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"Lichtsetzen" für Hoffnungsmomente von Josef und Maria. Nachlegen der Weihnachtsgeschichte mit verschiedenen Materialien

Unterrichtsentwurf 2005 16 Seiten

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik

Leseprobe

1.1 Thema der Unterrichtsreihe

Erschließung der Mehrdimensionalität des Symbols „Licht“ unter dem Schwerpunkt „Hoffnung“ am Beispiel der Weihnachtsgeschichte.

1.2.1 Schwerpunktziel der Unterrichtsreihe

Die Fähigkeit der Kinder, das Symbol „Licht“ mehrdimensional zu deuten, soll angebahnt werden.

Sie sollen das Symbol „Licht“ insbesondere mit „Hoffnung“ in Verbindung setzen und diesen Aspekt auf Momente in der Weihnachtsgeschichte übertragen.

Anhand dieser Auseinandersetzung sollen die Kinder dafür sensibilisiert werden, dass es bestimmte Dinge gibt, die in schweren Zeiten Hoffnung geben und „die Dunkelheit erhellen“ können.

1.2.2 Weiteres Ziel der Unterrichtsreihe

Die Kinder sollen ihre Sozialkompetenz, ihre Selbstständigkeit und ihre Fähigkeiten im mündlichen Sprachbebrauch festigen und ggf. erweitern.

1.2 Aufbau der Unterrichtsreihe

Gegensatz von Licht und Dunkelheit- Einstieg in die Unterrichtsreihe durch bewusstes Erleben von Licht- und Dunkelheitserfahrungen anhand einer Stilleübung. (1 Sequenz)

„Licht“ – Erstellung einer Mind Map zur Aktivierung des Vorwissens. (1 Sequenz)

Symbol „Licht“ - Individuelle Auseinandersetzung anhand verschiedener Stationsangebote in der Freien Arbeit. (2 Sequenzen)

„Lichtsetzen“ für Hoffnungsmomente von Josef und Maria- Nachlegen der Weihnachtsgeschichte mit verschiedenen Materialien. (1 Sequenz)

„Weg in das Licht“ - Vertiefende Auseinandersetzung mit der Botschaft der Weihnachtsgeschichte. (1 Sequenz)

„Licht finden in dunklen Stunden“ - Auseinandersetzung mit Hoffnungsmomenten für das eigene Leben. (1 Sequenz)

Abschlussreflexion über die Unterrichtsreihe. (1 Sequenz)

2.1 Thema der Unterrichtsstunde

„Lichtsetzen“ für Hoffnungsmomente von Josef und Maria- Nachlegen der Weihnachtsgeschichte mit verschiedenen Materialien.

2.2 Ziele der Unterrichtsstunde

2.2.1 Schwerpunktziel der Unterrichtsstunde

Die Schüler/innen sollen versuchen Hoffnungsmomente von Josef und Maria auf ihrem Weg nachzuempfinden, indem sie die Weihnachtsgeschichte reflektieren, sie mit Materialien nachlegen und Lichter als Hoffnungszeichen setzen.

2.2.2 Weiteres Ziel der Unterrichtsstunde

Die Kinder sollen ihre sozialen Fähigkeiten festigen und ggf. erweitern.

2.3 Sachanalyse

Die vorliegende Weihnachtsgeschichte „ Die Heilige Nacht“ von Aurel von Jüchen thematisiert die Geburt Jesu.

2.3.1 Inhalt:

Während die Menschen in Nazareth bei der Arbeit sind, reitet ein Bote des Kaisers Augustus in die Stadt, um zu verkünden, dass jeder Bürger zum Zweck der Volkszählung in seine Geburtsstadt reisen muss.

Josef möchte ungern abreisen, da er seine Arbeit zurücklassen muss. Maria hat Bedenken, weil sie hochschwanger ist. Weil beide sich dem Willen des Kaisers beugen müssen, machen sie sich dennoch auf den Weg nach Bethlehem, Josefs Geburtsstadt.

Ihre Reise ist sehr beschwerlich, der Zustand des Paares schlecht und in Bethlehem finden sie keine Unterkunft.

Plötzlich erscheint ein Stern am Himmel und zeigt ihnen den Weg zu einem Stall, in dem sie sich für die Nacht und die Geburt des Kindes einrichten können. In der Nacht wird Jesus geboren. Maria legt ihr Kind in die Futterkrippe und bedeckt es mit Stroh.

Währenddessen erscheint ein Engel einigen Hirten und verkündet ihnen die Geburt des Christkindes und welche Bedeutung es für die Menschen haben wird. Sie eilen zum Stall, um dem Kind zu huldigen. Sie geben die Nachricht von seiner Geburt weiter.

2.3.2 Biblische Einordnung:

Die vorliegende Geschichte „Die heilige Nacht“ besitzt Merkmale der Weihnachtsgeschichte nach Lukas (Lk 2,1-20):

Auf Befehl Kaiser Augustus müssen die Menschen sich in ihrer Geburtsstadt in Steuerlisten eintragen lassen, (z. 11-14/ Lk 2, 1 - 2,3).

Josef und die schwangere Maria reisen nach Bethlehem, Josefs Geburtsstadt, (z. 20ff. / Lk 2,4 u. 2,5).

Maria bekommt ihr Kind in einem Stall und legt es in eine Krippe, weil Josef und sie keine andere Unterkunft bekommen haben, (z. 27f., z.30-35/ Lk 2,6 u. 2,7).

Ein Engel erscheint Hirten, die ihre Herde hüten. Der Engel verkündet ihnen die Geburt des Retters, woraufhin sie zur Krippe eilen und dem Kind huldigen, (z. 38-52/ Lk 2,8-2, 16).

Bei Lukas handelt es sich um mehrere Engel.

Die Hirten geben die Nachricht weiter (z. 53-59/ Lk 2,17-2,20).

2.3.3 Struktur und Analyse der Geschichte im Hinblick auf „Licht“ als Symbol für Hoffnung:

Die Geschichte lässt sich folgendermaßen gliedern:

- Einleitung (z. 1-14)
- Der Weg von Maria und Josef bis zur Geburt ihres Kindes (z. 15- 37)
- Hirten erfahren die frohe Botschaft, huldigen dem Kind und geben sie weiter (z. 38- 59).

Die Einleitung kann wiederum in drei Teile gegliedert werden.

Zunächst wird die anfängliche Situation beschrieben (z. 1-4): Der Ort Nazareth wird genannt

und der Leser / die Leserin erfährt, was die Einwohner gerade tun.

In den Zeilen fünf bis zehn folgt die Hinführung zum Ausgangsproblem der Geschichte: Ein

aufsehenserregender Mann reitet in die Stadt, alle Bürger eilen herbei.

Daraufhin stellt sich der Mann vor und verkündet seine Botschaft (z. 11-14). In der Verkündung der Botschaft liegt das Ausgangsproblem der Geschichte, welches für den Leser / die Leserin noch nicht offensichtlich ist.

Die Einleitung kann m. E. in den Bereich „neutral“ kategorisiert werden, weil sie in die Ausgangssituation der Geschichte einführt und Maria und Josef noch nicht erscheinen.

Der zweite Teil besteht meiner Meinung nach aus mehreren Unterteilen:

In den nächsten fünf Zeilen werden Maria und Josef zum ersten Mal erwähnt. Der Leser/ die Leserin erfährt, dass die Botschaft des Reiters für beide ein Problem darstellt. Daher kann m. E. dieser Teil als der erste Tiefpunkt für das Paar gesehen werden (z.15-19).

Dem schließt sich ein neutraler Teil an, in dem beschrieben wird, wie Josef die Reise vorbereitet und das Paar aufbricht (z. 20-22.).

Anschließend werden Reise und Situation des Paares näher beschrieben (z. 23-25.). Dieser Teil kann m. E. als ein weiterer Tiefpunkt gesehen werden, weil die Reise für Josef und Maria sehr beschwerlich ist, sie sehr erschöpft sind und nicht wissen, wo sie schlafen sollen, da sie niemanden in Bethlehem kennen.

Der nächste Teil stellt m. E. einen Hoffnungsmoment dar: Josef klopft an viele Türen und bittet um eine Bleibe. Beide hoffen auf eine Unterkunft (z.26.).

Als alle ihnen die Unterkunft verweigern, es sehr kalt wird und die Nacht hereinbricht, erleben sie meiner Meinung nach den nächsten Tiefpunkt (z. 27f.).

Sie dürfen aber hoffen, eine Bleibe zu finden, als sie einen Stern sehen, der ihnen einen Stall zeigt (z.29f.), so dass dieser Teil wiederum als Hoffnungsmoment gesehen werden könnte.

Weiterhin hoffen sie darauf, dass der Stall frei ist, als sie ihn betreten (z.31).

In den nächsten drei Zeilen richten Josef und Maria sich in dem Stall ein. An dieser Stelle sind sie m. E. freudiger Erwartung und hoffen darauf, dass das Kind gesund zur Welt kommt (z. 32-35). Dies wird vor allem darin deutlich, dass Maria die Krippe als Kinderbett richtet und Josef ein Licht anzündet.

Ein weiterer Hoffnungsmoment ist meiner Meinung nach die Geburt des Kindes. Josef und Maria hoffen als Eltern auf das Beste für ihr Neugeborenes (z. 36f.).

Der dritte Teil kann in verschiedene Unterteile gegliedert werden:

In den Zeilen 38 bis 49 werden die Situation der Hirten, die Erscheinung des Engels mit seiner Botschaft und der Aufbruch der Hirten zum Neugeborenen erzählt. Dieser Abschnitt führt in die weiterführende Handlung ein und gibt Informationen über die besondere Stellung des Neugeborenen. Er bezieht sich im Hinblick auf Hoffnungsmomente nicht auf solche von Josef und Maria.

Erst in der Huldigung durch die Hirten spüren Josef und Maria m. E. erneut Hoffnung für ihr Kind und für alle Menschen, denen es Glück, Freude und Liebe schenken bzw. zu „Kindern Gottes“ machen soll. Sie hoffen darauf, dass ihr Sohn die von Gott gegebene Aufgabe erfüllen kann (z.50-53).

Der Schluss bzw. der letzte Teil (z. 55-61) kann als neutral bezeichnet werden, weil er beschreibt, wie die Botschaft von den Hirten ausgeht und an alle Menschen auf der ganzen Welt weitergegeben wird. Er bezieht sich nicht mehr auf das Leben von Josef und Maria, sondern auf die Weitergabe der Botschaft bis heute.

Anmerkung: Dem Anhang ist eine Erläuterungstabelle zur Sachanalyse beigefügt.

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Details

Seiten
16
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638515504
ISBN (Buch)
9783656561941
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v57001
Note
2,3
Schlagworte
Lichtsetzen Hoffnungsmomente Josef Maria Nachlegen Weihnachtsgeschichte Materialien Unterrichtsbesuch Fach Religionslehre

Autor

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