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Suchmaschinenoptimierung für Unternehmenswebsites

Praktikumsbericht / -arbeit 2005 22 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Nutzen- und Kostenfrage
2.1 Der wirtschaftliche Nutzen
2.2 Die entstehenden Kosten

3 Rechtliche Grundlagen
3.1 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)
3.2 Das Urheberrecht (UrhG)

4 Der Optimierungsprozess
4.1 Die Planungsphase
4.2 Die Umsetzung
4.3 Die Analyse und Beobachtung

5 Legale Methoden (Optimierung)
5.1 Die Adresse (URL)
5.2 Der Titel
5.3 Die META-Tags
5.4 Der Inhalt
5.5 Die Link Popularität

6 Kritische Methoden (Spamming)
6.1 100% Frame
6.2 Keyword-Stuffing
6.2.1 Hidden Text
6.2.2 Overlayed Text
6.3 Linkbomb
6.4 Spamdexing
6.5 Doorway-Pages
6.6 Cloaking
6.7 Pagejacking

7 Zusammenfassung

Anhang

Verzeichnis der Internetquellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Nutzung von Suchmaschinen

Abbildung 2: Entwicklung der Marktanteile

Abbildung 3: Anzahl der Zugriffe von Suchmaschinen-Nutzer - Januar 2005

Abbildung 4: Anzahl der Zugriffe von Suchmaschinen-Nutzer - Februar 2005

Abbildung 5: Anzahl der Zugriffe von Suchmaschinen-Nutzer - März 2005

Abbildung 6: Anzahl der Zugriffe von Suchmaschinen-Nutzer - April 2005

Abbildung 7: Anzahl der Zugriffe von Suchmaschinen-Nutzer - Mai 2005

Abbildung 8: Top 10 der Suchbegriffe für Glasschmid - Januar 2005

Abbildung 9: Top 10 der Suchbegriffe für Glasschmid - Februar 2005

Abbildung 10: Top 10 der Suchbegriffe für Glasschmid - März 2005

Abbildung 11: Top 10 der Suchbegriffe für Glasschmid - April 2005

Abbildung 12: Top 10 der Suchbegriffe für Glasschmid - Mai 2005

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die folgende Praxisarbeit beschäftigt sich mit der Suchmaschinen-Optimierung von In­ ternetseiten mittelständischer Unternehmen. Von der Fülle an Suchmaschinen wird der Fokus auf dem weltweiten Marktführer Google gelegt. Hier zu Lande erfreut sich Google einer sehr großen Beliebtheit. Der Marktanteil von Google beläuft sich in Deutschland auf 82,5 Prozent1. Dahinter folgen die MSN Web-Suche mit 4,2 Prozent und Yahoo mit 3,7 Prozent.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Nutzung von Suchmaschinen 2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Entwicklung der Marktanteile3

Zur Einführung in das Thema wird zunächst die Nutzen- und Kostenfrage gestellt, um zu klären, welche Beweggründe ein Unternehmen dazu veranlassen könnten auf Suchmaschinen-Optimierung zurückzugreifen. Im Anschluss werden die rechtlichen Rahmenbedingungen näher analysiert, die die Voraussetzung für das weitere Vorge­ hen während des Optimierungsprozess bilden. Desweiteren werden im praktischen Teil dieser Arbeit technische Grundlagen zum Thema vermittelt und detailiert die gän­ gigsten Methoden zur Optimierung erläutert.

2 Nutzen- und Kostenfrage

Die wichtigste Frage, die sich ein jedes Unternehmen vor einer Investition stellt, lautet: „Steht der mögliche Nutzen in Relation zu den Kosten?“. Diese Frage lässt sich für kein Unternehmen pauschal beantworten. Aus diesem Grund ist eine intensive Bera­ tung mit dem Dienstleister unabdingbar. Für den Dienstleister ist es immer schwer dem Kunden die Suchmaschinen-Optimierung „schmackhaft“ zu machen. Ein wesent­ licher Grund ist, dass man keinen direkten, sichtbaren Erfolg nachweisen kann. Erst nach geraumer Zeit kann ein Erfolg abgeschätzt werden. Besucher, die über Suchma­ schinen auf die Internetseite des Unternehmens gelangen, müssen nicht immer po­ tenzielle Kunden sein. Um die Zielgruppe und somit die potenziellen Kunden doch möglichst exakt anzusprechen, ist eine Profilierung des Unternehmens von enormer Wichtigkeit (siehe 4.1 Das Planungsphase). In jedem Fall ist die Optimierung von In­ ternetseiten ein abstraktes Thema und für wenige Kunden greifbar. Um so wichtiger ist es für den Dienstleister das Thema möglichst anschaulich darzustellen. Einige Möglichkeiten und Argumente, die für eine Suchmaschinen-Optimierung sprechen, folgen im nächsten Abschnitt.

2.1 Der wirtschaftliche Nutzen

Wann ergibt sich für das Unternehmen ein wirtschaftlicher Nutzen? Antwort: Vielleicht nie! Das ist die ernüchternde Wahrheit. Stellt sich die Frage: Wozu über­ haupt die Internetseite optimieren? Dazu muss etwas weiter ausgeholt werden. Grundlegend wird mit der Suchmaschinen-Optimierung erreicht, dass mehr Besu­ cher über Suchmaschinen auf die Internetseite des Unternehmens gelangen. Ge­ rade für Online-Shops mag das schon ausreichen, geht es aber um Unternehmen, die keine Ware direkt über das Internet anbieten, bedarf es da schon besserer Argu­ mente. Im folgenden eine kleine Aufstellung von Argumenten.

- Mehr Besucher auf der Internetseiten
- Erhöhter Bekanntheitsgrad
- Imagegewinn durch hohes Ranking
- Durch verdichtetes Profil des Unternehmens Zielgruppe und damit potenzielle Kunden erreichen
- Kombination mit User-Tracking möglich

Nicht alle Argumente dieser Liste sind hieb- und stichfest. Beispielsweise kann der Imagegewinn schnell wieder dahin sein, wenn sich herausstellt, dass das hohe Ran­ king in der Suchmaschine mit kritischen Methoden „erkauft“ wurde (siehe 6 Kritische Methoden (Manipulation)).

2.2 Die entstehenden Kosten

Die entstehenden Kosten sind bei der Suchmaschinen-Optimierung nicht un­ erheblich. Im Detail setzen sich die Kosten durch zwei Faktoren zusammen. Der eine Faktor ist der Preis, den der SEO für die Optimierung der Internetseite veran­ schlagt. Dieser sollte sich an der Größe des Unternehmens richten und den Nutzen, der sich durch die Optimierung ergibt, als Schätzung enthalten. Ein pauschaler Preis ist ebenfalls denkbar aber nicht unbedingt die sinnvollste Lösung. Jedes Unter­ nehmen profitiert unterschiedlich stark von den Maßnahmen. Der zweite Faktor, der maßgeblich in die Überlegungen des Unternehmens einfließen muss, sind die laufenden Kosten für Server bzw. Webspace beim Provider. Mehr Besucher erzeugen mehr Verkehrsaufkommen (neudeutsch: Traffic) auf der Internetseite. Der erhöhte Traffic verursacht zusätzliche Kosten. Damit die Kosten im Vornherein abgeschätzt werden können und der Dienstleister seinen Preis gestalten kann ist also eine Abschätzung des Erfolgs, den dieses Projekt nach sich ziehen wird, unum­ gänglich.

3 Rechtliche Grundlagen

Noch immer halten viele Leute das Internet für eine rechtliche Grauzone. Dem ist aber nicht so und schon lange gibt es Gesetze, die auch das Leben in der Subkultur Inter­ net regeln. Besonders wenn es um Unternehmenswebsites geht, müssen einige De­ tails beachtet werden. Die Optimierung des Internetangebots eines Unternehmens kann schnell zu einer rechtlichen Gratwanderung werden, solange man sich nicht über die Rechte und Pflichten im Klaren ist. Grundlegend beeinflussen zwei Gesetzestexte den Optimierungsprozess der Internetseite. Zum einen das Gesetz gegen den un­ lauteren Wettbewerb und zum anderen das Urheberrecht. Im folgenden wird kurz auf diese Gesetze eingegangen. Dabei wird geklärt, welche Aussage sie beinhalten und an welcher Stelle sie den Prozess zur Optimierung der Unternehmenswebsite be­ einflussen.

3.1 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)

Das UWG beinhaltet die Regelungen über den unlauteren Wettbewerb in der deut­ schen Wirtschaft. UWG § 1 klärt zunächst grundlegend, wann das UWG greift.

„Wer im geschäftlichen Verkehre zu Zwecken des Wettbewerbes Handlungen vor­ nimmt, die gegen die guten Sitten verstoßen, kann auf Unterlassung und Schadensersatz in Anspruch genommen werden.“4

Nun ist dieser § 1 des UWG sehr dehnbar. Wann genau tritt ein solches Ereignis ein, dass ein Unternehmen „im geschäftlichen Verkehre zu Zwecken des Wettbe­ werbes Handlungen vornimmt, die gegen die guten Sitten verstoßen“? Nun ist es so, dass Suchmaschinen (speziell Google) von der Wirtschaft inzwischen als Wer­ beplattform angesehen werden. Es stellt sich also die Frage, welche Methoden in Bezug auf Werbung als unlauterer Wettbewerb angesehen werden. Die §§ 3, 4 des UWG erläutern die Umstände, unter denen der Vorwurf des unlauteren Wettbe­ werbs geltend gemacht werden kann. Wurden beispielsweise „[..] wissentlich un­ wahre und zur Irreführung geeignete Angaben macht [..]“5, so macht sich der Unter­ nehmer des unlauteren Wettbewerbs schuldig und „[..] wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft [..]“.

Mit dem UWG kommt man bei der Suchmaschinen-Optimierung vor allem bei Me­ thoden wie das Keyword-Stuffing, den Doorway-Pages, das Cloaking und das Page­ jacking (siehe 6 Kritische Methoden (Spamming)) in Kontakt. Etliche Betreiber von Internetseiten stopfen den Quellcode mit Schlüsselwörtern voll, die in keinerlei Zu­ sammenhang mit dem Inhalt der Seite stehen, jedoch oft von den Benutzern von Suchmaschinen angefragt werden. Zu diesem Thema gibt es einige Listen im Inter­ net, die die Häufigkeit der Suchanfragen dokumentieren. Eine solche Liste gibt es beispielsweise bei Suchmaschinentricks.de6.

3.2 Das Urheberrecht (UrhG)

Mit diesem Gesetz kommt man ausschließlich bei der Pagejacking-Methode in Kon­ takt. Da hierbei eine exakte 1:1-Kopie einer bestehenden Internetseite eines fremden Webmasters angelegt wird, wird das Urheberrecht verletzt. Laut UrhG § 2 sind geschützte Werke beispielsweise „[..] Sprachwerke, wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme [..]“7 sowie „[..] Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art [..]“. Dem entsprechen auch Internetseiten.

4 Der Optimierungsprozess

In diesem Abschnitt der Arbeit werden die einzelnen Phasen des Optimierungspro­ zesses detailiert aufgeschlüsselt. Wie jedes Projekt setzt sich auch die Suchma­ schinen-Optimierung aus drei großen Phasen zusammen. In der Konzeptions- bzw. Planungsphase wird zunächst ein Profil des Unternehmens festgelegt und ausge­ macht, wie stark und mit welchen Mitteln die Internetseite optimiert werden soll. Der Planungsphase folgt die Umsetzung der angestrebten Ziele. Zuletzt folgt die Analyse und Beobachtung des Ergebnisses.

4.1 Die Planungsphase

In der Planungsphase ist es zunächst von größter Bedeutung ein detailiertes Profil des Unternehmens zu erstellen und den Inhalt der Internetseite zu analysieren. Bei der Erstellung des Profils ist eine intensive Mitarbeit des Kunden erforderlich. Diese Vorarbeit ist im späteren Verlauf maßgeblich für die Wahl der Schlüsselwörter. Um zu verdeutlichen welche Faktoren bei der Erstellung eines Profils eine besonde­ re Rolle spielen, wird an dieser Stelle die Internetseite des Unternehmens Theodor Schmid GmbH als Beispiel herangezogen. Das Unternehmen ist in der Glasbranche unter dem Namen Glasschmid tätig und hat sich auf Flachglas- und Plexiglasver­ edelung spezialisiert. Der Hauptsitz des Betriebs befindet sich in Karlsruhe. Zusätz­ lich gibt es in Tübingen eine Außenstelle für den Vertrieb. Mit diesen knappen In­ formationen lässt sich bereits ein ordentliches Profil erstellen. Dabei spielt beson­ ders der Name und die Branche des Unternehmens eine Rolle, sowie die regionalen Bedingungen und die Zielgruppe.

Steht erst einmal das Profil kann festgelegt werden, mit welchen Mitteln das Ziel angegangen werden soll. Mit steigender Intensität der Optimierung steigt zugleich die Chance, dass man sich rechtlich auf dünnes Eis begibt. Grundsätzlich sollten nur so viele Mittel eingesetzt werden, wie unbedingt notwendig.

4.2 Die Umsetzung

Wenn der Rahmen einmal abgesteckt ist gestaltet sich die Umsetzung denkbar einfach. Dem Plan entsprechend werden die sinnvollsten Optimierungsmaßnahmen ausgewählt. Sollten kritische Methoden zum Einsatz kommen ist dies unbedingt nur unter Rücksprache mit dem Kunden und seiner eindeutigen Zustimmung zu tun.

4.3 Die Analyse und Beobachtung

Nachdem die Internetseite des Unternehmens für die gewünschten Suchmaschinen optimiert wurde ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Im laufe der nächsten Mo­ nate müssen die Statistiken des Servers bzw. Webspaces im Auge behalten werden, um den Erfolg des Projekts zu erfassen. Das Projekt findet erst einen Ab­ schluss, wenn die Statistiken einen eindeutigen Anstieg der Besucherzahlen er­ kennen lassen. Im Verlauf der Erstellung dieser Praxisarbeit wurde ein solches Sze­ nario an der Internetseite der Firma Glasschmid durchgeführt. Die dazugehörigen Statistiken befinden sich im Anhang dieser Arbeit.

5 Legale Methoden (Optimierung)

Es gibt viele Tricks und Kniffe, wie man Internetseiten in Suchergebnissen von Google & Co. zu einer besseren Platzierung verhelfen kann. Einige davon lassen sich sehr leicht umsetzen und sollten bei jeder Planung und Gestaltung einer Internetseite von Anfang an beachtet werden. Es gibt aber auch solche Optimierungen, die wesentlich mehr technische Kenntnisse, vor allem von der Funktionsweise der Suchmaschinen, voraussetzen. Für ein besseres Verständnis werden die Optimierungsmöglichkeiten immer an dem Beispiel des Unternehmens Theodor Schmid GmbH erläutert. Der Be­ trieb mit Hauptsitz in Karlsruhe ist, wie schon erwähnt, unter dem Namen Glasschmid in der Branche „Flachglas-/Plexiglasveredelung“ tätig. Mit diesen Informationen über das Unternehmen lässt sich gut abzeichnen welche Schlüsselwörter besonders wichtig sind. Im Verlauf des Optimierungsvorgangs wird versucht die Internetseite vor allem für Suchanfragen mit den Schlüsselwörtern „Glas“, „Plexiglas“ und „Karlsruhe“ zugänglicher zu machen.

5.1 Die Adresse (URL)

Einen besonders hohen Stellenwert für die Positionierung der Internetseite in den Suchergebnissen hat die URL. Bei der Wahl der URL sollte versucht werden für die angestrebte Zielgruppe relevante Schlüsselwörter zu integrieren. Schlüsselwörter müssen innerhalb der URL nicht zwangsläufig mit Sonderzeichen wie „-“ oder „.“ ge­ trennt werden. Sie können auch in Wortkombinationen vorkommen. Die Internetsei­ te von Glasschmid ist über die URL http://ww.glasschmid.de erreichbar. Wie gut zu sehen ist, kommt hier das Schlüsselwort „glas“ vor.

[...]


1 Vgl. Webhits Web-Barometer: Nutzung von Suchmaschinen (Zugriff: 26.06.2005)

2 Vgl. Webhits.de Webbarometer: Nutzung von Suchmaschinen (Zugriff: 26.06.2005) http://www.webhits.de/deutsch/index.shtml?webstats.html

3 Vgl. Webhits.de Webbarometer: Nutzung von Suchmaschinen (Zugriff: 26.06.2005) http://www.webhits.de/deutsch/index.shtml?webstats.html

4 Vgl. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb UWG § 1 (Zugriff: 28.06.2005) http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/uwg/

5 Vgl. Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb UWG § 4 (Zugriff: 28.06.2005) http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/uwg/

6 Vgl. Suchmaschinentricks.de: Top Keywords / Suchbegriffe (Zugriff: 28.06.2005) http://www.suchmaschinentricks.de/tools/keywords.php3

7 Vgl. Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte UrhG § 2 (Zugriff: 28.06.2005) http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/urhg/

Details

Seiten
22
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638466011
Dateigröße
612 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v50367
Institution / Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
2,0
Schlagworte
Suchmaschinenoptimierung Unternehmenswebsites

Autor

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Titel: Suchmaschinenoptimierung für Unternehmenswebsites