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Epidemiologie und Versorgungssituation von Frauen mit Brustkrebs

Hausarbeit 2006 30 Seiten

Pflegemanagement / Sozialmanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Einleitung

1 Epidemiologie
1.1 Definition und Nutzen der Epidemiologie
1.2 Prävalenz
1.3 Inzidenz
1.4 Mortalität
1.5 Lebensqualität

2 Krankheitsbild
2.1 Definition
2.2 Risikofaktoren

3 Prävention
3.1 Definition und Dimensionen
3.2 Primärprävention
3.3 Sekundärprävention
3.4 Tertiärprävention
3.5 Informationsstand von Frauen
3.5 Das Health-Belief-Model
3.6 Subjektive Theorien von Frauen zur Krebsfrüherkennung

4 Behandlung
4.1 Disease-Management-Programm Brustkrebs
4.2 Brustzentren
4.3 Bedürfnisse der Brustkrebs-Patientin

5 Nachsorge
5.1 Das Programm
5.2 Bedürfnisse der Patientin in der Nachsorge

Ausblick

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1.1.1: Das Feld der Epidemiologie

Abbildung 1.3.1: Schätzung der alterspezifischen Brustkrebsinzidenz in Deutschland

Abbildung 1.3.2: Anteil des Brustkrebses an allen Krebsneuerkrankungen von Frauen nach Alter

Abbildung 2.2.1: Risikodeterminanten und Risikomodulatoren des Mammakarzinoms

Abbildung 3.1.1: Präventionsmaßnahmen im zeitlichem Verlauf

Abbildung 3.5.1: Informiertheit über Brustkrebs in Abhängigkeit vom Alter

Abbildung 3.6.1: Das Health-Belief-Modell

Abbildung 3.7.1: Heuristisches Modell der Einflussvariablen auf das Verhalten von Frauen im Krebsfrüherkennungsprogramm

Abbildung 3.7.2: Krebsfrüherkennungstypologie

Abbildung 4.1.1: Programmziele des DMP Brustkrebs

Abbildung 4.1.2: Grundsätze der Therapie von Patientinnen mit Brustkrebs im DMP

Abbildung 4.2.1: Eusoma-Richtlinien: Anforderungen an zertifizierte Brustzentren

Abbildung 5.2.1: Bedürfnisse der Brustkrebs-Patientin in der ambulanten Nachsorge und empirisch gesicherte Determinanten

Einleitung

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist die häufigste bösartige Neubildung bei Frauen in Deutschland sowie auch weltweit. Durchschnittlich erkrankt jede 11. Frau im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Seit 1997 ist die Brustkrebsmortalität rückläufig. Trotzdem führt das Mammakarzinom hinsichtlich der Krebssterblichkeit immer noch die Todesursachenstatistik bei Frauen an (vgl. ROBERT KOCH INSTITUT, 2005, S. 7 f.).

Ziele der derzeitigen gesundheitspolitischen Aktivitäten in der Bundesrepublik in Bezug auf Brustkrebs sind die Verbesserung der gesamten Versorgungskette und der Qualitätssicherung, angefangen von der Früherkennung und der Therapie bis hin zur Nachsorge bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensqualität der betroffenen Frauen. Strukturierte Behandlungsprogramme (Disease-Management-Programm, DMP Brustkrebs), sowie vielerorts entstandene zertifizierte Brustzentren sind Maßnahmen die zur Erreichung der Ziele beitragen sollen.

Um eine adäquate, gezielte Verbesserung der Versorgungssituation für Frauen zu erreichen, geraten nachfolgende Fragen in das Blickfeld: Wie ist der Informationsstand der Frauen hinsichtlich Brustkrebs? Wo stehen Frauen innerlich? Welche Bedürfnisse haben sie in den konkreten Situationen? Wo und wie müssen sie, ggf. argumentativ, „abgeholt“ werden? Welche Maßnahmen sind ggf. kontraproduktiv? Werden frauen- und altersspezifische Konzepte bei den angewandten Präventionsstrategien, den Krebsfrüherkennungs-, Behandlungs- und Nachsorgeprogrammen hinreichend berücksichtigt und somit dem Bedarf, den Erwartungen und Belangen von betroffenen Frauen entsprochen?

Dies sind Themen, die im Rahmen der Gesundheitswissenschaft mit ihrem Interesse an den medizinischen Versorgungsstrukturen der Bevölkerung und von Bevölkerungsgruppen, nachgegangen werden sollten.

Die Gesundheitswissenschaft orientierte sich lange an einem biomedizinischen

Risikofaktorenmodell, dass, bei der Erklärung von Krankheitsentstehungs-, Gesundungs-, aber auch Gesunderhaltungsprozessen (im Sinne Antonovsky’s Theorie der Salutogenese), - wie man heute weiß – häufig zu kurz greift (vgl. ARBEITSKREIS FRAUEN UND GESUNDHEIT 1998, S. 10).

Insgesamt besteht eine große Wissenslücke im Bereich der Versorgungsforschung, insbesondere in der Onkologie.

Diese Arbeit möchte sensibilisieren für spezifische Situationen von Frauen zwischen Krebsfrüherkennung, Behandlung und Nachsorge von

Brustkrebserkrankten und so einen Gedankenanstoß leisten zur Verbesserung der Versorgungssituation der Betroffenen.

Auf Grund des vorgegebenen Rahmens können nur einige Ansätze und Ideen weitergegeben werden. Einzelne angeführte Punkte haben einen weit größeren Umfang, als dass sie hier Platz finden könnten.

1 Epidemiologie

1.1 Definition und Nutzen der Epidemiologie

„Die Epidemiologie (griechisch epi „über, innerhalb“, demos „Bevölkerung“, logos „Lehre“) ist die Lehre von der Verteilung der Gesundheitsumstände und ihrer Determinanten sowie der damit zusammenhängenden Ereignisse und Umstände in der Bevölkerung“ (GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S. 55).

Die Epidemiologie wird versuchen Ursachen von Krankheiten zu identifizieren und Interventionen vorzuschlagen, die geeignet sind, die Gesundheit der betroffenen Gruppen zu verbessern (vgl. GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S. 55).

HURRELMANN und LAASER geben eine moderne Definition der Epidemiologie folgendermaßen an: „Epidemiologie ist die Bearbeitung von Fragen aus dem Bereich der Medizin, der Gesundheitssystemforschung und den Gesundheitswissenschaften mit Methoden der empirischen Sozialforschung und der Statistik“ (HURRELMANN/LAASER 1999, S.232).

Gesundheit hängt von verschiedenen Einflussfaktoren ab. Das nachfolgende Schema gibt einen umfassenden Überblick:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1.1.1: Das Feld der Epidemiologie: Gesundheit und ihre Einflussfaktoren

(GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S. 57)

Um einen Einblick in die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung zu erlangen, entscheidungsfähig zu werden und eventuelle Innovationen einleiten und vorantreiben zu können, ist zunächst eine Beschreibung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung notwendig. „Wo Informationen regelmäßig eingeholt werden, um die Entscheidungen der Verantwortlichen des öffentlichen Gesundheitswesens zu erleichtern, wird von Gesundheitsstatistik gesprochen“ (GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S.61).

Die Gesundheitsstatistik bedient sich mehrer Methoden: Prävalenz, Inzidenz, Mortalität.

1.2 Prävalenz

Die Häufigkeit und Verteilung einer Krankheit verändert sich im Zeitverlauf. Die Beschreibung der Häufigkeit kann sich auf zwei Aspekte beziehen:

- den Bestand an Kranken zu einem definierten Zeitpunkt
- den Neuzugang an Kranken in einem definierten Zeitraum

(vgl. HURRELMANN/LAASER 1998, S.240).

Die Prävalenz gibt den Anteil der in der Bevölkerung Erkrankten an:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Prävalenzen können auch für Untergruppen der Bevölkerung angegeben werden.

(vgl. GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S.61)

1.3 Inzidenz

Häufig gilt das Interesse dem Auftreten neuer Krankheitsfälle in der Bevölkerung. „Die Inzidenz misst die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes neu auftretenden Krankheitsfälle in einer definierten Gruppe von Personen, die zu Beginn des Beobachtungszeitraumes frei von der untersuchten Krankheit waren.

Die initial krankheitsfreie Gruppe wird auch Population unter Risiko genannt“ (SCHWARTZ, 2000, S.287).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(GUTZWILLER/JEANNERET 1999, S. 62)

Schätzungen der Dachdokumentation Krebs des Robert Koch Institutes gehen von jährlich 47.500 Brustkrebs-Neuerkrankungen in Deutschland aus. Somit hat Brustkrebs einen Anteil von 24% bei den Krebsneuerkrankungen. Das Erkrankungsrisiko nimmt u.a. mit fortschreitendem Alter zu. Der Anstieg der Inzidenzraten ist besonders auffällig zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Bei etwa 40% aller Erkrankten wird die Diagnose vor dem 60. Lebensjahr gestellt. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 60 Jahren. Für Krebs insgesamt liegt das mittlere Erkrankungsalter von Frauen bei 67 Jahren (vgl. ROBERT KOCH INSTITUT, 2005, S. 8).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1.3.1: Schätzung der altersspezifischen Brustkrebsinzidenz in Deutschland im Jahr 2000, Erkrankungen pro 100.000 Frauen (ROBERT KOCH INSTITUT, 2005, S. 8).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1.3.2: Anteil des Brutkrebses an allen Krebsneuerkrankungen von Frauen nach Alter; Daten aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen aus den Jahren 1999-2001 (ROBERT KOCH INSTITUT, 2005, S. 9)

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Details

Seiten
30
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638498746
Dateigröße
560 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v54751
Institution / Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
1,0
Schlagworte
Epidemiologie Versorgungssituation Frauen Brustkrebs

Autor

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Titel: Epidemiologie und Versorgungssituation von Frauen mit Brustkrebs