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Die PISA-Studie aus dem Jahr 2000 - Untersuchung, Ergebnisse und Bewertung

von Meike Hentschel (Autor)

Hausarbeit 2001 10 Seiten

Didaktik - Sport, Sportpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die PISA-Studie
2.1 Erklärungen der „PISA-Studie“
2.2 Die Untersuchung
2.3 Ergebnisse des internationalen Vergleichs
2.4 Bewertung der Studie

3. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Gesamtleistung schlecht, Versetzung ausgeschlossen.“

Das waren die Worte des Kanzlers in einem Bericht des Magazins Focus (27/2002) über die im Dezember 2001 erschienenen Ergebnisse der PISA-Studie. PISA ist nicht die erste Studie, die unseren Bildungsstand untersucht hat. Einige Zeit vorher gab es unter anderem die TIMMS-Studie. In ihr stellte sich heraus, dass unsere mathematischen Kenntnisse nur im Mittelfeld liegen.

Damals ging auch ein Schrei durch die Behörden.

Ein Land wie Deutschland, das zu den reichsten Ländern der Welt gehört, kann nicht mit dem Mittelfeld zufrieden sein.

Desto erschütternder waren dann die Ergebnisse der PISA-Untersuchungen. Denn solch ein Ergebnis schlägt sich auch auf die Wirtschaft des Landes nieder. Ist hier der richtige Ansatz? . Mit dieser Hausarbeit soll noch einmal kurz erläutert werden, wie diese Studie aussah, wer daran teilgenommen hat und wie die Ergebnisse der einzelnen Länder, insbesondere von Deutschland, ausgesehen haben.

2. Die PISA-Studie

2.1 Erklärungen der „Pisa Studie“

PISA steht für „Programme for International Student Assessment“ – die bisher umfassendste Schulleistungsstudie, die international durchgeführt wurde. Die Studie ist Teil des Indikatorenprogramms INES der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), das dazu dient, den OECD-Mitgliedsstaaten vergleichende Daten über ihre Bildungssysteme zur Verfügung zu stellen. Es ist keine einmalige, länderübergreifende Messung, sondern ein fortlaufendes Programm. Alle drei Jahre werden Daten erhoben, so dass es möglich ist, Entwicklungstrends im Wissens- und Kompetenzbestand von Schüler/innen aus verschiedenen Ländern und aus verschiedenen demographischen Untergruppen zu erfassen. Die Untersuchung wurde mit 4500-10000 15-Jährigen Schüler/innen aus 32 Staaten durchgeführt.

28 davon sind Mitgliedsstaaten der OECD. Auf Beschluss der Kultusminister der Länder wurde die Studie in Deutschland so erweitert, dass es darüber hinaus möglich ist, die Ergebnisse auf Länderebene zu analysieren und zu vergleichen. Mit PISA wollen sich die Teilnehmerstaaten regelmäßig ein Bild davon machen, wie gut es ihren Schulen gelingt, Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

Im Mittelpunkt steht dabei weniger das Faktenwissen der Jugendlichen, sondern es werden Basiskompetenzen untersucht, die für eine Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Leben notwendig sind. Es wird gefragt, in wie weit Jugendliche diese Kompetenzen erworben haben und in wie weit soziale Ungleichheiten im Bildungserfolg bestehen.

Es werden verschiedene Aspekte schulischer und außerschulischer Lern- und Lebensbedingungen analysiert. PISA erfasst drei Erhebungszyklen. In jedem Zyklus werden die drei Kompetenzbereiche Lesekompetenz, mathematische Grundbildung und naturwissenschaftliche Grundbildung untersucht, mit jeweils wechselndem Schwerpunkt. Im ersten Zyklus bildete die Lesekompetenz den Schwerpunkt, im zweiten Zyklus ist es die mathematische und im dritten Zyklus die naturwissenschaftliche Grundbildung. Im Rahmen von PISA wird erstmals in einer groß angelegten Schulleistungsstudie auch der Versuch unternommen, fächerübergreifende Kompetenzen zu untersuchen.

Im ersten Zyklus wurden wichtige Voraussetzungen selbstständigen Lernens analysiert, wie zum Beispiel Lernstrategien, Interessen und fachbezogene Selbstkonzepte. Im zweiten Zyklus sollen allgemeine Problemlösefähigkeiten erhoben werden. Für den dritten Zyklus wird die Möglichkeit diskutiert, Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien zu untersuchen. Koordiniert wird das Projekt von einem „internationalen Konsortium unter Federführung des Australian Council for Educational Research (ACER)“.[1]

Für die Durchführung der Studie in Deutschland sind sieben Forschungseinrichtungen unter der Federführung des Max-Planck- Instituts für Bildungsforschung verantwortlich.

2.2 Die Untersuchung

Mithilfe von Fragebögen werden Hintergrundmerkmale von Schüler/innen sowie Schulen erhoben. Hierzu gehören zum Beispiel Merkmale der sozialen Herkunft von Schüler/innen, Aspekte der Beziehung der Jugendlichen zu ihren Eltern, Einstellungen der Schüler/innen zum Lesen sowie ihre privaten Lesegewohnheiten.

Auf Schulebene werden unter anderem die finanzielle und personelle Ausstattung, Größe von Lerngruppen, Organisationsstrukturen und Entscheidungsprozesse in die Analysen einbezogen.

Der Test fand an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit zufällig ausgesuchten Schüler/innen statt. Am ersten Tag fand ein 120- minütiger Leistungstest statt, zum anderen musste in 30 Minuten ein Fragebogen ausgefüllt werden. Am zweiten Tag wurden Testhefte unter den Schüler/innen verteilt. Es wurde in 130 Minuten zu 2/3 die Lesefähigkeit und das Leseverständnis der Schüler/innen getestet. Das heißt, es wurde überprüft, ob die Schüler/innen in der Lage sind, Texte verschiedener Art zu verstehen, reflektieren, bewerten und in größere Zusammenhänge einzuordnen.

Es sollten also „Informationen ermittelt, ein allgemeines Verständnis des Textes aufgebaut und interpretiert werden, sowie über Inhalt oder Form des Textes reflektiert und den Text mit eigenen Erfahrungen, Vorwissen und Ideen in Beziehung gesetzt werden.“[2] Zu 1/3 waren es Textaufgaben aus den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften. Ausgangspunkt der Aufgaben waren realitätsnahe Situationen, teilweise handelte es sich um Multiple-Choice-Aufgaben, teilweise mussten die Schüler/innen ihre eigenen Antworten ausarbeiten. Es kam auf die Fähigkeit der Schüler/innen an, die Bedeutung der Mathematik im Alltag wahrzunehmen.

[...]


[1] Pisa 1; 5

[2] PISA 2 (Lesekompetenz)

Details

Seiten
10
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638604819
ISBN (Buch)
9783638768283
Dateigröße
453 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v67730
Institution / Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln
Note
1,7
Schlagworte
PISA-Studie Jahr Untersuchung Ergebnisse Bewertung

Autor

  • Meike Hentschel (Autor)

    4 Titel veröffentlicht

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Titel: Die PISA-Studie aus dem Jahr 2000 - Untersuchung, Ergebnisse und Bewertung