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Die Darstellung von Vladimir Vladimirovic Majakowski in der Biblioteka Poeta

Hausarbeit (Hauptseminar) 2006 15 Seiten

Russistik / Slavistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Biografisches: Herkunft, Tendenzen, Vorlieben

3 Zum Aspekt der Vielseitigkeit

4 Der Autor und Russland

5 Majakowski’s Selbstmord

6 Der Autor und die russische Sprache

7 Die Werke von Majakowski

8 Vladimir Majakowski’s Weg zum Sowjetdichter

9 Zusammenfassung

10 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit soll den Künstler Majakowski aus Sicht der „Biblioteka Poeta“ zeigen. Die Biblioteka Poeta enthält eine zensierte Darstellung von russischen Schriftstellern, die vom Sowjetbürger gelesen werden sollten.

Als Basis dieser Arbeit wird das Vorwort der Majakowski-Ausgabe der Biblioteka Poeta von 1964, geschrieben von V.O. Perzov verwendet.

Dazu werden speziell die Herkunft und die Vielseitigkeit Majakowski’s betrachtet. Außerdem werden die Beziehungen des Künstlers zu Russland und der russichen Sprache behandelt sowie sein Weg zum Sowjetdichter.

Weiterhin wird in jedem Kapitel eine kritische Beurteilung auf die Darstellung in Biblioteka Poeta gegeben.

2 Biografisches: Herkunft, Tendenzen, Vorlieben

Vladimir Vladimirovič Majakowski wurde am 19. Juli 1893 geboren. Er wurde zu Ehren seines Vaters, Vladimir Konstantinovič Majakowski, der am selben Tag Geburtstag hat benannt. Majakowski wuchs in einem kleinem Dorf 25 km von Kitaiis entfernt auf. Majakowski ist das jüngste von fünf Kindern, von denen zwei Kinder starben.

Majakowski’s Vater war Förster und gehörte zum verarmten Adel. Seinen Adelstitel aber nutzte der Vater, laut Perzov, nie aus. Er hielt nichts von seinem Adelstitel, machte sich im Gegenteil noch lustig darüber. Der Vater hielt die Feudalen für arrogant und sah sich selber eher im Millieu der Bauern. Diese Einstellung übernahm sein Sohn. Dem Vater wohnte eine „kriegerische Leidenschaft“[1] inne, die den Geist der Demokratie in die Familie einführte.

Majakowski’s Mutter Aleksandra Alekseevna war eine geborene Pawlenko und entstammte einer Militärfamilie. In ihrer Jugend zeichnete sie und schrieb Gedichte. Des Weiteren lernte sie Französisch. Nach ihrer Heirat widmet sie sich ganz dem Haus und Familie, und besonders Majakowski bekommt als jüngstes Kind eine besondere Zuwendung.

Perzov beschreibt Majakowski’s Kindheit als ein Leben in einer Nicht-proletarischen Umgebung, die Majakowski’s „Nähe zu den Menschen der Arbeit“[2] erklären soll. Majakowski sieht sich genau wie sein Vater zu den Arbeitern zugehörig, und kämpft daher auf deren Seite gegen die Autokratie.

Perzov äußert, dass in Majakowski bereits in der Schule der „revolutionären Funke“[3] entfacht wurde. Majakowski betrachtete sehr genau die Struktur seiner Schule und ihn entsetzte, dass die Einheimischen offenbar nicht das gleiche Recht hatten, etwas zu lernen wie andere. Er empörte sich darüber, dass nicht alle Völker die gleichen Rechte haben, und das es Völker gibt, die besser sein sollten als andere.

1906, schrieb Perzov, ging die Familie nach dem Tod des Vaters nach Moskau, wo sich für den zukünftigen Poeten der Weg in die Revolution eröffnete. In Moskau besuchte er eine kurze Zeit das Gymnasium Nr. 5. Dort lernte er durch seine ältere Schwester Ludmila den Organisatoren des sozial-demokratischen Zirkels kennen. 1908 tritt Majakowski in die RSDRP[4] ein. In diesem Jahr wird er das erste Mal verhaftet. Im nächsten Jahr wird er sogar zwei mal verhaftet. Nach seiner Feilassung trat er in die Moskauer Lehranstalt für Malerei, Bildhauerei und Baukunst ein, wo er David Burljuk kennenlernte. Durch ihn kam er in den Kontakt mit dem Futurismus. 1915 lernte er Maxim Gorki kennen, durch dessen Hilfe er die erste Gedichtsammlung veröffentlichen konnte. 1917 wandte er sich dem Realismus zu. 1921 arbeitete er an diversen sowjetischen Zeitschriften und hält sich bis 1929 mehrmals im Ausland auf.

Zur Darstellung von Majakoski’s Leben werden in Biblioteka Poeta einige Details nicht erwähnt. Nicht erwähnt werden bespielsweise, dass die Mutter Majakowski’s zum Teil ukrainischer Abstammung ist[5]. Perzov beschreibt den Schulabbruch als „freiwillige Entscheidung, um sich ganz der Parteiarbeit widmen zu können“. Anderen Quellen zufolge wurde Majakowski am ersten März 1908 wegen Nichtzahlung des Schulgeldes von der Schule ausgeschlossen[6]. 1914 werden Majakowski und Burljuk wegen politischer Aktivitäten aus der Kunstschule ausgeschlossen.

Im Juli 1915 lernt Majakowski Ossip Briks kennen, durch dessen Einsatz „Wolke in Hosen“ - in einer zensierten Form- erscheint. Ossip Brik wird nur kurz als Kritiker im Zusammenhang mit der Zeitschrift LEF erwähnt. Ossip’s Frau Lilja, in die Majakowski unglücklich verliebt gewesen sein soll, wird nicht erwähnt ebenso wie weitere Affären.

[...]


[1] Quelle: /1/ S.6

[2] Quelle: /1/ S.5

[3] Quelle: /1/ S.6

[4] Russische Sozialdemokratische Arbeiterpartei

[5] Quelle: /2/ S.7

[6] Quelle: /2/ S.160

Details

Seiten
15
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638527019
ISBN (Buch)
9783640623792
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v58536
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – Institut für Slavistik
Schlagworte
Darstellung Vladimir Vladimirovic Majakowski Biblioteka Poeta Zwischen Kanon Zensur Slavistik Slawistik Literat

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