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Vergleich von Methoden für die Wirtschaftlichkeitsanalyse von Informationssystemen am Beispiel der Beurteilung von Projektmanagementsoftware

Seminararbeit 2005 25 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen und Definitionen
2.1 Rationales Verhalten
2.2 Wirtschaftlichkeit
2.3 Informationssysteme
2.4 Projektmanagementsoftware

3 Vergleichskriterien

4 Quantitative Methoden
4.1 Statische Verfahren
4.2 Dynamische Verfahren
4.3 Vor- und Nachteile

5 Qualitative Methoden
5.1 Argumentenbilanz
5.2 Nutzwertanalyse
5.3 Portfoliomatrix
5.4 Hedonic Wage Ansatz
5.5 Vor- und Nachteile

6 Zusammenfassung

7 Kritische Würdigung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Portfoliomatrix

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Vollständiger Finanzplan

Tab. 2: Argumentenbilanz

Tab. 3: Nutzwertanalyse

Tab. 4: Tätigkeitsprofil-Matrix

Tab. 5: Hedonic Wage Ansatz

Tab. 6: Zusammenfassende Gegenüberstellung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Diese Seminararbeit behandelt das Thema „Vergleich von Methoden für die Wirtschaftlichkeitsanalyse von Informationssystemen am Beispiel der Beurteilung von Projektmanagementsoftware“. Dabei werden die klassischen, quantitativen Methoden der Investitionsrechnung und die alternativen, qualitativen Methoden erörtert. Im Anschluss daran werden die Verfahren in einer Gegenüberstellung hinsichtlich deren Eignung zur Beurteilung von Projektmanagementsoftware im Unternehmen verglichen.

2 Grundlagen und Definitionen

2.1 Rationales Verhalten

Rationales, vernünftiges Verhalten wird sowohl in der Mikroökonomik als auch in der Entscheidungstheorie als Nutzenmaximierung der Haushalte bzw. als Gewinnmaximierung[1] der Unternehmen bei gegebener Budget-, bzw. Kostenrestriktionen definiert. Dieses Verhalten bedingt implizit die Fähigkeit der Wirtschaftssubjekte, Werturteile zu treffen, um Güter bzw. Dienstleistungen anhand einer vollständigen, individuellen Präferenzrelation miteinander zu vergleichen.[2] Aus dieser Relation kann ggf. eine Nutzenfunktion hergeleitet werden. Sie ordnet jeder Güter- bzw. Dienstleistungseinheit einen Nutzen zu. In der Literatur werden Nutzen und Gewinn oftmals synonym verwendet.

2.2 Wirtschaftlichkeit

Es gibt viele Definitionen für Wirtschaftlichkeit. Angefangen von der Formel [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] , über das Maximum-, Minimum-, bzw. Optimalprinzip[3] hin bis zur Interpretation als ein „Ausmaß der Zielerreichung.“[4] Vor dem Messen der Zielerreichung müssen zunächst ein mal klare Ziele definiert, sowie Methoden zu deren Erreichung aufgestellt werden. Im Rahmen dieser Arbeit wird postuliert, daß ein rationaler Entscheider eine wirkliche Verbesserung der Ausgangssituation ohne Projektmanagementoftware, anstrebt. Hierfür hat er die Möglichkeit eine Projektmanagementsoftware zu beschaffen und einzuführen. Er strebt also danach, daß die Nutzeneffekte die Kostenfaktoren überwiegen. Der Entscheider kann hierbei mit den Methoden der Wirtschaftlichkeitsrechnung prüfen, ob sich der Einsatz von Projektmanagementsoftware lohnt oder nicht.

2.3 Informationssysteme

Informationssysteme sind Abbildungen von Systemen, die intersubjektiv feststellbare Daten sowie subjektive menschliche Vorstellungsinhalte umfassen.[5] Ein Informationssystem (IS) „besteht aus Menschen und Maschinen, die Informationen erzeugen bzw. nutzen und die durch Kommunikationsbeziehungen miteinander verbunden sind“.[6] Ferner wird ein IS definiert als ein „künstliches, reales System, das aus maschinellen und natürlichen Elementen besteht und der zielsetzungsgerechten Verarbeitung von Informationen dient“.[7] Konkret sind das „...Systeme zum Speichern und Abfragen von Informationen mithilfe einer Datenverarbeitungsanlage“.[8]

2.4 Projektmanagementsoftware

Projektmanagementsoftware (PMS) ist eine Anwendungssoftware, welche „die Projektplanung, -verfolgung und -steuerung hinsichtlich Terminen, Kosten und Technik ... unterstützt.“[9] PMS bildet eine Untermenge von IS. Sie zeichnet sich u. a. durch folgende monetäre Eckdaten aus der Praxis aus:

- Einmalige Lizenzkosten betragen ca. 1500 € bis 3000 € pro Lizenz
- Die jährlichen Wartungskosten entsprechen 18 % des Lizenzpreises
- Ein Berater, der die PMS installiert und konfiguriert, kostet 1000 € / Tag

3 Vergleichskriterien

Ein wichtiges, in der Literatur diskutiertes Kriterium sind Kosteneinsparungen in Verbindung mit Informations- und Kommunikationssoftware. Kosteneinsparungen führen bei konstanten Erlösen zu einem optimalen Gewinn. Ein rationaler Investor würde gerne außer den möglichen Kosteneinsparungen auch noch die mögliche Mindestverzinsung seines Kapitals kennen. Ferner wird die Aussagefähigkeit und Nachvollziehbarkeit der Verfahren in der Literatur hervorgehoben.[10] Die Transparenz hinsichtlich laufender oder geplanter Softwareprojekte ist ebenfalls bedeutend, da sich der IT-Manager einen klaren Überblick über den Fertigstellungsgrad, Personaleinsatz und Budgetverteilung verschaffen muss. Dadurch kann er bei weniger profitableren Projekten schneller intervenieren, um den Projekterfolg zu sichern. Die PMS unterstützt durch eine möglichst hohe Transparenz der Projekte die o.g. Projektplanung, -verfolgung und –Steuerung. Die Durchlaufzeiten vom Projektantrag über die Projektgenehmigung bis hin zum Projektstart sind ein weiteres entscheidendes Projekterfolgskriterium. Sie verursachen als Wartezeiten der beteiligten Mitarbeiter vermeidbare Transaktionskosten. Nicht minder beachtenswert ist die technische Flexibilität der PMS in Bezug auf ihre Integration in bestehender oder künftiger Software wie z.B. Datenbank-Systeme, ERP-Systeme, Analysetools etc. Zudem kann eine technisch flexible PMS verschiedene Funktionalitäten von Einzellösungen auf Basis einer zentralen Datenhaltung und Integration übernehmen und infolgedessen diese Lösungen ersetzen. Die Qualität der erstellten Software spielt ebenfalls eine tragende Rolle.[11] Je höher die Qualität ist, desto zufriedener sind die damit arbeitenden Kunden. Sie sollen durch hohe Zufriedenheit dazu animiert werden, die Software erstellende IT-Abteilung auch in Zukunft als Dienstleister zu beauftragen. Der Einsatz von PMS kann ebenfalls - durch eine Verpflichtung der Entwickler zu einem standardisierten Vorgehen über den ganzen Softwarelebenszyklus hinweg - zu Fehlervermeidung oder Fehlerverringerung und damit zu einer Qualitätsverbesserung führen. Das letzte Kriterium ist der Einsatzaufwand der Modelle.[12]

4 Quantitative Methoden

4.1 Statische Verfahren

Es existieren eine Reihe quantitativer Methoden zur Beurteilung von Wirtschaftlichkeit. Sie gliedern sich in statischen und dynamischen Verfahren.

Die statische Gewinnrechnung ist eine Überschußrechnung. Der statische Gewinn ist der Überschuß eines Durchschnittsjahresdeckungsbeitrags über den statischen Kapitaldienst der sich aus einer linearen, kalkulatorischen Abschreibung und kalkulatorischer Kapitalkosten zusammensetzt.[13] Während der statische Gewinn nur anzeigt, ob der Deckungsbeitrag mindestens ausreicht, um die Kosten zu decken, gibt die statische Rentabilität ergänzend an, zu wie viel Prozent Mittel aus der Investition zurückfließen. Sie wird daher auch Return on Investment, kurz ROI, genannt.[14] Der ROI mit dem Marktzins i verglichen werden.[15] Vorteilhaft ist demnach ein Projekt wenn der ROI größer als i ist. Die statische Amortisationsrechnung zeigt, ab wann sich eine Investition auszahlt. Grob stellt allerdings fest, daß der Versuch mit einem einperiodigen Modell den Amortisationszeitpunkt innerhalb eines Mehrperiodenzeitraums zu bestimmen, scheitert.[16] Alle statischen Modelle berücksichtigen keine Zinseszinseffekte. Das ist jedoch bei mehrperiodigen IT-Projekten realitätsfern, weshalb sie abzulehnen sind.

[...]


[1] Vgl. Schumann, J., Grundzüge der mikroökonomischen Theorie, 1999, S. 97 ff.

[2] Vgl. Kruschwitz, L., Finanzierung und Investition, 2004, S. 30

[3] Vgl. Tempelmeier, G., Produktion und Logistik, 2005, S. 3

[4] Vgl. Kargl, H., Controlling im DV-Bereich, 1994, S. 70

[5] Vgl. Grochla, E., Szyperski, N., Management-Informationssysteme, 1971, S. 384

[6] Vgl. Hansen, H., R., Grundlagen betrieblicher Informationsverarbeitung, 1996, S. 67

[7] Vgl. Grob, H., L., Einführung in die Wirtschaftsinformatik, 2004, S. 1

[8] Vgl. Becker, M., Haberfellner, R., Liebetrau, G., EDV-Wissen für Anwender, 1995, S. 684

[9] Vgl. Wischnewski, E., Modernes Projektmanagement, 1999, S. 112

[10] Vgl. Pietsch, T., Bewertung von Informations- und Kommunikationssystemen, 2003, S. 56

[11] Vgl. Antweiler, J., Wirtschaftlichkeitsanalyse von Informations- und Kommunikationssystemen 1995, S. 103

[12] Vgl. Pietsch, T., Bewertung von Informations- und Kommunikationssystemen, 2003, S. 55

[13] Vgl. Grob, H., L., Einführung in die Investitionsrechnung, 2001, S. 21

[14] Vgl. Nagel, K., Nutzen der Informationsverarbeitung, 1990, S. 21ff.

[15] z.B. Bundesschatzbriefe

[16] Vgl. Grob, H., L., Einführung in die Investitionsrechnung, 2001, S. 30

Details

Seiten
25
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638530415
Dateigröße
577 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v58995
Institution / Hochschule
Universität Osnabrück – Organisation und Wirtschaftsinformatik
Note
2,3
Schlagworte
Vergleich Methoden Wirtschaftlichkeitsanalyse Informationssystemen Beispiel Beurteilung Projektmanagementsoftware SBWL-Seminar

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Titel: Vergleich von Methoden für die Wirtschaftlichkeitsanalyse von Informationssystemen am Beispiel der Beurteilung von Projektmanagementsoftware