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Europäische Expansion. Wieso unternahmen die Europäer Entdeckungsfahrten? (Unterrichtsentwurf im Fach Geschichte)

von N. H. (Autor)

Unterrichtsentwurf 2010 26 Seiten

Didaktik - Geschichte

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Großer Unterrichtsentwurf
1.1 Lerngruppenanalyse
1.2 Sachanalyse
1.3 Didaktische Analyse
1.4 Methodische Analyse
1.5 Lernzielformulierung
1.6 Bibliographie
1.7 Anhang

1.1 Lerngruppenanalyse

Allgemeines. Der Geschichtsunterricht findet in der Klasse ... zweimal pro Woche statt, Mittwoch und Donnerstag, jeweils ... - ... Uhr. Die Klasse besteht aus ... Schülern1 (... m; ...w). Die Klasse wird regulär von der Fachlehrerin ... unterrichtet, welche die Lerngruppe aber auch erst zu Beginn des neuen Schuljahres übernommen hat.

Nach Informationen von der Lehrerin ist ... der einzige Schüler, der die ... Klasse wiederholt. Die Situation, dass „Sitzenbleiber“ neu in eine Klasse kommen, kann dabei in zwei Richtungen führen. Einerseits können SuS die eine Klasse nochmal absolvieren, wichtige Impulse im Unterricht setzen, da sie schon mehr Wissen besitzen und die MitschülerInnen unterstützen. Anderseits kann es negative Auswirken haben, weil sich jüngere Schüler oftmals dem Verhalten der „Wiederholer“ anpassen, welche den Schulstoff schon kennen, folglich demotiviert sind und dem Unterricht nicht die nötige Aufmerksamkeit widmen. Hinzu kommt der Aspekt, dass ... erst vor einem halben Jahr nach ... gezogen ist und möglicherweise Probleme hat, sich in die Klasse zu integrieren.

In der Klasse gibt es ... SchülerInnen, die aus einem anderen Kulturkreis stammen. Das sind ..., deren Eltern aus ... stammen und ... aus Von diesen Schülern ist es ..., die ab und zu sprachlich bedingte Verständnisschwierigkeiten hat, die vor allem beim Lesen erkennbar werden. Jedoch zeigt sich dieses Problem auch bei vielen deutschen Schülern, so dass die sprachlichen Unterschiede zweitrangig sind.

Inneres Gefüge der Lerngruppe. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse bilden einen Klassenverband, der den Eindruck erweckt, dass sie sich als Klasse verstehen und zusammenhalten. Es gibt verschiedene Gruppen, die sich auch im Sitzplan manifestiert haben, was hin und wieder zu Schwierigkeiten während des Unterrichts führen könnte. Trotzdem ist es möglich Gruppenarbeit mit neu zusammengesetzten Gruppen durchzuführen. Das zeigt, dass der Klassenverband funktioniert und Kooperation zwischen den verschiedenen Gruppen der Klasse im Unterricht möglich ist.

Mobbing und Schüler, die als Außenseiter nicht akzeptiert werden, scheint es in der Klasse nicht zu geben.2 SchülerInnen, die in der Klasse die absolute Meinungsführerschaft besitzen, sind nicht aufgefallen. Leistungsstarke Schüler, wie ..., ... und ... fallen im Unterricht für gewöhnlich immer mehr auf, als leistungsschwache Schüler, wie zum Beispiel ..., ... und ..., da sich ihrer Leistungsstärke bewusst sind und dies auch gern vor der Klasse demonstrieren. Sie sind in der Lage dem Unterrichtsverlauf aufmerksam zu folgen, aber ihre Bereitschaft dies zu tun, hängt unter anderem von ihrer Tagesstimmung ab. Besonders auffällig ist das bei ..., der sehr stimmungsabhängig am Unterricht teilnimmt oder auch nicht. Er reagiert auch sehr auf die Fragestellungen des Lehrers, die sollten präzise, klar und vielleicht auch etwas provozierend sein, sonst ist er einer der ersten, der die Mitarbeit im Unterricht einstellt.

Leistungsvermögen und Arbeitshaltung. Alles in allem hat die Klasse einen aufgeschlossenen und leistungsfähigen Eindruck auf mich gemacht. Viele SuS besitzen eine rasche Auffassungsgabe und nehmen aktiv am Unterrichtsgeschehen teil. Zahlreiche Wortmeldungen sowie Fragen sind keine Seltenheit in dieser Klasse.

Einschränkend ist allerdings anzumerken, dass die Schüler etwas lebhaft sind und dass es ihnen Mühe bereitet, sich für längere Zeit auf ein Thema zu konzentrieren. Insbesondere die Arbeit mit schriftlichen Quellen, die ein genaues Lesen erfordert, bereitet ihnen Schwierigkeiten.3 Dies fällt ihnen sehr schwer, auch den leistungsstärkeren Schülern, die tatsächlich wesentlichen Aspekte eines Textes zu erfassen und zu interpretieren. Sie suchen die entscheidenden Textstellen zwar heraus, sind aber nicht in der Lage sie richtig zu deuten oder in größeren Zusammenhängen einzuordnen. Das ist eine Herausforderung an das Lehrer- Schüler Gespräch in der Stunde, denn an der Stelle ist es äußerst wichtig die richtigen Fragen zu stellen, anstatt auf die richtigen Antworten zu warten oder solange zu fragen und mehr Informationen Preis zu geben, bis die gewollte Antwort gegeben wird. Da gibt es sicher Qualitätsunterschiede zwischen leistungsstärkeren und leistungsschwächeren SchülerInnen, dennoch sind diese Fähigkeiten bei allen stark zu verbessern.

Hinsichtlich des individuellen Leistungsniveaus gilt folgendes: ...4 tritt oft hervor mit sehr intelligenten Fragen und Antworten, die den Unterricht bereichern können. Sie macht ihre Arbeit recht unauffällig, ist dabei aber stets bereit, sich am Unterrichtsgeschehen aktiv zu beteiligen. ... und ... gehören ebenfalls zu den eher leistungsstarken Schülern.5 Auch bei ihnen hängt die Bereitschaft zur Mitarbeit stark davon ab, ob man es schafft, sie zu motivieren. Gerade ... ist durch wiederholtes Aufrufen und das Gefühl, ihre Meinung bringt die Stunde inhaltlich voran, stark zu motivieren. Gelingt es nicht diese Motivation aufzubauen, kann ... schnell zu einer Unterrichtstörung werden, da sie dann den Kontakt zu allen SchülerInnen in ihrem Umkreis sucht.

Schüler wie ..., ... oder ... fallen im Unterricht so gut wie gar nicht auf. Aktive Mitarbeit von selbst ist bei den genannten nicht zu erwarten. Wenn sie aufgerufen werden, wird oft deutlich, dass sie weder dem Unterricht gefolgt, noch willens sind, an diesem Umstand etwas zu ändern. Auch wiederholtes Aufrufen führt nicht dazu, dass sie dem Unterricht mehr Aufmerksamkeit schenken. Es sind gerade diese Schüler, die immer wieder dadurch auffallen, dass sie keine Hausaufgaben anfertigen. Von Nachteil ist es dabei sicher, dass gerade diese Schüler in den hinteren Reihen sitzen. Vielleicht sollte die Klasse nach Leistungskriterien stärker vermischt werden, so dass es keine Häufungen von vermeintlich leistungsschwachen SchülerInnen an einem Ort im Klassenraum gibt. Ansonsten ist schwer feststellbar, ob es bei den genannten SchülerInnen tatsächlich die Leistungsgrenzen sind, die sie an einer aktiveren Mitarbeit im Unterricht hindern oder ob sie schlicht keine Lust dazu haben. Im ersten Fall könnten gezielt Förderungsmaßnahmen durchgeführt werden, um ihnen die Möglichkeit zu geben, besser dem Unterricht zu folgen. Das wäre zum Beispiel möglich beim Arbeiten mit Textquellen, indem man ihnen gezielt kürzere und leicht verständlichere Materialien gibt oder indem man sie aktiv bei dieser Arbeit unterstützt.

Lehrer-Schüler-Verhältnis.... als Geschichtslehrerin dieser Klasse genießt großen Respekt und Akzeptanz. Sie wird sowohl als Mensch, als Lehrerin und auch als Expertin ihres Faches respektiert. Sie hat die Fähigkeit die Klasse mit Handzeichen zu „steuern“. Es gibt Gesten und Zeichen, die die ganze Klasse versteht und sich auch danach richtet. Sie gibt der Klasse durch ihre Körpersprache zu verstehen, dass sie Interesse an ihnen hat, indem sie ihnen beim Unterrichtsgespräch in die Augen schaut, ihnen aufmerksam zuhört und sie gegebenenfalls lobt. ... bevorzugt keine einzelnen Schüler, benachteiligt aber auch niemanden. Durch ihren Humor schafft sie es auch harsche Kritik an den Schüler zu bringen, ohne dass der sich verletzt oder bloßgestellt fühlt, aber dennoch verstanden hat, dass es die letzte Warnung war. Obwohl ich in der Klasse nur kurze Zeit unterrichtete, akzeptierten mich die SuS als „angehenden“ Lehrer. Bei Fragen hat sich die Klasse vertrauensvoll an mich gewandt und das Arbeiten der Lerngruppe war interessiert und zuverlässig. Mein Verhältnis zur Klasse würde ich insgesamt als respektvoll, offen und über weite Strecken als spannungsfrei charakterisieren. Dennoch hat es vereinzelt Unterrichtsstörungen gegeben,6 gegen die ich konsequent und bestimmt vorgegangen bin (mündliche Ermahnungen, Androhung von Hausaufgaben).

Fazit. Insgesamt ist die Klasse leistungsfähig und engagiert, aber entwicklungsbedingt nicht einfach. Folglich wird es wohl keine grundsätzlichen Motivations-, wohl aber leichte Disziplinschwierigkeiten geben, die durch Ermahnungen beseitigt werden können. Das Hauptproblem der Stunde wird darin bestehen, die Kinder dauerhaft für das Thema der Stunde zu interessieren und ihre Aufmerksamkeit auf einem möglichst hohen Niveau zu halten. Das ist der Gesichtspunkt, an dem methodisch anzusetzen sein wird.

1.2 Sachanalyse

Darstellung des historischen Sachverhalts. Das Spätmittelalter stellt ein Themenfeld dar, das in der Geschichtswissenschaft stets besondere Aufmerksamkeit findet. Der Zeitraum zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert wird als Übergang von einer ‚absterbenden‘ Zeit hin zu einer durch Humanismus, politischen Polyzentrismus sowie Renaissance und Reformation charakterisierten Frühen Neuzeit bezeichnet.7 Eine epochale Phase, der Ereignisse wie der Fall Konstantinopels 1454 und die Erfindung des Buchdrucks in den 1450er Jahren oder die Entdeckung Amerikas 1492 vorausgingen. Dies war eine Zeit des strukturellen Wandels, die geprägt wurde durch das Aufkommen erster prä-kapitalistischer Produktionsweisen und die ersten Elemente frühmoderner Staatenbildung.8

Der eben erwähnte ökonomische Fortschritt steigerte im spätmittelalterlichen Europa die Nachfrage nach Edelmetallen, Gewürzen und Seide. Auf Grund dieser Tatsache wurde vor allem der Handel mit China und Indien für die europäischen Händler stetig lukrativer. Infolgedessen entstanden seit Ende des 13. Jahrhunderts wichtige Verkehrs- und Handelszentren im Mittelmeerraum wie Venedig und Genua.9 Gleichzeitig findet mit dem Orienthandel die Rivalität zwischen dem Christentum und dem Islam eine Fortsetzung statt. Trotz der religiösen und machtpolitischen Konflikte zwischen dem Morgen- und Abendland entstanden erste Anfänge eines Welthandels.10 Der Orienthandel wurde jedoch mit dem Vordringen der Osmanen und der Einnahme von Konstantinopel 1453 empfindlich gestört. Dies galt besonders für die Handelsroute von Indien über das Osmanische Reich nach Europa, da dann auf Waren wie Seide, Baumwolle und Gewürze Zölle entrichtet werden mussten. Die darauf folgende Verteuerung von Handelswaren führte zu einer Suche nach neuen Handelsrouten.11 Besonders die iberischen Monarchien Portugal und Spanien waren an neuen Handelsrouten zu den reichen Umschlagplätzen im Nahen Osten und Indien interessiert, um den osmanischen Zollschranken zu umgehen. Daraus folgend begannen beide Königreiche die Seerouten an der westafrikanischen Küste auszudehnen und sogar Afrika zu umrunden und Handelsposten zu etablieren.12

Für die europäische Expansion bestand zunächst die Notwendigkeit technischer Veränderungen sowie Erneuerungen. Der technische Fortschritt war folglich notwendig und zugleich ein weiteres Charakteristikum für Europa zu dieser Zeit. Zu erwähnen sind Erfindungen wie beispielsweise der Kompass oder der Buchdruck. So ermöglichte der Buchdruck eine Vervielfältigung der Bibel und führte zur Verbreitung der christlichen Religion. Die längeren Handelsrouten führten zum Bedarf von neuen Schiffsklassen mit größerer Reichweite. Auf Grund der Entwicklung modernerer Segelschiffe13 konnten Seefahrten über längere Strecken unternommen werden.14 Außerdem fanden Übersetzungen von Ptolemäus‘ Ansichten zur Welt in See- und Weltkarten vermehrt Anwendung, denen die Erkenntnis der Kugelgestalt der Erde zu Grunde lag. Das heißt, dass sich das Weltbild sukzessive verändert hatte. Dies spielte bei den Planungen für Kolumbus Reise eine wesentliche Rolle.

Aus den bereits erwähnten Gründen, des technischen Fortschrittes und der Abwendung vom geozentrischen Weltbild, begannen eine Reihe von Entdeckungsfahrten. Diese leiteten eine Expansion europäischer Lebensweisen und Kulturen ein. Die Erkundungsfahrten im Spätmittelalter bestimmen folglich das Zeitalter der europäischen Entdeckungen, so wurde der Seeweg nach Indien erschlossen, Kolumbus entdeckte Amerika und es wurde die Umsegelung der Welt erreicht. Aber schon vorher gab es Entdeckungen wie die von Marco Polo, der den Landweg nach China und Indien im 13. Jahrhundert bereiste. Auf Grund der Tatsache, dass sich innerhalb weniger Jahrzehnte das Wissen über Geographie und fremde Länder explosionsartig vermehrte, wird die Epoche auch als das Zeitalter der „großen geographischen Entdeckungen“ bezeichnet.15 Das geographische Wissen hatte sich bis dahin seit der Antike kaum vermehrt. Ein Blick auf die Weltkarte aus dem 12./13. Jahrhundert verrät, dass den europäischen Kulturen lediglich Europa vom Atlantik bis Zentralrussland, die nordafrikanischen Küsten und Teile des Nahen und Mittleren Orients bekannt waren. Europa besaß ein rudimentäres Wissen über China und Indien, welches jedoch vorwiegend aus der Antike stammte. Erst Marco Polo brachte neues Wissen aus dem fernen Osten nach Europa.16 Weiterhin waren Renaissance und Humanismus in Europa von Bedeutung. Ein neues Welt- und Menschenbild entstand. Philosophie, Kultur, Wissenschaft und Literatur der griechisch- römischen Antike wurden wieder entdeckt. Das kulturelle Wiederaufleben stand für die Renaissance. Ab dem 19. Jahrhundert wurde Renaissance als eine Epoche der abendländischen Geschichte bezeichnet. Das Charakteristikum des Humanismus war die Wiederentdeckung antiker Schriften, die Würde und Wert jedes Individuums und das Streben nach Vervollkommnung des Menschen betonte. Auf der einen Seite prägten Renaissance und Humanismus diese Epoche, andererseits jedoch auch Sklavenhandel und Inquisition.17

Bezugnehmend an den vorausgegangenen Ausführungen soll auch dargelegt werden, wie widersprüchlich diese Epoche zu betrachten ist. Neben der planenden, organisierenden Leistung der Entdecker muss auch auf die Habgier, Brutalität und Grausamkeit eingegangen werden, mit der die Entdecker einheimische Kulturen verdrängten. Folglich die Kehrseite dieser Entwicklungsprozesse, die sich daraus für die autochthonen Bevölkerungen ergaben. Diese bestand vor allem aus Ausbeutung, Unterdrückung und Vernichtung. Daher stellen Entdeckung und Eroberung bzw. kulturelle Durchdringung eines Großteils der Welt durch Portugiesen und Spanier im 15. und 16. Jahrhundert zweifellos historisch bemerkenswerte Leistungen dar, im positiven wie im negativen Sinne. So geht aus der entstehenden Kolonialherrschaft einerseits Unterdrückung und Fremdherrschaft hervor, andererseits jedoch auch technische Fortschritte zum Beispiel im medizinischen oder landwirtschaftlichen Bereich.18

Forschungslage. Der Übergang vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit führt an einer Vielzahl von Gesichtspunkten zu erheblichen Kontroversen in der Wissenschaft. Einer der wichtigsten Aspekte der Forschung ist in diesem Zusammenhang die Frage nach den Auswirkungen für den Wandel im poltischen, ökonomischen, sozialen und religiösen Sektor. Für Krämer veränderte sich innerhalb der mittelalterlichen feudalen Gesellschaftordnung die soziale und wirtschaftliche Struktur des Abendlandes. Gewinnmaximierendes Denken, neue Produktionsweisen oder technischer Fortschritt sind für ihn ausschlaggebend. Den Ausgangspunkt stellt hierfür die sukzessive Städteentwicklung dar, von der aus die Konzentration von Kapital und die Freisetzung von Arbeitskräften begann. Die Veränderungen im ökonomischen Bereich bezeichnet er als Frühkapitalismus, der allmählich zu einem globalen Warenverkehr führte.19 Wolf hat sich ebenfalls auf den sozialökonomischen Faktor spezialisiert. Bei ihm geht es unter anderem um neue Wirtschaftszweige auf Grund gewandelter Wirtschaftsstrukturen, um neue Handelsmärkte und um ein verändertes Wirtschaftsdenken. Seiner Meinung nach förderten gerade die Veränderungen im Bereich der Ökonomie den Machtanspruch europäischer Akteure, was allmählich zur Kolonialisierung und zum Imperialismus führte.20 Marboe wiederrum beschäftigt sich vorwiegend mit Spanien und Portugal. Er verdeutlicht das Streben nach Macht und Reichtum der iberischen Akteure. Auf Grund der ökonomischen und militärischen Erfolge sieht er am Beispiel Spaniens erste Elemente einer modernen Staatenbildung. Eine Entwicklung, die bis weit hinein in das 20. Jahrhundert andauern sollte.21 Im Gegensatz dazu verdeutlicht Seltmann das veränderte Weltbild an der Schwelle zu einem neuen Zeitaltalter. Dabei geht es ihr nicht nur um einen Wandel im Bereich der Kartographie, sondern auch um einen geistigen und religiösen Wechsel. Ergo die Orientierung der Gläubigen im Interesse am eigenen Seelenheil wird zunehmend vom Begehren nach empirischer Überprüfbarkeit verdrängt.22 Dor-Ner betrachtet die negativen Folgen für die indigenen Völker, die sich aus dem Zeitalter der Entdeckungen ergaben.

[...]


1 ‘Schüler‘ schließt Schülerinnen mit ein.

2 Nach meinen Beobachtungen ist ... nach einem halben Jahr gut in die Klasse integriert und allgemein akzeptiert.

3 Dieselben Probleme konnte ich ebenfalls in der Parallelklasse feststellen. Mehrere Lehrer haben in Bezug darauf die Aussage getätigt, dass die Schüler Texte nicht mehr richtig lesen können.

4 Vom Lehrertisch aus betrachtet: ...sitzt vorn in der ersten Reihe.

5 Vom Lehrertisch aus betrachtet: ... sitzt an der Fensterreihe bei der ‚Jungsfraktion‘ und ... in der ersten Reihe.

6 Das betrifft vor allem ... und

7 Vgl.: Hoensch, Jörg K.: Kaiser Sigismund. Herrscher an der Schwelle zur Neuzeit 1368 - 1437, München 1996, S. 13.

8 Vgl.: Völker-Rasor, Anette: Oldenbourg Geschichte Lehrbuch – Frühe Neuzeit, 3. Auflage, München 2010, S. 15 f.

9 Vgl.: Verlinden, Charles und Schmitt Eberhard (Hg.): Die mittelalterlichen Ursprünge der europäischen Expansion, Band 1, München 1986, S. 77 ff.

10 Vgl.: Gollwitzer; Heinz: Geschichte des weltpolitischen Denkens – Vom Zeitalter der Entdeckungen bis zum Beginn des Imperialismus, Band 1, Göttingen 1972, S. 44 - 47.

11 Vgl.: Zimmermann, Harald: Das Mittelalter. II. Teil – Von den Kreuzzügen bis zum Beginn der großen Entdeckungsfahrten, Braunschweig 1979, S. 218 f.

12 Vgl.: Marboe, Rene A.: Europas Aufbruch in die Welt 1450 – 1700 – Entdecker, Konquistadoren, Navigatoren und Freibeuter, Essen 2004, S. 29 f.

13 Erstes europäische Segelschiff: Karavelle.

14 Vgl.: Haustein, Hans - Dieter: Weltchronik des Messens: Universalgeschichte von Maß und Zahl, Geld und Gewicht, Berlin 2001, S. 119 f.

15 Vgl.: Haustein: Weltchronik des Messens, S. 119 f.

16 Vgl.: Schmitt, Eberhard: Die Anfänge der europäischen Expansion, 1. Auflage, Darmstadt 1991, S. 11.

17 Vgl.: Seebaß, Gottfried: Geschichte des Christentums. Spätmittelalter – Reformation – Konfessionalisierung, Stuttgart 2006, S. 69 ff.

18 Vgl.: Dor-Ner, Zvi: Kolumbus und das Zeitalter der Entdeckungen, Köln 1991, S. 279 – 284.

19 Vgl.: Krämer, Walter: Neue Horizonte – Das Zeitalter der grossen Entdeckungen, 2. Auflage, Leipzig 1972, S. 17 – 36.

20 Vgl.: Pöschko, Hans H.: Reformation, Entdeckung Amerikas & Co. – Die Frühe Neuzeit im Geschichtsunterricht, in: Praxis Geschichte: Frühe Neuzeit, 1/2000, S. 4 - 7.

21 Vgl.: Marboe: Europas Aufbruch in die Welt, S. 26 - 53.

22 Vgl.: Seltmann, Ingeborg: Vom Heilsplan zu Handelskarte - Ein neues Weltbild entsteht, in: Praxis Geschichte: Frühe Neuzeit, 1/2000, S. 16 ff.

Details

Seiten
26
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783346164353
ISBN (Buch)
9783346164360
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v589436
Note
2,5
Schlagworte
Europa Entdeckungsfahrten Kolumbus Afrika Meer Schifffahrt Europäische Zeitalter Frühe Neuzeit Grundbaustein für die spätere Kolonialisierung

Autor

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    N. H. (Autor)

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