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Migration und Bildung. Inwiefern führt der Migrationshintergrund zu einer Bildungsbenachteiligung?

Hausarbeit 2020 26 Seiten

Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff „Migration“
2.1 Begriffsklärungen: Migration und Migrationshintergrund
2.2 Ursachen für Migration – Push-Pull-Faktoren.
2.3 Migrationswanderungen in Deutschland

3. Bildungsungleichheiten von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund..
3.1 Begriffsklärung: Bildungsungleichheit
3.2 Der Erklärungsansatz für migrationsspezifische Bildungsungleichheit nach Raymond Boudon (1974)
3.3 Empirische Befunde.

4. Interventionsvorschläge

5. Fazit..

6. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

„ALLE alles zu lehren, und zwar zuverlässig zu lehren, so dass der Erfolg nicht ausbleiben kann“

(Comenius 2014, S. 39)

Bereits im 17. Jahrhundert stellte Johann Amos Comenius diesen Anspruch an die Schule in seiner „didaktica magna“. Seit den 1950er Jahren wurde Deutschland zu einem Einwanderungsland, wobei dies vorerst als eine Phase gesehen wurde. Jedoch konnte man feststellen, dass die ehemaligen Gastarbeiter mit ihren Angehörigen auf Dauer in Deutschland bleiben wollten. Somit hatte das Bildungssystem den Auftrag, die Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu integrieren. Die Disparitäten, welche sich im Laufe der Zeit entwickelten, wurden erst spät erkannt. Die mangelhaften Ergebnisse der PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) machten erstmals darauf aufmerksam, dass es dem deutschen Bildungssystem nicht gelingt, die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund angemessen in das Schulsystem einzugliedern und ihnen einen Bildungserfolg zu ermöglichen. Jedoch hat Bildung in modernen Gesellschaften einen hohen Stellenwert, da Bildung als eine zentrale Ressource für den weiteren Lebensweg gilt. Der Bildungsabschluss wird als intellektuelle und kulturelle Ausstattung eines Individuums gesehen, sodass durch ihn der Verlauf der Karriere bestimmt wird. Besonders für die Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist der Erwerb eines schulischen Abschlusses sehr wichtig, da sie nur durch diesen eine anerkannte Position im Ankunftsland einnehmen und somit in der Einwanderungsgesellschaft aufsteigen können (vgl. Kristen 2003, S. 26). Der Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem ist von verschiedenen Bedingungen abhängig, er wird durch diese beeinflusst und führt in einigen Fällen zu einer Bildungsbenachteiligung, obwohl das Prinzip der Chancengleichheit im Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes verankert ist:

„Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern der Migrationshintergrund eines Kindes Einfluss auf dessen Bildungserfolg hat und inwiefern eine Benachteiligung entstehen kann. Zu Beginn werden hierfür Migration und Migrationshintergrund definiert. Darüber hinaus möchte ich auf die Ursachen von Migrationswanderungen eingehen und diese in Deutschland skizzieren. Anschließend wird der Begriff Bildungsungleichheit definiert und mithilfe des Erklärungsansatzes für migrationsspezifische Bildungsungleichheit von Raymond Boudon möchte ich versuchen die Bildungsungleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund zu erklären. Dieser Erklärungsansatz wird anschließend mit empirischen Befunden belegt. Zum Schluss möchte ich Möglichkeiten zur Intervention dieses Problems aufzeigen.

2. Der Begriff „Migration“

2.1 Begriffsklärungen: Migration und Migrationshintergrund

Migration

„Migration“ stammt von dem lateinischen Wort migratio, welches übersetzt (Aus-) Wanderung bedeutet und einen besonderen Fall der räumlichen Mobilität umfasst (vgl. Haug 2013, S. 593). Migration kennzeichnet sich durch einen dauerhaften oder zeitweisen Wechsel von Einzelpersonen oder Gruppen in eine andere Gesellschaft oder Region (vlg. Treibel 2011, S. 21), wobei man auch von der Verlagerung des Lebensmittelpunktes spricht (vgl. Oswald 2007, S. 13). Migration umfasst allerdings nicht nur eine physische Veränderung. Albrecht (1972) spricht auch von einer Veränderung des sozialen Raumes, da es sich hierbei nicht nur um einen räumlichen Wechsel handelt, sondern mit Migration geht auch ein Wechsel der Gruppenzugehörigkeit einher. Dieses Migrationsverständnis umfasst vor allem Wanderungsentscheidungen, welche aus Erwerbsgründen, familiären, politischen oder biographischen Gründen zustande kommen. Hierbei werden Aufenthalte aus freizeitlichen oder touristischen Gründen grundlegend ausgeschlossen (vgl. Treibel 2011, S. 21f).

Die Migrationsforschung unterscheidet zwei Arten von Migration: Binnen- und Außenmigration. Binnenmigration umfasst sowohl einen einfachen Wohnortswechsel, Wanderungen vom Land in die Stadt als auch Verbannung bei gewaltsamen Auseinandersetzungen innerhalb eines Landes. Von Außenmigration spricht man, wenn die Wanderungen eine Staatsgrenze überqueren (vgl. Meinhardt 2009, S.25).

Migrationshintergrund

„Eine Person hat dann einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren ist“ (Statistisches Bundesamt)

Laut dem Statistischen Bundesamt spricht man von einer „Person mit Migrationshintergrund“, wenn diese oder mindestens ein Elternteil nicht von Geburt an die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Hierzu gehören sowohl zugewanderte und nicht zugewanderte Ausländerinnen und Ausländer, zugewanderte und nicht zugewanderte Eingebürgerte und (Spät-) Aussiedlerinnen und Aussiedler, als auch Personen, welche durch Adoption die deutsche Staatsangehörigkeit durch einen deutschen Elternteil erhalten haben. Ebenso zählen Kinder, die mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren sind, aber deren Elternteil zu den oben genannten Gruppen gehört, dazu. Jedoch gehören Vertriebene des zweiten Weltkrieges und auch ihre Nachkommen nicht zu der Gruppe der Personen mit Migrationshintergrund (vgl. Statistisches Bundesamt 2019).

Abbildung 1: Bevölkerung mit Migrationshintergrund; In absoluten Zahlen, Anteile an der Gesamtbevölkerung in Prozent, 2018

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: STATISTISCHES BUNDESAMT (2019): Mikrozensus 2018, www.destatis.de

Dem Statistischen Bundesamt (2019) zufolge, lebten im Jahr 2018 insgesamt 81,6 Millionen Menschen in Deutschland, wovon ca. 74,4 % (60,8 Millionen) ohne Migrationshintergrund in Deutschland leben. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund betrug 25,5 % (20,8 Millionen), wobei sich dieser Anteil nochmals unterteilt. 10,3 % (8,4 Millionen) der Bevölkerung sind Ausländerinnen und Ausländer mit eigener Migrationserfahrung, 1,9 % (1,5 Millionen) hingegen sind Ausländerinnen und Ausländer ohne eigene Migrationserfahrung. Auch der Anteil der Deutschen mit Migrationshintergrund teilt sich noch einmal auf: 6,2 % (5,1 Millionen) sind Deutsche mit eigener Migrationserfahrung während 7,1 % (5,8 Millionen) Deutsche ohne eigene Migrationserfahrungen sind.

2.2 Ursachen für Migration – Push-Pull-Faktoren

Doch was motiviert die Migrantinnen und Migranten in ein anderes Land zu wandern? Als Ursachen für Migrationswanderungen bezeichnet man auch die sogenannten „Push-Pull-Faktoren“. Die Push-Pull-Faktoren setzen sich aus zwei Arten von Faktoren zusammen und beschreiben die Motive für eine Migration: Faktoren, welche eine Vertreibung aus dem Heimatland veranlassen, fallen unter die Push Faktoren. Faktoren, die mit einer Anziehung durch die Zielregion einhergehen, nennen sich Pull Faktoren (vgl. Treibel 2011, S. 40).

Ein wesentlicher Faktor ist zum Beispiel die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Der Faktor gilt als Push-Faktor, wenn die Situation in der Heimatregion der Migrantinnen und Migranten als unzureichend anerkannt wird. Es herrscht zum Beispiel eine hohe Arbeitslosigkeit beziehungsweise Unterbeschäftigung im Herkunftsland. Ist die Situation des Arbeitsmarktes in der Zielregion des Migranten besonders attraktiv, durch eine geringere bis nicht vorhandene Arbeitslosigkeit oder ein besseres Arbeitsplatzangebot, so zählt der Faktor zu den Pull-Faktoren (vgl. Treibel 2011, S.40).

Die Push- und Pull-Faktoren werden um die Informationshypothese erweitert, da die rein ökonomischen Faktoren oftmals nicht ausreichend sind, um eine Wanderung zu begründen. Diese Hypothese besagt, dass auch persönliche Beziehungen und sogenannte ‚Informationskanäle‘ zwischen bereits gewanderten (Verwandte und/ oder Bekannte) und Personen, die noch wandern möchten, zum Wanderungsentschluss beitragen.

Von den oben erwähnten 20,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland sind ca. 13,5 Millionen nicht in Deutschland geboren, sondern im Verlauf ihres Lebens zugewandert. Sie nannten als wichtigstes Migrationsmotiv familiäre Gründe (48%) und kamen zu 72 % aus Europa zugewandert. Weitere 19 % hatten die Aufnahme einer Beschäftigung bzw. die Suche nach einer Beschäftigung als ein Motiv, diese Zuwanderungsgruppe kam ebenfalls zu einem Großteil aus Europa (85 %). 15 % der Zugewanderten gaben Flucht und Asyl als eines ihrer Hauptmotive an. Diese Zuwanderungsgruppe kam allerdings zu einem hohen Prozentsatz aus dem Nahen Osten (47 %). Zum Studieren oder wegen einer Aus- und Weiterbildung sind ca. 5 % nach Deutschland zugewandert, wovon 40 % aus Europa und 38 % aus Asien stammen (vgl. Statistisches Bundesamt 2019).

2.3 Migrationswanderungen in Deutschland

In Deutschland sind seit 1944 verschiedene Phasen der Migration zu erkennen. Hierzu unterscheidet Geißler (2014) sieben Wanderungsströme, welche sich teilweise überlagern. Die erste Phase dauert von 1944 bis 1955 an und umfasst den Wanderungsstrom der Nachkriegszeit. Hier werden Vertriebene und Flüchtlinge aus den Siedlungsgebieten der Volksdeutschen und dem ehemaligen deutschen Osten aufgenommen. Die BRD und die DDR nehmen insgesamt rund 12 Millionen Flüchtlinge auf, wobei sich die Eingliederung als effektiv und äußerst ökonomisch erweist. Diese Effektivität spiegelt sich vor allem in dem wirtschaftlichen Wiederaufbau der Bundesrepublik wider. Die zweite Phase dauert von 1945 bis 1961 an, und überlagert sich somit mit der ersten Phase. Sie kennzeichnet sich durch die Flüchtlinge und Übersiedler aus der sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Bis zum Mauerbau ziehen rund 3,1 Millionen aus der DDR in die BRD, man zählt ca. 470.000 Abwanderungen aus dem Westen in den Osten und ca. zwei Millionen wandern nach Kanada, Australien oder in die USA aus. Die dritte Phase von 1955 bis 1973, ist durch die Anwerbung der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter geprägt. In dieser Zeit werden gering qualifizierte Arbeiterinnen und Arbeiter aus den Mittelmeerländern in der aufblühenden westdeutschen Wirtschaft eingesetzt. In diesen Jahren zählt man 14 Millionen Ausländerinnen und Ausländer, wovon allerdings 11 Millionen zurück in die Heimat kehrten. Der Fahrstuhleffekt macht sich während dieser Zeit besonders für deutsche Arbeitskräfte bemerkbar, da sich hier eine klare Unterschichtung der angeworbenen Gastarbeiter/innen abzeichnet. Der Anwerbestopp und der Familienzuzug ist ein zentraler Punkt der vierten Phase von 1973 bis 1980. Aufgrund der Ölkrise, der Wirtschaftsrezession und der drohenden Arbeitslosigkeit setzte der Anwerbestopp ein. Die Zahl der ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sank von 2,6 Millionen im Jahr 1973 auf unter 2 Millionen im Jahr 1976. Allerdings machte sich hier eine Zunahme der Wohnbevölkerung bemerkbar, da viele Familien nachgezogen kamen und die Geburtenraten recht hoch waren. Max Frisch über dieses Phänomen: „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen!“. In dieser Phase entpuppten sich angeworbene Migranteninnen und Migranten als bleibewillige Einwanderinnen und Einwanderer, wodurch sich Deutschland der Herausforderung der Eingliederung dieser stellen musste. Ein erste Lösungsansatz hierfür war die Einrichtung und Besetzung des Amtes des Integrationsbeauftragten Heinz Kühn im Jahr 1978, das sogenannte Kühn-Memorandum. Asylsuchende stehen im Zentrum der fünften Phase, welche seit 1980 andauert. Seit diesem Jahr ist Deutschland einer besonderen Anziehungskraft für Menschen aus Krisengebieten ausgesetzt, wodurch sich die Zahl der Asylbewerber auf 108.000 verdoppelt hat. Einen Höhepunkt gab es 1992 mit 438.000 Antragstellern. Geißler ist der Meinung, dass Deutschland zu einem „Zuwanderungsland wider Willen geworden war“, denn die Zuwanderinnen und Zuwanderer hatten die Absicht dauerhaft in der Bundesrepublik zu leben. 2008 gab es einen Tiefpunkt, bei dem nur noch 28.000 Asylanträge eingereicht wurden. Die sechste Phase läuft seit 1987 und umfasst die (Spät-) Aussiedlerinnen und Aussiedler. 4,5 Millionen Migrantinnen und Migrantinnen wurden im Zeitraum von 1950 bis 2004 aus Ost- und Südeuropa und der früheren Sowjetunion aufgenommen, davon allein 2,5 Millionen seit 1990. Dies nahm allerdings ab und man zählte 2005 nur noch 6.000 Zuwanderungen der Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, wofür neue Gesetzte verantwortlich waren. Die letzte Phase Geißlers ist die siebte Phase seit dem Jahr 1988, welche sich durch die größte Binnenwanderung in der Geschichte der BRD kennzeichnet. Es gab eine erneute Ausreisewelle aus der DDR, da von 1989 bis 2011 ca. 2,6 Millionen Ostdeutsche in den Westen zogen. Eine entgegengesetzte Bewegung fand im Jahr 1997 statt, wo 157.000 Menschen von West nach Ost wanderten.

Es sind auch zwei weitere Phasen in der Diskussion. Die achte Phase umfasst die Zuwanderung junger Hochqualifizierter aus Südeuropa (Rumänien, Bulgarien, Spanien etc.) seit 2012 und die neunte Phase kennzeichnet sich durch die Geflüchteten aus Syrien, dem Irak, Nigeria, der Türkei, Afghanistan etc.

Festzuhalten ist, dass sich durch die Einwanderungsbewegungen drei Gruppen unterscheiden lassen: Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten, Flüchtlinge und Aussiedlerinnen und Aussiedler (vgl. Schulz-Kaempf 2009, S. 421ff).

3. Bildungsungleichheiten von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

3.1 Begriffsklärung: Bildungsungleichheit

„Unterschiede der Bildung sind heute (…) zweifellos der wichtigste ständebildende Unterschied (…). Unterschiede der Bildung sind – man mag das noch so sehr bedauern – eine der allerstärksten innerlich wirkenden sozialen Schranken. Vor allem in Deutschland, wo fast die sämtlich privilegierten Stellungen innerhalb und außerhalb des Staatsdienstes nicht nur an eine Qualifikation von Fachwissen, sondern außerdem von „allgemeiner Bildung“ geknüpft sind und das ganze Schul- und Hochschulsystem in deren Dienst gestellt ist“ (Max Weber 1922, S. 247-248)

Wie das oben genannte Zitat erkennen lässt, hat Max Weber bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ständebildende Unterschiede in Hinblick auf Bildung erkennen können. Geißler (2014) betont, dass sowohl Kinder aus unterschiedlichen Schichten und Herkunftsländern, Mädchen wie Jungen, Stadt- wie Landkinder von unterschiedlichen Bildungschancen betroffen sein können. Diese unterschiedlichen Bildungschancen haben schließlich auch Auswirkungen auf die Lebenschancen der Kinder. Zuletzt betont er, dass „diese Ungleichheiten einen Verstoß gegen die Norm der gleichen Chancen für alle bedeuten“ (Geißler 2014, S.334).

Auch Ditton (2007) ist der Ansicht, dass die Bildungsungleichheiten im deutschen Bildungssystem primär abhängig von Geschlecht, Nationalität und sozialer Herkunft sind. Bildungsungleichheiten gingen mit dem Prinzip der Chancenungleichheit einher. Leuze und Solga (2013) meinen damit „Ungleichheiten entlang zugeschriebener Merkmale“, wobei Chancenungleichheit dann besteht, „wenn es Ungleichheiten im Bildungserfolg von Kindern unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft sowie von Mädchen und Jungen gibt“. Hierbei geht es aber nicht darum, eine Gleichheit des Bildungsniveaus der Gesellschaftsmitglieder zu schaffen, sondern vielmehr darum, dass die Unterschiede im Bildungserfolg in Form von Noten und Abschlüssen durch das Bildungssystem ausgewiesen werden sollen. Als Bildungsungleichheiten gelten Unterschiede im Bildungsverhalten und in den jeweils absolvierten Bildungsabschlüssen von Kindern, welche in unterschiedlichen sozialen Bedingungen und familiären Kontexten aufwachsen und leben (vgl. Müller/Haun 1997, S. 3).

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Details

Seiten
26
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783346119018
ISBN (Buch)
9783346119025
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v535394
Institution / Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – Soziologie
Note
1,0
Schlagworte
Migration Bildung Bildungsbenachteiligung Migrationshintergrund

Autor

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Titel: Migration und Bildung. Inwiefern führt der Migrationshintergrund zu einer Bildungsbenachteiligung?