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Die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarkt 2003 bis 2005, auch im Hinblick auf die Arbeit der Jugendberufshilfe und -sozialarbeit

Hausarbeit 2005 17 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Zukunft der Arbeitsgesellschaft
1.1. Jugendarbeitslosigkeit
1.1.1 Das Normalarbeitsverhältnis
1.1.2 Entwicklung der Ansprüche an Qualifikation

2. Die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt
2.1. Entwicklungstrends
2.1.1 Fakten und Zahlen
2.1.2 Die generelle Kritik
2.2 Sicherung des Angebots an Ausbildungsplätzen
2.3 Entwicklung der betr. & außer- betr. Ausbildungsverträge
2.4 Vorausschätzung der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen 2005.
2.5 Regionale Entwicklung der Berufsausbildung
2.6 Ausbildungsstellenmarkt – Lehrstellenlücke 2003 - 2005

3. Die Entwicklung des Arbeits- marktes

Schlusskommentar

Literatur

Einleitung

Als Beweggründe für die Auswahl des Themas meiner Hausarbeit, kann ich einerseits das allgemeine Interesse daran und im speziellen das persönliche Interesse an der Entwicklung des Arbeitsmarktes angeben.

Denn schon nach meiner Ausbildung musste ich feststellen, dass man selbst mit einem mehr als guten Abschluss an der „zweiten Schwelle“ scheitern kann. So dass ich nun gespannt bin, ob und wenn, welche Chancen ich wohl nach dem Studium am Arbeitsmarkt haben werde bzw. im Allgemeinen, wo es in Sachen Arbeitsgesellschaft noch mit Deutschland hingeht.

Auch wenn ich subjektiv – nur durch die Presse informiert und noch nicht selbst im Extremsten damit konfrontiert – die Entwicklung des Arbeitsmarktes noch nicht als so dramatisch beurteile, ist mir einerseits bewusst, dass die aktuelle Situation dies schon ist und andererseits gehe ich fast davon aus, dass mich die Recherchen in der mir vorliegenden Literatur eines „Besseren“ belehren werden – leider.

1. Zukunft der Arbeitsgesellschaft

Schon über 20 Jahre werden Lösungen für die stets größer werdenden Probleme auf dem Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarkt gesucht. Ebenso durchdringend wird versucht handfeste Antworten auf folgende Fragen zu finden: „Ist die Arbeitsgesellschaft in der Krise? Geht der Arbeits-

gesellschaft die Arbeit aus? Welche Bedeutung hat Arbeit für das einzelne Individuum wie für die Gesellschaft als Ganzes? Was ist mit dem Normalarbeitsverhältnis, beginnt es sich wirklich aufzulösen und wenn ja, wohin und wie sieht dann die Arbeit der Zukunft aus?“[1]

Die Frage nach der „Zukunft der Arbeitsgesellschaft“ tangiert nicht nur die größte Zahl der Lebensbereiche, sondern z.B. auch für die Jugendberufshilfe und –sozialarbeit lassen sich aus den jeweiligen Antworten, auf die oben gestellten Fragen, unterschiedliche Konsequenzen ziehen. Denn schon „die Geschichte der Jugendsozialarbeit zeigt, dass die Entwicklung des Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarktes [...] wesentlicher Ausgangspunkt für die Entwicklung von Hilfeleistungen der Jugendberufs- hilfe [war und ist].“[2]

Die unterschiedlichsten Sichtweisen über die Arbeit(sgesellschaft) der Zukunft sind zu finden. Zum Beispiel ist einerseits die Rede vom Ende der Unterjochung durch die Erwerbsarbeit und andererseits wird die Indenti- fikation mit und die Sinnstiftung durch die Erwerbsarbeit hochgepriesen. Einigkeit besteht aber auch heute noch über die Tatsache, dass „Arbeit [...] noch immer eine zentrale Rolle im gesellschaftlichen Wertesystem [spielt].“[3] Wer keine Arbeit hat verliert nicht nur den Zugang zu materiellen Werten, sondern auch zu psychosozialen Ebenen.[4]

1.1. Jugendarbeitslosigkeit

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit hat insbesondere für Jugendliche eine gravierende Bedeutung. Seit über 20 Jahren ist die Jugendarbeitslosigkeit ein ständiges Problem. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der arbeitslosen unter 25-Jährigen stetig auffallend gestiegen und das in Gesamtdeutschland. Allerdings ist die Zahl der weiblichen Jugendlichen unter den Arbeitslosen geringer. Mädchen und junge Frauen verbleiben u.a. überwiegend länger in Schulen und sie studieren mehr, als Jungen und junge Männer.[5]

1.1.1 Das Normalarbeitsverhältnis

„... Das traditionelle Normalarbeitsverhältnis [scheint] zunehmend brüchig zu werden...“[6] Das Hauptkriterium für ein solches Arbeitsverhältnis ist die in Abhängigkeit stehende Erwerbsarbeit als alleiniger Lieferant von Einkommen gewesen, das unbefristet und in der Regel vollzeit angelegt worden ist.[7] Dieses Brüchigwerden geht einher mit dem immer größer werdenden Verschwinden der Normalbiografie, die abgelöst wird durch die Patchwork-Karrieren. Man bleibt heutzutage nicht mehr von der Ausbildung bis zur Verrentung in einem einzigen Betrieb, man wechselt, man macht Fortbildungen oder schult sogar um.

Es gibt mehrere Gründe für diese Veränderung. Die Produktivität ist eindeutig angestiegen, das „gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen“[8] ist aber zurück gegangen. Die Anzahl der Personen in der Erwerbsbranche hat zugenommen – u.a. durch die größere Beteiligung der Frauen hieran.[9]

Ebenso die hohen Zahlen der Zuwanderer und Jahrgänge mit hohen Geburtenzahlen aus der Vergangenheit sind hier zu erwähnen. Wie auch die „gleichzeitige Abnahme der realen Arbeitszeit je Arbeitnehmer um gut 25 %, wodurch sich das geringere Arbeitsvolumen auf eine größere Zahl von Erwerbstätigen verteilt.“[10]

Die Veränderung der Erwerbsformen zieht enorme Folgen nach sich. Die Arbeit im Bereich der Dienstleistungen ist oft in sehr anpassungsfähige Gefüge von Organisation und Zeit integriert. Produktionsarbeit repräsentiert immer seltener typisierend die Erwerbsarbeit. Neue Formen von Arbeit und höhere Anforderungen an Qualifikationen sind die Konsequenz. Teilzeitarbeit ermöglicht nicht nur Frauen erstmalige Freiheiten zur Verbindung der Erwerbstätigkeit mit weiteren Beschäftigungen (z.B. Fortbildung, Nebenjobs) – abgesehen von der Fortsetzung der ungleichen und in Abhängigkeit stehenden Arbeits- beziehungen.[11]

Die Problematik der „Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse“[12] liegt in der Disharmonie des Arbeitsmarktes, die durch das Weiterbestehen von konservativen Normalarbeitsverhältnissen und das Aufkommen von sozial nicht ausreichend abgesicherten, irregulären Formen der Erwerbstätigkeit, entsteht. Günther Schmids Konzept der Übergangsmärkte wies auf die nötige Schaffung von „Beschäftigungsbrücken“[13] hin, diese sollen eine soziale Ausgrenzung, über die „... institutionelle Absicherung von Übergängen zwischen verschiedenen Erwerbsformen...“[14], verhindern.

1.1.2 Entwicklung der Ansprüche an Qualifikation

Die Zukunft der Arbeitsgesellschaft bleibt ungewiss. Vorhersagen für die Entwicklung der Ansprüche an Qualifikation und des Bedarfs an Arbeitskraft zeichnen jedoch ein negatives Bild.

[...]


[1] CHRISTE, Gerhard: Zukunft der Arbeitsgesellschaft. In: FÜLBIER, P.; MÜNCHMEIER, R. (Hrsg.):
Handbuch Jugendsozialarbeit, Bd. 1. 2. Aufl. Münster: Votum Verlag 2002, S. 114.

[2] www.vfk.de/agfj/veranstaltungen/1996-05-21-dokumentation.pdf, S. 18. - 16.10.05 um 23:35

[3] CHRISTE: Zukunft der Arbeitsgesellschaft..., a.a.O., S. 117.

[4] Vgl. a.a.O., S. 114 – 117.

[5] Vgl. CHRISTE: Zukunft der Arbeitsgesellschaft..., a.a.O., S. 117.

[6] A.a.O., S. 121.

[7] Vgl. a.a.O., S. 121.

[8] A.a.O., S. 124.

[9] Vgl. a.a.O., S. 117 – 124.

[10] CHRISTE: Zukunft der Arbeitsgesellschaft..., a.a.O., S. 117.

[11] Vgl. a.a.O., S. 121 – 125.

[12] A.a.O., S. 125.

[13] A.a.O., S. 125.

[14] A.a.O., S. 125.

Details

Seiten
17
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638559072
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v62709
Institution / Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Note
2,7
Schlagworte
Entwicklung Ausbildungsstellen- Arbeitsmarkt Hinblick Arbeit Jugendberufshilfe Grundlagen Sicherung System Leistungen

Autor

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Titel: Die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarkt 2003 bis 2005, auch im Hinblick auf die Arbeit der Jugendberufshilfe und -sozialarbeit