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Epidemien in der Gegenwart. Könnte es noch einmal eine ähnliche Epidemie wie die Pest im 14. Jahrhundert geben?

Facharbeit (Schule) 2019 27 Seiten

Medizin - Epidemiologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Infektionskrankheiten

3. Die Pest
3.1. Der Schrecken um die Pest

4. Ebolafieber
4.1. Fazit zu Ebola

5. Antibiotika-Resistenz
5.1. Antibiotika in der Tierhaltung
5.2. MRSA
5.3. Alternative für Antibiotika

6. Die Impfgegner
6.1. Die Masern
6.2. Lösungsansätze für die Impfgegner-Bewegung

7. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Ich fand es schon immer faszinierend wie die Menschheit über tausende von Jahren überleben konnte. Egal welche Naturkatastrophe, welche Seuche, die Menschen konnten, wenn auch manchmal etwas knapp, überleben. In der heutigen Zeit schreitet die Entwicklung von Medizin und Technik rasend voran, sodass man sich kaum noch vorstellen kann, dass die Menschheit aussterben könnte. Die Wahrheit ist, dass wir tödliche Krankheiten und all das Unheil dieser Welt, nicht besiegt haben. Denn auch Viren und Bakterien entwickeln sich weiter, teilweise schneller als wir Medikamente dagegen entwickeln können. Deshalb stelle ich mir in dieser Seminararbeit die Frage: ”Könnte es wieder eine ähnlich verheerende Epidemie wie die Pest im 14. Jahrhundert geben?” Dafür habe ich ein interessantes Buch von Meier gelesen, der sich mit den Auswirkungen von Pest-Epidemien beschäftigt hat (Meier 2005). Außerdem wird in dieser Arbeit erklärt, wie Bakterien überhaupt Resistenzen entwickeln und dafür werde ich mich auf ein Buch von Dr. Krukonis beziehen (Dr. Krukonis 2013). Zahlreiche Zeitungsartikel aus Internetquellen, werden außerdem einen großen Bestandteil dieser Arbeit ausmachen. In dieser Arbeit werden vier verschiedene Krankheiten beschrieben, und analysiert wie gefährlich sie für unser Überleben sind. Ich werde hauptsächlich aus literarischen Werken Informationen sammeln und so die Krankheiten auswerten und dann miteinander vergleichen. Da in dieser Arbeit hauptsächlich Infektionskrankheiten behandelt werden, geht es zunächst in einem kurzen Kapitel darum, was Infektionskrankheiten sind. Danach geht es um die Pest und um die Frage warum genau gerade diese Krankheit so in unserem Gedächtnis geblieben ist. Danach geht es um Ebolafieber, die Krankheit, die im Jahr 2014 uns alle schockiert hat und teilweise ein noch aktuelles Thema ist. Im nächsten Kapitel geht es um die multiresistenten Keime, die vielen Europäern momentan das Leben kosten und für Skandale in der Lebensmittelindustrie verantwortlich sind. Zu guter Letzt geht es um die Masern, die durch die Impfgegner wieder zu einer Gefahr werden. In diesem Kapitel wird auch erklärt, was die Impfgegner eigentlich sind und warum sie Impfungen verweigern. Diese Arbeit wird aufgrund des geringen Umfangs die meisten Krankheiten nicht berücksichtigen. Es wird nur um die obigen vier genannten gehen, da diese für mein Empfinden, am verheerendsten sind. Ich kann auch nicht jeden Aspekt der Krankheiten nennen und habe nur oberflächlich beschrieben, was sie sind.

2. Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten werden laut eines Artikels des Bundesgesundheitsministerium durch Bakterien, Pilze, Viren oder auch Parasiten verursacht und durch zwischenmenschlichen Kontakt weiter übertragen. Infizierte Personen müssen nicht zwangsweise durch den Infekt an der Krankheit erkranken, sie können aber dennoch weitere Menschen mit dieser Krankheit anstecken. Infektionskrankheiten sind eine der häufigsten Todesursachen weltweit und sind dementsprechend die größte Gefahr für das Überleben der Menschen (vgl. Bundesgesundheitsministerium 2019). Diese Seminararbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit Infektionskrankheiten. Im nachfolgenden Kapitel geht es zum Beispiel um eine, die Pest.

3. Die Pest

In der heutigen Zeit gibt es nur noch in vereinzelten Ländern die Pest, aber nicht in Deutschland. Die Pest kommt vor allem in südlicheren Gebieten Afrikas vor, in Asien, in tropischen und subtropischen Regionen von Südamerika und im Südwesten der USA. Risikofaktoren für einen Pestausbruch sind mangelnde Hygiene und Ratten in Wohnhäusern, wie auch das Leben in Slums (Häuser meist gebaut aus Schrott, welche zu einem Wohngebiet für arme Menschen in Großstädten werden).

Die Pest gehört zu den Infektionskrankheiten und ist ein Bakterium. Es wird Yersinia pestis genannt. Die Pest hat insgesamt drei Erscheinungsformen. Dazu gehören die Beulenpest, die Lungenpest und die Pestseptikämie. Charakteristisch für die Beulenpest sind angeschwollene Lymphknoten. (Abb. 1) Sie schwellen anfangs nur an der Einstichstelle an, durch die der Pesterreger in den menschlichen Körper eingedrungen ist. Die Pestbeulen färben sich nach einiger Zeit tiefblau und wirken dadurch schwarz, weshalb die Pest auch als der “Schwarze Tod” bezeichnet wird (vgl. Dupont/Felchner 2018). Die Beulenpest wird durch Tröpfcheninfektion, also die Infektion durch Körperflüssigkeiten, beim Zerplatzen der Pestbeulen übertragen. Wenn die Beulenpest nicht behandelt wird, hat der Infizierte nur eine Überlebenschance von ungefähr 50%-90%, bei Hygienestandards vom 14. Jahrhundert (vgl. Vasold 2003: 14). Die Lungenpest wird auch durch Tröpfcheninfektion, in dem Fall meistens durch Speichel, der durch Husten austritt, oder Nasenschleim, welcher durch Niesen austritt, und durch die Atemluft eines Infizierten übertragen und hat Bluthusten und Fieber als Symptome.

Dadurch treten häufig Fehldiagnosen auf, da Lungenentzündungen dieselben Symptome haben (vgl. Dupont/Felchner 2018).

Die Pestseptikämie beschreibt den vollständigen Befall des Körpers mit Pestbakterien und somit von einer Blutvergiftung. Der Erkrankte hat eine vollständig infizierte Lunge, weshalb allein sein Atem hochansteckend ist. Pestseptikämie kann man deshalb auch eine sekundäre Lungenpest zuteilen, weil auch hier die Lunge vollständig infiziert ist. Lungenpest und Pestseptikämie enden trotz gezielter Behandlung meistens tödlich. Außerdem hat der Pesterreger die Fähigkeit das Immunsystem zu umgehen. Die Leukozyten im Blut bekämpfen Krankheitserreger, indem sie diese “fressen”. Dem Pest-Bakterium ist es auf diese Weise trotzdem möglich sich innerhalb der Leukozyten zu vermehren und sich auszubreiten (vgl. Vasold 2003: 14).

Der Pestkranke stirbt durch ein Gift des Erregers. Es wird auch W-Antigen genannt (vgl. Riesenberg 2009). Das Gift besteht aus “klassischen” Endotoxinen (giftiges Zerfallsprodukt von Lipopolysacchariden) mit Proteincharakter, welche durch den Zerfall von Polysacchariden und Lipopolysacchariden (Bestandteil der Zellmembran von Bakterien, welche beim Zerfall der Bakterie auch zerfällt) aus der Zellwand der Bakterie entstanden sind. Zuerst sorgt dieses Gift für einen Kreislaufzusammenbruch, welcher nach kurzer Zeit zum Herzstillstand führt. Der Pesttod ist also die Folge einer Intoxikation, also einer akuten und lebensbedrohlichen Vergiftung (vgl. Strüber unbekannt).

Die Pestbakterien finden ihren Übertragungsweg meistens über Flöhe. Diese Flöhe beißen den Menschen und infizieren ihn somit. Irrtümlicherweise wird geglaubt, dass die Pest von Ratten übertragen wird, obwohl lediglich die Flöhe der Ratte das Problem sind. Die Ratten dienen in diesem Szenario nur als Träger der Krankheit, nicht als Überträger. Die Übertragung kann natürlich auch von Mensch zu Mensch stattfinden. Auch von toten Organismen kann die Pest übertragen werden, weshalb man auch von Leichen Abstand halten muss und diese schnellstmöglich weggeschlossen werden müssen (vgl. Robert Koch-Institut 2017).

Da Pest durch ein Bakterium ausgelöst wird, ist es möglich sie mit einem Antibiotikum zu behandeln. Die Behandlung muss schnell begonnen werden, da man kurz nach der Infektion schon die ersten Symptome zeigt. Allerspätestens nach 18 Stunden muss die Behandlung begonnen haben. Vorbeugend gegen die Pest gibt es eine Impfung, welche aber nur eingeschränkt zugelassen und nicht auf dem freien Markt erhältlich ist.

Diese Impfung ist laut dem Tropeninstitut den Menschen vorbehalten, welche häufig direkten Kontakt mit der Pest haben (vgl. Gontard unbekannt). Dazu zählen zum Beispiel Laborarbeiter der Sicherheitsstufe S3 (Biologische Sicherheitsstufe, Arbeit mit Mikroorganismen) (vgl. A doubt 2019), welche die Pest für Forschungszwecke reproduzieren, diese Proben auswerten und dadurch direkten Kontakt mit dem Erreger haben.

Sollte man die Pest überlebt haben, ist man nach der Erkrankung weitgehend immun gegen die Pest. Eine erneute Erkrankung ist trotzdem nicht auszuschließen, da die Immunität nur von temporärer Dauer ist. Denn als Bakterium kann die Pest ständig mutieren und so unserem Immunsystem entgegen wirken.

3.1. Der Schrecken um die Pest

Die Menschen mussten im Mittelalter wegen verschiedensten Seuchen ihr Leben lassen. Es gab das Antoniusfeuer, eine schreckliche Krankheit, bei der Teile des Körpers anfingen zu faulen. Das Antoniusfeuer wurde durch das Gift des Pilzes “Mutterkorn”, welcher an Roggen wächst, ausgelöst (vgl. Meier 2005: 129). Außerdem gab es weitere gefährliche Infektionskrankheiten, wie Lepra (eine Krankheit, bei der die Nerven absterben) und sämtliche Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Tripper, die den Menschen meist das Leben kosteten. Trotzdem verursachte die Pest am meisten Angst und Schrecken und ist bis heute ein Bestandteil von vielen Filmen und Serien.1 Doch warum ist das so? (vgl. Jankrift 2003).

Krankheiten galten zur Zeit des Mittelalters nicht etwa als ein bedauernswertes Unglück, sondern viel mehr als Strafe Gottes und als religiöses Zeichen. Dadurch, dass der Pesttod bereits nach wenigen Stunden eintraf, wurde die Pest mit als die schlimmste Strafe Gottes anerkannt. Ich vermute, dass die Pest als religiöses Zeichen häufiger überliefert wurde und dadurch eine größere Popularität hatte als andere Krankheiten damals. Durch die größere Popularität als bei anderen Krankheiten, wurde sie dann heftiger dargestellt und die Pest wurde in den Mittelpunkt gerückt (vgl. Peithmann 2018).

Ein weiterer Punkt ist die Anzahl der Todesopfer. Allein der Pestausbruch um ca. 1350 forderte allein schon 25 Millionen Opfer und gehört damit auf Platz drei der Epidemien/Pandemien mit den meisten Todesopfern. Schlimmer waren nur die Spanische Grippe mit 50 Millionen Opfern und HIV mit 36 Millionen Opfern.

Da die Krankheiten aber erst im 20. Jahrhundert eine Epidemie auslösten, konnten sie meiner Meinung nach nicht so viel Angst auslösen wie die Pest, wegen der Säkularisierung und weil diese Epidemien nicht über so viele Jahrhunderte wie die Pest thematisiert wurden (vgl. Simplicius 2019). Mischa Meier beschreibt in seinem Buch “Pest: Die Geschichte eines Menschheitstraumas” die Panik der Bevölkerung, aufgrund der hohen Todesfälle. Die Problematik hierbei war, dass die offiziell genannten Todeszahlen stark von der Realität abwichen. “Die Zeitgenossen, die sich bemühten, das Massensterben in Zahlen zu fassen, ohne wirklich eine genaue Vorstellung davon haben zu können, griffen zu Phantasiezahlen, wonach mehr Personen in einzelnen Städten hätten gestorben sein müssen, als darin lebten, [...]” (Meier 2005: 144) Eine relativ genaue Todeszahl konnte später mit Hilfe von Testamenten, Bürgerverzeichnissen und Steuerlisten einigermaßen genau berechnet werden. Die übertrieben hohen Todeszahlen, die im 14. Jahrhundert kursierten, sind meiner Meinung nach auch ein Grund für die Massenpanik und ein Grund dafür, dass die Pest bis heute Schrecken bei uns auslöst. Zwar sind uns heute in etwa die korrekten Zahlen bekannt, aber sie wurden trotzdem über Generationen falsch überliefert, was einen erheblichen Schaden verursacht hat. Es kam teilweise vor, dass ganze Klöster ausgestorben sind. Die Pest war auch nie nur eine Epidemie, es war eine immer wiederkehrende Krankheit, die unbesiegbar schien. Vor allem starben besonders viele Kinder während und nach den Pestepidemien. Sterbende Kinder sind, egal in welcher Kultur, immer ein schwieriges Thema, was sich nur schwer verarbeiten lässt (vgl. Meier 2005: 145).

4. Ebolafieber

Die Infektionskrankheit Ebolafieber brach zum ersten Mal 1976 im heutigen Kongo aus. Die Krankheit wurde 100km weit verbreitet nach Yambuku und breitete sich von dort in weitere afrikanische Länder aus. 1995 wurde die Organisation “Ärzte ohne Grenzen” auf Ebola aufmerksam und wurde in der Stadt Kikwit tätig (vgl. Frank 2018).

Das Ebolafieber wird durch den Ebolavirus ausgelöst. Ebola tritt nach kurzer Zeit der Infektion als hämorrhagisches Fieber (Hämorrhagie, die Blutung) auf, bei dem der Erkrankte regelmäßig anfängt zu bluten, starke Magen-Darm-Beschwerden und sehr hohes Fieber hat (vgl. Dr. Rückle 2018).

Die Blutungen können dabei sowohl äußerlich als auch innerlich auftreten. Meistens sind die Schleimhäute von den Blutungen betroffen, weshalb die Patienten häufig im Mund bluten, aus der Nase und auch aus den Augen.

Durch die ständigen Blutungen können die Organe schwer geschädigt werden und dadurch versagen. Bei vielen der Patienten versagen zuerst die Nieren. Sollte es zu einer Entzündung der Hirnhaut kommen, sinken die Überlebenschancen für den Patienten rapide. Zwischenzeitlich kann es dazu kommen, dass das Fieber abklingt. Dies ist aber meist nur ein Anzeichen dafür, dass die Krankheit einen schwereren Verlauf annimmt.

Sollte der Erkrankte das Ebolafieber überleben, leidet er jedoch meist an den Spätfolgen der Krankheit. Auch wenn das Virus nicht mehr im Blut nachzuweisen ist, so setzt es sich meistens im Gehirn fest. Der Erkrankte hat ein erhöhtes Risiko für eine Hirnhautentzündung. Außerdem wird er nicht selten unter Psychosen leiden und er kann ein Schmerzsyndrom entwickeln (kleinste und leichteste Berührungen bereiten bereits große Schmerzen).

Viele der ehemaligen Ebola-Patienten entwickeln außerdem eine Polyarthritis, welche im Volksmund auch als “Rheuma” bekannt ist (vgl. Hery-Moßmann 2018). Bei Rheuma entzünden sich die Gelenke langfristig, wodurch das Leben für den Menschen langfristig erschwert wird (vgl. Kilchert 2019).

Es gibt keine Therapie für Ebola. Die Ärzte versuchen nur die Symptome der Krankheit zu behandeln und möglichst dem Organversagen entgegen zu wirken. Dies ist aber, da die Krankheit in Afrika wütet, eine schier unmögliche Aufgabe. Afrika hat nicht die Ressourcen für eine aufwendige medizinische Versorgung, die bei Organversagen notwendig ist. Die Situation ist für viele Erkrankte aussichtslos, weshalb die Sterblichkeitsrate je nach Region, Versorgung und Schwere der Krankheit, zwischen 30% und 50% liegt (vgl. Dr. Rückle 2018). Es gibt zwei Impfstoffe gegen Ebola, wovon einer der Beiden, laut dem Robert-Koch-Institut, zwar erfolgreich getestet wurde, aber dennoch nicht zugelassen wurde. Seit Ende Mai 2018 setzt man diesen Impfstoff (rVSV-ZEBOV) im Kongo ein. Außerdem wurde der Impfstoff an 16000 Freiwillige in Afrika verabreicht für Studien in Afrika, Europa und den USA (vgl. Robert-Koch-Institut 2019). Man impft aber zunächst nur die gefährdeten Personengruppen, zu denen Personen gehören, welche Kontakt mit lebenden oder toten Ebola-Infizierten hatten und im medizinischen Dienst tätig sind. Hierbei wird besonders darauf geachtet, ob diese Menschen international tätig sind oder in Regionen leben, in denen schnell eine neue Epidemie ausbrechen könnte.

Die Impfung zeigte nur geringe Nebenwirkungen in Guinea um 2015, wie etwa Kopf- und Gliederschmerzen und Müdigkeit (vgl. Weltgesundheitsorganisation 2018).

Neueren Meldungen zu urteilen scheint der Impfstoff “einen großen Durchbruch” zu verbuchen. Er hat mit einer Wirkungschance von 90% eine hohe Effizienz und wird dadurch hoffentlich bald auf dem freien Markt verfügbar sein (vgl. Bill & Melinda Gates Foundation 2019). Doch wenn die Impfung so effektiv ist, warum wird nicht einfach jetzt jeder geimpft? Die WHO will zunächst noch einige Forschungen und Tests bezüglich des Impfstoffes machen, da dieser nun einmal nicht zu 100% sicher ist. Die Gefahr besteht hier, dass das Ebolafieber sich weiter ausbreiten könnte.

4.1. Fazit zu Ebola

Abschließend kann man sagen, dass Ebola zwar als Alptraum in der Presse instrumentalisiert wurde, aber trotzdem nicht unbesiegbar ist. Vielen ist gar nicht bewusst, wie weit die Medizinforschung beim Ebola-Impfstoff ist, weshalb sich viele immer noch fürchten. Vor allem waren Gerüchte im Jahr 2014 über Ebola-Patienten, die verstorben und plötzlich wieder auferstanden sind, nicht gerade hilfreich in dieser Situation. Es entstanden sehr kuriose Theorien darüber, dass Ebola die erste Zombie-Apokalypse der Menschheit sein werde und das Ebola ein Biowaffen-Projekt des amerikanischen Militärs sei (vgl. Goodman 2014).

Sogar ein Film namens “Ebola Zombies” erschien im Jahre 2017. In dem Film geht es um eine kleine Gruppe von Dieben, welche in einer Diamantenschleiferei einbrechen möchte, die sich aber schnell als streng geheimes Forschungslabor enttarnt hat. In dem Labor wurden Experimente mit einem modifizierten Ebola-Virus gemacht, der die Leichen als Untote umherwandern ließ. Wurde man gebissen, so hatte man auch Ebola und wurde zum Zombie (vgl. Albert 2017). Genau wie in den damaligen Verschwörungstheorien. Der Film war vielleicht nicht so populär, hat aber den Verschwörungstheorien ein Gesicht gegeben. Wie auch die Epoch Times, glaube ich nicht an Ebola-Zombies. Ich vermute, dass diese Menschen beim Kampf gegen die Krankheit ihr Bewusstsein verloren haben und in eine Art Koma gefallen sind. Ihre Angehörigen hielten sie für tot, obwohl sie noch lebten. Sie sind kurz vor ihrem Tod noch einmal erwacht und haben dann ihren Kampf gegen Ebola verloren (vgl. Epoch Times 2014).

[...]


1 Doctor Who Staffel 9 Folge 6, Die Schöne und das Biest (2017)

Details

Seiten
27
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783346060891
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v505441
Note
Schlagworte
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