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Bewältigung von Veränderungen im Produktionsbetrieb durch biointelligente Systeme

Wie disruptive Revolutionen sich auf Unternehmen und deren Mitarbeiter auswirken

von Johannes Wagner (Autor) Lukas Höck (Autor) Lukas Kocznar (Autor) Carina Röder (Autor) Benjamin Scherer (Autor)

Hausarbeit 2019 11 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Literaturteil
1.1. Ausgangslage und Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3. Wissenschaftliche Methode
1.4. Aufbau der Arbeit

2. Empirischer Teil
2.1. Entwicklung des Forschungsdesigns
2.2. Ergebniszusammenfassung
2.2.1. Ergebnisse zur Leitfrage 1
2.2.2. Ergebnisse zur Leitfrage 2
2.2.3. Ergebnisse zur Leitfrage 3

3. Conclusio

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Literaturteil

1.1. Ausgangslage und Problemstellung

Die fortschreitende Digitalisierung bringt laufend neue Innovationen hervor, welche disruptiv in den Unternehmensalltag einwirken und bestehende Abläufe aushebeln, um eine nachhaltige industrielle Wertschöpfung zu generieren. Während einst technische Systeme für sich allein gearbeitet haben, werden diese heute durch Informationssysteme unterstützt und in naher Zukunft durch die Komponente biologisches System ergänzt, wodurch sich ein biointelligentes System ergibt, das die Qualität und den Lebensstandard der Bevölkerung hebt. Die Zusammenarbeit dieser drei Systeme und die parallel ablaufenden Prozesse bewirken, dass Innovationen wie neuronale Netze oder Evolutionsalgorithmen zu disruptiven Revolutionen führen. Diese Innovationen können in drei verschiedene Entwicklungsmodi unterteilt werden. Zum einen werden Technologien von biologischen, über die Jahrhunderte entstandenen Phänomene inspiriert, wie z.B. die Winglets bei Flugzeugen, zum anderen werden biologische Systeme in Produktionsabläufe integriert, wie beispielsweise Mikroorganismen die Zersetzung von menschlichen Ausscheidungen übernehmen, wodurch neuer Humus entsteht und zum letzten die Interaktion von technischen, informatorischen und biologischen Systemen, welche neue, unabhängige, biointelligente Wertschöpfungssysteme hervorbringen (Miehe, Robert: Full, Johannes, Bauernhansl & Sauer, 2019, S. 11–12).

Biointelligente Systeme können Prozesse optimieren, indem sie Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Systemen in einem Unternehmen generieren und diese miteinander kommunizieren lassen, um zum Beispiel den Energiehaushalt an die Produktionsplanung, oder auch umgekehrt, selbständig anzupassen und in weiterer Folge dem Produktionsprozess dahingehend hilft, sich selbst zu regulieren, um die höchstmögliche Effizienz bei der Produktion zu erreichen. Um dies zu erreichen ist die Implementierung von, die Natur nachahmenden, genetischen Algorithmen notwendig (Tomisch, 2017, S. 10).

Abteilungsgrenzen im betrieblichen Umfeld werden durch die Biointelligenz großteils aufgehoben, denn die selbstständigen, redundanten, energieautarken Maschinen verfügen über alle Informationen des gesamten Prozesses, können sich eigenständig einteilen und Funktionen für mehrere Bereiche übernehmen, sich selbst reparieren bzw. duplizieren. Programme und Daten werden somit nicht mehr an zentralen Orten abgelegt, sondern systemübergreifend in allen Maschinen vorhanden sein und somit eine Ortsungebundenheit zur Verfügung stellen, die Systemgrenzen überflüssig werden lässt. (Bennühr, 2018, S. 7).

Die Veränderung des Arbeitsumfeldes wird sich durch die Implementierung von biointelligenten Systemen in vielen Bereichen der Industrie bemerkbar machen. Explizit werden Mitarbeiter in Produktionsunternehmen einen Wandel ihres Tätigkeitsbereiches erleben. Um den Herausforderungen, welche den Produktionsmitarbeitern im Zuge dieser disruptiven Revolution bevorstehen, gerecht zu werden, ist es daher essentiell, neue Formen von biointelligenten Systemen im Vorfeld zu identifizieren, um ein Umschichten der betroffenen Mitarbeiter ehestmöglich zu planen.

1.2. Zielsetzung und Forschungsfrage

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es herauszufinden, welche biointelligenten Systeme in einem Produktionsbetrieb möglich wären, um abschätzen zu können, wie sich die betriebliche Aufstellung langfristig verändern muss, um marktfähig zu bleiben und welche Veränderungen sich im Arbeitsalltag der Produktionsmitarbeiter dadurch ergeben. Die zu untersuchende Forschungsfrage lautet: Welche Auswirkungen hat die Implementierung von biointelligenten Systemen auf Produktionsmitarbeiter eines Industrieunternehmens?

1.3. Wissenschaftliche Methode

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird die Methode des World Cafés als qualitative Methode der empirischen Sozialforschung angewandt. Dabei wird durch unterschiedliche Fragestellungen kollektives Wissen einer Gruppe zu einem Thema generiert und dieses Wissen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Sämtliche Wortmeldungen werden dokumentiert und weiterverarbeitet, wodurch eine Vielzahl an Ideen generiert wird, die zur Zielerreichung beitragen (Stary, Maroscher & Stary, 2013, S. 4–5). Die Moderation wird vom jeweiligen Tischgastgeber durchgeführt. Dieser führt zur Fragestellung hin und dokumentiert die Aussagen der Peers. Durch das Wechseln der Peers von Tisch zu Tisch können im Optimalfall zahlreiche Erkenntnisse zu den jeweiligen Fragestellungen erzielt werden (Stary et al., 2013, S. 104).

1.4. Aufbau der Arbeit

Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem Literaturteil und gliedert sich in die Unterpunkte Ausgangslage und Problemstellung, die Zielsetzung und Forschungsfrage, das Forschungsdesign und das Kapitel Aufbau der Arbeit.

Im zweiten Kapitel, dem empirischen Teil, werden die Entwicklung des Forschungsdesigns, die Ergebniszusammenfassung, die Präsentation des Forschungsergebnisses und die Verbindung zur Literatur dargestellt.

Die Conclusio bildet als drittes Kapitel den Abschluss der vorliegenden Arbeit. In diesem Teil werden die Ergebnisse reflektiert, kritisch betrachtet und diskutiert.

2. Empirischer Teil

2.1. Entwicklung des Forschungsdesigns

Um bei dem durchgeführten World Café zu gültigen Ergebnissen zu gelangen, werden durch das Forschungsteam in der Vorbereitungsphase mögliche Leitfragen entwickelt, die in der Durchführungsphase an die Peers gestellt werden.

Diese Leitfragen lauten:

a) Welche Formen von biointelligenten Systemen wären für Sie in naher Zukunft denkbar bzw. was kann sich die Industrie von der Natur Ihrer Meinung nach abschauen?
b) Welche Risiken stellen biointelligente Systeme in Hinblick auf die Personalbedarfsplanung dar?
c) In welcher Art und Weise werden sich verschiedene Berufsfelder im Zuge der Implementierung von biointelligenten Systemen verändern?

Die Antworten der Peers auf diese Leitfragen werden von Tischgastgeber und Moderator auf Flip-Chart-Papier festgehalten. Nachfolgende Gruppen können somit auf den Ergebnissen der vorherigen Gruppen aufbauen, wodurch mittels Schneeballsystems eine hohe Anzahl an Ideen generiert wird. Die Ergebnisse des gesamten World Cafés stehen am Ende der Durchführungsphase für die darauffolgende Auswertungsphase zusammengefasst zur Verfügung, um ein weiteres Verarbeiten möglichst zu erleichtern.

In der Ergebnisphase werden diese zusammengefassten Ergebnisse in der Hinsicht aufbereitet, dass sie für relevante Steakholder angemessen präsentierbar sind.

2.2. Ergebniszusammenfassung

2.2.1. Ergebnisse zur Leitfrage 1

Die Ideen sind hierbei sehr vielfältig und kreativ. Sieht man sich den Lebenszyklus der Schmetterlinge an, so kann man in der Industrie in naher Zukunft mit Verfahren arbeiten, die das Verpuppen der Schmetterlinge für sich nutzen können. Ein Produkt, die Raupe, auf dem Fließband im Produktionsbetrieb könnte sich noch während des Herstellungsprozesses selbst verpacken bzw. verpuppen und wenn es beim Kunden eintrifft, hat es seine endgültige Form erreicht, es schlüpft sozusagen der Schmetterling. Die Maschinen in der Produktion können mit der Raupe kommunizieren und geben ihr genau das, was sie zur Fertigentwicklung benötigt mit auf die Reise zum Konsumenten.

Wird die Zellteilung von Bakterien betrachtet, so ist durchaus denkbar, dass sich Maschinen und Geräte selbst reproduzieren können, weiterwachsen, sich entwickeln und neue Verbindungen eingehen, wodurch neue Maschinen entstehen, die neue bzw. andere Aufgaben übernehmen können.

Die Photosynthese von grünen Pflanzen lässt sich ebenfalls auf Anwendungsbereiche in der Produktion übertragen. Ist beispielsweise die Luft in einer Produktionshalle zu schlecht, und wirkt sich auf die Produktion von biointelligenten Schmetterlingen durch biointelligente Bakterien (siehe oben), welche beide Sauerstoff benötigen, nachteilig aus, wird in der Produktionshalle Sonnenlicht imitiert, um die mit grünen Pflanzen ausgestatteten Wände der Halle zur Produktion von frischem Sauerstoff zu bewegen, welcher wiederum die Produktion anregt.

2.2.2. Ergebnisse zur Leitfrage 2

Da biointelligente Systeme in sehr hohen Geschwindigkeiten agieren können, wird sich in Hinblick auf Personalbedarfsplanungsmaßnahmen in Produktionsbetrieben viel verändern. Durch das selbstständige Steuern und Interagieren der Maschinen sowie die Anpassung auf sich verändernde Gegebenheiten bei z.B. Auftragsvolumen, Ressourcenengpässen oder Energieschwankungen, wird Personal in vieler Hinsicht überflüssig werden. Eine exakte Personalbedarfsplanung wird weder möglich noch nötig sein, da das System sich selbst reguliert. Aufträge die über die maximale Output-Menge hinausgehen, werden entweder abgelehnt oder die Maschinen reproduzieren sich selbst, um die Produktionsmenge zu steigern. Floriert der Markt nicht in einem solchen Maße, wie es gewünscht wird, wird das biointelligente System sich ebenso eigenständig auf diese Umstände einstellen, da dieses möglicherweise sogar voraussagen kann und sich dementsprechend anpasset. Der Mensch als Teil dieses Systems stellt dabei die unflexibelste Variable dar, da kompetente Mitarbeiter bei Personalmangel weder so schnell gefunden werden noch bei zu wenig Bedarf so schnell abgebaut werden können, ohne dass dies Konsequenzen nach sich ziehen würde.

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Details

Seiten
11
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783668970632
ISBN (Buch)
9783668970649
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v489911
Institution / Hochschule
Management Center Innsbruck Internationale Fachhochschulgesellschaft mbH – Wirtschaft und Management
Note
1,0
Schlagworte
biointelligent Systeme bio

Autoren

  • Johannes Wagner (Autor)

    6 Titel veröffentlicht

  • Lukas Höck (Autor)

  • Lukas Kocznar (Autor)

  • Carina Röder (Autor)

  • Benjamin Scherer (Autor)

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