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Epochen der Kirchengeschichte. Eine Darstellung der Kirche während der NS-Zeit

von Maximilian von Westerheide (Autor)

Hausarbeit (Hauptseminar) 2016 29 Seiten

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIEEINSTELLUNG DERKIRCHEN GEGENÜBER DERNS- HERRSCHAFT
2.1 Die katholische Kirche – zwischen Widerstand und Selbsterhaltung
2.2 Das Reichskonkordat von

3 DIE POLITISCHEHALTUNG DESREGIMES GEGENÜBER DERKIRCHE
3.1 Der Versuch einer institutionellen Entmachtung, Hitlers Vorstellung zur Kirche, Missachtung des Konkordates
3.2 Einige Einzelschicksale – Kollaboration und Widerstand

4 DIEREAKTION DER KATHOLISCHENKIRCHE AUF EINE MISSLUNGENEKOEXISTENZ VONSTAAT UNDKIRCHE

5 FAZIT UNDAUSBLICK

6 LITERATURLISTE

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit möchte sich mit dem Verhältnis und dem Verhalten der ka- tholischen Kirche zum damaligen Hitler-Regime auseinandersetzen. Dabei soll das Verhalten der Kirche unterschiedlich beleuchtet und interpretiert werden. Der Be- trachtungszeitraum erstreckt sich von der Machtergreifung Hitler s im Jahre 1933 bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges durch den heimtückischen Angriff der Deutschen auf das Nachbarland Polen. Die Ansichten und die Haltung der Kirche veränderten sich im Laufe der NS-Herrschaft immer wieder. Die Kirche bzw. ein- zelne ihrer Mitglieder wurden selbst zu Opfern des NS -Terrors. Einige Geistliche wurden aber auch zu Täter n und haben sich von der NS -Ideologie verleiten lassen. Diese Arbeit wird die Erkenntnisse der historisch-theologischen Wissenschaft ob- jektiv darlegen, um ein Bild zu vermitteln , welchen Herausforderungen sich d ie Kirche zu jener Zeit stellen musste.

Kapitel 2.1 beschäftigt sich mit dem Widerstand und dem Selbsterhaltung sdrang der katholischen Kirche und zeigt auf, wie sich die Haltung der Kirche veränderte. Das Reichskonkordat (Kapitel 2.2) von 1933 symbolisiert die Dringlichkeit, mit welcher die Kirche versuchen wollte ihr Dasein zu sichern und doch feststellen musste, dass es ein leerer Vertrag war, der die Kirche lediglich „beruhigen“ sollte. Die immer näher rückende Entmachtung der Kirche seitens der Nationalsozialisten veranlasste die Kirche zu einem reaktionären Handeln. Papst Pius der XI. versuchte mit der En- zyklika „Mit brennender Sorge“ das Ruder rumzureißen. Aber die katholische Kir- che musste mehr und mehr feststellen, dass sie längst auf der Age nda der zu ent- machtenden Institutionen seitens des Hitler-Regimes stand. Neben der systemati- schen Bekämpfung der Kirche in Kapitel 3.1, wird diese Arbeit in Kapitel 3.2 einige Einzelschicksale von Kirchenangehörigen vortragen. Diese Betrachtung umfasst sowohl die Täter- als auch die Opferrolle einzelner , wodurch die prekäre Lage der Kirche und ihrer Mitglieder aufgezeigt werden soll. Als die Kirche erkennen muss- te, mit wem sie sich all die Jahre eingelassen hat te, war es bereits zu spät für eine signifikante Kursänderung. Die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ ist die Antwort auf die Repressalien, die die Kirche und ihre Angehörigen in den Jahren von 1933 bis 1937 hinnehmen musste. In Kapitel 4 wird dieses Dokument des Widerstandes dargestellt. Das Fazit wird die Arbeit abschließen und da rlegen wieso eine einfache Schuldzuweisung nicht möglich ist. Die Kirche hat sich selbst ständig in einer be- drohlichen Lage befunden und musste eine Balance finden , um sich selbst gegen das Regime zu behaupten, ohne dabei eigens vernichtet zu werden.

2 Die Einstellung der Kirchen gegenüber der NS -Herrschaft

2.1 Die katholische Kirche – zwischen Widerstand und Selbsterhaltung

Die NSDAP war zu Beginn eine eher kleine Partei , deren lokale Stärke in Bayern anzusiedeln war. Zu klein war ihre Mitgliederzahl, als dass sie eine Bedeutung für die katholische Kirche gehabt hätte. Erst durch den misslungenen Putschversuch Hitlers am 9. November 1923 wurde die Kirche auf die antikatholischen Risiken die diese Bewegung in sich trug aufmerksam.1 Der Vatikan erkannte vor allem den anti- semitischen Charakter in den Parteiproklamationen und erwiderte darauf, dass Hass und Feindschaft gegenüber dem Judentum keinen Platz haben darf.2 Diese frühe Aussage seitens des Vatikans ist als erster Widerstand der Kirche zum Antisemitis- mus zu deuten. Mit dem Wahlerfolg der NSDAP von 1930 wurde die Partei eine immer ernstzunehmendere Volkspartei in Deutschland.3 Aber der Vatikan äußerte sich dennoch kritisch gegenüber der NSDAP, da die katholischen Werte und die Inhalte der nationalsozialistischen Partei nicht miteinander vereinbar sind.4 Be- schwichtigungen von Hermann Göring, dass man die Dogmen und Werte der katho- lischen Kirche achten wolle, wurden von der Kirche (zurecht) nicht ernst genom- men.5 Nachdem Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde und die Nationalso- zialisten somit zur totalitären Macht wurden , musste sich die römisch -katholische Kirche eingestehen, dass es nun vielmehr um ein Überleben der Kirche in Deutsch- land geht, als um die Aufgabe sich gegen Hitler zu stellen.6 Auch gemäßigte Aussa-gen von Hitler, dass man weiterhin freundschaftliche Bindungen zum Vatikan pfle-gen will, änderten an dieser Erkenntnis nichts.7 Solche Aussagen Hitlers konnten 1933 nicht ernst genommen werden, da sich bereits 1930 nach den ersten größeren Wahlerfolgen der NSDAP ein Attackieren der Kirche abzeichnete . Er drohte, Par- teimitglieder von den Sakramenten auszuschließen und mahnte, dass es nicht gestat- tet sei, der Partei beizutreten.8 Hieran kann man erkennen, dass nicht nur der Heili- ge Stuhl Bedenken zur NSDAP hatte, sondern auch einzelne Pfarrer in ihren Predig- ten gegen die Partei wetterten. Aufgrund der öffentlichen Kritik an dem NS - Regime, kann man davon ausgehen, dass die NSDAP Kenntnis von dieser Gegen- meinung haben musste.9 Daher ist es stark anzunehmen, dass die oben angeführten Aussagen Hitlers nicht seiner wahren Haltung zur Kirche entsprach. So wie die Kir- che in Hitler eine Bedrohung sah, so sah auch Hitler ein Risiko im Katholizismus. Jedoch entsprach die Kritik am Regime nicht der Meinung aller Bistümer, oder allen Bischöfe. Aufgrund dessen war es schwer, einen gemeinsamen Nenner gegen das Regime zu finden.10 Zwar gab es unter den Bischöfen vere inzelt Aufforderungen zur Einigkeit: Kardinal Adolf Bertram wies sogar eindeutig darauf hin, dass die Rassen- anbetung nicht mit der christlichen Offenbarung in Einklang zu bringen sei, aber sein Versuch der Einung scheiterte.11 Eine zunehmende Verwässerung der Haltung gegenüber dem Regime kann man in den Verlautbarungen der Fuldaer Bischofskon- ferenz vom 10. Februar 1931 herauslesen. Wurde zunächst von einem Ausschluss der Sakramente für Parteimitglieder gesprochen, sollte der ansässige Pfarrer vor Ort im Einzelfall prüfen, ob es sich um einen Parteifunktionär oder lediglich um einen Mitläufer handelte.12 Letzterem wurde es gestattet, die Sakramente zu empfangen. Aber auch im weiteren Verlauf konnte keine einheitliche Meinung seitens der Bi- schöfe bzgl. der Nationalsozialisten gefunden werden.13 Erst kurz vor der gänzli- chen Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933, konnten sich die Bischöfe zu einer ge- meinsamen Stellungnahme durchringen, in welcher der Nationalsozialismus als Irr- weg proklamiert wurde.14

Intern muss sich die Kirche dennoch dem Vorwurf stellen, dass einige Elemente in der Kirche die Nationalsozialisten sogar als Bündnispartner in Erwägung ziehen würden, um so gemeinsam gegen Andersgläubige zu arbeiten.15 Insgesamt kann aber behauptet werden, dass sich Rom und die Kurie anfänglich gegen Hitler und seine Partei ausgesprochen haben. Doch mit der Machtübernahme 1933 wuchs die Er- kenntnis, es mit einer ernstzunehmenden Kraft in Deutschland zu tun zu haben. Dies provozierte eine schwierige Dilemma-Situation, in der sich die Kirche befand. Ei- nerseits war es Aufgabe der Kirche , die Gewalttaten der SA16 und anderer Parteior- ganisationen anzuprangern, anderseits wollte man die Staatsführung nicht unnötig reizen, um die Gewalt nicht selbst auf sich zu ziehen.17 Inhaltlich kam man mit dem Regime auch zu keiner Übereinkunft, dennoch handelte es sich bei der NSDAP um eine demokratisch gewählte Partei, die damit (zunächst) einen legitimen Charakter hat. Zudem gehörten immer mehr Katholiken dem Wählerkreis an , und diese forder- ten zunehmend eine Aufhebung der ausgesprochenen Verbote seitens des Episko- pats.18 Die Kirche konnte nur noch hoffen, dass Hitler sich an einst gegebene Ver- sprechen einer festen Position der Kirche im neuen Staat halten wird.19 Die Kirche glaubte sich zu dieser Zeit immer noch in der Initiative und versuchte eine vertrag- liche Einigung zwischen dem Regime und der katholischen Kirche zu schaffen. Das sog. Reichskonkordat von 1933 sollte diesen Wunsch verschriftlichen und die Nati- onalisten auf kirchenpolitischer Ebene zu mindest einschränken.

Doch mit den Jahren nach der Machtergreifung Hitlers häuften sich die Auseinan- dersetzungen zwischen dem Regime und der Kirche. Einige Bischöfe ergriffen am die Initiative und verwiesen auf die Unverletzbarkeit der Kirche als Institution und das man „mit der Kirche auf Seiten Freiheit“20 stehe. Auch auf die gegebenen Ver- sprechen zu einer friedlichen Koexistenz zwischen Staat und Kirche in den Artikeln des Reichskonkordats (Kapitel 2.2) wurde mehrmals hingewiesen. Aber auch diese

Forderungen blieben ohne nennenswerte Wirkung. So verlangten die deutschen Bi-schöfe auf der Fuldaer Konferenz im August des Jahres193621 von Rom, eine klare Stellung gegenüber dem Nationalsozialismus einzunehmen.22 Es dauerte ca. ein Jahr, bis der Vatikan antwortete. Der Papst verfasste die Enzyklika „Mit brennender Sorge“, in welcher die Sorgen, Befürchtungen und Bedürfnisse der katholischen Kirche verschriftlicht wurden.23

Die Kirche schwankte nun sowohl zwischen der Nichtgefährdung der eigenen Insti- tution als auch dem offenen Protest und Widerstand. Bischof Konrad Graf von Prey- sing riet seinem Kollegen, die Kritik am NS-Staat milder ausfallen zu lassen, um die Kirche nicht weiter ins Fadenkreuz der Nazis zu rücken.24 Dennoch verschärften die Bischöfe im Jahr 1938 ihren Ton gegen das Regime und prangerten die voranschrei- tende Zerschlagung der katholischen Kirche an.25 Als nun 1939 der zweite Welt- krieg durch den hinterhältigen Überfall auf Polen ausbr ach, mangelte es jedoch an einem Widerstand seitens der Kirche und ihrer Kleriker. Zumal sich die Bischöfe schon moralisch gegen einen Krieg stellen müssten. Der von Thomas von Aquin konstatierte Begriff zum „gerechten“ Krieg, welcher fünf Grundkriterien zu erfüllen hat,26 hätte die Bischöfe beim Überfall auf Polen aufschrecken lassen müssen , aber das Gegenteil war der Fall. Selbst regime -kritische Kleriker forderten nun Gehor- sam, Vaterlandsliebe und Opferbereitschaft von den Soldaten sowie den Zivilisten.27 Dadurch wurde jedoch jegliche bis dahin vorgebrachte Kritik an Hitlers Regime nichtig.28 Dies machte die Bischöfe zu jener Zeit nicht zuletzt zu stillen Mithelfern und Mitschuldigen.29 Aufgrund der öffentlichen Wirksamkeit der Haltung der Geist- lichkeit gegenüber dem Hitler -Feldzug, kann man sogar von einer Unterstützung des Krieges durch den Klerus sprechen.30 Die Intension der Bischöfe, die hinter dieser Haltung steckt, kann damit begründet werden, dass eine Anti -Kriegshaltung entwe-der zum Untergang Hitlers oder zum Untergang der Kirche geführt hätte. Würde Hitler untergehen, würde ein Machtvakuum entstehen und neue Staatsführer hervor- rufen. Beides sind immense Risiken für die Kirche, welche sie nicht eingehen wollte und konnte.31 Daher mag diese Haltung aus der Perspektive der Selbsterhaltung so- wie einer Staatsstabilität berechtigt sein. Moralisch ist dieses Betragen dennoch höchst umstritten.

Die Frage, ob die Kirche Widerstand geleistet hat, oder mehr hätte leisten können, ist nicht mit einem Ja oder Nein zu beantworten. Der Begriff des Widerstands kann weit gefasst werden. So kann man nach Klaus Gotto in der Literatur vier einzelne Unterscheidungen zum Widerstandsbegriff finden.32 Als erstes ist die Nonkonformi- tät zu nennen. Diese ist gegeben, wenn verbale Kritik geübt wird. Da die Kirche sowie einzelne Geistliche verbale Kritik gegenüber dem Regime äußerten, kann man in diesem Fall von einem Widerstand seitens der Kirche sprechen. Bei der sog. Verweigerung, geht es um eine Nichtanpassung und Selbstbewahrung. Da sich die Kirche ständig in einer Abwehrposition befand und versuchte ihre Identität zu be- wahren, kann auch hier von einem Widersetzen gesprochen werden. Dadurch wurde auch verhindert, dass das Regime den alleinigen Machtanspruch realisieren konn- te.33 Die dritte Form ist der Protest. Dieser kann öffentlich stattfinden oder lediglich unter Androhung eines öffentlichen Diskurses ausgefochten werden. Da die Kirche sowohl während den Jahren des Machtergreifens, als auch danach, z.B. durch die Enzyklika ihre Bedenken äußerte, muss ihr auch hier die Teilhabe an einem Wider- stand zugesprochen werden. Die stärkste Variante ist jedoch der aktive Widerstand. Hierbei sind alle Aktivitäten, Aggressionen und Sabotageaktionen gemeint, die ei- nen Bruch oder Sturz des Systems zur Folge haben.34 Die Kirche hat zwar aktiv Schriften verfasst und gemahnt, aber eine gezielte Destabilisierung hat sie nicht an- gestrebt. Dies lag vor allem daran, dass damit das Überleben der Kirche selbst in Gefahr war sowie ein politischer Umsturz ein Machtvakuum hätte verursachen kön- nen. Wie man ersehen kann, hat die Kirche während der NS -Herrschaft nicht untäti gzugesehen. Lediglich in Ermangelung eines aktiven Widerstands muss sie sich dem Vorwurf der Untätigkeit stellen. Dieses Verhalten kann sie aber argumentativ be- gründen, auch moralisch wäre es höchst umstritten , wenn die Kirche ihre Meinung mit Waffen und Aggression hätte durchsetzen wollen . Selbst die Enzyklika wurde von den Nationalsozialisten als endgültige Kampfansage seitens der Kirche gese- hen,35 so dass sie schon auf diesen schriftlichen „Angriff“ mit Repressalien reagier- ten. Hätte die Kirche also noch mehr gegen das System gearbeitet, wäre die katholi- sche Kirche im Deutschen Reich womöglich vollends vom Regime vernichtet wor- den.

2.2 Das Reichskonkordat von 1933

Das Reichskonkordat ist der Vertrag, der am 20. Juli 1933 zwischen dem Deutschen Reich und der katholischen Kirche abgeschlossen wurde. In diesem Vertag wird das Verhältnis der beiden Institutionen zueinander geregelt. Er beinhaltet Rechte und Pflichten beider Vertragsparteien. Der Vertrag soll eine freundschaftliche, dauerhaf- te Beziehung zwischen dem Reich und dem Vatikan symbolisieren , so Hitlers Wor- te.36 Diese Aussage sorgte zunächst für eine euphorische Hoffnung , die Gesamtsitu- ation zwischen Kirche und Staat noch friedlich lösen zu können.37 Die Kirche wollte mit diesem Vertrag ihr Recht auf Ausübung der Religion und der Freiheit des Be- kenntnisses festhalten. Weiterhin oblag es der Kirche , die Sakramente zu spenden und seelsorgerlich tätig zu sein. Aber auch eine Schutzpflicht seitens des Staates für Kirchenangehörige und eine freie Kommunikation unter ihnen soll te mit dem Kon- trakt abgesichert werden. Auch der Schutz des Kircheneigentums, des Vermögens und der Gebäude fiel unter diesen Schutz. Außerdem waren Zwangsvollstreckungen bei Geistlichen und Kirchengütern untersagt. Weiterhin durfte die Kirche Steuern erheben und diese verwalten. Festgelegt wurde auch, dass der Religionsunterricht weiterhin an Schulen unterrichtet werden darf. Zudem wurden alle kirchlichen Ein- richtung, Verbände und Behörden unter den Schutz des Deutschen Reiches gestellt. In diesem Passus versäumte die Kirche allerdings, Unterschiede zwischen rein kirchlichen und politisch-ambitionierten Verbänden zu machen. Eine mündliche Zusage des Regimes, dies en Artikel nach Vertragsabschluss zu korrigieren wurde seitens des Regimes nie mehr in Betracht gezogen. Kardinal Faulhaber reagierte zu diesem Sachverhalt mit der Äußerung, dass die katholischen Vereine nun zu einem langsamen Sterben verurteilt seien.38 Das Regime nutze diese Vertragslücke, um doppelte Mitgliedschaften, wie beispielsweise in der Hitlerjugend und zugleich in kirchlichen Jugendverbänden zu verbieten.

[...]


1 Besier, Gerhard, Der Heilige Stuhl und Hitler -Deutschland, München 2004, S. 65 f.

2 Senniger, Gerhard, Glaubenszeugen oder Versager? Katholische Kirche und Nationalismus, St. Ottilien 2003, S. 29.

3 Morsey, Rudolf, Die katholische Volksminderheit und der Aufstieg des Nationalsozialismus 1930-1933, in: Bendel, Rainer (Hrsg.), Die katholische Schuld? Katholizismus im Dritten Reich zwischen Arrangement und Widerstand, Münster 2002, S. 43.

4 Senniger, Glaubenszeugen oder Versager?, S. 32.

5 Besier, Der Heilige Stuhl, S. 153.

6 Brechenmacher, Thomas, Der Heilige Stuhl und die europäischen Mächte im Vorfeld und während des Zweiten Weltkriegs, in: zur Debatte 3 (2005), S. 9.

7 Auszug aus der Regierungserklärung Hitlers vom 23. März 1933, S. 24

8 Lewy, Guenter, Die katholische Kirche und das Dritte Reich, München 1965, S. 21.

9 Cornwell, John, Pius XII., Der Papst, der geschwiegen hat, München 1999, S. 159.

10 Morsey, Die katholische Volksminderheit und der Aufstieg des Nationalsozialismus 1930-1933, S. 46.

11 Kundgebung Bertrams am 31. Dezember 1930, S. 803.

12 Pastorale Anweisung des bayerischen Episkopats vom 10. Februar 1930, in: Akten Deutscher Bischöfe über die Lage der Kirche 1933-1945. Bd. 1, 1933-1934, bearb. v. Bernhard Stasiewski, Mainz 1968, S. 807.

13 Lewy, Die katholische Kirche und das Dritte Reich, S. 25.

14 Protokoll der Fuldaer Bischofskonferenz betr. Stellungnahme zur NSDAP vom 17. August 1932, in: Akten Deutscher Bischöfe über die Lage der Kirche 1933-1945. Bd. 1, 1933-1934, bearb. v. Bernhard Stasiewski, Mainz 1968, S. 844.

15 Zimmermann-Buhr, Die katholische Kirche und der Nationalsozialismus in den Jahren 1930-1933, S. 21.

16 Die Sturmabteilung (SA) ist eine paramilitärische Gruppe innerhalb der NSDAP zur Bekämpfung politischer Gegner.

17 Böckenförde, Der deutsche Katholizismus im Jahre 1933, S. 177.

18 Volk, Ludwig, Die Fuldaer Bischofskonferenz von Hitlers Machtergreifung bis zur Enzyklika „Mit brennender Sorge“, in: Albrecht, Dieter (Hrsg.), Katholische Kirche im Dritten Reich. Eine Aufsatzsammlung zum Verhältnis von Papsttum, Episkopat und deutschen Katholiken zum Nationalsozialismus 1933-1945, Mainz 1976, S. 36.

19 Lewy, Die katholische Kirche und das Dritte Reich, S. 71.

20 Hürten, Heinz, Deutsche Katholiken 1918-1945 Paderborn 1992, S. 260.

21 In diesem Jahr wurden in Deutschland die Olympischen Spiele abgehalten.

22 Hürten, Deutsche Katholiken, S. 371.

23 Ebd., S. 377.

24 Benz, Wolfgang, Kirchen – Selbstbehauptung und Opposition, in: Informationen zur politischen Bildung 243 , S. 18.

25 Hirtenwort des deutschen Episkopats vom 19. August 1938, in: Akten Deutscher Bischöfe über die Lage der Kirche 1933-1945. Bd. 4, 1936-1939, bearb. v. Ludwig Volk, Mainz 1981, S. 555.

26 Schüßler, Rudolf, Humanitäre Intervention und gerechter Krie g, in: Sicherheit und Frieden, 3/2001, S. 139.

27 Lewy, Die katholische Kirche und das Dritte Reich, S. 249.

28 Lewy, Die katholische Kirche und das Dritte Reich, S. 248.

29 Breuer, Thomas, Dem Führer gehorsam. Wie die deutschen Katholiken von ihrer Kirche zum Kriegsdienst verpflichtet wurden, in: Breuer, Thomas/Prolingheuer, Hans, Dem Führer gehorsam: Christen an die Front, Oberursel 2005, S. 160.

30 Ruster, Thomas, „Ein heiliges Sterben“. Der Zweite Weltkrieg in der Deutung deutscher Theologen, in: zur Debatte 3 (2005), S. 10.

31 Hürten, S. 467.

32 Gotto, Klaus/Hockerts, Hans Günter/Repgen, Konrad, Nationalsozialistische Herausforderung und kirchliche Antwort. Eine Bilanz, in: Gotto, Klaus/Repgen, Konrad (Hrsg.), Die Katholiken und das Dritte Reich, Mainz 1990, S. 175.

33 Gotto/Hockerts/Repgen, Nationalsozialistische Herausforderung und kirchliche Antwort. Eine Bilanz, S. 175.

34 Ebd.

35 Hürten, Heinz, Verfolgung, Widerstand und Zeugnis. Kirche im Nationalsozialismus; Fragen eines Historikers, Mainz 1987, S. 86 und Hürten, Deutsche Katholiken, S. 377.

36 Auszug aus der Regierungserklärung Hitlers vom 23. März 1933, S. 24.

37 Morsey, Rudolf, Der Untergang des politischen Katholizismus. Die Zentrumspartei zwischen christlichem Selbstverständnis und „Nationaler Erhebung“ 1932/33, Stuttgart 1977, S. 138.

38 Lewy, Die katholische Kirche und das Dritte Reich, S. 145.

Details

Seiten
29
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783346045782
ISBN (Buch)
9783346045799
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v502926
Institution / Hochschule
Universität des Saarlandes – katholische Theologie
Note
1,3
Schlagworte
NS-Zeit Hitler Dikatatur Kirche Glaube Schuld Holocaust Verantwortung

Autor

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    Maximilian von Westerheide (Autor)

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