Lade Inhalt...

Das Magische Dreieck der Geldanlage. Sind Anleihen eine attraktive Investitionsvariante?

Hausarbeit 2019 37 Seiten

VWL - Finanzwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Formelverzeichnis

1. Einleitung

2. Anleihen
2.1 Definition
2.2 Merkmale
2.2.1 Nennwert
2.2.2 Zinssatz
2.2.3 Bonität
2.2.4 Emissionskurs
2.2.5 Rangverhältnis
2.2.6 Handelbarkeit
2.3 Arten
2.3.1 Staatsanleihen
2.3.2 Unternehmensanleihen
2.3.3 Wandelanleihen
2.3.4 Optionsanleihen
2.3.5 Nullkupon-Anleihen
2.3.6 Anleihen mit variabler Verzinsung

3. Magisches Dreieck der Geldanlage
3.1 Liquidität
3.2 Rentabilität
3.3 Sicherheit

4. Praxisbezug
4.1 Vorteile und Nachteile von Anleihen für Anleger
4.1.1 Vorteile
4.1.2 Nachteile
4.2 Kauf einer Anleihe 14
4.3 Italienische Staatsanleihen vs. deutsche Staatsanleihen 15

5. Fazit

Anhang I: Formeln

Anhang II: Tabelle Rendite Deutschland und Italien

Literaturverzeichnis

Monographien, Sammelwerke, Periodika

Internetquellen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Ratings

Abbildung 2: Magisches Dreieck

Abbildung 3: Übersicht 10-jährige Staatsanleihen Europa

Abbildung 4: Jahresverlauf Rendite Deutschland und Italien

Formelverzeichnis

Formel 1: Berechnung Bruttorendite

Formel 2: Kursberechnung einer Anleihe

Formel 3: ausführliche Kursberechnung einer Anleihe

Formel 4: Kursberechnung

1. Einleitung

Seit vielen Jahrhunderten haben die Menschen das Ziel, ihr vorhandenes Geld zu mehren. Bereits gegen Ende des 17. Jahrhunderts begann der Handel mit Schuld- scheinen und Anleihen. Damit wurde Nichtkaufleuten erstmals die Anlage ihres Vermögens ermöglicht.1 Anleihen sind somit ein traditionelles Produkt am Kapital- markt. Der Herausgeber einer Anleihe nimmt am Kapitalmarkt einen Kredit auf und zahlt dem Käufer der Anleihe im Gegenzug eine Verzinsung.2 Die Möglichkeiten der Kapitalanlage sind jedoch über die Anleihen hinweg sehr vielseitig. Eine klassi- sche Variante der Geldanlage ist der Kauf einer Immobilie. Sie dient entweder der Selbstnutzung oder der Vermietung. Durch die Mieteinnahmen kann zunächst der Abtrag des Kredites getilgt werden und später ein zusätzliches Einkommen gene- riert werden.3 Ein Chance auf höhere Renditen haben Anleger bei der Entschei- dung für die Anlagevariante Aktien. Durch den Kauf der Aktie wird der Anleger Mit- eigentümer des Unternehmens. Somit ist er am Erfolg, allerdings auch am Risiko beteiligt.4 Diese Geldanlagevarianten stellen nur einen Auszug der Vielfalt an Mög- lichkeiten dar. Ein Anleger muss somit herausfinden, welche Kapitalanlage für ihn attraktiv ist.

In dieser Seminararbeit wird der Fokus auf die Anleihen gesetzt. Es soll untersucht werden, ob es sich bei Anleihen um eine attraktive Investitionsvariante für Anleger handelt. Um diese Frage beantworten zu können, werden neben einer Definition die Merkmale und verschiedenen Arten von Anleihen ausführlich beschrieben. Im weiteren Verlauf wird das Magische Dreieck der Geldanlage vorgestellt. Es ist ele- mentar für jede Investitionsentscheidung. Die Vorteile und Nachteile von Anleihen werden im anschließenden Kapitel dargestellt und aus den Erkenntnissen des Ma- gischen Dreiecks abgeleitet. Anschließend werden ein Berechnungsbeispiel für den Kurs einer Anleihe dargestellt und die Unterschiede zwischen den Renditen einer Bundesanleihe sowie einer italienischen Staatsanleihe analysiert.

2. Anleihen

Im folgenden Abschnitt werden Anleihen definiert und charakterisiert.

2.1 Definition

Durch Wertpapiere verbriefte Geldforderungen gegen den Emittenten bezeichnet man als Anleihen. Alternativ werden auch die Begriffe Schuldverschreibungen, Rentenpapiere, Obligationen oder Bonds verwendet.5 Die Kreditkonditionen des Wertpapieres werden in den Anleihebedingungen festgelegt. Der Käufer einer An- leihe erhält das Recht auf die Rückzahlung der Geldforderung, auf Verzinsung und auf vorrangige Rückzahlung gegenüber den Aktionären im Insolvenzfall. Der Anle- ger erlangt bei Kauf der Anleihe jedoch kein Stimm- oder Teilhaberrecht, wie es bei der Investition in Aktien der Fall wäre. Über den Kurs passt sich das Wertpapier an die jeweilige Zinssituation am Markt an. Während der Laufzeit kann es dadurch zu Kursschwankungen kommen.6

2.2 Merkmale

Anleihen werden durch verschiedene Merkmale charakterisiert. Sie werden im fol- genden Abschnitt dargestellt.

2.2.1 Nennwert

Um den Nennwert näher definieren zu können, muss zunächst der Begriff Teil- schuldverschreibung erklärt werden. Üblicherweise sind die Gesamtbeträge einer Anleihe sehr hoch. Aus diesem Grund erfolgt häufig eine Stückelung7, sodass die Beträge in der Regel bei Privatanlegern auf 1.000 Euro lauten. Es handelt sich in dem Fall um eine Teilschuldverschreibung. Die Höhe der Geldforderung des Anle- gers entspricht dem Nennwert einer Teilschuldverschreibung. Er dient zusätzlich als Basis für die Verzinsung.8

2.2.2 Zinssatz

Die Höhe des Zinssatzes ist von einigen Faktoren abhängig. Dazu gehören die Bonität des Schuldners, die Laufzeit der Anleihe und die zum Zeitpunkt der Emissi- on vorliegenden Kapitalmarktverhältnisse.9 Emittenten mit einer geringen Kredit- würdigkeit müssen demzufolge einen höheren Zinssatz für ihre Anleihen zahlen.

Grund dafür ist der Risikoaufschlag.10 Der Zinssatz kann über die Laufzeit entwe- der festgesetzt sein oder sich variabel an einer bestimmten Bezugsgröße orientie- ren.11

2.2.3 Bonität

Bei der Bonität handelt es sich um die Ausfallwahrscheinlichkeit. Dabei kann sie sowohl für einen Emittenten als auch für eine Emission ermittelt werden. Eine An- leihe mit einer guten Bonität besitzt ein geringeres Risiko auszufallen, als eine In- vestition mit einer schlechten Bonität. Die Bonitätsbewertung wird mithilfe von Ra- tings durch externe Ratingagenturen durchgeführt. Zu diesen gehören beispiels- weise die Unternehmen S&P, Moodys und Fitch. Die Bonitätseinstufung erfolgt in zwei Hauptgruppen, die jeweils erneut unterteilt sind. Eine sehr gute Bonität wird bei der Ratingagentur S&P in die Hauptgruppe „Investmentgrade“ eingeordnet. Eine ungenügende Bonität dagegen wird in das „Speculative Grade“ eingeordnet.12 Zudem hat das Rating einen hohen Einfluss auf die Rendite einer Anleihe. Eine Anleihe mit einem schlechten Rating weist somit eine niedrigere Rendite auf als eine Anleihe mit einem sehr guten Rating.13 Anleihen mit einer überdurchschnittlich hohen Verzinsung, aber auch einem überdurchschnittlichem Risiko werden als Junk Bonds oder auch High Yield Bonds bezeichnet.14 Das externe Rating hat so- mit einen maßgeblichen Einfluss auf die Attraktivität einer Anleihe.

Abbildung 1: Ratings

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Schuster, T., Finanzierung, 2015, S. 20.

2.2.4 Emissionskurs

Die Angabe des Kurses einer Anleihe erfolgt immer in Prozent. Die Ausgabe der Anleihe kann auf drei Varianten erfolgen.

1) Wird sie zu 100% ausgegeben, ist der Ausgabepreis gleich dem Nenn- betrag. Die Ausgabe der Anleihe erfolgt somit pari.
2) Bei einer Ausgabe über pari ist der Ausgabepreis über dem Nennbetrag und somit über 100%. Diesen Aufschlag nennt man Agio. Er führt dazu, dass die Bezugsgröße für die Zinsen größer ist und somit die Nominal- zinsen höher sind.
3) Ist jedoch der Ausgabepreis unter dem Nennbetrag, so liegt der Kurs un- ter 100% und man spricht von einer Ausgabe unter pari. Dieser Ab- schlag wird Disagio genannt. Die Nominalzinsen fallen niedriger aus.15

2.2.5 Rangverhältnis

Da es sich bei Anleihen um eine Gläubigerforderung handelt, ist diese im Falle ei- ner Insolvenz im Verhältnis zu sonstigen Forderungen von anderweitigen Gläubi- gern gegenüber dem Emittenten zu sehen. Es ist jedoch möglich, einen vertragli- chen Nachrang zu vereinbaren.16 Das bedeutet, dass im Fall der Insolvenz der Gläubiger im Rang nach den übrigen Gläubigern bedient wird. Im Gegenzug erhält der Anleger eines Nachrangdarlehens eine höhere Rendite.17

2.2.6 Handelbarkeit

Anleihen sind an der Börse frei handelbar. Sie besitzen eine hohe Fungibilität, da der gesamte Kapitalmarkt als Kapitalgeber auftreten kann. Dadurch entsteht zudem der Vorteil, dass das Risiko durch viele Investoren getragen wird.18

2.3 Arten

Als Emittenten von Anleihen können sowohl Unternehmen, Kreditinstitute als auch die öffentliche Hand auftreten. Aufgrund der unterschiedlichen Emittenten und ihrer jeweiligen Absichten bei der Emission haben sich ebenfalls verschiedene Arten von Anleihen entwickelt.19

2.3.1 Staatsanleihen

Anleihen, die direkt von einem Staat emittiert werden, nennt man Staatsanleihen. Neben dem Bund können Anleihen jedoch auch von seinem Sondervermögen, bei- spielsweise der Deutschen Bahn, oder von den Gebietskörperschaften, beispiels- weise Bundesländer oder Gemeinden, ausgegeben werden.20 Über die Ausgabe von Anleihen verschafft sich die öffentliche Hand Fremdkapital, welches zur Mitfi- nanzierung des Haushaltes dient. Die Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland, der Schweiz oder der USA gelten als die Wertpapiere mit der höchs- ten Bonität.21

Einige Eigenschaften von Staatsanleihen sind abhängig von dem Land, das die Anleihe ausgegeben hat. So werden beispielsweise deutsche Bundesanleihen, Euro Bonds, Emerging Market Bonds und Anleihen mit Staatsgarantie unterschie- den:

1) Der Vorteil von deutschen Bundesanleihen besteht darin, dass sie ein sehr gutes Rating mit der Note „AAA“ erhalten und somit eine gute Bonität vor- weisen können. Zudem dient das gesamte Steuervermögen als Sicherheit für die Anleihe.
2) Euro-Staatsanleihen, auch Euro Bonds genannt, sind Anleihen von europäi- schen Mitgliedsstaaten. Sie besitzen im Vergleich zu Anleihen von anderen Ländern den Vorteil, dass es kein Währungsrisiko gibt. Die Ratings und so- mit die Qualität der Euro Bonds sind jedoch sehr unterschiedlich.
3) Anleihen, die von Schwellenländern emittiert werden, bezeichnet man als Emerging Market Bonds. Sie zeichnen sich vor allem durch eine hohe Ren- dite aus. Ursächlich dafür ist das niedrige Rating der Emerging Market Bonds. Zudem unterliegen die Kurse starken Schwankungen. Aus diesem Grund sind sie vor allem für spekulative Anleger interessant.
4) Eine besonders sichere Anlageform mit guter Bonität sind Staatsanleihen mit Staatsgarantie. Diese Garantie gewährt ein vom Staat zur Finanzmarkt- stabilisierung gegründeter Sonderfonds. Für deutsche Antragssteller ist dies der Fonds SoFFIN. Mithilfe dieses Fonds beabsichtigt der Staat, alle Rechte des Gläubigers garantieren zu können. Diese Anleihen versprechen zwar eine große Sicherheit, verfügen jedoch über eine kleinere Rendite, als An- leihen ohne Garantie.22

2.3.2 Unternehmensanleihen

Anleihen, die durch Unternehmen begeben werden, bezeichnet man alternativ als Corporate Bonds23 oder Industrieobligationen24. Private Investoren können ihr Kapi- tal dem Unternehmen zur Verfügung stellen, wodurch der Anleihenmarkt eine Al- ternative zur Finanzierung über Bankkredite darstellt. Geben mittelständische Un- ternehmen Anleihen am Markt aus, spricht man von Mittelstandsanleihen.25 Da sich das Rating eines mittelständischen Unternehmens häufig im Speculative Grade bewegt, ist die Verzinsung der Anleihen vergleichsweise hoch. Die Laufzeit der Anleihen liegt häufig zwischen 3 und 7 Jahren.26

2.3.3 Wandelanleihen

Wandelanleihen sind Industrieobligationen, die neben den Rechten einer normalen Anleihe das Recht beinhalten, die Schuldverschreibung in eine bestimmte Anzahl von Aktien umzutauschen. Sie werden deshalb auch Convertible Bonds oder Wan- delschuldverschreibungen genannt. Aufgrund des Umtauschrechtes in Aktien kann eine Wandelanleihe nur von Aktiengesellschaften ausgegeben werden. Um eine solche Schuldverschreibung ausgeben zu können, ist ein Beschluss mit einer ¾ Mehrheit des Grundkapitals in der Hauptversammlung notwendig.27 Durch den Wandel von einer Anleihe zu einer Aktie wird aus dem bereitgestellten Fremdkapi- tal Eigenkapital. Der Anleger wird somit Teilhaber des Unternehmens, wodurch er im Fall einer Insolvenz nicht mehr als Gläubiger, sondern Miteigentümer behandelt wird. Zusätzlich erlischt das Recht auf Zinszahlung und Rückzahlung der Anleihe. Wann der Anleger die Anleihe umtauschen möchte, entscheidet er selbst. Es ist jedoch sinnvoll, das Umtauschrecht in Anspruch zu nehmen, wenn der Wert der Aktien größer ist als der Nennwert der Anleihe.28 Die Wandelbedingungen umfas- sen wichtige Eckpunkte, wie zum Beispiel das Wandlungsverhältnis, den Wandel- preis, die Wandlungsfrist und die Verwässerungsschutzklausel. Letzteres bietet dem Anleger einen Schutz für den Fall, dass eine Kapitalerhöhung während der Wandelfrist durchgeführt wird. Gemäß der Verwässerungsschutzklausel wird in diesem Fall der Wandelpreis angepasst. Letztendlich bestehen die Vorteile einer Wandelanleihe für den Anleger darin, sowohl einen regelmäßigen Zins zu erzielen als auch eine Möglichkeit auf Beteiligung am Unternehmen zu erhalten.29

2.3.4 Optionsanleihen

Die Optionsanleihen sind vergleichbar mit der Wandelanleihe. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass die Anleihe bei der Ausübung der Option weiterhin be- stehen bleibt.30 Somit tritt die Aktie als Anteilspapier neben die Schuldverschrei- bung als Forderungspapier. Der Anleger erhält neben seiner Fremdkapitalgeberei- genschaft zusätzlich eine Eigenkapitalgebereigenschaft durch den Anteil am Un- ternehmen. Eine weitere Besonderheit liegt darin, dass der Optionsschein entwe- der mit der Anleihe zusammen oder auch getrennt gehandelt werden kann. Er wird in einem separaten Wertpapier verbrieft.31 Somit können sich drei Kurse an der Börse ergeben:

1) Kurs der separaten Option
2) Kurs der Anleihe ohne die Option
3) Kurs der Anleihe inklusive der Option32

Ein besonders hohes Risiko besteht bei dem Kauf der einzelnen Option. „Diesem Risiko, das im Verlust des gesamten eingesetzten Betrages für den Optionsschein bestehen kann, steht ein überproportionaler Gewinn bei der Kurssteigerung der Aktie gegenüber.“33

2.3.5 Nullkupon-Anleihen

Erfolgt keine regelmäßige Zinszahlung, spricht man von einer Nullkuponanleihe. Alternativ wird sie auch Zero Bond genannt. Der Anleger erhält seine Zinszahlun- gen nicht während, sondern einmalig am Ende der Laufzeit mit dem Nominalbetrag zusammen.34 Rechnerisch stellt sie die Differenz zwischen dem Emissionskurs und dem Rückzahlungskurs dar. Deshalb liegt der Ausgabekurs unter 100% und die Rückzahlung erfolgt zu einem Nominalwert von 100%.

Rechenbeispiel:

Eine Nullkupon-Anleihe kann zu einem Kurs von 80% und einem Nominalwert von 5.000 Euro erworben werden. Bei Kauf ist somit ein Betrag von 5.000 𝐸uro ∗ 0,80 = 4.000 𝐸uro zu zahlen. Bei Fälligkeit wird dem Anleger der Nominalbetrag in Höhe von 5.000 Euro ausgezahlt. Der Anteil der Zinsen beträgt folglich 5.000 𝐸uro − 4.000 𝐸uro = 1.000 𝐸uro.35

2.3.6 Anleihen mit variabler Verzinsung

Im Gegensatz zu festverzinslichen Anleihen, werden die Zinssätze einer Anleihe mit variabler Verzinsung laufend für die in der Regel nächsten drei beziehungswei- se sechs Monate festgelegt. Anleihen mit variabler Verzinsung werden alternativ auch Floating Rate Notes bezeichnet. Der Zinssatz orientiert sich an einem Refe- renzzinssatz, der beispielweise der LIBOR oder der EURIBOR sein kann.36 Es handelt sich dabei um Zinssätze für unterschiedliche Laufzeiten, die täglich festge- legt werden. Die Ermittlung des Referenzzinssatzes erfolgt über eine Sammlung und Durchschnittsbildung der eigenen Zinssätze einer Gruppe von großen interna- tionalen Banken. Derzeit wird der LIBOR für fünf Währungen und unterschiedliche zeitliche Perioden ermittelt. Die Perioden bewegen sich in einem Korridor zwischen einem Tag und zwölf Monaten.37

3. Magisches Dreieck der Geldanlage

Es gibt eine Reihe von Kriterien, die zur Beurteilung einer Anlageform herangezo- gen werden können, um deren Gewichtung, den Nutzen und die Vorteilhaftigkeit für den Anleger bewerten zu können. Ein vereinfachtes Modell zur Bewertung einer Anlageform ist das Magische Dreieck der Geldanlage.38 Es hat das Adjektiv „ma- gisch“ erhalten, da sich nicht alle drei Ziele des Magischen Dreiecks gleichzeitig maximieren lassen. Bei diesen Zielen handelt es sich um die Liquidität, die Renta-bilität und die Sicherheit. Je nach Bedarf lässt sich das Magische Dreieck erwei-tern. Es lässt sich beispielsweise zu einem Magischen Fünfeck um die Punkte In-flation und Steuern ergänzen.39

[...]


1 Vgl.Börse Frankfurt, Geschichte der Börse, 2018, o.S.

2 Vgl.Prätsch, J. u.a., Finanzmanagement, 2012, S. 161.

3 Vgl.Pachwosky, R., Immobilien, 2017, S. 7.

4 Vgl.Schuster, T., Uskova, M., Finanzierung, 2015, S. 36.

5 Vgl.Schlitt, M., Finanzierungsstrategien, 2014, S. 47.

6 Vgl.Börse Stuttgart, Definition Anleihen, 2018, o.S.

7 Vgl.Prätsch, J. u.a., Finanzmanagement, 2012, S. 161.

8 Vgl.Thommen, J.-P. u.a., Allgemeine BWL, 2017, S. 317.

9 Vgl.Thommen, J.-P. u.a., Allgemeine BWL, 2017, S. 317.

10 Vgl.Börse Stuttgart, Staatsanleihen, 2018, o.S.

11 Vgl.Thommen, J.-P. u.a., Allgemeine BWL, 2017, S. 317.

12 Vgl.Börse Stuttgart, Ratings, 2018, o.S.

13 Vgl.Börse Stuttgart, Handel mit Unternehmensanleihen, 2018, o.S.

14 Vgl.Börse, Junk Bond, 2018, o.S.

15 Vgl.Prätsch, J. u.a., Finanzmanagement, 2012, S. 162.

16 Vgl.Schlitt, M., Finanzierungsstrategien, 2014, S. 55.

17 Vgl.Becker, H. P., Investition und Finanzierung, 2016, S. 225 f.

18 Vgl.Prätsch, J. u.a., Finanzmanagement, 2012, S. 161.

19 Vgl.Schlitt, M., Finanzierungsstrategien, 2014, S. 47.

20 Vgl.Börse Stuttgart, Staatsanleihen erweitert, 2018, o.S.

21 Vgl.Börse Stuttgart, Staatsanleihen, 2018, o.S.

22 Vgl.Börse Stuttgart, Staatsanleihen erweitert, 2018, o.S.

23 Vgl.Börse Stuttgart, Handel mit Unternehmensanleihen, 2018, o.S

24 Vgl.Prätsch, J. u.a., Finanzmanagement, 2012, S. 164.

25 Vgl.Schlitt, M., Finanzierungsstrategien, 2014, S. 48 f.

26 Vgl.Schlitt, M., Finanzierungsstrategien, 2014, S. 53 f.

27 Vgl.Prätsch, J. u.a., Finanzmanagement, 2012, S. 164.

28 Vgl.Schuster, T., Uskova, M., Finanzierung, 2015, S. 8.

29 Vgl.Thommen, J.-P. u.a., Allgemeine BWL, 2017, S. 318.

30 Vgl.Prätsch, J. u.a., Finanzmanagement, 2012, S. 166.

31 Vgl.Thommen, J.-P. u.a., Allgemeine BWL, 2017, S. 318.

32 Vgl.Prätsch, J. u.a., Finanzmanagement, 2012, S. 166.

33 Thommen, J.-P., Allgemeine BWL, 2017, S. 318.

34 Vgl.Schuster, T., Uskova, M., Finanzierung, 2015, S. 7.

35 Vgl.Schuster, T., Uskova, M., Finanzierung, 2015, S. 7.

36 Vgl.Prätsch, J. u.a., Finanzmanagement, 2012, S. 166.

37 Vgl.Frischemeier, A., LIBOR, 2018, S. 1.441.

38 Vgl.Wüst, K., Urban, B., Saisonalitätseffekte, 2008, S. 748 – 759.

39 Vgl.Gburek, M., Aktienphobie, 2015, o.S.

Details

Seiten
37
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783346026996
ISBN (Buch)
9783346027009
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v499101
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,0
Schlagworte
Finanzen Anleihen Finanzmanagement Finanzwirtschaft Staatsanleihen Wandelanleihen Nullkupon Anleihen Zerobonds Bonds italienische Staatsanleihen Magisches Dreieck Magisches Dreieck der Geldanlage Optionsanleihen Unternehmensanleihen Rentabilität Liquidität Sicherheit

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Das Magische Dreieck der Geldanlage. Sind Anleihen eine attraktive Investitionsvariante?