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Die Handelstheorie von Adam Smith im Kontext der britischen nordamerikanischen Kolonien von 1755-1785

Hausarbeit 2015 21 Seiten

BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historische Grundlagen und Geltung der Außenhandelstheorie im Kolonialhandel
2.1 Historische Grundlagen
2.2 Die Kernaussagen der Außenhandelstheorie von Adam Smith
2.3 Die Anwendbarkeit der Außenhandelstheorie Smith'auf die nordamerikanischen Kolonien

3 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Welches Erkenntnisinteresse lenkte Adam Smith1, als er sein Monumentalwerk „Inquiry into the Nature and the Causes of the Wealth of Nations“ erstellte und 1776 publizierte2 ? Eine Antwort gibt der Titel, denn es ging Adam Smith, wie gemeinhin bekannt ist, um Wohlstand mittels Wirtschaftswachstum3. Die Sichtweise Smith' ist grundsätzlich geprägt von einer Wirtschaftsordnung als „eine (r) natürliche (n) Ordnung, nämlich die (der) Tauschwirtschaft (..)“4, so wie es im elementaren Beispiel der tauschenden Jäger und Hirten deutlich wird.5 Ähnlich eng ist auch der Handel mit der Theorie des Wirtschaftswachstums verknüpft.6 Allerdings finden sich in Smith Werk Aussagen, die sich nicht ohne weiteres in das auch in dem Zitat der Jäger und Hirten geprägten Bild einer scheinbar freien Tauschwirtschaft einfügen. Es finden sich im vierten Buch des Werks beispielsweise die folgenden widerstreitenden Aussagen: „Die Navigationsakte ist dem Außenhandel oder der Steigerung des Wohlstandes, den dieser schaffen kann, nicht förderlich.“7 Und kurz danach: „Da aber die Landesverteidigung wichtiger ist als der Wohlstand, ist die Navigationsakte doch vielleicht die weiseste aller handelsrechtlichen Maßnahmen Englands.“8 Sogar die Kriegsführung scheint für Smith neben der Wohlstandssicherung ein Antriebsmotiv für den Handel mit fernen Ländern zu sein.9 Weshalb spielen die letztgenannten Motive und Widersprüche im Rahmen eines Buches, das gemeinhin für die „unsichtbare lenkende Hand“10 der freien, sich selbst steuernden Marktkräfte11 bekannt ist, überhaupt eine Rolle? Haben die Andeutungen von Smith mit historischen Tatsachen oder der Denkrichtung des Merkantilismus und seiner „(..) engen Koordination von Wirtschaft und Staat (..)“12 zu tun? Welche weiteren Erkenntnisse gewinnt man, wenn man Hinweisen auf Krieg, Navigationsakte im Zusammenhang mit dem Außenhandel nachgeht, die Adam Smith als „Hochbegabter“13 „1776 an der Schwelle zur Industrialisierung“14 nennt? Streissler schreibt in seiner Einführung zum Werk in Bezug auf den Außenhandel, dass Smith den Außenhandel als Arbeitsteilung zwischen Ländern ansah und nennt hierfür einige prominente Beispiele, in denen Smith für Freihandel plädiert.15 Die zuvor genannten Textstellen, die demgegenüber auf eine positive Bewertung von staatlichen Eingriffen sprechen könnten, führen zu der Frage, wie es neben Aussagen zu freiem Außenhandel im vierten Buch16 zu den oben bereits beschriebenen Aussagen Smith ebenfalls im vierten Buch des „Wohlstands der Nationen“ kommen kann, in welchem Adam Smith sich mit Theorie und Praxis der „Systeme der politischen Ökonomie“17 anhand von Beispielen des amerikanischen Kontinents und Ostindiens befasst.18 In Bezug auf die Kolonien und den Außenhandel fehlt es bei erstmaligem Lesen der Textpassagen aufgrund beschriebener Widersprüche und einer großen Themenvielfalt scheinbar an einer stringenten Argumentation in Bezug auf die Anwendbarkeit der Außenhandelstheorie im Kolonialhandel. Aufgrund dieses Erkenntnisinteresses und da Adam Smith im vierten Buch seines Werkes die Entwicklung der britischen Kolonien in Nordamerika besonders gegenüber den ostindischen Kolonien hervorhebt19, soll die Anwendbarkeit der Handelstheorie des Klassikers auf die nordamerikanischen Kolonien überprüft werden. Dabei wird eine Synthese der Theorie mit der Historik und der Bewertung dieser Historik durch Smith vorgenommen. Um diese Fragestellung transparent zu erörtern, werden zunächst historische und strukturelle Eckpunkte skizziert, auf die Smith sich in seinen Betrachtungen bezieht, wie das merkantilisitische Handelssystem20 und die Besonderheiten der Entstehung der nordamerikanischen Kolonien und die langsame Entwicklung von deren Eigenständgkeit, die -wie darzulegen sein wird- eng verwoben mit der Handelspolitik war. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt zwischen dem Siebenjährigen Krieg 175521 und der Unabhängigkeitserklärung 177622, da Smith sich ersichtlich auf die „(..) aktuellen Unruhen“23 oder die „(..) ungeheuren Ausgaben des letzten Krieges (..)“24 bezieht. Sodann werden die Kernaussagen von Smith Außenhandelstheorie dargestellt und deren Anwendbarkeit auf die nordamerikanischen Kolonien näher untersucht.25 Abschließend wird eine Synthese und kritische Würdigung der Ergebnisse mit einer Bewertung anhand aktueller handelspolitischer Entwicklungen vorgenommen.

2 Historische Grundlagen und Geltung der Außenhandelstheorie im Kolonialhandel

2.1 Historische Grundlagen

Nach der Entdeckung Amerikas26 durch Christopher Kolumbus27 dominierten zunächst zwar Portugal und Spanien die Landnahme in Nordamerika28, sie konnten aber nicht verhindern, dass 1584 die Briten eine Niederlassung auf dem Gebiet des heutigen „Virginia“ gründeten29. Weitere Ansiedlungen folgten in den Jahren 1607-1637.30 Eine Krise des Puritanismus in Europa während des 30-jährigen Krieges führte zur Gründung weiterer Niederlassungen, die zum Teil mit eigenem Staatscharakter versehenen waren.31 Alle nordamerikanischen Kolonien32 hatten die Gemeinsamkeit, dass in ihren Regierungen sowohl die Interessen der englischen Krone als auch die der Siedler vertreten waren, allerdings gab es keine Gleichberechtigung oder Vertretung im britischen Parlament.33 Bis Mitte des 17. Jahrhunderts kam es unter dem Einfluss der Kolonisten zu einer gemäßigten Kolonialpolitik.34 Danach erfolgte jedoch ein Kurswechsel, da die Engländer Anspruch auf die Vormachtstellung im Zuckerhandel erhoben, besonders auf Kosten der Holländer.35 Dieser Vorrang wurde seitens Großbritanniens durch eine strikte Reglementierung des Handels durch mehrere „Navigation Acts“36 zementiert. In diesen gesetzlichen Regelungen offenbarte sich zugleich eine merkantilistische Handelspolitik.37 Der Merkantilismus war eine von 1450 bis 1750 in Europa dominante Denkrichtung, die aus vielen Einzelbeiträgen bestand.38 Allen Autoren gemeinsam war der Grundgedanke einer aktiven Handelsbilanz. Letztere beinhaltete, durch staatliche Eingriffe eine Exportförderung zu betreiben und den Import zu begrenzen.39 Alles in allem brachte der Merkantilismus verschiedene Protektionsmechanismen hervor.40 Eine wichtige Regelung der Navigationsakte für „nicht aufgezählte Güter“41 war die, dass grundsätzlich nur englische Schiffe im englischen Besitz, mit englischem Kapitän und mindestens einem Drittel englischer Besatzung mit den englischen Kolonien Handel treiben durften.42 Demgegenüber waren „aufgezählte Waren“43 auf den Markt des Mutterlandes beschränkt, so unter anderem Tabak und Zucker.44 Die Navigationsakte standen wegen ihrer Handelsbeschränkungen45 in der Kritik anderer Staaten und es kam zu Kriegen zwischen Großbritannien und Holland, in denen die Holländer ihre wichtigsten nordamerikanischen Kolonien an England verloren.46 Auch das Verhältnis zwischen nordamerikanischen Kolonien und Großbritannien war nie spannungsfrei, dennoch galten die Bindungen noch Ende des 17. Jahrhunderts als fest und weitere Koloniegründungen nach feudalen Ordnungsprinzipien erfolgten.47 Prägend für den Beginn des 18. Jahrhunderts waren die Stärkung der britischen Zentralgewalt sowie eine vehemente Durchsetzung englischen Rechts, insbesondere der Navigationsakte.48 Weiterhin kennzeichnend für das 18. Jahrhundert war, dass Großbritannien fast ständig in Kriegshandlungen in Nordamerika, aber auch Europa, besonders mit Frankreich und Spanien verwickelt war. Kriegsgründe waren die Vormachtstellung in den Kolonien49 und häufig auch „Erbfolgekonflikte(n) europäischen Ursprunges“.50 Den Regierungen der nordamerikanischen Kolonien „(..) oblag (es) Schiffe und Miliztruppen, Waffen, Munition und Versorgungsgüter zu stellen (..)“51. Im Siebenjährigen Krieg52, der der letzte abgeschlossene Krieg vor Erscheinen von Smith Werk war, verlor Englands Kolonialkonkurrent Frankreich den Großteil seiner Kolonien in Nordamerika.53 Das britische Empire stand „(..) auf dem Gipfel seines Ruhmes (..)“54 und umfasste weite Gebiete Nordamerikas.55 Für die Handelsbeziehungen war kennzeichnend, dass die nordamerikanischen Kolonien, die bereits eine eigene Wirtschaftselite begründet hatten, Fertigwaren für das tägliche Leben produzierten. Daneben exportierten sie in zunehmendem Maße Tabak, Indigo, Reis, Pelze, Holz und Rum, waren für ein Drittel des Schiffbaus für britische Schiffe verantwortlich, hatten eine Fischfangflotte und produzierten Eisen in größerem Umfang als England und Wales.56 Die Kolonialwirtschaft machte um 1770 rund 40% des britischen Bruttoinlandsproduktes aus.57 Die enorme Bedeutung des Kolonialhandels zeigt sich darin, dass dieser im 18, Jahrhundert von 1701 bis 1800 um 1200% stieg.58 Solange letzteres der Fall war, wurden auch die immer weitergehenden Eigenaktivitäten der Kolonien von Großbritannien akzeptiert.59 Bis 1745 ist die Handelsbilanz der amerikanischen Kolonien wahrscheinlich ausgeglichen gewesen, danach verschuldeten sich die amerikanischen Händler und Pflanzer stark, da ihre Transaktionen bei britischen Handelshäusern auf Kreditbasis abgewickelt wurden.60 Zuvor aber konnten sie unproblematisch die Manufakturgüter Großbritanniens kaufen.61 Nach Ansicht der britischen Elite hatte „Amerika den Wohlstand des Mutterlandes zu gewährleisten“ und zwar durch das Festhalten am Merkantilismus und nach den Spielregeln Großbritanniens.62 Nordamerikas Händler akzeptierten dies zunächst, zum einen, weil man viele Beschränkungen umging oder Vorteile in einigen Maßnahmen des Merkantilismus sah. Andere Strömungen diskutierten zeitgleich über potentielle Wirkungen einer Aufhebung der Navigationsakte, da man neue Gewinnmöglichkeiten durch den Handel mit ganz Europa avisierte.63 Diesen Gedankengängen standen zum einen die gesamte Handels- und Geldelite sowie das Parlament Großbritanniens64, zum anderen erhebliche Schulden und Ausgaben Großbritanniens durch den „Siebenjährigen Krieg“ und für die zivilen Einrichtungen in Amerika entgegen, so dass man die angenommene Zahlungsverpflichtung der Kolonien – anstatt Handelsvorschriften zu lockern - durch strenge Anwendung alter und Schaffung neuer Zölle und Steuern auch durchsetzte.65 Auch die militärische Präsenz Großbritanniens in den Kolonien wurde mithin verstärkt. Infolge der Unterbindung des bis dahin florierenden Warenschmuggels, der Verteuerung verschiedener Importe sowie des Verbotes einer eigenen Währung, bildete sich Widerstand gegen Großbritannien, es begann der Boykott britischer Importgüter.66 1765 wurde die „Stamp Act“, ein Gesetz erlassen, von dem sich Großbritannien erhebliche Einnahmen zur Schuldendeckung erhoffte67 und die aber auf den Widerstand der amerikanischen Gesellschaftselite stieß, welche zunehmend bestritt, dass Großbritannien gesetzgebungsbefugt für die Kolonien sei, so dass der Protest in einen Boykott englischer Waren gipfelte und 1766 zur Aufhebung der „Stamp Act“ führte.68 Trotz dieser Erfahrung wurden neue Abgaben eingeführt und es kam wieder zu Boykottmaßnahmen britischer Einfuhrgüter durch die Non-Importation-Bewegung, was Widerstand gegen die neuen Gesetze selbst in britischen Wirtschaftskreisen hervorrief, auf deren Zuruf die Gesetze fast gänzlich wieder aufgehoben wurden.69 Im Folgenden konnte Großbritannien seine Autorität in den Kolonien immer weniger behaupten und es kam schließlich aufgrund des „Tea Acts“ Großbritanniens, mit dem wieder in den Handel der Kolonien eingegriffen wurde zur „Bostoner Tea Party“.70 1774 trat auf Seiten der Kolonien der erste Kontinentalkongress, der den Boykott englischer Waren erneuerte, zusammen.71 Zwar versuchte die britische Regierung noch eine Aussöhnung herbeizuführen und die Idee der Unabhängigkeit, die nur zögernd an Stärke gewann, zu schwächen, was jedoch nicht gelang.72 Im darauffolgenden amerikanischen Unabhängigkeitskrieg73 kam es zu einem vierdimensionalen gewalttätigen Konflikt zwischen den königlichen Truppen Großbritanniens, konservativen und radikalen Kräften der Kolonien74 und Indianerstämmen.75 Durch die spanisch-französische Intervention, die den radikalen, um Abspaltung bemühten Kräften modernes Kriegsmaterial zuführte, sahen sich die Kolonien zu dem Schritt befähigt, am 4.Juli 1776 die amerikanische Unabhängigkeitserklärung vorzulegen, in der sich die nordamerikanischen Kolonien endgültig von Großbritannien lossagten.76

2.2 Die Kernaussagen der Außenhandelstheorie von Adam Smith

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Handelstheorie Adam Smith eng mit seiner Wachstumstheorie verknüpft ist.77 Der gesamte Handel basiert auf menschlichen Eigenschaften und sich daraus ergebenden Verhaltensweisen.78 Die menschliche Neigung zum Warentausch ist die Grundwurzel von Arbeitsteilung und Spezialisierung.79 Diese sorgen für die menschliche Bedarfsdeckung und werden bereits im ersten Buch genannt:

Ebenso wie wir durch Übereinkommen, Tausch und Kauf voneinander die (..) wechselseitigen Dienste erlangen (..) gibt dieser selbe Hang zu tauschen ursprünglich Anlaß [sic] zur Arbeitsteilung (..) Ebenso wird ein Dritter zum Schmied (..), ein Vierter Gerber oder Zubereiter von Häuten oder Fellen (..) Und so regt die Gewißheit [sic], den ganzen, über den eigenen Bedarf hinausgehenden, überschüssigen Teil des Ertrages seiner eigenen Arbeit nach Bedarf gegen entsprechende Teile des Arbeitsertrages anderer Menschen eintauschen zu können jeden an, sich einer bestimmten Beschäftigung zu widmen (..)80.

In dem Zitat werden bereits die wichtigsten Begriffe der Wachstumstheorie Smith' wie die Arbeitsteilung81, Spezialisierung82 entlang absoluter Vorteile83 und Verwendung der Ertragsüberschüsse84 genannt. Um die Außenhandelstheorie Smith', die überall im Buch verstreut und nicht als eigenes Kapitel gefasst ist85, in eine handhabbare Definition umzusetzen, werden vorliegend die Gedanken zweier auf Myint zurückgehender Theorien verwendet, die Maneschi und auch Gomes näher erklären.86 Die Theorien wurden als so genannte „Produktivitätstheorie“ und als „Vent-for-Surplus“ Theorien bekannt.87 Der Streit, ob es sich um eine oder zwei Theorien handelt und ob gerade die „Vent-for-Surplus“ Theorie als getrennte Theorie Smith' sonstigem Gedankengut widerspricht oder besser nur als eine Idee innerhalb der „Produktivitätstheorie“ dargestellt werden sollte88, bleibt hier dahingestellt, da lediglich untersucht wird, ob sich Gedankengut aus den Theorien in Smith Kolonialkapitel findet. Der besseren Darstellbarkeit halber werden hier dann Hinweise auf die Effekte der „Vent-for-Surplus“-Theorie getrennt von der „Produktivitätstheorie“ untersucht. Zusammengefasst werden die genannten Theorien in dem nachfolgenden Zitat:

[...]


1 (1723-1790), vgl. Streissler (2005), S. 1.

2 Maneschi (1998), S. 40.

3 Söllner (2012), S. 26; vgl. auch: Gomes (2003), S. 30: „Central to its concerns was an interest in economic growth (..)” and to advise, guide and direct policy (..)”.

4 Vgl. Söllner (2012), S. 24.

5 Vgl. Smith [1776] (2005): I.ii.3.

6 Vgl. Maneschi (1998), S. 41.

7 Smith [1776] (2005), IV.ii 30.

8 Ebd.

9 Vgl. ders. IV.i 20.

10 Vgl. ders. IV.ii 9.

11 Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) (2013) (a).

12 Hierzu und zum Begriff und Geltungszeitraum dieser wirtschaftlichen Denkrichtung: Söllner (2015), S. 9, 11.

13 Vgl. Streissler (Einl. zu Smith) (2005), S. 1.

14 Vgl. von Borries (1992), S. 269.

15 Vgl. Streissler (Einl. Zu Smith) (2005), S. 27 f.

16 So das vielzitierte “Wein in Schottland” – Beispiel, siehe Smith [1776] (1999), IV.ii.15.

17 Smith [1776] (1999): IV.i. (Überschrift).

18 Ders. IV.i 33.

19 Vgl. ders. Ebd.

20 Siehe oben.

21 Vgl. Dahms (1971), S. 233.

22 Vgl. ders.,S. 234.

23 Vgl. Smith [1776] (2005): IV.iii.c. 17 (Fußnote): mit den „gegenwärtige Unruhen“ dürfte der amerikanische Unabhängigkeitskrieg gemeint sein, da das Zitat in einem Absatz befindlich ist, der 1775 geschrieben wurde. Erneute Erwähnung findet diese Wendung sich in: Ders: IV.ii.b 20. Die Unabhängigkeitserklärung der Kolonien erfolgte am 4.7.1776, vgl. Dahms (1971), S. 1.

24 Zum Beispiel: Smith [1776] (2005) IV.i 27: „Die ungeheuren Ausgaben des letzten Krieges (..).“ Damit dürfte wahrscheinlich der „Siebenjährige Krieg“ (1755-1763) [sic], Dahms (1971), S. 234 f., 41 gemeint sein. Der Wohlstand der Nationen wurde über einen längeren Zeitraum geschrieben (siehe oben u.a. 1775), das heißt bevor der Unabhängigkeitskrieg beendet war. Außerdem unterscheidet Smith zwischen den „gegenwärtigen Unruhen“ und „dem letzten Krieg“.

25 Da wegen des Arbeitsumfanges, der hier vorzulegen ist, nicht das gesamte Werk Smith' analysiert werden kann, wird der Kern der Untersuchung im Wesentlichen auf eine Inhaltsanalyse von Teil II und III des vierten Buches „Kolonien“ begrenzt. Nur in Einzelfällen wird auf weitere Buchkapitel zurückgegriffen.

26 1492/1493; Kolumbus erreichte auf seiner ersten Reise wahrscheinlich eine Insel der Bahamas, siehe Dahms (1971), S. 228.

27 Vgl. Dahms (1971), S. 228.

28 Vgl. ders. S. 14.

29 Vgl. ders, S. 17.

30 Vgl. ders. S. 19.

31 Vgl. Dahms (1971), S. 21; weitere eher selbständige Kolonien waren New Haven, Connecticut, vgl. ebd.

32 Kartendarstellung zu den englischen Kolonien in Nordamerika von 1660 bis 1760, Dahms (1971), Anhang.

33 Vgl. Taylor (2013), S. 90, 97, 115; Dahms (1971), S. 41: “Die Gleichberechtigung der Provinzen mit dem Mutterland wurde aber schon 1754 von Benjamin Franklin gefordert, als er 'The Interest of Great Britain Considered with Regard of Her Colonies' veröffentlichte.”

34 Vgl. Dahms (1971), S. 23.

35 Vgl. Taylor (2013), S. 92, 93.

36 Taylor (2013), S. 93 (zwischen 1650 und 1660). Erste „Navigationsakte“ wurden 1651 erlassen, vgl. Dahms (1971), S. 231.

37 Vgl. Dahms (1971), S. 26.

38 Vgl. Söllner (2012), S. 9. So zum Beispiel Thomas Mun (1571-1641); Vgl. ebd.; Smith [1776] (2005): IV.i 7: „Herr Mun vergleicht diese Vorgangsweise im Außenhandel mit Aussaat und Ernte in der Landwirtschaft (…).“ Anm. der Verfasserin: Mit der Vorgangsweise ist die Vergrößerung des Goldvorrates durch Ankauf ausländischer Güter und deren gewinnbringende Veräußerung zwecks weiterer Vergrößerung der Goldvorräte gemeint.

39 Zu alledem: Vgl. Söllner (2012), S. 10, 11.

40 Vgl. ders., S. 13. Diese nennt auch Smith [1776] (2005): IV.i 37-45.

41 Smith [1776] (2005): IV.vii.b: „(..) einige der wichtigsten Waren Amerikas: Getreide aller Art, Bauholz, Pökelwaren, Fisch, Zucker und Rum.“

42 Vgl. Taylor (2013), S. 93 (bei der Wiedergabe von Textstellen von Taylor handelt es sich um Übersetzungen der Verfasserin); Smith [1776](2005): IV.ii 25, 26.

43 Vgl. Smith [1776] (2005): IV.vii.b 25.

44 Taylor (2013), S. 93.

45 Zu denen „Präferenz-oder Prohibitivzölle, Subventionen und Rückvergütungen“ gehörten, vgl. Emmer (1988) (4), S. 127.

46 Vgl. Taylor (2013), S. 93, 94.

47 Vgl. Dahms (1971), S. 27, 28, so zum Beispiel die von New York und Carolina, vgl. ebd.

48 Vgl. ders. S. 32.

49 „Queen Anne's War“ (1702-1713); „War of Jenkins Ear” (ab 1739), der in den “King George's War (1740-48) überging, vgl. Dahms (1971), S. 33-34.

50 Vgl. Dahms (1971), S. 34.

51 Ebd., S. 34.

52 Siehe oben.

53 So Kanada, Louisiana bis auf wenige Gebiete vor der Neufundlandküste, dazu: siehe Dahms (1971), S. 39.

54 Vgl. Dahms (1971), S. 39.

55 Kartendarstellung zu den englischen Kolonien in Nordamerika von 1660 bis 1760, Dahms (1971), Anhang.

56 Vgl. ders. 40.

57 Vgl. Taylor (2013), S. 103.

58 Vgl. von Borries (1992), S. 309, andere sprechen von Steigerungen um 600 %, vgl. Emmer (1988) (4), S. 638.

59 Vgl. Dahms (1971), S. 40.

60 Vgl. Emmer (1988) (4), S. 128.

61 Vgl. Taylor (2013), S. 103.

62 Vgl. Dahms (1971), S. 40.

63 Zu alledem: Vgl. Dahms, S. 40, 41.

64 Vgl. ebd.

65 Durch den „Quartering Act“ wurde den Kolonien die Pflicht zur Versorgung des Militärs auferlegt, vgl. Dahms (1971), S. 42.

66 Ders., S. 41, 43.

67 Ders., S. 43.

68 Ders., S. 44.

69 Vgl. Dahms (1971), S. 44, 45.

70 Ders., S. 47.

71 Vgl. ders. S. 47, 48.

72 Vgl. Dahms, S. 48.

73 (1775-1783), Dahms (1971), S. 50.

74 Tories und Whigs, vgl. ders., S. 49.

75 Vgl. ders., S. 49, 50.

76 Vgl. ders., S. 50.

77 Vgl. Maneschi (1998), S. 41. (bei der Wiedergabe von Textstellen von Maneschi (1998) handelt es sich um Übersetzungen der Verfasserin).

78 Vgl. Kwangsu (2009), S. 48.; vgl. Smith [1776] (2005), I.ii 1: „(..) der Neigung, zueinander in Beziehung zu treten, zu handeln und zu tauschen.“

79 Vgl. Maneschi (1998), S. 40.

80 Smith [1776] (2005): I.ii 3.

81 Vgl. ders.: I.i1: „Die bedeutendste Steigerung der Produktivität der Arbeit (..), dürften die Wirkungen der Arbeitsteilung sein.“

82 Vgl. Maneschi (1998), S. 41, nach der die einzelnen Gewerke bei Smith durch Spezialisierung gekennzeichnet sind: „After discussing the specialization which characterizes the work of tailors, sho-emakers and farmers (..).“

83 Vgl. Gomes (2003), S. 31: „Smith finds the basis in international trade in the fact that both foreign and domestic industry have branches where each is more efficient: that is to say have absolute advantages.“

84 Die Absetzung der Ertragsüberschüsse ist ein Teil der Handelstheorie und wird als „Vent-for-Surplus-theory“ bezeichnet, vgl. Tribe (2006), S. 58; Siehe auch: Maneschi (1998), S. 46, 47.

85 Vgl. Maneschi (1998), S. 41.

86 Es bleibt hier dahingestellt, ob es sich um eine Theorie handelt oder um zwei separate Theorien, da es hier auf das Untersuchungsergebnis keinen Einfluss hat. Für das Vorliegen nur einer Theorie: vgl. Gomes (2003), S. 32.

87 Vgl. Gomes (2003), S. 32, 33; Maneschi (1998), S. 45-48.

88 Vgl. Gomes, S. 33.

Details

Seiten
21
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783346007346
ISBN (Buch)
9783346007353
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v496112
Institution / Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,3
Schlagworte
Adam Smith Wirtschaftswachstum Merkantilismus Protektionismus

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Titel: Die Handelstheorie von Adam Smith im Kontext der britischen nordamerikanischen Kolonien von 1755-1785