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Gotthold Ephraim Lessings "Erziehung des Menschengeschlechts"

Hausarbeit 2006 13 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Biographie Lessings

III. Erziehung des Menschengeschlechts
III.I Vorbemerkung
III.II Inhalt

IV. Resümee

V.I Primärliteratur
V.II Sekundärliteratur

I. Einleitung

Die vorliegende Arbeit wird sich mit dem Schriftsteller, Kritiker und Philosophen der Aufklärung Gotthold Ephraim Lessing beschäftigen und sich, zum besseren Verständnis des Erziehungsbegriffs und der Erziehungsziele, mit dem 1777 erschienen Aufsatz Lessings „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ befassen.

Zunächst wird die vorliegende Arbeit die Biographie Lessings kurz skizzieren, um die „Erziehung des Menschengeschlechts“ in das Gesamtwerk Lessings einordnen und somit im Kontext des aufklärerischen Wirkens des Autors besser verstehen zu können.

Anschließend wird, nach einer kurzen historischen Vorbemerkung zur Entstehung dieser Schrift, der bereits erwähnte Aufsatz genauer analysiert und die Bedeutungsdimension für Lessings Erziehungsbegriff und die von ihm formulierten Erziehungsziele erarbeit werden.

Abschließend wird ein kurzes Resümee die grundlegenden Thesen und Gedanken von „Erziehung des Menschengeschlechts“ zusammenfassen.

II. Biographie Lessings

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Gotthold Ephraim Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz als Sohn eines Pfarrers geboren. Nach dem Besuch der Fürstenschule Sankt Afra in Meißen (1741-1746) studierte Lessing Medizin und Theologie in Leipzig (1746-1748), wodurch er sich zum Gelehrten qualifizierte.[1] In Leipzig begannen sowohl seine Tätigkeit als Theaterautor („Der junge Gelehrte“ 1747, „Der Freygeist“ 1749, „Die Juden“ 1749) als auch seine lebenslangen finanziellen Schwierigkeiten, welchen er von 1748 bis 1755 als Journalist und freier Schriftsteller in Berlin beizukommen versuchte. Lessings schlechte finanzielle Lage erklärt sich durch seine Ablehnung der bürgerlichen Berufsausübung:

„Lessing findet die traditionellen Berufsaussichten, die sich dem Gelehrten öffnen, unerträglich eng. Gottsched, der Professor, ist ihm ein Schreckensbild.“[2]

Der junge Lessing ist aus anderem Holz geschnitzt, er sympathisiert mit dem als unrein geltenden Sensationstheater und dessen Schauspielern.[3]

1755 erschien „Miß Sara Sampson“, das erste bedeutende bürgerliche Trauerspiel, gleichzeitig arbeitete er an der „Berlinischen privilegierten Zeitung“ mit.[4] Während dieser Zeit trug er seiner intensiven Lebenszugewandtheit und Genussfreudigkeit in geselligen Runden mit seinen Freunden Friedrich Nicolai und Moses Mendelssohn Rechnung.[5] 1755 kehrte Lessing nach Leipzig zurück und widmete sich dort dramatischen und dramaturgischen Studien. 1756 brach er zu einer Europareise auf, die jedoch wegen Ausbruch des Siebenjährigen Krieges mit einer frühzeitigen Rückkehr endete. 1759 veröffentlichte er drei Bücher „Fabeln“, die die beliebte Aufklärungsgattung als Mittel zur anschauenden Erkenntnis vorstellten und gleichzeitig wegweisende theoretische Abhandlungen hierzu lieferten.

Von 1760 bis 1765 war Lessing Kriegssekretär des Generals von Tauentzien, des Kommandanten von Breslau. Aus dieser Zeit stammt sein bedeutendes Werk „Minna von Barnhelm“, auch lernte er hier seine spätere Frau Eva König kennen. In Wolfenbüttel wurde er anschließend am 7. Mai 1770 Bibliothekar in der Herzog August Bibliothek. 1771 verlobte er sich Eva König. Ab diesem Zeitpunkt wurde seine Arbeit in der Bibliothek unterbrochen durch mehrere Reisen zum jeweiligen Aufenthaltsort seiner Verlobten, nach Wien über Leipzig, Berlin, Dresden und Prag und einer Audienz bei Kaiser Joseph II. Als Begleiter des Braunschweiger Prinzen Leopold reiste er nach Italien und hielt sich in Mailand, Venedig, Florenz, Genua, Turin, Rom, Neapel und auch auf Korsika auf. Am 8. Oktober 1776 heirateten er und Eva König in der Nähe von Hamburg. Schon ein Jahr später wurden die beiden Eltern eines Sohnes, der aber am folgenden Tag starb. Am 10. Januar 1778 starb auch Eva Lessing an Kindbettfieber. 1779 verfasste Lessing „Nathan der Weise“, seine Antwort auf die untersagte Fortführung des so genannten Fragmentenstreits, auf den im Verlauf der Arbeit noch einzugehen sein wird.[6] Ab 1779 verschlechterte sich Lessings Gesundheitszustand rapide. Am 15. Februar 1781 starb Lessing an einem Hirnschlag nach vierzehntägiger Krankheit, er wurde auf dem Braunschweiger Magnifriedhof beigesetzt.[7]

[...]


[1] Fick, Monika: Lessing-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart, Weimar 2004. S. 9.

[2] Ebd. S. 11.

[3] Ebd. S. 12-13.

[4] Habicht, Werner, Lange, Wolf-Dieter: Der Literatur-Brockhaus. Band 5. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 1995. S. 145.

[5] Fick, Monika: Lessing-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. S. 13.

[6] Habicht, Werner, Lange, Wolf-Dieter: Der Literatur-Brockhaus. Band 5.

S. 146.

[7] Ebd. S. 146.

Details

Seiten
13
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638569743
Dateigröße
446 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v64077
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,7
Schlagworte
Gotthold Ephraim Lessings Erziehung Menschengeschlechts Philosophie Pädagogik Zeitalter Aufklärung Klassik

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Titel: Gotthold Ephraim Lessings "Erziehung des Menschengeschlechts"