Lade Inhalt...

Trainingsplanung Aufbau einer Grundlagenausdauer

Einsendeaufgabe 2018 19 Seiten

Gesundheit - Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Diagnose
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.1.1 Bewertung des biometrischen Parameters Ruhepuls
1.1.2 Bewertung des biometrischen Parameters Blutdruck
1.1.3 Bewertung des allgemeinen Gesundheitszustandes
1.2 Leistungsdiagnostik/Ausdauertestung anhand des WHO Tests
1.2.1 Begründung der Fahrradergometertests
1.2.2 Ermittlung relevanter Parameter zur Testdurchführung
1.2.3 Durchführung des WHO-Tests
1.2.4 Bewertung des Testergebnisses anhand von Normwerten
1.3 Gesundheits- und Leistungsstatus der Person

2 Zielsetzung/Prognose

3 Trainingsplanung Mesozyklus
3.1 Grobplanung Mesozyklus
3.2 Detailplanung Mesozyklus
3.3 Begründung zum Mesozyklus

4 Literaturrecherche: Effekte des Ausdauertrainings bei arterieller Hypertonie
4.1 Studie 1: Effekte des Ausdauertrainings bei arterieller Hypertonie
4.2 Studie 2: Effekte des Ausdauertrainings bei arterieller Hypertonie

5 Literaturverzeichnis

6 Tabellenverzeichnis
6.1 Tabellenverzeichnis

1 Diagnose

1.1 Allgemeine und biometrische Daten

Tab. 1: Allgemeine Daten zur Person (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.1.1 Bewertung des biometrischen Parameters Ruhepuls

Der Ruhepuls von Frau S. wurde direkt nach dem Aufwachen gemessen und liegt bei 79 S/min. Dieser Wert lässt sich bei Normwerten der Stufe der Untrainierten einordnen (70-80 S/min). Bei Frauen ist der Ruhepuls nochmals ca. zehn Schläge höher wie bei Männern gleichen Alters. Gut trainierte Sportler haben deutlich niedrigere Werte von 40-50 S/min. Anhand dieser unterschiedlichen Werte lässt sich schlussfolgern, dass ein umso niedrigerer Ruhepuls vorliegt, umso besser der körperliche Leistungszustand und demensprechend umso höher, desto schlechter der Ausdauerleistungszustand einer Person ist. (Weineck, 2003, S. 50).

1.1.2 Bewertung des biometrischen Parameters Blutdruck

Um den biometrischen Parameter Blutdruck von der Person (Frau S.) herauszufinden, wurde ein elektronisches Blutdruckmessgerät verwendet. Der Blutdruckwert lag systolisch bei 144 mmHg und diastolisch bei 92 mmHg. Die nachfolgende Tabelle (Tab. 2) stellt die Blutdruckklassifikation der American Heart Association dar. Demnach lässt sich Frau S. der Stufe 1 zuordnen und hat somit arterielle Hypertonie.

Tab. 2: Blutdruckklassifikation der American Heart Association (modifiziert nach Mancia et al., 2013, S. 1286; zitiert nach Eifler, 2017, S. 297)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.1.3 Bewertung des allgemeinen Gesundheitszustandes

Tab. 3: Bewertung des allgemeinen Gesundheitszustandes der Person (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie man der obigen Tabelle (Tab. 3) entnehmen kann, ist die Kundin momentan nicht in ärztlicher Behandlung, was auf einen guten Gesundheitszustand schließen lässt. Bei der Anamnese wurde jedoch eine arterielle Hypertonie der Stufe 1 festgestellt, die sich negativ auf ihre Gesundheit auswirken kann, weshalb vorsichtig an die Trainingssteuerung herangegangen werden sollte. Des Weiteren kann ihre Kurzatmigkeit mit dem Bluthochdruck zusammenhängen. Der orthopädische Eingriff am Sprunggelenk wirkt sich nicht auf ihren Gesundheitszustand aus, da diese Operation schon zehn Jahre zurückliegt.

1.2 Leistungsdiagnostik/Ausdauertestung anhand des WHO Tests

1.2.1 Begründung der Fahrradergometertests

Als Ausdauertest sollte laut Aufgabenstellung ein Fahrradergometertest durchgeführt werden. Hierfür muss angemerkt werden, dass normalerweise kein Radergometertest für Frau S. geeignet wäre, da sie unter Bluthochdruck leidet und man bei diesem Ausdauergerät zu hohen Druckbelastungen ausgesetzt ist. Nach Kettenis und Eifler (2017, S. 63) ist somit ein Ausdauertest kontraindiziert, wenn als Krankheitsbild Hypertonie vorliegt. Deshalb sollte ein Raderometertest ausgewählt werden, der nicht zu hohe Risiken mit sich bringt. Folgende Radergometertests stehen zur Verfügung: IPN-Fahrradergometer-Ausdauertest (IPN-Test), WHO-Test, Hollmann -und Venrath-Test, Stufentest des Bundesausschusses für Leistungssport (BAL), Vita-Maxima-Test und Wingate-Test (Kettenis & Eifler, 2017, S. 66).

Es wurde der WHO-Test gewählt, bei der die Steigerung der Belastung nur in kleinen Schritten von 25 Watt mit einer kurzen Stufendauer von zwei Minuten erfolgt (Kettenis & Eifler, 2017, S. 70). Dieser Ergometertest ist ein submaximaler Test, was bedeutet, dass die Person nicht bis zu ihrer völligen körperlichen Ausbelastung gebracht wird und somit die Gefahr der Körperlichen Überlastung minimiert wird. Dies ist gut für Frau S. aufgrund ihres Gesundheitszustandes, da zu hohe Belastungen ihrer Gesundheit schaden könnten (Rost, 2002, S. 57). Des Weiteren ist dieser Test für Übergewichtige und untrainierte Frauen geeignet (Institut für Prävention und Nachsorge [IPN], 2004). Wie man der Tabelle 1 entnehmen kann, zählt Frau S. zu dieser Zielgruppe, da sie seit mehreren Jahren kaum Sport mehr macht und auch übergewichtig ist. Somit ist der WHO-Test geeignet für Frau S..

1.2.2 Ermittlung relevanter Parameter zur Testdurchführung

Um den WHO-Test durchzuführen, ist zunächst relevant, die Pulsobergrenze zu ermitteln. In der nachfolgenden Tabelle 4 können diese Werte abgelesen werden (Wert von Frau S. ist rot markiert).

Tab. 4: Ermittlung der Pulsobergrenze (modifiziert nach Trunz, 2001; IPN, 2004)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusätzlich zu dem ermittelten Wert wird nach Trunz (2001) und dem IPN (2004) je nach Trainingszustand der Person noch ein Pulsaufschlag berechnet (siehe Tab. 5). Bei Personen mit keinem oder nur wenig Ausdauertraining, wie bei Frau S., wird kein Pulsaufschlag dazugezählt.

Tab. 5: Voreinstufung unter zusätzlicher Berücksichtigung der Trainingshäufigkeit ausdauerrelevanter Aktivitäten (modifiziert nach Trunz, 2001; IPN, 2004, S. 4)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2.3 Durchführung des WHO-Tests

Nachdem die Voreinstufung abgeschlossen ist, kann mit dem WHO-Test begonnen werden. Der Test beginnt mit einer Eingangsbelastung von 25 Watt. Alle zwei Minuten wird die Belastung um 25 Watt gesteigert. Während der Belastung wird nach jeder Minute die Herzfrequenz gemessen und vom Trainer/in notiert. Die Steigerung der Wattleistung geschieht solange, bis die Testperson die definierte Pulsobergrenze erreicht hat und wird erst dann beendet (Kettenis & Eifler, 2017, S. 71). In der nachfolgenden Tabelle 6 sind alle wichtigen Parameter, die für den Radergometertest relevant sind, zu entnehmen. Des Weiteren ist dort der Testverlauf inklusive das Ergebnis von Frau S. aufgezeichnet.

Tab. 6: WHO-Ausdauertest auf dem Radergometer (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2.4 Bewertung des Testergebnisses anhand von Normwerten

Der Testdurchlauf von Frau S. ergab, dass sie vier Belastungsstufen vollständig durchfahren hat (bis einschließlich 100 Watt). Auf der fünften Belastungsstufe (125 Watt) hat sie nach Messung der Herzfrequenz nach einer Minute (9. Testminute) die definierte Pulsobergrenze von 140 S/min überschritten. Deshalb wurde dort nach der neunten Minute der Test beendet. Ihre Gesamtleistung beträgt somit 112,5 Watt (zeitinterpoliert: nach acht Minuten bzw. vier Stufen hat Frau A insgesamt 100 Watt erreicht; die fünfte Stufe wurde nur zur Hälfte durchfahren, daher 25 Watt / 2 = 12,5 Watt + 100 Watt = 112,5 Watt). Bei Teilung der ermittelten Wattleistung durch ihr Körpergewicht (112,5 Watt / 79 kg) ergibt sich die relative Wattleistung, die mit Normwerten verglichen werden kann. Laut Normwerten des IPN`s (2004) liegt diese Leistung unter dem Durchschnitt und wird mit einem traurigen Smiley bewertet. Dieser Wert wurde anhand der nachfolgenden Tabelle (Tab. 7) ermittelt. Die grau hinterlegten Felder dienen zur Abstufung von Untrainierten (Ø), mäßig Trainierten (J) und gut Trainierten (JJ) Frauen. Die Intensität (für Frau S. 0,56-0,57) ist ein Faktor zur Berechnung der empfohlenen Trainingsherzfrequenz nach dem IPN. Da bei der Trainingsplanzusammenstellung des Mesozykluses mit einer anderen Berechnungsformel die Trainingsintensität ermittelt wurde, ist die Intensitätsangabe in der folgenden Tabelle irrelevant.

Tab. 7: Normtabelle für submaximale Radergometertests: Relative Watt-Soll-Leistung (Watt pro kg) bei Frauen (modifiziert nach IPN, 2004, S. 8)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3 Gesundheits- und Leistungsstatus der Person

Der Tabelle 1 sind Parameter zu entnehmen, die Auskunft über ihren Gesundheitsstatus geben. Zum einem zeigte ihr BMI-Wert, dass sie übergewichtig ist und es wurde diagnostiziert, dass sie unter arterieller Hypertonie Stufe 1 leidet. Sie ist also Risikogefährdet, was bei der Erstellung des Trainingsplans berücksichtigt werden sollte. Nach Hoffmann (2001, S. 20) bestehen jedoch keine Bedenken, bei Blutdruckwerten von systolisch 140-159 mmHg und diastolisch 90-99 mmHg Sport zu treiben. Da sich Frau S. in diesem Bereich befindet, kann sie also Sport ohne Einschränkungen ausüben.

Bei genauerer Betrachtung ihres Leistungszustandes zeigen sich jedoch, bezogen auf ihre Belastbarkeit, erste Grenzen auf. Im WHO-Test schnitt Frau S. unterdurchschnittlich ab. Bereits bei niedrigen Intensitäten erreichte sie schnell ihre Pulsobergrenze, was auf ein geringes Ausdauervermögen schließen lässt.

[...]

Details

Seiten
19
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783346047052
ISBN (Buch)
9783346047069
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v498691
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
0,8
Schlagworte
trainingsplanung aufbau grundlagenausdauer

Teilen

Zurück

Titel: Trainingsplanung Aufbau einer Grundlagenausdauer