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Plastik als Problem in unserer Umwelt. Vor- und Nachteile und Lösungsansätze

Hausarbeit 2020 21 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Plastik: Begriffsdefinition
2.1 Die Produktion von Plastik

3. Einsatzbereiche von Plastik und die Vorteile

4. Plastik in den Ozeanen
4.1. Bedrohung für Tiere durch Plastik
4.2 Folgen der Vermüllung für den Menschen

5. Nachhaltige Alternativen
5.1 Recycling
5.2. Zero-waste

6. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Ein Leben ohne Plastik ist für viele Menschen heutzutage unvorstellbar, da es von uns vielseitig genutzt wird und auch in naher Zukunft in Gebrauch sein wird. Beispielsweise wird es in der Kosmetik, für Lebensmittelverpackungen, Kleidung, Spielwaren, Elek­tronik, in der Medizin und im allgemeinen Haushalt genutzt (Heinrich Böll Stiftung, 2019). Die Produktion von Plastik stetig stetig an und bringt enorme Auswirkungen auf unsere Umwelt mit sich. Rund 360 Millionen Tonnen Plastik wurden im Jahre 2018 weltweit produziert und jedes Jahr kommen acht bis zehn Millionen Tonnen dazu (Sta­tistica, 2020). Unzählige Tiere leiden darunter und viele sterben durch den Verzehr von Plastik, da ein großer Teil an Plastikmüll in den Ozeanen landet, unsere Meere ver­schmutzt und viele Tierlebewesen Plastik mit Nahrung verwechseln. Zudem tragen be­reits auch viele Menschen Mikroplastik im Körper, da die Giftigen Chemikalien in die Atemluft gelangen, in unserem Trinkwasser und Boden und somit gesundheitliche Schäden mit sich bringen. Wenn sich das Verhalten der Gesellschaft und der Gesetzte der Politik nicht verändern, werden die Produktionszahlen drastisch weiter ansteigen. Demnach ist es relevant sich mit der Frage zu beschäftigen, inwiefern Plastik eine Ge­fahr für unser Ökosystem darstellt und welche Lösungsansätze bedacht werden sollten, um auf Mögliche Gefahren reagieren zu können und dem Problem effektiv entgegen­zuwirken. Deswegen sollte dieses Thema wissenschaftlich intensiver thematisiert wer­den. Um einen besseres Verständnis über Plastik zu bekommen, wird zunächst der Be­griff näher erläutert, um dann kurz auf den Produktionsprozess von Plastik einzugehen. Daraufhin werden die verschiedenen Bereichen in den Plastik zum Einsatz kommt auf­gezählt, um anschließend die Vorteile von Plastik zu nennen. Um die Problematik von Plastik besser nachvollziehen zu können, ist es wichtig explizit darauf einzugehen, was Plastik mit den Meeren und Ozeanen unserer Erde anstellt und welche erheblichen Fol­gen dies für die Tiere haben kann. Zumal betrifft dieses Thema nicht nur die Tierlebe­wesen, sondern auch uns Menschen. Plastik bringt zwar viele Vorteile mit sich, jedoch sollte man sich mit den Auswirkungen, die Kunststoffe und deren chemische Giftstoffe auf die Menschliche Gesundheit haben auseinandersetzen. Anschließend wird dargelegt, wie der Recyclingprozess verläuft und ob Recycling allein ausreicht. Schlussendlich wird die Bewegung „Zero-Waste“ vorgestellt und welche Maßnahmen und Erfolge mit dieser Bewegung erzielt werden konnten.

2. Plastik: Begriffserklärung

Kunststoff oder auch umgangssprachlich Plastik oder Plaste genannt ist ein Festkörper, der chemisch synthetisch oder halbsynthetisch hergestellt wird. Synthetische Kunststof­fe werden durch Polymerisation aus Monomeren erzeugt, wobei der Rohstoff meist ge- cracktes Naphtha ist. Halbsynthetishe Kunststoffe bilden sich durch die Modifikation natürlicher Polymere. Kunststoff besteht aus Millionen langen, ineinander verfestigten Molekülketten, also Polymeren, welche wiederum aus Monomeren zusammengesetzt sind. Zu den Merkmalen von Plastik gehören, dass sich die Formbarkeit, Härte, Bruch­festigkeit, Wärmeformbeständigkeit, die Temperatur, sowie die chemische Beständig­keit durch den Herstellungsprozess und die Auswahl des Materials individuell variieren lässt ( https://www.chemie.de/lexikon/Kunststoff.html Zugriff am 8.2.2020, 11.02 Uhr).

2.1 Produktion von Plastik

Wie bereits in der Definition erläutert, wird Kunststoff von natürlichen und organischen Stoffe wie Kohle, Cellulose, Salz, Erdgas sowie Erdöl abgeleitet. Erdöl besteht aus ei­ner vielfältigen Mischung aus Tausenden von Verbindungen und muss im voraus verar­beitet werden, bevor es zum Gebrauch kommt.

Die Produktion von Kunststoffen beginnt im ersten Schritt damit, dass Rohöl zunächst in einer Ölraffinerie destilliert wird. Dabei wird das schwere Rohöl in leichteren Grup­pen oder Fraktionen getrennt, wobei jede Fraktion aus einer Mischform von Kohlen­wasserstoffketten besteht, die eine unterschiedliche Größe und Zusammensetzung von Molekülen aufweisen. Die ausschlaggebende Verbindung dieser Fraktionen stellt das Naphtha dar, welches wichtig für die Produktion von Kunststoff ist. Zudem kommen zwei relevante Prozesse zum Einsatz: Polymerisierung und Polykondensation. Beide Prozesse erfordern bestimmte Katalysatoren, wobei in einem Polymerisierungsreaktor Monomere wie Äthylen und Proben miteinander in Verbindung gebracht werden damit lange Polymerketten gebildet werden können. Jedes Polymer besitzt seine eigene Be­schaffenheit, Struktur und Größe, die in Abhängigkeit von den verwendeten vielseitigen Arten von Grundmonomeren stehen. Zumal gibt es unterschiedliche Arten von Kunst­stoffen, welche sich in zwei Hauptpolymergruppen unterteilten lassen. Einmal die Thermoplasten (Polyvinylchlorid (PVC), Polycarbonat (PC), Polyäthylen (PE), Poly- ethylenterephthalat (PET) etc.), die bei der Erwärmung weich und bei der Abkühlung hart werden und die Duroplasten (Epoxid (EP), Phenol-Formaldehyd (PF), Polyurethan (PUR) etc.), die nachdem sie gegossen wurden, nicht mehr weich werden können (https://www.plasticseurope.org/de/about-plastics/what-are-plastics/how-plastics-are- made Zugriff am 8.2.2020, 15.33 Uhr).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Automatenbecher, Plastikbesteck, CD-Hüllen

Abb.1 Polymertypen und ihre Verwendungen

Quelle: https://www.dguht.de/plastikmuell-risiko-fuer-mensch-und-umwelt/ (Zugriff 08.2.2020, 18.30 Uhr)

3. Einsatzbereiche von Plastik und die Vorteile

Seit mehreren Jahren ist Kunststoff oder Plastik ein unverzichtbares Allzweckmittel, das uns Menschen in vielen Bereichen des Lebens erleichtert und so kaum wegzudenken ist. Andere Materialen wie Holz oder Metall werden durch Plastik ersetzt, was dazu führt, dass Plastik einen immer wichtigeren Stellenwert in der Gesellschaft einnimmt und so­mit die Produktion immer weiter ansteigt. Dadurch, dass Kunststoffe widerstandsfähig und einfach zu formen sind, werden sie in mehreren Bereichen vielfältig eingesetzt.

In der Elektronik besteht beispielsweise ein Kabel oder ein Computer, sowie andere moderne Geräte und Innovationen, die uns das leben erleichtert, bestehen aus dem be­liebten Kunststoff. Auch spielt Kunststoff in der Medizin eine wichtige Rolle. Zum ei­nen werden aus Polymeren hauchdünne Handschuhe, Kontaktlinsen ebenso wie Ein­malspritzen, oder Blutbeutel und zum anderen werden daraus künstliche Hüftgelenke oder Herzklappen hergestellt. Dies bedeutet, dass Plastik viele Vorteile bietet und in be­stimmten Situationen als Lebensretter dient, in dem künstliche Gliedermaßen eingesetzt werden dabei helfen natürliche Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Es dient den Medizinischen fortschritt als klare Unterstützung und wird häufig in Operationen oder für moderne Technologien und Gerätetechniken eingesetzt. Ein weiterer Bereich in dem Plastik von Nutzen ist, sind unter anderem Fahrzeuge wie Busse und Bahnen, Flugzeu­ge oder Pkw's. Kunstoff kann effektiv gegen Lärm, Kälte und Hitze wirken und sie können ebenfalls flammengeschützt ausgerüstet werden. Allgemein bringen Kunststoffe mehr Sicherheit, denn durch ihre optimale Form können die Sitze runder geformt wer­den, so dass es keine Ecken und Kanten gibt. Beim Fliegen ist es nicht anders und ohne Kunststoff kaum wegdenkbar. So ist beispielsweise der Innenraum eines Flugzeuges überwiegend aus Kunststoff hergestellt worden und macht das Fliegen leichter und si­cherer. Das gleiche gilt auch für das Auto, dass für uns Menschen sparsam, zuverlässig, Sicherheit bieten und zugleich preiswert sein soll. In den 70er Jahren lag der Anteil von Kunststoffen in Pkw's bei etwa 5 Prozent, heutzutage jedoch liegt der Wert bei den mo­dernen Autos schon bei 15 Prozent aufsteigend. Zu den Einsatzbereichen von Kunststoff gehört nicht nur die Automobilindustrie, sondern auch im Bereich Sport und Freizeit lässt sich der Gebrauch kaum vermeiden. Diverse Sport - und Freizeitbekleidungen be­stehen aus polymeren Werkstoffen. Diese Kleidungen werden für bestimmte Sportarten produziert, um den Zweck von Sicherheit zu erfüllen. Auch der Fußball besteht nicht mehr aus Leder, sondern aus mehreren Schichten von Kunststoff Aufbau, das dem Ball ermöglicht besser und schneller in der Luft zu fliegen und das Wasser wird nicht mehr vom Ball aufgesaugt wie beim Lederball. Zudem werden Rennsportboote und Paddel nicht mehr aus Holz angefertigt, sondern aus Kunstoff, welches ein geringeres Gewicht aufweist aber ebenso für Stabilität sorgt. Jedoch werden überwiegend Kunststoffe für Verpackungen verwendet, da aufgrund ihrer Leichtigkeit wenig Material benötigt aber möglichst viel verpackt werden kann. Für den Verbrauch im Alltag ist dies vorteilhaft, da beispielsweise eine Plastikflasche aus dem Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) einen ganzen Liter Flüssigkeit fasst statt nur 0,75 Liter bei einer Glasflasche. Dabei weist das Leergut ein Gewicht von 60 statt 450 Gramm, was bedeutet, dass bei Plastik das Verhältnis zwischen dem Gewicht der Verpackung und dem Produkt besser ist. Eine Plastik Wasserflasche ist also, unzerbrechlich, preiswerter und für den Verbraucher leichter in der Tragbarkeit (http://www.mannheimer-schulen.de/lilo/2005-2006/chemie/ dat/einsatzbereiche.html Zugriff am 09.02.2020, 9.35 Uhr). Allgemein lässt sich zu­sammenfassen, dass Kunststoffe oder auch Plastik dank seiner Vielfältigkeit eine Reihe von Einsatzmöglichkeiten bietet und kann für den Gebrauch im Alttag vorteilhaft sein. Es ist bruchfester als Glas, leichter als Metall und günstig in der Herstellung (https:// www.plastikalternative.de/plastik-vorteile/ Zugriff 09.02.2020 13.58 Uhr).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: http://www.mannheimer-schulen.de/lilo/2005-2006/chemie/dat/einsatzberei- che.html

4. Plastik in den Ozeanen

„Plastik im Meer - Erst vergiften wir den Ozean, dann uns selbst“ (Mast, Sven Stock­rahm, 2018: 1).

Plastikabfälle gelangen über unterschiedliche Wege in unsere Meere und Ozeane, wo er dort teilweise zerfällt aber nicht komplett verschwindet. Eine Obstschale braucht etwa fünf bis acht Wochen, bis sie im Wasser zerfällt. Eine Plastik Wasserflasche zerfällt da­gegen erst nach 450 Jahren in kleine Bestandteile. Viele Tiere leiden unter diesen Pro­blem und sterben durch Plastik Teilchen im Magen. Allerdings ist es an erster Stelle re­levant zu wissen, wie der Abfall in den Meeren und Ozeanen gelangt, um anschließend zu erläutern, welche Gefahren und Risiken die immer wachsende Müllmenge für die Tierwelt bedeutet.

Eine Methode, die den Abfall im Meer ansteigen lässt, ist die illegale Entsorgung durch Schiffe ins Meer. Zudem gelangen auch Abfälle, die am Ufer von Flüssen zurück gelas­sen werden von den Flüssen in den Meeren. Eine weitere Ursache ist, dass dünne Kunststofftüten und andere leichte Plastikteile vom Wind in den Meeren geweht wer­den. Es existieren auch viele Länder oder Kontinente wie Asien, die bewusst Unmengen von Plastikmüll im Meer entsorgen. Auch Touristen und Urlauber tragen dazu bei, dass die Umwelt immer mehr verschmutzt wird. Doch nicht nur bewusst, sondern auch un­bewusst landen feinste Kunststoffpartikel in die Abwässer durch Waschmaschinen, die beim Waschen von Textilien aus Synthetischen Materialen kleine Fasern abgegeben. Diese winzigen Fasern werden von den Kläranlagen nicht komplett zurückgehalten und laden folglich ins Meer. Ein weiterer Punkt, den vielen Menschen unbekannt ist, sind kleine Kunststoffpartikel in Kosmetikprodukten oder der abrief von Autoreifen, der sich negativ auf die Flüsse und Meere auswirkt (https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/ umwelt-haushalt/wohnen/gefahren-fuer-die-umwelt-durch-plastik-7015 Zugriff am 10.02.2020, 13.33 Uhr).

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Details

Seiten
21
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783346141279
ISBN (Buch)
9783346141286
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v537182
Institution / Hochschule
Universität Bremen
Note
2,7
Schlagworte
plastik problem umwelt nachteile lösungsansätze
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Titel: Plastik als Problem in unserer Umwelt. Vor- und Nachteile und Lösungsansätze