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Ursprünge der Popliteratur - Beat Generation

Hausarbeit 2005 18 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung
2.1 pop
2.2 beat
2.3 Beat Generation
2.4 Beatnik

3. Die literarischen Bewegung
3.1 Einführung des Begriffs ‚Beat Generation’
3.2 Geschichtlicher Hintergrund der Entstehung
3.3 Unterschiede zu anderen Rebellionen
3.4 Charakteristik einer Epoche
3.5 Ziele der Beatniks

4. Drei Vertreter des Beat
4.1 Allen Ginsberg
4.2 Jack (Jean-Louis Lebris de) Kerouac
4.3 William S. Burroughs

5. Abschlussreflexion

6. Literaturverzeichnis

7. Abbildungsnachweis

8. Selbständigkeitserklärung

1. Einleitung

Diese Hausarbeit soll einen Überblick über den Ursprung der heutigen Popliteratur geben, die Beat Generation der USA in den 60er Jahren.

Die Begriffsklärung ist der Einstieg in eine erstaunliche Geschichte der Beat Generation.

So vielseitig wie die Begriffe zu definieren sind, so vielseitig sind auch die charakteristischen Merkmale, Themen und Ziele der Bewegung. Auch die Autoren strahlen diese Unterschiede aus und trotzdem kann man über repräsentative Merkmale zu einer gelungenen Einheit gelangen.

Auch wenn die Beatniks andere Auslöser hatten, lassen sich Parallelen zu der heutigen deutschen Pop Literatur erkennen, auf die ich allerdings nicht eingehen werde. Diese Hausarbeit soll nur helfen, diese zu erkennen.

Es ist besonders wichtig, den Aufruhr um diese Literatur zu verstehen und sie nicht als Unterhaltungsliteratur abzutun. Denn hinter jedem Bestseller steht ein noch erstaunlicherer Werdegang eines Autors.

Im Endeffekt muss jeder für sich entscheiden, was er von dieser Form der Literatur hält und ob sie in seinen Bücherregalen einen Platz findet.

2. Begriffsklärung

In diesem Kapitel werden die wesentlichen Begriffe des Ursprungs der Popliteratur erläutert, denn ebenso vielfältig wie die Literatur ist auch die Definition dieser Begriffe.

2.1 pop

Ende der sechziger Jahre betitelte der amerikanische Medientheoretiker Leslie A. Fiedler das Produkt der Beat Generation als erster als ‚Pop-Literatur’.[1] Dies war eine Wortneuschöpfung, entstanden aus verschiedenen Begriffen wie ‚popular culture’ und ‚Pop-Art’[2], die Alltags- und Gebrauchsgegenstände und Bilder von Stars in Museen brachte[3].

„Der aus der Musik stammende Begriff Pop verweist auf das Wort popular (=populär, bei der Masse beliebt) wie auch auf den Laut pop, der soviel wie Zusammenstoß, Knall bedeutet.“[4]

2.2 beat

Die Definition des Wortes ‚beat’ ist schwierig zu fassen, da es viele Bedeutungen hat. Parallelen zu dem oben beschriebenen Begriff ‚pop’ sind zu erkennen.

Es stammt ursprünglich aus dem Zirkus- und Schaustellergewerbe und beschrieb die schwierigen Lebensumstände, unter denen die Zirkusleute und Schausteller lebten.[5]

Schlägt man den Begriff in einem Englisch - Deutsch Wörterbuch nach, erhält man unter anderem folgende Übersetzung: „wiederholt schlagen, gegen od. mit et. schlagen“[6].

In der Drogenszene wurde es unter der Bedeutung ‚ausgeraubt’, ‚gelinkt’ gebraucht.[7]

Aber auch in Bezug auf die Musik lässt sich die Definition erweitern: der Schlag im allgemeinen Sinne, der Trommel-, Takt- oder Pulsschlag.[8] „’beat’ als Rhythmus des Jazz“.[9]

2.3 Beat Generation

Man kann den Begriff der ‚Beat Generation’ nicht nur in Anlehnung an die Definition des Wortes ‚beat’ als geschlagene Generation übersetzen, sondern auch hier gibt es verschiedene Definitionsansätze. Sie lässt sich auch als (konventions-) müde, rastlose oder erlebnishungrige Generation bezeichnen. Selbst die Angehörigen der Beat Generation definieren den Namen ihrer Epoche unterschiedlich, bspw. in Beziehung auf die Jazzmusik und den religiösen Ausdruck ‚beatific’.[10] Der Begriff bedeutet seligmachend, (glück)selig.[11]

Der Begriff Beat Generation bezeichnet einerseits Schriftstellergruppe, er wird „aber auch für eine weit über das Literarische hinausreichende rebellische Tendenz in bestimmten Schichten des jungen intellektuellen Amerika verwendet“[12].

„Sieht man von einer exakten philologischen Erläuterung des Begriffs ab, so kann man mit ein paar Worten sagen, was er repräsentiert:

Junge Menschen, die der Welt der amerikanischen Mittelklasse ablehnend gegenüberstehen und den Versuch machen, ihr Leben abseits und einzeln, ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Tabus, nach eigenen Vorstellungen zu erfüllen. Dem <Nichts-Nützlichen> zugewandt, […] gibt man Dichtung, Musik und Eros weiten Raum. Jazzmusik und Gedichte, sexuelle Erlebnisse jeder Art und manchmal auch Rauschgift gelten als Möglichkeiten, wenigstens vorübergehend die grausige Einsamkeit des autonomen Einzelnen in einer entseelten Welt des <Organisationsmenschen> zu überwinden. Hineignung zum religiösen Mystizismus, Bereitschaft zu visionären Ekstasen verbinden sich dabei zumeist mit konsequenter Ablehnung des Staatlich-Politischen.“[13]

2.4 Beatnik

Der Kolumnist Herb Caen vom San Francisco Chronicle findet im Erscheinungsjahr von Kerouacs Buch ‚On the Road’ (1957) eine Bezeichnung für die Zugehörigen der Beat Generation. Im Zusammenhang mit dem Start des russischen Satelliten Sputnik bildet er das neue Wort ´Beatnik`, da „der Satellit ‚genauso abgehoben’[14] [sei], wie dieser neue Typ des Bohemiens.“[15]

Dieser Begriff findet sich auch in Klatt Langenscheidts Wörterbuch mit der Übersetzung „junger Antikonformist […] und Bohemien“[16].

Jack Kerouac beschrieb die Beatniks in einem Eintrag im Random House Dictionary wie folgt: „Angehörige der Generation, die nach dem Zweiten Weltkrieg volljährig wurden und sich, angeblich als Folge einer Desillusionierung durch den kalten Krieg, einer mystischen Distanz und der Lockerung sozialer und sexueller Spannungen verschreiben.“[17]

Im Herbst 1957 begann die modische Kommerzialisierung der Beat Generation, die zwei Jahre später durch Berichte in Times und Life verstärkt wurde. Einen Beatnik-Mann machten sein Ziegenbart, sein Barett, eine schirmlose kappenartige Kopfbedeckung und schwarze Jeans aus. Die Beatnik-Frau trug schwarze Strumpfhosen. Weitere Attribute waren das Trinken von billigem Chianti, das Rauchen von Marihuana und Bongospielen zu dieser Modebewegung.[18]

1955 verkörperte James Dean den Prototyp des Beatnik in dem Film ‚Rebel without a cause’.[19] 1959 kam ein B-Movie mit dem Titel „Beat Generation“ in die Kinos, durch deren Schauspieler der Prototyp des Beatniks weiter veranschaulicht und für die breite Masse fassbar gemacht wurde.[20]

[...]


[1] Vgl. Ernst 2001, S. 6 f

[2] Vgl. Kendel 2004, S. 17

[3] Vgl. Ernst 2001, S. 7

[4] Ebd., S. 7

[5] Vgl. Watson 1997, S. 3

[6] Klatt 1983, S.61, Spalte 2

[7] Vgl. Watson 1997, S. 3

[8] Vgl. Klatt 1983, S. 61, Spalte 2

[9] Ernst 2001, S. 14

[10] Vgl. ebd., S. 9

[11] Vgl. Klatt 1983, S.62, Spalte 1

[12] Paetel 1962, S. 9

[13] Ebd., S. 9

[14] Caen 1958 (o.S.), zit. n. Watson 1997, S. 4

[15] Watson 1997, S. 4

[16] Klatt 1983, S.62, Spalte 1

[17] Charters, S. xxxiv, zit. n. Watson 1997, S. 4 f

[18] Vgl. Watson 1997, S. 4

[19] Vgl. Paetel 1962, S. 18

[20] Vgl. Watson 1997, S. 4

Details

Seiten
18
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638475884
Dateigröße
593 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v51689
Institution / Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
2,0
Schlagworte
Ursprünge Popliteratur Beat Generation Pose

Autor

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