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Health Technology

Ausarbeitung 2015 26 Seiten

Gesundheitswissenschaften

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

III Tabellenverzeichnis

1 Das Gesundheitsnetz Bremeland
1.1 Strategische und operative Zielsetzungen
1.2 Projektstruktur des Gesundheitsnetzes Bremeland

2 PowerPoint-Präsentation für den Verwaltungsrat

3 Mögliche Netzstruktur für das Gesundheitsnetz Bremeland

4 Übersicht der Arbeitsplätze
4.1 Liste der Räumlichkeiten
4.2 Definition der Arbeitsplätze
4.3 Client-Technologien je Arbeitsplatz

5 Einheitlicher Arztbrief auf der Basis des VHitG Arztbriefes
5.1 Erstellung der Struktur
5.2 Code-Systeme und Technologien im VHitG Arztbrief
5.3 VHitG Musterarztbrief

6 Definition strategisches IT-Beschaffungsprojekt Gesundheitsnetz Bremeland
6.1 Konzeption der Serverinfrastruktur bzw. lokales Netzwerk (LAN)
6.2 Liste Anwendungssystem und Katalog strategische Anforderungen
6.3 Stufenplan für das IT-Beschaffungsprojekt
6.4 Vorgehensmodell für das strategische IT-Beschaffungsprojekt
6.5 Weitere Schritte ab öffentlicher Ausschreibung bis zum Teilnahme-wettbewerb

III Literaturverzeichnis

I Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

II Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Projektstruktur "Gesundheitsnetz Bremeland"

Abbildung 2: Entwurf einer Netzwerkstruktur

Abbildung 3: Grober Aufbau eines CDA Dokuments aus XML- Sicht

Abbildung 4: VHitG-Musterarztbrief für ambulante Gastroskopie

III Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Übersicht der Räume

Tabelle 2: Arbeitsplätze, Funktionalitäten und Client-Technologien

Tabelle 3: Anwendungssysteme, Anforderungskataloge sowie strategische Anforderungen

Tabelle 4: Stufenplan Gesundheitsnetzwerk Bremeland

1 Das Gesundheitsnetz Bremeland

Es soll zunächst auf die Zielsetzungen und die Projektstruktur eingegangen werden.

1.1 Strategische und operative Zielsetzungen

Bezogen auf die Realisierung des „Gesundheitsnetzes Bremeland“ sollen strategische Zielsetzungen mit jeweils nachgeordneten operativen Zielen aufgeführt werden [vgl. Becker, 2009a, S. 15]. Operative Ziele haben eine kurz- bis mittelfristige Perspektive (bis drei Jahre), während die strategischen Ziele eine langfristige Ausrichtung haben [vgl. Stiller, 2015].

1. Übergeordnetes Ziel ist die langfristige Sicherung einer flächendeckenden und wohnortnahen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung der Gesundheitsregion durch Ausbildung eines patientenorientierten Versorgungsnetzes. Operative Ziele können die infrastrukturelle Verbesserung bezüglich des Zugangs zu medizinischen Dienstleistungen (Terminvergaben, räumliche Vernetzung) sowie die Abstimmung z.B. von Arzneimittelverordnungen und die Beachtung der Interaktionen durch verschiedene Behandler.
2. Die Attraktivität der Tätigkeit junger Ärztinnen und Ärzte zur Besetzung von Haus- und Facharztsitzen soll nachhaltig gesteigert werden. Diese kann durch die Verbesserung der kollegialen Arbeit unter Umwandlung von Einzel- in Gemeinschaftspraxen bzw. Medizinische Versorgungszentren (MVZ) erfolgen, die binnen weniger Jahre umgesetzt werden soll. Ein weiteres operatives Ziel liegt in der Reduktion der Arbeitsbelastung, der Organisation der Bereit-schaftsdienste und der Reduktion der Fallzahl je Arzt. Eine Zielerreichung binnen drei Jahren soll angestrebt werden. Ziele sind dabei die Rationalisierung von Administration und Vermeidung von Doppeluntersuchungen, Workflow-steuerung, Erhöhung von Sicherung, Behandlungsqualität und Patienten-zufriedenheit [vgl. Johner & Haas, 2009. S. 314; vgl. Becker 2009b, S. 38].
3. Die Etablierung einer Kooperationsstruktur zwischen Krankenhaus und den niedergelassenen Ärzten durch Optimierung intersektoraler Prozesse stellt ein weiteres strategisches Ziel dar. Diesem strategischen Ziel sind als operative Ziele die Schaffung geeigneter vertraglicher Regelungen sowie die Klärung der Zuständigkeiten der Kooperationspartner für die Erbringung von Leistungen binnen einer Frist.
4. Im Rahmen des Netzwerkes ist die Ausbildung eines tragfähigen Kommuni-kations- und Informationsnetzwerks von zentraler Bedeutung und stellt ein strategisches Ziel dar. Als operative Ziele können die Bedarfsermittlung hinsichtlich der notwendigen IT-Lösungen und die Planerstellung der angestrebten Netzwerkstruktur genannt werden.
5. Die notwendige Zentralisierung einzelner Gesundheitsleistungen macht eine Anpassung der Infrastruktur der Gesundheitsregion Bremeland notwendig. Auf der operativen Ebene kommt der Anbindungen der Verkehrsanbindung (öffentlicher Personennahverkehr) sowie der Ausbau von Gehwegen (z.B. gehbeinträchtigen ältere Patienten), eine Bedeutung zu. Im Bereich der operativen Ziele ist die Schaffung von Transparenz in den Dimensionen Einnahmetransparenz (Abrechnung), Transparenz bei der Patientenversorgung (Dokumentation), Kostentransparenz (Wirtschaften), Leistungs- und Ressourcentransparenz und die medizinische Organisations- und Dokumen-tationstransparenz von Bedeutung [vgl. Becker, 2009b, S. 38-39].

1.2 Projektstruktur des Gesundheitsnetzes Bremeland

Nun soll anhand eines Schaubildes die Projektstruktur mit den beteiligten Akteuren aufgezeigt werden [vgl. , 2009a, S. 15]. Diese Darstellung (siehe Abbildung 1) orientiert sich an dem bei angeführten Beispiel [vgl. 2010, S. 53-54].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Projektstruktur "Gesundheitsnetz Bremeland"

[vgl. Becker, 2010, S. 54, Abb. 3.2, eigene Adaptation]

In der Projektorganisation der Gesundheitsnetz Bremeland GbR sind aus dem stationären Sektor das Kreiskrankenhaus Bremestadt (KKH) sowie die zu diesem gehörende Waldblick Rehaklinik (REHA) in Adorf zu nennen. Im ambulanten Sektor wird das MVZ (Medizinische Versorgungszentrum Gesundheitsnetz Bremeland) zur Zentrale. Die zusätzlichen Standorte des MVZ sind in Bremestadt (S_B), Cedorf (S_C), Edorf (S_E) und Fdorf (S_F) angesiedelt. Zwischen Krankenhaus und Rehaklinik sowie MVZ und weiteren ambulanten Standorten soll eine organisatorische und technische Vernetzung sowie Kooperation stattfinden. Aus den fünf ambulanten Standorten ist ein niedergelassener Facharzt Gesellschafter bzw. Partner der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Diese bilden auch den Lenkungsausschuss, der u.a. für Vorgaben betreffend der Projektziele und Budgetbereitstellung verantwortlich ist. Die Projekt leitung soll in einer eigenständigen Position einschließlich Vertretung etabliert werden, die an den einzelnen Standorten (KKH, REHA, S_B, S_C, S_E, S_F) durch „Power-User“ bei der Projektleitung unterstützt wird [vgl. 2010, S. 54]. Die Dienstleistungsgesellschaft (DG) Bremeland GmbH stellt Ressourcen und Dienst-leistungen für die Umsetzung des Projekts zur Verfügung. Jeder Partner der Gesund-heitsnetz Bremeland GbR ist zu 10 % Gesellschafter der GmbH, das Krankenhaus hat die übrigen 50 % der Gesellschaftsanteile [vgl. , 2009a, S. 10].

2 PowerPoint-Präsentation für den Verwaltungsrat

Die für den Verwaltungsrat des Kreiskrankenhauses erstellte Präsentation findet sich als „ANHOLD_14694_P-GESIM01_XX1_A02_FOLIEN_19.03.2015.PDF“ in gesonderter Datei. Die dort angeführten Quellen werden im Literaturverzeichnis miterfasst.

3 Mögliche Netzstruktur für das Gesundheitsnetz Bremeland

Aufgrund der topologischen Struktur des Gesundheitsnetzes Bremeland soll eine mögliche Netzwerkstruktur beschrieben werden. Hier bietet sich eine moderne Client-Server-Technologie an [vgl. Becker, 2010, S. 13]. Die zentralen Netzwerkknoten mit den Serverstandorten sollen im KKH Bremestadt und im MVZ in Bedorf etabliert werden, die übrigen Standorte einschließlich der Rehabilitationsklinik sollen mit Client-Servern versorgt werden [vgl. Becker, 2009a, S. 15]. Die Server-Redundanz bietet den Vorzug der höheren Netzwerksicherheit. Die Anzahl der notwendigen Arbeitsplätze (Clients) pro Einsatzort ist abhängig von der dortigen Mitarbeiterzahl, dem Einsatzgebiet und lokalen Gegebenheiten und wird hier exemplarisch gezeigt (siehe Abbildung 2).

Für das MVZ und dessen weitere Standorte wurde die Annahme getroffen, für jeden Arzt eine Arbeitsstation vorzuhalten und zusätzlich für den Bereich der Patienten-anmeldung. Im Krankenhaus und der Rehaklinik sind Arbeitsplätze für Ärzte, Pflegekräfte (Stationsarbeitsplätze), die Notaufnahme, die Verwaltung, Labor, Lager, Apotheke, Küche, IT-Abteilung etc. zu berücksichtigen. Hier kann davon ausgegangen werden, dass i.d.R. Thin-Clients ausreichend sind. Einzelne Fat-Clients könnten für gesonderte, zentral nicht vorgehaltene Anwendungen oder Arbeitsplätze mit hohen IT-Anforderungen benötigt werden. Innerhalb jedes Standorts existiert ein LAN (Local Area Network). Die Vernetzung der Gesundheitsregion mit einer Ausdehnung von etwa 100 km ist als WAN (Wide Area Network) zu verstehen [vgl. RS-Solution Websolutions, 2015]. Aufgrund der Überschreitung von Sektoren (ambulant, stationär, Rehabiliation), der Vermischung von lokalen und Weitverkehrsnetzen sowie der Möglichkeit zur Einbindung differenter Übertragungswege (WLAN und mobile Endgeräte) handelt es sich um die Etablierung eines heterogenen Netzes [vgl. IT-Wissen, 2015].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Entwurf einer Netzwerkstruktur [eigene Darstellung]

4 Übersicht der Arbeitsplätze

Nun werden Räumlichkeiten, IT-Arbeitsplätze und Client-Technologien beschrieben.

4.1 Liste der Räumlichkeiten

Mit Hinblick auf Personal und Einsatzzweck sollen nun für die in den vorhergehenden Abschnitten bereits benannten Standorte (vgl. Abschnitt 3) erforderliche Räumlich-keiten definiert werden. Zugrunde gelegt ist die Struktur des Gesundheitsnetzes.

Bremeland GbR [vgl. Becker, 2009a, S. 12]. Hierzu ist anzumerken, dass in dem komplexen Netzwerk je Standort sehr unterschiedliche Bedarfe bestehen. Insbesondere existiert in den Klinikstandorten (KKH / REHA) eine Vielzahl an Räumen mit differenzierter Nutzung (z.B. Stationsstützpunkte, Patientenzimmer, Arztzimmer, Sekretariate, Labor, Ultraschall, Notaufnahmeplätze, Röntgen, EDV-/Serverräume, Archive, Therapieräume etc.). Dort werden jeweils die Funktionalitäten eines Krankenhausinformationssystems (KIS) benötigt [vgl. Becker, 2009b, S. 48]. Für das MVZ und die übrigen assoziierten Standorte werden Anwendungen eines Arztpraxis-informationssystems (APIS) erforderlich [vgl. Becker, 2009b, S. 27], die z. B. von Ärzten, Zahnärzten oder medizinischen Fachangestellten genutzt werden. Tabelle 1 soll für die einzelnen Einsatzorte die personenbezogene Nutzung verdeutlichen. Hier wird versucht eine sinnvolle und repräsentative Auswahl zu treffen. Die exakten räumlichen Bedarfe werden hier noch nicht aufgeführt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Übersicht der Räume [eigene Darstellung]

4.2 Definition der Arbeitsplätze

In der Mehrzahl der Arbeitsplätze werden Thin-Clients ausreichen, die Applikationen auf Terminalservern ausführen, um die Arbeitsprozesse effizient zu auszuführen [vgl. Becker, 2009b, S. 17]. Die folgenden Arbeitsplätze seien exemplarisch genannt:

1. Aufnahme- und Abrechnungsarbeitsplatz im MVZ

Der zur Anmeldung, Formularerstellung und Abrechnung verwendete Arbeits-platz für medizinische Fachangestellte benötigt i.d.R. einen Thin-Client.

2. Diagnostischer Arbeitsplatz / Untersuchungsraum

Auch hier ist ein Thin-Client ausrechend, um in Behandlungs- und Unter-suchungsräumen ohne medizinisch aufwändige Diagnostikgeräte Daten des zentralen Netzwerks zu verwenden.

3. Befundungsarbeitsplatz Radiologie

Hier werden technisch aufwändige Applikationen verwendet bzw. auf große Datenmengen zugegriffen. Als Beispiel könnte ein Computertomographie-Arbeitsplatz gelten, bei dem ein Fat-Client notwendig ist.

4. Stationsarbeitsplatz / Stationsstützpunkt

Hier werden operative Tätigkeiten der Pflegekräfte sowie organisatorische Aufgaben der Station vorgenommen. Hier ist ein Thin-Client ausreichend.

5. Verwaltungsarbeitsplatz / Abrechnung

Dieser zum Beispiel in der Krankenhausverwaltung notwendige Arbeitsplatztyp dienst der Dokumentation, Abrechnung und statistischen Auswertung. Auch hier sollten Thin-Clients ausreichen.

Bei der Abschätzung der Arbeitsplatzzahlen werden folgende Annahmen zugrunde gelegt: Je Station werden drei bis vier Arbeitsplätze benötigt, je Arzt ein Platz, je zwei bis drei Pflegekräften sollte gemeinsam ein mobiles Gerät bei Nutzung mobiler Pflegedokumentation zur Verfügung stehen. Ansonsten sollte ein Arbeitsplatz für je zwei bis drei medizinisch-technischen Assistenten bzw. medizinischer Fachange-stellten kalkuliert werden [vgl. Becker, 2009b, S. 57-62]. Eine Übersicht der Arbeitsplätze in den einzelnen Standorten erfolgt zusammen mit den Client-Technologien im nachfolgenden Abschnitt.

4.3 Client-Technologien je Arbeitsplatz

Die nachfolgende Tabelle 2 führt, wie in Abschnitt 4.2 erläutert, wesentliche Arbeitsplätze im Gesundheitsnetzwerk Bremeland auf. Es handelt sich explizit um eine vereinfachende Darstellung und muss anhand expliziter Bedarfsanalyse angepasst werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Arbeitsplätze, Funktionalitäten und Client-Technologien im Gesundheitsnetz Bremeland [eigene Darstellung]

[...]

Details

Seiten
26
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668997837
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v497124
Institution / Hochschule
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen
Note
1,7
Schlagworte
health technology

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