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Broadcasting. Wie verbreite ich schnell Informationen?

Studienarbeit 2017 24 Seiten

BWL - Unternehmensforschung, Operations Research

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Lösungansatz Broadcast
2.1 Entstehung
2.2 Definition
2.3 Aufbau

3 Formen von Broadcast
3.1 Unicast
3.2 Broadcast
3.2.1 Definition
3.2.2 Formen
3.3 Anycast
3.4 Multicast
3.5 Geocast
3.5.1 Geometrische Adressierung
3.5.2 Symbolische Adressierung

4 Vergleich der Kommunikationsformen

5 Beispiele von Broadcast 5.1 Umsetzung in der Praxis
5.2 Nutzung in der Praxis

6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: OSI-Schichtmodell

Abbildung 2: Ausprägungsformen von Broadcast

Abbildung 3: Broadcasting-Kanäle am Beispiel von Sendeanstalten

Abbildung 4: Neue Medien-Kanäle

Abbildung 5: Beispiel eines Algorithmus

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Ubersicht der Vor- und Nachteile

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die Problematik der Informationsverbreitung geht geschichtlich weit zurück. Früher, in Zeiten ohne Massenmedien wie Fernsehen, Radio, Internet oder Zeitungen, war es daher besonders schwer Informationen schnell zu verbreiten. Zudem konnten große Teile der Bevölkerung weder lesen noch schreiben. Aufgrund dessen wurden wichtige Informationen, bspw. im Mittelalter, mündlich von Person zu Person übertragen. Die Übertragung lief jedoch sehr schleppend, da die Reisegeschwindigkeit der Menschen, welche zugleich auch die Informationsübertragungsgeschwindigkeit mitbestimmt, sehr gering war. So wurden z. B. Pferd und Reiter oder Brieftauben eingesetzt um die Über- tragungsgeschwindigkeit von Informationen zu beschleunigen.1

Einige Jahrhunderte später, in Zeiten der elektronischen Medien ist es, Dank des Tele- fons oder E-Mails, möglich Informationen in Sekundenschnelle gleichzeitig auch an mehrere Personen zu versenden.2 Trotzdem bleibt die Frage offen wie dieser Prozess hinsichtlich Informationen, Gesprächspartnern und der Übertragungsgeschwindigkeit gestaltet und optimiert werden kann. Aus diesem Grund hat sich Broadcast mit diver- sen Ausprägungen entwickelt, welche in den folgenden Kapiteln näher erläutert wer-den.

2 Lösungansatz Broadcast

2.1 Entstehung

Der Begriff Broadcast entstammt dem Englischen und bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie Rundruf (oder auch Sendung, Übertragung bzw. Ausstrahlung). Ursprüng- lich wurde der Begriff in der Nachrichtentechnik und dem Radio geprägt. Heutzutage wird er zudem in der Telematik (Telekommunikation in Kombination mit Informatik) eingesetzt. Die Telematik beschreibt mit dem Begriff Broadcast das Senden von Daten an ein unbekanntes Ziel, also so ähnlich wie die Ausstrahlung von Radiowellen eines Rundfunksenders. Dieser kennt ebenso wenig alle seine Empfänger und richtet daher die Daten an eine unbestimmte Menge von Zielpersonen in einem festen geometri- schen Bereich.3

2.2 Definition

Broadcast ist eine Kommunikationsstruktur innerhalb eines Netzwerks, bei der Daten an alle Teilnehmer eines IP-Netzes verschickt werden, wobei die Teilnehmergruppe durch die Subnet-Maske eindeutig und unveränderbar definiert wird.4

Um die Definition besser zu verstehen werden im nachfolgenden die Einzelbestandteile genauer erläutert.

Bei einem Netzwerk handelt es sich um einen Zusammenschluss verschiedener tech- nischer, primär selbstständiger elektronischer Systeme, welches die Kommunikation der einzelnen Systeme untereinander ermöglicht. Dies sind bspw. Computer. Daten sind Zeichen die mittels Syntax und Semantik in Informationen umgewandelt wurden. Es können sowohl einzelne, alle oder nur eine bestimmte Gruppe an Teilnehmern in einem Broadcast-System angesprochen werden. Eine eindeutige IP-Adresse wird innerhalb eines Netzwerkes auch als IP-Netz bezeichnet. Die Subnet-Maske ist definiert als Maske, die im Netzwerkprotokoll IPv4 bei der Beschreibung von IP-Netzen angibt, welche Bit-Position innerhalb der IP-Adresse für die Adressierung genutzt werden soll.5

2.3 Aufbau

Das OSI-Schichtmodell gilt als Referenzmodell für Netzwerkprotokolle als Schichtenar- chitektur. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Schichten wird oftmals mit- hilfe von Broadcast durchgeführt. Insbesondere zwischen der zweiten Schicht, der Da- tenverbindungsschicht (Data Link Layer) und der dritten Schicht, der Netzwerkschicht bzw. Vermittlungsschicht (Network Layer) wird Broadcast eingesetzt. Bspw. wird die MAC-Adresse innerhalb der Schichten verwendet. Das erste Bit der MAC-Adresse gibt hierbei die Art des Broadcast an. Bei Bit = 0 handelt es sich um eine Einzeladresse also einem Unicast; bei Bit = 1 handelt es sich hingegen um eine Gruppeadresse also ein Mutlicast oder Broadcast.6

Abbildung 1: OSI-Schichtmodell

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Elektronik Kompendium (o.J.), online im Internet: http://www.elektronik-kompendium.de/sites/kom/0301201.htm, Stand: 17.08.2017.

3 Formen von Broadcast

Beim Broadcast existieren fünf unterschiedliche Formen. Anhand dieses Kapitels soll dargestellt werden, wie sich diese einzelnen Formen zusammensetzen um diese von- einander abzugrenzen. Die nachfolgende Abbildung zeigt schematisch die fünf Aus- prägungsformen.

Abbildung 2: Ausprägungsformen von Broadcast.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Wikipedia (o.J.), online im Internet: https://de.wikipedia.org/wiki/Broadcast, Stand: 15.08.2017.

3.1 Unicast

In der Telekommunikation bezeichnet Unicast die Übertragung von Nachrichten zwi- schen einem Sender und einem einzigen Empfänger.7 Die dazu in der Vermittlungs- schicht des OSI-Schichtmodells verwendete Adresse, die das Ziel eindeutig identifi- ziert, wird als Unicast-Adresse bezeichnet. Der Begriff ist vor allem bei Computernetz- werken gebräuchlich, findet jedoch ebenso allgemeine Verwendung. So kann im über- tragenen Sinne das Senden eines Briefes an einen Empfänger als Unicast bezeichnet werden. Bei einer Direktverbindung zwischen zwei Netzwerkteilnehmern spricht man hingegen von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.

Der Terminus Unicast ist in Analogie zu den Begriffen Broadcast, Multicast und Anycast gebildet, welche zur Klassifikation der Adressierung (Routing-Methoden) in der Netzwerkkommunikation verwendet werden.

Unicast-Nachrichten werden für alle Netzwerk-Prozesse verwendet, vor allem bei denen vertrauliche oder einzigartige Ressourcen angefordert werden. Bestimmte Internet- Anwendungen nutzen Unicast-Verbindungen wie beispielsweise Streaming Media in vielen Varianten.

Bei IPv6 werden bestimmte Bereiche für Unicast-Adressen reserviert, welche durch die ICANN spezifiziert sind.8

3.2 Broadcast

3.2.1 Definition

Ein Broadcast-Paket erreicht alle Teilnehmer eines lokalen Netzwerks, ohne dass sie explizit als Empfänger angegeben sind. Daraus folgt, dass Broadcasts sich auf das eigene Netzwerksegment beschränken sollte und nicht von Routern weitergeleitet wer- den. Dementsprechend kann von Rundfunk, Ausstrahlung oder Rundruf gesprochen werden, wobei zum Beispiel in einem Computernetzwerk eine Nachricht aus Datenpa- keten von einem Punkt aus an alle Teilnehmer eines Nachrichtennetzes (ob lokal oder international) übertragen werden. Soll eine Information an eine Gruppe von ausgewähl- ten Teilnehmern gesendet werden, verwendet man stattdessen ein Multicast-Verfahren.

[...]


1 Vgl. Scheideler (2008), S. 229.

2 Vgl. ebenda.

3 Vgl. Technische Universität Braunschweig, Fachbereich Informatik, Betriebssysteme und Rechnerverbund (o.J.), online im Internet: http://www.ibr.cs.tu- bs.de/cm/mml/telematik/broadcast/broadcast.html, Stand: 09.08.2017.

4 Vgl. Base of Expert Training (2015), online im Internet: https://www.bet.de/lexikon/broadcast/, Stand: 06.08.2017.

5 Vgl. ebenda.

6 Vgl. Elektronik Kompendium (o.J.), online im Internet: http://www.elektronik- kompendium.de/sites/kom/0301201.htm, Stand: 17.08.2017.

7 Vgl. Cisco Systems (2001), Handbuch Netzwerktechnologien - Komplettes Grundwissen zu Networking und Internetworking, Seite 571, Markt + Technik Verlag, München, 2001.

8 Vgl. IANA (2017), Online im Internet: http://www.iana.org/assignments/ipv6-unicast-address- assignments/ipv6-unicast-address-assignments.xhtml, Stand: 09.08.2017.

Details

Seiten
24
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783668979048
ISBN (Buch)
9783668979055
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v490039
Institution / Hochschule
Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach
Note
2,0
Schlagworte
broadcasting informationen

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Titel: Broadcasting. Wie verbreite ich schnell Informationen?