Lade Inhalt...

Tristan und seine Identitätssuche im fragmentarischen Roman "Tristan" von Gottfried von Straßburg

Eine literaturwissenschaftliche Untersuchung

Hausarbeit 2019 21 Seiten

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Identität im Mittelalter

3 Tristans Identitätssuche
3.1 Genealogische Identität
3.1.1 Die Elterngeschichte von Riwalin und Blanscheflur
3.1.2 ‚Wiedergeburt‘ und Namensgebung
3.2 Höfische Identität
3.2.1 Die Erziehung und Ausbildung durch Rual
3.2.2 Tristans erste Seefahrt
3.2.3 Cornwall und der cornische Hof
3.2.4 Die Seereisen nach Irland
3.3 Personale Identität – Paarbeziehung zu Isolde

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

diz maere, der daz ie gelas,/ der erkennet sich wol, daz der nam/ dem lebene was gehellesam./ er was reht alse er hiez ein man/ und hiez reht alse er was: Tristan. (V.2018-2022)1

Der fragmentarische Roman Tristan wurde 1210 von dem Epiker und Sangspruchdichter Gottfried von Straßburg verfasst.2 In 19548 Versen wird Tristans Eltern- und Vorgeschichte dargelegt und ein Held gezeigt, der auf der Suche nach seinem eigenen Raum und seiner eigenen Zeit ist.3 Mit der vorangestellten Beschreibung des Protagonisten macht es den Anschein, dass Gottfried zeigen möchte, dass Tristan über seinen Namen eine bestimmte Identität eingeschrieben ist. Diese Frage nach Identität im Gottfriedschen Roman steht im Zentrum der nachfolgenden Arbeit. Dabei soll der These nachgegangen werden, dass Tristans Identitätssuche erfolglos bleibt und sich keine Teilidentität durchsetzen kann.

Dem Einstieg in das Thema wird durch den Versuch Rechnung getragen, die Identität für das Mittelalter zu definieren. Verschiedene Definitionsansätze sollen die Schwierigkeit des Feldes andeuten. Anschließend, im Hauptteil der Arbeit, soll es um die drei Identitätsdimensionen gehen, die Tristan auszeichnen. Eine Orientierung findet durch Henning Hermanns „Stufen der Identität im Tristan4 statt. Nach jeweils kurzen Bemerkungen zu den Teilidentitäten wird die Ausprägung Tristans erläutert. Mit der genealogischen Identität wird die Elterngeschichte von Riwalin und Blanscheflur vorgestellt, sowie die ‚Wiedergeburt‘ und Namensgebung thematisiert. Sie soll zeigen, inwiefern Tristan mit seiner Vergangenheit verbunden ist und diese mit seinem Namen auch ein Teil von ihm beschreibt. Die höfische Identität stellt Tristans zweite Teilidentität dar. Mit der Ausbildung durch den Ziehvater Rual wird hierfür ein Fundament geschaffen. Die erste Seefahrt reißt Tristan aus seinem wohlbehüteten Elternhaus heraus und bringt ihn neu und verändert nach Cornwall.5 Der cornische Hof ist für Tristan der Ort, an dem er seine höfischen Fähigkeiten profilieren kann und Teil der Wir-Identität an Markes Hof wird.6 Mit den Seereisen nach Irland findet wieder eine Identitätsveränderung statt, die unter anderem dazu führt, dass Tristan seinen Namen in Tantris umändert und Isolde Blondhaar kennenlernt. Die Personale Identität Tristans soll den Abschluss dieser Hausarbeit bilden. Indem Gottfried durch den Moroldkampf zur Minneproblematik überleitet, wird die Paarbeziehung in den Vordergrund gestellt.7

Die vorgenommene Abgrenzung der Teilidentitäten dient nur der besseren Einteilung in Kapitel. Sie zeichnen sich jedoch durch Interdependenz aus und lassen sich nicht losgelöst voneinander betrachten.

2 Identität im Mittelalter

Viele Zweige der Wissenschaft haben sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Identitätsproblematik auf unterschiedlichen Ebenen angenommen. Grundsätzlich wäre es falsch, von „ der Identität des mittelalterlichen Menschens“ oder „ dem mittelalterlichen Weltbild“ zu sprechen, da es sich bei jenen Formeln um reine Hilfskonstrukte handelt, die nicht der Realität entsprechen. Hiermit provoziert man nur den Vergleich zu „ dem neuzeitlichen, aufgeklärten Menschen“. Man sollte das Mittelalter als eine eigene Epoche betrachten, die Einmaligkeit besitzt und nicht unserer heutigen Zeit gleicht.8 Doch was kann man nun unter Identität im Mittelalter verstehen? Der Begriff erscheint komplexer und unpräziser als erwartet. Eine allgemein brauchbare und einheitliche Definition gibt es nicht.9 Durch Erik H. Erikson erfuhr der Identitätsbegriff einen unvorhersagbaren Aufschwung. Er prägte 1959 den Terminus der „Ich-Identität“, nahm von diesem Ausdruck jedoch später Abstand und beschäftigte sich mit dem weiter gefassten Feld der Identität.10 Seiner Meinung nach drückt der Begriff „eine wechselseitige Beziehung aus, als er sowohl ein dauerndes inneres Sich-Selbst-Gleichsein wie ein dauerndes Teilhaben an bestimmten gruppenspezifischen Charakterzügen umfaßt“.11 Jan Assmann sah Identität als eine Sache des Bewusstseins an, indem das latente Selbstbild reflektiert wird. Einzigartig bei ihm ist die Einteilung in eine kollektive- oder Wir-Identität und eine Ich-Identität, wobei sich die Ich-Identität noch einmal in eine individuelle und personale Identität aufgliedert. Identität ist nach Assmann stets ein gesellschaftliches Gebilde und soziales Phänomen.12 Hans-Werner Goetz fasst Identität als ein Phänomen auf, dass sich durch Mehrschichtigkeit auszeichnet und schwer belegbar ist. Er spricht davon, dass ein Mensch stets verschiedene Identitäten in sich trägt, die hierarchisch geordnet werden müssen. Identität ist ebenfalls nichts Starres, sondern schließt einen Entwicklungsprozess des Trägers mit ein. Sie verbindet weiterhin das Individuum mit der Gruppe, da sich die Person über diese oder mehrere identifiziert. Goetz zeigt aber auch, dass es eine Zäsur mit der „Entdeckung des Individuums" im 12. Jahrhundert gibt und das Kollektiv nun nicht mehr vorrangig die identitätsbildende Instanz ausmachen muss.13 Anette Sosna hebt ebenso für das Mittelalter den Zusammenhang zwischen Individuum und Gesellschaft hervor, den man versucht, mit dem Begriff „Typus“ zu fassen. Dahinter versteckt sich, dass sich die Identität des Einzelnen mit den gesellschaftlichen Forderungen deckt und somit der Einzelne und das Kollektiv eine Synthese bilden. Die Individualität wird hierbei weitestgehend verdrängt, obwohl der Einzelne Individualität und Identität in sich vereint und damit von der Gesellschaft unterscheidbar bleibt. Die völlige Übereinstimmung mit einem kollektiven Typus ist nicht möglich.14 Die Interaktion zwischen kollektiver und persönlicher Identität ermöglicht die Identitätsbalance, in der beide Teilidentitäten nebeneinander her bestehen können, ohne sich auszuschließen.15

3 Tristans Identitätssuche

3.1 Genealogische Identität

Schon in der Antike war man der Meinung, dass die Genealogie Identität stifte. Der Einzelne und die Gesellschaft haben die Möglichkeit, sich durch das Gedenken an den Vorfahren zu orientieren.16 In der Feudalgesellschaft ging man ebenfalls davon aus, dass die Einzelperson über ihren Familienzusammenhang definiert sei. Durch die Vaterbenennung und dessen gesellschaftlichen Status werden die Fragen ‚Wer bin ich‘ und ‚Was bin ich‘ geklärt. Insofern ist der Status des Vaters von massiver Bedeutung und wirkt sich auf die gesellschaftlichen Aussichten der Söhne aus. Der höfische Roman gibt demzufolge häufig die Geschichte der Eltern wieder und zeigt die Verwobenheit mit dem Protagonisten.17 Im Tristan nimmt die Elterngeschichte von Riwalin und Blanscheflur eine besondere Rolle ein und wird den weiteren Lebensweg von Tristan auf bestimmte Weise prägen.

3.1.1 Die Elterngeschichte von Riwalin und Blanscheflur

In über 1500 Versen behandelt Gottfried die heimliche Liebesbeziehung zwischen Blanscheflur, der Schwester des Königs Marke in Cornwall, und Riwalin, dem Herrscher aus Parmenien. Tristans Eltern sind beide königlicher Abstammung, entsprechen jedoch nicht dem Verhaltenskodex der Adelsgesellschaft.18 In der Szene des Maifestes stellt sich heraus, dass Riwalin Blanscheflurs Herz erobert (vgl. V.725f.). Zu dieser Zeit soll Riwalin bereits gewalteclîche […] den cepter und die crône (V.727ff.) von Blascheflurs Herz getragen haben. Dennoch versucht sie diesen Sachverhalt geschickt vor der Gesellschaft zu verbergen. Die Dimension der Heimlichkeit entpuppt sich sehr frühzeitig als das entscheidende Merkmal der Handlungsbene zwischen Riwalin und Blanscheflur. Ihre gemeinsame Liebe scheint die beiden aus der Masse herauszuheben, bürdet ihnen jedoch auch Leid auf, da sie nicht die Zustimmung der Hofgesellschaft besitzen. Nachdem Riwalin im Kampf schwer verwundet wird, schleicht sich die junge, besorgte Königin an das Krankenbett ihres Geliebten. In der Sphäre der Heimlichkeit wird Tristan außerehelich gezeugt.19 Mit dem späteren Tod der Eltern überträgt sich das Motiv der Heimlichkeit auf Tristan. Seine Liebesbeziehung zu Isolde wird sich gleichermaßen dadurch auszeichnen, da auch ihnen die höfischen Normen im Weg stehen werden.20

3.1.2 ‚Wiedergeburt‘ und Namensgebung

Nach dem Tod der Mutter rückt Tristan in den Mittelpunkt der Handlung. Ohne das Eingreifen Ruals, dem Marschall und engen Vertrauten Riwalins, wäre er ein gesellschaftlicher Außenseiter geworden.21 Nach Außen wird behauptet, dass Blanscheflur zusammen mit dem Kind gestorben sei (vgl. V.1827ff.). Diese erste Erzählung schafft nach Elke Koch eine ‚Nicht-Identität‘, da die Geburt des Kindes abgestritten wird. Kurze Zeit später wird aber eine zweite Geburt durch die Frau Ruals, Floraete, inszeniert.22 Durch die Lüge wird Tristan zu einem akzeptierten Mitglied in der Gesellschaft und seine neue fiktionale Identität trennt ihn in gewisser Weise von seiner wahren Herkunft und dem daran anschließenden väterlichen Erbe.23 Mit dem Akt der Namensgebung ergeben sich auch Folgen für die Identität. Durch die Taufe Tristans wird er in die christliche Gemeinschaft aufgenommen und sozial eingegliedert.24 Die Namensgebung findet durch den Ziehvater Rual statt. Er betrachtet das Kind von seiner Biographie her und flechtet den Namen in die Geschichte der Eltern und deren Schicksal, sowie die Umstände bei der Geburt ein (vgl. V.1987-1998): nu heizet triste triure,/ und von der âventiure/ sô wart daz kint Tristan genant, (V.1999ff.). Der Name trägt hiermit eine repräsentatorische Funktion. Gleichzeitig schließt er eine Bewertung ein und bewirkt Reaktionen, sowie Antizipationen bei dem Namensträger und dem gegenüber. Die Benennung hat somit auch eine identitätsstiftende Funktion. Gottfried repräsentiert mit dem Namen Vergangenes und nimmt Zukünftiges vorweg.25 Rual greift auf das römische und mittelalterliche Prinzip aus der Rhetorik ex casu nascentium und praesagium nominis zurück, worüber im Namen des Kindes die Umstände der Geburt erfasst werden.26 Die Menschen der Antike vertraten die Annahme, dass sich der Name des Kindes aus der Geschichte ableiten lasse und sein weiteres Schicksal bestimme.27 Darüber würde sich begründen lassen, dass Tristan die Traurigkeit über den Namen eingeschrieben ist und seine Identität prägt und beeinflusst.28 Durch die genealogische Namensgebung, so Henning Hermann, verhänge Gottfried eine passive Identität über Tristan, da er durch den Tod der Eltern keine Möglichkeit habe, sich über sie oder die Ahnen zu definieren.29 Bis Tristan die Wahrheit über seine Herkunft erfährt, wird sein Name stets im Widerspruch zu seiner Erscheinung und dem Verhalten gegenüber den Mitmenschen stehen.30 Im weiteren Verlauf des höfischen Romans wird die Erziehung durch Rual den jungen Tristan zu einer neuen Identität führen und die genealogische in den Schatten stellen.

3.2 Höfische Identität

Die höfische Identität des Mittelalters kann man als eine bestimmte Form der kollektiven- oder Wir-Identität betiteln. Darunter lässt sich ein Bild verstehen, dass sich eine Gruppe selbst aufbaut und die Mitglieder die Möglichkeit besitzen, sich darüber zu identifizieren.31 Die Zugehörigkeit kann man durch unterschiedliche äußere Merkmale bestätigt bekommen. So zum Beispiel über die körperliche Gestalt, die Kleidung, Herrschaftsinsignien, soziale Markierungen oder die Meinung der anderen. Besonders entscheidend ist, dass man die Werte der Gruppe vertritt, da man als Teil der Wir-Identität nicht auf andere Aspekte ausweichen kann.32 Ein zentraler Begriff der adligen Gesellschaft war das Wort „höfisch“, das sich aus der französischen Terminologie vom Adjektiv kurteis entlehnt hat. Die Wörter hövesch und hövescheit konnten im 13. Jahrhundert speziell für die Institution Hof genutzt werden. Sie schließen zeremonielle Umgangsformen, aber auch die materielle Ausstattung, also Kleider, Waffen und Pferde mit ein.33 Joachim Bumke äußerst sich hierzu und schreibt: „»Höfisch« wurde zum Programmwort für ein Gesellschaftsideal, in dem äußerer Glanz, körperliche Schönheit, vornehme Abstammung, Reichtum und Ansehen mit edler Gesinnung, feinem Benehmen, ritterlicher Tugend und Frömmigkeit verbunden waren“.34 Im Mittelpunkt der „höfischen Kultur“ steht der „höfische“ Ritter, dessen Kleidung, sowie seine Gesinnung und Verhalten „höfisch“ sind.35 Doch auch Tugendforderungen und Anweisungen eines optimalen gesellschaftlichen Verhaltens gilt es zu beachten. Hövescheit kann sich ebenso auf die künstlerische Tätigkeit beziehen. Speziell das Instrumentenspiel und der Gesang sind Ausdruck der höfischen Kultur. Auch Fremdsprachenkenntnisse gelten als besondere Ausprägung. Für die höfische Vorbildlichkeit spielt aber eine andere Sache noch eine ganz entscheidende Rolle: der Begriff êre. Nach Ansicht der höfischen Dichter war es einerseits die Aufgabe, den Anforderungen der Gesellschaft zu entsprechen und andererseits der christlichen Religion zu folgen. Indem die Einzelperson mit beiden Seiten übereinstimmte, entsprach dies der höfischen Vollkommenheit.36

3.2.1 Die Erziehung und Ausbildung durch Rual

Das Täuschungsmanöver von Rual und Floraete bettet Tristan in eine neue Sozialisationsinstanz ein, die als Differenz zur Genealogie angesehen werden kann.37 Nachdem er die ersten sieben Jahre in der Obhut der Marschallin steht, kümmert sich von nun an Rual um die Erziehung des Jungen (vgl. V.2045-2060). Tristan reist mit einem klugen Mann ins Ausland und bildet dort seine Fähigkeit des Fremdsprachenlernens aus (vgl. V.2061ff.). Somit kommt ihm eine Individualerziehung zu, die abgetrennt von Altersgenossen und durch einen eigenen Lehrer erfolgt. Mit der breitgefächerten Sprachenkenntnis ergibt sich ein wichtiger Baustein für Tristans zukünftiges Handeln: Anette Sosna spricht von einer ‚verbalen Maske‘, mit welcher er seine Identität dem Moment anpassen und sie auch verändern kann, was eine Beeinflussung des Gegenübers impliziert. Die Auseinandersetzung mit der buoche lêre (V.2065), die einen großen Teil in Tristans Ausbildung einnimmt, wird von Gottfried als negativ bewertet. Hier beginnt das Ende seiner Freiheit und Unbekümmertheit. Indem sich Tristan viel Wissen aneignet und dieses reflektiert, ergibt sich die Möglichkeit zur Erkenntnis. Mit dieser verbindet sich jedoch auch der Schmerz, der sich in die oft von Gottfried explizit gemachte Dialektik von Freude und Leid integriert. Weitere Punkte des Erziehungsprogramms schließen den Musikunterricht und besonders hier das Saitenspiel mit ein. Mit dem Vermerk, dass Tristan es wunder kunde. (V.2099), deutet Gottfried an, dass diese Fähigkeit in der Zukunft entscheidend sein wird. Erst nachdem es um das Erlernen von Fremdsprachen, der Beschäftigung mit wissenschaftlicher Lektüre und Musik geht, wird auf ritterliche Fähigkeiten verwiesen. Auf die hovespil (V.2121) wird nur innerhalb eines Satzes eingegangen. Rual nimmt auf die umfangreiche Erziehung in hohem Maße Einfluss und setzt Akzente, bzw. ändert den Stellenwert. Die Ausbildung bringt Tristans Fähigkeiten auf besondere Art und Weise zur Geltung. Dies wird sich dezidiert auf die Integration in der höfischen Gesellschaft auswirken.38 Durch das Anstreben der Vervollkommnung wird er sich in der Zukunft von seinen Mitmenschen abheben.39 Als er mit 14 Jahren nach Parmenien zurückkehrt, bereist er auf Wunsch Riwalins das Reich. Durch seine vortreffliche Ausbildung erntet er viel Lob und Beachtung, was ihn in seinen Fähigkeiten bestärkt.40 Ruals Erziehung kann damit als Fundament für die höfische Identität angesehen werden. Die mustergültige Ausbildung in allen höfischen Fertigkeiten erreicht im Tristan ihre Perfektion und wird auch im weiteren Handlungsverlauf bedeutsam sein.41

[...]


1 Gottfried von Straßburg: Tristan. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu herausgegeben, ins Neuhochdeutsche übersetzt, mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn, 3 Bände, Stuttgart, 11. Auflage, 2018.

2 Vgl. Tomas Tomasek: Gottfried von Straßburg. Stuttgart 2007, S.43. (Tomasek: Gottfried)

3 Vgl. Monika Schausten: ICH BIN, ALSE ICH HÂN VERNONMEN, ZE WUNDERLÎCHEN MAEREN KOMEN. Zur Funktion biographischer und autobiographischer Figurenrede für die narrative Konstitution von Identität in Gottfrieds von Straßburg ›Tristan‹, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (PBB), 123, 2001, S. 24 – 48, S.25. (Schausten: ICH BIN, ALSE ICH HÂN VERNOMMEN)

4 Henning Hermann: Identität und Personalität in Gottfrieds von Straßburg Tristan. Studien zur sozial- und kulturgeschichtlichen Entwicklung des Helden, Hamburg 2006, S.101. (Hermann: Identität)

5 Vgl. Horst Wenzel: Negation und Doppelung. Poetische Experimentalformen von Individualgeschichte im 'Tristan' Gottfrieds von Straßburg, in: Thomas Cramer (Hg.): Wege in die Neuzeit. München 1988, S. 229 – 251, S.243. (Wenzel: Negation)

6 Vgl. Hermann: Identität, 137.

7 Vgl. Hermann: Identität, 163.

8 Vgl. Anette Sosna: Fiktionale Identität im höfischen Roman um 1200: Erec, Iwein, Parzival, Tristan. Stuttgart 2003, S.12f. (Sosna: Fiktionale Identität)

9 Vgl. ebd., 18.

10 Vgl. Hermann: Identität, 65.

11 Erik H. Erikson: Identität und Lebenszyklus. Frankfurt am Main 1993, S.124. (Erikson: Identität und Lebenszyklus)

12 Vgl. Jan Assmann: Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen, München 2013, S.130ff. (Assmann: Das kulturelle Gedächtnis)

13 Vgl. Hans-Werner Goetz: Lingua. Indizien und Grenzen einer Identität durch Sprache im frühen Mittelalter, in: Walter Pohl, Bernhard Zeller (Hg.): Sprache und Identität im frühen Mittelalter. Wien 2012, S. 61 – 73, S.61f. (Goetz: Lingua)

14 Vgl. Sosna: Fiktionale Identität, 17f.

15 Vgl. ebd., 27.

16 Vgl. Hermann: Identität, 101.

17 Vgl. Horst Wenzel: Gottfried von Straßburg. In: Ursula Liebertz-Grün (Hg.): Aus der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit: Höfische und andere Literatur, 750-1320. Reinbek bei Hamburg 1988, S. 250 – 263, S.251. (Wenzel: Gottfried)

18 Vgl. Sosna: Fiktionale Identität, 220ff.

19 Vgl. Wenzel: Gottfried, 251.

20 Vgl. Stephanie Schommers: Helden ohne Väter. Die Suche der Söhne nach Identität in mittelalterlicher Literatur, Marburg 2010, S.17. (Schommers: Helden)

21 Vgl. ebd., 20.

22 Vgl. Elke Koch: Trauer und Identität. Inszenierungen von Emotionen in der deutschen Literatur des Mittelalters, Berlin 2006, S.236f. (Koch: Trauer)

23 Vgl. Schommers: Helden, 20f.

24 Vgl. Sosna: Fiktionale Identität, 223.

25 Vgl. ebd.

26 Vgl. Hermann: Identität, 108f.

27 Vgl. ebd.

28 Vgl. ebd., 82.

29 Vgl. ebd., 105.

30 Vgl. Schommers: Helden, 22.

31 Vgl. Assmann: Das kulturelle Gedächtnis, 132.

32 Vgl. Jan-Dirk Müller: Identitätskrisen im höfischen Roman um 1200. In: Peter von Moos (Hg.): Unverwechselbarkeit. Persönliche Identität und Identifikation in der vormodernen Gesellschaft, Köln 2004, S. 297 – 323, S.298f. (Müller: Identitätskrisen)

33 Vgl. Joachim Bumke: Höfische Kultur. Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter, München 1994, S.78ff. (Bumke: Höfische Kultur)

34 Bumke: Höfische Kultur, 80.

35 Vgl. ebd., 81.

36 Vgl. ebd., 425-428.

37 Vgl. Hermann: Identität, 114.

38 Vgl. Sosna: Fiktionale Identität, 224ff.

39 Vgl. Schommers: Helden, 24.

40 Vgl. Sosna: Fiktionale Identität, 227.

41 Vgl. Hermann: Identität, 114f.

Details

Seiten
21
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783346000729
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v494238
Institution / Hochschule
Universität Leipzig
Note
1.0
Schlagworte
Tristan Gottfried von Straßburg Tristan Identität Straßburg Identifikation

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Tristan und seine Identitätssuche im fragmentarischen Roman "Tristan" von Gottfried von Straßburg