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Unterrichtsstunde: Schulung der koordinativen Fähigkeiten im Bereich der Spielsportart Basketball (7. Klasse)

Unterrichtsentwurf 2005 19 Seiten

Sport - Sportarten: Theorie und Praxis

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.Themeneinordnung
1.1 Die koordinativen Fähigkeiten (HIRTZ)
1.2 Bezug zum Basketball

2.Ziele der Stunde (Lernziele)
2.1 Grobziel
2.2 Feinziele

3.Didaktisch - Methodische Vorüberlegungen
3.1 Organisatorisch - Materielle Voraussetzungen
3.2 Bezug zum Lehrplan
3.3 Einbindung in das Stoffgebiet
3.4Situation der Lerngruppe
3.4.1 Anthropogen – Psychologische Voraussetzungen
3.4.2 Technisch – Koordinative Voraussetzungen

4.Didaktisch – Methodische Auseinandersetzung
4.1 Didaktische Analyse
4.2 Methodische Entscheidungen

5. Geplanter Unterrichtsverlauf

Anhang

Literatur – und Quellenverzeichnis

Einleitung

Koordination und die Spielsportart Basketball - zwei Themenbereiche, die allein mit Blick auf die nötige Gewandtheit, Orientierungsfähigkeit im Raum und zu Mit - & Gegenspielern , sowie ´das Spiel´ mit dem Ball einen starken Zusammenhang finden dürften.

So auch in dieser Stunde. Durch den ständigen Umgang mit dem Ball soll diese Verknüpfung gewährleistet, und die Schüler im Bereich der Spielsportart Basketball koordinativ geschult werden. Es wird in diesem Rahmen versucht eine Verbindung zwischen dem Primärziel des Sportunterrichts, die Steigerung der sportlichen Leistung, und der Ausbildung der Schüler in Selbst- Methoden und vor allem der Sozialkompetenz zu knüpfen.

In folgenden Punkten wird nunmehr verdeutlicht, wie diese Ziele erreicht werden sollen.

1. Themeneinordnung

1.1 Die koordinativen Fähigkeiten (HIRTZ)

Ein wesentliches Anliegen des Sportunterrichts ist die Ausbildung der koordinativen Fähigkeiten, die in der Sportwissenschaft neben der Beweglichkeit und den konditionellen Fähigkeiten zu den körperlich – motorischen Fähigkeiten zählt.

Während die konditionellen Fähigkeiten auf energetischen Prozessen beruhen, wird die Koordination durch Prozesse der Bewegungssteuerung bestimmt. Sie bewirken, dass die Impulse innerhalb eines Bewegungsablaufes aufeinander abgestimmt werden und die entsprechenden Muskeln erreichen.

Seit Anfang der 70er Jahre häufen sich die Abhandlungen und Untersuchungen in diesem Bereich. Je nach Verfasser werden in der Literatur verschiedene Klassifizierungen vorgenommen. So wird nach grundlegenden und speziellen, nach komplexen und sportartspezifischen, nach beobachtbaren und nicht-beobachtbaren Fähigkeiten unterschieden.

1985 entwickelte HIRTZ das für den Schulsport relevante „...Modell der fünf fundamentalen koordinativen Fähigkeiten...“.[1] Die folgende Übersicht stellt diese Fähigkeiten dar und verdeutlicht die Einordnung in den Bereich der körperlich-motorischen Fähigkeiten und dem Primärziel, einer möglichst guten sportlichen Leistung.[2]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Folgend werden die koordinativen Fähigkeiten noch einmal kurz beschrieben.

Die Differenzierungsfähigkeit ist die „...Fähigkeit, einen Bewegungsablauf aufgrund einer feindifferenzierten und präzisierten Aufnahme und Verarbeitung vorwiegend kinästhetischer Informationen (Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken) mit hoher Genauigkeit vollziehen zu können.“

Die Orientierungsfähigkeit ist die „...Fähigkeit zur Bestimmung und Veränderung der Lage und Bewegung des Körpers im Raum.

Dabei ist die aktive Wahrnehmung der räumlichen Bedingungen der Handlung von besonderer Bedeutung.“

Die Reaktionsfähigkeit ist die „...Fähigkeit einer schnellen zweck- und aufgaben-entsprechenden Einleitung und Ausführung kurzzeitiger Bewegungshandlungen auf verschiedene Signale (optisch, taktil, akustisch) oder vorausgehende Bewegungs-handlungen.“

Die Rhythmusfähigkeit ist die „...Fähigkeit des Erfassens, Speicherns und Darstellens einer vorgegebenen oder im Bewegungsablauf enthaltenen zeitlich-dynamischen Glie-derung.“

Die Gleichgewichtsfähigkeit ist die „...Fähigkeit, einen intendierten Gleichgewichts-zustand in Haltung oder Bewegung bei wechselnden Umweltbedingungen zu erreichen und aufrechtzuerhalten (statisches, dynamisches Gleichgewicht und Objektgleich-gewicht).“[3]

Natürlich kommen die koordinativen Fähigkeiten in ihrer Reinform nie zum tragen, doch die Zusammenhänge untereinander haben in diesem Rahmen nur wenig Bedeutung.

1.2 Bezug zum Basketball

Die Geschichte des Sportspiels Basketball lässt sich bis zu den Inkas und Mayas zurückverfolgen, bei denen im Spiel ´Top-Tapok´ bereits ballähnliche Hohlkörper auf waagerecht oder senkrecht stehende Ziele geworfen wurden. Die Neubestimmung wurde allerdings durch den kanadischen Sportlehrer James Naismith im Jahre 1892 gewährleistet, der dazumal einen verletzungsrisikoarmen Ausgleich für den kalten Winter in der Halle suchte. Bis das Basketballspiel letztlich seinen Weg nach Deutschland fand vergingen noch einige Jahrzehnte. Heute jedoch gehört es auch hier zu den etabliertesten Mannschaftssportarten, das sogar seinen Weg in den Schulsport fand.

Doch welche Eigenschaften sollte ein guter Basketballspieler besitzen. Er benötigt definitiv ein stark ausgeprägtes Ballgefühl mit einem hohen Grad an Spielwitz und Gewandtheit mit und ohne Ball. Erlangen kann man diese Fähigkeiten nur mit einer gut ausgebildeten Basis. Genau hier kommen die bereits anschaulich gemachten koordinativen Fähigkeiten ins Spiel. Nur durch das ständige Einbringen von koordinativen Elementen in den Trainingsprozess kommt es schließlich, wie in allen Sportarten, zu der einfacheren Erlernung und Festigung der sportartspezifischen Fähigkeiten und Fertigkeiten und letztlich zu einer Steigerung der sportlichen Leistung im Basketball. Das Schaubild in 1.1 verdeutlicht dies noch einmal vereinfacht.

Was bedeutet dies nun für die folgende Unterrichtsstunde? Natürlich kann ein 45-minütiges Training keine ganzheitliche Ausbildung gewährleisten, dennoch soll die Lehrprobenstunde ihren Teil dazu beitragen, dass die Lernenden durch eine Schulung der koordinativen Fähigkeiten ihre sportliche Leistungsfähigkeit im Basketball optimieren.

[...]


[1] MARTIN,D./NICOLAUS,J./OSTROWSKI,CH./ROST,K.: Handbuch Kinder/ und Jugendtraining. Schondorf 1999, 84

[2] vgl. HIRTZ,P.: Koordinative Fähigkeiten im Schulsport, Berlin 1985

[3] www.sportunterricht.de/lksport/hirtz.html

Details

Seiten
19
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638489904
Dateigröße
543 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v53579
Note
1,3
Schlagworte
Unterrichtsstunde Schulung Fähigkeiten Bereich Spielsportart Basketball Klasse)

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Titel: Unterrichtsstunde: Schulung der koordinativen Fähigkeiten im Bereich der Spielsportart Basketball (7. Klasse)