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Epidemiologie. Geschichte und Tätigkeiten heute

von Bianca Pri (Autor)

Akademische Arbeit 2017 24 Seiten

Medizin - Epidemiologie

Leseprobe

Inhalt

1. Die Epidemie
1.1. Definition: Epidemie
1.2. Influenza als Grippeepidemie
1.2.1. Was ist die Influenza
1.2.2. Der Grippevirus
1.3. Einteilung und Abgrenzung
1.3.1. Endemie
1.3.2. Pandemie

2. Von der Epidemie zur Epidemiologie
2.1. Definition: Die Epidemiologie
2.2. Geschichte der Epidemiologie

3. Tätigkeiten der Epidemiologie
3.1. Gesundheitsrisiken heute
3.2. Was die Epidemiologie tut?
3.2.1. Umweltepidemiologie
3.2.2. Arbeitsepidemiologie
3.2.3. Ernährungsepidemiologie

4. Epidemiologische Studientypen und Methoden
4.1. Deskriptive Epidemiologie
4.2. Analytische Epidemiologie
4.3. Experimentelle Epidemiologie
4.4. Molekulare Epidemiologie

5. Epidemiologische Kennzahlen
5.1. Prävalenz
5.2. Risiko
5.3. Inzidenzrate

6. Reproduktionszahl

7. Beziehungsnetze und sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen

1 . Die Epidemie

1.1. Definition: Epidemie

Epidemie leitet sich von dem griechischen Worten „epi“ = über und „démos“ = Volk ab und bezeichnet ein „stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Auftreten einer Erkrankung, vor allem einer Infektionskrankheit“ (siehe Wahrig 2007, Seite 272). Eine Epidemie liegt vor, wenn eine Krankheit räumlich und zeitlich begrenzt einen hohen oder zumindest überdurchschnittlichen Anteil der Bevölkerung erfasst. Bei einem explosionsartigen Anstieg spricht man von Explosionsepidemie, bei einem verzögerten Anstieg von einer Tardivepidemie (vgl. Müller 1989, Seite 16). Im Gegensatz dazu nimmt bei einer typischen Tardivepidemie die Infektion über einen längeren Zeitraum zu, während die Erkrankungszahlen stetig ansteigen.

1.2. Influenza als Grippeepidemie

1.2.1. Was ist die Influenza

Der Name Influenza stammt aus dem Italienischen und leitet sich ab vom mittelalterlichen Wort „influentia“. Schon im 14. und 15. Jahrhundert nach Christus wurde dieser Begriff verwendet, um zumeist astrologisch den Ursprung von Seuchen oder einer anderen Katastrophe deuten zu können. In späterer Zeit nutzte man den Begriff und die Bedeutung, um die Entstehung von Krankheiten zu erklären. Dadurch wird die Deutungsnähe zu dem Begriff der ‚Erkältungskrankheiten‘ erkenntlich. Die Popularisierung des Begriffs Influenza erfolgt dann seit Ende des 18. Jahrhunderts, über das Englische, wo er nachweislich bereits im Jahr 1743 verwendet wurde (vgl. Haas 2009, S.1). Schon seit dem Mittelalter ist die Influenza in Europa eine verbreitete Krankheit, was in zahlreichen Chroniken von Grippeepidemien nachgewiesen ist. Aus dem 16. Jahrhundert liegen zuverlässige Beschreibungen des Krankheitsbildes vor. Erstmals kam der Begriff ‚Grippe‘ im 18. Jahrhundert auf, zurückzuführen aus dem Osten, beziehungsweise dem Inneren Eurasiens, von wo aus die meisten Grippepandemien sich zu Epidemien ausbreiteten und sich verteilten (vgl. ebd., S.15). Die Bezeichnung „Influenza“ stammt, wie schon erwähnt, aus dem Italienischen und verweist unter anderem auf den Zustrom von krankmachender kalter Luft. Im 19. Jahrhundert hat die Grippehäufigkeit und -heftigkeit sichtlich zugenommen, was als Folge des Bevölkerungs- und Städtewachstums und dem damit verbundenen dichten Zusammenleben zu erklären ist. In den Jahren 1832/33 und 1836/37 sind zwei besonders schwere Grippeepidemien in Europa vorgekommen, bei denen ein beachtlicher Teil der Bevölkerung Europas gestorben ist. Eine zu erwähnende Grippe ist die Spanische Grippe, welche in den letzten Jahren des 1. Weltkrieges ausbrach und weltweit auftauchte. Innerhalb weniger Monate tötete diese Influenzapandemie mehr Menschen, als der Krieg an Todesopfern, innerhalb von 4 Jahren, zu verzeichnen hatte. Schätzungen zu Folge gab es global 25 bis 40 Millionen Influenzatote, besonders in Afrika und Asien. Insbesondere in Indien waren es ca. 16 Millionen Tote (vgl. ebd., S.17f.).

Die Grippe (Influenza) ist eine akut auftretende, fieberhafte Infektionskrankheit, für die bestimmte Viren verantwortlich sind. Die Bezeichnungen „Grippe“ und „Influenza“ werden heute oft synonym gebraucht. Oftmals sind diese Bezeichnungen, auch die des „grippalen Infekts“, heute noch schwer im verbalen Gebrauch zu trennen, sodass es in der Bevölkerung meistens zu einer unbewussten Verwechslung zwischen der Influenza und damit der echten Grippe und des grippalen Infekts kommt, welcher deutlich harmlosere Folgen aufweist (vgl. ebd., S.2). Die Influenza hat verschiedene Übertragungsmöglichkeiten von Mensch zu Mensch. Man unterscheidet zwischen einer Tröpfcheninfektion, einem indirekten Kontakt und der Aerosolen Übertragung. Die Influenzaviren übertragen sich bei der Tröpfcheninfektion durch virushaltige Sekrettröpfchen, welche vom Infizierten beim Husten oder Niesen ausgeschieden werden. Dadurch gelangen sie auf die Schleimhäute im Mund- und Nasenraum, sowie in die tieferen Bereiche des Atmungstraktes einer empfänglichen, beziehungsweise noch nicht infizierten Person. Dies kann auch beim Atmen und Sprechen geschehen, allerdings werden hier Tröpfchen in weniger geringer Anzahl ausgestoßen. Schon beim Husten werden hunderte, beim Niesen sogar einige tausend Sekrettröpfchen freigesetzt (vgl. ebd., S.23). Der indirekte Kontakt bietet eine weitere Möglichkeit der Übertragung. Dabei nehmen zum Beispiel die Hände das virushaltige Material einer kontaminierten Oberfläche auf, was dann durch Berührungen im Gesicht, an Mund oder Nase, der empfänglichen Person weitergegeben wird. Die Überlebensfähigkeit von Influenzaviren hängt dabei von Faktoren wie der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und dem Oberflächenmaterial ab. Einige Influenzaviren könne bei einer Oberfläche mehrere Tage oder in Einzelfällen sogar Wochen überleben. Im tiefgefrorenen Zustand können sie sogar sehr lange infektiös bleiben (vgl. ebd., S.23). Die dritte Übertragungsmöglichkeit ist die der Aerosolen Übertragung. Als virushaltige Aerosole werden kleine Tröpfchen bezeichnet, die einen Durchmesser von weniger als fünf Mikrometer haben. Diese winzigen Tröpfchen charakterisieren sich dadurch, dass sie über einen längeren Zeitraum in der Raumluft schweben können, wodurch sich der Expositionszeitraum (der Zeitraum, in welchem man einer Gefahr ausgesetzt ist) für empfängliche Personen verlängert (vgl. ebd., S.24).

Influenzavieren übertragen sich sehr schnell in einer Bevölkerung und können von Jahr zu Jahr, beziehungsweise von Saison zu Saison, andere Merkmale aufweisen. Aufgrund des spezifischen strukturellen Aufbaus der Vieren, haben diese eine dadurch bedingt hohe Mutationsrate und verändern sich genetisch variabel. Aus diesem Grund ist eine Reinfektion auch bei den Personen möglich, welche saisonal bereits eine Influenzainfektion durchgemacht haben. Das bedeutet, dass saisonal bedingt verschiedene Influenzavieren des gleichen Typs zirkulieren können, wodurch diese für eine erneute Empfänglichkeit bei zuvor bereits erkrankten Personen sorgen. Allerdings baut sich durch solche vorangegangenen Infektionen eine Teilimmunität auf, sodass Jugendliche und Erwachsene im Laufe ihres Lebens einen gewissen natürlichen Schutz gegen Influenzainfektionen aufbauen können. Besonders gefährdete Gruppen sind ältere Menschen, Kinder und Schwangere. Bei älteren Menschen verringert sich der Schutz gegen die Influenzainfektion, durch ein Abschwächen des Immunsystems im höheren Alter. Säuglinge und Kinder sind aufgrund einer fehlenden Grundimmunität besonders empfänglich für Influenzainfektionen (vgl. ebd., S.26). Um weitestgehend eine Influenzainfektion vorzubeugen, spielt das Kontaktverhalten innerhalb einer Bevölkerung eine große Rolle. Dabei gibt es wichtige Parameter, welche zu einer Ausbreitung innerhalb einer Gesellschaft beitragen können. Die körperliche Nähe der Menschen spielt hier eine extrem wichtige Rolle. Hierzu zählt die räumliche Distanz zwischen zwei Personen, die Art des Kontakts (sprechen oder berühren), damit verbunden die Dauer des Kontakts, sowie das Einhalten oder Nichteinhalten von Hygieneregeln (vgl. ebd., S.27). Gerade Kinder haben, besonders mit ihren Altersgenossen im Kindergraten oder in der Schule, häufigeren und engeren Kontakt, als Erwachsene untereinander. Gleichzeitig sind viele Verhaltensweisen in dieser Gruppe weniger von infektionsvermeidenden, also hygienischen Maßnahmen geprägt, als bei den Erwachsenen. Auch wird hier die Distanz untereinander sehr stark vom räumlichen Umfeld beeinflusst. Denn die zwischenmenschlichen Abständen sind selbstverständlich in Schulen oder Gemeinschaftseinrichtungen anderes als im privaten Umfeld. Ebenso ist der Aufenthalt in geschlossenen Räumen in kalten Monaten sehr viel länger als im Sommer. Auch der Luftaustausch (die Regelmäßigkeit des Lüftens) und die Luftfeuchtigkeit sind deutlich niedriger. Diese Faktoren spielen eine besonders wichtige Rolle bei der Saisonalität des Auftretens der Influenza (vgl. ebd., S. 27). Die Influenza ist eine plötzliche, im Winter gehäuft auftretende Viruserkrankung und wird deshalb auch als saisonale Grippe bezeichnet. Der Ablauf der Infektion mit den ursächlichen Grippeviren kann unterschiedlich ablaufen. Häufige Symptome bei Influenzapatienten sind ein allgemeines Krankheitsgefühl und Schwäche, Husten und Schnupfen, Appetitlosigkeit, Fieber, Kopfschmerzen sowie Halsschmerzen. A.S. Monto berichtet im Jahr 2002 über etwa 2500 Patienten mit einer virologisch oder serologisch gesicherten Influenzainfektion. Diese Patienten zeigten als häufigste Symptomatik: ausgeprägte Schwäche und Muskelschmerzen (Rücken, obere Extremität) Husten, Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen (siehe Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Häufigkeit der Symptome bei Influenzapatienten (nach Morishima et al.2002 in: Haas 2009, S.156)

Es wird unterschieden zwischen respiratorischen Symptomen und atypischen Symptomen. Die respiratorischen Symptome beginnen nachdem Fieberanstieg mit einem unproduktiven Husten, einer schmerzhaften Pharyngitis (Rachenentzündung) sowie einer Rhinitis (Entzündung der Nasenschleimhaut, Schnupfen). Neben den Schmerzen im Pharynx (Rachen) tritt häufig auch Heiserkeit auf (vgl. Haas 2009, S.156). Charakteristisch ist der plötzliche Eintritt des Fiebers, bei welchem innerhalb von wenigen Stunden Temperatuten von 38°C bis 40°C erreicht werden. Bei Kindern kann sogar eine Höchsttemperatur von 41°C erreicht werden. Das Fieber begleitet in der Regel die Influenza und hält sich drei bis vier Tage. Neben den klassischen Krankheitssymptomen (siehe Abbildung 2), welche durch einen abrupten Beginn, hohes Fieber und Muskelschmerzen gekennzeichnet sind, gibt es auch atypische Symptome. Zu diesen zählen: Fieberkrämpfe, Übelkeit und Erbrechen, Schleimhautschwellungen, sowie Fieberreaktionen wie Verwirrtheit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Klinischer Verlauf der Symptome bei Influenza (in: Haas 2009, S.156)

Bei diesen Symptomen, welche auf eine Influenza hindeuten, sollte der Patient unter allen Umständen einen Arzt aufsuchen, welcher dann eine Diagnose erstellt. Bei einer Behandlung einer Influenza ohne wesentliche Risikofaktoren (hohes Lebensalter, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangerschaft etc.) bedarf die symptomatische Influenza lediglich einer symptomatischen Therapie, zum Beispiel durch medikamentöse Behandlung, bei welcher einzelne Medikamente die jeweiligen Symptome behandeln. Dabei muss besonders auf ein wirkungsvolles Senken des Fiebers geachtet werden, was höchste Priorität hat. Der Patient bedarf einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr, um die drohende Dehydration bei hohen Temperaturen zu vermeiden. Vorteilhaft sind auch abschwellende Nasentropfen und eine medikamentöse Behandlungen des häufig quälenden Reizhustens ( vgl. ebd., S.165).

Zur Prävention der Influenza zählt ganz klar die Schutzimpfung. Dabei ist der sicherste Schutz durch eine jährliche Impfung gewährt, welche von September bis November vorzunehmen ist (vgl. ebd., S.172). Neben älteren Erwachsenen und Patienten mit Begleitkrankheiten, können Kinder, vor allem Säuglinge, ebenso häufig und kompliziert an Influenza erkranken. Verschiedene typenspezifische Influenzaimpfstoffe stehen zur Verfügung, um Personen auf Wunsch konform mit der Zulassung von verfügbaren Impfstoffen, ab dem Alter von sechs Monaten, impfen zu können (Haas 2009, S.141). Damit gelten Kinder als wichtigstes Glied in der epidemiologischen Kette der Verbreitung der Influenza innerhalb einer Bevölkerung. Voraussetzung für einer erweitere Impfempfehlung, welche auch damit Kinder erfasst, ist der Nachweis1 von Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit der Impfung in dieser Altersgruppe.

1.2.2. Der Grippevirus

Eine der bekanntesten Epidemien ist die Grippeepidemie. Der Grippevirus tritt jedes Jahr auf, meist als saisonale Grippe mit einem leicht veränderten Virus. Doch auch hier ist Vorsicht geboten und eine solche Infektion sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn aus einer ‚normalen‘ Epidemie kann eine gefährliche Pandemie werden, wenn ein völlig veränderter Virus auftritt. Gerade in den nasskalten Monaten des Jahres ist die Gefahr an Grippe zu erkranken am größten. Viele Menschen verwechseln die Grippe oder auch Influenza, oftmals mit einer Erkältung, was schwere Auswirkungen haben kann. Die Grippe ist eine akute Erkrankung der Atemwege und kann lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Ausgelöst wird die Influenza durch die Grippeviren, im Gegensatz zu Erkältungen oder grippale Infekte, welche von anderen Erregern verursacht werden. Jedoch können die Anfangssymptome ähnlich sein, was es ohne ärztliche Untersuchung erschwert, die genaue Infektion zu erkennen. Bei den Influenza Viren werden verschiedene Typen unterschieden. Das Fatale daran ist, dass die Viren weltweit verbreitet sind und sich sehr schnell den klimatischen Gegebenheiten und Umständen anpassen können. Übertragungsweg der Grippe ist die sogenannte Tröpfcheninfektion. Beim Husten, Niesen oder sogar selbst beim Sprechen werden kleinste, virushaltige Tröpfchen vom Erkrankten über die Luft übertragen, welche dann von den umstehenden Personen eingeatmet werden können. Sogar über den Körperkontakt, beispielsweise beim Händeschütteln, wird die Influenza übertragen. Werden danach, mit den ‚kontaminierten‘ Händen, der Nase oder dem Mund berührt, dann können die Grippeviren in die Schleimhäute eindringen. Ein Grippevirus ist hartnäckig und kann außerhalb des Körpers mehrere Stunden überleben, auch niedrige Temperaturen können in dieser Zeit den Virus nicht zerstören, was daran liegt, dass der Virus, wie schon erwähnt, sehr anpassungsfähig ist. Hat man sich einmal infiziert, dann kann die Grippe durch verschiedene Symptome diagnostiziert werden. Die Symptome einer Grippe können unterschiedlich schwer ausfallen. Während sie sich bei einigen Menschen nur leichte bis gar keine Beschwerden zeigen, fallen sie bei anderen, vor allem bei jenen, deren Immunsystem bereits geschwächt ist, umso schwerer aus, sodass eine Influenza mit schweren Krankheitsverläufen einhergehen kann, welche im schlimmsten Falle sogar mit dem Tod enden (vgl. Haas, S.35). Typische Krankheitsanzeichen sind: plötzlich einsetzendes Krankheitsgefühl, Fieber, Halsschmerzen, trockener Husten, Schüttelfrost, tränende Augen, Schnupfen, Muskel-, Kopf- und Gliederschmerzen. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO verläuft die Infektion mit der Grippe in 80 Prozent aller Fälle unbemerkt oder wird als leichte Erkältungskrankheit wahrgenommen. Bei den übrigen 20 Prozent der Betroffenen nimmt die Krankheit einen schwereren Verlauf. Aus diesen Gründen ist es umso wichtiger, dass eine solche Infektion so früh wie möglich durch ärztliche Behandlung festgestellt wird. Um eine Grippe von einem grippalen Infekt zu unterscheiden, ist der Besuch beim Arzt unabdingbar, denn jener kann die Symptome am besten diagnostizieren. Um Gewissheit zu bekommen, werden in der Regel auch Blutproben entnommen. Bei einem konkreten Verdacht auf Influenza kann auch ein Nasen- oder Rachenabstrich erfolgen, der mithilfe eines Schnelltests Grippeviren nachweisen kann. Hat man sich den Grippevirus zugezogen, dann beträgt die Inkubationszeit in der Regel ein bis zwei Tage. Nach diesem Zeitraum treten erste Symptome auf.

[...]


1 Der derzeitige Kenntnisstand ist in verschiedene Studien erfasst, welche in den letzten Jahren durchgeführt wurden, unter anderem in Finnland, Japan, Italien und der USA. Innerhalb dieser Ausarbeitung wird nicht weiter auf diese Studien eingegangen, da dies sonst den Rahmen der Ausarbeitung sprengen würde. Besagte Studien dazu stammen von Jefferson et al. 2005: Metaanalyse zur Wirksamkeit, Hoberman et al. 2003: Wirksamkeitsstudie bei Kindern oder auch Herzog et al. 2002: Wirksamkeit von virosomaler Influenzavakzine. Zusammengefasst lässt sich jedoch anhand der Studien sagen, dass Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von Influenzaimpfstoffen bei Kindern nachgewiesen sind. Nach ein bis zwei Impfdosen schützt die Impfung zu 65% bis 90% vor mikrobiologisch gesicherter Influenza. Die Verträglichkeit der Impfung unterscheidet sich nicht grundsätzlich von denjenigen anderen allgemein empfohlenen Impfungen. Insgesamt haben sich Influenzaimpfstoffe im Kindesalter bislang als sicher erwiesen, was eine breitere Anwendung über die bisherigen Indikatoren hinaus ermöglichen würde (Haas 2009, S.147).

Details

Seiten
24
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783346087300
ISBN (Buch)
9783346087317
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v509359
Institution / Hochschule
Universität Koblenz-Landau – Ernährung und Verbraucherbildung
Note
1,3
Schlagworte
Gesundheit Gesundheitswesen Gesundheitsmanagement Epidemiologie Epidemie Pandemie Influenza Grippe Virus

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    Bianca Pri (Autor)

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Titel: Epidemiologie. Geschichte und Tätigkeiten heute