Rationalismus eine in Operationsregeln ausformulierte Methodologie an, welche die von der Wissenschaft erhoffte Annäherung an die Wahrheit unter kontrollierten Bedingungen sicherstellen soll“ (Christian N. Meidl, 2009, S.99). Daraus wird deutlich, dass Popper die Objektivität, sprich die Außenwelt eines Individuums durch erkenntnistheoretische Begründungen belegen wollte. Diese Aussage führte zu einem Problem, inwieweit ist ein Objekt, ein Gegenstand, auch ¬als „objektiv“, gegenständlich, zu verstehen? Diese gegenständliche Erkenntnis sollte zu einer Zielebene mit erkenntnistheoretischen Begründungen führen. Als Beispiele nehme ich die Elemente des Gegenstandes, menschliches Wahrnehmen, Urteilen, Denken und auch Sprechen. Doch daraus folgt auch, dass diese Objekte auch gewisse Sachverhalte menschlicher Erfahrung beinhalten. Aufgrund dessen kann ich die objektive Erkenntnis nicht mit erkenntnistheoretischen Begründungen belegen. Weil jeder Gegenstand menschlichen Wahrnehmens aufgrund der Erfahrung unterschiedlich ausgeprägt ist.

„Auch Popper legt Wert auf die Feststellung, dass der Realismus eine metaphysisch-ontologische Position ist, die mit empirischen Argumenten weder bewiesen noch widerlegt werden kann. Ferner sei aber Voraussetzung empirisch-naturwissenschaftlicher Theorien“ (Christian N. Meidl, 2009, S.102). Das bedeutet, dass der Realismus unbeweisbar ist unter empirischen Bedingungen, doch ich kann auch nicht sagen, dass der Realismus der Wahrheit entsprechend ist. Weil die benannten Theorien der Naturwissenschaften als wahr gelten, muss ich diese Theorien akzeptieren und auch die Theorien des Realismus akzeptieren.

Karl Popper war ein tüchtiger Forscher und glaubte nur an seinen eigenen Erfolg des Fortschrittes: „Der ursprüngliche Popper glaubte bedingungslos an den Fortschritt: in seiner theoretischen Philosophie an immer bessere, umfassendere Theorien, die Wissenschaften schreiten gemäß seinem Verfahren fort; in seiner praktischen Philosophie an immer rationalere, offene Gesellschaften über Schritt für Schritt vorgehende Sozialtechnologien. Was er nicht sah, waren die Gefahren eines alles umfassenden, alles entzaubernden, freiheitszehrenden universellen Rationalisierungsprozesses“ (O. P. Obermeier, 1980, S.15). Popper hat in dieser Hinsicht ein sehr egozentrisches Verhalten, das beweist auch folgendes Zitat: „Poppers logisch motivierter Versuch, wissenschaftlich Theorien weitgehendst vom Menschen abzukoppeln, führt zu einer Wissenschaft fast ohne Menschen, und dies heißt gegen den Menschen“ (O. P. Obermeier, 1980, S. 13). Karl Popper, ein Philosoph möchte eine Wissenschaft ohne Menschen betreiben, die Wissenschaft vom Menschen zu entfernen. Meiner Meinung nach macht die Wissenschaft den Menschen aus, der Mensch forscht, stellt Hypothesen auf und begründet damit Theorien. Gerade ein Wissenschaftler aus der Philosophie kann meiner Meinung nach gar nicht ohne Menschen forschen, schließlich ist die Philosophie ein Teil der Sozialwissenschaft.

1.2.3. Falsifikationismus oder Konventionalismus nach Karl Popper

Falsifikationismus oder Konventionalismus sind Formen der Philosophie von Naturwissenschaften. Was sind Naturwissenschaften? Darunter zählen Wissenschaften, wie Physik, Chemie, Biologie etc., sie stehen unter gewissen Naturgewalten die mit bereits aufgestellten Theorien begründet sind und neu erforscht werden.

„Den Ausgangspunkt der konventionalistischen Philosophie glauben wir in dem Staunen über die großzügige Einfachheit der Welt zu finden, die sich uns in den Naturgesetzen offenbart. Diese Einfachheit wäre unverständlich und wunderbar, wenn die Naturgesetze, wie der Realist glaubt, eine innere Einfachheit der dem äußeren Schein nach so formenreichen Welt offenbaren würden. Kants Idealismus versucht diese Einfachheit dadurch zu erklären, daß unser Verstand der Natur seine Gesetze aufprägt; ähnlich, aber noch entschlossener, führt sie der Konventionalist auf eine Schöpfung unseres Verstandes zurück. Sie ist ihm Ausdruck von Vernunftgesetzen, die sich der Natur aufprägen, und so die Natur einfach machen; denn nicht die Natur ist es, die einfach ist: Einfach sind nur Naturgesetze; diese aber sind unsere freien Schöpfungen, unsere Erfindungen, unsere Festsetzungen“ (Karl Popper, 1997, S. 127). Der Mensch hat die Natur erforscht und darüber Gesetze und Regeln erstellt, die in verschiedenen Theorien der Naturwissenschaften belegt und geregelt sind.

Daraufhin beschreibt der Konventionalismus: „Die Naturwissenschaft ist für den Konventionalisten kein Bild der Natur, sondern eine reine begriffliche Konstruktion; nicht die Eigenschaften der Welt bestimmen die Konstruktion, sondern diese bestimmt die Eigenschaften der künstlichen, von uns geschaffenen Begriffswelt, implizit definiert durch die von uns festgesetzten Naturgesetze. Nur von dieser Welt spricht die Wissenschaft“ (Karl Popper, 1997, S. 127/128). Der Mensch kann durch höhere Kognition diverse Wahrnehmungen in Begriffe, Bilder und Kategorien einordnen. Durch die Erforschung der Natur hat er herausgefunden, dass er gewisse Begriffe in gewisse Kategorien einordnen kann. Somit sind gewisse Gesetze in der Natur entstanden, die aber der Mensch anhand seiner Begriffswelt definiert, sie ist von ihm künstlich entstanden.

Der Konventionalist beschreibt wie folgt: „Die konventionalistisch aufgefaßten Naturgesetze sind durch keine Beobachtung falsifizierbar, denn erst sie bestimmen, was eine Beobachtung, was insbesondere eine wissenschaftliche Messung ist: Die von uns festgesetzten Naturgesetze sind es, auf derer wir unsere Uhren regulieren, unsere „starren“ Maßstäbe korrigieren; eine Uhr geht „richtig“, ein Maßstab ist „starr“ (Karl Popper, 1997, S. 128). Der Mensch hat gelernt, die Erforschungen der Natur, die dazu aufgestellten Theorien in Form von Gesetzen durch gewisse Instrumente zu messen, sprich zu belegen. Immer wieder setzt ein Mensch einen Maßstab, daran hält er sich fest und versucht weitere Experimente damit durchzuführen, bis das Ergebnis für ihn befriedigend oder unbefriedigend ist. Daraufhin beschreibt der Falsifikationismus folgende Antwort: „Wir nennen eine Theorie nur dann falsifiziert, wenn wir Basissätze anerkannt haben, die ihr widersprechen. Diese Bedingung ist notwendig, aber nicht hinreichend, denn nichtreproduzierbare Einzelereignisse sind, wie wir schon mehrfach erwähnt haben, für die Wissenschaft bedeutungslos; widersprechen also der Theorie nur einzelne Basissätze , so werden wir sie deshalb noch nicht als falsifiziert betrachten. Das tun wir vielmehr erst dann, wenn ein die Theorie widerlegender Effekt aufgefunden wird; anders ausgedrückt: wenn eine (diesen Effekt beschreibende) empirische Hypothese von niedriger Allgemeinheitsstufe, die der Theorie widerspricht, aufgestellt wird und sich bewährt. Eine solche Hypothese nennen wir falsifizierende Hypothese“ (Karl Popper, 1997, S. 133). Der Mensch erforscht die Welt und in ihr die Natur, durch gewisse Grundtheorien, die er schon aufgestellt hat. Er forscht weiter und widerlegt sie später oder er beweist die Gültigkeit dessen, dann sind die Erforschungen/ Forschungen, sprich Empirie, belegt, in der Fachterminologie falsifiziert. Darauf kann der Mensch aufbauen und weitere Theorien aufstellen und begründen..

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Details

Seiten
15
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783668938113
ISBN (Buch)
9783668938120
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v469295
Institution / Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn – IUBH Bad Honnef Fernstudium Bachelor Soziale Arbeit
Note
2
Schlagworte
wissenschaft einführung arbeiten sozialforschung

Autor

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