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Im Wettstreit mit der globalisierten Welt. Internationalisierungsstrategien deutscher Handelsunternehmen.

Hausarbeit 2019 14 Seiten

BWL - Handel und Distribution

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung
1.1 Definition Internationalisierung
1.2 Abgrenzung von Internationalisierung und Globalisierung
1.3 Formen der Internationalisierung

2 Einflussfaktoren der Internationalisierung

3 Internationalisierungsstrategien
3.1 Marktbearbeitungsstrategie
3.2 Positionierung-/ Wettbewerbsstrategien
3.3 Markteintrittsstrategien

4 Besonderheiten der Internationalisierung im Handel

5 Internationalisierung am Beispiel Aldi

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

8 Internetquellen

1. Einführung

Wir schalten den Fernseher an und hören davon wie sich Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten, Xi Jinping, der Präsident Chinas und die Mitglieder der Europäischen Union über Einfuhrzölle streiten und ob Globalisierung und Internationalisierung eine gute Sache sei. Fakt ist jedoch, dass deutsche Unternehmen mittlerweile auf der ganzen Welt zuhause sind, Hauptaugenmerk liegt in Medien in der Regel auf der deutschen Industrie, doch auch der Handel ist davon betroffen. Gerade auf die deutschen Handelsunternehmen soll in dieser Arbeit geblickt werden und wie diese sich trotz Risiken auf der internationalen Bühne behaupten. Gelockt von zahlreichen Wachstumsmöglichkeiten und der immer weiter voranschreitenden Globalisierung drängen Handelsunternehmen aus Deutschland in andere europäische Länder vor und auch in den Rest der Welt. Bevor es jedoch zu den Strategien der Unternehmen zur Internationalisierung kommt, muss zunächst einmal der Begriff „Internationalisierung“ definiert werden und wie dieser sich von der Globalisierung unterscheiden lässt. Vor dem Eintritt in einen ausländischen Markt muss sich ein Unternehmen zunächst eine Grundlage schaffen, welche in dem zweiten Kapitel dieser Arbeit thematisiert werden. Darauf folgen die Einflussfaktoren, welche für die richtige Strategiefindung ausschlaggebend sind, erst dann kann ein Unternehmen seine Strategie planen und umsetzten, hier in Kapitel vier ausführlicher beleuchtet. Das letzte Kapitel dieser Arbeit fasst die vorher genannten Aspekte der Internationalisierungsstrategien deutscher Handelsunternehmen noch einmal zusammen und zieht ein abschließendes Fazit.

1.1 Definition Internationalisierung

Das Wort Internationalisierung leitet sich von dem englischen Wort international ab und bedeutet „über den Rahmen eines Staates hinaus“.1 Der Begriff Internationalisierung drückt sich also über die Geschäftsaktivitäten eines Unternehmens im Ausland aus, wobei dieses sich auf den im Ausland heimischen Märkten engagiert. Dieses Engagement kann für das Unternehmen diverse Formen annehmen, welche in Gliederungspunkt 1.3 ausführlicher benannt und erläutert werden. Ein Beispiel hierfür wäre der Export von Ressourcen oder anderen Gütern ins Ausland. Die Internationalisierung eines Unternehmens bezieht sich aber keineswegs nur aus Exporten oder der Gleichen, vielmehr betrifft es das Unternehmen als Ganzes. Durch den Markteintritt in einem anderen Land, werden sämtliche Abteilungen beeinflusst, wie beispielsweise das Marketing, den Verkauf oder Personalabteilung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man unter einem „internationalen Unternehmen“ nicht nur die reine Verbreitung des Unternehmens zu verstehen hat, sondern alle Formen der grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeit.

Der Internationalisierungbegriff steht im engen Zusammenhang mit dem Begriff der Globalisierung, was die beiden Begriffe voneinander trennt und wie sich Globalisierung definieren lässt wird im nächsten Unterpunkt erklärt.

1.2 Abgrenzung von Internationalisierung und Globalisierung

Der Begriff Globalisierung könnte ohne die Internationalisierung nicht existieren, da diese der Grundbaustein der Globalisierung ist. Bevor es zu der Unterscheidung von Globalisierung und Internationalisierung kommt, muss zunächst einmal der Begriff Globalisierung definiert werden. Diese beschreibt im Allgemeinen die Vernetzung von Nationen in sämtlichen Bereichen, dazu zählen Politik, Wirtschaft, Kommunikation und Kultur. Von der Globalisierung sind aber nicht ausschließlich nur Länder betroffen, sondern auch Individuen, Unternehmen und Organisationen. Vorangetrieben wird sie Fortschritte in der Kommunikations- (Internet, Mobiltelefone etc.) und Transporttechnik (Schiff, Flugzeug oder Auto).3 Wo der Begriff der Globalisierung definiert ist, kann er nun von dem der Internationalisierung abgegrenzt werden. Der größte Unterschied zwischen den Beiden liegt in der Betrachtung der einzelnen Länder, während bei der Globalisierung alle Länder und Märkte gleichbehandelt werden, werden bei der Internationalisierung die einzelnen Länder unter sich betrachtet.4 Die speziellen Gegebenheiten der Länder in Wirtschaft und Kultur werden bei der Internationalisierung berücksichtigt, jedoch nicht bei der Globalisierung.5

1.3 Formen der Internationalisierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Formen der Internationalisierung; (https://sevdesk.de/blog/internationalisierung/#2)

Internationalisierung tritt in einer Vielzahl von möglichen Formen auf, welche vom Export in ein anderes Land reichen bis hin zur Gründung einer Tochtergesellschaft im Ausland.

Der Export ist die einfachste Form des Markteintritts, da sie wenig Kontrolle und Ressourcen im Zielland erfordert. Die nächste Form auf der „Treppe" der Internationalisierungsformen ist die Lizenzvergabe, hier werden die Produktionsrechte an ein Unternehmen im Ausland abgetreten, um dort produziert zu werden.6 Eine andere Form der Lizenzvergabe ist das Franchising, hierbei geht es hauptsächlich um die Weitergabe von Wissen, damit die Weiterführung des Geschäftsmodells richtig und selbstständig angewendet werden kann. Eine Form, die sich speziell auf die Kooperation von Unternehmen bezieht, ist das Jointventure. In einem Jointventure teilen sich die teilnehmenden Unternehmen die Verantwortung6 und halten somit das Risiko gering ohne dabei ihre rechtliche und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu verlieren. Kapitaleinsatz und Kontrolle bleiben insgesamt auf einem mittleren Niveau. Eine Art der Internationalisierung ist die Schaffung von Niederlassungen im Ausland, diese sind sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich vom Hauptsitz des Unternehmens abhängig. Diesen Niederlassungen wird von der Hauptniederlassung eine bestimmte Kompetenz zugewiesen, diese bestehen in der Regel aus Produktion, Beschaffung oder Vertrieb. Andere Aufgaben, wie Personal, Marketing, Vorstand, Finanzen usw. bleiben dem Hauptsitz überlassen. Die Steigerung der Niederlassung, ist die Tochtergesellschaft. Diese sind wirtschaftlich zwar noch abhängig vom Mutterkonzern, rechtlich können diese jedoch eigenständig handeln. Die Gesellschaften bieten durch ihre hohe Kontrolle ebenfalls die größten Erfolgsaussichten, jedoch sind die gewaltigen Kosten und die Menge an benötigten Ressourcen auch eine Risikoquelle, welche es zu beachten gilt.7 Nun wo die Begrifflichkeiten geklärt und die verschiedenen Formen erläutert wurden, folgenden im nächsten Kapitel die für die Internationalisierung benötigten grundlegenden Parameter.

2. Einflussfaktoren der Internationalisierung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Porters Diamant zur Bestimmung nationaler Wettbewerbsvorteile (Quelle: Porter, M.E. (1999), zitiert nach Perlitz, M. (2004), S. 137)

Da die Internationalisierung auf einer nationalen Ebene stattfindet sind die Gegebenheiten in den einzelnen Ländern ausschlaggebend für den Erfolg eines Unternehmens. Es gibt vier Faktoren, die den Großteil des Erfolges ausmachen. Der erste von ihnen sind die lokalen Standortbedingungen, Abb. 2: Porters Diamant zur Bestimmung nationaler Wettbewerbsvorteile (Quelle: Porter, M.E. (1999), zitiert nach Perlitz, M. (2004), S. 137) wie die Qualität von Infrastruktur und derArbeitskraft9. Neben dem Standort spielen auch die potentiellen Konsumenten eine entscheidende Rolle, nur weil etwas auf dem heimischen Markt gut ankommt, muss es dies nicht unbedingt in einem anderen Land tun. Das macht eine Analyse des Kaufverhalten der einheimischen Bevölkerung unerlässlich, denn ihr Nachfrageverhalten ist direkt an den Erfolg der Internationalisierung gekoppelt.10,11 Ein weiterer Faktor ist die Sicherstellung der Versorgung des Unternehmens durch unterstützende Branchen mit den benötigten Waren, um beispielsweise das Sortiment immer möglichst divers und die Lager voll zu halten. Der letzte große Einflussfaktor auf die Internationalisierungspläne eines Unternehmens ist natürlich die heimische Konkurrenz, welche es zu verdrängen gilt, bzw. deren Marktanteile streitig zu machen. Selbst wenn diese vier Faktoren zu Gunsten des Unternehmens stehen, gibt es immer noch zwei Faktoren, welche das Unternehmen auch mit den Besten Internationalisierungsstrategien nicht beeinflussen kann. Die Rede ist von dem Staat, welcher durch Gesetzte und Regelungen den Spielraum des Unternehmens deutlich beeinflussen kann, des Weiteren spielt der Zufall immer eine Rolle, welche nicht vorhersehbar ist.12

3. Internationalisierungsstrategien

Einem Unternehmen stehen eine Vielzahl von Möglichkeiten zu Auswahl um ihre Strategie für den bevorstehenden Sprung auf einen ausländischen Markt zu planen. Aus dem Zusammenspiel der folgenden drei Strategiearten entwickelt sich der Strategie-Mix.

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Details

Seiten
14
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783346023384
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v499077
Institution / Hochschule
Fachhochschule Erfurt
Note
2,5
Schlagworte
Marketing International internationalisierung Handel Unternehmen Deutsch BWL Strategien

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