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Bedeutung der RFID-Technologie für die Supply Chain im Konsumgüterbereich

Hausarbeit (Hauptseminar) 2006 52 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Anhangsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Vorwort und Zielsetzung
1.2 Abgrenzung und Einordnung

2 Systembeschreibung
2.1 Funktionsprinzip der RFID-Technologie
2.2 Entwicklung und heutiger Stand der RFID-Technologie

3 Erkenntnisse aus RFID-Projekten
3.1 Projekt mit der Gaffel-Brauerei Köln
3.2 Projekte der Metro Group in Deutschland

4 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

5 Stärken und Schwächen der Technologie sowie abgeleitetes Potential
5.1 Stärken der RFID-Technologie
5.2 Schwächen der RFID-Technologie
5.3 Abgeleitetes Potential für den Konsumgüterbereich

6 Zusammenfassung und Ausblick

Anhänge

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Medienecho auf RFID

Abbildung 2: Marktteilnehmer und ihrer möglichen Beziehungen im Absatzkanal

Abbildung 3: Lesegerät und Transponder als Grundbestandteile jedes RFID-Systems

Abbildung 4: Gartner: Hype Cycle for Retail Technologies

Abbildung 5: Aufbau des Feldversuches

Abbildung 6: Gegenwärtige Herausforderungen bzgl. des RFID-Einsatzes

Abbildung 7: Kostenentwicklung für RFID-Hardware

Abbildung 8: Wirkungsbereiche logistischer Leistungsfähigkeit

Anhangsverzeichnis

A 1: Auto-Identifikation und ihre technischen Ausprägungen

A 2: Barcode und RFID-System im Vergleich

A 3: Stärken und Schwächen von Barcode sowie der RFID-Technologie

A 4: What is a Hype Cycle?

A 5: RFID Umsetzung nach Anwendung und Branche

A 6: ROI verschiedener Unternehmen bei Einsatz von RFID-Technologie

A 7: Potentiale aus Sicht der Anwender für den RFID-Einsatz nach Einsatzfeldern

A 8: Einsatzmöglichkeiten der RFID-Technologie entlang der Wertschöpfungskette.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Vorwort und Zielsetzung

Wohl nur wenige logistikverwandte Technologien und Methoden sind in den vergangenen Jahren derart kontrovers und intensiv (vgl. Abb. 1) diskutiert worden, wie die „neue“ RFID-Technologie.

Abbildung 1: Medienecho auf RFID.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: McKinsey & Company, ISCM (2004); entnommen aus: Behrenbeck, K. et al., in: Logistik HEUTE (12.2004), S. 54.

Kontrovers, weil sie auf der einen Seite als Meilenstein in der Logistik gesehen wird: „Wir bei DHL sind überzeugt, dass diese Technik in den kommenden Jahren die Logistik revolutionieren wird[1]. Auf der anderen Seite hat sich die Technologie aber auch mit kritischen Stimmen auseinanderzusetzen: "Keine Anonymität mehr mit RFID-Chips"[2] oder „RFID: Der Schnüffel-Chip im Joghurtbecher[3]. Auch wenn diese durchaus kritischen „Headlines“ aus den an die breite Öffentlichkeit gerichteten Medien entstammen, so stellt die anhaltende Diskussion dennoch eine Art Spiegelbild der gesellschaftlichen Auseinandersetzung dar. Ferner ist jedoch auch, wie noch zu zeigen sein wird, das sozusagen fachliche Publikum bzgl. der Thematik durchaus differenziert bis konträr eingestellt.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Bedeutung der RFID-Technologie zu objektivieren. Bedeutung meint dabei, zu klären, ob, und wenn inwieweit sich das Konzept dieser sich stetig entwickelnden Technologe bisher etabliert hat und zukünftig etablieren kann. Fokus der Betrachtung ist dabei die Supply Chain[4] im Konsumgüterbereich.

Zur Erreichung dieses Zieles ist dazu zunächst das Untersuchungsumfeld (Supply Chain im Konsumgüterbereich) als auch das Untersuchungsobjekt (RFID-Technologie) abzugrenzen bzw. zu erörtern. Neben dem generellen Funktionsprinzip wird dabei auch auf die bisherige Entwicklung der Technologie eingegangen. Erkenntnisse aus zwei betrachteten Pilot-Projekten werden skizziert, um einen praktischen Bezug herzustellen. Die Auseinandersetzung mit der betriebswirtschaftlich wichtigen Frage, wie es um die Wirtschaftlichkeit der RFID-Technologie bestellt ist, bzw. wie sie sich ermitteln lässt, leitet in die Erörterung eines Stärken-Schwächen-Profils über. Hieraus soll abschließend die Leistungsfähigkeit der Technologie abgeleitet werden. Ein Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen schließt diese Arbeit an.

1.2 Abgrenzung und Einordnung

Die folgende Abbildung visualisiert die verschiedenen Teilnehmer, die bezogen auf den Konsumgüterbereich entlang der Supply Chain agieren. Neben den Herstellern sind verschiedene Stufen des Handels ebenso wie die Endabnehmer zu berücksichtigen. Im Rahmen dieser Arbeit werden insbesondere die Akteure Hersteller und Handel dabei zunächst nicht differenziert analysiert. Die Supply Chain wird zunächst ganzheitlich betrachtet. In Abschnitt 5.3 wird dann eine differenzierte Betrachtung vorgenommen.

Abbildung 2: Marktteilnehmer und ihrer möglichen Beziehungen in der Supply Chain.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Baumgarten, H. et al. (Hrsg.) (1999), S. 28.

Auf dem Markt für RFID-Lösungen gibt es zahlreiche Anbieter, die sich mitunter nur auf einige Elemente einer Gesamtlösung konzentrieren. Die verschiedenen Einsatzfelder für RFID-Technologien begünstigen einen damit stark fragmentierten Markt.[5] Hinsichtlich der Anwendungsfelder können Branchenübergreifend folgende unterschieden werden:[6]

- Kennzeichnung von Objekten
- Echtheitsprüfung von Dokumenten
- Instandhaltung und Reparatur, Rückrufaktionen
- Diebstahlsicherung und Reduktion von Verlustmengen
- Zutritts- und Routenkontrollen
- Umweltmonitoring und Sensoring
- SCM: Automatisierung, Steuerung und Prozessoptimierung.

Im Rahmen dieser Arbeit wird, neben dem Tatbestand, dass es grundsätzlich um die Kennzeichnung von Objekten geht, in erster Linie die Supply Chain zugrunde gelegt. Bezug nehmend auf die obige Aufzählung wird demnach das SCM im weiteren Sinne als Basisgebiet Gegenstand der Betrachtung sein.

Aus technologischer Sicht wird RFID als Identifikationssystem eingeordnet.[7] Die Identifikation wird dabei nach DIN 6763 definiert als „…das eindeutige und unverwechselbare Erkennen eines Gegenstandes anhand von Merkmalen (Identifikationsmerkmalen) mit der für den jeweiligen Zweck festgelegten Genauigkeit“.[8] Neben RFID ist der Barcode[9] das am weitesten verbreitete Identifikationssystem in der Logistik.[10] Er dient der Realisierung eines warenbegleitenden Informationsflusses.[11] RFID kann ferner, wird die Technologie im Bereich der Konsumgüter betrachtet, in das Efficient Consumer Response (ECR) Konzept eingeordnet werden.[12] Unter ECR werden verschiedene Methoden und Herangehensweisen zusammengefasst, die dazu beitragen, dass eine effizient gestaltete Versorgungskette im Konsumgüterbereich eingerichtet wird, die sich primär an den Bedürfnissen der Verbraucher ausrichtet. Dazu sind u.a. Aktivitäten zu eliminieren, die keinen Beitrag zur Wertschöpfung leisten.[13]

2 Systembeschreibung

2.1 Funktionsprinzip der RFID-Technologie

Bei der Radio-Frequency-Identification (RFID) geht es um die Identifikation von Objekten durch Radiowellen.[14] Im engen Zusammenhang mit dieser Technologie steht u.a. in Bezug auf den Konsumgüter- bzw. Logistikbereich der so genannte Elektronische Produkt-Code (EPC).[15] Dieser Code sorgt für eine weltweit einheitliche und damit eindeutige Identifikation des Objektes, welches mit einem RFID-Transponder ausgestattet ist. RFID-Lesesysteme können somit bspw. bei einem Konsumgut nicht nur die Produktart (bspw. Apfelsaft oder Orangensaft) oder die Gebindegröße (1 Liter oder 0,5 Liter) unterscheiden, sondern jedes einzelne Produkt (die individuelle Flasche) eindeutig identifizieren.[16]

Nach Finkenzeller bestehen RFID-Systeme grundsätzlich aus zwei Komponenten. Zum einen aus dem so genannten Transponder[17], welcher an dem Objekt angebracht wird, das identifiziert werde soll. Der Transponder ist dabei der eigentliche Datenträger. Er besteht aus einem Koppelelement sowie einem Mikrochip. Zum anderen aus dem Erfassungs- oder Lesegerät, welches zum Auslesen oder Beschreiben des Transponders dient.[18] Die folgende Abbildung stellt das System schematisch dar.

Abbildung 3: Lesegerät und Transponder als Grundbestandteile jedes RFID-Systems.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Finkenzeller, K. (2002), S.7.

Über eine drahtlose Schnittstelle (vgl. die Pfeile in der Mitte der Abb. 3) können Daten und Energie vom RFID-Lesegerät zum Transponder, sowie Daten vom Transponder zum RFID-Lesegerät übertragen werden.[19] Die in Abbildung 3 eingezeichnete Applikation stellt eine Schnittstelle dar, die die durch das Lesegerät erfassten Informationen an ein anderes System weiterleitet.[20]

Neben dem in der Abbildung 3 dargestellten grundsätzlichen Aufbau gibt es eine Vielzahl von verschiedenen RFID-Systemvarianten.[21] Wesentliche Unterscheidungsmerkmale werden im Folgenden aufgezählt und anschließend kurz erläutert:[22]

- Speicherkapazität und Beschreibbarkeit der Transponder
- Frequenz und Reichweite
- Aktive / Passive Transponder
- Bauform der Transponder

Speicherkapazität und Beschreibbarkeit der Transponder

Die verschiedenen RFID-Transpondervarianten unterscheiden sich u.a. darin, welches Informationsvolumen die in den Transpondern implementierten Mikrochips aufnehmen können. Sie reichen von 1 Bit bis zu mehr als 100 Kilobyte[23]. Erste Variante kann lediglich zwei Zustände speichern. Derartige Transponder finden bspw. bei der elektronischen Diebstahlsicherung (EAS) Anwendung.[24] Systeme mit größerer Speicherkapazität sind geeignet, um neben der Seriennummer (bspw. EPC) z.B. Informationen aus Protokollierungen aufzunehmen, bspw. Temperaturmessungen, oder Daten ganzer Lieferscheine.[25] Des Weiteren gibt es Transponder, die nur einmalig beschrieben werden können und solche, die durch das Lesegerät wiederholt mit Informationen zu beschreiben sind.[26] Im Konsumgüterbereich haben sich aufgrund des vergleichbar niedrigen Preises Transponder mit geringer Speicherkapazität etabliert.[27]

Frequenz und Reichweite

Bei den Sendefrequenzen, mit denen das RFID-Lesegerät mit dem Transponder kommuniziert, kann zwischen low frequency (LF), high frequency (HF) sowie ultra high frequency (UHF) unterschieden werden. Das Frequenzband der drei Verfahren reicht von 30 kHz (LF) bis über 3 GHz (UHF). Hinsichtlich der Reichweite werden close-coupling (0 bis 1 cm), remote-coupling (0 bis 1 m) sowie long-range Systeme (mehr als 1 m) unterschieden.[28] Die im Konsumgüterbereich angewandte Kennzeichnung von Artikeln bzw. Paletten mittels RFID-Transpondern verwendet Frequenzen im Bereich HF (13,56 MHz) sowie UHF (862-928 MHz).[29]

Aktive/Passive Transponder

Passive Transponder werden vom RFID-Lesegerät mit Energie versorgt um ausgelesen werden zu können. Dazu müssen beide Systeme einen definierten Mindestabstand zueinander einhalten. Aktive Transponder hingegen sind mit einer eigenen Energiequelle (Batterie) ausgestattet, die eine aktive Nachrichtenübertragung zum Lesegerät ermöglicht. Bei semiaktiven Transpondern wird die Stromversorgung lediglich zum Erhalt des Datenspeichers benötigt.[30] Im Konsumgüterbereich kommen auf Grund des vergleichbar geringeren Preises primär passive Transponder zum Einsatz.[31]

Bauform der Transponder

Je nach Einsatzzweck weisen RFID-Transpondersysteme unterschiedliche Bauformen auf. Neben der Einbettung des Transponders in mechanisch widerstandsfähige Kunststoffgehäuse (z.B. PKW-Schlüssel für elektronische Wegfahrsperre, kontaktlose Chipkarten) wird er bspw. zur Tieridentifikation in kleine Glasgehäuse integriert. Diese Glastransponder können dann unter die Haut des Tieres injiziert werden.[32] Bei der Ausstattung von Waren mit Transpondern im Konsumgüterbereich werden so genannte Smartlabels verwendet.[33] Dabei wird der Transponder auf eine dünne Papier- oder Plastikfolie aufgebracht. Diese als Selbstklebeetikett auf Endlosrolle ausgelieferte Form kann nachträglich zusätzlich mit einem Barcode bedruckt werden.[34]

2.2 Entwicklung und heutiger Stand der RFID-Technologie

Die zurückliegende bzw. aktuell zunehmend öffentliche Diskussion[35] mag zunächst den Anschein erwecken, dass RFID eine „neue“ Technologie sei. Dies trifft bei genauerer Betrachtung jedoch nicht zu. Bereits zur Zeit des zweiten Weltkriegs sind Vorläufer der heutigen Technologie entwickelt worden, die dazu dienten, eigene Flugzeuge von denen des Gegners unterscheiden zu können („identification, friend or foe“).[36] Während in den 1960ern die theoretischen Grundlagen der RFID-Technologie gelegt und in den 1970ern erste Implementierungen durchgeführt wurden, fand seit den 1980ern eine zunehmend großflächige Kommerzialisierung der Technologie statt. Bestrebungen einer weltweiten Standardisierung der verschiedenen Systemvarianten u.a. hinsichtlich der unterschiedlichen angewendeten Frequenzen bspw. in den USA, Europa oder Asien[37] können seit den 1990ern verzeichnet werden.[38]

Das Marktforschungsinstitut Gartner hat im Jahr 2004 u.a. verschiedene Technologien des (Einzel)handels hinsichtlich ihrer Entwicklungsstände in einem so genannten „Hype Cycle“[39] eingeordnet (vgl. Abb. 4).[40] Die sich mit RFID auseinandersetzenden Themenkomplexe „RFID (Item)“, „RFID (Asset)“ und „RFID (Case/Pallet)“[41] befanden sich 2004 noch auf den ersten beiden Stufen des Hype Cycles (Technology Trigger bzw. Peak of Inflated Expectations).

Abbildung 4: Gartner: Hype Cycle for Retail Technologies.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Gartner (2004), entnommen aus: Elsenbach, J. M., in: Logistik Management (2.2005), S. 54.

Nach Rindle[42] befindet sich die RFID-Technologie (Ende 2005) bereits zwischen den Phasen drei und vier (vgl. Abb. 4), hat also die Phase 3 „Through of Disillusionment“ bereits durchschritten.[43] Allerdings kann eine diesbezüglich nicht differenzierte[44] Aussage nach dafürhalten des Verfassers zunächst nur als Einschätzung eines Experten festgehalten werden. Einen aktuelleren Einblick würde der 2005 von Gartner durchgeführte Hype Cycle gewähren.[45]

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass sich die heutigen Anwendungsfelder der RFID-Technologie in offene bzw. geschlossene Systeme einteilen lassen. Während die Technologie bei geschlossenen Systemen innerhalb eines Unternehmens implementiert wird, wird bei offenen Systemen die gesamte Supply Chain vom Hersteller bis zum Endkunden eingebunden. Im Handel bzw. Konsumgüterbereich dominieren derzeit offene Systeme.[46] Der Abbildung in Anhang A5 kann eine Übersicht entnommen werden, die visualisiert, wie die beiden Systeme in verschiedenen Branchen hinsichtlich des Entwicklungsstandes ausgeprägt sind.

Das Anwendungsgebiet der RFID-Technologie war und ist durch zahlreiche Pilotprojekte geprägt.[47] Zwei den Konsumgüterbereich prägende Projekte werden demnach im folgenden Kapitel erläutert.

3 Erkenntnisse aus RFID-Projekten

3.1 Projekt mit der Gaffel-Brauerei Köln

Im Juli 2003 starteten das Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln (IfH) und die Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt mit dem Titel „Einsatzmöglichkeiten der Transpondertechnologie in konsumgüterorientierten Unternehmen des Mittelstandes - unter besonderer Berücksichtigung des Einzelhandels[48]. Bestandteil dieses Projektes war ein einjähriger Feldversuch, an dem sich neben der Privatbrauerei Gaffel Becker & Co. in Köln auch drei Supermärkte selbständiger Kaufleute[49] der Kölner Rewe-Handelsgruppe in Köln beteiligten. Zunächst wurde im eigentlichen Projekt die RFID-Technologie vorgestellt und hinsichtlich der Anforderungen im Konsumgüterbereich abgeprüft.[50] Im Feldversuch ist dann konkret untersucht worden, welche Optimierungspotentiale die RFID-Technologie entlang der Supply Chain bietet.[51] Mit Hilfe der Funkchips sollte der Umlauf der Bierkästen transparenter gemacht als auch eine Erleichterung bei der Sortierung und Leergut-Rückführung bewirkt werden. Die Steigerung der Lebensmittelsicherheit durch die chargengenaue Verfolgbarkeit stand ebenfalls im Fokus der Betrachtung.[52]

Abbildung 5: Aufbau des Feldversuches.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenQuelle: Bald, C., in: Handel im Fokus - Mitteilungen des IfH (2.2004), S. 102.

In Abbildung 5 wird der Waren -und Datenfluss visualisiert. Im linken Bereich sind die Prozesse des Herstellers abgebildet. Hier werden die mit RFID-Transpondern versehenen Bierkästen kontaktlos mit Daten beschrieben. Der Transport zu den Rewe Märkten geschieht auf Paletten mit je 40 Kästen. Ein am Wareneingang der jeweiligen Märkte installierter so genannter Gatereader (siehe Abb. 5) erfasst die Anlieferung, wobei durch eine so genannte Pulkerfassung[53] das gesamte Kasten-Volumen gleichzeitig gelesen werden kann. Bringt der Kunde den leeren Kasten zurück, kann dieser im Bereich der Leergutannahme wieder erfasst und identifiziert werden. Eine weitere Erfassung erfolgt bei der Leergutrückgabe.[54]

[...]


[1] Erni, R., Sprecherin von DHL für Europa, zitiert nach: Meyer, J.-B. (2005), unter: http://www.computerwoche.de.

[2] Rötger, A. (14.03.2006), unter: http://www.welt.de.

[3] Titel eines Sendebeitrages des ARD Formates Monitor; Zeidler, M. (2004), unter: http://www.wdr.de.

[4] Der Begriff wird im Rahmen dieser Arbeit als Übersetzung für „Lieferkette“ verwendet, da er vermehrt in der Literatur anzutreffen ist.

[5] Vgl. Thorndike, A., Kasch, L., in: IM (4.2004), S. 32.

[6] Vgl. im Folgenden BSI (Hrsg.) (2004), S. 66.

[7] Vgl. Steckel, B. et al., in: Arnold, D. et al. (2002), S. C4-36.

[8] DIN (Hrsg.) (1985). DIN 6763; zitiert nach: Steckel, B. et al., in: Arnold, D. et al. (2002), S. C4-30.

[9] Der Barcode ist ein Datenträger, der sich aus einer Sequenz heller und dunkler Striche auf hellem Hintergrund zusammensetzt und mittels eines Abtastgerätes (bspw. Scanner) optisch ausgewertet werden kann (vgl. Gabler (Hrsg.) (2001) CD-ROM Ausgabe. Stichwort: Barcode).

[10] Weitere Identifikations-Systeme können Anhang A1 entnommen werden.

[11] Vgl. Schulte, C. (1999), S. 72 und Steckel, B. et al., in: Arnold, D. et al. (2002), S. C4-36.

[12] Vgl. Prockl, G., in: Klaus, P., Krieger, W. (Hrsg.) (2004), S. 122.

[13] Vgl. Gabler (Hrsg.) (2001) CD-ROM Ausgabe. Stichwort: ECR und Pfohl, H.-C., in: Pfohl, H.-C. (Hrsg.) (1997), S. 23.

[14] Vgl. Finkenzeller, K. (2002), S. 6f.

[15] Dieser sich weltweit etablierende Standard wird von der EPCglobal Initiative getrieben. Über 750 Unternehmen weltweit haben sich diesbezüglich zusammengeschlossen, um einen standardisierten Einsatz der RFID-Technologie entlang der gesamten Versorgungskette zu etablieren (vgl. Füßler, A., Springob, K. (2006), unter http://www.computerwoche.de; Kuhlmann, F., Popova, T. (2005), S. 4, unter http://www.gs1-germany.de sowie ausführlich http://www.epcglobal.de).

[16] Vgl. Vogell, K. (2005), S. 3, unter: http://www.gs1-germany.de.

[17] Der Transponder wird auch als „Tag“ bezeichnet (vgl. bspw. Zeibig, S., in: ZfC (2006), S. 51 oder Füßler, A., in: Zentes, J. et al. (2004), S. 141).

[18] Vgl. Finkenzeller, K. (2002), S. 6f.

[19] Vgl. Pflaum, A. (2001), S. 40f.

[20] Vgl. Finkenzeller, K. (2002), S. 7.

[21] Vgl. Finkenzeller, K. (2002), S. 11.

[22] Vgl. Finkenzeller, K. (2002), S. 11ff.; Steckel, B. et al., in: Arnold, D. et al. (2002), S. C4-37; BSI (Hrsg.) (2004), S.38ff. und Andres, M. (2004). http://www.ec-net.de.

[23] Ein Kilobyte entspricht 1.024 Byte bzw. (1.024 x 8 =) 8.192 Bit. Ein Bit ist dabei die kleinste Informationseinheit zur Darstellung von Daten und kann den Wert „null“ oder „eins“ annehmen (vgl. Gabler (Hrsg.) (2001) CD-ROM Ausgabe. Stichwort: Bit).

[24] Vgl. BSI (Hrsg.) (2004), S. 38 und Finkenzeller, K. (2002), S. 12.

[25] Vgl. Andres, M., a.a.O.

[26] Vgl. Finkenzeller, K. (2002), S. 12f.

[27] Vgl. Lange, V., in: IM (4.2004), S. 22f.

[28] Vgl. Finkenzeller, K. (2002), S. 13.

[29] Vgl. IBM BCS (2004), zitiert nach: Schmid, F., in: IM (04.2004), S. 7.

[30] Vgl. Steckel, B. et al., in: Arnold, D. et al. (2002), S. C4-37 und Finkenzeller, K. (2002), S. 81.

[31] Ebel, D., Figgener, O., in: ERP Management (3.2005), S. 35.

[32] Vgl. Finkenzeller, K. (2002), S. 14f.

[33] Vgl. Quack, K., in: CW (21.2004a), S. 28.

[34] Vgl. Finkenzeller, K. (2002), S. 20f.

[35] Vgl. dazu nochmals Abschnitt 1.1.

[36] Vgl. Landt, J., Catlin, B. (2001), S. 4.

[37] Vgl. dazu bspw. http://www.epcglobalinc.org.

[38] Vgl. Landt, J., Catlin, B. (2001), S. 4ff.

[39] Der Hype Cycle wird seit 1995 von Gartner benutzt, um zum einen den Enthusiasmus „Peak of…“ zum anderen die Resignation „Trough of…“ in ihrer Abfolge zu charakterisieren, die im Zusammenhang mit der Einführung bzw. Etablierung neuer Technologien einhergehen (vgl. Gartner (Hrsg.) (o.J.), unter: http://www.gartner.com), die inhaltliche Bedeutung der fünf Phasen kann Anhang A4 entnommen werden.

[40] Vgl. Elsenbach, J. M., in: Logistik Management (2.2005), S. 53f.

[41] Da dem Verfasser die Studie selbst nicht vorliegt, schließt er abgleichend mit Veröffentlichungen und Fachbeiträgen darauf, dass mit „Case/Pallet“ die RFID-Transponder-Identifikation auf Paletten bzw. Umkartonbasis und mit „Item“ die Ausstattung jedes einzelnen Produktes gemeint ist (vgl. bspw. Thonemann, U. et al., in: Logistik HEUTE (10.2005), S. 57).

[42] Kurt N. Rindle, Prinzipal für RFID bei IBM Deutschland GmbH.

[43] Vgl. Quack, K. (2005), unter: http://www.computerwoche.de.

[44] Dahingehend nicht differenziert, weil die Themenkomplexe „RFID (Item)“, „RFID (Asset)“ und „RFID (Case/Pallet)“ nicht getrennt betrachtet werden.

[45] Dieser kann für US$ 495,00 unter: http://www.gartner.com bezogen werden.

[46] Vgl. Beckenbauer, B. et al., in: IM (4.2004), S. 44f.

[47] Vgl. für die Darstellung einiger Bsp.: Informationsforum RFID e.V. (Hrsg.) (2006), S. 7ff.

[48] Bald, C., in: Handel im Fokus - Mitteilungen des IfH (2.2004), S. 100.

[49] In Köln und Umgebung angesiedelte Betreiber von Geschäften des LEH.

[50] Dazu wurden die Einsatzmöglichkeiten zunächst entlang einer idealtypische Wertschöpfungskette erarbeitet (vgl. Bald, C., in: Handel im Fokus - Mitteilungen des IfH (2.2004), S.101).

[51] Vgl. Bald, C., in: Handel im Fokus - Mitteilungen des IfH (2.2004), S. 101f..

[52] Vgl. Rode, J., in: LZ (23.01.2004), S. 30.

[53] Die Pulkerfassung ermöglicht das gleichzeitige Erfassen mehrerer mit RFID-Transpondern versehener Produkte (vgl. hierzu den noch folgenden Abschnitt 5.1).

[54] Vgl. Bald, C., a.a.O.

Details

Seiten
52
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638518796
ISBN (Buch)
9783638709392
Dateigröße
1.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v57412
Institution / Hochschule
Fachhochschule Kiel – Supply Chain und Operations Management
Note
1,0
Schlagworte
Bedeutung RFID-Technologie Supply Chain Konsumgüterbereich RFID FMCG Lieferkette

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