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Ausländische Verkehrsbüros in Deutschland - Leistungen und Eigendarstellung im Internet

Hausarbeit (Hauptseminar) 2002 40 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Anforderungen an das Leistungsangebot von Verkehrsbüros
2.1 Definition von Verkehrsbüros
2.2 Die Leistungsstruktur der Verkehrsbüros

3 Anforderungen der Nachfrager an die Eigendarstellung der Verkehrsbüros im Internet
3.1 Das Internet – bisherige Entwicklung, Bedeutung, Ausblicke
3.2 Die Eigendarstellung der Verkehrsbüros im Internet
3.3 Die Anforderungen der Nachfrager an die Eigendarstellung

4 Analyse der Eigendarstellung und der angebotenen Leistungen von ausgewählten Verkehrsbüros im Internet
4.1 Analysekriterien
4.2 Auswahl der Verkehrsbüros
4.3 Baltikum – www.gobaltic.de bzw. www.baltic-info.de
4.3.1 Homepage
4.3.2 Informationen über das ursprüngliche touristische Angebot
4.3.3 Informationen über das abgeleitete touristische Angebot
4.3.4 Buchbarkeit von Angeboten
4.3.5 Stärken-Schwächen-Profil
4.4 Schweden – www.schweden-urlaub.de
4.4.1 Homepage
4.4.2 Informationen über das ursprüngliche touristische Angebot
4.4.3 Informationen über das abgeleitete touristische Angebot
4.4.4 Buchbarkeit von Angeboten
4.4.5 Stärken-Schwächen-Profil
4.5 Italien – www.enit.it (deutsch)
4.5.1 Homepage
4.5.2 Informationen über das ursprüngliche touristische Angebot
4.5.3 Informationen über das abgeleitete touristische Angebot
4.5.4 Buchbarkeit von Angeboten
4.5.5 Stärken-Schwächen-Profil
4.6 Schweiz – www.schweiz.de bzw. www.MySwitzerland.com (deutsch)
4.6.1 Homepage
4.6.2 Informationen über das ursprüngliche Angebot
4.6.3 Informationen über das abgeleitete touristische Angebot
4.6.4 Buchbarkeit von Angeboten
4.6.5 Stärken-Schwächen-Profil

5 Vergleich der Bewertungen der Eigendarstellung und der angebotenen Leistungen der ausgewählten Verkehrsbüros

6 Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: www.gobaltic.de, Go Baltic - Baltisches Informations- und Tourismusbüro, Stand: 20.04.2002

Abbildung 2: www.schweden-urlaub.de, Schweden Urlaub (Flash Version), Stand: 22.04.2002

Abbildung 3: www.enit.it (deutsch), ENIT: Ente Nazionale italiano per il Turismo, Stand: 20.04.2002

Abbildung 4: www.schweiz.de, Schweiz Tourismus – MySwitzerland.com – Schweiz, Stand: 22.04.2002

1 Problemstellung

„Die Deutschen sind Weltmeister im internationalen Tourismus!“

„Ohne Zielländer im Ausland gibt es keinen internationalen Tourismus!“[1]

Diese zwei Grundaussagen zeigen recht deutlich, welche Potentiale Deutschland als Quellmarkt für ausländische Destinationen besitzt. Zwar sind die Nordamerikaner ab­solut betrachtet führend in der Rangfolge der reisefreudigen Nationen, aber in Bezug zur Gesamtbevölkerung sind die Deutschen weltweit die Nummer eins. Durch das enorme Wachstum der Anzahl der grenzüberschreitenden Reisen der Deutschen in den letzten 30 Jahren wurde dieser Teil der Urlaubsreisen für viele Leistungsträger und Vermittler der Reisebranche im In- und Ausland sehr wichtig.[2]

So haben im Jahr 2001 76,1 % der Deutschen (ab 14 Jahre) – das sind 48,8 Mio. – min­destens eine Urlaubsreise (mit einer Dauer von mindestens fünf Tagen) unternommen. Insgesamt haben die Deutschen im Jahr 2001 63,4 Mio. Urlaubsreisen (mit einer Dauer von mindestens fünf Tagen) unternommen. Davon führten 44,9 Mio. Reisen (70,8 %) zu ausländischen Reisezielen.[3]

Dies unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung für Destinationen, durch eigene Ver­kehrsbüros auf dem deutschen Markt aktiv und erfolgreich zu sein. Das zumal der Tou­rismus inzwischen weltweit der größte Industriezweig geworden ist und sich trotz der Terroranschläge am 11. September 2001 als elastischer und stabiler wirtschaftlicher Sektor zeigt. So erlebte der weltweite Tourismus im Jahr 2001 nur eine geringe Ab­schwächung. Die Zahl der internationalen Touristenankünfte sank nach Angaben der World Tourism Organization (WTO) nur um 0,6 % auf 693 Millionen im Jahr 2001.[4]

Ebenfalls enorme Wachstumsraten sind im Bereich der neuen Medien zu verzeichnen. Insbesondere die Verbreitung der Nutzung des Internets als Informationsmedium und zunehmend auch als elektronischer Marktplatz ist in den letzten Jahren stark angewach­sen und wird allen Annahmen zufolge auch weiterhin beachtlichen Zuwachs aufweisen. Darauf wird in Kapitel 3.1 näher eingegangen.

Außerdem bietet das Internet in Form des World Wide Web (WWW) erstmalig Marke­ting-Instrumente wie Text-, Bild-, Ton- und Video-Informationen in einem medialen Umfeld. Damit ist es quasi das natürliche Medium für Tourismus-Marketing, denn die­ses lebt von der visuellen Kommunikation.[5] Das Internet ist somit auch ein wichtiger Bestandteil des Marketing-Mix geworden[6] und ist eine perfekte Plattform für die Touris­musbranche, den Kunden in aller Welt Produktinformationen zu bieten.[7]

Dabei hat das Internet deutliche Vorteile gegenüber der klassischen Werbung, die es auszunutzen gilt. Neben der schon erwähnten Multimedialität ist das Internet global verfügbar und unterliegt keinen zeitlichen Beschränkungen, während die verbreiteten Informationen auch ständig aktualisiert werden können.[8]

Demzufolge wird es auch für ausländische Verkehrsbüros immer bedeutender, sich auch im Internet auf dem deutschen Markt zu präsentieren und potentielle Gäste anzuspre­chen. Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Anforderungen in diesem Bereich und untersucht gleichzeitig die gegenwärtige Realisation beispielhaft anhand der Internet­auftritte des Baltikums, Schwedens, Italiens und der Schweiz für den deutschen Markt.

2 Anforderungen an das Leistungsangebot von Verkehrsbüros

2.1 Definition von Verkehrsbüros

Im allgemeinen Sprachgebrauch und in der Fachliteratur existieren verschiedene Be­zeichnungen, die weitgehend synonym gebraucht werden. Neben dem Begriff Ver­kehrsbüro ist in der Literatur von Touristenbüro, ausländischer Tourismusvertretung, ausländischem Fremdenverkehrsamt und National Tourist Office (NTO) die Rede.

Das Verkehrsbüro ist die Geschäftsstelle, gewissermaßen der Produktionsbetrieb der Tourismusorganisation und wird geleitet durch den Verkehrsdirektor (oder Tourismus­direktor) der Destination. Dort werden z.B. touristische Leitbilder entwickelt, das Mar­keting betrieben und die Informationsleistungen erbracht.[9]

Die staatliche Fremdenverkehrsorganisation ist mit Stützpunkten im Ausland die Kon­taktstelle für alle tourismusrelevanten Fragen eines Landes und dient in erster Linie der Förderung des Incoming-Tourismus.[10]

Zumeist arbeiten die Verkehrsbüros eigenständig in der Vermarktung ihres Landes, aber es existieren auch länderübergreifende Interessengemeinschaften, um eng miteinander verknüpfte Zielgebiete gemeinsam zu vermarkten. Ein Beispiel hierfür stellt das Balti­kum dar, das in Deutschland die drei Staaten Estland, Lettland und Litauen als Einheit zusammenfasst.

Aufgrund der Reisefreudigkeit der Deutschen haben fast alle internationalen Zielländer die Bedeutung des deutschen Reisemarktes erkannt und betreiben deshalb eigene Ver­tretungen in Deutschland. Mittlerweile sind etwa 100 Länder hier vertreten.[11]

2.2 Die Leistungsstruktur der Verkehrsbüros

Die Anforderungen an die Verkehrsbüros können aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden.

Zum einen sind die institutionellen Vorgaben der jeweiligen Regierungen und der Wirt­schaft zu beachten. Da die NTOs in den europäischen Ländern in der Regel keine staat­lichen Anstalten mehr, sondern meist gemischtwirtschaftlich oder privat organisiert sind, besteht deren Aufgabe nicht mehr alleine im Imagemarketing für die Länder. Da sie allerdings ohne die finanzielle Unterstützung des Staates kaum existieren könnten, ist es nötig, die Markt- und Ergebnisorientierung der Wirtschaft mit der effizienten Al­lokation öffentlicher Mittel zu koordinieren. Somit hat die Aufgabe der Verkehrs­büros öffentlichen und volkswirtschaftlichen Charakter, sie haben die touristische Nach­frage nachhaltig zu fördern.[12]

Die Destinationen bzw. die ausländischen Tourismusvertretungen müssen die Nähe zu den Quellmärkten suchen, um Veränderungen im Reiseverhalten erkennen und ihre An­gebote zeitgemäß gestalten zu können.[13]

Zum anderen ist zu sehen, welche Erwartungen die Nachfrager im Quellgebiet an die ausländischen Tourismusvertretungen haben. In erster Linie ist hier die Nachfrage nach breitgefächerten Informationen über das Zielgebiet zu nennen. Das beinhaltet sowohl allgemeine Informationen über das Land, seine Kultur, Sehenswürdigkeiten und recht­liche wie religiöse Rahmenbedingungen, als auch die Hilfestellung bei konkreten Fra­gen oder Problemen. Weiterhin kann Bedarf nach direkten touristischen Angeboten be­stehen, sei es die Vermittlung an Reiseveranstalter oder eigene Angebote der NTOs von der Pauschalreise bis hin zur Zimmervermittlung.

Traditionell wurde die Aufgabe der Verkehrsbüros in erster Linie in der Zusendung von angeforderten gedruckten Informationsmaterialien und der telefonischen Beratung ge­sehen. Mittlerweile steht häufig schon die Suche nach Informationen im Internet im Mittelpunkt und von den ausländischen Tourismusvertretungen wird zunehmend er­wartet, auf diesem Wege umfassend präsent zu sein und alle nötigen Informationen zu bieten. Hierauf wird in Kapitel 3.3 noch näher eingegangen.

3 Anforderungen der Nachfrager an die Eigendarstellung der Verkehrsbüros im Internet

3.1 Das Internet – bisherige Entwicklung, Bedeutung, Ausblicke

Der Ursprung des Internets als heute weltweites Kommunikationsnetz geht schon auf das Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück. Als Ergebnis von militärischen Forschungsarbeiten vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in den USA gegründet, wurden das Internet und dessen Vorläufer bis zum Beginn der 90er Jahre vor allem von Forschungseinrichtungen genutzt. Erst als am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf das World Wide Web (WWW) als einfach zu nutzender Internet-Dienst entwickelt und 1991 eingeführt wurde, begann der rasante weltumspannende Auf­schwung des Internets, der mit der schnellen Weiterentwicklung vom einfachen text­orientierten System zu einem System mit multimedialen Dokumenten einherging. Dem­zufolge wird heute, zumindest im allgemeinen Sprachgebrauch, das aus mehreren Diensten bestehende Internet mit dem WWW gleichgesetzt.[14] Auch in dieser Arbeit werden die Begriffe Internet und WWW synonym gebraucht.

Nachdem Ende 1995 weltweit 16 Millionen Menschen das Internet nutzten, hatte sich die Zahl nach drei Jahren schon fast verzehnfacht auf 150 Millionen Ende 1998.[15] An­fang 2001 lag die Zahl der Internetnutzer weltweit schon deutlich über 400 Millionen. Bis zum Jahre 2005 soll Prognosen zufolge die Grenze von weltweit 1 Milliarde Inter­net-Nutzern fallen.[16]

Auch in Deutschland ist eine ähnliche Entwicklung zu verzeichnen. Nachdem im Sep­tember 1997 erst 4 Millionen Menschen online waren, verdreifachte sich die Zahl bis September 1999 auf 12,3 Millionen[17] und verdoppelte sich wiederum bis Februar 2001 auf 24,2 Millionen[18]. Im Februar 2002 lag die Zahl der Internetnutzer in Deutsch­land bei 31,3 Millionen und stellt somit zahlenmäßig die stärkste Nutzergruppe in Europa dar. Dabei ist allerdings zu beachten, dass Deutschland mit 37,7 % an das Internet ange­schlossener Haushalte im europäischen Vergleich lediglich im Mittelfeld liegt. Im Ver­gleich dazu schneiden Island mit 76,9 %, Schweden (64,7 %), Dänemark (60,4 %), Nie­derlande (57,5 %), Norwegen (54,4 %), die Schweiz (49,8 %) und Großbritannien (48,6 %) deutlich besser ab.[19] Das zeigt, dass gerade in Deutschland in den nächsten Jahren noch mit einem deutlichen Anstieg der Internetnutzung zu rechnen ist, zumal davon ausgegangen wird, dass auf mittlere Sicht eine Internet-Sättigung erst bei etwa 70 % Bevölkerungsanteil eintreten dürfte.

Diese Entwicklung kommt auch den Anbietern von touristischen Seiten im WWW zu­gute. Nach Ergebnissen der Reiseanalyse RA 2001 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (F.U.R.) hatten im Januar 2001 schon 47 % der Deutschen, die über einen Internetzugang verfügten, einmal Informationen für den Urlaub im Internet eingeholt, 13 % oder 2,6 Millionen sogar schon eine Reise über das Internet gebucht.[20]

Weiterhin kam schon 1999 die Studie „Reisemarkt Internet 1999/2000“ des Internet­magazins FirstSurf zu dem Schluss, dass die Kunden das Internet zukünftig nicht nur zur Information, sondern auch zur Abwicklung von Buchungen nutzen werden.[21]

3.2 Die Eigendarstellung der Verkehrsbüros im Internet

Die Internetseiten von einigen Destinationen sind komplett und zeigen ausgezeichnete Qualität, während andere nur grundlegende Informationen bieten und wieder andere gerade erst beginnen.[22]

Ab 1996 begannen mehr und mehr Destinationen, das Internet als wichtiges Marke­tinginstrument zu entdecken. Von der anfänglichen einfachen Präsenz mit eigenem Auftritt im WWW (Homepage) ging die Entwicklung mittlerweile bis hin zu buchbaren Destinationsangeboten über das Netz. Die steigende Bedeutung des Internets und des elektronischen Marktplatzes für Destinationen wird auch durch eine umfang­reiche Stu­die[23] der Welttourismusorganisation (WTO) aus dem Jahr 1999 deutlich, in der das Inter­net als das neue „Schlachtfeld“ um die Touristen und ihr Geld bezeichnet wird. Wenn eine Destination nicht im Netz vertreten ist, könnte sie von den Millionen Men­schen ignoriert werden, die Zugang zum Internet haben und erwarten, dass jede Desti­nation umfassend im WWW präsent ist. Demzufolge sind in Zukunft die Internetakti­vitäten der Destinationen zu intensivieren und auszugestalten.[24]

3.3 Die Anforderungen der Nachfrager an die Eigendarstellung

Nachdem zu Beginn des Internet-Booms vor einigen Jahren die noch vergleichsweise wenigen Nutzer des WWW noch keine allzu hohen Anforderungen an die Auftritte der Anbieter stellten und ohne großen Aufwand konkurrenzfähige, meist reine Informa­ti­onsseiten ins Netz gestellt werden konnten, ist es heutzutage nicht mehr so einfach, sich aus dem inzwischen unüberschaubar großen Angebot im Internet abzuheben.

Die erste Vorgabe hierbei ist die einfache Auffindbarkeit der jeweiligen Homepage für potentielle Interessenten über gängige Suchmaschinen und eine eingängige www-Ad­resse. Neben einem ansprechen­den Design und einer benutzerfreundlichen Oberfläche, deren Bedeutung nicht unter­schätzt werden sollte, wird auch immer mehr Wert auf um­fangreiche und fundierte Informationen gelegt. Sehr wichtig ist dabei eine laufende Aktualisierung und Pflege der Daten und die Bereitstellung von aktuellen Nachrichten. Die Interessenten sollten in der Lage sein, sich mit dem Internetauftritt einen umfas­senden Überblick über die Destination verschaffen zu können. Das beinhaltet neben allgemeinen Landesinforma­tionen über Geographie, Kultur, Religion, Lebensweise und Gastronomie auch detail­lierte Angaben zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und Unterkunftsmöglichkeiten. Auch sollte die Möglichkeit bestehen, gedruckte Informati­onsbroschüren zu bestellen oder diese direkt als pdf-Datei herunterzuladen, sowie bei detaillierten und tiefergehen­den Fragen direkt mit kompetenten Auskunftsstellen Kon­takt aufnehmen zu können. Viele Nutzer erwarten außerdem direkte Reservier- und Buchbarkeit touristischer Leistungen von Hotel- oder Ferienhausübernachtungen über Ausflüge und Veranstal­tungskarten bis hin zu kompletten Pauschalreiseangeboten. Zu­mindest aber sollten Kontakte zu spezialisierten Reiseveranstaltern mit entsprechenden Angeboten vermittelt werden.

Gern gesehen werden außerdem weitere Angebote auf den WWW-Seiten wie Bilder­galerien, Wetterberichte, Live-Webcams, Gewinnspiele oder E-Mail-Newsletter mit aktuellen Informationen und Angeboten, die auch sehr gut zur besseren Kundenbindung eingesetzt werden können.

4 Analyse der Eigendarstellung und der angebotenen Leistun­gen von ausge­wählten Verkehrsbüros im Internet

4.1 Analysekriterien

Im folgenden werden die Internetauftritte einiger ausgewählter ausländischer Verkehrs­büros für den deutschen Markt anhand ihrer Eigendarstellung und der dargebotenen Leistungen analysiert. Die Grobgliederung der Analysekriterien wird dabei unter Zuhil­fenahme des weitverbreiteten AIDA-Modells[25] zur Beschreibung von Reiseentschei­dungen als dynamischen Prozess vorgenommen.

A ttention - Homepage

I nterest - Ursprüngliches touristisches Angebot

D esire - Abgeleitetes touristisches Angebot

A ction - Buchbarkeit von Angeboten

Daraus ergeben sich in Verbindung mit der Aufgliederung des touristischen Angebots nach Freyer[26] im einzelnen folgende Bewertungskriterien:

1. Homepage
- Auffindbarkeit
- Design und Benutzerfreundlichkeit
- Aktualität
- Externe Links
- Weitere Serviceangebote

2. Ursprüngliches touristisches Angebot
- Natürliches Angebot
- Sozio-kulturelles Angebot
- Allgemeine Infrastruktur
- Weitere Informationen

3. Abgeleitetes touristisches Angebot
- Touristische Infrastruktur
- Freizeitinfrastruktur
- Spezielle touristische Angebote

4. Buchbarkeit von Angeboten
- Direkte Buchbarkeit
- Informationen über Reiseveranstalter

Die Beurteilung der ausgewählten Kriterien erfolgt im Rahmen einer Stärken-Schwä­chen-Analyse in fünf Stufen von sehr gut über gut, mittel, weniger gut bis schlecht.

[...]


[1] Cole, Anthony D.: Vermarktung internationaler Destinationen – Die Arbeit der ausländischen Tourismusvertretungen in Deutschland. In: Landgrebe, Silke: Internationaler Tourismus. München, Wien 2000, Seite 283.

[2] Vgl. ebenda, Seite 283.

[3] Vgl. Deutscher Tourismusverband e.V. (Hrsg.): 100 Jahre DTV, Die Entwicklung des Tourismus in Deutschland 1902-2002. Bonn 2002, Seite 30.

In: http://dtvjnews.teammedia.de/docs/100JahreDTVhires.pdf

[4] Vgl. World Tourism Organization (WTO) (Hrsg.): Tourism proves as a resilient and stable economic sector. In: http://www.world-tourism.org/newsroom/Releases/more_releases/june2002/data.htm, Erstellungsdatum: 18.06.2002

[5] Vgl. Holewa, Michael: Der Deutsche Fremdenverkehr im Internet – Tourismusmarketing im WWW. Berlin 1997, Seite 3.

[6] Vgl. Löck, Sylvia: Der Internet-Auftritt der Freien und Hansestadt Hamburg im Vergleich zur Partnerstadt Chicago. In: Zerres, Michael; Schilling, Reiner: Ergebnisbericht des Projektes Stadtmarketing und innovative Strukturpolitik unter besonderer Berücksich­tigung umweltbelastender Verkehrsprobleme. Hamburg 1999, Seite 42.

[7] Vgl. Jung, Hyung-Soo: The Analysis of Demographic Profiles and Prospects of Internet Users in National Tourism Organisations. Case study: Korea National Tourism Organisation (KNTO). In: Buhalis, Dimitrios; Schertler, Walter (Hrsg.): Information and Communication Technologies in Tourism 1999: Proceedings of the International Conference in Innsbruck, Austria, 1999. Wien 1999, Seite 100.

[8] Vgl. Luft, Hartmut: Organisation und Vermarktung von Tourismusorten und Tourismus­regionen: Destination Management. Meßkirch 2001, Seite 259.

[9] Vgl. Bieger, Thomas: Management von Destinationen. 5., neu bearbeitete und ergänzte Auflage. München, Wien 2002, Seite 72.

[10] Vgl. Schroeder, Günter: Schroeder – Lexikon der Tourismuswirtschaft. 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Hamburg 2002, Seite 234, 330.

[11] Vgl. Cole, Seite 284.

[12] Vgl. Keller, Peter: Nationale Tourismusorganisationen im Wandel. In: Pechlaner, Harald; Weiermair, Klaus (Hrsg.): Destinations-Management: Führung und Vermarktung von touristischen Zielgebieten. Wien 1999, Seite 211-212.

[13] Vgl. Krane, Michael: Tourismusämter. Wer bietet den besten Service für Reisebüros? In: FVW International, Nr. 6, 11. März 2002, Seite 92-93.

[14] Vgl. Lüdke, Michael: Nutzung des Internet als Marketinginstrument für landwirtschaftliche Unternehmen: Ansatzpunkte für einen Online-Marketing-Mix landwirtschaftlicher Direktvermarkter sowie Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof. Aachen 2001, Seite 12-25.

[15] Vgl. o.V.: Nutzerzahlen – wie hoch ist die Reichweite des Internets? In: http://www.ecin.de/ marktbarometer/nutzer, Erstellungsdatum:10.02.2000.

[16] Vgl. o.V.: Internetnutzung – ja wo surfen sie denn? In: http://www.ecin.de/marktbarometer/ internetnutzung, Erstellungsdatum: 22.03.2001.

[17] Vgl. o.V.: Nutzerzahlen – wie hoch ist die Reichweite des Internets? In: http://www.ecin.de/ marktbarometer/nutzer, Erstellungsdatum: 10.02.2000.

[18] Vgl. o.V.: Internetnutzung – ja wo surfen sie denn? In: http://www.ecin.de/marktbarometer/ internetnutzung, Erstellungsdatum: 22.03.2001.

[19] Vgl. o.V.: Internetnutzung in Europa – ein Puzzle mit 1000 Teilen? In: http://www.ecin.de/ marktbarometer/europa2, Erstellungsdatum: 14.03.2002.

[20] Vgl. Deutscher Tourismusverband e.V. (Hrsg.): Neueste Trends. In: http://212.227.87.95/dtv/htdocs/ _daten/content/2_dtid/2_5/5_cont.htm, Abfragedatum: 14.04.2002.

[21] Vgl. Klietmann, Markus: Die Weltmeister im Reisen. Die Deutschen entdecken das Internet. In: http://www.firstsurf.de/kliet10_t.htm, Erstellungsdatum: 09.08.1999.

[22] Vgl. Martini, Umberto: Information and Communication Technologies as Competitive Drivers for New Destination Management Concepts. In: Kreilkamp, Edgar; Pechlaner, Harald; Steinecke, Albrecht (Hrsg.): Gemachter oder gelebter Tourismus? Destinationsmanagement und Tourismuspolitik. Wien 2001, Seite 158.

[23] WTO: Marketing Tourism Destinations Online – Strategies for the Information Age. Madrid 1999

[24] Vgl. Freyer, Walter: Tourismus-Marketing: marktorientiertes Management im Mikro- und Makrobereich der Tourismuswirtschaft. 3., überarbeitete Auflage. München, Wien 2001, Seite 527.

[25] Vgl. Freyer, Walter: Tourismus: Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie. 7., überarbeitete und aktualisierte Auflage. München, Wien 2001, Seite 86.

[26] Vgl. ebenda, Seite 179.

Details

Seiten
40
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638141253
ISBN (Buch)
9783638639484
Dateigröße
757 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v6587
Institution / Hochschule
Universität Rostock – Institut für Verkehr und Logistik
Note
1,3
Schlagworte
Ausländische Verkehrsbüros Deutschland Leistungen Eigendarstellung Internet Hauptseminar Tourismuswirtschaft

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Titel: Ausländische Verkehrsbüros in Deutschland - Leistungen und Eigendarstellung im Internet