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Interpretation von Apg 19,1 - 20,1. Untersuchung der Darstellung der Erfahrungen des Paulus in Ephesus

Hausarbeit 2015 19 Seiten

Theologie - Biblische Theologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Die Apostelgeschichte

2. Literarkritik
2.1. Stellung im Kontext
2.2. Einheitlichkeit

3. Begriffs- und Religionsgeschichte
3.1. Begriffsgeschichte
3.2. Religionsgeschichte

4. Fragen an den Text
4.1. Apollos
4.2. Die Bedeutung der Stadt Ephesus
4.2. Die Kontroverse zwischen Paulus und Demetrius

5. Der Sinn des Textes im Rahmen der Apostelgeschichte – Fazit

6. Literaturverzeichnis

Apg 19,1-20,1

(Die Begegnung des Paulus mit Johannesjüngern) [Apg 19,1-7]

1 Während Apollos sich in Korinth aufhielt, durchwanderte Paulus das Hochland und kam nach Ephesus hinab. 2 Er traf einige Jünger und fragte sie: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie antworteten ihm: Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. 3 Da fragte er: Mit welcher Taufe seid ihr denn getauft worden? Sie antworteten: Mit der Taufe des Johannes. 4 Paulus sagte: Johannes hat mit der Taufe der Umkehr getauft und das Volk gelehrt, sie sollten an den glauben, der nach ihm komme: an Jesus. 5 Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu, des Herrn, taufen. 6 Paulus legte ihnen die Hände auf und der Heilige Geist kam auf sie herab; sie redeten in Zungen und weissagten. 7 Es waren im ganzen ungefähr zwölf Männer.

(Das Wirken des Paulus in Ephesus) [Apg 19,8-10]

8 Er ging in die Synagoge und lehrte drei Monate lang freimütig und suchte sie vom Reich Gottes zu überzeugen. 9 Da aber einige verstockt waren, sich widersetzten und vor allen Leuten den (neuen) Weg verspotteten, trennte er sich mit den Jüngern von ihnen und unterwies sie täglich im Lehrsaal des Tyrannus. 10 Das geschah zwei Jahre lang; auf diese Weise hörten alle Bewohner der Provinz Asien, Juden wie Griechen, das Wort des Herrn.

(Die Wundertaten des Paulus in Ephesus) [Apg 19,11-20]

11 Auch ungewöhnliche Wunder tat Gott durch die Hand des Paulus. 12 Sogar seine Schweiß- und Taschentücher nahm man ihm vom Körper weg und legte sie den Kranken auf; da wichen die Krankheiten und die bösen Geister fuhren aus. 13 Auch einige der umherziehenden jüdischen Beschwörer versuchten, den Namen Jesu, des Herrn, über den von bösen Geistern Besessenen anzurufen, indem sie sagten: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus verkündet. 14 Das taten sieben Söhne eines gewissen Skeuas, eines jüdischen Oberpriesters. 15 Aber der böse Geist antwortete ihnen: Jesus kenne ich und auch Paulus ist mir bekannt. Doch wer seid ihr? 16 Und der Mensch, in dem der böse Geist hauste, sprang auf sie los, überwältigte sie und setzte ihnen so zu, dass sie nackt und zerschunden aus dem Haus fliehen mussten. 17 Das wurde allen Juden und Griechen, die in Ephesus wohnten, bekannt; alle wurden von Furcht gepackt und der Name Jesu, des Herrn, wurde hoch gepriesen. 18 Viele, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten offen, was sie (früher) getan hatten. 19 Und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen. Man berechnete den Wert der Bücher auf fünfzigtausend Silberdrachmen. 20 So wuchs das Wort des Herrn mit Macht und wurde stark.1

(Der Aufruhr der Silberschmiede) [Apg 19,21-40]

21 Nach diesen Ereignissen nahm sich Paulus vor, über Mazedonien und Achaia nach Jerusalem zu reisen. Er sagte: Wenn ich dort gewesen bin, muss ich auch Rom sehen. 22 Er sandte zwei seiner Helfer, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien voraus und blieb selbst noch eine Zeit lang in der Provinz Asien. 23 Um jene Zeit aber wurde der (neue) Weg Anlass zu einem schweren Aufruhr. 24 Denn ein Silberschmied namens Demetrius, der silberne Artemistempel herstellte und den Künstlern viel zu verdienen gab, 25 rief diese und die anderen damit beschäftigten Arbeiter zusammen und sagte: Männer, ihr wisst, dass wir unseren Wohlstand diesem Gewerbe verdanken. 26 Nun seht und hört ihr, dass dieser Paulus nicht nur in Ephesus, sondern fast in der ganzen Provinz Asien viele Leute verführt und aufgehetzt hat mit seiner Behauptung, die mit Händen gemachten Götter seien keine Götter. 27 So kommt nicht nur unser Geschäft in Verruf, sondern auch dem Heiligtum der großen Göttin Artemis droht Gefahr, nichts mehr zu gelten, ja sie selbst, die von der ganzen Provinz Asien und von der ganzen Welt verehrt wird, wird ihre Hoheit verlieren.4 28 Als sie das hörten, wurden sie wütend und schrien: Groß ist die Artemis von Ephesus! 29 Die ganze Stadt geriet in Aufruhr; alles stürmte ins Theater und sie schleppten die Mazedonier Gaius und Aristarch, Reisegefährten des Paulus, mit sich. 30 Als aber Paulus in die Volksversammlung gehen wollte, hielten ihn die Jünger zurück. 31 Auch einige hohe Beamte der Provinz Asien, die mit ihm befreundet waren, schickten zu ihm und rieten ihm, nicht ins Theater zu gehen. 32 Dort schrien die einen dies, die andern das; denn in der Versammlung herrschte ein großes Durcheinander und die meisten wussten gar nicht, weshalb man überhaupt zusammengekommen war. 33 Die Juden schickten Alexander nach vorn und aus der Menge gab man ihm noch Hinweise. Alexander gab mit der Hand ein Zeichen und wollte vor der Volksversammlung eine Verteidigungsrede halten. 34 Doch als sie merkten, dass er ein Jude war, schrien sie alle fast zwei Stunden lang wie aus einem Mund: Groß ist die Artemis von Ephesus! 35 Der Stadtschreiber aber brachte die Menge zur Ruhe und sagte: Männer von Ephesus! Wer wüsste nicht, dass die Stadt der Epheser die Tempelhüterin der Großen Artemis und ihres vom Himmel gefallenen Bildes ist? 36 Dies ist unbestreitbar; ihr müsst also Ruhe bewahren und dürft nichts Unüberlegtes tun. 37 Ihr habt diese Männer hergeschleppt, die weder Tempelräuber noch Lästerer unserer Göttin sind. 38 Wenn also Demetrius und seine Zunftgenossen eine Klage gegen irgend jemand haben, so gibt es dafür Gerichtstage und Prokonsuln; dort mögen sie einander verklagen. 39 Wenn ihr aber noch etwas anderes vorzubringen habt, so kann das in der gesetzmäßigen Volksversammlung geklärt werden. 40 Sonst sind wir in Gefahr, dass man uns nach dem heutigen Vorfall des Aufruhrs anklagt, weil kein Grund vorliegt, mit dem wir diesen Volksauflauf rechtfertigen könnten. Nach diesen Worten löste er die Versammlung auf.

(Paulus in Mazedonien und Griechenland) [Apg 20,1)

1 Nachdem der Tumult sich gelegt hatte, rief Paulus die Jünger zusammen und sprach ihnen Mut zu. Dann verabschiedete er sich und ging weg, um nach Mazedonien zu reisen.

1. Einleitung

Die Apostelgeschichte ist der zweite Band des lukanischen Werkes und ist Bestandteil des Neuen Testaments. Im Folgenden werde ich zunächst einleitend auf dessen Entstehung, Verfasser und Besonderheiten eingehen und mich danach den Kapiteln 19,1 - 20,1 der Apostelgeschichte genauer widmen. Dabei möchte ich mich bei den genannten Versen sowohl mit der Literarkritik auseinandersetzen als auch kurz auf die Begriffs- und Religionsgeschichte des Textes eingehen, um dann ein besonderes Augenmerk auf den Sinn des Textes zu legen. Die Darstellung der Erfahrung des Paulus in Ephesus wird genauer betrachtet.

Vorbereitend habe ich die Apostelgeschichte aus der Einheitsübersetzung gelesen, auf welche ich mich bei dieser Arbeit stützen werde.

1.1. Die Apostelgeschichte

Die Apostelgeschichte ist Teil des Neuen Testaments. Sie besteht aus 28 Kapiteln, welche des Weiteren in Verse unterteilt sind.2 Zu einer Gliederung gibt es unterschiedliche Vorschläge, wie zum Beispiel eine „Zweiteilung […] nach den Personen des Petrus und Paulus“, eine „Einteilung in sechs Abschnitte“3 oder die dem Lukasevangelium gleichenden geographischen Einteilung.4 Wobei letztere naheliegend ist, da sich das Lukasevangelium ebenfalls geographisch gliedern lässt und der Aufbau vergleichbar mit dem der Apostelgeschichte ist.5 Dennoch ist auch eine zu beachtende „sachliche Akzentuierung“ vom Verfasser gesetzt worden, die einen „wesentliche[n] Einschnitt […] in der Hälfte seines Werks“6 aufweist. Es geht hierbei um das Apostelkonzil, welches „den Weg der gesetzesfreien Heidenmisson bestätigt“7 und nach welchem „Paulus zu seiner zweiten Missionsreise“8 aufbricht.

Wie bereits angedeutet, wird davon ausgegangen, dass die Apostelgeschichte die Weiterführung des Lukasevangeliums ist. Lukas ist dabei der „einzige[r] Evangelist“, der „sein Evangelium mit einem Fortsetzungswerk“8 weitergeführt hat. Ein Beweis der Entstehung durch denselben Verfasser wird bereits in Apg 1,1 gefunden. In diesem Vers steht ein „an Theophilus gerichtete[s] Proömium“9, welches auch in Lk 1,3 zu finden ist.10

Auch die Erwähnung eines „ersten Bericht[s]“11 in Apg 1,1, welcher auf das Lukasevangelium bezogen sein muss, bestätigt die Annahme, dass die beiden Werke vom selben Autor stammen, was ebenso der geschichtliche Zusammenhang unterstützt. Das Lukasevangelium endet mit einer Zusammenfassung Christi Himmelfahrts, welche in der Apostelgeschichte „nun ausführlich erzählt“12 wird. Viele Erzählungen, welche im Lukasevangelium beschrieben werden, werden „erst im Laufe der Apg verifiziert“, was darauf schließen lässt, „dass von vornherein das Doppelwerk als Doppelwerk vom Verfasser geplant war“13. Die Tatsache eines Doppelwerkes ist demzufolge sicher und es bleibt die Frage offen, wer genau die beiden Werke verfasst hat. Dabei fällt das Licht immer wieder auf einen Paulusbegleiter, der als „anonyme[r] Autor beider Bücher identifiziert“14 wurde. Hierbei handelt es sich um einen Mann, „den der Apostel in Kol 4,14 ‚Lukas, den geliebten Arzt‘ nennt“15. Dies wurde vor allem vermutet, da es in der Apostelgeschichten zu „Wir-Passagen“ kommt und der Verfasser genaue Kenntnisse über den Weg des Paulus gehabt haben musste16. Der Autor verfügte über gute Kenntnisse damaliger Reisemöglichkeiten und kennt „Details wie die Beschreibung seemännischer Handlungen und vor allem die in einem Kauderwelsch aus Griechisch und Latein geschilderten Befehle der Seeleute, die dem Ganzen eine so authentische Atmosphäre verleihen, dass selbst viele Kritiker einen ‚echten‘ Reisebericht als ‚Quelle‘ vermuten“17. Dies sagt viel über den Verfasser aus und würde die Annahme bestätigen, dass es sich um einen Paulusbegleiter handelt, da die Apostelgeschichte mit Details geschildert wird, die ein gewisses Vertrauen in die Angaben hervorbringen.18

Eine Bestätigung der Verfasserschaft von einem Paulusbegleiter kann aber nicht zu hundert Prozent festgelegt werden, da es gewichtende Gegenargumente zu dieser These gibt. Zum einen unterscheiden sich die Geschichten des „Lukas“ in der Apostelgeschichte und die des Paulus in vielen Punkten, was den Zweifel aufwirft, dass der Autor nicht „so gut über das Leben des Apostels informiert gewesen“ war, „wie man es von einem Begleiter erwarten sollte.“19 Zum anderen stimmt die Theologie des Paulus in der Apostelgeschichte nicht mit der Wirklichkeit überein, worauf erneut die Frage zurückgeht, ob der Autor Paulus wahrhaftig gekannt habe.20 Zusammenfassend kann man sagen, dass es definitiv fraglich ist, ob der Autor wirklich bei den Reisen des Paulus dabei war. Dennoch lässt sich vermuten, dass dieser mehr als nur schriftliche Quellen hatte und mit Paulus und seiner Theologie sehr vertraut war. Auch wenn die Theologie des Paulus in der Apostelgeschichte nicht wörtlich wiedergegeben wird, ist hier lediglich von einer Anpassung an die Geschichten auszugehen. Der Verfasser der Apostelgeschichte kannte sich wahrscheinlich gut mit der Theologie des Paulus aus, „ordnete [jedoch] seine Paulus- Tradition nach seiner theologischen Konzeption in einen größeren Sinnzusammenhang ein.“21

Zur Entstehungszeit lassen sich ebenfalls nur Vermutungen aussprechen. Eine davon ist, dass die Apostelgeschichte noch vor dem Jahr 70 abgeschlossen worden ist“, da den „Untergang des Tempels“ um 70 n. Chr. nicht die Sadduzäer, jedoch die Pharisäer überlebt haben und der Autor in der Apostelgeschichte dennoch von beiden in der Gegenwartsform spricht.22 Andere setzen die Zerstörung des Tempels als Voraussetzung fest und denken „an die Regierungsjahre des Domitian (81-96 n. Chr.)“23 als Entstehungszeit. Im Allgemeinen wird bei der Entstehungszeit zwischen den Jahren 57 und 135 n. Chr. geschwankt.24 Da aber bei der Abfassung der Apostelgeschichte das Lukasevangelium als bestehend vorausgesetzt wird und diesem wiederum das Bestehen des Markusevangeliums, ist eine Abfassung nach 80/90 n. Chr. wahrscheinlich und „die Apostelgeschichte [muss] am Ausgang des 1. Jh.s datiert“ werden.25 Die Frage zur genauen Entstehungszeit ist also ebenso ungeklärt, wie die zu den verwendeten Quellen des Autors.

Wie bereits zuvor angeschnitten, ist man sich hinsichtlich der verwendeten Quellen nicht einig, worauf ich im Folgenden kurz eingehen werde. Allgemein wirft sich zunächst die Frage auf, ob der Verfasser einzelne Quellen oder eine ganze, zusammenhängende benutzt hat. Hierbei wird davon ausgegangen, dass es sich um Einzelstücke handelt, die „Lukas […] selbstverständlich bearbeitet und erweitert“ hat. Durch diese Bearbeitung der Ursprünglichen Quellen ist eine genaue Identifizierung nicht oder kaum möglich.26 Dazu kommen die weit umstrittenen „Wir-Passagen“, die in der Frage stehen, ob der Verfasser nun als Begleiter des Paulus bei den Reisen anwesend war, oder ob es sich um einen rein „literarischen Zweck“ handle.27 Letzteres wird dabei von vielen als annehmbar erachtet und es wird angenommen, dass der Autor „schriftliche Quelle[n] über den Reiseverlauf“ hatte, wie zum Beispiel einen „antiken Seefahrtbericht“.28

Bei den Adressaten hingegen kommen die Meinungen der Historiker wieder zusammen, die davon ausgehen, dass es sich hierbei um die gleichen des Lukasevangeliums handelt, da der gleiche Adressat (Theophilus) am Anfang beider Werke genannt wird.29 Die Gemeinde des Theophilus waren „begüterte Christen“30. In der Apostelgeschichte wird „die idealisierte Darstellung der Gemeinschaft in der Jerusalemer Urgemeinde“ beschrieben, was vermuten lässt, „dass Vergleichbares in den Adressatengemeinden der Apostelgeschichte vorkam.“31

Zusammenfassend kann man über die Apostelgeschichte nur viele Vermutungen aufstellen, wobei ebenso viele nicht bewiesen werden können, da andere zeitliche Zeugnisse neben der Bibel fehlen. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass die Apostelgeschichte denselben Autor wie das Lukasevangelium hat und eine Weiterführung dessen ist.

2. Literarkritik

2.1. Stellung im Kontext

Hinsichtlich des Sinns der „ausgefeilten Spottgeschichte im Rahmen der Apostelgeschichte des Lukas“ sollte man zunächst die allgemeine Gliederung der Apostelgeschichte betrachten. Die Apostelgeschichte stellt hierbei „eine fortlaufende Geschichte“ dar, „die in Jerusalem anfängt und in Rom endet“33. Die fortlaufende Geschichte, in welcher der Verlauf der Verkündung des Wortes Gottes erzählt wird, steht dabei im Vordergrund und weniger die exakte Gliederung des Ganzen. Wie bereits erwähnt, ist es schwierig, die Apostelgeschichte genau zu gliedern. Heinrich August Wilhelm Meyer unterteilt dabei in vier Hauptabschnitte: „Die Jerusalemer Mission [1,1-8,40]“, „Die Anfänge der Mission unter den Völkern [9,1-15,35]“, „Die paulinische Diaspora-Mission [15,36-21,26]“ und „Der Prozess gegen Paulus [21,27-28,31]“.34 Auch bei K.-W. Niebuhr und Ingo Broer werden ähnliche Einteilungen vorgezogen, wobei besonders auffällig ist, dass es in allen drei verglichenen Gliederungen den sicheren Abschnittsbeginn von 8,4 und 15,36 gibt.35 Die von mir behandelten Kapitel Apg 19,1-20,1 sind also nach dieser Einteilung Teil der „paulinischen Diaspora-Mission“32.

Die Apostelgeschichte beginnt einleitend mit einem Verweis auf den „ersten Bericht“ und die Erwähnung eines Adressaten („Theophilus“). Sie beschreibt eine Zusammenfassung der Taten Jesu, welche bereits im „ersten Bericht“ enthalten waren. Dabei wird schon der erste Verweis auf die Taufe des Johannes mit Wasser gemacht („Johannes hat mit Wasser getauft […]“) und Jesus letztes Gebot beim Abendmahl wird aufgezeigt („[…], ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft“). Ebenso wird auf die örtliche Verbreitung des christlichen Glaubens verwiesen („bis an die Grenzen der Erde“), worauf die Missionsreise begründet ist. Im Allgemeinen fängt die Apostelgeschichte dort an, wo das Lukasevangelium aufgehört hat und beschreibt Christi Himmelfahrt („Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“).

[...]


1 Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift 1980. Apg 19,21 – 20,1. Stuttgart

2 Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift 1980. Stuttgart

3 Broer, Ingo (2006). Einleitung in das Neue Testament. Würzburg, 159.

4 Vgl. Ebd.

5 Vgl. Ebner, Martin; Schreiber, Stefan (Hrsg.) (2008). Einleitung in das Neue Testament. Stuttgart, 231

6 Niebuhr, K.-W. (Hrsg) (2003). Grundinformation Neues Testament. 2. Auflage. Stuttgart, 174.

7 Niebuhr, K.-W. (2003). 174-175.

8 Broer, Ingo (2006).160.

9 Ebner, Martin; Schreiber, Stefan (Hrsg.) (2008). 229.

10 Weißenborn, Thomas (2004). Apostel, Lehrer und Propheten. Band 1: Evangelien & Apostelgeschichte. Marburg an der Lahn, 205.

11 Ebd.

12 Ebd.

13 Vgl. Ebner, Martin; Schreiber, Stefan (Hrsg.) (2008). 229.

14 Vgl. Weißenborn, Thomas (2004). 205.

15 Ebd.

16 Vgl. Ebner, Martin; Schreiber, Stefan (Hrsg.) (2008). 236.

17 Weißenborn, Thomas (2004). 207.

18 Vgl. Ebd.

19 Weißenborn, Thomas (2004). 208.

20 Ebd.

21 Ebner, Martin; Schreiber, Stefan (Hrsg.) (2008). 239

22 Weißenborn, Thomas (2004). 223.

23 Ebner, Martin; Schreiber, Stefan (Hrsg.) (2008). 240.

24 Vgl. Broer, Ingo (2006). 165.

25 Vgl. Niebuhr, K.-W. (Hrsg) (2003). 188.

26 Vgl. Ingo Broer (2006). 171.

27 Vgl. Niebuhr, K.-W. (Hrsg) (2003). 189.

28 Vgl. Ingo Broer (2006). 170/171.

29 Vgl. Ebner, Martin; Schreiber, Stefan (Hrsg.) (2008). 239.

30 Vgl. Ebner, Martin; Schreiber, Stefan (Hrsg.) (2008). 240.

31 Vgl. Ebd.

32 alle von mir zitierten Bibelstellen stammen aus der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift 1980. Stuttgart.

Details

Seiten
19
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668981560
ISBN (Buch)
9783668981577
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v494044
Institution / Hochschule
Universität Erfurt – Evangelische Theologie
Note
2,0
Schlagworte
Exegese Neues Testament Apostelgeschichte Stellung im Kontext Apollos Ephesus Religionsgeschichte Begriffsgeschichte Einheitlichkeit Paulus Demetrius Bibel Bibelarbeit

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Titel: Interpretation von Apg 19,1 - 20,1. Untersuchung der Darstellung der Erfahrungen des Paulus in Ephesus