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Wissensmanagement im Unternehmen

Hausarbeit 2003 27 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis:

1.Einleitung

2. Grundlagen zum Begriff Wissen
2.1 Die Entstehung von Wissen
2.2 Die Wissensspirale nach Nonaka / Takeuchi
2.3 Die Bedeutung des Faktors Wissen für Unternehmen

3. Das Wissensmanagement-Konzept
3.1 Wissensziele
3.2 Wissensidentifikation
3.3 Wissenserwerb und Wissensentwicklung
3.4 Wissen verteilen
3.5 Wissensnutzung
3.6 Wissensbewahrung

4. Angewandtes Wissensmanagement bei Unternehmen

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis:

Abbildung 1 Die Wissenspyramide

Abbildung 2 Wissensspirale / Knowledge spiral

Abbildung 3 Bedeutungszunahme von „Know-How“ im Rahmen der Wertschöpfung

Abbildung 4 Bausteine des Wissensmanagements

Abbildung 5 Wissensbilanz heute und in der Zukunft

Abbildung 6 Das Kooperationskontinuum

Abbildung 7 Die Hauptprozesse der Wissensbewahrung

1.Einleitung

Wissensmanagement bzw. Knowledge-Management wird immer mehr zu einer Herausforderung für Unternehmen, welche erkannt haben das statt den klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital die Ressource Wissen als einziges sich durch Gebrauch vermehrt.[1] Unternehmen die sich vor allem in hochindustrialisierten Volkswirtschaften befinden, spüren im internationalen Wettbewerb wie wertvoll und unverzichtbar die Ressource Wissen ist.[2]

Somit haben die Unternehmen in den letzten Jahren damit angefangen das Wissen ihrer Mitarbeiter effektiv zu nutzen. Einige Unternehmen gründen Wissensmanagement-Arbeitsgruppen oder andere teilen ihr Wissen in Konferenzen und Diskussionsrunden, womit das kollektive Wissen gesteigert wird und dann zur höheren Effektivität führt. Beispiele für die Effektivität und den Erfolg von solchen Unternehmen können wir anhand der großen Erfolge von Großkonzernen wie z.B. die Softwarehersteller SAP und Microsoft sehen. Es stellt sich die Frage ob Unternehmen, die ihr Wissen nicht bewusst managen, zum Untergang verurteilt sind?[3] Die erfolgreichen Zahlen der großen internationalen Unternehmen sprechen eine deutliche Sprache.

Diese Arbeit stellt im Mittelteil ein allgemeines Konzept des Wissensmanage­ments dar, das im Aufbau an das von Probst beschriebene Modell angelehnt ist.

Am Schluss wird ein Beispiel aus der Praxis anhand des Begriffes „Angewandtes Wissensmanagement bei Unternehmen“ gezeigt.

2. Grundlagen zum Begriff Wissen

2.1 Die Entstehung von Wissen

Die Bausteine für die Bildung und Entstehung von Wissen bilden vorerst Zeichen, die aus Zahlen und ebenso aus Buchstaben bestehen können. Wenn diese Zeichen syntaktisch angeordnet werden entstehen hierdurch Daten z.B. Verkaufsdaten. Es gibt in unserer Zeit 4 verschiedene Formen von Daten auf die wir uns konzentrieren, diese sind die Zahlen, Wörter, Klänge und Bilder. Wenn die Zahlen mittels mathematischer Prozesse wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division angeordnet werden erhalten wir hierdurch Informationen oder wenn wir aus Wörtern anfangen Sätze zu bilden ist dies auch eine Gewinnung von Informationen. Diese Art von Informationsgewinnung ist natürlich auch in form von geordneten Klängen und Bildern möglich. Schließlich müssen diese Informationen vernetzt werden um hierdurch Wissen aufzubauen.[4] Den Aufbau zeigt die untenstehende Abbildung der Wissenspyramide:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Die Wissenspyramide[5]

Das Verständnis der eigenen Wissensbasis macht es für das Management dieser Ressource erforderlich, auf der einen Seite die Daten als solche zu begreifen und auf der anderen Seite die möglichen Zusammenhänge zu erkennen.

Nach Probst / Raub / Romhardt ist Wissen „die Gesamtheit der Kenntnisse und Fähigkeiten, die Individuen zur Lösung von Problemen einsetzen“ und nach Davenport / Prusak ist Wissen „eine fließende Mischung aus strukturierten Erfahrungen, Wertvorstellungen, individuellem Kontext und Fachkenntnissen, die in ihrer Gesamtheit einen Strukturrahmen zur Beurteilung und Eingliederung neuer Erfahrungen und Informationen bietet“.[6]

2.2 Die Wissensspirale nach Nonaka / Takeuchi

Einer der einflussreichsten Denker im Gebiet des Wissensmanagements ist ohne Zweifel der japanische Managementforscher Nonaka. In der von Nonaka entwickelten Wissensspirale werden im wesentlichen die Wechselwirkungen zwischen unbewusstem und explizitem Wissen innerhalb von Unternehmen behandelt.

Den Aufbau zeigt die untenstehende Abbildung der Wissensspirale:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Wissensspirale / Knowledge spiral[7]

Unbewusstes Wissen wird in seiner Natur subjektiv betrachtet. Es ist die Art von Wissen die im alltäglichen Leben erworben und gesteuert wird ohne das der Besitzer dieses bemerkt. Aus diesem Grund ist es auch nicht möglich dieses Wissen an einen dritten weiterzugeben. Objektiv wird dagegen das explizite Wissen betrachtet. Beim expliziten Wissen ist es genau spiegelverkehrt d.h. das Wissen liegt in eindeutiger Form bereit wie z.B. ein gesprochenes Wort oder ein Programm. Nach Nonaka spielt sich zwischen der unbewussten und expliziten Wissen ein Transformationsprozess ab, die von Unternehmen beherrscht werden müssen.[8]

Das Ziel von der Wissensspirale ist demnach, unbewusstes Wissen zu explizieren und somit explizites Wissen zu erreichen.

Durch die Explizierung und damit Identifikation von Wissen wird das Unternehmen in die Lage versetzt, dieses Wissen neu zu kombinieren, etwa um Prozesse im Unternehmen zu verbessern. Diese neuen Erfahrungen müssen auf Mitarbeiterebene internalisiert und sozialisiert werden, was zu neuem impliziten Wissen führt, welches die Spirale weiterbewegt.

Nach Nonaka bildet dieser Prozess den Erfolg von Organisationen in seinem Heimatland Japan.

2.3 Die Bedeutung des Faktors Wissen für Unternehmen

In der Volkswirtschaftslehre werden zur Erstellung von Leistungen, sei es Produkte oder Dienstleistungen, die Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital in betracht gezogen. Der Notwendigkeit, dass eine sinnvolle Faktorkombination nur durch den Einsatz eines weiteren Produktionsfaktors, dem Wissen, möglich ist, wurde dabei kaum Rechnung getragen.

In der westlichen Welt konnten die Industrien durch den Beitrag des Wissen ihre wirtschaft Dynamisieren. Das größte Beispiel in dieser Hinsicht ist ohne Zweifel Henry Ford, der 1913 in Highlands Park, Detroit, das Fließband einführte.[9] Durch neue Bearbeitungsmethoden und Arbeitsorganisationen, das durch Wissen erreicht wurde, ist die Produktivität in sensationeller Form gestiegen, was dann zur Massenproduktion führte.

In der untenstehenden Abbildung ist die Bedeutungszunahme von Wissen an der Wertschöpfung graphisch dargestellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Bedeutungszunahme von „Know-How“ im Rahmen der Wertschöpfung[10]

Die Massenproduktion hörte schließlich 1985 auf, da die Verteilung von Wissen nach neuen Prinzipien erfolgen musste. In der heutigen Zeit wird der Anteil des Wissens am Wertzuwachs stetig größer. Dies liegt darin, dass Wissen heute schneller produziert wird, zum anderen an der Eigenschaft von Wissen, dass es sich nicht durch den Gebrauch abnutzt, sondern vermehrt. Die Sammlung und Zunahme von Wissen können wir uns ganz leicht vorstellen z.B. das Internet in dem Wissen gesammelt und vermehrt wird in einem sehr schnellen Prozess.

[...]


[1] Vgl. Probst G., Raub S., Romhardt K., Wissen Managen, 1999, S. 17

[2] Vgl. Romhardt K., Die Organisation aus der Wissensperspektive, 1998, S. 1

[3] Vgl. Probst G., Raub S., Romhardt K., Wissen Managen, 1999, S. 19

[4] Vgl. Davis S., Botkin J., Wissen gegen Geld, 1994, S.33, S.34

[5] In Anlehnung an das von Rehäuser und Krcmar entwickelte Konzept

[6] Vgl. Schmidt P.M., Knowledge Communities, 2000, S. 15

[7] Vgl. Romhardt K., Die Organisation aus der Wissensperspektive, 1998, S. 33

Vgl. Nonaka T., The Knowledge-Creating Company, 1995, S.71

[8] Vgl. Romhardt K., Die Organisation aus der Wissensperspektive, 1998, S. 34

Vgl. Nonaka T., The Knowledge-Creating Company, 1995, S.84

[9] Vgl. Pawlowsky P., Betriebliche Weiterbildung, 1996, S. 4

[10] Vgl. Pawlowsky P., Betriebliche Weiterbildung, 1996, S. 3

Details

Seiten
27
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638561877
DOI
10.3239/9783638561877
Dateigröße
600 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v63064
Institution / Hochschule
Universität Lüneburg – Fachhochschule
Note
2,0
Schlagworte
Wissensmanagement Unternehmen Management Seminar

Autor

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Titel: Wissensmanagement im Unternehmen