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Attraktivität des Lehrberufs im europäischen Vergleich am Beispiel von Arbeitszufriedenheit und Motivation

Hausarbeit (Hauptseminar) 2005 22 Seiten

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Arbeitszufriedenheit und Motivation
2.1 Definition Motivation
2.2 Definition Arbeitszufriedenheit
2.3 Faktoren für eine hohe Motivation und Arbeitszufriedenheit
2.4 Vergleich der Arbeitszufriedenheit bei Lehrern

3 Das Lehrerimage
3.1 Ansehen des Lehrerberufes in Deutschland und Europa in der Öffentlichkeit
3.2 Selbstbild der Lehrer
3.3 Gründe für das schlechte Lehrerimage in Deutschland

4 Literaturverzeichnis

4 Fazit

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Bedürfnispyramide nach Maslow

Abb. 2: Lehrerpensionierungen in Deutschland

Abb. 3: Berufsansehen – Studienrat

Abb. 4: Vertrauen in die Berufsgruppe Lehrer

Abb. 5: Umfrage Ansehen von Berufen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Sowohl Arbeitszufriedenheit, als auch Motivation sind schwierig zu erfassende Größen, da beide im Gegensatz zu z.B. Arbeitszeit oder Gehaltshöhe nicht direkt messbar sind, sondern eher gedanklich konstruierte Gebilde.

Vielmehr ist man immer auf Befragungen und Selbstaussagen der untersuchten Personengruppen angewiesen. Deswegen sind Aussagen zu diesen Fragen stark subjektiv geprägt. Sie könnten als sogenannte weiche Faktoren gekennzeichnet werden. Beide hängen sehr stark voneinander ab und beeinflussen sich durchaus auch gegenseitig.

Im ersten Abschnitt der Arbeit soll näher auf die Arbeitszufriedenheit und Motivation von Lehrern eingegangen werden, wie sie festgestellt werden kann und wie sie im Vergleich mit anderen europäischen Ländern ist.

Im zweiten Abschnitt möchte ich dann näher auf einen der vielen Faktoren der Arbeitszufrieden oder Motivation eingehen, nämlich auf das gesellschaftliche Ansehen des Lehrerberufs in Deutschland und Europa.

Ich möchte diesen Faktor näher betrachten, da dieser zum einen in vielen Untersuchungen als wichtiger Aspekt für die Berufszufriedenheit der Lehrer genannt wird[1] und sich damit auch etliche Studien, teilweise sogar länderübergreifend befasst haben.

2 Arbeitszufriedenheit und Motivation

2.1 Definition Motivation

Der ursprünglich aus der Psychologie stammende Begriff der Motivation ist mittlerweile auch in die Umgangssprache übergegangen. Ursprünglich stammt er aus dem Lateinischen, wobei „movere“ soviel wie bewegen bedeutet und somit „Motivation“ als „Beweggründe“ für ein spezielles Verhalten oder Handeln verstanden werden kann.

Die eigentliche Motivation und ihre Motive sind dabei nur schwer zu erschließen. Dies erfolgt meist indirekt über vorausgegangene Verhaltensdaten oder Verhaltenskonsequenzen.

Im Bereich der Pädagogik wird zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterschieden.

Die intrinsische Motivation[2] bedeutet das Lernen oder Arbeiten aus einem eigenen innerem Antrieb. Handlungen die aus intrinsischer Motivation entstehen dienen der persönlichen Befriedigung. Faktoren wie Spaß und Interesse an einer Sache spielen bei der intrinsischen Motivation eine große Rolle. Die intrinsische Motivation verfolgt ein meist sehr kurzfristiges Interesse, wie z.B. das Stillen von Hunger oder Neugier.

Im Gegensatz dazu steht die extrinsische Motivation. Hierbei werden die Antriebe durch die Umgebung gesteuert. Bei dieser Form der Motivation werden Lern- oder Arbeitsanreize durch die Erwartung einer Belohnung bewirkt. Dies kann sowohl in materieller Form (Geld), sozialer Anerkennung durch andere Personen oder durch Erhalt von Macht geschehen.

Im Bereich der Arbeitsmotivation wird oftmals das von Abraham Maslow entwickelte Motivationsmodell der Bedürfnispyramide verwendet. Maslow teilt dabei die Bedürfnisse in fünf Hierarchiestufen und zwei Hauptklassen ein.

Das Modell besagt, dass die Bedürfnisse einer bestimmten Hierarchiestufe die Motivation eines Menschen solange bestimmen, solange sie unbefriedigt bleiben. Werden sie aber erfüllt, so wendet sich die Aufmerksamkeit und das Handeln der nächsthöheren Stufe zu. Zuerst seien die physiologischen Bedürfnisse, wie z.B. Hunger und Durst wichtig, dann erst kämen höhere Bedürfnisse. Die sogenannten Defizitbedürfnisse müssen erst erfüllt sein, damit man befriedigt ist. Sind sie aber erfüllt hat man auch keine weitere Motivation in diese Richtung (Bsp.: nach dem Löschen des Durstes wird man aufhören zu trinken).

Die Wachstumsbedürfnisse dagegen können nicht wirklich endgültig befriedigt werden (Bsp.: ein Maler zeichnet zur Selbstverwirklichung, dieser Drang ist nicht nach einer bestimmten Anzahl gemalter Bilder gestillt).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Bedürfnispyramide nach Maslow sieht wie folgt aus:

Abb.1: Bedürfnispyramide nach Maslow [3]

2.2 Definition Arbeitszufriedenheit

Die Arbeitszufriedenheit wird oft auch synonym mit Berufszufriedenheit verwandt. Darunter versteht man die Einstellung zu verschiedenen Aspekten der Arbeitssituation, die entweder eher positiv oder eher negativ bewertet werden kann. Langfristig gesehen hängt sie von einer Befriedigung der Bedürfnisse einer Person (s.o.) ab. Bedingungen für eine hohe Arbeitszufriedenheit lassen sich in drei Kategorien einordnen[4]:

- die Beschaffenheit der Arbeitssituation
- die Eigenschaft der Person
- das Zusammenpassen von Arbeitssituation und Person

Die Arbeitszufriedenheit kann selbst direkt nur schwer ermittelt werden. Oftmals erfolgt eine Erfassung dieser Größe mithilfe von Gesprächen, Umfragen oder Interviews. Es existieren aber auch Hilfsmittel wie etwa die „Skala zur Messung der Arbeitszufriedenheit“ (SAZ, Fischer) oder der „Arbeitsbeschreibungsbogen“ (ABB, Neuberger und Allerbach), auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte.

Aber es existieren indirekte Indikatoren, die auf eine hohe oder geringe Arbeitszufriedenheit bei Lehrern schließen lassen. Dies wären:

- Auskunft auf die Frage, ob der Lehrer bei erneuter Berufswahl wieder den Lehrerberuf wählen würde
- Auskunft, ob der Wunsch an eine andere Schule zu wechseln besteht (Fluktuationsrate)
- Höhe der Fehltage (Krankenstand)
- Grad der Frühpensionierungen aufgrund von Dienstunfähigkeit

2.3 Faktoren für eine hohe Motivation und Arbeitszufriedenheit

Es existiert eine Vielzahl von Faktoren, die Einfluss haben auf die Motivation und Arbeitszufriedenheit von Lehrern. Eine Schweizer Studie zum Thema Arbeitszufriedenheit bei Deutschschweizer Lehrern[5] nennt alleine 35 wichtige Aspekte. Allerdings lassen sich diese grob in zwei Kategorien aufteilen. Zum einen in extrinsische Faktoren (s.o.), wie z.B. die Besoldung, die Länge der Arbeitszeit, die Dauer der Ferien, den sicheren Berufsstatus, das Feedback von Eltern, Kindern und Kollegen oder aber das später noch näher thematisierte Prestige in der Öffentlichkeit. Zum anderen gibt es eine kleinere Anzahl von intrinsischen Faktoren (s.o.), die sich auch auf Motivation und Arbeitszufriedenheit auswirken können. Dies wären beispielsweise das Erreichen von selbstgesteckten Zielen, die Freude im Umgang mit jungen Menschen oder die weitgehende Selbstbestimmung des eigenen Arbeitsablaufes.

[...]


[1] Vgl. : Landert, Charles (2002). Zufriedenheit und Unzufriedenheit im Lehrerberuf. Ergebnisse einer Untersuchung bei Deutschschweizer LehrerInnen. URL: http://www.sejb.ch/docs/pdf/rapportlandert.pdf [Stand: 22.01.2005]

[2] Vgl.: Wikipedia (2004). Intrinsische Motivation. URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Intrinsische_Motivation [Stand 22.01.2005].

[3] Vgl.: Attac Dresden (2002). Bedürfnispyramide nach Maslow.

URL: http://www.attacdresden.de/material/maslow.png [Stand 22.01.2005]

[4] Vgl.: Bundesagentur für Arbeit (2004). Gesamtliste psychologisch relevanter Begriffe und Definitionen. URL: http://berufenet.arbeitsamt.de/cgi-bin/bnet2/fachwort.pl?15043493 [Stand 22.01.2005]

[5] Vgl. : Landert, Charles (2002). S. 15 f.

Details

Seiten
22
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783638588430
Dateigröße
958 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v66119
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik
Note
2,0
Schlagworte
Attraktivität Lehrberufs Vergleich Beispiel Arbeitszufriedenheit Motivation Lehrerbildung Europa

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Titel: Attraktivität des Lehrberufs im europäischen Vergleich am Beispiel von Arbeitszufriedenheit und Motivation