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Die Wertanalyse im Unternehmen

Hausarbeit 2007 16 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Zusammenfassung

2 Einleitung

3 Einführung in die Wertanalyse
3.1 Definition
3.2 Ziele der Wertanalyse
3.3 Anwendungsgebiete der Wertanalyse
3.4 Einteilung der Wertanalyse
3.5 Systemelemente der Wertanalyse
3.4.1 Methode
3.4.2 Verhaltensweisen
3.4.3 Management

4 Wertanalyse-Arbeitsplan nach DIN 69910
4.1 Projekt vorbereiten
4.2 Objektsituation analysieren
4.3 SOLL-Zustand beschreiben
4.4 Lösungsideen entwickeln
4.5 Lösungen festlegen
4.6 Lösungen verwirklichen

5 Wertanalyse-Arbeitsplan nach DIN EN 12973

6 Vorteile der Wertanalyse

7 Nachteile der Wertanalyse

8 Funktionen
8.1 Funktionsklasse
8.2 Funktionsart
8.3 Funktionsbaum
8.4 Zweck der Funktionsanalyse

9 Feedback zur Wertanalyse

10 Fazit und Ausblick

11 Literaturverzeichnis

1 Zusammenfassung

Die vorliegende Hausarbeit entstand im Rahmen der Lehrveranstaltung „Operatives Produktionsmanagement“ an der FHTW Berlin im Wintersemester 2006/2007 und behandelt das Thema „Die Wertanalyse im Unternehmen“. Die Wertanalyse ist eine vielseitig einsetzbare Methode. Sie überprüft und optimiert Objekte oder Aufgaben auf Zweckmäßigkeit und Kosten. Die Arbeit gibt einen Überblick über die Ziele der Wertanalyse und erläutert deren Umsetzung. Der Arbeitsplan nach DIN 69910 bzw. DIN EN 12973 strukturiert die Vorgehensweise bei der Umsetzung.

2 Einleitung

Nach dem 2. Weltkrieg herrschten bei der amerikanischen Industrie Produktionsengpässe und Materialknappheit. Dieser Umstand zwang die Firma General Electric (GE) einen Teil ihrer Rohstoffe zu ersetzen. GE bemerkte, dass die Substitution sowohl technische Verbesserungen als auch niedrigere Kosten ergab. Um diese Erkenntnis zu nutzen, suchte GE gezielt nach solchen Maßnahmen, die den Wert von Produkten erhöhen. Der Chefeinkäufer L.D. Miles erhielt den Auftrag. Dieser forschte fünf Jahre lang in einem Team und entwickelte das System der Wertanalyse. 1952 leitete L.D. Miles den ersten Workshop zum Thema Wertanalyse. Daran nahmen 60 Mitarbeiter von GE teil. Später führte er auch Zulieferanten-Seminare durch.

Die Wertanalyse verbreitete sich in Europa langsamer als in der USA. 1964 nutzte die Automobilindustrie als erste die Wertanalyse und wollte damit ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten.[1]

3 Einführung in die Wertanalyse

3.1 Definition

Nach L.D. Miles lautet die Definition für Wertanalyse wie folgt:

„Die Wertanalyse ist eine organisierte Anstrengung, die Funktionen eines Produktes für die niedrigsten Kosten zu erstellen, ohne dass die

- Erforderlich Qualität
- Zuverlässigkeit und
- Marktfähigkeit

des Produktes negativ beeinflusst werden.“[2]

3.2 Ziele der Wertanalyse

Die Ziele der Wertanalyse sind sehr vielseitig. Die Wertanalyse stellt nicht mehr nur reine Rationalisierungsmaßnahmen dar. Das marktgerechte Gestalten von Produkten und Prozessen steht ebenso im Vordergrund wie das Senken von Kosten. In diesem Zusammenhang werden Produkte oder Prozesse entwickelt und verbessert. Das planmäßige und zielgerichtete Bearbeiten einer bestimmten Problemstellung führt zu einer Zeitersparnis. Die Wertanalyse stimuliert die Kreativität der Mitarbeiter und hilft beim Aufbau von Mitarbeiternetzwerken. Das fördert die Kommunikation sowie die Kooperation im Unternehmen. Durch die Teamarbeit steigern alle Teilnehmer ihr Wissen.[3]

3.3 Anwendungsgebiete der Wertanalyse

Die Wertanalyse ist anwenderneutral und universell. Anwenderneutralität bedeutet, sie ist für jede Art von Objekten verwendbar. Universalität beinhaltet den Gebrauch für bereits bestehende und neu zu entwickelnde Objekte. Sowohl Unternehmen, Kunden als auch Lieferanten arbeiten mit der Wertanalyse. Der Einsatz erfolgt nicht nur bei herkömmlichen Produkten, sondern auch bei Prozessen. Die Nutzung weist eine breite Palette auf und umfasst Produkte aller Fertigungsarten vom Prozessor bis zum Bürohaus. Zu den Wertanalyse-Objekten zählen z.B. Dienstleistungen, Hardware, verfahrenstechnische Produkte oder Software.

Gegenstand der Wertanalyse sind ebenso Organisationsabläufe, -strukturen oder technologische Verfahrenvergleiche etc. In den folgenden Abschnitten bezeichnen wir aus Vereinfachungsgründen unter Produkt auch Prozesse inklusive der Dienstleistungen.[4]

Objekte der Wertanalyse sind einerseits technische Projekte, wie z.B. Einzelteile, Baugruppen, Systeme, und dazugehörige technische Abläufe bei Produktions-, Transport- und Entsorgungsprozesse. Die organisatorischen Projekte andererseits betreffen Aufbau- und Ablauforganisationsprozesse, bei denen Informations-, Kommunikations-, Dispositions- und Entscheidungsprozesse eine Rolle spielen.

3.4 Einteilung der Wertanalyse

L.D. Miles unterscheidet die Wertanalyse in Wertverbesserung (value analysis) und Wertgestaltung (value engineering). Die Wertverbesserung optimiert die Funktionen eines bestehenden Produkts. Die betroffenen Bereiche sind vor allem Fertigung und Montage, weil das Produkt bereits existiert und die Verringerung der Herstellkosten im Vordergrund steht. Die Wertgestaltung verändert die Funktionen eines entstehenden Produkts. Die Minimierung der Herstellkosten ist das Ziel des Wertanalyse-Teams. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Konstruktion, Forschung und Entwicklung, Produktionsplanung sowie Marketing.

Produktionsentwicklung und -konstruktion bestimmen die Kosten eines Produkts entscheidend. Die primäre Aufgabe der Wertanalyse ist daher die Wertgestaltung vor Fertigungsbeginn. Die nachträgliche Wertverbesserung ist nur die zweitgünstigste Lösung, da es geringere Gestaltungsansätze und hohe Änderungskosten in der Produktion gibt (siehe Abbildung 1). Die Ausrichtung der Strategie an Kundenbedürfnisse ist bei beiden Verfahren entscheidend.

[...]


[1] vgl. Hoffmann, H.J., 1994, S. 19-25

[2] vgl. Hoffmann, H.J.,1994, S. 31

[3] http://www.wertanalyse.pfister-group.de/seminare-wertanalyse-anwendung.html (letzter Zugriff: 02.01.07)

[4] Bronner,A., Herr, S., 2003, S.5

Details

Seiten
16
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638603638
ISBN (Buch)
9783640863129
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v67399
Institution / Hochschule
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Note
2,3
Schlagworte
Wertanayse Unternehmen Operatives Produktionsmanagement

Autor

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