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Christliche Ethik im Management stationärer Altenpflege

Diplomarbeit 2006 40 Seiten

Ethik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung zum Thema

2 Begriffsklärungen
2.1 Management
2.2 Spiritualität
2.3 Ethik.
2.4 Christliche Ethik

3 Unternehmensethik
3.1 Grundlagen
3.2 Leitbild
3.2.1 Leben gestalten
3.2.2 Verantwortung wahrnehmen
3.3 Orientierung bei der Ausübung ethischer Verantwortung
3.4 Auswirkungen auf das Pflegeverständnis
3.4.1 Kommunikation und Begegnung
3.4.2 Demenz
3.4.3 Körperpflege
3.4.4 Essen und Trinken
3.4.5 Inkontinenz
3.4.6 Sterben

4 Führen
4.1 Bedingungen für eine christlich-ethische Grundhaltung
4.2 Führungskräfte werden gewählt
4.3 Vorbildmythos
4.4 Hingabe
Jonas Daum
4.5 Wie dich selbst
4.6 Glaubwürdigkeit
4.7 Kreativität
4.8 Leben wecken
4.9 Frieden stiften
4.10 Heilen

5 Wirtschaftlichkeit
5.1 Sinnvolle Bewertung
5.2 Herausforderungen

6 Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeitsprüfung

1 Hinführung zum Thema

Im frühen Christentum war die Pflege von kranken und alten Menschen ein Akt der Nächstenliebe. Dieser Liebesdienst am Menschen hat sich über die Jahrhunderte zu verschiedenen, hoch qualifizierten, beruflichen Tätigkeiten entwickelt. Auch heute noch wählen viele Menschen soziale Berufe, weil ihnen die Arbeit mit kranken und alten Menschen am Herzen liegt oder weil sie sozial eingestellt sind.

Überall erhebt sich heute ein fanatischer, intoleranter und aggressiver Fundamentalismus gegen die Orientierungslosigkeit und den Wertezerfall in unserer materialistischen Konsumgesellschaft. Christliche Ethik hat wertvolle Lösungsansätze. Zur Bewältigung von Managementaufgaben in der stationären Altenpflege bietet sie eine gute Orientierungsgrundlage.

Im Vergleich zum konventionellen Ethikverständnis, welches auf wissen­schaftlichen, oft sehr komplexen Disziplinen basiert, ist für das Verständ­nis der christlichen Ethik ein Umdenken erforderlich. Der Mensch nimmt im christlichen Ethikverständnis eine zentrale Position ein. Er steht im Mittelpunkt des Handelns und ist ein Ebenbild Gottes.

In christlich geführten stationären Pflegeeinrichtungen wird daher die Ach­tung vor dem Menschen, den Bewohnern und den Mitarbeitern, besonders herausgestellt. Beide sind verletzlich und unantastbar – beide sind Menschen mit einer Würde.

Christliche Nächstenliebe ist mehr als nur „humanitäres Wirken" im Rahmen der Menschenwürde. Nach außen bestehen oft kaum Unterschiede zwischen Nichtchristen und gezielt christlich handelnden Menschen. Der Arbeitsbereich ist jedoch durch und durch von christlicher Einstellung geprägt und die Motivation wurzelt in der Nächstenliebe. Der im christlichen Sinne tätige Mensch sieht und behandelt seinen Nächsten als Ebenbild Gottes.

Die Gewissensqualität jedes Einzelnen rückt immer mehr in den Vorder­grund. Gewissensentscheidungen können den Stand der inneren Ent­wicklung und die Qualität der Beziehungen zu Mensch, Umwelt und Gott offenbaren. Bei der gegenwärtigen Vielfalt von Meinungen und Möglich­keiten kann die quälende Einsamkeit der Entscheidungsfindung schnell zum Irrweg der eigenen Gefühle und Gedanken werden. (Vgl. GLÖCKLER 2002, 10 f.).

Menschen leben aus einer Spiritualität, einer geistigen Haltung, einer Lebensorientierung heraus. Der Schatz einer jeden Pflegeeinrichtung liegt daher in der geistigen Haltung ihrer Mitarbeiter. Wenn die Mitarbeiter in ihren Überzeugungen ernst genommen werden und sie nach ihren spirituellen Prägungen und Überzeugungen handeln dürfen, stärkt das ihre persönliche Identität und damit ihre Selbstmotivation.

„Es ist nicht mein Ziel, einen spirituellen Teil in meinem Leben zu haben, der von Rest getrennt existiert.“ (MCCRACKEN in HENDRICKS et al. 1997, 29).

„Berührungen mit dem höheren Ich sind eindrücklich, auch wenn sie in unseren zeitlichen Dimensionen gemessen flüchtig sind. Sie können ergreifend sein, aber auch leise und erst viel später bemerkt werden. Es ist das, wonach sich menschliche Sehnsucht richtet. Und vor allem ist es die Quelle, aus der jeder weiß, was für ihn alleine und in seiner speziellen Situation die richtige – „ethische“ – Entscheidung oder Handlung ist. Man kann also durch die eigenen Bemühungen nur die Bedingungen schaffen, in denen ethisch wertvolle, das heißt individuelle und angemessene Lösungen entstehen.“ (GLÖCKLER 2002, 79).

Die stationäre Altenpflege ist für Menschen tätig und wird im Wesentlichen durch Menschen gestaltet. Für das Management hat dies große Bedeutung. Eine Führungskraft, die aus höchster Quelle handelt, ist auf allen Ebenen erfolgreich, zukunftsweisend und offen für innovative Neuorientierungen.

2 Begriffsklärungen

2.1 Management

„Der Begriff Management (von lat. manum agere = „an der Hand führen“) wurde im Zwanzigsten Jahrhundert durch Mary Follet schon mit „die Kunst, zusammen mit anderen Menschen etwas zu erledigen", definiert. Er bezeichnet

funktional,

...eine Tätigkeit, einen Vorgang bzw. Prozess (z. B. Projektmanagement, Zeitmanagement, Selbstmanagement, Anforderungsmanagement, Konfi­gurationsmanagement, Wissensmanagement), siehe Management­prozess,

...die Gesamtheit der üblichen Tätigkeiten zur Führung oder Verwaltung von Organisationen, siehe Unternehmensführung,

institutionell,

...eine Personengruppe mit vorwiegend organisatorischer oder leitender Tätigkeit, siehe Manager (Wirtschaft), Unternehmer, Agenten von Sportlern, Künstlern und anderen Selbstständigen, siehe Manager (Kunst und Sport).“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Management [Stand: 16.03.2006, 15:00]).

2.2 Spiritualität

„Spiritualität (v. lat.: Spiritus = Geist, Hauch) bezeichnet das Bewusstsein und das daraus resultierende Handeln, dass die Seele / der Geist den Ur­sprung einer göttlichen oder transzendenten Instanz verdankt oder zu einer absoluten höheren Wirklichkeit in Beziehung steht. Sie ist die besondere, nicht notwendig im konfessionellen Sinne verstandene religiöse Lebenseinstellung eines Menschen, der sich auf das transzen‑

dente oder immanente göttliche Sein konzentriert bzw. auf das Prinzip der transzendenten, inpersonalen letzten Wahrheit oder höchsten Wirklich­keit.“ http:/ /de.wikipedia.org/ wiki/Spiritualit%C3%A4t [Stand: 16.03.2006, 17:30]).

2.3 Ethik

„Ethik (von griech. „Ethos“, „gewohnter Sitz; Gewohnheit, Sitte, Brauch, Charakter, Sinnesart“, vgl. lat. mos) ist eines der großen Teilgebiete der Philosophie. Die Ethik - und die von ihr abgeleiteten Disziplinen (z.B. Rechts-, Staats- und Sozialphilosophie) – bezeichnet man auch als „praktische Philosophie“, da sie sich mit dem menschlichen Handeln befasst (im Gegensatz zur „theoretischen Philosophie“, zu der die Logik, die Erkenntnistheorie und die Metaphysik als klassische Disziplinen gezählt werden).

Die Ethik beschäftigt sich damit, was gutes oder schlechtes Handeln ausmacht. Eine Ethik sagt also, wie der Mensch handeln soll und wie nicht, bzw. wie er sich beim täglichen Handeln zu entscheiden hat. Dazu gehören die Auseinandersetzung mit dem Ausmaß individueller menschlicher Freiheit sowie eine Bestimmung von Gut und Böse. Sie befasst sich hierzu mit den Grundlagen menschlicher Werte und Normen, des Sittlichen und der allgemeinen Moral.

Zentrale Probleme der Ethik betreffen die Motive, die Methoden und die Folgen menschlichen Handelns. Es ergeben sich sehr unterschiedliche Ethiken, je nachdem, wie die Gewichte zwischen diesen drei Bereichen gelegt werden, und was die Quelle der ethischen Normen ist. Von solchen grundsätzlichen Reflexionen einer allgemeinen Ethik zu unterscheiden sind die auf besondere lebensweltliche Problemfelder bezogenen Überlegungen der angewandten Ethik. Die allgemeine Ethik stellt außerdem die Grundlagendisziplin für die speziellen Disziplinen, Individualethik und Sozialethik, dar.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik [Stand: 16.03.2006, 19:00]).

2.4 Christliche Ethik

„Die christliche Ethik basiert – wie die jüdische Ethik – auf der Gottes,- und Nächstenliebe.

Das Hauptgebot der Juden lautet:

„Höre Israel, der Herr unser Gott, der Herr ist einzig. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit all deiner Seele und all deiner Kraft und all deinen Gedanken!“ (Genesis 5, 6). Diesem Hauptgebot gleich ist das ebenfalls jüdische Gebot: „Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du!“ (Levitikus 19,18).

Jesus von Nazaret antwortet gemäß der Überlieferung in den Evangelien auf die Frage nach dem wichtigsten Gebot mit oben genannten Hauptgeboten. Auf die Frage: „Und wer ist mein Nächster?“, nach dem Motto: „Ich kann doch nicht alle Menschen lieben!", erzählt Jesus das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Dazu ist es hilfreich zu wissen, dass Juden traditionell in Priesteradel (Kohanim), Leviten und Israeliten gegliedert waren. Als dritten Akteur erwarten die jüdischen Zuhörer einen „normalen“ Israeliten, einen von ihnen. Statt dessen hat sich als Nächster in dem von Jesus erzählten Gleichnis ein Samaritaner erwiesen, ein Mitglied einer Gruppe, mit der man Meinungsverschiedenheiten und gegen die man Vorbehalte hatte.

In der christlichen - und jüdischen - Ethik geht es also darum:

- Gott zu lieben
- Den Nächsten zu lieben
- Sich selbst zu lieben

Die Nächstenliebe wird daher auch häufig als die zentrale oder sogar revolutionäre Botschaft des Neuen Testamentes dargestellt. Als wichtigstes Gebot wird sie auch an mehreren Stellen bezeichnet.

Revolutionär konnte dieses Gebot aber nicht sein, da es – wie gezeigt – bereits ein Gebot im 3. Buch Mose (Leviticus) ist. Revolutionär war das christliche Gebot der Feindesliebe. (Lukasevangelium 6,27 ff.).

Was die neutestamentliche Ethik von anderen Ethiksystemen wesentlich unterscheidet, ist ihre Begründung: Christlich ethisches Handeln soll nicht Voraussetzung, sondern Folge der Erlösung durch Jesus Christus sein, allerdings eine zwingende Folge:

- Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; dass ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst. (Quelle: ...). [sic]
- Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist. (Römerbrief 12,1).
- Wandelt nur würdig des Evangeliums Christi. (Philipperbrief 1,27).
- Denn wie der Körper ohne den Geist tot ist, so ist auch der Glaube tot ohne Werke. (Jakobusbrief 2,26).
- Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch euer ganzes Leben heilig werden. (1. Petrusbrief 1, 15).

In der Kirchengeschichte wurde diese Reihenfolge allerdings oft umgekehrt, so dass ethisches Handeln zur Voraussetzung für die Erlösung wurde. Das Verhältnis von göttlicher Gnade (bei Luther: „sola gratia“, „durch die Gnade allein“) zu den guten Werken (sog. Werkgerechtigkeit) spielt eine zentrale Rolle in der theologischen Auseinandersetzung zwischen Lutheranern und der katholischen Kirche. Der jüngste Versuch einer gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre hat eher Gegensätze als Möglichkeiten der

Ökumene aufgezeigt.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Christliche_Ethik
[Stand: 01.04.2006, 22:00]).

3 Unternehmensethik

3.1 Grundlagen

Eine christliche Unternehmensethik hat immer dem Menschen zu dienen und nie der eigenen Selbstdarstellung. Wenn zum Beispiel eine Heimleitung oder Pflegedienstleitung am Menschen vorbei, theoretische Konzepte durchsetzt, dient sie nur dem eigenen Image. Die Folge wird früher oder später der Widerstand des Pflegepersonals sein.

„Es ist zu hoffen und zu erwarten, dass die Förderung ethischer und moralischer Kompetenz zuallererst den Menschen zugute kommt, die sich aufgrund einer Erkrankung im Krankenhaus befinden, die infolge eines besonderen ausgeprägten Pflegebedarfs in einer stationären Pflegeein­richtung leben, die eine teilstationäre Pflegeeinrichtung in Anspruch nehmen oder einen ambulanten Pflegedienst.“ (SCHWERDT 2002, 177).

Der Umgang Jesu mit den Hilflosen und Armen seinerzeit, kann jeder christlich orientierten Pflegeeinrichtung als Orientierung dienen und ihr dadurch ein entsprechendes Profil geben. Jesus nimmt dabei jeden einzelnen Menschen ernst und achtet seine Menschenwürde. Die freie Mitwirkung der beteiligten Person ist Grundvoraussetzung. Jesus schließt niemanden von seiner Zuwendung aus. Für Jesus ist keiner verloren. Trotz massiver Widerstände, wie Kommunikationsverlust und Persönlich­keitsverfall der beteiligten Person bleibt Jesus dem Menschen nahe und versucht, Kommunikation aufzubauen. Hier kann man Parallelen zu einem Teil der Bewohner eines Altenpflegeheimes sehen.

Jesu Sichtweite vom Menschen beschränkt sich nicht auf dessen Defizite, sondern er zeigt durch sein konkretes Verhalten und Handeln, das er ihn in seiner Würde als Mensch akzeptiert und ernst nimmt. Gott ist in Jesus Mensch geworden, speziell auch für die kranken und notleidenden Menschen – ihre Nöte und Ängste möchte er mittragen. Jesus vermittelt durch seinen Tod und seine Auferstehung die Zuversicht, dass dieses

Leben in allen Lebensphasen, auch des Alterns und Sterbens, nicht vergeblich war.

Der christliche Glaube ist in besonderer Weise fähig, anderen Menschen zu begegnen und Menschlichkeit umzusetzen. Der Nächste gilt als sichtbares Zeichen der Gegenwart Gottes, durch ihn kommt Gott auf uns zu. Gott ist in jeder Begegnung anwesend, gerade auch dort, wo gepflegt, betreut, geklagt, gelitten und gezweifelt wird.

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." (Matthäus, Kapitel 25, Vers 35). Altenpflege wird zum möglichen Ort der „Gottesbegegnung“.

„Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben." (Matthäus, Kapitel 25, Vers 42). Hilfe für andere Menschen, kann als Dienst für Jesus selbst gesehen werden. Eine solche Perspektive macht die Pflegetätigkeit zum „Gottesdienst“.

Jeder Mensch ist nach christlichem Verständnis ein Ebenbild Gottes. In diesem Ebenbild Gottes ist die Würde des Menschen in jedem Lebensalter begründet. Sie ist jedem Menschen als Gottes Geschöpf zugesprochen. Dies kann bedeuten, sich immer wieder neu die Aussage Gottes bewusst zu machen, dass sogar im dementen, inkontinenten und auch äußerlich entstellten Menschen Gott anwesend ist und er diese Personen genauso liebt wie alle anderen Menschen. Es kann hilfreich sein, nicht nur den momentanen Zustand des Bewohners zu sehen, sondern auch seinen persönlichen Hintergrund und seine Biografie zu berücksichtigen.

Nicht irgendeine Leistungsfähigkeit macht den Menschen wertvoll und wichtig, sondern die Akzeptanz Gottes. Der Christ glaubt, dass Gott ihn liebt und dass er für Gott wichtig ist. Gott ist dem Menschen treu. Dabei bleibt der Mensch bis zu seinem Tod, egal in welcher Verfassung, ein von Gott geliebter Mensch.

Der Bewohner darf nicht bloß als Objekt der Pflege oder als Leistungs­empfänger gesehen werden, sondern als Mitmensch, der zur Bereicherung des Lebens der Pflegekraft beiträgt. Jede Begegnung besteht aus einem Geben und Nehmen. Der Bewohner soll spüren und erfahren, dass auch er als Person bei den Mitarbeitern Bedeutung hat und nicht nur aufgrund seiner Hilflosigkeit und Pflegebedürftigkeit von diesen akzeptiert wird.

3.2 Leitbild

Am Beginn und am Ende des Lebens sowie in Krisen und in Grenz­situationen ist der Mensch auf Hilfe und besonderen Schutz angewiesen. Der christliche Auftrag, Gottes Barmherzigkeit und Güte an unserem Nächsten sichtbar und erfahrbar zu machen, kann unter den jeweiligen gesellschaftlichen und sozialpolitischen Gegebenheiten in der stationären Altenpflege lebendig bleiben. Eine christlich orientierte Einrichtung kann als ein Ort der Hoffnung und des Glaubens erlebt werden.

Das Leitbild stellt die Werte einer Einrichtung dar. Es bildet die Basis für eine aktive Gestaltung der Zukunft. Es soll eine Identifikationsbasis bieten, Orientierung geben und zur inneren Stabilität beitragen und so wichtige Voraussetzungen schaffen, sich gemeinsam den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu stellen. Es trägt zur Zukunftssicherung der Dienstleistung „Pflege“ bei, da es sich an Werten orientiert, die den Menschen und dem Leben dienen. Es beschreibt vor allem die ideelle Ebene und den Soll-Zustand und steht daher nicht immer im Einklang mit den Erfahrungen des Alltags. Doch die Spannung zwischen Anspruch und Wirklichkeit kann Herausforderung und Anregung sein zum Gespräch, zum Nachdenken und zum Handeln.

3.2.1 Leben gestalten

Die Einrichtung sollte ein Ort sein, der Lebensqualität erfahren lässt, die es zu gestalten und zu sichern gilt. Für das Gelingen der gemeinsamen

[...]

Details

Seiten
40
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783638576192
ISBN (Buch)
9783638677790
Dateigröße
503 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v64932
Institution / Hochschule
Bildungszentrum für Pflegeberufe - Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste – Bildungszentrum für Pflegeberufe - Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste, Zollhausstrasse 95, 90469 Nürnberg
Note
1,3
Schlagworte
Suche Management Altenpflege Grundlage Ethik Abschlussfacharbeit Weiterbildung Pflegedienstleitung Heimleitung

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