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Eine Beurteilung der Studie "Gewalterfahrungen in der Pflege – Das subjektive Erleben von Gewalt in Pflegebeziehungen" von Peter-Michael Schulz

Darstellung der Ergebnisrelevanz für das Pflegemanagement und die Pflegepraxis

Hausarbeit 2019 42 Seiten

Gesundheit - Pflegewissenschaft - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Beurteilung der Studie anhand qualitativer Gütekriterien nach Brandenburg

3 Beurteilung der Studie anhand qualitativer Gütekriterien nach Mayring

4 Relevanz der Ergebnisse für das Pflegemanagement und die Pflegepraxis

5 Methodische Reflexion des eigenen Vorgehens

6 Fazit und Ausblick in Theorieentwicklung und Forschungsbedarfe

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

„Gewalt in der Pflege ist ein Phänomen, das in der Pflege alter und kranker Men- schen in all seinen Facetten und Formen anzutreffen ist“ (Schulz 2006: 191). Die Autoren der vorliegenden Hausarbeit haben sich im Rahmen der Modulprüfung „Professionelles Pflegehandeln II“ (F1M3) für die qualitative Studie „Gewalterfah- rungen in der Pflege – Das subjektive Erleben von Gewalt in Pflegebeziehungen“ von Peter-Michael Schulz (2006) entschieden. Die Auswahl der oben genannten Studie erfolgte aus dem Grunde, da die Studie von Schulz (2006), aus dem Be- reich der qualitativen Forschung, das Phänomen „Gewalt in der Pflege“ konkret thematisiert und dieses in seiner unterschiedlichen Ausprägung für den Bereich der Pflege beleuchtet. In den Mittelpunkt rücken an dieser Stelle die Entstehungs- zusammenhänge von „Gewalt in der Pflege“, mit besonderem Fokus auf das Er- leben und Verarbeiten der an den jeweiligen Ereignissen beteiligten Personen, sowie die sachliche Auseinandersetzung mit der Problematik „Gewalt in der Pflege“, die in pflegerischen Disziplinen noch immer tabuisiert oder mit pauscha- len Schuldzuweisungen einhergeht. Ein besonderes Interesse gilt der Thematik, obwohl die Autoren aus den unterschiedlichsten Bereichen des Krankenhauses stammen. Vertreten sind zwei Intensivfachkrankenschwestern, ein Ambulanz- pfleger, ein Assistent der Pflegedirektion und eine pflegerische Bereichsleitung. Die Autoren haben den Anspruch ihre Arbeits- und Tätigkeitsbereiche gewaltfrei zu gestalten und hoffen, durch die Auseinandersetzung mit der Studie, wertvolle Beiträge zu diesem Thema zu gewinnen und in ihren Arbeitsbereichen zu imple- mentieren.

Die Beurteilung der Studie wird im nachfolgenden Kapitel dieser Hausarbeit, stichpunktartig mittels Gütekriterien qualitativer Forschung nach Brandenburg (2013) und spezifischer Gütekriterien qualitativer Forschung nach Mayring (2016) erfolgen. Die getroffenen Aussagen der Autoren werden durch Zitate aus der Stu- die belegt. Die Autoren dieser Hausarbeit haben sich explizit für die Auswahl der spezifischen Gütekriterien qualitativer Forschung nach Mayring (2016) entschie- den, um die Beurteilung der Studie „Gewalterfahrungen in der Pflege – Das sub- jektive Erleben von Gewalt in Pflegebeziehungen“ von Schulz (2006), möglichst zutreffend und kriteriengeleitet vorzunehmen, da die vorliegende Studie inhaltlich viele Ansätze und Aspekte bietet, die den Kriterien nach Mayring entsprechen oder sich an ihnen orientieren. Bereits während des Lesens der Studie konnten die Autoren entscheidende Parallelen zu den Gütekriterien nach Mayring fest- stellen. Einige prägnante Punkte waren, dass eine Methode für den Gegenstand entwickelt wurde, ein systematisches Vorgehen erkennbar war, sowie die Nähe zum Gegenstand. Im weiteren Verlauf dieser Hausarbeit gehen die Autoren auf die Relevanz der Ergebnisse für das Pflegemanagement und die Pflegepraxis ein. Außerdem beschreiben sie ihr methodisches Vorgehen und geben einen Ausblick in die mögliche Theorieentwicklung und Forschungsbedarfe.

Die Autoren wünschen sich für die Bearbeitung dieser Hausarbeit eine Gruppen- note, da der Arbeitsaufwand zu gleichen Teilen getragen wurde. Des Weiteren wurde die Hausarbeit in Gemeinschaftsarbeit erstellt.

2 Beurteilung der Studie anhand qualitativer Gütekriterien nach Brandenburg

Die Einschätzung der Ergebnisse anhand von Gütekriterien ist ein wichtiger Stan- dard der qualitativen Forschung. Qualitative Forschung muss darauf bedacht sein, sich an Gütekriterien messen und beurteilen zu lassen.

In den folgenden Kapiteln wird die vorliegende Studie anhand ausgewählter qua- litativer Gütekriterien nach Brandenburg (vgl. Brandenburg et al. 2013: 213-230) und Mayring (vgl. Mayring 2016: 140-148) untersucht.

Die Gütekriterien werden anhand von Zitatbelegen aus der Studie gestützt und die Zitate mit Seitenzahlen angegeben und belegt (vgl. Schulz 2006: 1-221).

1. Fragestellung (Forschungsfrage/Forschungsfragen)

- Was ist die Fragestellung?

Es sind mehrere Fragestellungen vorhanden:

- „Doch, wie sieht es im pflegerischen Alltag aus? Wie wird bei der Pflege kran- ker oder alter Menschen in den privaten Haushalten, Heimen oder Kliniken mit zwischenmenschlichen Konflikten umgegangen? Welche Belastungen und Frustrationen tauchen auf, und können sie für Übergriffe verantwortlich gemacht werden? Wie gehen Pflegeeinrichtungen mit diesen Vorfällen um?“ (S. 9)

- Wird die Relevanz der Fragestellung beschrieben?

Hohe Relevanz vorhanden, da es wenig wissenschaftliche Nachweise gibt:

- „[…] dieses derzeit noch zu wenig in der Wissenschaft verankerten Themas“ (S. 5, „Zur Schriftenreihe“)

Öffentliches Interesse wird hervorgehoben:

- „In den öffentlichen Medien tauchen häufig Meldungen über Misshandlungen von Heimbewohnern oder Patienten auf.“ (S. 9)

Gewalttabuisierung rückt in den Fokus:

- „[…], dass die Tabuisierung von Gewalt nicht nur den Pflegealltag beschöni- gen soll, sondern dass häufig massive Schuldgefühle dahinterstecken.“ (S. 61-62)

Gewalterfahrungen in der Pflegepraxis:

- „Systematische Untersuchungen, die das Erleben und Bewältigen von Ge- waltsituationen der Pflegekräfte im nicht-psychiatrischen Bereich im Blick ha- ben, sind mir jedoch für den deutschsprachigen Raum nicht bekannt, darum möchte ich einen Blick in die Pflegepraxis werfen und Pflegende nach ihrem persönlichen Gewaltverständnis und nach ihren eigenen Erfahrungen befra- gen.“ (S. 91)

Begründung der Fragestellung durch den Autor:

- „Mit der vorliegenden Arbeit sollen nun die persönlichen Erfahrungen der Pfle- genden mit beruflichen Gewalt- und Konfliktsituationen und die damit verbun- denen Gefühle und Emotionen näher untersucht werden, um pflegetypische, verursachende und auslösende Faktoren sichtbar und begreifbar machen und somit eine Entwicklung von Lösungswegen, Handlungsalternativen und/oder strukturelle Verbesserungen zu ermöglichen.“ (S. 92)

- Ist die Forschungsfrage klar formuliert worden?

Klare Formulierungen sind vorhanden, allerdings werden mehrere Forschungs- fragen formuliert, sodass die Aussagekraft der vorliegenden Studie deutlich ge- steigert und die Studie somit facettenreicher, sowie umfangreicher wird. Die Formulierung der Forschungsfragen erfolgte demnach präzise und für den Leser der Studie verständlich und nachvollziehbar.

Die Forschungsfragen lauten wie folgt:

- „Über welches persönliche Gewaltverständnis und welche persönlichen Ge- walterfahrungen verfügen die befragten Personen?“
- „Wie werden Gewaltsituationen von den Betroffenen erlebt?“
- „Wie wird mit Gewaltereignissen umgegangen?“
- „Wie werden Gewalterfahrungen verarbeitet und bewältigt?“
- „Wann tritt Gewalt auf und wie werden die Reaktionen der jeweiligen Akteure von den Befragten erlebt?“
- „Welche Hilfen werden angeboten und können diese zu einer Bewältigung genutzt werden?“
- „Welcher Bedarf an Unterstützung und Hilfe besteht und wo liegen die Res- sourcen, um Gewaltereignisse zu vermeiden und/oder zu bewältigen?“ (S. 92-93)

2. Design

- Welches Design wurde zur Beantwortung der Fragestellung gewählt?
- „Zur Gewinnung von auswertbaren Daten über persönliche, subjektive Ge- walterfahrungen wurden Prinzipien und Techniken der qualitativen Forschung gewählt [Hervorhebung der Verfasser].“ (S. 93)
- „Die Qualitative Forschung arbeitet nach dem Prinzip der Offenheit [Hervor- hebung der Verfasser], d.h. die Erhebungen erfolgen ohne ein vorformuliertes theoretisches Konzept […]“ (S. 93)
- „Die Grundhaltung der Offenheit gilt den Untersuchungspersonen, wie auch den erhobenen Daten [Hervorhebung der Verfasser].“ (S. 93)

- Wie wurde die Wahl des Designs begründet?
- „Um Gewaltmechanismen im Pflegebereich genauer untersuchen zu können, müssen die subjektiven Sichtweisen der Betroffenen erfasst [Hervorhebung der Verfasser] werden.“ (S. 91)
- „Diese Merkmale der qualitativen Forschung entsprechen den vorgestellten Forschungsfragen und begründen meines Erachtens die getroffene Metho- denauswahl, da so ein subjektiver Einblick in das Erleben von Konflikt- und Gewaltsituationen ermöglicht werden kann.“ (S. 94)

- Ist das Design passend für die zu untersuchende Fragestellung?
- „Mit Hilfe qualitativer Forschungsmethoden soll im empirischen Teil der Arbeit Einblick in die Pflegepraxis gewährt werden.“ (S. 9-10) - „Die Perspektive der Pflegenden, ihr persönlicher Blick auf die Ereignisse ste- hen bei der Untersuchung im Vordergrund.“ (S. 93)

3. Literaturanalyse

- Welche Literatur wurde benutzt (Alter, Relevanz)? Wie wurde die Literatur gesucht? Wie wurde die Literatur gefunden?

Nutzung diverser Theorien:

- „Nachfolgend möchte ich nun die in der Aggressionsforschung am häufigsten zitierten und diskutierten Aggressionstheorien […] vorstellen.“ (S. 22)

Jedoch besitzen sämtliche Theorien nach wie vor Ansätze mit hoher Relevanz :

- „Ganz im Wiederspruch [Sic!] dazu erscheinen jedoch die in den Medien regelmäßig veröffentlichten Berichte, in denen menschenunwürdige Bedingungen, Misshandlungen und sogar Tötungen durch Pflegekräfte in Pflegeeinrichtungen aufdeckt werden.“ (S. 34)

Das Alter der verwendeten Literatur liegt zwischen den Jahren 1949 und 2004 (vgl. Schulz 2006: 203-214).

Wie die Literatur gesucht und gefunden wurde, wird nicht deutlich, da Schulz keine präzise Datenbankenrecherche o.Ä. darlegt:

- „Für den theoretischen Abschnitt wurde als Untersuchungsmethode die Literaturrecherche zur Erkenntnisgewinnung gewählt. Zunächst erfolgt eine nähere Betrachtung der Begriffe ,Gewalt´ und ,Aggression´.“ (S. 9)

- Ist der aktuelle Stand der pflegewissenschaftlichen Diskussion darge- stellt?

Dies wird im Rahmen der Betrachtung der Studie nicht eindeutig ersichtlich und kann nicht final erörtert werden. Die gesellschaftliche Diskussion ist aktuell, jedoch gibt es kaum pflegewissenschaftliche Untersuchungen hierzu.

- Allerdings wird deutlich, dass […] „Gewalthandlungen an Pflegebefohlenen vermutlich ein ziemlich altes von jeher tabuisiertes Phänomen darstellen.“ (S. 37)

4. Ethik

- Welche Aspekte der (Forschungs-) Ethik wurden diskutiert und wurden die grundlegenden Aspekte der (Forschungs-) Ethik beachtet?
- „Dabei werden die Betroffenen als Experten ihrer Situation gesehen und mit Achtung und Respekt in ihrem Handeln betrachtet.“ (S. 93)
- „Die Befragten sollten die Möglichkeit bekommen, sich zu öffnen und sich ohne Beeinflussung authentisch frei zu äußern.“ (S. 93)

Anonymisierung der Interviewpartner/ Umgang mit den Interviewpartnern

- „Den Interviewpartnern wurde schriftlich die Anonymität ihrer Person und die Beachtung des Datenschutzes zugesichert.“ (S. 104)
- ,Ein wichtiges Kriterium des Samplings ist in dieser Untersuchung die Unab­ hangigkeit und Freiwilligkeit der Beteiligten. (S.96)
- ,Ais moglicher Feldzugang wurde darum der direkte, institutions-unabhangige Zugang zu Einzelpersonen gewahlt." (S. 97)

3 Beurteilung der Studie anhand qualitativer Gütekriterien nach M ayring

Im folgenden Kapitel erfolgt eine Beurteilung der Studie von Schulz (2006), an- hand sechs allgemeiner Gütekriterien qualitativer Forschung nach Mayring (vgl. Mayring 2016: 140-148).

Anmerkung der Verfasser:

Um Dopplungen in dieser Hausarbeit zu vermeiden, sowie die formalen Vorga- ben einzuhalten, werden die Verfasser sich wiederholende Aussagen mit Zitat- beleg, folgendermaßen deklarieren bzw. ausweisen.

- zum Beispiel: (vgl. siehe Mayring Gütekriterium 3 „Regelgeleitetheit“, S. 10)

1 . Verfahrensdokumentation

Prinzip der Offenheit:

- „Die Grundhaltung der Offenheit gilt den Untersuchungspersonen, wie auch den erhobenen Daten.“ (S. 93)
- „Als qualitatives Instrument der Datenerhebung wurde das von Flick (1996, 2002) beschriebene episodische Interview ausgewählt.“ (S.94)

Entwicklung eines Interviewleitfadens:

- „Zum Zwecke der Orientierung und einheitlichen Strukturierung der Gesprä- che wurde zunächst ein Interviewleitfaden entwickelt.“ (S. 99)
- „Der Interviewleitfaden wurde durch einen Pretest überprüft und anschließend modifiziert.“ (S. 102)
- „Der vollständige Leitfaden wird dem Anhang beigefügt.“ (S. 102, S. 219-221)

Protokollierung und Transkription:

- „Das Interview wird mittels Tonbandaufnahme protokolliert und später wort- wörtlich transkribiert. Besonderheiten des Interviewverlaufs können in einem Kurzprotokoll festgehalten werden.“ (S. 96)

Stichprobengruppe:

- „Als mögliche Stichprobengruppe wurden Alten- und Krankenpflegekräfte ge- wählt, da diese, durch ihre berufliche Tätigkeit, im engen Kontakt mit Gepfleg- ten stehen, […].“ (S. 97)
- „Das Durchschnittsalter lag zum Zeitpunkt der Befragung bei 38,3 Jahren.“ (S.102)
- „[…] Merkmale der einzelnen Interviewpersonen liefert die folgende Abbildung (Abb. 24):“ (S.102); (Abb. 24 „Profil der Interviewpartner und die Dauer der einzelnen Interviews“) (S.103)

Auswertung der Interviews:

- „Zur Interviewauswertung wurden überwiegend Techniken des theoretischen Kodierens als Analyseverfahren gewählt, mit der ,Grounded Theory´ […]“ (S. 97)
- „Die Texte wurden kategorisiert und in wichtigen Passagen zeilenweise ko- diert. Die ersten Kategorien des offenen Kodierens wurden auf ihre Bedeu- tung hin geprüft und im Laufe des axialen Kodierens miteinander verglichen.“ (S.104)
- „Durch das selektive Kodieren entstanden folgende Hauptkategorien, die die Phänomene der Gewalt in der Pflege beschreiben und darum im folgenden Auswertungskapitel eine besondere Beachtung erfahren werden.“ (S. 104)

2. Argumentative Interpretationsabsicherung

Explikation des Vorverständnisses:

Eigenes Vorverständnis des Autors ist nicht erkennbar, jedoch wird dem Leser auf den (Seiten 9-90), Wissen zu der Thematik „Gewalt in der Pflege“ vermittelt. Theoriegeleitet (vgl. siehe Brandenburg Gütekriterium 3 „Literaturanalyse“, S. 5).

Studien werden mit Aussagen belegt:

- „So wurden z.B. in einer Studie von Pillemer und Moore insgesamt 577 Pflegekräfte […] befragt.“ (S. 34) Zudem erläutert Schulz verschiedene Begriffe zum Thema „Gewalt“, „Aggres- sion“ und „Konflikte“ (vgl. siehe Brandenburg Gütekriterium 3 „Literaturanalyse“, S. 5).

Geschichtliche Hintergründe werden dargestellt:

- „Im Germanischen war Gewalt kein Rechtsterminus wie im Römischen, son- dern jeher ein Bereich von Freiheit, welcher vom Recht ausgespart war.“ (S. 13)

Erkenntnisse aus der Theorie werden im Verlauf der Studie mit den Erkenntnissen aus den Befragungen verglichen:

- „Der u.a. […] beschriebene Zusammenhang von Burnout und gewalttätigen Entgleisungen […] konnte bei der Interviewauswertung bestätigt werden.“ (S. 196)

Rechtliche Grundlagen aus dem Strafgesetzbuch werden einbezogen:

- „Schutz und Freiheitsanspruch der Patienten basieren auf den Grundlagen des jeweiligen Versorgungs-, Pflege-, und/oder Behandlungsvertrages, bei stationärer Heimversorgung auf dem Heim-Gesetz, auf dem Grundgesetz, dem Bürgerlichen Gesetzbuch, sowie auf dem Straf- und Sozialgesetzbuch […]“ (S. 55-62)

3. Regelgeleitetheit

Prinzip der Offenheit (vgl. siehe Brandenburg Gütekriterium 2 „Design“ S. 5) Zur Interviewauswertung: Techniken des theoretischen Kodierens, „Grounded Theory“ (vgl. siehe Mayring Gütekriterium 2 „Argumentative Interpretations- absicherung“, S. 9)

Roter Faden:

- „Auf diesem Wege wird auch die ,Story-line´, der rote Faden der Fallge- schichte oder das zentrale Phänomen der Geschichte herausgearbeitet und eine Interpretation des Textes ermöglicht (vgl. Flick 2002).“ (S. 98)

Durchführung und Verlauf der empirischen Untersuchung:

- „Die einzelnen Fragen deckten insgesamt fünf verschiedene Themen- komplexe ab, die sich inhaltlich an den Aspekten der zuvor definierten Forschungsfragen orientierten.“ (S. 99-101)

Unterteilung des Materials:

- „Zu Gesprächsbeginn wurden die Beteiligten gebeten, wie bei einem Brain- stormingverfahren, Gedanken und Assoziationen zu der Phrase „Gewalt in der Pflege“ spontan zu äußern.“ (S. 105)

4. Nähe zum Gegenstand

Diverse Einblicke in sehr persönliche Erfahrungswelten, ausführliche Schilder- ungen von Gewaltereignissen und Belastungssituationen aus dem pflegerischen Tätigkeitsbereich (vgl. Schulz 2006: 105).

[...]

Details

Seiten
42
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783668990821
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v491861
Institution / Hochschule
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Note
1,3
Schlagworte
Studienanalyse Gütekriterien Mayring Brandenburg qualitative Forschung qualitative Studie Studiendesign Pflegewissenschaften Pflegeforschung Peter-Michael Schulz Gewalterfahrungen in der Pflege

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Titel: Eine Beurteilung der Studie "Gewalterfahrungen in der Pflege – Das subjektive Erleben von Gewalt in Pflegebeziehungen" von Peter-Michael Schulz