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Die letzte Jugend der DDR. War die Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten erfolgreich?

Hausarbeit 2019 27 Seiten

Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg

Leseprobe

I. Einleitung

Innerhalb nur eines Jahres wurde die Wiedervereinigung vollzogen und über vierzig Jahre politische Erziehung fanden ein rasches Ende1. Diese wurde in der DDR zunehmend stärker gefördert. Exemplarisch dazu §1. des Jugendgesetzes der DDR (1974): „Vorrangige Aufgabe bei der Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft ist es, alle jungen Menschen zu Staatsbürgern zu erziehen, die den Ideen des Sozialismus treu ergeben sind, als Patrioten […] denken und handeln, den Sozialismus stärken und gegen alle Feinde zuverlässig schützen.“, kurzum, die Jugend soll sich zu sozialistischen Persönlichkeiten entwickeln.2. 20 Jahre später, bereits nach der Auflösung der DDR, sprach man von Krisenstimmung im Osten3. Aktuelle Bücher wie „Integriert doch erst mal uns! Eine Streitschrift für den Osten“4 verleiten zu der Annahme, dass selbst heute noch bei manchen die Wiedervereinigung nicht vollendet wurde. Könnte das an der jahrelangen sozialistischen Erziehung liegen?

Im wissenschaftlichen Diskurs herrscht Einigkeit darüber, dass System der politisierten Schule in der DDR als indoktrinierend beschrieben werden kann. In dieser Arbeit wird der Begriff „Indoktrination“ jedoch weiter gefasst und meint sämtliche von der SED mehr oder weniger instrumentalisierte Beeinflussungen der Jugend, auch die außerschulisch stattfindenden.

Laut Umfragen des Zentralinstituts für Jugendforschung Leipzig waren noch im November 1989 eine knappe Mehrheit der 15-24jährigen gegen die Wiedervereinigung, 88% plädierten für einen reformierten Sozialismus5. Diese Jugendlichen wurden in die Zeit geboren, in der Entwicklung zu sozialistischen Persönlichkeiten beschlossen wurde. 1976 auf dem IX. Parteitag der SED, bekräftigte diese weiterhin ihre Unterstützung bei der kommunistischen Erziehung der Kinder und Jugendlichen6. Somit musste die Wende für diese Jahrgänge besonders prägend gewesen sein, da sie, salopp formuliert, nach jahrelanger ideologischer Indoktrination von allen Seiten plötzlich ins kalte Wasser der kapitalistischen Welt ihres Klassenfeindes geschmissen wurden. Daher beschränkt sich diese Arbeit auf die ehemaligen DDR-Bürger, die in den 1970ern geboren wurden und somit als letzte ihre Jugend in der DDR verbringen konnten.

Seit dem Mauerfall wurden viele Untersuchungen und Studien über die DDR und die Folgen ihres Falls durchgeführt, jedoch vergleichsweise wenige, die sich spezifisch mit der jahrzehntelangen Indoktrination beschäftigten7. Die Jugendforschung ehemaliger DDR-Bürger ist außerdem mit vielen Problemen verbunden, beispielsweise dem Mangel an größeren Längsschnittstudien8. Außerdem scheint das Thema in der Wissenschaft langsam auf Desinteresse zu stoßen, da die Anzahl von neuen Untersuchungen zunehmend abnimmt. Dennoch wird in dieser Arbeit versucht, aus relevanten Ergebnissen diverser vorhandener Studien die These zu belegen, dass die Auswirkungen von 16 Jahren Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten nach fast drei Jahrzehnten immer noch vorhanden sind, vor allem die Erlebnisse unmittelbar nach der Wende prägend für die heutigen pro-sozialistischen Einstellungen der damaligen Jugend sind.

Um dies zu belegen wird zuerst die Indoktrination der damaligen Jugendlichen vor der Wende genauer untersucht, gefolgt von den zwei Zufluchtsorten Eltern und Kirche, damit das Ausmaß der Indoktrination erkennbar wird. Anschließend folgen Analysen der kurz- und langfristigen Folgen der Wende für die letzte Jugend der DDR, bezogen auf die erörterten Einflüsse. Es muss dabei leider teilweise auf mittlerweile ältere Literatur zurückgegriffen werden, die Ergebnisse der Studien bleiben dadurch jedoch unverändert, außerdem werden diese am Ende der Arbeit mit möglichst aktuellen Daten verglichen, um abschließend ein Fazit samt Ausblick bilden zu können.

II. Indoktrination vor der Wende

Das Scheitern einer Ideologie bedeutet nicht, dass sie wirkungslos war. Vor allem die Schule ist in solchen Fällen prägend9. Die Indoktrination in der DDR war jedoch sehr komplex und beschränkte sich nicht nur auf die in der Schule verbrachte Zeit. Organisationen, wie z.B. FDJ10 hatten auch in der Schule Einfluss, die Folgen von unerwünschtem Verhalten veränderten ganze Lebensläufe, selbst in der Freizeit setzte die Indoktrination fort. Es galt allgemein die Losung „Wer die Jugend hat, der besitzt die Zukunft“11. Dieser Losung ist die SED treu geblieben, denn trotz aller Krisen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind die Bildungsausgaben bis zur Auflösung der DDR ununterbrochen gestiegen12.

Es wurde gestrebt „das Erziehungsideal der allseitig gebildeten sozialistischen Persönlichkeit13 systematisch durchzusetzen, um ein einheitliches ideologisches Bewusstsein unter der Jugend zu schaffen.“14. Unter anderem gab es den polytechnischen Unterricht, in dem Schülerbrigaden gebildet wurden und didaktisch in Arbeitstätigkeiten in Betrieben eingeführt wurden15. Außer einer frühzeitigen Identifikation mit physischer Arbeit und einer Bindung an einen Betrieb wurden auch Hoffnungen auf abstraktere Identifikationen gehegt, wie z.B. Identifikation mit der DDR selbst16. Generell wurde Moralerziehung betrieben, bei der schwarz-weiß-Denken gefördert wurde, Erziehung zur Liebe zur Arbeit, etc.17. Staatsbürgerkunde war dabei das naheliegendste, aber bei weitem nicht das einzige indoktrinierende Fach. Dort wurde u.a. Staatspatriotismus gefördert, das Feindbild des Imperialismus, sowie die Dogmen der marxistisch-leninistischen Ideologie18. Im Fall der anderen Fächer fanden sich beispielsweise in den Lehrplänen für Musik Ziele wie „Freundschaft zur Sowjetunion vertiefen“ oder „Begeisterung über den Aufbau in der DDR“19. Bezüglich Geschichte wurden die Schüler durch den „verordneten Antifaschismus“20 nicht nur in der Schule geprägt:

Unsere eigene, individuelle Erinnerung wird, bildlich gesprochen, umrahmt vom kollektiven Gedächtnis. Dieser Rahmen wird von den Verordnungen modifiziert, bzw. manipuliert, was als Folge ein offizielles Gedächtnis erstellt, was wiederum als Folge die individuelle Erinnerung unterschiedlich stark verändern kann. Im Fall der DDR war diese Manipulation so gravierend, dass laut Sabine Moller sogar von einem okkupierten Gedächtnis gesprochen werden kann21.

Das wurde durch gelenktes Gedenken an die NS-Zeit erreicht22 oder durch unzählige, das historische Bewusstsein prägende, Zeichen aus dem normalen Alltag, wie Straßen- und Städtenamen (Karl-Marx-Stadt), Plakate, Denkmäler, Briefmarken etc., die mit „Hochgefühl, Stolz und Glück […] die Bevölkerung erfassen und Begeisterung für die Sache der Republik und den Sieg des Sozialismus entfachen [soll].“23.

Hinzu kam der, ebenfalls in der Schule stattfindende, 1978 eingeführte obligatorische Wehrunterricht24 für die 9. und 10. Klassenstufe. Zu der bis dahin allgemein bereits sehr ideologie- und militärisch-prägenden Erziehung25 fand nun in der Schule die Theorie („sozialistischen Landesverteidigung“) und kurz vor den Sommerferien die Praxis („Wehrausbildung im Lager“ für Jungen, „Lehrgänge Zivilverteidigung“ für alle Mädchen und die Jungen, die nicht an der Wehrausbildung teilnehmen konnten) einer Vorbereitung auf den Wehrdienst statt26. Dies diente u.a. der „Propagierung der revolutionären und militärischen Tradition der UdSSR“27.

Organisationen, wie die Jungen Pioniere oder die FDJ waren völlig den Interessen der SED unterordnet28. Sie konnten dank ihrer hohen Mitgliederzahlen (FDJ in den 80ern bei 75% aller Jugendlichen29, 95-98% aller Schulanfänger bei den Pionieren30 ) nicht nur weitere Indoktrination durchführen (z.B. durch die Jugendweihe31, bestimmte Vorbilder oder Symbolismus32 - kurzum, mythisch-verklärte Ritualisierungen kombiniert mit euphorischen Kollektiverfahrungen33 ), sondern auch durch die Totalorganisation und Indoktrination der Gleichaltrigen34 Druck ausüben, um noch mehr Mitglieder zu erreichen. Durch sie konnten Kinder und Jugendliche in ihrer „Freizeit“ aus Sicht des Staates sinnvoll „gelenkt“ werden. Bereits 1963 hieß es im Politbüro des Zentralkomitees der SED: „Die Freizeit ist aber ein wichtiger Teil sozialistischen Lebens, deshalb sollte auch nicht eine Stunde davon dem Klassengegner überlassen werden.“35.

Ergänzt wurde das durch negative Folgen für diejenigen, die nicht systemtreu waren. Benachteiligung und Ungleichbehandlung gläubiger Jugendlicher36, Ausschluss aus dem Studium bei unerwünschtem Verhalten, Notenbeeinflussung je nach politischem Engagement37, bzw. Anpassungsgrad des Jugendlichen an das geforderte Erziehungsideal38, etc. Kontrolle erfolgte dabei nicht nur von den Lehrkräften, die selbst teilweise indoktriniert gewesen sind39, sondern auch vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in Form von inoffiziellen Mitarbeitern, kurz IM. Dabei wurden jedoch nicht nur die Schüler von IM- Mitschülern beobachtet, sondern auch die Lehrer40, teilweise sogar die eigenen Eltern41.

Ein ebenfalls wichtiger Faktor waren die Medien. Sie galten für die SED als „schärfste Waffe der Partei“ und sollten die kommunistische Ideologie und damit auch die Indoktrination der Bevölkerung verbreiten42.

Dies waren die relevantesten Formen der Indoktrination der 1970er geborenen, es gab noch einige mehr (beispielsweise eher subtilere diverse Bemühungen der wachsenden West- Orientierung der Jugend durch DDR-eigene Jugendmode-Produktion, gemäß dem üblichen Denken „Hauptsache weg vom Klassenfeind“43 ). Wie es sich unschwer erkennen ließ, sind sie sehr unterschiedlich und fanden geradezu pausenlos statt, sei es privat zu Hause vor dem Fernseher, in der Schule oder in der Freizeit mit Freunden. Es stellt sich die Frage, wie effektiv diese noch in den letzten Jahren der DDR waren.

Die Massenmedien selbst waren nicht sehr erfolgreich. 1986 hatten zwar mindestens 93% der DDR-Haushalte einen Fernseher44 (selbst 1989 jedoch nur 52% in Farbe45 ). DDR-eigene Medien waren jedoch wegen der politischen und inhaltlichen Monotonie nicht sehr erfolgreich, daher blieb die Indoktrination unter diesem Aspekt eher bescheiden. Es hat eher das Gegenteil bewirkt – als ab Mitte der 1980er Jahre sich wegen des internationalen „Tauwetters“ über die Westmedien neue Möglichkeiten zum wahrnehmbaren Protest eröffneten, entstand so etwas wie eine indirekte DDR-Öffentlichkeit, indoktrinationsfrei. Zunehmend verlor der SED-Staat die Kontrolle über seine eigene Öffentlichkeit46, zunehmend öfter wurden Westsender benutzt, vor allem um sich über das politische Geschehen zu informieren47.

Bezüglich negativer Konsequenzen lässt sich feststellen, dass die evangelische Kirche zu einer Minderheitenkirche wurde48. Ende der 1980er wurde von Soziologen der DDR allerdings eine Wertekrise bei den Jugendlichen festgestellt – u.a. gab es einen Legitimationsverfall der SED und FDJ49. Im Herbst 1988 schrieb Walter Friedrich, Leiter des Leipziger Zentralinstituts für Jugendforschung, in einer Expertise an Egon Krenz: „Wäre der Austritt aus der FDJ folgenlos, würden die Jugendlichen heute gewiß massenhaft den Jugendverband verlassen. […] wenn wir [nicht] zu bedeutenden neuen Formen im Umgang […] mit den Menschen finden […] werden sich die Menschen in den nächsten 1-3 Jahren weiter, und zwar in einem bedrohlichen Ausmaß von uns entfernen.“50. Auch der Wehrunterricht führte nicht zu den erwünschten Ergebnissen – es gab weder mehr Freiwillige für die NVA, noch konnte der „Hass gegen den Imperialismus“ zufriedenstellend vermittelt werden51. Allgemein mussten einige Bildungsfunktionäre zugeben, dass durch die ständigen Einflüsse von allen Seiten die Jugendlichen auf politisch-moralischem Gebiet schlichtweg längst übersättigt waren52. Jugendliche haben einen taktischen Umgang mit der Politisierung im Unterricht entwickelt, indem auswendig gelernte Phrasen aufgesagt wurden53. Kontrollierenden war es so unmöglich zu beurteilen, ob die Äußerungen aus Überzeugung oder lediglich aus Anpassung und ohne Glauben gesagt wurden54.

Am 5. Juni 1989 wurde in Peking der Aufstand auf dem „Platz des Himmlischen Friedens“ niedergeschlagen, was seitens der Regimepresse gefeiert wurde. Es war einer der letzten Versuche das eigene Volk noch einzuschüchtern, das Signal zu geben, die SED sei zur Erhaltung der Macht entschlossen. Doch trotz Jahrzehntelanger Indoktrination war ihr Ende nicht mehr aufzuhalten55. Interessanterweise wurde jedoch bis in den Herbst 1989 Staatsbürgerkunde weiterhin unterrichtet. Bis zum Sommer konnte unter den Schülern kein auffälliger Stimmungs- oder Meinungswandel wahrgenommen werden56. Dabei konnte man sich in den späten 1980ern in diesem Fach kritischer und offener äußern als je zuvor. Selbst wenn diskutiert wurde und Mängel festgestellt wurden, wurde automatisch, bzw. unterbewusst darüber hinaus bekundet, dass diese im Sozialismus überwunden werden können57. Elena Demke hat ähnliches bei Auswertung von Leserbriefen diverser DDR-Medien festgestellt, sie nannte es „Grammatik der Indoktrination“58.

Salopp formuliert ließe sich zusammenfassen, die SED hat es mit der Indoktrination übertrieben, es war zu viel, zu oft, zu monoton. Zufluchtsorte, in denen man vor weiterer Politisierung doch wenigstens eine Ruhepause hatte, sind umso relevanter geworden, Alternativen umso interessanter. Dennoch war sie nicht erfolgslos, denn selbst 1989, kurz vor dem Ende, fühlten sich 67% der Jugendlichen der DDR als sozialistischem Vaterland eng verbunden, 63% waren überzeugt von der Zukunft des Sozialismus, trotz zeitweiliger Rückschläge, und 25% meinten, der Marxismus-Leninismus gibt ihnen auf alle wichtigen Lebensfragen eine richtige Antwort59. 55% waren gegen eine Vereinigung, 88% für einen „besseren, reformierten Sozialismus“60 und 11% akzeptierten die SED61. Die Wiedervereinigung war damit ursprünglich gar nicht im Sinne der Jugendlichen, sondern die Erfüllung des Wunsches der älteren Generation. Im Verlauf des Jahres stiegen die Stimmen für eine Vereinigung rasant an62. Warum aber erst so spät? War die Indoktrination bei den Jugendlichen mittlerweile so stark ausgeprägt? Immerhin sind 1989 mindestens 11% immer noch überzeugte Anhänger der SED, die eindeutige Mehrheit war immer noch für Sozialismus, somit war bei denen die Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten wenigstens etwas erfolgreich. Wäre es also gar nicht erst zu einer Wende gekommen, wenn die DDR ein oder zwei Jahrzehnte länger existiert hätte? Diese Fragen lassen sich leider nicht empirisch untersuchen, dennoch verleiten mich die eben erwähnten statistischen Daten und die in diesem Kapitel beschriebenen Tatsachen zu der Annahme, dass dies durchaus im Rahmen des Vorstellbaren liegt.

Es gibt zwar Thesen, laut denen die Jugend weder eine Werte- und Orientierungskrise hatte noch stark indoktriniert wurde, sondern gemäß einem zweckrationalen Pragmatismus handeln würde. Begründet wird dies u.a. damit, dass es ja keine Proteste seitens der Jugend für die Erhaltung der DDR gab63. Auf diese Thesen wird am Ende des nächsten Kapitels zurückgegriffen.

[...]


1 Vgl. Anweiler, Oskar: „Erziehung, Schule und Ausbildung in der DDR-Gesellschaft unter dem Aspekt des Totalitarismus“ in: The Johns Hopkins University Press (Hrsg.): German Studies Review, Band 17., Baltimore 1994, S. 67–84, hier S. 77.

2 Vgl. N.N.: „Gesetzesblatt der Deutschen Demokratischen Republik 1974 Teil I. S. 45“ in: verfassungen.de, http://www.verfassungen.de/ddr/jugendgesetz74.htm, §1. (1), letzter Zugriff: 29.01.2019; zit. ebd.

3 Vgl. Wensierski, Hans-Jürgen von: Mit uns zieht die alte Zeit. Opladen 1994, S. 412.

4 Vgl. N.N.: „Integriert doch erst mal uns!“ in: Onlinekatalog von Weltbild, https://www.weltbild.de/artikel/buch /integriert-doch-erst-mal-uns_245815161?wea=8064234&gclid=EAIaIQobChMIkaLbu9eG4AIVV4GyCh3 P9g5kEAAYAiAAEgIy9PD_BwE, letzter Zugriff: 29.01.2019.

5 Vgl. Wensierski 1994, S. 95.

6 Vgl. Schneider, Ilona: Erziehung unter dem Einfluss konträrer Weltanschauungen. Weinheim 1998, S. 134.

7 Vgl. Ihme-Tuchel, Beate: “Marxistische Ideologie – Herrschaftsinstrument und politische Heilslehre“ in: Eppelmann, Rainer u.a. (Hrsg.): Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung. Paderborn 2003, S. 107–112, hier S. 112.

8 Vgl. Friedrich, Walter: „Zur Mentalität der ostdeutschen Jugend“ in: Förster, Peter und Schlegel, Uta (Hrsg.): Ostdeutsche Jugendliche. Vom DDR-Bürger zum Bundesbürger. Opladen 1997, S. 39–52, hier S. 40f.

9 Vgl. Demke, Elena: „Indoktrination als Code in der SED-Diktatur“ in: Schluß, Henning (Hrsg.): Indoktrination und Erziehung: Aspekte der Rückseite der Pädagogik. Wiesbaden 2007, S. 35–48, hier S. 36f.

10 Vgl. ebd., S. 36 (Fußnote 3).

11 Vgl. Voigt, Dieter u.a.: Sozialstruktur der DDR. Darmstadt 1987, S. 61.

12 Vgl. Anhang 1.

13 Vgl. Anhang 2.

14 Kwiatowski-Celofiga, Tina: Verfolgte Schüler: Ursachen und Folgen von Diskriminierung im Schulwesen der DDR. Göttingen 2014, S. 389.

15 Vgl. Waterkamp, Dieter: „Erziehung durch Teilnahme am Produktionsprozess“, in: Leschinsky, Achim u.a. (Hrsg.): Die Schule als moralische Anstalt. Weinheim 1999, S. 183–191, hier S. 187f.

16 Vgl. ebd., S. 189.

17 Vgl. Siedentop, Siegelinde: Musikunterricht in der DDR. Musikpädagogische Studien zur Erziehung und Bildung in den Klassen 1 bis 4, Augsburg 2000, S. 25–36.

18 Vgl. Behrmann, Günter: “Die Einübung ideologischer und moralischer Sprechakte durch »Stabü«. Zur Pragmatik politischer Erziehung im Schulunterricht der DDR“ in: Leschinsky, Achim u.a. (Hrsg.): Die Schule als moralische Anstalt. Weinheim 1999, S. 149–182, hier S. 161.

19 Vgl. Siedentrop 2000, S. 411.

20 Vgl. Füssl, Karl-Heinz: „ Eine kalte Revolution – Das allgemeinbildende Schulwesen der SBZ/DDR als Instrument sozialer Umwälzung nach 1945.“ in: Heinemann, Manfred (Hrsg.): Zwischen Restauration und Innovation. Köln 1999, S. 125–162, hier S. 153.

21 Vgl. Moller, Sabine: „Erinnerung und Gedächtnis“ in: Docupedia-Zeitgeschichte: https://docupedia.de/images/ d/d7/Erinnerung_und_Ged%C3%A4chtnis.pdf, letzter Zugriff: 31.01.2019, S. 3 und S. 8f.

22 Vgl. Hammerstein, Katrin: Gemeinsame Vergangenheit – getrennte Erinnerung? Göttingen 2017, S. 358f, 488f.

23 Vgl. Wolfrum, Edgar: Geschichte als Waffe. 2. Aufl., Göttingen 2002, S. 98f.

24 Vgl. Koch, Michael: Die Einführung des Wehrunterrichts in der DDR. Erfurt 2000, S. 1.

25 Vgl. dazu Anhang 3.

26 Vgl. Koch 2000., S. 33.

27 Vgl. ebd., S. 21, zit. ebd.

28 Vgl. Mählert, Ulrich: „ Die gesamte junge Generation für den Sozialismus begeistern. Zur Geschichte der Freien Deutschen Jugend.“ in: Weber, Jürgen (Hrsg.): Der SED-Staat: Neues über eine vergangene Diktatur. München 1994, S. 73–98, hier S. 87.

29 Vgl. ebd., S. 93.

30 Vgl. Schneider 1998, S. 332.

31 Vgl. ebd., S. 136.

32 Vgl. Wensierski 1994, S. 66f, 72f, 80f.

33 Vgl. ebd., S. 89.

34 Vgl. Hille, Barbara: „Jugend und Familie“ in: Veen, Hans-Joachim u.a. (Hrsg.): Eine Jugend in Deutschland? Opladen 1994, S. 39–48, hier S. 48.

35 Vgl. Voigt 1987, S. 61f, zit. S. 61.

36 Vgl. Maser, Peter: „Benachteiligung durch Religiosität: Ungleichbehandlung von Gläubigen“ in: Mertens, Lothar (Hrsg.): Soziale Ungleichheit in der DDR. Berlin 2002, S. 103–118, hier S. 116f.

37 Vgl. Wolf, Jürgen: „Besondere Vorkomnisse“ in: Behnke, Klaus und Wolf, Jürgen (Hrsg.): Stasi auf dem Schulhof. Bonn 2012, S. 144–164, hier S. 148, 151f.

38 Vgl. Kwiatkowski-Celofiga 2014, S. 362.

39 Vgl. Ammer, Thomas: „Die »sozialistische Schule« - Erziehung und Bildung in der DDR“ in: Eppelmann, Rainer u.a. (Hrsg.): Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung. Paderborn 2003, S. 293–299, hier S. 298f.

40 Vgl. Behnke, Klaus: „Die Ohnmacht der Kinder“ in: Behnke, Klaus und Wolf, Jürgen (Hrsg.): Stasi auf dem Schulhof. Bonn 2012, S. 180–196, hier S. 187.

41 Vgl. Groszer, Franziska: „Kindheit im Schatten des MfS“ in: Behnke, Klaus und Wolf, Jürgen (Hrsg.): Stasi auf dem Schulhof. Bonn 2012, S. 257–269, hier S. 262f.

42 Vgl. Holzweissig, Gunter: „DDR-Medien und Medienpolitik“ in: Eppelmann, Rainer u.a. (Hrsg.): Bilanz und Perspektiven der DDR-Forschung. Paderborn 2003, S. 113–116, hier S. 113.

43 Vgl. Wensierski 1994, S. 50.

44 Vgl. Meyen, Michael: Denver Clan und Neues Deutschland: Mediennutzung in der DDR. Berlin 2003, S. 69.

45 Vgl. Statista (Hrsg.): „Vergleich von West- und Ostdeutschland vor der Wiedervereinigung im Jahr 1988 bzw. 1989“ in: Website des Statsitk-Portals, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/249689/umfrage/vergleich- von-west-und-ostdeutschland-vor-der-wiedervereinigung/, letzter Zugriff: 31.01.2019.

46 Vgl. Gassert, Philipp: Bewegte Gesellschaft. Stuttgart 2018, S. 202.

47 Vgl. Friedrich, Walter und Förster, Peter: „Jugendliche in den neuen Bundesländern“ in: Veen, Hans-Joachim u.a. (Hrsg.): Eine Jugend in Deutschland? Opladen 1994, S. 119–154, hier S. 122.

48 Vgl. Martens, Bernd: „Kirchennähe und -ferne“ in: bpb-Website, http://www.bpb.de/geschichte/deutsche- einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47190/kirchennaehe, 2010, letzter Zugriff: 31.01.2019, S. 2f.

49 Vgl. Schneider 1998, S. 142.

50 Friedrich, Walter: SAPMO, BArch. – ZPA, IV 2/2.039/246, Bl. S. 181–185.BS. 95 zit. n. Mählert 1994, S.95.

51 Vgl. Koch 2000, S. 41.

52 Vgl. Siedentop 2000 S. 32f.

53 Vgl. Stock 1992, S. 26–30.

54 Vgl. Kluchert, Gerhard: „Erziehung durch Einheit zur Einheit. Das schulische Erziehungsfeld in der SBZ/DDR“ in: Leschinsky, Achim u.a. (Hrsg.): Die Schule als moralische Anstalt. Weinheim 1999, S. 93–124, hier S. 120f.

55 Vgl. Gassert 2018, S. 203f.

56 Vgl. Behrmann 1999, S. 156.

57 Vgl. ebd., S. 173f.

58 Vgl. Demke 2007, S. 45.

59 Vgl. Förster, Peter: „Von der Enttäuschung vom Sozialismus der DDR zur Zukunftsangst in Deutschland“ in: Förster, Peter u.a. (Hrsg.): Einheitslust und Einheitsfrust. Gießen 2007, S. 25–106, hier S. 28.

60 Vgl. Wensierski 1994, S. 95f.

61 Vgl. Schneider 1998, S. 144.

62 Vgl. Anhang 4.

63 Vgl. Wensierski 1994, S. 96.

Details

Seiten
27
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783346001221
ISBN (Buch)
9783346001238
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v496021
Institution / Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg) – Institut für Gesellschaftswissenschaften und Theologie
Note
1,0
Schlagworte
"DDR" "Sozialismus" "Erziehung" "Moderne"

Autor

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Titel: Die letzte Jugend der DDR. War die Erziehung zu sozialistischen Persönlichkeiten erfolgreich?