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Übungsaufgaben Investition und Finanzierung III - mit Lösungen

Skript 2006 32 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Aufgabe 1)

In den letzten sechs Monaten entwickelten sich die Heizölpreise folgendermaßen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit welchem Heizölpreis ist im 7. Monat zu rechnen, wenn die Berechnung mit der

a) Methode des einfachen Mittelwertes,
b) exponentiellen Glättung erster Ordnung bei einem Glättungsparameter von[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]erfolgt?

Aufgabe 2)

Dei Lohn eines leitenden Angestellten im grafischen Gewerbe entwickelte sich in den Jahren zwischen 00 und 06 entsprechend folgender Tabelle:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

a) Welcher Stundenlohn ist für das Jahr 07 zu erwarten, wenn das einfache lineare Trendmodell zu Berechnung verwendet werden soll?
b) Welchen Stundenlohn würden Sie für das Jahr 07 prognostizieren, wenn Sie mit dem Verfahren der exponentiellen Glättung und einem Glättungsparameter von[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]arbeiten?

Aufgabe 3)

Der Chemiker Protzky möchte sich selbständig machen und einen kleinen Produktionsbetrieb in Form einer GmbH gründen. Von seiner Tante Berta hat er 100.000 EUR in bar geerbt, was er als Eigenkapital in die GmbH einbringen möchte.

Nachdem er mit möglichen Lieferanten und Kunden gesprochen hat, stellt er folgende Planung für das erste Jahr auf:

Von seinem Freund, dem Autoverwerter Schrottig, kann er die notwendigen Räume für eine Monatsmiete von 12.000 EUR mieten. Die Anschaffung der Produktionsanlagen kostet 700.000 EUR, wobei der Lieferant 200.000 EUR sofort fordert. Der Rest kann in fünf gleichen Raten in den folgenden Monaten gezahlt werden. Die Raumausstattung soll von dem in Konkurs gegangenen Vormieter für 50.000 EUR übernommen werden. Die Zahlung hat sofort zu erfolgen. Der Einkauf der nötigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe kostet im ersten Monat 40.000 EUR und danach je Monat 30.000 EUR. Vom zweiten Monat an kann mit dem Verkauf der Fertigwaren begonnen werden. Protzky rechnet dabei mit einem Umsatz von jeweils 200.000 EUR je Monat. Die in der Branche üblichen Zahlungsmodalitäten lassen Einzahlungen von 50.000 EUR im Verkaufsmonat und je 75.000 EUR in den beiden folgenden Monaten erwarten.

Außerdem sollen noch Handelswaren in das Sortiment aufgenommen werden, welche sich mit einem Aufschlag von 50% verkaufen lassen. Je Monat ist der Kauf von Waren für 18.000 EUR geplant. Der Lieferant gewährt ein Zahlungsziel von 30 Tagen. Die Hälfte der Waren kann voraussichtlich im Anschaffungsmonat verkauft werden, die andere Hälfte einen Monat später.

Protzky rechnet damit, dass 50% der Kunden unter Abzug von 2% Skonto sofort zahlen. Die anderen 50% nehmen ein Zahlungsziel von 30 Tagen in Anspruch.

An Kosten für Personal, Geschäftsbedarf usw. werden 75.000 EUR je Monat veranschlagt. Als Geschäftsführer bewilligt sich Protzky einen Dienstwagen für 42.000 EUR. Die Gründungskosten betragen 4.000 EUR. Die Kreditsachbearbeiterin der Bank hat einen Kredit bis zu 500.000 EUR für 8,75% Zinsen p.a. zugesagt, der bereits zu Beginn des Gründungsmonate vollständig genutzt werden soll, um auch in den zukünftigen Monaten die Liquidität gewährleisten zu können. Zinsen und Tilgung sind am Ende des Jahres fällig.

Außerdem bietet die Bank einen Kontokorrentkredit für 1% Zinsen pro Monat bei monatlicher Zinsverrechnung. Dieser Kredit ist auf 50.000 EUR beschränkt.

Aus Fördermitteln des Bundes kann ein Darlehen in Höhe von 60.000 EUR zu 5% Zinsen p.a., die am Ende des Jahres zu zahlen sind, beantragt werden. Der Kredit hat eine Laufzeit von drei Jahren. Die Fördermittel stehen im Gründungsmonat bereits zur Verfügung.

a) Wie sieht der Finanzplan von Protzky für das erste Jahr aus? Gehen Sie von einer monatlichen Planung aus.
b) Welche Möglichkeiten gibt es, die Liquidität des Unternehmens zu verbessern. ohne dass Kapital aufgenommen wird?
c) Was sollte ein Unternehmen in Perioden mit Überliquidität tun?

Aufgabe 4)

Erarbeiten Sie den Liquiditätsplan eines Unternehmens für die ersten sechs Monate des Planjahres unter Berücksichtigung der folgenden Ausgangsdaten:

Für die Auszahlungen gilt folgendes:

1. Auszahlungen für das laufende Geschäft:
- Gehälter und Löhne werden in der 2. Dekade eines Monats in Höhe von 4,8 Mio. EUR gezahlt
- In Verbindung mit dem geplanten Umsatz und Verbindlichkeiten: Auszahlungen für Roh-, Hilfs- und Brennstoffe sowie Leistungen werden auf der Basis der Verweilzeitmethode ermittelt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Auszahlungen zu Investitionszwecken:

- Sachinvestitionen: Mai 10 Mio. EUR

3. Auszahlungen des Finanzverkehrs:

- Kredittilgung: Januar 2 Mio. EUR

März 4 Mio. EUR

Juni 3 Mio. EUR

Für die Einzahlungen gilt folgendes:

1. Ordentliche Umsätze

Folgende Einzahlungen sind auf Basis des Dispositionsziffernverfahrens zu ermitteln:

Das Zahlungsverhalten der Kunden in der Vergangenheit sah folgendermaßen aus:

Kunde A:

- Rechnung von 0,8 Mio. EUR im Monat der Lieferung bezahlt
- Rechnung von 1,2 Mio. EUR im Folgemonat nach Lieferung bezahlt
- Rechnung von 0,5 Mio. EUR im zweiten Monat nach Lieferung bezahlt

Kunde B:

- Rechnung von 1,3 Mio. EUR im Monat der Lieferung bezahlt
- Rechnung von 0,4 Mio. EUR im Folgemonat nach Lieferung bezahlt
- Rechnung von 2,0 Mio. EUR im zweiten Monat nach Lieferung bezahlt

Kunde C:

- Rechnung von 4,0 Mio. EUR im Monat der Lieferung bezahlt
- Rechnung von 2,0 Mio. EUR im Folgemonat nach Lieferung bezahlt
- Rechnung von 3,0 Mio. EUR im zweiten Monat nach Lieferung bezahlt

Kunde D:

- Rechnung von 4,0 Mio. EUR im Monat der Lieferung bezahlt

Für die Monate Januar, Februar und März werden für die Kunden jeweils folgende Umsätze in Mio. EUR geplant:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In den Monaten April, Mai und Juni sind für die Kunden jeweils folgende Umsätze in Mio. EUR vorgesehen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Desinvestitionen in Mio. EUR:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Zahlungsmittelbestand Anfang Januar beträgt 5,0 Mio. EUR.

Welche Liquiditätslage wird in den einzelnen Monaten erreicht und welche Ausgleichs- bzw. Anpassungsmaßnahmen sind erforderlich?

Aufgabe 5)

Erstellen Sie auf der Grundlage der folgenden Bilanz der zurückliegenden Wirtschaftsperiode und der Plan – Gewinn- und Verlustrechnung der kommenden Wirtschaftsperiode unter Anwendung der Umsatz – Prozent – Methode die Planbilanz und die entsprechenden Stufen die Plankapitalflussrechnung. Eine Kapitallücke ist durch kurzfristiges Fremdkapital zu schließen.

Umsatzabhängige Bilanzpositionen sind:

Sachanlagevermögen, Forderungen, flüssige Mittel, kurzfristige Rückstellungen und kurzfristige Verbindlichkeiten. Der Umsatz des Vorjahres erreichte eine Höhe von 9.586 Mio. EUR. Die Gewinnausschüttung im Planjahr entspricht der des Vorjahres. Ein Kapitalüberangebot oder eine Kapitallücke ist über die Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten auszugleichen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Umsatzprozentsätze sind mit einer Nachkommastelle anzuwenden.

Aufgabe 6)

Ein Unternehmen ermittelt die Planbilanz aus Vergangenheitswerten. Es liegen die Bilanzdaten der letzten drei Jahre vor. Ein Praktikant einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät regressierte aus dem vorliegenden Datenmaterial einige lineare Regressionsgleichungen, die als Grundlage für die Berechnung der Planbilanzwerte dienen

Sollen. Da der Praktikant Schwierigkeiten mit mathematisch – statistischen Verfahren hatte, konnten innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit nicht für alle Bilanzpositionen die Regressionsgleichungen ermittelt werden.

Für die Bilanzpositionen Sachanlagen, Finanzanlagen, Vorräte und Forderungen sind diese noch zu bestimmen.

Für die langfristigen Verbindlichkeiten wird im Unternehmen keine Regressionsgleichung bestimmt da eine sich ergebende Kapitallücke durch die Aufnahme langfristiger Kredite geschlossen wird.

Für das Planjahr wird ein Umsatz von 2.730 Mio. EUR geschätzt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

a.) Stellen Sie die Planbilanz auf und verwenden Sie dabei die linearen Regressionsgleichungen!
b.) Überprüfen Sie die Planbilanz hinsichtlich der Entsprechung der Finanzierungsregeln!

Aufgabe 7)

In einer AG wird eine ordentliche Kapitalerhöhung im Verhältnis von 7 : l geplant. Das Grundkapital vor (nach) der ordentlichen Kapitalerhöhung beträgt 105 Mio. EUR (120 Mio. EUR). Der Kurs der Aktien vor der ordentlichen Kapitalerhöhung liegt bei 68 EUR je Stück. Der Ausgabekurs der jungen Aktien wird mit 54 EUR je Stück festgelegt. Die Aktien haben einen Nennwert von 5 EUR pro Aktie.

a) Welcher Mischkurs ist nach der ordentlichen Kapitalerhöhung zu erwarten?
b) Wie hoch ist der rechnerische Wert des Bezugsrechtes, wenn die jungen Aktien vollständig dividendenberechtigt sind?
c) Angenommnen, die AG hätte eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln vorgenommen. Welcher rechnerische Wert des Bezugsrechtes würde sich dann ergeben?

Aufgabe 8)

In einer AG betragen das Grundkapital 140 Mio. EUR und die Kapitalrücklage 1.345 Mio. EUR. Die Aktien haben einen Nennwert von 5 EUR und einen aktuellen Börsenkurs von 73,5 EUR. In der Hauptversammlung wurde folgendes beschlossen:

- Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von 35 Mio. EUR und danach

- eine ordentliche Kapitalerhöhung, um das Grundkapital um 35 Mio. EUR zu erhöhen. Der Bezugskurs der jungen Aktien wird mit 50 EUR festgelegt.
a) Wie sieht die Eigenkapitalstruktur der AG vor den Kapitalerhöhungen, nach der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und nach der ordentlichen Kapitalerhöhung aus?
b) Zeigen Sie aufgegliedert nach Kontostand und Aktienbesitz die Vermögensposition eines Aktionärs, welcher vor jeglicher Kapitalerhöhung 500 Aktie und 7.000 EUR besitzt, jeweils nach beiden Kapitalerhöhungen! Der Aktionär verkauft seine Berichtigungsaktien nicht. Unterscheiden Sie dabei folgende Fälle:

- Ausübung seines Bezugsrechtes bei der ordentlichen Kapitalerhöhung,

- Verkaufseiner Bezugsrechte zum rechnerischen Wert bei der ordentlichen Kapitalerhöhung, wenn die jungen Aktien vollständig dividendenberechtigt sind.

Aufgabe 9)

Die Bilanz der XY – AG hatte per 31.12. eines Wirtschaftsjahres folgende Struktur in Mio. EUR:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nehmen Sie eine Bilanzanalyse noch den folgenden Kriterien vor und vergleichen Sie jeweils die beiden Aktiengesellschaften miteinander:

- Vermögensstruktur
- Kapitalstruktur und
- Finanzstruktur

[...]

Details

Seiten
32
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638467278
Dateigröße
510 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v50522
Note
Schlagworte
Investition Finanzierung Lösungen

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