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Erneuerbare Energien und fossile Brennstoffe

Seminararbeit 2005 25 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erneuerbare Energien
2.1 Definition
2.2 Wasserkraft
2.3 Windenergie
2.4 Erdwärme
2.5 Biomasse
2.6 Sonnenenergie

3 Fossile Brennstoffe
3.1 Definition
3.2 Erdöl
3.3 Erdgas
3.4 Braun- und Steinkohle

4 Rechtliche Behandlung von EE und Fossilen Brennstoffen

5 Förderpolitik
5.1 Förderpolitik von der EU
5.2 Förderpolitik vom Bund
5.3 Förderpolitik von den Ländern

6 Zukunftsaussichten

7 Resümee

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die Bevölkerung und die Wirtschaft der gesamten Welt haben einen riesigen Bedarf an Ener-gie. Um diesen abzudecken, griff man in der Vergangenheit ausschließlich auf fossile Brenn-stoffe zurück. Mit der Zeit merkte man aber, dass fossile Energieträger nicht ewig zur Ver-fügung stehen werden. Hinzu kommen noch zwei weitere Probleme: zum einen entstehen bei der Verbrennung dieser Brennstoffe Treibhausgase, die das Weltklima beträchtlich verändern und zum anderen wächst die Weltbevölkerung immer noch an, sodass auch der Bedarf an Energie weiterhin steigen wird.[1] Der Einsatz von erneuerbaren Energien soll helfen, das Treib-hausproblem und das Problem der Endlichkeit der Rohstoffe zu lösen.

In dieser Arbeit soll auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten erneuerbarer Energien und fossiler Brennstoffe, deren unterschiedliche rechtliche Behandlung sowie die Förder-programme von EU, Bund und Ländern eingegangen werden. Den Schluss bilden dann die Zukunftsaussichten der einzelnen Energieträger.

2 Erneuerbare Energien

2.1 Definition

Bei erneuerbaren Energien handelt es sich um Energievorräte, die den Menschen unbegrenzt zur Verfügung stehen. Primär zählen zu diesen Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Erdwärme. Allerdings sind alle Energiequellen mit - Ausnahme der Erdwärme - in irgendeiner Weise auf die Wirkung der Sonne zurückzuführen. Der Wasserkreislauf existiert aufgrund der Sonnen-einstrahlung, ebenso der Wind, welcher in der Atmosphäre entsteht, und nicht zuletzt die Pflanzen, welche nur mit Hilfe des Sonnenlichts wachsen können.[2] Dem Wortlaut nach ist im Grunde genommen nur die Energie eine erneuerbare Energie, welche aus der Biomasse ent-steht, da Pflanzen immer wieder neu angebaut werden können, wogegen Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme ständig vorhanden sind und nicht regeneriert oder erneuert werden müssen.[3] Erneuerbare Energien werden in Deutschland seit dem Inkrafttreten des EEG 2000 gesetzlich gefördert, um weg von fossilen Brennstoffen und hin zu mehr Umweltbewusstsein zu gelangen. Schon heute produzieren die erneuerbaren Energien 10% des Stroms, wobei die Hälfte davon von der Windenergie geleistet wird; zu 5% tragen sie zur Wärmeversorgung bei. Das hat zur Folge, dass durch den Einsatz der EE 2004 rund 70 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden konnten.[4] Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2010 den Anteil an erneuerbaren Energiequellen zu verdoppeln: 22,1% des Energieverbrauchs der Union soll nur mit erneuer-baren Energien gedeckt werden,[5] was zur Folge haben wird, dass sich der Kohlendioxidgehalt in der Luft weiter vermindert. Ebenfalls reduziert sich die Schadstoffabgabe an die Luft, da die Nutzung von fossilen Brennstoffen und deren Verbrennung zur Energiegewinnung zurückgehen wird. Im Folgenden soll ein kleiner Einblick in die verschiedenen Arten erneuerbarer Energie sowie deren Nutzung und Umwandlung mittels spezieller Technologien gegeben werden.

2.2 Wasserkraft

Diese Art der Energiegewinnung zählt zu den ältesten Methoden, Energie zu gewinnen. Früher baute man z. Bsp. Mühlen an einen Bach oder Fluss, um die Kraft des Wassers nutzen zu können; heutzutage wird die Wasserkraft größtenteils für die Stromerzeugung verwendet. Dabei macht sie ungefähr 20% der Weltproduktion aus und ist somit die einzige erneuerbare Energie, die derzeit einen nennenswerten Anteil an der Weltenergieversorgung hat. In Deut-schland liegt der Anteil der Wasserkraft nur bei 4-5%.[6] Das liegt aber daran, dass in Deutschland vorwiegend fossile Brennstoffe genutzt werden.

Die Wasserkraft kommt im Wesentlichen in Seen und Flüssen von Gebirgen zum Einsatz. Sie ist sehr umweltverträglich, da keine Verbrennung stattfindet und deswegen auch kein Kohlen-dioxid freigesetzt wird. Jedoch kommt es oft vor, dass Flussläufe oder Stromverhältnisse ver-ändert werden müssen, um eine bessere Wasserkraft zu bekommen, denn je höher die Wasser-fallhöhe und die jeweilige Wassermenge pro Zeiteinheit ist, desto höher ist auch das Energie-potential.[7] Der Nachteil der Wasserkraft liegt aber darin, dass in die Natur eingegriffen wird. Dies gilt auch, wenn Stauseen und Staudämme an nicht geeigneten Stellen erbaut werden. In diesem Fall kann es sogar sein, dass das Landschaftsbild völlig zerstört wird. Auch die Tier- und Pflanzenwelt, welche sich im Gewässer oder in Ufernähe befinden, wird somit verändert und nicht selten zerstört.

Aber wie wird nun die Wasserkraft genutzt? Durch die Strömung besitzt das Wasser eine kine-tische und potentielle Energie, die in Wasserkraftwerken über die dort errichteten Turbinen-räder in mechanische Rotationsenergie umgewandelt wird. Diese Rotationsenergie wird zum Antrieb von Maschinen oder Generatoren genutzt, welche dadurch in der Lage sind, Strom zu erzeugen.[8] Dabei können bis zu 90% der Energie genutzt und in elektrische Energie umgewan-delt werden. Das ist eine sehr beachtliche Leistung und somit ist der Gesamtwirkungsgrad tech-nisch kaum zu verbessern.[9] Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass Wasserkraftwerke eine der kostengünstigsten Stromerzeugungsmöglichkeiten ist, die es gibt - auch wenn die Kos-ten für die Bauten sehr hoch und die Landschaftsveränderungen teilweise sehr aufwendig sind. Die Vorteile dieser Form der Energiegewinnung sind zum einen die hohe Lebensdauer und zum anderen die geringen Betriebskosten.[10] Außerdem nutzt man bei der Wasserkraft ebenfalls die Meeresenergie, die Temperaturunterschiede in den unterschiedlichen Tiefen des Meeres, die Wellenkraft, die Meeresströmungen (Ebbe und Flut) sowie die unterschiedlichen Wasserspie-gelhöhen. Diese Methoden sind allerdings nicht ganz so wirtschaftlich wie die weiter oben beschriebenen Wasserkraftwerke und seien hier nur am Rande erwähnt.[11]

2.3 Windenergie

Auch der Wind ist eine sehr alte Form der Energiegewinnung. Schon frühzeitig merkten die Menschen, dass man die Bewegungsenergie des Windes sinnvoll nutzen kann und mahlten beispielsweise das Korn mit Windmühlen.[12]

Ebenso wie die Wasserkraft stellt der Wind keine unmittelbare Umweltbelastung dar und ist sehr ressourcenschonend. Neben der Wasserkraft ist die Windenergie eine der billigsten Ener-gieerzeugungsmöglichkeiten die es derzeit gibt. Allerdings wird durch das Aufstellen dieser riesigen Windkraftanlagen häufig das Landschaftsbild zerstört und auch kommt es nicht selten vor, dass sich nahe gelegene Anwohner über die Rotorlaufgeräusche oder die Schattenwirkung der großen Rotorblätter beschweren.[13] Dies führt zur ersten Einschränkung der Errichtung sol-cher Windanlagen. Eine zweite Einschränkung bietet der Wind selbst, denn nicht überall ist der Wind so stark, dass es sich lohnt dort eine Windkraftanlage zu errichten. Die Voraussetzung für die Effizienz solcher Windräder ist also auch eine ausreichende Windstärke. Innerhalb Deut-schlands weht der Wind in Küstennähe am stärksten, da die Luftmassen über dem Meer nur sehr wenig abgebremst werden.[14]

[...]


[1] http://www.atmosphere.mpg.de/enid/0,55a304092d09/Nr2JuneO5_Context_4rf.html.

[2] Staab, J., Solare Energien (2001), S.37.

[3] Staab, J., Solare Energien (2001), S.39.

[4] http://www.landvolk.net/4003.htm.

[5] http://www.schurwald-solar.de/Erneuerbare_Energien/erneuerbare_energien.html.

[6] Staab, J., Solare Energien (2001), S.40.

[7] www.eon-wasserkraft.com.

[8] www.bee-ev.de.

[9] http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkraft.

[10] Kleemann, M., Regenerative Energiequellen (1993) S.12.

[11] Staab, J., Solare Energie (2001), S.42.

[12] www.bee-ev.de.

[13] Staab, J., Solare Energien (2001), S.58.

[14] Kaltschmitt, M. / Wiese A.,EE in Deutschland (1993), S.78.

Details

Seiten
25
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638551465
ISBN (Buch)
9783656251385
Dateigröße
424 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v61760
Institution / Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Note
2,3
Schlagworte
Erneuerbare Energien Brennstoffe Unternehmensrechnung Controlling

Autor

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Titel: Erneuerbare Energien und fossile Brennstoffe