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Die Funktion der Gladiatorenkämpfe in der frühen Kaiserzeit

Facharbeit (Schule) 2017 66 Seiten

Geschichte - Weltgeschichte - Altertum

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Vorwort

II Römische Schauspiele im Allgemeinen und die Gladiatorenkämpfe im Besonderen
1, Die s pectaculae
2, Entstehung und Entwicklung der munera
3, Der Ablauf eines munus
4, Gladiatoren und die Gesellschaft
a) Die soziale Herkunft der Kämpfer
b) Das Verhältnis des römischen Volkes zu den „Helden der Arena“

III Die Entwicklung der römischen Gesellschaft
1, Ab urbe condita bis 133 v.Chr
2, Der Bürgerkrieg
3, Die Gesellschaftsordnung im frühen Kaiserreich

IV Die Bedeutung der munera und Gründe für ihre Veranstaltung
1, Ablenkung des Volkes von der politischen Situation
2, Gladiatorenkämpfe als inspirierende Choreographie römischer Tapferkeit
3, Euergetismus
4, Die Bedeutung der einzelnen Teile eines munus
als Spiegel der römischen Ideologie
5, Die Spiele als Raum für die Kommunikation zwischen Herrschenden und Volk

V Reflexion

VI Anhang
1, Glossar
2, Literaturverzeichnis

I. Vorwort

,Was ist Rom?"

,Panem et circenses."

Obzwar die Spiele, sowohl die Wagenrennen als auch die Gladiatorenkampfe, von den meis­ ten Menschen selbstverstandlich mit der romischen Welt assoziiert werden muss dies bei Berucksichtigung der Errungenschaften Roms in vielen, die Gegenwart nach wie vor pragen­ den Bereichen, als fragwurdig bezeichnet werden. Da die Romer fUr sich selbst den Anspruch eines auf5erst zivilisierten Volkes erhoben und selbiger ihnen von der Geschichtsschreibung in der Regel zugebilligt wird wares fUr den Verfasser der Arbeit zu Beginn der Untersuchung kaum nachvollziehbar, warum sich insbesondere die Gladiatorenkampfe uber Jahrhunderte hinweg als Publikumsmagnet fUr Romer quer durch aile Gesellschaftsschichten etablieren konnten und heute sogar von Spielzeugfirmen, Romanen und Hollywood-Filmen als zentrale Komponente der romischen Kultur vermarktet werden. Die munera 1 sind eine Form kaum hinterfragter Gewalt, bei welcher man sich auf den ersten Blick schwerlich die hohe Akzep­ tanz oder auch nur die Grunde fUr deren blof5e Existenz erklaren kann. Eine nahere Untersu- chung der Gladiatorenkampfe offenbart jedoch nicht nur deren erstaunliche Entwicklung von der eher bescheidenen ,letzten Gabe" zu einer nahezu unermesslich teuren Massenun- terhaltung, sondern sie enthullt auch neue Facetten der romischen Kultur. Die Motive fUr die Ausrichtung der Gladiatorenkampfe im antiken Rom wahrend der fruhen Kaiserzeit bieten einen faszinierenden, einmaligen Einblick in das komplexe romische Selbstverstandnis und das Weltbild eines Staates, welcher im betrachteten Zeitraum nahezu die gesamte damals bekannte Welt unangefochten beherrschte. Der Untersuchungsgegenstand der Arbeit mag sich zwar auf die munera beschranken, doch die Fragestellung deckt dadurch trotz ihrer Spe­ zifitat verschiedene, tiefgreifende Charakteristika der romischen Gesellschaft ab. Da die Be­ antwortung dieser somit ein detailliertes Verstandnis sowohl fUr die munera als auch eine grundlegende Vertrautheit mit der Entwicklung und den Eigenheiten der romischen Sozial­ ordnung erfordert werden beide Themenkomplexe in der Arbeit beleuchtet werden. Ab­ schnitt II bietet deshalb einen Uberblick uber die romischen specatulae* im Allgemeinen und wendet sich anschlief5end den Gladiatorenkampfen zu. Hierbei wird, urn dem Facettenreich­ tum des Themas gerecht zu werden, auch auf Aspekte wie das Verhaltnis des romischen Vol­ kes zu den Helden der Arena" eingegangen werden. Der dritte Abschnitt leistet weitere Vorarbeit zur Beantwortung der Leitfrage, indem er die Entwicklung des romischen Staates skizziert und hierbei auf Basis der historischen Geschehnisse insbesondere einen Schwer- punkt auf die Auswirkungen selbiger fUr die romische Gesellschaftsstruktur setzt. In Ab­ schnitt IV werden die zuvor gewonnenen lnformationen schlief51ich in ihrem Entwicklungs­ stand zur fruhen Kaiserzeit zusammengeflihrt und bilden sodas Grundgerust bei der Erlaute­ rung der Grunde fur die Existenz der munera. Der erwahnte Zeitraum wurde ausgewahlt, da das Wesen des Principats der Bedeutung der Gladiatorenkampfe neue Aspekte hinzufligt (vgl. Abschnitt IV, Kapitel 1) und somit die Blutezeit der munera einlautet. Dies ermoglichte eine Weiterentwicklung der Kampfe (Abschnitt II, Kapitel 2 und 4b,) und erleichtert somit das Erkennen der wesentlichen Eigenschaften eines munus.

Die lnhalte der Arbeit werden unter Einbeziehung romischer Autoren vor allem aus der Se­ kundarliteraturanalyse gewonnen. Als besonders umfa ssende und anschauliche Werke sind hier fur Abschnitt II insbesondere Die Gladiatoren" von Christian Mann2 und Kaiser und Gladiatoren" von Thomas Wiedemann 3 hervorzuheben, wahrend Geza Alfodys 11 R6mische Sozialgeschichte"4 wertvolle lnformationen bei der Erarbeitung von Abschnitt Ill lieferte. Zwei der drei Autoren (Mann und Alfody) habilitierten vor dem Verfa ssen ihrer Bucher an deutschen Universitaten und konnen deshalb als besonders verlassliche Quellen betrachtet werden. Allerdings verfligen die Verfasser aller fUr die Arbeit herangezogener Quellen uber einen entsprechenden akademischen Hintergrund, was eine grundlegende Vertrauenswur­ digkeit gewahrleistet. Einige der verwendeten Nachschlagewerke flihren zusatzlich zu den in Abschnitt IV erlauterten Grunden psychologische Erklarungsversuche an, wie zum Beispiel Garrat Fagan5 • Eine Erlauterung dieser hatte den Rahmen der Arbeit allerdings, trotz ihres unzweifelhaften Wertes fUr die Beantwortung der Leitfrage, vollends gesprengt.

II. Riimische Schauspiele im Allgemeinen und die Gladiatorenkampfe im Besonderen

1. Die spectacu/ae

Der Begriff ,spectaculum •,bildet einen Sammelbegriff fUr aile Art en von i:iffentlichen Schau­ spielen im ri:imischen Reich mit politischer, ritueller oder kunstlerischer Bedeutung fUr die ri:imische Gesellschaft.6 Mit diesem Begriff werden also sowohl Wagenrennen (ludi circen­ ses*), Gladiatorenkampfe (munera gladiatoria, oft nur munera genannt), Tierhatzen (venati­ ones) oder auch inszenierte Seeschlachten auf naturlichen oder eigens angelegten kunstli­ chen Gewassern (naumachia) sowie die TheaterauffUhrungen (ludi scaenici*) bezeichnet.7

Ludi* wurden oft regelmaf5ig zu bestimmen Anlassen veranstaltet, z.B. zu Ehren Apollons im Juli (ludi Apollinares) oder zu Ehren Jupiters im September.8 Bei Letzteren, den sogenannten ludi Romani, handelt es sich um die alteste belegte Veranstaltung dieser Art. Sie bestand ursprunglich nur a us einem Wagenrennen, ehe diesem ab 364 v.Chr. dreitagige ludi scaenici* vorangestellt wurden. Die so eingefUhrte Verbindung a us TheaterauffUhrungen und Wagen­ rennen wurde schlief51ich auch bei anderen Anlassen gezeigt, welche traditionell mit einem ludus* gefeiert wurden.9 Da die ludi* als Gabe an die Gi:itter galten bekam der veranstalten­ de Magistrat fUr besonders aufwandige Spiele zwar Anerkennung in Form von Wahlerstim­ men, dennoch trugen die regelmaf5ig stattfindenden Spiele im ri:imischen Verstandnis nicht zum Ruhm des Veranstalters, sondern zum Wohlwollen der Gi:itter bei. 10

Offentliche Schauspiele konnten allerdings auch einmalig zu einem besonderen Anlass orga­ nisiert werden, beispielsweise nach einem siegreichen Feldzug. 11 Bei den ludi* anlasslich eines militarischen Erfolges dankte man den Gi:ittern mit sag. Votivspielen im Rahmen eines Triumphzuges fUr ihren Beitrag zum Sieg und belohnte sie mit Opfergaben. 12 Diese Spiele aus einmaligem Anlass mussen jedoch von den regelmaf5ig stattfindenden unterschieden werden, da sie vom Feldherrn aus der Kriegsbeute bzw. seinem Privatvermi:igen finanziert wurden und vom Senat bewillig werden mussten. Zudem galt der Dank fUr die Spiele ihm allein: Livius berichtet bereits uber Romulus, er habe durch die Veranstaltung eines Tri­ umphzuges erhabener, augusterior, gewirkt. 13 Somit hangen die ludi* also in der Regel mit der Macht des Staates und des Militars sowie der Huldigung der Gi:itter zusammen, wahrend die Veranstaltung der munera ursprunglich auf den Tad eines Einzelnen zuruckzufUhren war.14 Die Ursprunge und die Entwicklung dieser Totenfeiern werden in Kapitel 2.2 naher beleuchtet.

Gemessen an den Zuschauerzahlen erfreuten sich die unter den spaectaculae die Wagen­ rennen der gri:if5ten Beliebtheit. Der gri:if5te Circus in Rom, der Circus Maximus, fasste nach seiner Vollendung 103 n. Chr. zwischen 150.000 15 und 185.000 Zuschauer.16 Obwohl diese Zahlen auf den vermutlich zu Gunsten des Erbauers ubertriebenen Behauptungen der ri:imi­ schen Geschichtsschreiber beruhen bieten sie einen Anhaltspunkt, welcher die enorme Gri:i­ f5e des Circus verdeutlicht.17 Sowohl bei den ludi* als auch den munera bestand das Publi- kum oft aus einem Querschnitt durch die freie ri:imische Gesellschaft, also von freigelasse­ nen Sklaven uber die Mittelschicht bis hin zu Senatoren und bei den gri:if5ten Veranstaltun­ gen sogar Kaiser. Die Zuschauer wohnten den jeweiligen Spielen in einer streng nach sozia­ lem Status getrennten Sitzordnung bei.18 Der Zuschauerraum des Circus beispielsweise war baulich in drei stufenartig ubereinanderliegende Reihen von Sitzbanken getrennt. Die un­ terste, das podium, bot Sitzgelegenheiten fUr die senatorischen Familien und spater auch fUr den princeps. In der zweiten Reihe lagen die Platze der ubrigen Aristokratie und die Dritte war fUr die Masse der freien Bevi:ilkerung vorgesehen. 19 Somit wurde die Gesellschaft als Einheit begriffen, aber auch der Unterschied zwischen den Schichten deutlich gemacht. 20

Die Naumachien waren eine weit weniger haufige, jedoch trotzdem mit Blick auf den Cha­ rakter der spectaculae* recht aussagekraftige Art der Schauspiele. Es handelte sich hierbei um (meist selbst fUr spectaculae* auf5ergewi:ihnlich kostenintensive) inszenierte Seeschlach­ ten auf naturlichen oder eigens dafUr angelegten kunstlichen Gewassern. Kaiser Claudius (1. Jh. n. Chr.) lief5 auf dem westlich von Rom gelegenen Fuciner See 21 die gri:if5te Naumachie der Geschichte austragen, an welcher ca. 19.000 Ruderer und Kampfer beteiligt waren. 22

Dies war ubrigens der einzige uberlieferte Anlass, von welchem der nicht zuletzt durch As- terix-Comics bekannt gewordene Spruch Ave Caesar, morituri te salutant (,Ave Caesar, die Totgeweihten gruf5en dich") uberliefert ist. Es finden sich hingegen keine Belege dafUr, dass dieser Gruf5 zu Beginn der munera von den Gladiatoren verwendet wurde, wie heutzutage oft angenommen wird.23 Da die Naumachien mit wenigen Ausnahmen vor allem unter Au­ gustus Herrschaft auf dem gefluteten Gebiet des heutigen Trastevere veranstaltet wurden werden sie gelegentlich auch als ,naumachia augusti" bezeichnet und von einigen Autoren lediglich als Modeerscheinung angesehen.24 Dennoch liegen glaubwurdige Berichte von inszenierten Seeschlachten vor, welche neben Augustus auch von Nero, Titus und Domitian sowie dem bereits erwahnten Claudius veranstaltet wurden.25

Es existierte also eine grof5e Anzahl i:iffentlicher Spiele in Rom, welche, mit Ausnahme der munera, uber griechische Vorbilder oder Parallelen verfUgten. Dennoch sind sie als Teil der ri:imischen ldentitat zu betrachten. Die Gladiatorenkampfe sind ebenfalls seit der Republik eng mit der ri:imischen Gesellschaft und ihrer Kultur verbunden, sie stellen jedoch eine rein ri:imische bzw. italische Erfindung dar.

2. Entstehung und Entwicklung der munera

Wandmalereien in Etrurien und Kampanien (Regionen im westlichen Mittel- bzw. Suditalien, welche im 4. und 3. Jh. v. Chr. wahrend der Samnitenkriege 26 und der Kriege zur Abwehr der Invasion des Phyrros von Ephesus27 in die ri:imische Republik eingegliedert wurden) zeigen Kampfe zwischen je zwei bewaffneten Mannern im Zusammenhang mit Begrabnisritualen und obwohl sich deren gesellschaftliche Bedeutung und der Ablauf dieser fruhen Duelle nicht mehr naher ermitteln lasst werden sie heute oft als Vorlaufer der fruhen Gladiatur be­ trachtet und der Ursprung der ri:imischen munera deshalb in diesen Regionen verordnet. 28 Thomas Wiedemann, welcher die munera selbst als ,ganz und gar nicht ri:imisch"29 bezeich- net, fUhrt in diesem Zusammenhang allerdings eine recht provokante Theorie an: Die An­ nahme, dass die Gladiatorenkampfe sich nicht in Rom selbst entwickelten liege auch in den Thesen der Altertumsforschung seit der Aufklarung begrundet: diese habe lange Zeit nach einem Ausweg gesucht, um die fUr ihre Erhabenheit und ihre Tugenden bewunderte Zivilisa­ tion der Romer vom Makel der gewaltstrotzenden munera zu befreien und schlief51ich eine zufriedenstellende Erklarung gefunden, indem man die Gladiatorenkampfe als eigentlich ,unri:imisch" bezeichnete und ihre Entwicklung den Etruskern zuschrieb. Dies hatten im 19. und 20. Jahrhundert nicht zuletzt jene reizvoll gefunden, die an einen Zusammenhang zwi­ schen Zivilisationsfahigkeit und Rasse glaubten und sich bei den indoeuropaischen Ri:imern derartige Brauche nicht erklaren konnten.30 Der Ursprung der munera gilt somit, auch dank der diesbezuglich gegebenenfalls etwas alternativen Geschichtsschreibung der letzten Jahr­ hunderte, als nicht gesichert.

Das erste belegbare munus in Rom wurde 264 v. Chr. bei der Bestattung des Senators De- cimus lunius Brutus Pera von seinen beiden Si:ihnen auf den Forum Boarium am Tiber veran- staltet und bestand aus drei Duellen zwischen Kriegsgefangenen zu Ehren des Verstorbenen, 31 wobei die drei Paare jeweils bis zum Tode eines der Kontrahenten kampfen mussten.32

Dass die Veranstaltung des ersten munus in Rom ein besonderes Ereignis darstellte ist allein schon daran zu erkennen, dass es in den Aufzeichnungen dieser Zeit vielfach genannt wird. Eine aus ri:imischer Sicht auf5ergewi:ihnliche Eigenschaft der munera war jedoch nicht allein der Kampf33, sondern auch die bis dahin unbekannte Kombination aus privater und i:iffentli­ cher Angelegenheit: sie wurden von Privatleuten anlasslich des Todes eines nahen Verwand­ ten, welcher hohes soziales Ansehen genossen hatte, auf eigene Kosten veranstaltet. Aus­ tragungsort war jedoch der i:iffentliche Raum wie z.B. eines der Foren in Rom, um aile (v.a. die wahlberechtigten) Bewohner der Stadt teilhaben lassen zu ki:innen.34 Die Veranstalter der fruhen munera wollten den eigentlich privaten Anlass der Beerdigung unter anderem mit Hilfe der Gladiatorenkampfe also in eine i:iffentliche Veranstaltung umwandeln, um auf diese Weise die Erinnerung an die Tugenden des Verstorbenen hoch zu halten und sein An­ sehen zu steigern - naturlich stets in der Hoffnung, dass sich die Beliebtheit der Vorfahren auch auf die eigene virtus* und die Familie ubertragen wurde.35 Um dieses Vorhaben zu un­ terstutzen wurden die Kampfe durch eine aus heutiger Sicht recht makabre Prozession von Schauspielern mit Wachsmasken verstorbener Familienmitglieder eri:iffnet.36

Die Gladiatorenkampfe nahmen im Laufe der Zeit immer gri:if5ere Dimensionen an. 216 v. Chr. traten bei einem munus zum Begrabnis von Marcus Aemilius Lepidus bereits 22 Gladia­ torenpaare auf, 200 v. Chr. waren es 25 Paare anlasslich des Todes von Marcus Valerius Leavinus und 183 v. Chr. bereits 60 Paare bei den Kampfen fUr Publius Licinius. 37 Dieses Wachstum hat zwei Grunde: erstens die bereits erwahnte Nutzung von Beerdigungen als willkommene Mi:iglichkeit, an das politische Erbe des Verstorbenen anzuknupfen. Zum ande­ ren aber auch den Konkurrenzdruck innerhalb der ri:imischen Oberschicht: ein Schauspiel musste im republikanischen Denken das Vorangegangene ubertreffen, da man nicht nur mit seinen Zeitgenossen um Beliebtheit und virtus* rang, sondern auch mit den Mannern, wei- che in den vorangegangenen Generationen dem Staat gedient hatten.38 Die Gladiatoren­ kampfe mussten insofern dem Reichtum, Machtbewusstsein und vor allem dem Reprasenta­ tionsbedurfnis des Veranstalters gerecht werden.39 Zudem werden die munera innerhalb relativ kurzer Zeit in weiten Teilen der damaligen Republik popular40, so lief5 Publius Corneli­ us Scipio im Jahre 206 v. Chr. zum ersten Mal Gladiatorenkampfe auf5erhalb Ita liens, namlich in der Provinz Hispania, veranstalten.41

Ri:imische Gladiatorenkampfe stellen ein einmaliges Phanomen in der Geschichte dar. Rituel­ le Kampfe im Zusammenhang mit Totenfeiern fanden zwar in vielen Kulturen statt, ihnen fehlt im Vergleich zu den ri:imischen Bestattungsriten aber eine entscheidende Eigenschaft: die charakteristische Entscheidung uber die Begnadigung oder Ti:itung des im Kampf Unter­ legenen durch das Publikum. Fur diese finden sich keine Parallelen in der Geschichte.42 Diese Entscheidung hat einen besonderen Kontext: um begnadigt zu werden musste der Unterle­ gene das Publikum zuvor im Kampf fUr sich eingenommen haben, indem er Tapferkeit und kampferisches Geschick bewies. Dies ermi:iglichte ihm dann, dem Tad durch den Willen des Publikums zu entgehen - ebenso wie der Verstorbene, dessen Tugenden und dessen virtus* mit dem munus gedacht wurden, dem Vergessen und somit dem Tad im ubertragenen Sinne entgehen konnte.43 Dieser Gedankengang wird in Abschnitt IV, Kapitel 2 und 4 detaillierter erlautert.

Mit der zunehmenden Beliebtheit der munera entwickelten sich diese weiter: zum einen wurden sie zunehmend pompi:iser und umfangreicher, so wollte Gaius Julius Caesar 65 v. Chr. Beispielsweise 320 Kampferpaare in Silberrustungen 44 antreten lassen, da die Ausrich- tung eines munus zu diesem Zeitpunkt bereits als ,notwendige lnvestition in die politische Karriere"45 betrachtet wurde. Gleichzeitig jedoch beschrankte der Senat den Umfang der Kampfe bzw. die maximalen Kosten, sodass Caesar sich als frisch gewahlte Aedil mit weniger Gladiatoren als versprochen bei seinen Wahlern bedanken musste.46

Adiecit insuper Caesar etiam gladiatorium munus, sed aliquanto paucioribus quam destinaverat pari- bus; nam cum multiplici undique familia conparata inimicos exterruisset, cautum est de numero gladi- atorum, quo ne maiorem cuiquam habere Romae liceret. Sueton, lulius 10,2

Zudem wurde verfUgt, dass der Ausrichter eines munus im selben und dem darauffolgenden Jahr nicht fUr ein politisches Amt kandidieren durfe,47 da der Umfang der Gladiatorenkampfe und die dabei an das Volk verteilten Geschenke mittlerweile allzu sehr den Ausgang einer Wahl entschieden und deshalb als Wahlbestechung (ambitio) betrachtet wurden.48 Eine Be­ stattung innerhalb der Familie bot in der spaten Republik oft nur noch den Vorwand fUr die Veranstaltung eines munus, der tatsachliche Zeitpunkt wurde in der Regel mit Blick auf die eigene Karriere, also z.B. anstehende Wahlen, festgelegt. 49 Da fUr jeden Verstorbenen in der Republik eigentlich nur ein Gladiatorenkampf ausgerichtet werden sollte ging dies sogar so­ weit, dass Politiker mit hohen Ambitionen Schwierigkeiten hatten, geeignete Todesfalle in der Familie zu finden. Gelegentlich griff man deshalb auch auf Personen zuruck, die keine politischen oder militarischen Leistungen vollbracht hatten. Caesar fUhrte 45 v.Chr. beides zusammen und ehrte seine acht Jahre zuvor verstorbene Tochter Julia mit einem munus. 50

Man verband nun ahnlich wie bei den ludi* mehrere spectaculae zu einer organisatorischen Einheit, sie wurden also am gleichen Tag und Ort abgehalten. Fortan wurden die Tierhatzen (venationes), also Kampfe zwischen wilden Tieren untereinander oder gegen Menschen, welche bisher nur bei Triumphzugen veranstaltet worden waren, vormittags abgehalten, in der Mittagszeit manchmal Hinrichtungen durchgefUhrt und nachmittags lief5 man schlief51ich die Gladiatorenkampfe stattfinden.51 Wenn sich die munera uber mehrere Tage erstreckten, wie es insbesondere bei den kaiserlichen Kampfen die Regel war, so folgte vermutlich jeder einzelne Tag ebenfalls dieser Gliederung der Veranstaltung in drei Teile. 52

Auch der architektonischen Rahmen der munera anderte sich mit ihrer voranschreitenden Entwicklung. lm ersten Jahrhundert v.Chr. ging man von einem von Holztribunen einge­ schlossenen Viereck zu der aus Kampanien bekannten elliptischen Form der Arena uber.53

Diese stellte einen Kompromiss der, welcher einerseits von jedem Punkt des Zuschauerrau­ mes aus eine mi:iglichst barrierefreie Sicht auf die caeva* ermi:iglicht, andererseits den Kampfern insbesondere bei den Tierhatzen aber auch Raum zum Vorrucken und Zuruckwei­ chen bot.54 Auch gab es ideologische Grunde fUr die Form der Amphitheater: eine kreisrunde Arena impliziert die Gleichheit aller Zuschauer innerhalb eines Ranges, wahrend eine ellipti­ sche Form die Aufmerksamkeit auf die Endpunkte der kleinen Halbachsen lenkt, wo die Loge der hohen Beamten und spater der Kaiserpriester lag und in Rom die Loge der kaiserlichen Familie selbst.55 Die Amphitheater blieben wahrend der republikanischen Ara ausnahmslos aus Holz und mussten innerhalb kurzer Zeit wieder abgebaut werden, denn obwohl sie mehrmals im Jahr von verschiedenen Personen beni:itigt wurden untersagte der Senat den Bau einer steinernen Arena fUr die munera: diese hatte als dauerhaftes Bauwerk auch dau- erhaft an den Wohlstand und den Euergetismus (vgl. Abschnitt IV, Kapitel 3) ihres Erbauers erinnert und somit der republikanischen Logik widersprochen. Erst Pompeius gelang es im ersten Jahrhundert vor Christus durch einen Trick, dieses Verbot zu umgehen: er deklarierte die Sitzbanke seines Theaters in der Nahe des Venustempels als Stufen, die zu besagtem Bauwerk fUhrten und somit als Teil einer religii:isen Anlage nicht abgerissen werden durf­ ten.56

Mit der Errichtung des Principats unter Augustus wurden weitreichende Neuerungen in na­ hezu allen die munera betreffenden Bereichen eingefUhrt. Einerseits wurden die Waffengat­ tungen* (armaturae), also die Auswahl an Waffen und Rustungsteilen der Kampfer, refor- miert und in weiten Teilen des lmperiums standardisiert.57 Dies gilt auch fUr die mi:iglichen Paarungen unter den Kampfern der verschiedenen Waffengattungen*. Diese waren ubli­ cherweise asymmetrisch, das heif5t, obwohl beide von Ausbildung und Bewaffnung her die gleiche Change auf einen Sieg hatten, gehi:irten sie unterschiedlichen Waffengattungen* an.58

Wahrend die Kampfe im Westen des lmperiums meist in eigens errichteten, nun steinernen Amphitheatern stattfanden wurden sie in der i:istlichen, hellenistisch gepragten Reichshalfte meist in umgebauten Theatern abgehalten. lm gesamten Gebiet des ehemaligen ri:imischen Reiches jedoch finden sich Zeugnisse der Popularitat der munera in Form von lnschriften, den Kampfstatten selbst und zahlreichen gefundenen Gegenstanden.59 Unter Augustus wur­ den deshalb zusatzlich zu Pompeius Theater zwei weitere in Rom errichtet: zum einen das Balbustheater und zum anderen das teilweise heute noch erhaltene Marcellustheater auf dem sudlichen Marsfeld.60

Da der neue Alleinherrscher versuchte, de facto aile Macht des Staates in seiner Person zu vereinen, stellten die Gladiatorenkampfe auf den ersten Blick ein Problem da. Schlief51ich waren sie ein Mittel mit dem auch Personen auf5erhalb der kaiserlichen Familie, nicht zuletzt republikanisch gesinnte Senatoren, Prestige und Unterstutzer gewinnen konnten.61 Aus die­ sem Grund wurden die munera endgultig von ihrem ursprunglich sepulkralen Kontext, also dem Abhalten der Gladiatorenkampfe anlasslich eines Todesfalles, geli:ist. Seit der au­ gusteischen Zeit wurden sie nicht mehr von den Hinterbliebenen eines Aristokraten, sondern in Rom zweimal im Jahr in verhaltnismaf5ig kleinem Umfang von ri:imischen Magistraten, den Pratoren, durchgefUhrt.62 Auch im ubrigen Reich waren meist hohe Amtstrager fUr die Ver­ anstaltung der Gladiatorenkampfe im Namen des Kaisers zustandig.63 Diese wurden in der Regel wie in der Hauptstadt zu festen Anlassen abgehalten. Die wenigen uberlieferten au- ßerplanmaf5igen munera bildeten seltene Ausnahmen und bedurften eines besonderen An­ lasses sowie einer kaiserlichen Erlaubnis, wie es z.B. in Dyrrachonion (Hafenstadt in heutigen Albanien) bei der Eri:iffnung einer neuen Bibliothek der Fall war. 64 Da in der fruhen Kaiserzeit nach wie vor einige ri:imische Statthalter eigenverantwortlich munera zur Steigerung ihrer Beliebtheit veranstalten lief5en, verbot Nero Privatleuten und Politikern ausdrucklich Spiele abzuhalten und ubertrug die Organisation der munera den provinzialen bzw. stadtischen Kaiserpriestern. Damit ging fUr diese allerdings auch die Verpflichtung einher, regelmaf5ig Gladiatorenkampfe zu veranstalten und die dafUr erforderlichen Mittel zum Teil aus ihrem Privatvermi:igen bereitzustellen.65 Die munera wurden seitdem zum Quinquatrus (ein Fest im Namen Minervas, welches Ende Marz gefeiert wurde) und den Saturnalien (eine Reihe von Feiertagen zu Ehren Saturns) am Ende des Jahres veranstaltet.66 Somit waren die Romer also mit Blick auf dieser Termine der Ansicht, dass ein Gladiatorenkampf eine passende Wurdi­ gung sei- sowohl fUr das Begrabnis einer Einzelperson und ihr Weiterleben in den Gedanken der Gemeinschaft als auch das Jahresende und den Beginn des neuen Fruhlings. Damit ver­ ki:irpern die Gladiatorenkampfe zwar immer eine Form des Todes und erinnern die Zuscha u­ er an ihre eigene Sterblichkeit, durch die Mi:iglichkeit der Begnadigung reprasentieren sie aber auch den letztendlichen Triumph der Lebenden uber den Tad, wenn diese die dafUr notwendigen Voraussetzungen erfUIIen.67

Unabhangig von regelmaf5igen munera veranstalteten die ri:imischen lmperatoren seit Au­ gustus in ihrem Namen kaiserliche Spiele, welche aile bisherigen Kampfe an Umfang und Kosten ubertrafen und im Laufe der Zeit noch gri:if5ere Dimensionen annahmen.68 Diese Spie­ le wurden somit auch nur im Beisein des lmperators veranstaltet und sie waren deshalb uberwiegend auf Rom selbst beschrankt. Bei langeren Aufenthalten auf5erhalb der Haupt- stadt konnte es vorkommen, dass die Kaiser auch in den jeweiligen Stadten in ihrer Anwe­ senheit munera veranstalten lief5en - diese solien zwar denen in Rom in nichts nachgestan- den haben, waren aber auch entsprechend selten: lediglich fUr Alexandria und Pergamon sind kaiserliche munera uberliefert.69

Durch diese Art der Organisation wurden die Gladiatorenkampfe also entweder vom Kaiser selbst veranstaltet oder von einer Person, welche zum Jahreswechsel, dem Geburtstag des Herrschenden oder grof5en Festen im Namen der kaiserlichen Familie die Kulthandlungen vollzog und den Monarchen auf diese Weise fUr die Provinzbevi:ilkerung reprasentierte. So­ mit war die Schirmherrschaft des Kaisers bei allen im Imperium veranstalteten munera pra­ sent.70 Die grof5e Bedeutung, welche der Gladiatur als propagandistisches Mittel beigemes­ sen wurde, wird auch aus den uberlieferten Zahlen deutlich: Augustus gibt in seinem Taten­ bericht an, dem Volk im Laufe seines Lebens rund 10.000 Gladiatoren und 3.500 wilde Tiere prasentiert zu haben, wahrend Trajan (98- 117 n. Chr.) anlasslich seines Sieges uber die Da­ ker innerhalb von 123 Tagen mit 10.000 Kampfern und 11.000 Tieren die gri:if5ten munera der Geschichte, fUr die es zuverlassige Belege gibt, veranstaltete. 71

Allerdings ist hier noch ein anderer Aspekt hervorzuheben: Die Kaiser nutzten die Spiele un- ter anderem, um einem familiaren Interesse nachzukommen. So wurde bei manchen mune- ra der bevorzugte Nachfolger des aktuellen Kaisers dem Volk vorgestellt, indem man ihn mit der Grof5zugigkeit in Verbindung brachte, Gladiatorenkampfe zu gewahren. Trajans Triumph und die damit verbundenen munera zum Beispiel wurden namlich tatsachlich in seinem Na­ men vom seinem nachsten mannlichen Verwandten Hadrian organisiert, dem hierfUr 4 Milli­ onen Sesterzen zur VerfUgung standen.72 Da die munera sowohl a us Steuereinnahmen, den Mitteln privater Geldgeber als auch aus Kriegsbeute finanziert wurden ist es in diesem Zu­ sammenhang kein Zufall, dass die gri:if5ten Gladiatorenkampfe stets nach siegreichen Feldzu­ gen veranstaltet werden konnten. Nicht nur Trajan bediente sich bei den erwahnten munera seiner Kriegsbeute, auch die Einweihung (und z.T. auch der Bau) des Kolosseums * 80 n.Chr. wurde mit den Schatzen bestritten, welche Vespasian und Titus bei der Niederschlagung des Aufstandes in Judaa in den Jahren 66 - 70 erbeuten konnten.73 Trotz dieser z.T. sehr ergiebi­ gen Geldquellen stellte die Veranstaltung eines munus vor allem die kleineren Stadte oft vor finanzielle Herausforderungen, denn selbst fUr die Stadte auf5erhalb ltaliens sind Gladiato­ renkampfe uberliefert, welche bis zu 150.000 Sesterzen gekostet haben sollen. Eine Gri:if5en­ einheit, welche hier als Vergleich herangezogen werden kann, ist das Mindestvermi:igen ei­ nes Ritters, welches 400.000 Sesterzen betrug- ab diesem Betrag galt man in Rom also als schwerreich.74 Die munera verschlangen somit ganze Vermi:igen fUr den Bau und die Vorbe­ reitung der Kampfstatten, die Rekrutierung, Versorgung und das Training der Gladiatoren sowie das Beschaffen, Transportieren und Ernahren der Tiere. 75

Doch sowohl Umfang als auch Dauer der munera waren starken Variationen unterworfen und keineswegs einheitlich. Auf5er bei den grof5en kaiserlichen Veranstaltungen in Rom kampfte in der Regel nur ein Gladiatorenpaar in der Arena, um dem Publikum die valle Kon­ zentration auf dieses zu ermi:iglichen. Die meisten auf5erhalb Roms gefundenen lnschriften belegen, dass meist nur sechs bis zwi:ilf Kampferpaare antraten. Ein nicht-kaiserliches munus konnte sich im ersten Jahrhundert nach Christus, abhangig von seinem Umfang, von lediglich einem Nachmittag uber mehrere Wochen erstrecken.76 lm folgenden Kapitel soli exempla­ risch ein Gladiatorenkampf geschildert werden, um in Abschnitt IV der Arbeit die Bedeutung der einzelnen Teile eines solchen naher eri:irtern zu ki:innen. Zudem kann so die gegebenen­ falls noch recht abstrakte Vorstellung eines Kampfes prazisiert werden.

3. Der Ablauf eines munus

Auffallig ist zunachst, wie viele Mi:iglichkeiten dem Publikum geboten wurden, die Gladiato­ ren vor dem Kampf kennenzulernen. Einige Tage vor dem munus wurden die Teilnehmer von einem Vertreter des Ausrichters der Offentlichkeit vorgestellt, bei dieser Gelegenheit wur­ den auch die Waffengattungen* und die Paarungen sowie die bisher bestrittenen Kampfe der Gladiatoren bekanntgegeben. Am Abend vor dem munus wurde von den Ausrichtern ein Festessen fUr die Kampfer veranstaltet77 zu welchem auch die Offentlichkeit eingeladen war.78 Dies bot eine weitere Gelegenheit mit den Gladiatoren in Kontakt zu kommen. Der Tag des Kampfes schlief51ich wurde mit einer feierlichen Prozession durch die Stadt zum oft am Rand der Siedlung gelegenen Amphitheater 79, der pampa*, eri:iffnet, welche dem Publi­ kum eine letzte Gelegenheit gab, die Gladiatoren zu inspizieren.80 Ehe in der Arena die Kampfe mit scharfen Waffen begannen wurde das pro/usia aufgefUhrt, ein Scheinkampf un­ ter den Gladiatorenpaaren mit Ubungswaffen aus Holz. Hier konnten die Duellanten dem Publikum bereits ihre Fahigkeiten prasentieren und es auf den anstehenden Kampf einsti m­ men.81 Anschlief5end wurden die Gladiatoren zu Beginn des eigentlichen Duells nochmals einzeln von einem Herold vorgestellt, welcher das Publikum uber ihre Namen, die bisherigen Siege und ggf. die Herkunft informierte.82 Nach der Prufung der Bewaffnung und der Rus­ tung durch die Schiedsrichter wurde der Kampf durch das Erti:inen einer Fanfare eröffnet.83

Obwohl es weder eine festgesetzte Rundenzeit noch vorgegebene Pausen gab bestand fUr den Schiedsrichter die Mi:iglichkeit, die Gladiatur nach eigenem Ermessen zu unterbrechen. Dies konnte sowohl als angebracht erachtet werden, wenn einer der Gladiatoren einen Re- gelverstof5 begangen hatte als auch, um den Kampfern eine Pause, beispielweise zum Ver­ sorgen kleinerer Wunden, zu ermi:iglichen.84

[...]


1 Fachbegriffesowie weiterflihrende lnformationen rund um das Thema Gladiatorenkampfe, welche mit ei­ nem * markiert sind, werden in alphabetischer Reihenfolge im Glossar (Abschnitt VI, Kapitell) naher erlautert.

2 Mann, C. (2013). Die Gladiatoren. Munchen: Verlag C.H. Beck oHG

3 Wiedemann, T. (2001). Kai se r und Gladiator e n. Die Ma c ht d e r S pi e l e im a/t e n Rom. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt

4 Alfbldy,G. (1975). Rdmi sc he Sozialg e s c hich t e . Wiesbaden: Franz Steiner Verlag GmbH

5 Fa gan,G. (2011). The Lure of the Arena : Social Psychology a nd the Crowd at the Roman Games. Ca mbr idge: Cambridge University Press

6 Vgl. Mann (2013), 5. 13

7 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 12

8 Vgl. Mann (2013), 5. 12

9 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 21

10 Vgl. Mann (2013), 5. 121

11 Vgl. Ebd.

12 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 13

13 Vgl. Livius 1,8

14 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 14

15 Vgl. Mann (2013), 5. 13

16 Vgl. Ende, R. v. (1988): Circenses. 5piele auf Leben und Tod, 5. 46

17 Vgl. Mann (2013), 5. 13

18 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 12

19 Vgl. Ende (1988), 5. 45

20 Vgl. Mann (2013), 5. 45

21 bis zu seiner Trockenlegung 1875 mit 155 km einer der gr61Sten Binnenseen Ita liens

22 Vgl. Ende (1988), 5. 951

23 Vgl. Mann (2013), 5. 15

24 Vgl. Junkelmann, M. (2014): Die 101wichtigsten Fragen. Augustus und seine Zeit, 5. 100

25 Vgl. Ende (1988), 5. 96

26 Schulz, R. (2014): Kompaktwissen Geschichte. Die Romische Republik, 5. 53

27 Vgl. Ebd., 5.60

28 Vgl. Muller, 5. (1995): Das Volk der Athleten. Untersuchungen zur ldeologie und Kritik des Sportes in der griechisch-romischen Antike, 5. 2311

29 Wiedemann (2001), 5. 56

30 Vgl. Ebd., 5.45

31 Vgl. Mann (2013), 5. 16

32 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 14

33 Vgl. Ebd., 5. 15

34 Vgl. Carcopino, J. (1977): ROM. Leben und Kultur in der Kaiserzeit, 5. 286

35 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 15

36 Vgl. Ebd.

37 Vgl. Ebd.

38 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 15

39 Vgl. Ende (1988), 5. 64

40 Terenz (Kom6diendichter a us dem 2 Jh. v. Chr.) beispielsweise beschwert sich in der Kom6die Hecyra, dass sein Publikum die Vorstellung stets zugunsten von Gladiatorenkampfen verlassen wlirde.

41 Vgl. Mann (2013), 5. 19

42 Vgl. Ebd., 5. 9

43 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 49

44 Vgl. Ebd., 5. 23: Dam it wollte Caesar seinen (vermeintlichen) Reichtum besonders hervorheben. Auch Nero nutzte die BOhne, welche ihm die munera diesbezliglich boten, vall a us. Er liefS die u.a. die Knoten der Netze,welche caeva undZuschauerrangetrennten, im gesamten Kolosseum* mit Bernstein verzieren.

45 Mann, C. (2013): Die Gladiatoren, 5. 17

46 Vgl. Ende (1988), 5. 81

47 Vgl. Muller (1995), 5. 283

48 Vgl. Konig, I. (2004): Vita Romana. Vom taglichen Leben im alten Rom, 5. 160

49 Vgl. Mann (2013), 5. 18

50 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 16

51 Vgl. Mann (2013), 5. 18

52 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 64

53 Vgl. Mann (2013), 5. 621

54 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 31

55 Vgl. Ebd.

56 Vgl. Ebd., 5. 301

57 Vgl. Mann (2013), 5. 18

58 Vgl. Muller (1995), 5. 230

59 Vgl. Mann (2013), 5. 19

60 Vgl. Junkelmann (2014), 5. 99

61 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 17

62 Vgl. Muller (1995), 5. 237

63 Vgl. Mann (2013), 5. 76

64 Vgl. Mann (2013), 5. 771

65 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 78

66 Vgl. Ebd., 5. 64

67 Vgl. Ebd., 5. 641

68 Vgl. Mann (2013), 5. 18

69 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 171

70 Vgl. Mann (2013), 5. 78

71 Vgl. Grant, M. (1970): Die Gladiatoren, 5.31

72 Vgl. Wiedemann (2001), 5. 21

73 Vgl. Mann (2013), 5. 77

74 Vgl. Ebd., 5. 86

75 Vgl. Ebd., 5. 76

76 Vgl. Ebd., 5. 23

77 Wie auch die damnatio ad bestias (Abschnitt IV, Kapitel4) scheint auch dieser Teil des munus auff:illige Ahn­ lichkeit mit den Erzahlungen und Lehren der Bibel zu haben. In diesem Fall sind es Parallelen zu Beispielsweise Lk 22,711 (,Das letzte Abendmahl").

78 Vgl. Konig (2004), 5. 161

79 Thomas Wiedemann wiederlegt die These, dass die Arena zur Minimierung derLarmbelastigungoder des Risikosim Faile von Gladiatorenaufstanden am Stadtrand platziert war. Er erlautert, dass dies eher symbolische als praktische Grl.inde hat: das Amphitheater lag somit an der Schnittstelle zwischen Wildnis und Zivilisation und reprasentierte diese gleichzeitig,da dasr6mische Publikum hierauf Kriegsgefangene,Verbrecher und wilde Tiere traf. (Vgl. Wiedemann (2001), 5. 62)

80 Vgl. Mann (2013), 5. 20

81 Vgl. Ende (1988), 5. 84

82 Vgl. Mann (2013), 5. 26

83 Vgl. Ebd., 5. 27

84 Vgl. Mann (2013), S. 30

Details

Seiten
66
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783346002396
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v494278
Note
15,0
Schlagworte
Gladiatoren Gladiatorenkämpfe Rom Kaiser römische Gesellschaft

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Titel: Die Funktion der Gladiatorenkämpfe in der frühen Kaiserzeit