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Effizienz- und Qualitätssteigerung durch Steuerungsinstrumente in der Schulfinanzierung für die allgemein bildenden Schulen - Ein Kampf gegen Windmühlen?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2007 19 Seiten

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungen

1 Einleitung

2 Die Finanzierung der Bildung im volkswirtschaftlichen Kreislauf

3 Schulfinanzierungsansätze der öffentlichen Hand
3.1 Gebietskörperschaften in der Verantwortung der Mittelzuweisung für Schulen
3.2 Die öffentlichen Kassen zwischen Ausgabendruck und Sparzwang

4 Steuerungsinstrumente der Effizienzsteigerung in der Bildung
4.1 Arten der Steuerungsansätze
4.2 Steuerungsinstrumente für mehr Wettbewerb

5 Kann eine ökonomische Schule auch eine pädagogische Schule sein? – Der Versuch ein Kamel durch ein Nadelöhr zu zwängen?
5.1 Wettbewerbsfördernde Elemente – Ein Für und Wider
5.2 Chancen und Grenzen von Steuerungselementen in der schulischen Bildung

6 Ausblick

Literatur/ Quellen:

Männliche und weibliche Form:

Aus Gründen der Einfachheit und Übersichtlichkeit wird in dieser Arbeit überwiegend in der männlichen Form (z.B. Schüler) geschrieben. Es ist jedoch die männliche wie die weibliche Form gleichermaßen gemeint ohne ein Geschlecht den Vorzug geben zu wollen.

Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Es gibt auf Dauer nur eins, was teurer ist als Bildung: keine Bildung.“ J.F. Kennedy

Das Budget der öffentlichen Hand für Bildung, Forschung und Wissenschaft betrug 2003 für den Bildungsprozess ein Volumen von 122 Mrd. €. Dies entspricht 5,6% des BIP Deutschlands. Innerhalb der OECD befindet sich Deutschland damit im unteren Mittelfeld. Allgemein bildende Schulen (staatliche und private Schulen) machten gemeinsam den größten Einzelposten dabei mit 48 Mrd. € aus[1].

Soweit man dem Vergleich eines arithmetischen Mittels aus BIP und Bildungsausgaben Glauben schenken mag, und die Sonderrolle Deutschlands durch das duale Berufsausbildungssystem vernachlässigt, kommt man durch einen internationalem Vergleich zu dem Schluss, dass es in der Bildungspolitik- und Finanzierung noch Entwicklungspotentiale für Deutschland gibt (vgl.Grözinger2005, 44).

In fast allen Industrieländern wird das Schulwesen im wesentlichen aus den öffentlichen Haushalten finanziert. Dies gilt auch für Länder mit hohen Privatschulanteil. In vielen Ländern werden private Schulen, dazu gehört auch Deutschland, staatlich unterstützt. In anderen Ländern, wie z.B. Großbritannien und USA, müssen private Schulen sich vollständig selbst finanzieren können und bekommen keine staatlichen Zuschüsse. Mit Blick auf die vergangenen Jahrzehnte ist der Bildungsetat, für die allgemein bildenden Schulen, angestiegen. Diese Mehrinvestition ist aber nicht in Lehrmittel und Ausstattung investiert worden, sondern vorwiegend für die Verbesserung der Schüler – Lehrer Proportion. Mit Blick auf die einzelnen Schultypen ist auffallend, das der Primar- und Sekundarbereich in Deutschland unterfinanziert ist und der Sekundarbereich II klar oberhalb des OECD Durchschnitts liegt (vgl. ebd. 44). Dies zeigt, dass in Deutschland nicht nur im internationalen Vergleich weniger für Bildung ausgegeben wird, sondern auch große Anteile der Mittel als Personalkosten anfallen und Schulzweige unterschiedlich stark finanziell unterstützt werden.

Unternehmerisch gesprochen ist die „Firma Schule“ mit Abstand der größte Arbeitgeber Deutschlands. Mit 850.000 Angestellten (inklusive Verwaltung) und 9,5 Mio. „Kunden“ übertrifft sie alle Großunternehmen wie z.B. Siemens (461.000 Mitarbeiter), Daimler-Chrysler (380.000 Mitarbeiter) und VW (340.000 Mitarbeiter).

Von Ökonomen wird immer wieder behauptet, dass die vorhandenen Ressourcen im Schulwesen nicht effizient genutzt werden (vgl. Foders 2003, 4). Da dieses Problem auch von der Politik so gesehen wird und aufgrund der angespannten Haushaltslage der öffentlichen Kassen ein erhöhter Handlungsdruck besteht, wird versucht mit den verschiedensten Steuerungsinstrumenten einen Weg der Effizienz- und Qualitätssteigerung zu beschreiten. Durch Steuerungsinstrumente des Bildungsprozesses und der Schulfinanzierung kann Einfluss auf das In- und Output von Bildungseinrichtungen genommen werden.

Diese Ausarbeitung soll Wege der Schulfinanzierung darstellen und Möglichkeiten und Grenzen von Steuerungsinstrumentarien aufzeigen. Abschließend wird die Einführung von wettbewerbsfördernden Maßnahmen kritisch diskutiert.

2 Die Finanzierung der Bildung im volkswirtschaftlichen Kreislauf

Aus den Finanzmitteln der Haushalte und Unternehmen schöpft der Staat seine Einnahmen. Die Verbleibenden Mittel stehen dem privaten Sektor zur Verfügung und werden nach eigenem Ermessen investiert. Es gibt demnach zwei große Bereiche die Finanzmittel für die Bildung bereitstellen: der Staat und der Privatsektor. Das zur Verfügung stehende „Bildungsbudget“ kann als eine Subjekt- und/oder Institutionenförderung verwendet werden. Lernende Setzen ihre Mittel zum einen für den Kauf bildungsrelevanter Güter ein oder kaufen sich Dienstleistungen bei privaten Bildungseinrichtungen. Durch den Güterkauf und den Kauf von Diensten fließen die Mittel wieder zu den Haushalten und Unternehmen. Der Kreislauf ist geschlossen und eine neue Periode kann beginnen (siehe Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: In Anlehnung an Mäding in: Dohmen 2003, 7

Die Kreislauf zeigt, ohne den Anspruch auf absolute Vollständigkeit erheben zu wollen, dass sich die Mittel des Bildungsprozesses modellhaft in einem Kreislauf befinden.

[...]


[1] Statistisches Bundesamt[online]: http://www.destatis.de/download/d/biwiku/budget.pdf [Stand 25.01.07]

Details

Seiten
19
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783638608879
ISBN (Buch)
9783640332472
Dateigröße
477 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v68162
Institution / Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg) – Institut für Wirtschaft und Politik und seine Didaktik
Note
1,3
Schlagworte
Effizienz- Qualitätssteigerung Steuerungsinstrumente Schulfinanzierung Schulen Kampf Windmühlen Bildungsfinanzierung

Autor

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