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Venture Capital als Finanzierungsalternative für KMU

Diplomarbeit 2005 132 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abbildungsverzeichnis

II Abkürzungsverzeichnis

III Anlagenverzeichnis

1 Einleitung

2 Der deutsche Mittelstand
2.1 Abgrenzung und Definition mittelständischer Unternehmen
2.2 Wachstumsunternehmen
2.3 Relevanz für den deutschen Wirtschaftsstandort
2.4 Fazit und Ausblick
2.5 Finanzierungssituation
2.5.1 Eigenkapitalquote
2.5.2 Ertragslage
2.5.3 Basel II und seine Folgen auf die Kreditvergabe

3 Grundlagen der Venture Capital-Finanzierung
3.1 Finanztheoretische Einordnung von Venture Capital
3.2 Volkswirtschaftliche Bedeutung
3.3 Beteiligungsfinanzierung
3.4 Die Venture Capital-Finanzierung
3.4.1 Definition und Funktionsweise
3.4.2 Risiko- und Wagniskapital
3.4.3 Abgrenzung Venture Capital versus Private Equity
3.5 Idealtypischer Verlauf
3.5.1 Die Frühphase / „Early-Stage“
3.5.1.1 Seed
3.5.1.2 Start-up
3.5.1.3 First-Stage
3.5.2 Die Expansionsphase
3.5.2.1 Second- und Third-Stage
3.5.2.2 Later-Stage
3.5.3 Besondere Finanzierungsanlässe
3.5.4 Exit – Desinvestition der Venture Capital-Beteiligung
3.5.4.1 Trade Sale und Secondary Purchase
3.5.4.2 Buy back
3.5.4.3 Going Public
3.5.4.4 Liquidation

4 Venture Capital-Beteiligungskonzepte
4.1 Venture Capital-Geber
4.1.1 Business Angels
4.1.2 Venture Capital-Gesellschaften und Inkubatoren
4.1.3 Corporate Venture Capital
4.1.4 Fördermöglichkeiten
4.2 Beteiligungsformen
4.2.1 Die offene und direkte Beteiligung
4.2.2 Indirekte Beteiligung: Das Beteiligungskonzept
4.2.3 Die stille Beteiligung
4.2.4 Beteiligungsähnliches Kapital

5 Voraussetzungen, Kontaktaufnahme, Leistungen
5.1 Voraussetzungen
5.2 Leistungen der Venture Capital-Geber
5.3 Kontaktaufnahme
5.3.1 Beachtenswertes
5.3.2 Auswahlprozess
5.4 Zusammenfassende Beurteilung
5.4.1 Merkmale der Venture Capital-Finanzierung
5.4.2 Vorbereitung zur Venture Capital-Finanzierung

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Versicherung

I Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Quantitative Abgrenzungsmerkmale Mittelstand

Abb. 2 Mittelstand – Quantitativ

Abb. 3 Der Mittelstand in der deutschen Wirtschaft

Abb. 4 Unternehmensterminologie im Lebenszyklus

Abb. 5 Mittelstandskonjunktur, Prognoseszenario 2005

Abb. 6 ifo-Geschäftsklimaindex

Abb. 7 Überblick über die Finanzierungsarten

Abb. 8 Eigenmittelausstattung kleiner und mittlerer Unternehmen

Abb. 9 Entwicklung der relativen Insolvenzhäufigkeit in Deutschland

Abb. 10 Risikotragfähigkeit von Finanzierungsinstrumenten

Abb. 11 Nominale Steuerbelastung von Kapitalgesellschaften 2004

Abb. 12 Typisches Kreditportfolio einer mittelstandsorientierten

Bank

Abb. 13 Betrachtungsschwerpunkte des Rating

Abb. 14 Rolle von Finanzierungsquellen

Abb. 15 Finanzierungsalternativen in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße

Abb. 16 Job-Maschine Venture Capital finanzierte KMU

Abb. 17 Einteilung des Private Equity

Abb. 18 Finanzierungsphasen eines Wachstumsunternehmens

Abb. 19 Finanzierungsphasen, Volumina und VC Geber im

Überblick 1

Abb. 20 Finanzierungsphasen, Volumina und VC Geber im

Überblick 2

Abb. 21 Abgrenzung typischer Früh- und Spätphasen-Finanzierungen

Abb. 22 Entwicklung der Exitvarianten

Abb. 23 Phasenspezifische Merkmale einer VC Finanzierung

Abb. 24 Abschreibung als Exit in Deutschland (in Mio. Euro)

Abb. 25 Allgemeine Einteilung der Venture Capital Geber nach

ihren grundlegenden Unterscheidungsmerkmalen

II Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

III Anhangsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben eine erhebliche Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur Deutschlands. Sie sind Träger der deutschen Marktwirtschaft. Der Konjunktur- und Strukturwandel in weiten Bereichen der Wirtschaft hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass das wirtschaftliche Umfeld für KMU komplexer und schwieriger geworden ist. Die sich immer gravierender verändernden Marktverhältnisse, eine ständig steigende Anzahl von Insolvenzen und die niedrige Eigenkapi­talquote beeinträchtigen die Situation von KMU erheblich. Vieles deutet darauf hin, dass diese Probleme nicht nur durch die Ertragsschwäche sondern auch in hohem Maße durch eine unausgewogene Finanzierungs­struktur von KMU, die überwiegend durch die Aufnahme von Bankkrediten geprägt ist, verursacht werden. Die Finanzierungsalternativen von KMU werden durch eine restriktivere Kreditvergabepolitik der Banken einge­schränkt. KMU und Banken sind aufgrund der veränderten Rahmenbedin­gungen gezwungen neue Wege zu gehen. Um KMU mit ausreichend Kapital zu versorgen und eine positive Unterneh­mensentwicklung zu gewährleisten, reicht für die Mittelstandsfinanzierung der Bankenkredit nicht mehr aus. Dies sind Herausforderungen, denen sich KMU stellen und zusätzlich zum Bankkredit alternative Wege, die die Eigenkapitalbasis stärken oder zumin­dest die Bilanz entlasten, finden müssen.

Die Eigenkapitalquote ist ein ausschlaggebender Punkt dafür, wie sich das Unternehmen am Markt positionieren und entwickeln kann. Eigenkapital ist somit für KMU in allen Unternehmensphasen ein enorm wichtiger Faktor, von dem die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft abhängt. Somit ver­hilft Eigenkapital zu einem dynamischen Wachstum. Vor allem für KMU sichert eine solide Eigenkapitalausstattung eine gewisse Unabhängigkeit in unternehmensrelevanten Entscheidungen.

Aufgrund dieser Tatsache muss sich eine Änderung der Finanzierungsart ab­zeichnen. Eine dieser Alternativen stellt die Venture Capital-Finanzierung dar. Hier stellen externe Beteiligungspartner in verschiedenen Wachstums­phasen, Wirtschaftszweigen und Regionen dem Unternehmen Kapital zur Verfügung und erhalten dafür Anteile am Unternehmen. Das besondere an Venture Capital ist die Kombination der finanziellen Beteiligung an einem Unternehmen und der strategischen und operativen Unterstützung des Managements während des Beteiligungszeitraums. Insbesondere in der Frühphase von Unternehmensgründungen, aber auch bereits am Markt etablierte KMU, werden im weiteren Verlauf ihrer Entwicklung von Venture Capital-Gebern mit finanziellen Mitteln ausgestattet.

Venture Capital kann als Teil der Eigenkapitalfinanzierung die EK-Quote des Beteiligungsnehmers verbessern und ermöglicht so die Finanzierung des Wachstums und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.

Die vorliegende Arbeit behandelt das Thema „Venture Capital als Finanzie­rungsalternative für KMU“. Ziel dieser Arbeit ist es, den Leser ausgehend von den Problemen und schwierigen Rahmenbedingungen mittelständischer Unternehmen mit den Grundlagen der Venture Capital-Beteiligung als alter­native Finanzierungs­möglichkeit für KMU vertraut zu machen.

Nach dieser Einleitung wird zunächst im folgenden Kapitel 2 der Begriff kleiner und mittlerer mittelständischer Unternehmen definiert und dabei auf qualitative und quantitative Abgrenzungsaspekte eingegangen, ehe die Rele­vanz von KMU für die deutsche Wirtschaft und dessen Finanzierungssituati­on durch die Auswirkung des Baseler Akkords (Basel II) auf die geänderten Bedingungen der Kreditvergabe der Banken verdeutlicht wird.

Kapitel 3 widmet sich der Definition und Einführung in die Venture Capital-Finanzierung und gibt einen Überblick über die idealtypischen Entwick­lungsphasen eines Unternehmens sowie deren Ausprägungsmerkmale. Anschließend werden auftretende Beteiligungspartner, private, industrielle oder staatliche Venture Capital-Geber, am Venture Capital-Markt und die Formen verschiedener Beteiligungsvarianten in Kapitel 4 beschrieben, ehe abschließend in Kapitel 5 die Kontaktaufnahme eines Venture Capital su­chenden KMU und die dabei zu beachtenden Punkte auf der Grundlage der vorangegangenen Kapitel zusammengefasst dargestellt wird.

Den Abschluss dieser Arbeit bildet Kapitel 6 mit einem kurzen Fazit zu den bis dato erläuterten Aspekten.

2 Der deutsche Mittelstand

Mittelständische Unternehmen bilden den Kern jeder Marktwirtschaft und haben auch eine zentrale Bedeutung für Deutschland. In Deutschland wie auch der Europäischen Union fallen etwa 99 % aller Unternehmen unter die Bezeichnung der Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KMU). Es sind selbstständige und unabhängige gewerbliche Betriebe unterschiedlichster Branchen und Betriebsgrößen, d. h., sie befinden sich im Eigentum einzel­ner Personen, einer Familie oder eines eng begrenzten Personenkreises. KMU produzieren knapp die Hälfte der Bruttowertschöpfung des Unterneh­menssektors und bieten ca. 80 % aller sozialversicherungspflichtigen Be­schäftigten einen Arbeitsplatz. Aus diesem Grund sind KMU eine wichtige Quelle unternehmerischer Initiative und Innovation,[1] sozial wie auch wirt­schaftlich wichtig, da die Gesamtheit aller KMU einen starken Einfluss auf die wirtschaftliche Konjunktur ausübt. Die Höhe des Wirtschaftswachstums sowie die des Einkommens und der Stabilität der öffentlichen Finanzen sind unmittelbar mit der wirtschaftlichen Leistungskraft des Mittelstands ver­knüpft. Um speziellen Schwierigkeiten entgegenzuwirken und diese auszu­gleichen, bewilligen gemeinschaftliche und nationale Rechtsvorschriften den KMU verschiedene Vorteile. Dazu ist jedoch eine rechtlich sichere und leicht anzuwendende KMU-Definition notwendig[2].

2.1 Abgrenzung und Definition mittelständischer Unternehmen

Der Begriff Mittelstand fasst üblicherweise alle Unternehmen bis zu einer bestimmten Größe zusammen. Eine Unterscheidung in kleine und mittlere Unternehmen, wie sie in vielen Ländern üblich ist, wird im deutschen Sprachgebrauch nicht gemacht. Dennoch ist es ökonomisch sinnvoll, zwischen „kleinen“ und „mittleren“ Unternehmen zu unterscheiden. Die Abgrenzung anhand von Größenmerkmalen stellt sich zunächst als Problem des geeigneten Maßstabes dar. Theoretisch kann man verschiedene betrieb­liche Faktoren in Betracht ziehen: Mitarbeiterzahl, Umsatz, Bilanzsumme, Gewinn, Anlagevermögen, Lohn- und Gehaltssumme, Marktanteile und einige mehr. In der Regel wird bei statistischen Erhebungen auf die Ein­teilung nach Umsatz und/oder Beschäftigtenzahl zurückgegriffen.

Da es für den Begriff Mittelstand keine gesetzliche oder allgemein gültige Definition gibt, wird im Folgenden die Empfehlung der seit 1. Januar 2005[3] gültigen Definition der EU Kommission, die die Unterteilung in Kleinst-, kleine, mittlere und große Unternehmen vorsieht, zu Grunde gelegt:[4]

Abb. 1: Quantitative Abgrenzungsmerkmale Mittelstand

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Darstellung in Anlehnung IfM-Bonn (2005), § 267 HGB, IHK (2004a).

Demnach wird die statistische Abgrenzung kleiner und mittlerer Unterneh­men anhand der Kriterien „Umsatz pro Jahr“ und „Anzahl der Beschäf­tigten“ gemessen.

Abb. 2: Mittelstand - Quantitativ[5]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Kayser (2001).

Zur weiteren Abgrenzung zieht die EU Kommission das Unabhängigkeits­kriterium[6] heran, wonach kleine oder mittlere Unternehmen nicht zu 25 % oder mehr des Kapitals oder der Stimmanteile im Besitz eines oder mehrerer Unternehmen sein dürfen, die die Definition für kleine und mittlere Unter­nehmen nicht erfüllen.[7]

Die Bedingung der Unabhängigkeit der EU Kommission, die Branchenbe­zogenheit der Bestimmung des IfM-Bonn sowie das Kriterium des mehr­heitlichen Privatbesitz im Mittelstandsprogramm der KfW[8] deuten darauf hin, dass eine rein quantitative Definition nicht ausreicht und ebenso quali­tative Aspekte beachtet werden müssen.[9]

Der herausragende qualitative Aspekt bei der Betrachtung des Mittelstands ist die enge Verbindung zwischen Unternehmen und Inhaber(in), d. h. der soziologische Bezug der Stellung des Unternehmensinhabers und die Be­rücksichtigung rechtlicher und organisatorischer Besonderheiten.

Gerade die Einheit von Eigentum, Leitung, Haftung und Risiko verdeutlicht dies. Ein weiterer Anhaltspunkt sind die vom Inhaber selbst getroffenen un­ternehmenspolitisch relevanten Entscheidungen. Daraus resultiert die unmit­telbare Einwirkung der Leitung auf alle strategisch bedeutsamen Vorgänge und Entscheidungen, was Konsequenzen für die Beziehung zwischen Mitar­beitern und Führung, die Organisationsstruktur und der Entscheidungsfin­dung, die Finanzierung, das Verhalten am Markt und die Beziehung zwi­schen Unternehmen und seinem Umfeld hat. Neben den quantitativen Aspekten steht damit auch der Aspekt der weitestgehenden Unabhängigkeit von Konzernen bzw. Großunternehmen, was ebenso als Kriterium für die Mittelstandsdefinition herangezogen werden kann.[10]

Auch Besonderheiten in Bezug auf die Ziele mittelständischer Unterneh­men, welche nicht notwendigerweise wachstumsorientiert sein müssen, sondern sich mehr durch ihre gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Bedeutung zeigen, sind feststellbar.[11]

Die Mittelstandsstudie „mind“[12] aus dem Jahr 2004 zeigt, dass sich der Mit­telstand seiner Verantwortung gegenüber der Gesellschaft[13] bewusst ist.

Abb. 3: Der Mittelstand in der deutschen Wirtschaft

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Wolf/Hill/Pfaue (2003), S. 5.

Die wichtigsten qualitativen Abgrenzungsmerkmale kurz zusammengefasst:

Verknüpfung von Eigentum und Risiko,

Verknüpfung von wirtschaftlicher Existenz des Inhabers und Existenz des Unternehmens,

Verknüpfung von Leitung und Entscheidungsverantwortung,

Selbständige wirtschaftliche Tätigkeit des Unternehmens, die völlige oder weitgehende Konzernunabhängigkeit voraussetzt. Der EU Kom­mission zufolge ist dies der Fall, wenn die Kapitalbeteiligung eines Großunternehmens unter 25 % liegt,[14]

Soziales Engagement und Bestreben, bestehende Arbeitsplätze zu erhal­ten und neue zu schaffen.

2.2 Wachstumsunternehmen

Im Gegensatz zu dem in der Vergangenheit herangezogenen Kriterium des Gewinnwachstums wird nach heutiger Auffassung das Umsatzwachstum als maßgebliche Bestimmungseinheit gesehen.[15]

Wachstumsunternehmen generieren häufig noch keine oder kaum Umsätze und sind in den meisten Fällen noch nicht rentabel, sodass sie sich nicht selbst von innen heraus finanzieren können.[16] Daher müssen zunächst ein­mal umfangreiche Investitionen getätigt werden, hauptsächlich in den Be­reichen Forschung & Entwicklung (F & E), Produktentwicklung und Mar­keting, um überhaupt Wachstum erzielen zu können.[17]

Der ökonomischen Betrachtungsweise zufolge kann Wachstum ebenso durch einen Produktivitätsanstieg[18] wie auch als Folge von Innovationen[19] („Transparenz + Innovation = Wachstum“)[20] generiert werden.[21]

„Entscheidend ist der innovative Produktvorteil, die sogenannte „Unique Market Position“.“[22]

Da sich Wachstumsunternehmen noch am Beginn ihres Lebenszyklus befin­den, sind Vergangenheitsdaten (z. B. Jahresabschluss- und Bilanzdaten) für diese Unternehmen nur sehr begrenzt repräsentativ und für ihre zukünftige Entwicklung nur bedingt oder auch gar nicht verfügbar.[23] Vor der recht­lichen Gründung eines Unternehmens kann noch nicht von gleichem ge­sprochen werden und lediglich die natürliche Person des Existenzgründers kommt während der Seed-Phase in Betracht.

Nach der Gründung und während der restlichen Frühphase sowie der begin­nenden Expansionsphase wird das Unternehmen wegen seines noch jungen Alters als Jungunternehmen bezeichnet. Im späteren Verlauf spricht man dann von etablierten Unternehmen.[24]

Unternehmen, deren Entwicklung sich über einen längeren Zeitraum hinweg positiv gestaltet und sie währenddessen überdurchschnittlich wachsen, wer­den im Allgemeinen als Wachstumsunternehmen bezeichnet. Zur besseren Bestimmbarkeit ihres Wachstums wird dafür die gesamtwirtschaftliche Wachstumsrate zur Beurteilung herangezogen.[25]

Im Rahmen dieser Arbeit soll der Begriff Wachstumsunternehmen durch Innovationen gekennzeichnet sein und alle gegründeten Unternehmen mit der gleichen Zielsetzung zusammenfassen:[26]

Abb. 4: Unternehmensterminologie im Lebenszyklus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Engelmann/Juncker/Natusch/Tebroke (2000), S. 31/32.

Prägendes Merkmal, das alle Wachstumsunternehmen kennzeichnet, ist eine sehr hohe Unsicherheit in deren Entwicklung: Hohen Chancen durch über­durchschnittliches Wachstum stehen auch große Risiken entgegen.

2.3 Relevanz für den deutschen Wirtschaftsstandort

KMU gehören in Deutschland zu der tragenden Gruppe der Unternehmen. In den letzten Jahren haben Fusionen und Globalisierungsgedanken oft zu dem Eindruck geführt, dass der Mittelstand ausgedient hat, jedoch ist gerade Deutschland auf einen soliden Mittelstand als Basis angewiesen,[27] denn KMU beschäftigen durchschnittlich zehn Arbeitnehmer pro Betrieb.[28] Diese Tatsache macht den Mittelstand mit nahezu 70 % aller Unternehmen zu den bedeutendsten Arbeitgebern und zu einer Stütze des Arbeitsmarktes in Deutschland. Zu diesem Ergebnis führte eine Befragung der Sparkassen-Finanzgruppe in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift „Impulse“.[29]

Der Blick auf die Fakten des Jahres 2000, herausgegeben von der Deutschen Bundesbank Ende 2003, verdeutlicht die große wirtschaftliche Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland:[30]

Es gab 2,89 Millionen umsatzsteuerpflichtige nichtfinanzielle KMU, was 99,7 % aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen entspricht.

Sie erwirtschafteten 43,4 % des Gesamtumsatzes, tätigten 46 % aller Bruttoinvestitionen und trugen 49 % zur Bruttowertschöpfung bei.

Sie beschäftigten im Jahr 2000 ca. 70 % aller Arbeitnehmer und bildeten 83 % aller Lehrlinge aus.

Betont werden muss an dieser Stelle aber auch, dass nur 3 % des Um­satzes als Gewinn erzielt wurden und im Jahr 2000 ca. 30 % der KMU keinen Gewinn abwarfen.[31]

2.4 Fazit und Ausblick

Nach diesen Zahlen ist es nachvollziehbar, dass KMU in unserer Volkswirt­schaft eine entscheidende Bedeutung für Wachstum und Beschäftigung zu­kommt. Die inländische Konjunktur kann eine schwere Krise mit weitrei­chenden Konsequenzen für alle Bereiche der Gesellschaft erleiden, wenn die Antriebskraft des Mittelstands ins Stocken gerät.

Laut KfW Mittelstandsmonitor 2005 hielt der 2003 ansatzweise begonnene Aufschwung 2004 weiter an:[32] Zwar erholte sich die Mittelstandskonjunktur wegen gesamtwirtschaftlich besserer Rahmenbedingungen seit dem Tief 2002 deutlich, allerdings verbesserte sich die tatsächliche Geschäftslage im Verlauf des Jahres 2004 nur langsam, denn Geschäftsklima und Auftrags­lage haben den langfristigen Durchschnitt noch immer nicht erreicht. Das mittelständische Geschäftsklima blieb wegen der ausgeprägten Schwäche der Inlandsnachfrage hinter demjenigen exportorientierter Unternehmen zurück.[33] Gerade binnenorientierte Wirtschaftsbereiche, wie der Dienst­leistungssektor, aber vor allem der Einzelhandel und der Bau, hinken der Entwicklung hinterher.

Die Investitionsbereitschaft von KMU verbesserte sich leicht gegenüber 2003[34], jedoch gemessen am langjährigen Durchschnitt[35] immer noch zu wenig, um für einen kräftigen Aufschwung zu sorgen. Auch die, wegen der im Jahresverlauf 2004 eher zögerlichen Verbesserung der tatsächlichen wirtschaftlichen Situation, nach unten korrigierten Umsatz- und Ertragser­wartungen trugen dazu bei.

Vor diesem Hintergrund reichte der konjunkturelle Aufschwung erneut nicht aus, um eine Beschäftigungswende einzuleiten. Per Saldo gingen 2004 durch kleine und mittlere Unternehmen keine positiven Impulse für den Arbeitsmarkt aus, jedoch hat sich die Talfahrt deutlich verlangsamt.[36]

An sinkenden Geschäfts-, Umsatz-, Beschäftigungs- und Ertragserwartung­en 2004 ist auch eine gewisse Unsicherheit beim Mittelstand zu erkennen, obwohl bessere Zahlen zur aktuellen Wirtschaftslage gegeben sind. Jedoch setzt die Zuversicht des Mittelstands weiterhin auf eine Fortsetzung der mo­deraten Erholung, wie aus dem KfW-ifo-Mittelstandsmonitor abgeleiteten Differenzindikator[37] hervorgeht. „Trotz Erwartungskorrekturen blieben die Erwartungen besser als die Lageeinschätzung, was sich als Aufschwung­signal interpretieren lässt.“[38]

Abb. 5: Mittelstandskonjunktur, Prognoseszenario 2005

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: KfW (2005).

Der Blick auf das Jahr 2005 zeigt, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Konjunkturszenarien der Wirtschaftsforschungsinstitute, des Sachverstän­digenrates und internationaler Organisationen durch unsichere Prognosen widerspiegeln, allerdings sowohl eine Konsolidierung als auch eine Be­schleunigung des konjunkturellen Grundtempos für möglich gehalten wird. Eine moderate Erholung setzt sich mit etwas mehr binnenwirtschaftlichem Aufschwung fort, was für den verhältnismäßig stark auf die Inlandsmärkte orientierten Mittelstand eine gute Nachricht bedeutet.

Der konjunkturelle Aufwärtstrend[39] ist allerdings auch in diesem Jahr zu schwach, um für eine wesentliche Entspannung auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen, wofür auch die vorsichtigen Beschäftigungspläne des Mittelstandes ein Indiz sind. Das größte Hindernis für eine kräftige Ausdehnung des privaten Konsums stellt die hohe Arbeitslosigkeit dar.

Eine konjunkturelle Zuversicht spiegelt der im Jahresverlauf vom Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung ermittelte Geschäftsklimaindex wider.

Abb. 6: ifo-Geschäftsklimaindex

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: BdB (2005).

Der Geschäftsklimaindex deutet darauf hin, dass sich die Konjunktur nach einer Stagnation der gesamtwirtschaftlichen Leistung zu Beginn des Jahres 2005 in der zweiten Jahreshälfte leicht erholt hat und mit einem Anstieg des BIP zu rechnen ist. Aber beachtet „man darüber hinaus, die konjunkturellen Belastungen, die von den hohen Ölpreisen ausgehen, dann bleiben die kon­junkturellen Perspektiven für Deutschland weiterhin sehr verhalten“[40]. Aus diesem Grund wird lediglich von einem realen Wirtschaftswachstum von rund 1 % für das gesamte Jahr 2005 ausgegangen.

Mit Investitionen in wesentlich größerem Umfang sowie positiven Beschäf­tigungsimpulsen ist demnach allerdings erst dann zu rechnen, wenn der Mittelstand von der Tragfähigkeit des binnenwirtschaftlichen Aufschwungs überzeugt ist, was aber gegenwärtig noch nicht der Fall ist.

Durch das sich ständig ändernde wirtschaftliche Umfeld sind KMU gezwun­gen sich nicht nur im Finanzierungsbereich auf neue Strategien einzustellen, sondern weitere Herausforderungen, wie unter anderem den Generationen­wechsel, immer kürzer werdende Innovationszyklen, schnell veraltete Produkte, sich wandelnde Märkte, Globalisierung und Deregulierung der Märkte, zu stellen und zu meistern. Immer mehr ausländische Wettbewerber drängen auf Grund der Deregulierung des deutschen und europäischen Marktes in die Kernmärkte deutscher Mittelstandsunternehmen. Das hat zur Folge, dass sich KMU den Veränderungen mit neuen Strukturen und Strategien stellen und im internationalen Wettbewerb ihre Effektivität weiter erhöhen müssen.[41] Die Unternehmensgröße ist kein Nachteil, da die Anpas­sung an neue Gegebenheiten schnell und flexibel von Statten gehen kann. Die Bundesregierung steht in der Verantwortung Reformen einzuleiten, um KMU zu unterstützen. Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingun­gen des Arbeitsmarktes, der sozialen Sicherungssysteme und der Steuerpoli­tik[42] sind zu bewerkstelligen, um nur ein paar wenige Punkte zu nennen. Die große Bedeutung von KMU ist unbestritten, daher müssen weitere Refor­men zur Entlastung des Mittelstands folgen, so z. B. eine Vereinfachung des Steuerrechts und Reduzierung der Buchführungspflichten für Kleinstunter­nehmen, Bürokratieabbau, Verbesserung von Arbeitsrecht, um Beschäfti­gungshemmnisse abzubauen.

2.5 Finanzierungssituation

Der Begriff Finanzierung umfasst alle Maßnahmen zur Deckung des Kapi­talbedarfs eines Unternehmens. Die Kapitalzufuhr kann aus dem betrieb­lichen Umsatzprozess heraus (Innenfinanzierung) oder von außen in Form von Eigen- und Fremdkapital (Außenfinanzierung) erfolgen.[43]

Bei der Innenfinanzierung wird der Kapitalbedarf aus dem Unsatzprozess des Unternehmens erbracht.[44] Die Innenfinanzierung vollzieht sich durch Selbst- oder Umfinanzierung.[45] Im Gegensatz zur Innenfinanzierung spricht man bei Kapitalzufuhr von außerhalb des Unternehmens von Außenfinan­zierung.[46] Mittels der Rechtstellung der Kapitalgeber kann man Eigen- und Fremdkapital unterscheiden. Daraus resultiert dessen Haftung bzw. Nicht­haftung.[47]

Eigenkapital schafft die Grundlage für die Aufnahme wirtschaftlicher Tätig­keiten und haftet im Konkursfall für Verbindlichkeiten des Unternehmens. Die Kapitalbeschaffung erfolgt durch Einlage der bisherigen Anteilseigner bzw. Gesellschafter oder durch Ausgabe von neuen Anteilscheinen und wird dem Unternehmen grundsätzlich zeitlich unbegrenzt zur Verfügung gestellt. Die Eigenkapitalgeber besitzen Eigentümerrechte, d. h. sie sind mit einem anteiligen Anspruch am Vermögen des Unternehmens, mit einem in der Regel begrenztem Mitbestimmungsrecht sowie am Gewinn, aber auch mit Verpflichtung zur Verlustbeteiligung und Anspruch auf einen Anteil am Substanz- und Liquidationswert, ausgestattet. Durch Fremdkapitalaufnahme entsteht ein Schuldverhältnis zwischen Unternehmen und Kapitalgeber, bei dem der Gläubiger im Konkursfall nicht haftet.[48]

Der Außenfinanzierung durch Fremdkapital stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung (in Form von Krediten oder Anleihen). Der Vorteil gegenüber Eigenkapital besteht darin, dass der Fremdkapitalgeber keine Mitbestim­mungsrechte hat. Seine Ansprüche begrenzen sich auf Zinszahlungen und auf Rückzahlung des Kreditbetrages. Der Nachteil besteht in dem Rechtsan­spruch auf Rückzahlung und der zeitlichen Befristung der Kapitalüber­lassung.[49] Die Höhe des Fremdkapitals richtet sich nach Einschätzung des mit einer Investition in ein Unternehmen verbundenen Risikos.[50]

Abb. 7: Überblick über die Finanzierungsarten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Gugglberger/König/Mayer (2004), S. 128.

Im Gegensatz zu Großunternehmen verfügen viele KMU nicht über eine spezielle Unternehmensstruktur, wie etwa Organisation, Marketing, Unter­nehmensplanung oder Finanz- und Rechnungswesen. In aller Regel führt die Unternehmensleitung diese Funktionen selbst aus. Wegen der Wahl ihrer Rechtsform bleiben vielen KMU alternative Finanzierungsquellen, von Eigen- wie auch von Fremdkapital, verschlossen.[51] Möglichkeiten der Fremdkapitalbeschaffung durch direkten Zugang zum Kapitalmarkt[52], z. B. durch Ausgabe von Anleihen, kommen für die meisten KMU nicht in Be­tracht.[53] Aus diesem Grund ist nach wie vor die Kreditaufnahme bei Banken eine wichtige Form der Kapitalbeschaffung. Eine enge Beziehung zur Haus­bank, die über exklusive interne Informationen des Unternehmens und dessen Ertragslage verfügt, ist charakteristisches Merkmal für KMU.[54]

Unternehmen konkurrieren auf dem Kapitalmarkt um die Kreditvolumina von Banken und Sparkassen. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, sich gegenüber den Kreditinstituten in einer Weise präsentieren zu können, die zu einer günstigen Beurteilung der Kreditwürdigkeit führt. Der hohe Fremdkapitalanteil bedeutet nicht, dass KMU schlecht finanziert sind, sondern die stark ausgeprägte Fremdfinanzierung auf die steuerrechtliche Gesetzgebung zurückzuführen ist.[55]

Als Fazit kann man also konstatieren, dass sich KMU mit den Herausforder­ungen einer sich immer stärker beschleunigenden Globalisierung schon seit Jahren konfrontiert sehen. Dieser Umstand bedeutet einen gestiegenen inter­nationalen Wettbewerb um Produkte und Absatzmöglichkeiten, verstärkter Kostendruck, erhöhter Kapitalbedarf und Finanzierungsplanung, verschärf­ter Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter sowie mehr Verantwortung der Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance)[56].[57]

In diesem Zusammenhang ist für viele KMU die Frage nach der richtigen Finanzierungswahl von großer Bedeutung. Die häufig anzufindende Eigen­kapitallücke macht KMU in besonderem Maße vom Bankkredit abhängig

und kann nur geschlossen werden, wenn neben der Stärkung der Innen­finanzierung, das betrifft die Verbesserung der Ertragskraft, auch gleich­zeitig die Zufuhr von Eigenkapital durch Beteiligungen vollzogen wird.[58]

Die Finanzierungsstrukturen zeigen, dass neben der Ausstattung mit Eigen­kapital die Finanzierung überwiegend über eine Hausbank vorgenommen wird. Die Hausbankbeziehung existiert meistens schon seit Jahren und ver­folgt langfristige Ziele. Gerade weil Eigenständigkeit und Unabhängigkeit besonders wichtig sind, scheuen sich viele mittelständische Unternehmer gegen eine Finanzierung durch Ausweitung des Gesellschafterkreises.

An diesem Punkt muss in der Folgezeit ein Umdenken ansetzen, da durch sich ändernde Umweltbedingungen für KMU der Wettbewerbsdruck und die Überlebenschancen verschlechtern können.

Gerade eine angemessene Eigenkapitalausstattung erlangt durch die ge­änderten Kreditvergabebedingungen für Banken (Basel II)[59] und den damit einhergehenden Rating- und Offenlegungsanforderungen der Banken sowie Bereitstellung von mehr Sicherheiten für die Kreditaufnahme eine höhere Bedeutung.[60] Aus diesem Grund ist es für KMU wichtig, dass neue und kreative Finanzierungsalternativen genutzt werden, um die oftmals knappe Eigenkapitalausstattung zu erhöhen. Dazu gehören neue Finanzierungs­formen oder die Diversifizierung der Bankenfinanzierung sowie eine Er­weiterung des Anteilseignerkreises durch Beteiligungskapital, durch die die Bonität des Ratings verbessert wird. Gerade „die Potenziale der Beteili­gungsfinanzierung sind noch weitgehend ungenutzt.“[61]

[...]


[1] Vgl. KfW (2004).

[2] Vgl. Europa (2005a).

[3] Beträchtlich angehoben wurden die finanziellen Schwellenwerte (Umsatz oder Bilanz­summe), um Inflation und Produktivitätssteigerungen gerecht zu werden.

[4] Vgl. IfM-Bonn (2005).

[5] Großunternehmen machen bezogen auf die Gesamtzahl der Unternehmen in Deutschland einen relativ kleinen Teil aus.

[6] „Als unabhängig gelten Unternehmen, die nicht zu 25 % oder mehr des Kapitals oder der Stimmenanteile im Besitz von einem oder mehreren Unternehmen gemeinsam stehen, welche die Definition der KMU bzw. der kleinen Unternehmen nicht erfüllen.“ NRW.Bank (2005); Vgl. auch Europa (2005b); EG 70/2001 (2001).

[7] Im Bereich der Mittelstandsförderung sind bei der quantitativen Abgrenzung auch Aus­nahmen gestattet. Vgl. Merlini (2004) und weiterführend auch im Detail die Verordnung EG 70/2001 (2001): „ Dieser Schwellenwert kann in zwei Fällen überschritten werden: Wenn das Unternehmen im Besitz von öffentlichen Beteiligungsgesellschaften, Risiko­kapitalgesellschaften oder institutionellen Anlegern steht und diese weder einzeln noch gemeinsam eine Kontrolle über das Unternehmen ausüben; wenn aufgrund der Kapital­streuung nicht ermittelt werden kann, wer die Anteile hält, und das Unternehmen erklärt, dass es nach bestem Wissen davon ausgehen kann, dass es nicht zu 25 % oder mehr seines Kapitals im Besitz eines oder mehrer Unternehmen steht, die die Definition für kleine und mittlere Unternehmen nicht erfüllen.“

[8] Auch im Mittelstandsprogramm „Unternehmerkredit“ der KfW sind in der Regel alle Unternehmen antragsberechtigt, deren Jahresumsatz 500 Mio. Euro nicht überschreitet. Zu­satzbedingung ist allerdings, dass die Unternehmen sich mehrheitlich im Privatbesitz befin­den. Vgl. KfW (2003b); IHK (2001).

[9] In Praxis und Literatur werden üblicherweise sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien herangezogen.

[10] Vgl. Günterberg/Wolter (2002).

[11] „Mittelstand ist eine Frage der Geisteshaltung, der Entscheidungsstrukturen und der Be­reitschaft, unternehmerisches Risiko zu tragen“. DIHT, zitiert in Berens/Högemann/Segbers (2005), S. 11.

[12] Vgl. mind 04 (2005).

[13] Sechs von zehn mittelständischen Unternehmen fühlen sich gegenüber der Gesellschaft stärker verantwortlich als andere Gesellschaftsgruppen.

[14] Vgl. FH-Osnabrück (o. J.).

[15] Vgl. Rudolf (2001), S. 25/26.

[16] Vgl. Betsch/Groh/Lohmann (1998), S. 321 und weiterführend zum Begriff der Finanzie­rung und über einzelne Finanzierungsarten Bonn/Horsch (o. J.).

[17] „Wachstum braucht Risikokapital: (…) wachsen Unternehmen, die durch Venture Capital unterstützt werden, schneller als nicht unterstützte Unternehmen und schaffen dabei wesentlich mehr Arbeitsplätze. Dies verdeutlicht die enorme Bedeutung der Wachstumsfi­nanzierung.“ Englisch/Rettig/Richter (2005), S. 23 mit Bezug auf Hommel/Schmittat (2005) Vgl. Achleitner/Nathusius (2004), S. 4–8; Erpehlivan (2001), S. 4; Prüher-von Au (2002), S. 8; Säuberlich/Bochinger (2005); Trezzini (2005), S. 27–29.

[18] Von Produktivitätsanstieg ist die Rede, wenn gleiche Produkte oder Dienstleistungen mit geringerem Faktoreinsatz in kürzerer Produktionszeit angeboten werden können.

[19] „Innovation heißt wörtlich "Neuerung" oder "Erneuerung" (…) etwas neu Geschaffenes.“ in Wikipedia (2005).

[20] Englisch/Rettig/Richter (2005), S. 42.

[21] Vgl. Weitnauer (2001), S. 8; Rudolf/Witt (2002), S. 7; Joseph Alois Schumpeter, zitiert in cmt (o. J.): „Innovation ist die kreative Zerstörung des Bestehenden durch Unternehmer.“ Tillmann/Kluge (2002); „Die Fähigkeit zur Innovation entscheidet über unser Schicksal.“ Roman Herzog in seiner Rede „Aufbruch ins 21. Jahrhundert“ zitiert in Stern.de (2004); „Innovationen sind der Motor einer Volkswirtschaft.“ Creditreform (2003), S. 27.

[22] Weitnauer (2001), S. 8.

[23] Vgl. auch Sturm (2002), S. 5; Wipfli (2001), S. 112.

[24] Vgl. Kapitel 3.5.

[25] Vgl. Rudolf/Witt (2002), S. 19–22.

[26] Vgl. Engelmann/Juncker/Natusch/Tebroke (2000), S. 31/32.

[27] Nicht nur im handwerklichen Bereich sind KMU zu finden, sondern vor allem im Dienst­leistungssektor, in dem etwa 43,3 % aller mittelständischen Unternehmen tätig sind. Auf den folgenden Plätzen rangieren das Handwerk mit 25,7 %, der Handel mit 21 % und die Industrie mit 10,1 %, wobei eine steigende Tendenz der Bereiche Dienstleistungen und Industrie feststellbar ist.

[28] Das entspricht etwa 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland.

[29] Vgl. mind 04 (2005).

[30] Vgl. Deutsche Bundesbank (2003), S. 32.

[31] Vgl. Hundt/Neitz/Grabau (2003), S. 2 ff.

[32] Vgl. KfW (2005).

[33] Diese konnten im Zuge der Konjunkturerholung von dem Aufschwung der Auslands­nachfrage profitieren.

[34] Die Investitionsbereitschaft der Mittelständler, in den kommenden sechs Monaten in neue Projekte zu investieren, legte etwas auf 35 % zu, das sind 4 Prozentpunkte mehr als Ende 2003. Vgl. KfW (2005).

[35] Der langjährige Durchschnitt beträgt 47 %. Vgl. KfW (2005).

[36] Eine rasche Besserung ist eher nicht zu erwarten, da nur etwa jeder zehnte Mittelständler im 1. Halbjahr 2005 Personalaufstockungen plant, aber etwa jeder fünfte Personalabbau anstrebt. Diese vorsichtigen Beschäftigungspläne sind angesichts der nach wie vor unter­durchschnittlichen Investitionsbereitschaft nicht überraschend. Vgl. KfW (2005).

[37] „Der Differenzindikator ist definiert als Saldo der Geschäftserwartungen abzüglich des Saldos der Geschäftslageeinschätzung. In der Vergangenheit zeigte er Wendepunkte in der Mittelstandskonjunktur recht zuverlässig an. (…) Obwohl (…) seit zwei Jahren abge­schwächt hat, blieb er selbst auf Quartalsebene bis zuletzt positiv und lässt so auf eine weitere Verbesserung des Geschäftsklimas im Prognosezeitraum hoffen.“ KfW (2005).

[38] KfW (2005).

[39] Vgl. KfW (2005), S. 29. Die OECD (2004, S. 53) geht „davon aus, dass sich die Produk­tionslücke 2005 nochmals leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 % ausweiten wird. Dabei unterstellt sie für 2005 ein Realwachstum von 1,4 % in kalenderbereinigter Rechnung, nach 1,2 % für das vergangene Jahr.“

[40] BdB (2005), Zitat aus dem Bericht zum Geschäftsklima vom 28.09.2005.

[41] Vgl. Kellersmann (2005).

[42] Eine Umfrage der KfW brachte das Ergebnis, dass 69 % der mittelständischen Unterneh­men eine Existenzbedrohung durch zu hohe Abgaben und Steuern fürchten.

[43] Vgl. Ermisch/Thoma (2002), S. 10; Nathusius (2001), S. 17; Wöhe/Bilstein (2002), S. 11.

[44] Vgl. Breuer/Kleefisch (2003), S. 247.

[45] Vgl. Hirth (2003), S. 475;

[46] Vgl. o. V. (2003a), S. 51/52.

[47] Vgl. Ermisch/Thoma (2002), S. 11; Nathusius (2001), S. 18.

[48] Vgl. Ermisch/Thoma (2002), S. 11; Hirth (2003), S. 475; o. V. (2003b), S. 147.

[49] Vgl. Hirth (2003), S. 475.

[50] Vgl. Olfert (1999), S. 25 ff.

[51] Vgl. Schüler (2002), S. 1 ff. und zu Basel II und dessen Auswirkung auf die Fremd­finanzierung vgl. Flacke/Siemes (2005), S. 81-96; Golland/Hans (2003), S. 563-573; Häring (2002); Hanker (2003); Lohneiß (2003), S. 545–562; Nolte (2003); Paul (2003).

[52] IKB (2002), S. 30: „Das Mindestvolumen einer Anleihe sollte 100 Mio. Euro nicht unterschreiten.“ Beim BDB (2003), S. 27 ist von 150 Mio. Euro die Rede.

[53] Vgl. KfW (2003a), S. 59.

[54] Vgl. Lambrecht (2000), S. 29.

[55] Durch das Halten von Fremdkapital wird, zugunsten einer höheren Ertragsorientierung, der Bilanzgewinn geschmälert und somit die Bemessungsgrundlage für die Besteuerung verkleinert, um die Steuerlast zu senken. Vgl. Koch/Wegmann (2003), S. 21.

[56] Vgl. Nippel/Houben (2003), S.107–110.

[57] Vgl. Währisch (2003), S. 76/77.

[58] Vgl. BDI (2002); Creditreform (2003), S. 17.

[59] Zu den Regelungen von Basel II und deren Auswirkungen auf die Fremdfinanzierung vgl. auch Flacke/Siemes (2005), S. 81–96; Golland/Hans (2003), S. 563–573; Häring (2002); Hanker (2003); Lohneiß (2003), S. 545–562; Nolte (2003); Paul (2003).

[60] Vgl. BDI (2005e), S. 12.

[61] BDI (2005b), S. 8.

Details

Seiten
132
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638475693
ISBN (Buch)
9783640496747
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v51666
Institution / Hochschule
Fachhochschule Gießen-Friedberg; Standort Gießen
Note
1,3
Schlagworte
Finanzierungsalternative Venture Kapital KMU Private Equity Finanzierung Mittelstand Mittelstandsfinanzierung

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Titel: Venture Capital als Finanzierungsalternative für KMU