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Konjunktur und Beschäftigung. Leitfragen der Makroökonomie

Hausarbeit 2013 20 Seiten

VWL - Makroökonomie, allgemein

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Frage 1 Konsumfunktion und Say´sches Theorem

Frage 2 Keynesianische Theorie der Preisniveauänderung

Geldpolitik

Arbeitsmarkt

Literaturangaben und Quellenverzeichnis

Frage 1 Konsumfunktion und Say´sches Theorem

Gegeben sei die Konsumfunktion C = 100 Euro + 0,8 Y Euro mit C als Konsumnachfrage und Y als reales Einkommen. Die Nettoinvestitionen (I) betragen 900 Euro. Es werden unausgelastete Kapazitäten und reine Mengenreaktionen unterstellt.

a) Berechnen Sie das gleichgewichtige Volkseinkommen

Y= i+c

Y= 100 + 0, 8Y + 900 |-0, 8Y

Y - (0, 8Y) = 1000

Y (1 - 0, 8) = 1000

Y (0, 2) = 1000 | ÷0, 2

Y = 5000 €

b) Leiten Sie das gleichgewichtige Volkseinkommen mit Hilfe der aggregierten Nachfragefunktion graphisch ab.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

c) Leiten Sie das gleichgewichtige Volkseinkommen mit Hilfe der Sparfunktion und Investitionsfunktion graphisch ab.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

d) Die marginale Konsumneigung erhöht sich auf 0,9. Wie verändert sich das gleichgewichtige Einkommen? Zeichnen Sie auch diesen Fall in die Diagramme von b) und c) ein.

Y (1 - 0, 9) = 1000

Y (0, 1) = 1000 | ÷0, 1

Y = 10000 €

e) Geben Sie den Gütermarktmultiplikator bei a) und d) an und erklären Sie, warum es einen solchen Multiplikator gibt.

a) m= 20

b) m= 10

Der Multiplikator regt den Konsum an.

f) Erklären Sie das Say’sche Theorem. Warum glaubte Keynes nicht an das Say’sche Theorem?

Das Say`sche Theorem nach dem französischen Nationalökonomen Jean Baptiste Say bezeichneter ökonomischer Lehrsatz, bei dem angenommen wurde, dass sich jedes volkswirtschaftliche Angebot seine eigene Nachfrage selbst schafft, da mit der Herstellung von Gütern gleichzeitig das Geld verdient wird, um diese Güter zu kaufen. Gesamtwirtschaftliches Angebot und Nachfrage haben danach die Tendenz zu einem Gleichgewichtszustand, bei dem Vollbeschäftigung herrscht. (bpb 2009)

Hiernach entspricht der Preis der produzierten Güter dem Einkommen der in voller Höhe ausgegeben für Konsumgüter oder/ und gespart wird. Auch das gesparte Geld wird durch zins bringende Anlage dem Wirtschaftskreislauf hinzugerechnet. Vermehrtes Sparen verursacht nach Say niedrigere Zinsen, was dazu führt, dass Unternehmen mehr Geld zwecks Investitionen nachfragen.

So bildet sich die Angebotskette automatisch je nach Höhe seine Nachfrage.

Keynes ging davon aus, dass nicht die gesamten Ersparnisse über den Finanzmarkt dem Wirtschaftskreislauf zufließen und deshalb der Kreislauf zwischen Sparen und Investition unterbrochen wird, was dazu führt, dass die gesamte Nachfrage geringer ist als das Angebot. (bpb 2009)

Frage 2 Keynesianische Theorie der Preisniveauänderung

c) Wie sollten sich die Nominallöhne in einem Land entwickeln, damit mittelfristig die Zielinflationsrate der Zentralbank realisiert wird?

Die Änderungen des Preisniveaus haben besondere Bedeutsamkeit auf Inflations- bzw. Deflationsprozesse und können die Ökonomie einer Volkswirtschaft destabilisieren. Die Bestimmung des Preisniveaus kann also die Analyse von Inflations- und Deflationsprozessen ermöglichen.

Nach dem Buch von Keynes „vom Gelde“(1930) stehen insbesondere kostengetriebene Erklärungen von Preisniveauänderungen im Zentrum. (Heine, Herr 2013: 422)

Dabei hat das Volkseinkommen in der Summe von Löhnen und Profiten die bestimmende Wirkung auf das Preisniveau.

Setzt man die gesellschaftliche Kostenstruktur (Löhne, Profit und exogene Kosten) in Verhältnis zum realen Volkseinkommen ergibt sich die Kosteninflation bzw. –deflation. Bei sinkenden Kosten sinkt der Preis, um die Konkurrenzsituation zu verbessern und bei steigenden Kosten werden diese mittelfristig auf die Preise abgewälzt.

Bei der Kosteninflation bzw. –deflation handelt es sich um einen Kosten-Preis-Effekt, der auch als Preis-Preis-Effekt bezeichnet werden kann. (Heine, Herr 2013: 424)

Die einflussreichen Kostenfaktoren, Nominallöhne und die Produktivität, die in den Lohnstückkosten zum Ausdruck kommen, verändern das Preisniveau nachhaltig.

Keynes beweist, dass bei gegebener Produktivität, gegebenen Produktionsvolumen und gegebener Profitrate die Veränderung des Preisniveaus der Veränderungsrate der Löhne entspricht. (Heine, Herr 2013: 426)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hier ist also zu erkennen, dass die Veränderungen der Nominallöhne ein wesentlicher Einflussfaktor für Preisniveauänderungen sind und Inflation- bzw. Deflation Verursacher sein können. Um diese Entwicklung kontrollieren zu können, formuliert die keynesianische Theorie der Preisniveauänderung eine Lohnnorm.

wnorm = PZiel + πTrend (Heine, Herr 2013: 429)

Sie gibt vor, wie sich die Nominallöhne in einer Volkswirtschaft entwickeln sollen, um dabei die Zielinflationsrate eines Landes einzuhalten. Diese wird in der Regel von der Zentralbank im Rahmen der Inflationssteuerung (Inflation-Targeting) vorgegeben und liegt in der Regel bei 2-3 %.

Ein Wert gen Null wird nicht angestrebt, da dies eine Gefahr der Deflation birgt, auf die ich im Folgenden noch kommen werde.

Die mittelfristige Produktivitätsentwicklung schließt dabei die kurzfristigen Effekte, die eine Lohnentwicklung destabilisieren würden, aus.

Wenn sich die durchschnittlichen nominalen Stundenlöhne entsprechend der Lohnnorm erhöhen, dann ist die Lohnentwicklung makroökonomisch funktional und mittelfristig wird die Zielinflationsrate der Zentralbank realisiert. (Heine, Herr 2013: 593)

Die Lohnnorm als Anker für Preisniveau wird als Stabilitätsfaktor für die ökonomische Entwicklung einer Volkswirtschaft geschaffen.

[...]

Details

Seiten
20
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783346012661
ISBN (Buch)
9783346012678
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v497447
Institution / Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,3
Schlagworte
konjunktur beschäftigung leitfragen makroökonomie

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Titel: Konjunktur und Beschäftigung. Leitfragen der Makroökonomie